• #31
Hä? Ich kapiere gerade nicht, warum alle auf der Fragestellerin herumhacken. Beide hatten bisher eine nette Zeit - mit Sex. Beide! Dass einer mehr hineininterpretiert, ist das Risiko und menschlich. Und dass man wegen Unbedarftheit fehlinterpretiert wird, auch.
Vielleicht interpretiert er ja auch gar nicht, sondern nur die anderen? Vielleicht hat er ganz ähnliche Unsicherheiten? Wer weiß das schon?

Liebe FS, frag ihn doch einfach mal, was ihr denn eigentlich habt. Erzählt er von einer Beziehung, kannst du Erschrockenheit äußern. Eiert er herum, kannst du deine Erleichterung kundtun.
Offenheit ist auf alle Fälle angebracht.

Offenheit
 
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Gast

  • #32
Das liegt vielleicht daran, dass man mit steigendem Alter auch schon gewisse positive wie aber auch negative Erfahrungen in Sachen Liebe machen musste und weiß, dass sich Unehrlichkeit sehr hässlich anfühlt
Die Erfahrung habe ich auch gemacht, komme aber zu einem anderen Schluss, nämlich dem, dass jeder mal unehrlich ist und jeder zunächst für sich selbst verantwortlich ist, bis man irgendwann nahe zusammengewachsen ist. Bei einer Beziehungsanbahnung die Moralkeule zu schwingen, finde ich albern.

Und natürlich ist die FS verantwortlich für das Gefühlsleben des Mannes!
Nein, das ist sie nicht. Sie kann die Verantwortung jederzeit abgeben.

Frauen wie Du verderben die Männer.
Männer sind oft ganz empfindliche Pflänzchen und mit 40 hast du dann so ein verkorkstes Exemplar kennengelernt, dass sich nicht mehr richtig traut, sich zu öffnen, weil er so viele schlechte Erfahrungen mit unbekümmerten "ich-will-doch-nur-spielen"-Tussies gemacht hat.
Oder sie lassen sich auf gar nichts Verbindliches mehr ein und vögeln eben auch nur noch rum.
Das ist ihr Problem. Sie sollen tun, was ihnen gefällt. Willst du tatsächlich einen erwachsenen Mann erziehen oder die Welt verbessern? Jeder kluge Mensch wird sich auf jeden Partner neu einstellen. Die anderen sind mir beziehungsmäßig egal. Ein Mann, der für sein Glück die Verantwortung übernimmt, jammert nicht von schlechten Erfahrungen und sich nicht öffen trauen. Was ist das für ein kleine Jungen-Benehmen? Und die Frauen sind Schuld und verantwortlich, wenn die Männer sich schlecht benehmen, umgekehrt aber nicht? Nach meiner Meinung verderben verhätschelnde Meinungen wie diese die Männer. Männer müssen lernen, was es heißt, ein erwachsener Mann zu sein, und was ihnen selbst gut tut. Dann sind sie automatisch auch umgängliche Mitmenschen.

Find ich total egoistisch gedacht, hat nahezu nazisstische Züge: Du machst natürlich nichts falsch, liebe FS! Und kannst Dich auch nicht ansatzweise in einen anderen Menschen hineinversetzen.
Ich bin jetzt nicht die FS. Mit Narzissmus hat das übrigens nichts zu tun. Ich kann mich bestens in andere reinversetzen. Und ich erwarte nicht, wozu ich selbst nicht bereit bin. Ich bin da sehr konsequent und eigenverantwortlich. Im Gegensatz zu verhätschelten Männern und ihren überverständnisvollen mutterhaften Frauen.
 
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Gast

  • #33
Aber kann er einfach davon ausgehen, dass wir zusammen sind?
Ja, so eine Frau kannte ich auch einmal. Sie hat sich nicht nur meinen Eltern vorstellen lassen, sondern der gesamten Verwandtschaft. Hat sich bei der Familienfeier mit an den Tisch gesetzt, sich einladen lassen. Ein paar Tage später hieß es dann: zusammen? Wie kommst du auf die Idee, daß wir zusammen sind?

Ich habe meine Eltern noch nie so fassungslos erlebt.
 
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Gast

  • #34
Ein paar Tage später hieß es dann: zusammen? Wie kommst du auf die Idee, daß wir zusammen sind?

Ich habe meine Eltern noch nie so fassungslos erlebt.
Hat sie das vor deinen Eltern gesagt? Ich wurde übrigens auch schon bei vielen Eltern von Freunden eingeladen. Und wenn noch Verwandte zu Besuch sind, lerne ich die auch gleich kennen. Nichts besonderes. Mich wundert, dass das für manche das Beziehungssymbol schlechthin sein soll. Ob zwei Menschen eine Beziehung haben, hat nichts mit den Verwandten zu tun, sorry.
 
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Gast

  • #35
Ja, so eine Frau kannte ich auch einmal. Sie hat sich nicht nur meinen Eltern vorstellen lassen, sondern der gesamten Verwandtschaft. Hat sich bei der Familienfeier mit an den Tisch gesetzt, sich einladen lassen. Ein paar Tage später hieß es dann: zusammen? Wie kommst du auf die Idee, daß wir zusammen sind?

Ich habe meine Eltern noch nie so fassungslos erlebt.
Naja das sind eben Leute ohne Familienwertschätzung und Empathie. Wer ist schon so ein abgebrühter Mensch und stellt sein Sexdate den Eltern vor. Da muss das Date schon ein wenig emotional mitdenken.
 
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Gast

  • #36
Ob zwei Menschen eine Beziehung haben, hat nichts mit den Verwandten zu tun, sorry.
Ich finde, daß es schon eine Rolle spielt, von wem man sich einladen läßt und vor allem mit welchem Hintergrund. Zu einer Familienfeier werden normalerweise nur Menschen eingeladen, die zur Familie gehören, und wer eine solche Einladung annimmt zeigt damit an, daß er sich in einer festen Beziehung fühlt. Anderenfalls würde er ja auch erst gar nicht eingeladen.
 
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Gast

  • #37
Nach meiner Meinung verderben verhätschelnde Meinungen wie diese die Männer. Männer müssen lernen, was es heißt, ein erwachsener Mann zu sein, und was ihnen selbst gut tut. Dann sind sie automatisch auch umgängliche Mitmenschen.

Ich bin da sehr konsequent und eigenverantwortlich. Im Gegensatz zu verhätschelten Männern und ihren überverständnisvollen mutterhaften Frauen.
Was ist daran verhätschelnd, wenn man den anderen respektiert? Seine Gefühle ernst nimmt und offen und ehrlich miteinander umgeht.
Wenn man nur für eine Affäre bereit ist, dann sollte man das auch sagen, egal ob man ein Mann oder eine Frau ist. Dann kann sich das Gegenüber darauf einstellen und sich überlegen, ob das für ihn/sie in Frage kommt oder nicht.
Ansonsten passiert es nämlich, dass beide völlig unterschiedliche Erwartungen aneinander haben und das kann einen von beiden sehr verletzen oder auch den, der nur eine Affäre will sehr stressen.

Ich finde es nur sehr egoistisch, alles Angenehme mitzunehmen, was eine Beziehung ausmacht und gefühlsmäßig meilenweit von einer Beziehung entfernt zu sein.

Ich würde mich an Stelle des Freundes der FS verarscht fühlen.
Und zum Thema Familie vorstellen:
Wenn ich nicht verliebt bin, dann lasse ich mir auch nicht die Familie vorstellen.
Erstens interessiert mich dann die Familie nicht und zweitens mache ich dann auch noch den anderen Familienmitgliedern vor, dass wir ein Paar sind.
Meine Eltern wollten nicht jeden Mann kennen lernen, mit dem ich ins Bett gehe und ich würde auch nur jemanden meinen Eltern vorstellen, mit dem ich es ernst meine.

w
 
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Gast

  • #38
Was ist daran verhätschelnd, wenn man den anderen respektiert? Seine Gefühle ernst nimmt und offen und ehrlich miteinander umgeht.
Verhätschelnd ist es, für alle Dummheiten, die ein Mann macht, Verständnis aufzubringen, weil er ja ach so schlechte Erfahrungen mit bösen Frauen gemacht hat. Er ist für sich selbst verantwortlich und damit, mit seinen Verletzungen umzugehen. Ich bezweifel, dass Männer sich auch nur halb so viele Gedanken machen wie manche Frauen, die der Meinung sind, alles perfekt machen zu müssen und nicht einmal einfach nur an sich denken können. Dann sind sie es auch selbst Schuld, was ihnen widerfährt.

Wenn man nur für eine Affäre bereit ist, dann sollte man das auch sagen, egal ob man ein Mann oder eine Frau ist. Dann kann sich das Gegenüber darauf einstellen und sich überlegen, ob das für ihn/sie in Frage kommt oder nicht. Ansonsten passiert es nämlich, dass beide völlig unterschiedliche Erwartungen aneinander haben und das kann einen von beiden sehr verletzen oder auch den, der nur eine Affäre will sehr stressen.
Was heißt, man sollte? Ich tu es nicht. Wenn es denjenigen, der eine Affäre will, stresst, wird er dafür sorgen, dass er den Stress nicht mehr hat. Wenn der andere wissen will, ob seine Erwartungen zu hoch sind, muss er dafür sorgen, dass sie abgeklärt werden. Das ist sein Problem.

Ich finde es nur sehr egoistisch, alles Angenehme mitzunehmen, was eine Beziehung ausmacht und gefühlsmäßig meilenweit von einer Beziehung entfernt zu sein.
Ich finde es richtig, sich egoistisch in der Hinsicht zu verhalten. Menschen, die an sich denken, sind im Leben viel umgänglicher als solche, die sich moralisch überlegen fühlen, aber nur ihre Sicht sehen, die in Wahrheit nur die eigenen Gefühle unterstützt. Und dabei ständig die Verantwortung für ihre Verletzungen an andere abgeben. Es gibt vielzählige Möglichkeiten, nicht in eine unklare Beziehungssituation zu geraten. Dafür ist nicht der Partner zuständig. Wenn man Klarheit und Ehrlichkeit will, bekommt man sie! Ganz sicher!

Und zum Thema Familie vorstellen:
Wenn ich nicht verliebt bin, dann lasse ich mir auch nicht die Familie vorstellen.
Meine Eltern wollten nicht jeden Mann kennen lernen, mit dem ich ins Bett gehe und ich würde auch nur jemanden meinen Eltern vorstellen, mit dem ich es ernst meine.
Genau das muss dann der andere mit seinen Eltern klären. Ich denke doch nicht für alle anderen Familienverhältnisse mit. Ich lasse mich der Familie vorstellen, egal ob verliebt oder nicht, und werde das auch weiterhin tun.
 
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Gast

  • #39
Genau das muss dann der andere mit seinen Eltern klären. Ich denke doch nicht für alle anderen Familienverhältnisse mit.
Genau. Wenn diese Menschen, die mich nicht kennen, aus irgend einem nicht von mir zu vertretenden Grund annehmen, ich sei mit ihrem Sohn liiert, und mich zur Familienfeier einladen, dann ist das doch deren Problem. Da muß ich nicht extra darauf hinweisen.

Erinnert mich ein bißchen an den Spruch: meine Mutter ist selber schuld, wenn es mich an den Händen friert, warum kauft sie mir keine Handschuhe.
 
G

Gast

  • #40
Ich finde es richtig, sich egoistisch in der Hinsicht zu verhalten. Menschen, die an sich denken, sind im Leben viel umgänglicher als solche, die sich moralisch überlegen fühlen, aber nur ihre Sicht sehen, die in Wahrheit nur die eigenen Gefühle unterstützt. Und dabei ständig die Verantwortung für ihre Verletzungen an andere abgeben. Es gibt vielzählige Möglichkeiten, nicht in eine unklare Beziehungssituation zu geraten. Dafür ist nicht der Partner zuständig. Wenn man Klarheit und Ehrlichkeit will, bekommt man sie! Ganz sicher!
Noch richtiger bzw. besser finde ich es, sowohl an sich selbst zu denken als auch an den anderen. Für eine Beziehung (unabhängig vom Status Sexbeziehung, Affaire, richtige Beziehung etc.) sind beide verantwortlich.

Wenn die FSin mit ihren 23 Jahren das noch nicht so richtig überblickt, habe ich dafür Verständnis, die Älteren hier sollten aber m.E. schon etwas weiter sein.

Nach der Bemerkung des Bruders hätte die FSin in einer ruhigen Minute besser sich offenbart in dem Sinne, dass sie ihrem Freund gesagt hätte, dass sie sich noch unsicher ist. Finde ich jedenfalls.

m 40
 
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Gast

  • #41
Noch richtiger bzw. besser finde ich es, sowohl an sich selbst zu denken als auch an den anderen. Für eine Beziehung (unabhängig vom Status Sexbeziehung, Affaire, richtige Beziehung etc.) sind beide verantwortlich.
Ok, das kannst du finden, ich finde das nicht. Es sei denn, ich fühle mich emotional dazu hingezogen, ehrlich mit ihm zu sein, weil ich mit ihm mitfühle. Rein gedanklich fühle ich mich dazu nicht verpflichtet. Und ich glaube auch, dass die wenigsten anderen sich dazu verpflichtet fühlen, wenn sie sich nicht gerade selbst mit dem Zurückgewiesenen identifizieren. Ich betrachte diese Moralfraktion als sehr heuchlerisch. Das beginnt schon damit, dass einfach mal festgelegt wird, dass das Wort "Beziehung" so wichtig sei. Die FS hat mit dem Mann Sex. Das reicht und ist so ernst oder locker, wie es ausgelebt wird.

Wenn die FSin mit ihren 23 Jahren das noch nicht so richtig überblickt, habe ich dafür Verständnis, die Älteren hier sollten aber m.E. schon etwas weiter sein.
Meines Erachtens nach nicht. Sie sollten lieber mal vor der eigenen Türe kehren, falls sie schon mal in der Lage waren, sich zu trennen oder etwas weniger ernst zu meinen als der andere.

Nach der Bemerkung des Bruders hätte die FSin in einer ruhigen Minute besser sich offenbart in dem Sinne, dass sie ihrem Freund gesagt hätte, dass sie sich noch unsicher ist. Finde ich jedenfalls.
Ich nicht. Es ist eine Beziehung wie jede andere auch. Sie wird mit ihm so lange zusammen bleiben, bis sie jemand anderen gefunden hat, oder sich verliebt hat. Die Sache ist ganz einfach und daran ändert sich nichts mit dem Wort Beziehung oder Verleugnung der Realität.
 
G

Gast

  • #42
Ok, das kannst du finden, ich finde das nicht. Es sei denn, ich fühle mich emotional dazu hingezogen, ehrlich mit ihm zu sein, weil ich mit ihm mitfühle. Rein gedanklich fühle ich mich dazu nicht verpflichtet.
Ich bin grundsätzlich für Ehrlichkeit, aus Prinzip. Allerdings könnte ich auch gar nicht monatelang sehr viel Zeit mit jemandem verbringen und mich dann emotinal nicht irgendwie "hingezogen fühlen" und mit demjenigen mitfühlen.