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Gast

  • #1

15-jähriger raucht ohne Erlaubnis im häuslichen Umfeld!

Guten Morgen liebes Forum, der 15-jährige Sohn meines Partners hat leider das Rauchen angefangen. Mein Partner ist schon immer Nichtraucher und will natürlich nicht, dass im Haus geraucht wird. Besuch raucht draußen im Freien. Er hat nun natürlich ein Problem damit, dass sein Sohnemann qualmt, aber verbieten bringt ja nichts, er kann ihn ja nicht den ganzen Tag bewachen, aber er will nicht, dass der Sohn quasi vor seinen Augen raucht bzw. raucht, ohne aufzupassen, dass es niemand mitbekommt. Jetzt sind die beiden ständig im Clinch. Der Junior qualmt zwar nicht vor seinem Vater, aber macht keinen Hehl daraus, dass er es tut und geht halt vor die Türe, qualmt und ihm ist es egal, ob der Vater das weiß oder nicht. Der Vater will aber nicht, dass er im häuslichen Umfeld raucht, der Sohn sieht das aber locker und meint" hei, was stellst Du Dich so an". Also ich würde es meinem 15-jährigen absolut verbieten, wenn er rauchen will, dann so, dass ich es wenigstens nicht mitbekomme. Wie seht ihr das, wie würdet ihr handeln oder was würdet ihr ihm sagen? Wäre schön, wenn ich hier ein paar Meinungen, Tipps bekommen könnte. w/41
 
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Gast

  • #2
Tja, ich w24 würde folgendes Raten:
Das rauchen im Haus komplett unterbinden, d.h. Kippe aus der Hand nehmen, Schachtel entsorgen. Im Zweifelsfall Taschengeld kürzen.
Allerdings bringen allgemeine Verbote nichts. Meine Teeniezeit ist vergleichsweise noch nicht sooo lange her, daher weiß ich das aus bester Erfahrung.
Je nachdem ob der Junge für sowas offen ist, vielleicht auch eine Suchtaufklärung in Erwägung ziehen.
 
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Gast

  • #3
Ich, als Elternteil entscheide, was in meiner Wohnung passiert oder nicht.

Wer sich nicht dran halten kann oder will, muss vor die Tür.

Woher hat der Junge das Geld für die Ziggaretten?

Konsequent reden und handeln ist hier gefragt!

w
 
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Gast

  • #4
Der Vater scheint sehr durchsetzungsschwach zu sein. Ich hätte mir das früher gar nicht zu Hause getraut, bzw. halt nur absolut heimlich.

m/45
 
  • #5
Da ich selber, wenn auch nicht viel, rauche, konnte ich es meinen Kindern schlecht verbieten. Ich habe aber einen Deal mit ihnen gemacht: Wenn sie bis 17 nicht rauchen zahle ich den Führerschein. Das hat gut geklappt, beide sind Nichtraucher. Mit Verboten erreicht man sowieso nichts. w51
 
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Gast

  • #6
Als mein 2. Kind - ich habe 3 Kinder - im Alter von etwa 15 Jahren mit dem Rauchen angefangen hat, hat mich das sehr gestört. Ich bin konsequente Nichtraucherin, und meine beiden anderen Kinder rauchen auch nicht. Ich musste es hinnehmen, entscheid ich!
Nun ist er erwachsen, studiert und hat vor anderthalb Jahren eine sehr tolle Freundin gefunden. Diese Freundin ist auch Nichtraucherin und hat mit ihrer liebevollen und vernünftigen Lebensweise meinen Sohn im Griff! Was passiert? - Sohnemann ist zum Nichtraucher mutiert und ist auch sonst sehr vernünftig und strebsam geworden.
Was ich nicht in vielen Jahren geschafft habe, hat die Freundin innerhalb von Wochen hingekriegt.
Also, liebe FS - nimm es nicht so streng. Rauchen ist in der heutigen Zeit ohnehin verpönt, und irgendwann lernt der Sohn deines Partners es auch. Wenn er 15 Jahre ist, "muss" er erst einmal aufmüpfen, aber es kommt die Zeit, wo auch er vernünftig wird.
 
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Gast

  • #7
Fakt ist, weder wir noch du kannst was machen. Es ist die Erziehung deines Parters. Der Junge wird höchstwahrscheinlich ein Problemkind sein oder werden - logisch, durch getrennte Eltern. Er wird versuchen mit seinen Mitteln, diesen Stress der getrennten Eltern in jungen Jahren zu bewältigen. Da hilft gar nichts, wen der Vater nicht ganz streng an den Zügeln zieht und auf den Tisch haut.
 
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Gast

  • #8
Ihr könnt es nicht verhindern. Entgegen Nr. 6 bin ich nicht der Meinung, dass es etwas damit zu tun hat, dass er Trennungskind ist und jetzt gleich zum Problemkind wird. Rauchen kommt in den besten Familien vor.

Ihr könnt nur klare Absprachen treffen - IM Haus wird nicht geraucht, denn das ist für alle anderen eine Zumutung. Wenn er seine Gesundheit ruinieren möchte, bitte schön, dann aber bitte draußen im Garten oder eben bei seinen Freunden. Je mehr ihr verbietet, um so mehr wird er rauchen. Wenn der Vater, was wir nicht wissen, nur 2-WE-Papa ist, kann er dem Sohn sowieso das Rauchen nicht verbieten, weil er ihm keine Konsequenzen androhen und auch durchziehen kann. Denn möglicherweise toleriert die Mutter die Aktionen des Sohnes. So war es bei uns - die Mutter raucht, der Sohn fing an, der Vater Nichtraucher und 2-WE-Papa. Wir haben dem Sohn in UNSEREM gemeinsamen Urlaub geholfen, aufzuhören - mit allen Aggressionen usw. Als Sohnemann wieder zuhause eintraf, nahm die Mutter keinerlei Rücksicht auf die Erfolge des Sohnes und rauchte unvermindert weiter - schwupps, zwei Wochen später war alles wieder beim Alten. Daran ist ersichtlich, dass eine Hilfe nur dann funktioniert, wenn das Kind im Umfeld lebt.
 
  • #9
Jetzt sind die beiden ständig im Clinch. Der Junior qualmt zwar nicht vor seinem Vater, aber macht keinen Hehl daraus, dass er es tut und geht halt vor die Türe, qualmt und ihm ist es egal, ob der Vater das weiß oder nicht.
Natürlich macht der Junge das Gegenteil von dem, was sein Vater will. Das nennt man Pubertät. Da grenzen sich die allermeisten Jugendlichen auf unterschiedlich dumme und mehr oder weniger auffallende Art von den Eltern ab.
Meine Eltern sind damals (aus meiner Sicht) sehr vernünftig mit meinem Bruder und mir umgegangen: Sie haben ein paar Regeln aufgestellt, ein paar Regeln mit meinem Bruder und mir verhandelt. Hielten wir uns an die Regeln und lief in der Schule alles gut, dann bekamen wir einige zusätzliche Freiheiten (abends länger weg bleiben. ganzes Wochenende bei Freunden bleiben o.ä.). Hielten wir uns nicht an die Absprachen, wurden Annehmlichkeiten gestrichen. Das lief alles sehr transparent und nachvollziehbar.
Natürlich haben wir dennoch ab und zu heimlich gegen einzelne Regeln verstoßen, aber insgesamt lief es sehr reibungsfrei.
 
  • #10
Ich würde meinen, das Problem ist nicht das Rauchen!
Junior sucht einfach Reibeflächen zum Anecken. Wenn ich das so richtig mitkriege, kann dein Partner das Rauchen an sich gar nicht leiden. Also raucht der Bengel, egal, ob es ihm schmeckt, oder nicht! Der Junge ist in der Pubertät und je mehr sein Vater sich deshalb aufplustert umso mehr Spaß macht es, ihn aus der Reserve zu locken.
Laßt ihn einfach qualmen und stellt klare Regeln auf, wo er das auf keinen Fall zu tun hat. Keine zusätzlichen finanziellen Mittel, schließlich wollen die zigaretten ja bezqahlt werden....und dann gucken, was man weiter tun kann....falls sich das Ganze nicht demnächst von selbt erledigt. Wichtig ist: sich nicht aus der Reserve locken lassen!
Woher ich das weiß? Als mein Kleiner 15 war, hab ich aus Versehen eine Schachtel Zigatetten mit gewaschen, seine! Oh jeh, er hat gedacht, jetzt gibt es Zoff.....und hätte mir dann kräftig gegen gehalten. Gab es aber nicht, ich war die Ruhe in Person....und bald darauf hatte sich das Problem von allein gelöst!
 
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Gast

  • #11
Der Reiz des Verbotenen...dazu noch das Alter, wo Kinder anfangen sich abzunabeln. Oft damit, dass sie das Gegenteil von dem tun, was die Eltern ihnen gerne Vorschreiben möchten.

Es ist eine Art Machtkampf zwischen Vater und Sohn, und der Sohn sieht sich als Sieger mit jeder Zigarette, die er sich gegen den Willen des Vaters anzündet.
Gerade die Tatsache, dass es ihm Verboten wird, macht das Rauchen für den Sohn noch interessanter.

Das Rauchen an sich würde ich nicht verbieten, so ein Verbot wäre sowieso nicht zu kontrollieren.

Aber was andere Hausbewohner an Gerüchen stört hat er von diesen fern zu halten. Das wird er lernen müssen. Und ansonsten solltet ihr es einfach ignorieren, dass er raucht. Jedoch würde ich ihn schon klar spüren lassen, dass ihr seine Gesellschaft meidet, solange er nach Qualm stinkt, weil ihr euch vor ihm ekelt.
Er hat dann halt die entsprechenden Nachteile zu tragen, darf zum Beispiel nicht mit ins Auto steigen, bevor er sich umgezogen, die Haare gewaschen und die Zähne geputzt hat.

Im Moment gibt ihm das Rauchen das Gefühl ein cooler "Rebell" zu sein, gegen die Verbote der Erwachsenen. Das findet er toll.

Was glaubst du wie schnell es ihm zu doof wird Geld auszugeben für etwas, was ihm nur einbringt, dass er gemieden wird, weil die Menschen in seiner Umgebung seine Gesellschaft nicht wünschen, wenn er stinkt?

Wenn das Rauchen zu etwas wird, was ihm statt dem "Rebellenstatus" nur noch einbringt, nach jeder Zigarette mehr Aufwand betreiben zu müssen, um wieder "gestanklos" zu werden, weil der Vater ihn vorher z.B. nicht mit seinem Auto zum Sport fährt, dann erledigt sich das Problem wohl am ehesten wieder von alleine.

Genau so wie oben beschrieben hat meine Freundin es bei ihrem (allerdings schon fast 17-jährigen Sohn) gehandhabt. Das Problem war bald wieder erledigt, Rauchen wurde von "cool" zu "doof", weil damit mehr Aufwand auf ihn zu kam und er ansonsten keinerlei Beachtung mehr dafür bekommen hat, es wurde schlichtweg ignoriert, dass er raucht. ;-)

Der Geldbeutel ist dabei auch noch interessant. Reicht das Taschengeld wegen den Zigaretten nicht mehr für Anderes, dann bloß keine Extra-Finanzspritze. Er muß schon merken, dass er dann eben weniger Geld hat für die anderen Dinge.

Am besten eben, er empfindet Rauchen mit der Zeit von sich aus als uncoole Geldverschwendung. Das bringt mehr als 1000 Verbote.

w, 43
 
  • #12
Mir scheint auch: Sein rauchen als Inszenierung. Es scheint ihm wichtig und provokant, daß sein Vater mitbekommt, wenn er raucht ?
Mir scheint das Gleiche, wie hier #10 nennt.

Ich begann bereits mit 14 J. zu rauchen. Aber schön ruhig für mich alleine, und nicht zuhause.
Ohne Wissen meiner Eltern oder von Anderen, höchstens Gleichaltrigen. Ein Päckchen Zigaretten hielt mir einen ganzen Monat lang. Und so blieb es bis vor zehn Jahren. Da hörte ich ganz auf, wegen einem Kind in meiner Familie.

Umfrage von Zeitungsjournalisten unter Schülern (14 - 15 Jahre alt)
Was wären Eure Gründe, um mit dem rauchen aufzuhören ?
Meist genannte Antwort: Wenn ein Päckchen Zigaretten mehr als 4,75 Euro kosten würde.
Unterschwellig: Wenn rauchen zur gesellschaftlichen Mißachtung und Ausgrenzung führen würde, unter den Gleichaltrigen.
 
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Gast

  • #13
Ich kann dir nur aus Erfahrung sagen, so gut wie alle erwachsenen Raucher haben in dem Alter mal angefangen! Spätere Anfänger-Raucher über 18 sind eher unwahrscheinlich. Es ist eben kein Reiz mehr dabei.