• #61
Macht Euch doch nichts vor !! Mit 50 total jung und fit.Mag ja sein, das sich da mancher,der nicht so viel leisten musste,sich körperlich fitter fühlt,wie jemand, der sein Geld schwerer verdient,oder zu Hause etwas mehr um die Ohren hat.Gerade in dieser Leistungsgesellschaft,die nur Jugendlichkeit präsentiert und vermarktet.Hört und seht Ihr nichts? Wieder Flunkern. Jeder hält Ausschau im Spiegel nach ersten grauen Haaren,dann werden sie weniger,die Falten machen sich bemerkbar,das Gewicht wird immer schwerer zu halten sein,bzw.steigt an,natürlich nicht nur optische Veränderungen,auch psychisch sind wir nicht mehr so belastbar wie mit 20,25 Jahren. Dazu kommt bei den Frauen die Menopause,pflegebedürftige Eltern,Erwachsene Kinder,die immer noch Kinder sind,die biologische Uhr hört auf zu ticken, spätestens dann, trauern Frauen ihrer Jugend nach. Auch die Männer machen diesen Wechsel mit,ob sie es zugeben oder leugnen.
Ich kenne keinen,der sich auf die 50 freut.Ehrlich, alle am jammern. Das geht schon mit 30 los,obwohl man da noch in den Kinderschuhen steckt. Jawohl,wir werden alt und älter, nur bei guter Pflege und gesunder Lebens-Einstellung lassen sich diese ersten Verfallserscheinungen ein wenig nach hinten verschieben. Das alltägliche Präparieren dauert immer länger usw.
Aber es gibt junge "Alte" - und alte "Junge".
 
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Gast

  • #62
Der Witz ist doch:

Wenn sechs von zehn Fünfzighjährigen sagen, "ich fühle mich viel jünger", dann fühlen sie sich exakt wie Fünfzigjährige sich fühlen. Wenn sechs von zehn Fünfzigjährigen meinen, jünger auszusehen, dann sehen sie exakt wie Fünfzigjährige aus. In der Praxis sind es vemutlich nur nicht sechs, sondern acht oder neun von zehn die so fühlen und denken. Spieglein, Spieglein an der Wand....

Logischerweise ist Alter etwas relatives: Mit fünfzig ist man beim Seniorenkränzchen jung. In der Studentenkneipe, beim Sport, in vielen Jobs, in der Werbung, usw. ist man aber ganz schön alt, da kann man noch so spachteln oder sporteln, das wirkt meistens nur peinlich. Wir Menschen sind aber auch gemein: haben wir dann so ein Exemplar vor uns, wo wir schon auf 10 Meter erkennen wie es sich Mühe gibt, durch Mimikri ein paar Jährchen unter den Tisch fallen zu lassen, sind wir auch noch so gemein und machen genau in diese Richtung Komplimente. "Wie, schon 50? ich hätte Sie für viel jünger gehalten!" Und sie lieben es. Schwupp ist die Waschmaschine verkauft, aber der Käufer glücklich, denn schon wieder eine Anekdote mehr die man erzählen kann,wieviel jünger man doch auf sein Umfeld wirkt .....

m, 45, froh, die zappelig, schwitzigen peinlichen Jahre hinter sich zu haben :)
 
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Gast

  • #63
Wirklich alt gefühlt habe ich (w/36) mich noch nie. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich wirklich um eine Handvoll Jahre jünger aussehe, als ich tatsächlich bin. Nein, ich bilde mir das nicht ein, ich schaue regelmäßig in sehr erstaunte Gesichter, wenn ich mein Alter verrate. Gerade mache ich eine physiotherapeutische Reha und werde dort wie selbstverständlich von vielen der mitt- und endzwanzigjährigen Therapeut(inn)en geduzt.
Das erste Mal, dass ich dachte: "Ok, so langsam gehörst Du nicht mehr zum jungen Gemüse." war der Tag, an dem ich als Begleitperson in einer Uniklinik war und die Jungs und Mädels in Arztkitteln für mich aussahen wie Teenies und ich mich fragen musste, ob ich die als meine behandelnden Ärzte ernst nehmen wollte oder könnte (was natürlich blödsinnig wäre).
Aber, um ehrlich zu sein: Ich bin froh, nicht mehr die orientierungs- und ruhelose Mittzwanzigerin zu sein, die ich mal war. Ich freue mich auf die nächsten Jahre, denn so ausgeglichen und mit mir und meinem Körper im Reinen wie jetzt habe ich mich nie zuvor gefühlt.
 
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Gast

  • #64
Wirklich alt fühle ich mich nicht, aber ich fühle mich mit meinen 50 Jahren wie 50 und sehe natürlich die Veränderungen. Ich bin alterssichtig, die täglichen Deko-Rüstzeiten ;-) dauern länger, ich gehe nur ausnahmsweise (3-4x pro Jahr bei besonderen Anlässen) erst morgens um 4 oder 5 Uhr ins Bett.
Vielleicht fühle ich mich nicht alt, weil ich schon immer alt war. Ich schätze bereits mein Leben lang Kontinuität, Anregung aber nicht Aufregung, Pünktlichkeit, Sauberkeit, Ordnung, Zuverlässigkeit, das Einhalten von Regeln und Gesetzen, Höflichkeit etc., höre eher klassische Musik und gehe, obwohl ich beruflich nichts damit zu tun habe und nicht aus dem Bildungsbürgertum stamme, bereits seit meinem 25 Lebensjahr regelmäßig in Konzerte und in die Oper. Ich ziehe mich auch schon immer "alt" an, d.h. eher Kleider und Röcke, der Bauch bedeckt, wenig nackte Haut in der Öffentlichkeit, keine Piercings und Tatoos, nie geraucht ... klingt jetzt vielleicht alles schrecklich, aber ich gehöre zu den glücklichsten Menschen die ich kenne und werde von Dritten auch so wahrgenommen. ;-)

w/50
 
  • #65
Obwohl ich immer viel Sport gemacht habe und relativ fit bin, merke ich mein Alter doch so allmählich. Mein Garten ist 2500m² groß, das hat mir früher nichts ausgemacht. Aber wenn ich heute einen ganzen Tag durch die Beete krabbel merk ich das schon, ich bin richtig kaputt. Einiges geht nicht mehr so flott von der Hand. Und Lesebrille brauch ich natürlich auch. Kopfmäßig bin ich aber höchsten 30. w50
 
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Gast

  • #66
Ich hatte mal ein Date, wenige Tage nachdem ich 30 geworden bin und habe mich zu dem Zeitpunkt als gar ncihts gefühlt, also weder alt noch jung.
Er kam irgendwie auf Kinder und ich sagte ihm, dass ich mir noch nicht sicher bin, ob ich welche möchte, mit dem richtigen Partner vielleicht. Er meinte nur "Naja, aber bei dir ist das Thema doch eh durch" Ich war irgendwie verwirrt und habe nochmal nachgefragt, wie er das meinte. Er daraufhin "Naja, du bsit doch schon 30, oder?
Das hat gesessen! Ab dem Tag fühlte ich mich zu alt.
 
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Gast

  • #67
Alt ist man bereits ab 30 - zumindest was die körperliche Leistungsfähigkeit betrifft, denn ab dem zeitpunkt geht die Leistungskurve nach unten.
Ungeachtet dessen wurde mir bei Einschulung meiner Ältesten bewußt, wie alt ich doch schon bin (da war ich gerade 40).

Seit eineinhalb Jahren brauche ich zunehmend eine Lesebrille - das ist nicht nur nervig, sondern auch eine überdeutliche Alterserscheinung.

Solang noch keine(r) Opa zu mir sagt, nehm' ich es gelassen.


m, 50
 
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  • #68
Seit eineinhalb Jahren brauche ich zunehmend eine Lesebrille - das ist nicht nur nervig, sondern auch eine überdeutliche Alterserscheinung.
Wenn dies das Maß der Dinge ist, war ich schon mit 23 als ich eine Brille benötigte alt.
Am besten merkt man das fortgeschrittene Alter an der Musik. Wenn z.b. der Radio Sender einen Hit aus den 80ern spielt und man selber meint der Song kann doch höchstens 5 – 10 Jahre alt sein. m,48
 
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Gast

  • #69
Als ich zum ersten Mal auf dem Campus, nicht im Hörsaal oder Büro, von Studenten gesiezt wurde fühlte ich mich ziemlich alt. Da war ich 28 und jetzt 5 Jahre später sind die Studenten gefühlt nochmal 10 Jahre jünger.

Oder als ich die ersten Plakate für 90er-Jahre Partys dachte ich mir auch Mist, meine Jugend ist auch schon eine Weile vorbei. Die erste Werbung für eine 2000er Party hat dagegen nicht geschockt.
 
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  • #70
Ich war meinen Altersgenossen immer voraus und fühle mich jetzt mit 21 als wäre ich 40 oder dergleichen. Furchtbar sowas.
 
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Gast

  • #71
Ich bin jetzt zweiundsechzig. Innerlich immer noch eher jung, sehe ich mir zu, wie ich körperlich älter werde und kann es kaum begreifen, wie man sich mit den Jahren immer müder fühlt. Seelisch bin ich oft verletzt, weil man mit zunehmendem Alter unsichtbarer, das heißt, kaum noch wahrgenommen wird.
 
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  • #72
Das Gefühl kann sich ändern!
Man fühlt sich nicht umso älter je älter man wirklich wird! Das denkt man nur in der Jugend. Da habe ich mich oft zu alt gefühlt, weil man sich ständig mit anderen vergleicht und noch ganz viel vor hat, was man bis zu einer gewissen deadline meint haben zu müssen (Abi, Lehre, eigene Wohnung, Diplom, Ehe, Kinder usw.). Nicht unbedingt besser fühle ich mich an runden Geburtstagen. Wenn ich mich aber heute umsehe, wie die meisten meiner Klassenkameraden aussehen und was für Gebrechen die schon alle haben, bzw, schon tot sind, fühle ich mich fast unsterblich, gut aussehend und forever young :)
 
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  • #73
Als meine Frau sagte: du spinnst doch, so etwas kann man machen, wenn man jung ist. Dabei wollte ich sie nur mitnehmen auf eine Bergwanderung.
 
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  • #74
Ab meiner Behandlung, welche ich vor 3 Jahren wegen Enddarmkrebs bekam.
Das volle Programm - Chemo und Bestrahlung, dann Operation (der Tumor war wie sich dann raus stellte bereits durch die Vorbehandlung verschwunden). Danach nochmal Chemo, zur Vorbeugung, "nebenbei" für 7 Monate künstlicher Darmausgang.

Damals war ich 41. Bis zur Diagnose habe ich mich nicht älter gefühlt als in den 20ern, war stets gesund, eher der jugendliche Typ. Was ich nicht ahnte - ich war erblich vorbelastet.

Während der Therapie dann fühlte ich mich binnen weniger Wochen um Jahrzehnte gealtert.
Den Krebs scheine ich besiegt zu haben, bis jetzt kam nichts zurück. Doch Operation und Therapie haben Spuren hinterlassen - mein Leben wird nie mehr so sein wie vorher.

Ja, ich fühle mich heute "älter", aber auch deutlich reifer.
Ich habe gelernt, dass man sich innerlich noch so jung und fit fühlen kann, noch so gesund leben kann (habe ich IMMER getan, Sport, gesunde Ernährung, Nichtraucher, wenig Alkohol) - es sagt NICHTS darüber aus, ob man noch viele, viele "jugendliche" Jahre vor sich hat oder es von heute auf morgen plötzlich anders aussieht für einen.

Ich habe gelernt JETZT zu leben, dass niemand ewig Zeit hat für seine Pläne, dass man sein Geld nicht mit ins Grab nehmen kann - somit blieb mir durch die Krankheit auch etwas Positives.
Man genießt das Leben danach tatsächlich intensiver.

Ich fühle mich nun älter, aber lebe glücklicher. Alles, was mich nicht glücklich macht habe ich nämlich aus meinem Leben verbannt. Dafür ist es mir zu kurz und zu wertvoll.

w, 44
 
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Gast

  • #75
Ich bin w32 und wurde gerade eben auf 23 geschätzt.. Trotzdem fühle ich mich alt. Nicht optisch alt, aber mir ist einfach klar, dass mein Leben nicht mehr so unbeschwert ist wie früher. Ich kann nicht mal eben ein Jahr nach Australien gehen (da ich meinen Job heute nicht so einfach aufgeben würde), brauche meinen geregelten Schlaf, plane viel mehr und längerfristig, kann es mir nicht leisten noch 10x den falschen Mann zu daten da die Zeit einfach langsam davonläuft... Ich finde es ist ein stressiges Alter. Jünger auszusehen hilft mir leider gar nichts. Was bringt mir das? Ich glaube ich bin alt.
 
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  • #76
Alt fühlen war für mich weniger eine Sache der Jahre als eine Sache der Umstände.
Zwischen 45 und 50 war ich in einer ziemlichen Krise. Meine Ehe war am Ende, mein Mann hat sich nur noch vor den Fernseher und den Computer verkrochen, die Kinder waren schon groß und pflegeleicht. Eine Aufstockung meiner TZ-Arbeit war aus organisatorischen Gründen nicht möglich.
Ich fühlte mich unendlich alt und unnütz.
Dann hat mir eine Freundin den Spiegel vorgehalten und mich aufgeweckt. Ich habe meinen Mann zum Teufel gejagt, bin umgezogen und habe mir damit einen neuen Job gesucht. Ich habe meinen Bekanntenkreis dahingehend verändert, dass ich keine Jammerlappen mehr um mich haben wollte.

Heute bin ich 62 und fühle mich um Jahre jünger als damals. Wenn ich Fotos von heute sehe und mit Fotos von mir mit 50 vergleiche, dann sehe ich heute frischer und jünger aus.
Und ich freue mich heute schon auf meinen 63. Geburtstag. Da beginnt die passive Phase des Vorruhestands. Für mich kein Altenteil sondern eher ein Neubeginn und ich bin schon neugierig, was mich dann noch alles erwartet.
 
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Gast

  • #77
Bin 62 Jahre Alt.
Das Gefühl alt zu sein habe ich seit etwa 1 Jahr.
Frage mich ob es normal ist. Ich kenne 80 Jährige mit dem ich nicht mitmachen kann.
" Suche " nach dem Ursachen.
1- Eingeschränkte Beweglichkeit wegen versteiften Rücken L4,L5 S3 ?
2- Bin über 60 Jahre Alt geworden ?
3 - Beziehe seit paar Monaten Rente ?
4 - Bin Krank- CLL Binet 2
Denke ich müsste etwas ändern.Früher hat mir Bewegung viel Spaß gemacht.
Jetzt fehlt mir die Zeit . Bin ständig ko. Schlafe und Ruhe viel.