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Gast

  • #1

10 Jahre zusammen und lange keinen Sex mehr

Wir sind schon sehr lange zusammen. Seit sehr langer Zeit (traue mich das gar nicht zu schreiben), haben wir vielleicht drei Mal im Jahr Sex. Ich bin todunglücklich, denn mir fehlt eine richtige Beziehung. Nicht nur der Sex, sondern auch die Zärtlichkeiten. Er ist ein totaler Einzelgänger geworden. Er war immer müde, gestresst oder hatte keine Lust. Kürzlich wollte er mich küssen, aber ich wollte das nicht. Wenn ich ihn nackt sehe, dann finde ich ihn überhaupt nicht mehr anziehend. Mich stören viele Dinge und ich fühle mich eher abgestoßen.So lange hat er mich immer angewiesen und jetzt will ich nicht mehr. Was ist los?
 
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Gast

  • #2
Du solltest dich trennen, denn das ist schon lange keine Beziehung mehr.
 
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Gast

  • #3
Wenn da gar keine Gefühle mehr sind ... trennen. Mir ging es ähnlich und ich habe mich nach 20 Jahren Ehe getrennt. Dreimal im Jahr Sex und nur, wenn ich damit anfing, keinerlei Zärtlichkeiten im Alltag, vernachlässigte Körperpflege bei ihm - mehr Signale brauchte ich nicht. Trotzdem war er dann total überrascht, als ich die Trennung (nach einigen Vorwarnungen) aussprach, weil er mich angeblich doch so sehr liebte. Nein, ich brauche einen Mann, der mir ab und zu mal zeigt (und idealerweise auch sagt), dass er mich liebt. Und habe ihn zum Glück nach der Trennung auch gefunden.

w
 
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Gast

  • #4
Auch asexuelle Beziehungen können befriedigend sein, zumal die Leidenschaft in den meisten langjährigen Beziehungen stark zurück geht. Wichtig ist nur: Beide müssen es wollen und damit zufrieden sein.
 
  • #5
Hallo,

mir ergeht es genauso. Mit dem Unterschied, dass er mich nicht abgewiesen hat. Dennoch ist auch er eher nicht der "romantische" Typ, der seine Gefühle zeigen kann. Nach der Arbeit vor´m PC oder TV, am Wochenende das gleiche Bild. Zwar sagt er mir jeden Tag, dass er mich lieb hat/ liebt aber das ist irgendwann auch eine leere Floskel. Zumindest empfinde ich nichts dabei.
Ich stelle mir auch die Frage ob ich mich trennen soll - zum 4. mal *duck*
Die Erfahrung zeigte bei mir, dass auch mit Gesprächen und Versprechungen die Situation nur kurzzeitig besser war und sich dann der alte "Trott" einschlich.
Nun - jeder Mann ist anders, meiner mag nicht mir zuliebe mit dem Trinken aufhören (kein Alkoholiker, aber wenn Party dann richtig) und natürlich gibt es noch andere Kleinigkeiten die in der Summe stören.
Trotzdem würde ich immer versuchen das Gespräch zu suchen, erfahrungsgemäß fallen die Männer wirklich aus allen Wolken - ob er sich dann Mühe gibt und alles besser wird, oder im Gespräch heraus kommt, dass auch er unzufrieden ist und ihr euch trennt, oder aber nochmal zusammen durchstartet - who knows, aber einen Versuch ist es nach 10 Jahren immer wert.

w/31
 
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Gast

  • #6
Die Fragestellerin: Geredet haben wir und er gibt sich dann Mühe und dann der alte TRott. Ohja, PC sache kenne ich. Ich verstehe eh nicht, wenn man den ganzen Tag im Büro davor sitzt, dass man ihn auch abends noch braucht. Das ist eine andere Sache. Mir fehlt die Leidenschaft, das Gefühl zu haben begehrt zu sein, den anderen zu begehren. Vielleicht geht das allgemein einfach irgendwann nach so vielen Jahren flöten. Er ist immer gestresst und auf Dauer habe ich kein Verständnis, denn ich arbeite genauso viel, aber mit Entspannung schafft man neue Kraft statt nur vorm PC zu hocken. Da würde ich nie runter kommen. Dannist es auch kein Wunder, dass er nie Lust hat. Er kann nicht einfach mal eine halbe Stunde lang nichts tun, aus dem Fenster schauen, den Gedanken nachhängen.
 
  • #7
Mir fehlt die Leidenschaft, das Gefühl zu haben begehrt zu sein, den anderen zu begehren. Vielleicht geht das allgemein einfach irgendwann nach so vielen Jahren flöten.
Das ist etwas das auch mir fehlt und ich habe mir die gleiche Frage gestellt:" Geht das im Laufe der Zeit eh flöten? Bist du zu romantisch, vielleicht fehlt eine Prise Pragmatismus?" etc.
Ich habe mich auch gefragt ob ich das Recht habe eine Beziehung nach der ganzen Zeit "wegzuwerfen" und zwar endgültig.... Einerseits gibt es Menschen die sagen, dass es ganz besonders wichtig ist, dass man sich das gegenseitige Interesse und die "Spannung" erhält. Andererseits gibt es Menschen die sagen:" Ist doch völlig normal, dass man irgendwann nur noch Freund ist." Die Frage ist dann aber: Wann?? Ab welchem Alter? Stelle ich mir vor ich bin nicht 31 sondern 71 oder gar 61, dann kann ich mir schon eher vorstellen, dass die Lust auf Körperlichkeit abebbt und man froh ist jemanden zu haben der "da" ist. Ich bin jetzt ebenso froh über sein "da" sein, denke mir aber, dass es vielleicht auch mehr geben kann als nebeneinander her leben, oder??
Wenn ich daran denke ihn zu verlassen bekomme ich auch einen Kloß im Hals und frage mich dann, verwechselst du Freundschaft mit Liebe? Gewohnheit mit Liebe? Hast du Angst allein zu sein? Oder tut Trennung nach so vielen Jahren einfach weh? Man kennt sich ja schließlich und hat auch keinen Ärger miteinander, hat sich ja schon noch lieb etc.
Fragen über Fragen...

w/31