• #1

50 plus: Erfahrungen mit dem Neuem

Ich bin 60/w. die hier einige Kontakte zu Männer +/- 5 Jahre hat. Es ergaben sich Gespräche über das Eingehen von Partnerschaften in unserem Alter. Wir wussten, dass man sich bis in hohe Alter verlieben kann, hatten jedoch den Eindruck, dass wir uns anders verhalten bei Begegnungen als früher. Aber, was ist der Unterschied? Ich weiß schon, dass man es nicht verallgemeinern kann, denke jedoch auch, dass wir Menschen nicht absolut individualistisch sind. Ein wesentlicher Unterschied zu jüngeren ist: Wir wollen meist keine Kinder mehr - keine Familie aufbauen - beruflich ist meist alles geklärt. Haben wir weniger Mut? Sind wir vorsichtiger? Wie sind Eure Erfahrungen? Was denkt Ihr darüber?
 
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  • #2
Ich glaube wir Menschen werden mit der Zeit abgeklärter und nüchterner in der Betrachtung anderer Menschen, sowohl im beruflichen als auch privaten Umfeld.

Wir wissen was wir wollen und geben können und erkennen sowie beurteilen (mal falsch, mal richtig) relativ schnell unser Gegenüber. Das bringt das Leben halt mit sich ...
 
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  • #3
Du hast es doch schon fast selbst beantwortet....
Männer sind zum groß Teil gleich gegenüber Früher,sie möchten mit und für jemanden da sein,sie möchten Sex,keine Einsamkeit und ihr geleistetes(beruflich+privat)Teilen.Nur Frau hat sich enorm gewandelt,sie hatte Familie und hat schon Kinder,möchte für niemanden mehr Sorgen müssen,Sexverlangen oft in stark reduzierter Form,Lebensabsicherung vorgesorgt,außergewöhnliche Aktivitäten wird sich schwer getan,Eigensinniger und noch weniger Toleranz als früher----Selbstbewußtsein(wegen Figur ua.) geringer----somit verlässt einen der Mut----aber die Eigen-Selbstständigkeit ist gestiegen.....und damit kann man allein Leben.

m
 
  • #4
Ich sehe das ähnlich wie #1: wir gehen sehr viel nüchterner auf einen (möglichen) neuen Partner zu, als wir dies früher getan haben. Ich selber erkenne oft sehr schnell, ob ich eine Fortsetzung des Gespräches, später evtl. mehr, möchte oder ob es einfach nicht passt und vermutlich auch nie passen würde.

Nichtsdestotrotz gehe ich voller Begeisterung auf alle mich ansprechenden Mails ein, treffe mich, wo immer das möglich ist recht bald und bin grundsätzlich offen. Gleichzeitig gefällt es mir, dass ich nicht mehr auf "Rahmenbedingungen" (Einkommen, Stand o.ä.) achten muss, denn mein eigenes Leben steht und das macht mich selbstbewusster, als ich es früher - mit 25 oder 35 Jahren - war. Ich kann mich darauf konzentrieren, wo sich Wichtigkeiten bei beiden decken und was wir daraus machen könnten. Insgesamt bin ich total zufrieden mit den "neuen Möglichkeiten", ohne Zukunftsplanungen. Umso besser, wenn die dann auch noch drin sind.
 
  • #5
Natürlich sind wir mit 50+ nicht plötzlich andere Menschen, als wir früher waren. Wir sind nur inzwischen weiter (muss nicht besser sein) in unserer Entwicklung. Viele der Probleme, die junge Menschen noch haben, liegen hinter uns. Wir sind nicht mehr unbedingt scharf auf ständige Wiederholungen von Dramen, setzen andere Prioritäten für unsere Entscheidungen.

Wir haben dafür gearbeitet, dass wir jetzt in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen, die uns eben auch einfach nur mal gut tun. Dafür müssen wir uns nicht rechtfertigen.

Selbstverständlich haben wir nun aber auch viele Probleme/Situationen, an die wir früher nie gedacht hätten. Die Generation, die uns dann etwas dazu sagen könnte, lebt aber leider meist nicht mehr (und wir würden ja auch nicht alle ihre Ratschläge befolgen/annehmen wollen). Stimmt's? :)

Nein, liebe FS, wir sind nicht vorsichtiger, haben nicht weniger Mut - wir sind nur anders = älter (geworden)!

Trotzdem wäre es ganz nett, wenn die Menschen -50 gelegentlich akzeptieren könnten, dass wir +50 zwar älter, aber immer noch am Leben sind. - Und dieses Leben macht uns auch immer noch Freude - mit all seinen Facetten, nur anderen Prioritäten!
 
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  • #6
Ich wusste, als ich noch aktiv hier suchte, zumindest sehr genau, was ich NICHT wollte! Sehr oft, wenn ich mit Freundinnen unterwegs war, habe ich mir die Männer an den Nachbartischen oder in der näheren Umgebung sehr genau angesehen und mich gefragt: "Willst Du so einen Typen auf der Couch sitzen haben?" und bin eigentlich immer zu dem Ergebnis gekommen, dass ich im Zweifel lieber alleine bleiben wollte. Man hat ganz einfach vieles im Leben erreicht, war erfolgreich im Beruf, hat sich entsprechend viel aufgebaut und erarbeitet, hat eine eigene Meinung, kann diese auch dezidiert vertreten, hat Lebensklugheit erworben usw. Das heißt, ich suchte schon jemanden auf der viel zitierten "Augenhöhe" und nicht IRGENDEINEN.

In jungen Jahren war das sicherlich anders. Wir hatten beide nichts außer unserer Ausbildung, standen am Anfang unserer beruflichen Karriere, wollten noch vieles erreichen, d.h. wir mussten uns erst noch entwickeln. In den Jahren danach haben wir uns auch unterschiedlich entwickelt. Während mein damaliger Mann unterwegs irgendwo stehengeblieben ist (so hat er es bei unserer Trennung formuliert), habe ich mich weiter entwickelt und bin auf der Karriereleiter hoch gestiegen.

Inzwischen habe ich den Deckel gefunden, der zu mir passt und den gebe ich nicht mehr her. Wenn ich ihn allerdings nicht kennen gelernt hätte, wäre ich alleine geblieben. Kompromisse wäre ich nicht eingegangen!
 
  • #7
#3
interessant, daß du weißt, wie´s mir geht ;-)
allerdings habe ich das Gefühl, daß du entweder von dir auf andere schließt oder sehr frustrierende Erfahrungen gemacht hast, denn mit mir (w+55) haben deine merkwürdigen Vorstellungn nichts zu tun.


Ok. Kinder sind erwachsen, Familienplanung abgeschlossen - aber ich freu mich schon auf meine (oder seine) Enkel!

Ich sorge sehr gerne für meine erwachsenen Kinder, für Pferde, Hunde, Katzen - und nicht zuletzt für meinen Herzallerliebsten.

Sexverlangen reduziert??? Naja, das hat viel mit dem Partner zu tun - meines ist auf alle Fälle schon da, wenn er mich nur ansieht oder seine Hand auf meinen Arm legt....

Meine Toleranz hat mit den Jahren zugenommen, denn im Laufe der Zeit entdeckt man, daß das Leben für jeden! die eine oder andere gute oder schlechte Überraschung bereit hält.

Meine Figur ist objektiv betrachtet sicherlich nicht mehr so gut, wie sie es einmal gewesen ist - aber ich bin mit meinem Körper zufriedener, und mag ihn mehr als früher.

Daß du so viele negative Erfahrungen mit Frauen unseres Alters gemacht hast, wundert mich ehrlich. Ich kenne einige, die wirklich wirklich angenehm, interessant, schön und erotisch sind.
 
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  • #8
Hallo Lichtdame,

ich glaube nicht, dass wir uns sooo viel anders verhalten als früher in jungen Jahren. Wenn man sich mit Internetbekanntschaften trifft vielleicht schon, das ist ja im Prinzip kein "natürliches" Kennenlernen, sondern gewissermaßen arrangiert.

Wenn man aber mit 50plus auf einen Menschen trifft der passt, kann man genauso in Flammen stehen wie mit 18. Feuchte Hände und Herzrasen und zitternde Knie und Liebesbriefe und Albernheit inbegriffen.

Der Unterschied liegt vielleicht darin, dass wir in unserem Alter seltener auf ungebundene Männer treffen als zu Studentenzeiten, daher erst vorsichtiger sind, damit wir nicht unser Herz eventuell an einen vergebenen Mann verlieren. Und da wir unsere natürlichen Pflichten erfüllt haben, die Kinder aus dem Haus sind, stehen wir nicht mehr unter Druck. Wir können eine Beziehung in Ruhe wachsen und reifen lassen.

w53
 
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  • #9
Ja, mir geht es auch so, dass ich (w,55) anders schaue und vorgehe als früher. Ich will keine faulen Kompromisse mehr. Ich will mich nicht in eine Abhängigkeit begeben. Mir ist inzwischen klar, dass ich dann lieber allein leben würde. Aber ich wünsche mir schon einen Partner. Und hatte auch nach meiner gescheiterten Ehe nie zu den Frauen gehören wollen, die sowieso alle Männer in meinem Alter doof oder unfähig zu Beziehungen finden. Das war und ist für mich vor allem ein Vorwand, um sich nicht auch mit sich beschäftigen zu müssen oder eben auch Angst vor neuen Enttäuschungen. Die habe ich natürlich auch. Aber wie soll man etwas Neues entdecken, auch eine neue Liebe, wenn man nichts riskiert und sich nicht einlässt? Dies gilt übrigens für Männer genauso wie für Frauen.

Seit drei Monaten habe ich eine neue Beziehung. Wir gehen sehr sorgfältig miteinander um. Beide wissen wir, dass wir andere Menschen im Grundsatz nicht verändern können. Und wollen das auch nicht mehr. Wir testen vorsichtig aus, was wir voneinander wollen und miteinander wollen. Ich habe viel mehr Geduld als früher. Ich lasse mir und ihm mehr Zeit. Ich gebe mein eigenes Leben nicht auf, sondern wir suchen, was wir auch gemeinsam machen können. Und ich genieße in ganz neuer Weise Sex. Der ist mir enorm wichtig.

Wer sagt, dass Frauen in unserem Alter keine Lust auf Sex mehr haben? Das ist manchmal Selbstbeschränkung bei Frauen (die vielleicht auch noch nie eine wirklich erfüllte Sexualität erlebt haben und/oder nicht den Mut, sich darauf einzulassen) und ein großes Vorurteil bei offenbar nicht so wenigen Männern, auch praktisch und teilweise ein Vorwand, sich entweder bei jüngeren Frauen umzuschauen oder eben die Suche nach einer Partnerin aufzugeben ("Frauen sind ja sowieso so schwierig, und wenn Frauen in meinem Alter sowieso keinen Sex mehr wollen, dann...."). Wir sind doch die Generation, die die Frauenbewegung teilweise sehr direkt erlebt hat. Wenn wir es als jüngere Frauen manchmal nicht geschafft haben, auf unseren Interessen, Wünschen und unserer Lust zu bestehen - jetzt ist die richtige Zeit dafür! Her mit dem ganzen Leben, auch noch mit 50 oder 55 oder 60 oder älter. Ich glaube fest an eine neue große Liebe, und die macht sehnsüchtig und bringt Schmetterlinge und weiche Knie wie in allen Altersphasen. Da sollten wir aus meiner Sicht keine falsche Selbstbeschränkung uns auferlegen. Aber uns darüber im klaren sein und alles dafür tun, dass wir immer auch ein eigenes erfülltes Leben allein leben können.
 
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  • #10
M 48
Ich denke "50 ist heute kein Alter" mehr.
Warum sollte man mit 50 keine Ziele und Visionen mehr haben ?
Ihr habt recht: Her mit dem Leben !!!
@SIRI ...völlig richtig, ab 50plus ist rein gar nichts reduziert, es ist so wie mit 30 ode 40.
Am meisten störend finde ich, das besonders hier in Europa alles auf das Lebensalter
fixiert ist.
In unserer Familie war das Alter nie ein Thema.Mein Vater hat jenseits der 50 die
erfolgreichste Zeit seines Lebens erlebt: Firma aufgebaut, geheiratet, Haus gebaut, Familie
gegründet....heute mit 78 denkt er gar nicht daran "alt" zu sein und ist aktiver als manch einer
mit 30...
 
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  • #11
Ich habe die Berichte gelesen,,und muß sagen,daß es mir vor 4 Wochen im Alter52 passiert ist,,,ich habe mich verliebt,,,,,Wir lernten uns im Internet kennen,nur ich muß sagen,ich kann es kaum glauben,daß mir noch mal so etwas passiert,,Mein Gefühle fahren Achterbahn,mein Herz rasst wenn ich an Ihn denke,,,,hätte ich nie ´mehr erwartet,,,Fühle als hätte ich eine Menge Schmetterlinge im Bauch,,,,es ist einfach zu schön um wahr zu sein,,,,

Es ist wie ein Traum aus dem nie aufwachen möchte,,,,

Ich war am wochenende bei Ihm es war alles so ungezwungen fast wie wenn wir uns zeit Jahren kennen würden,,,mein Herz rasst bei jedem Telefonat


Ich sag nur das Leben kann schön sein wenn man den/die Richtige trifft,,,

Lg

23.2.2011
 
  • #12
Wir haben es bedeutend leichter als in jungen Jahren!

- Keine biologische Uhr kann uns mehr verunsichern. Im Normalfall haben wir die Familienphase erfolgreich hinter uns gebracht, die Kinder sind aus dem Haus.

- Finanzielle Abhängigkeiten können uns nicht mehr belasten. Inzwischen hat fast jede/r das Berufsziel erreicht und steht, was Geld anbetrifft, auf eigenen Füßen.

Aus diesen beiden Gründen können wir viel unbefangener auf einen neuen Partner zugehen, nach dem Motto: Alles kann, nichts muss! Im Idealfall sind wir persönlich so gefestigt, dass wir auch ganz gut zurecht kämen -- schon mal eine wunderbare Voraussetzung fürs Verlieben.

Das Gefühl der Schmetterlinge im Bauch unterscheidet sich bei mir (fast 58) kein bisschen von dem der früheren Jahre. Herrlich, dies überrascht zu realisieren! Aber tatsächlich ändern sich manche Verhaltensweisen und Gefühle trotzdem:
- In meiner jetzigen Partnerschaft bin ich weit vorsichtiger und zögerlicher, als das früher der Fall war. Angst vor nochmaliger Enttäuschung wahrscheinlich.
- Ein Ortswechsel für den Liebsten? - Früher kein Problem! Heute mag ich es mir kaum vorstellen, meine Wohnung einmal aufgeben zu müssen.
- Auch ein Wechsel der Arbeitsstelle wird mit den Jahren immer schwieriger. Der lieben Gewohnheit wegen, oder wegen der Schwierigkeiten mit 50+ nochmals neu anfangen zu müssen.
 
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  • #13
Ich muß bin 52 und echt verliebt,,doch kaum wird es bei mir ernst ist ast wieder von seiner Seite ein Problem,,,Am Wochenende heiße Bilder geschossen,,und viel Spass und viel erlebt,ist er Montags nicht mehr erreichbar,,,stadt dessen Fax ,,,und beide Nr,nicht zu erreichen,,,Da fragt man sich wie soll man das Vertrauen auf bauen können???Also ich wei0 es nicht????
 
  • #14
#12
vielleicht findest du ihn (und deine Fotos!!!) auf den entsprechenden Seiten im Internet wieder.
Offensichtlich wird man mit dem Alter auf alle Fälle nicht klüger.

Ja, mit 50+ wird es schwieriger. Den einen geht es so gut, daß sie jeder Veränderung eher skeptisch gegenüber stehen, den anderen geht´s so schlecht, daß da keine(r) dabei sein möchte.
 
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  • #15
=> Sexverlangen oft in stark reduzierter Form => lese ich hier.

Bitte nicht verallgemeinern !!!!!!!!!!!! Ich bin 64 und habe Lust ihne Ende.

Die Lustlosigkeit lese ich hier immer wieder bei jenen, die in einer "todgelaufenen" und langweiligen Ehe leben.

Bei bekannten Frauen (in etwa gleichen Alters) höre ich, dass sie es sehr problematisch finden, wenn der neue Partner nicht mehrfähig ist. Auch nicht nachhelfen kann, da er (z.B.) Beta Blocker nehmen muss.
Sie sich in der Zwickmühle befinden!
Frauen, die Lust haben, können halt immer. weiter.... und sind auch offener für neue Erfahrungen auf dem Gebiet.
 
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