• #1

Ab wann habt ihr gewusst dass ihr definitiv Kinder wollt?

Ich weiss nicht ob es diese Frage schon gibt, aber finde ich interessant. Eine andere Userin hat auch eine ähnliche Frage bezüglich Kinderwunsch gestellt.

Ich bin nun 27. Mit 20,21 wollte ich nicht unbedingt Kinder. Eher nein. Später dann, mit 23,24,25,26 wollte ich unbedingt Kinder haben. Natürlich später. Ich habe wie eine innere Liebe gespürt, kann man schwer beschreiben. Nun bin ich 27. Ich dachte bis dato, dass ich unbedingt mal 2 Kinder will. 1 Jungen und 1 Mädchen am liebsten.

Nun bin ich mir plötzlich total unschlüssig. Und will vielleicht eher nicht. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, Hausmutter zu werden oder diese Familienidylle zu haben. Ich bin teilweise recht egoistisch und es würde mir auch gefallen, wenn ich viel reisen kann und einen tollen Job und eine gute Partnerschaft pflege. Ich meine, wenn ich an Kinder denke, dann habe ich immer die schönen Momente vor Augen: Jemanden aufwachsen sehen, jemandem etwas beibringen, zusammen basteln, im Sand spielen, Guetzli backen etc. Ich habe nur das vor Augen. Die schlaflosen Nächte, die schreienden Kinder und all das, das habe ich nicht vor Augen. Und ich frage mich, ob diese Vorstellungen realistisch sind. Man hat ja nicht nur schöne Zeiten. Ich liebe Kinder, aber evtl. würde es mir auch reichen 1,2,3 Patenkinder zu haben und eine super Beziehung zu diesen zu haben und evtl. auch mal mit ihnen in die Ferien zu gehen. Ein weiterer Grund ist, dass ich vor Jahren mal krank war und ich denke, ich bin nicht die belastbarste Person und Schlafmangel, darauf muss ich immer achten.

Ich wollte das Forum fragen: Habt ihr beim Kinderwunsch auch immer nur an das Schöne und diese unglaubliche Liebe gedacht? Oder seht ihr jetzt, wo ihr Kinder habt, dass es auch sehr anstrengend ist? Würde sich jemand vielleicht anders entscheiden, obwohl er/sie die Kinder sehr liebt? Versteht ihr meine Gedankengänge? Ich hinterfrage halt meine Motivation hinter dem Kinderwunsch, ob das wirklich realistisch ist.

Danke.
 
  • #2
Mit 5 oder 6. 😂 Danach hat es immer wieder geschwankt zwischen: es kommt was kommen soll oder das Leben ist auch ohne Kinder schön.

Das Unschöne konnte ich mir als Nichtmutter auch nicht vorstellen, obwohl ich es hätte wissen können. Es ist ein 24 h Job, den man mit Liebe und Herzblut ausführt und umso älter sie werden, desto leichter wirds ja auch. Aber due ersten Jahre sind hart, wenn man eher recht selbstbezogen ist, was ich bin.
 
  • #3
Mit 22, als ich ungeplant schwanger wurde.

Ich hätte ohne Probleme abtreiben können, aber in dem Moment, als ich wusste, dass ich schwanger bin, wusste ich auch, dass ich das Kind bekomme. Ohne Wenn und Aber und mit allem Guten und Schlimmen, was Kinderhaben mit sich bringt.
 
  • #4
Als ich noch jünger war, wollte ich bis 25 Kinder haben. Als ich dann älter und reflektierter wurde, war mir klar, ich will keine. Zu viel Verantwortung und zu viel eigenen Themen, mit denen ich mich als untauglich empfunden habe.
Dann wurde ich krank und man sagte mir ich könne keine Kinder mehr haben. Das Schicksal hat dafür gesorgt, dass es anders gekommen ist.
Am Anfang war es die nackte Panik, heute bin ich unendlich Dankbar, für diesen Menschen.
Mein Fazit, du kannst dir Kinder sehnlich wünschen aber nichts kann dich darauf vorbereiten, was es bedeutet Mutter zu sein. Niemand kann dir sagen wie es dich und dein Leben verändert.
Du kannst glauben, Kinder nicht zu wollen und wenn es doch passiert eine glückliche Mutter werden.
Darum würde ich meinem früheren Ich raten, mache den Kopf aus. Es passiert oder eben auch nicht. Setze alles daran ein zufriedenes Leben zu haben, zu deinen Bedingungen und dann passt da auch ein Kind hinein. Kinder holen immer das beste aber auch das schlimmste von dir an die Oberfläche, egal wie sehr du sie dir wünscht. Sie bringen dich an deine Grenzen und sie zeigen dir im selben Atemzug wie Liebe geht. Sie halten dir die klarsten Spiegel vor und das tut bisweilen richtig weh, aber es bietet die Chance auf tiefe Heilung.
Ich würde es nicht anders haben wollen. Ich wäre aber auch ohne Kind glücklich, aber anders.
 
  • #5
Ich habe mit 16 definitiv gewusst, dass ich keine Kinder möchte.
Das ist auch ein Wissen, welches man nicht ignorieren sollte. Habe ich auch nicht..
 
  • #6
Ich will eigentlich schon immer Kinder. (Als Mann vielleicht ungewöhnlich?) Ist nur bisher nicht so gekommen, uns wer weiß, ob es jemals dazu kommen wird.
 
  • #7
Ich wusste auch schon als ich ein kleines Mädchen war, dass ich irgendwann gerne eine eigene Familien hätte mit eigenen Kindern. Der Kinderwunsch hat mich ab da an begleitet (also ich wusste ich möchte Kinder aber eben irgendwann wenn ich erwachsen bin), also erstmal die Schule fertig machen, studieren bzw. eine Ausbildung absolvieren wollte und einen festen Arbeitsplatz haben wollte.
Ich bin ungeplant nach der Ausbildung schwanger geworden.

Es ist wichtig den passenden Partner an der Seite zu haben, der auch einen Kinderwunsch hat, mit dem man gerne eine Familie gründen möchte und mit dem es funktioniert, man ein Team ist.
Man sollte sich vorher absprechen wie man die Elternzeit gestaltet und die Zeit wenn das Kind in die Kita, Schule geht.

Nur weil man Kinder bekommt wird man doch nicht direkt als Hausmütterchen verbarrikadiert. Als Frau trägt man das Kind aus und ist dadurch im Mutterschutz aber man muss doch seinen Job nicht an den Nagel hängen nur weil man Kinder bekommen hat, auf keinsten.
Kinder sind nicht nur Mamasache, Kinder haben auch einen Papa und Papas können auch ganz viel 😉 Vielleicht nicht stillen aber sie können auch aufpassen, im Job Stunden reduzieren, Butterbrote schmieren, mit den Kindern zum Arzt etc.
Gemeinsame Kind sind eine gemeinsame Entscheidung und die Verantwortung liegt bei beiden Elternteilen.
Es ist wichtig einen Partner zu finden der genauso denkt und handelt, ein Mann der ein eher älteres Bild hat (Frau zuhause mit Kind und Herd) den kannste direkt aussortieren wenn du gerne eine gleiche Aufteilung wünschst und deinen Beruf weiter nachgehen möchtest.

Ich kann mir auch noch eins mehr als nur ein Kind vorstellen, möchte aber dafür jemanden an meiner Seite wissen, der sich mit mir die Aufgaben teilt, der mich nicht in eine Rolle steckt, die ich nicht wünsche.
Ich möchte für mein Kind und mich auch finanziell sorgen können, mich im Alter selber absichern können.

Sich um ein Kind zu kümmern ist eine sehr schöne Aufgabe. Ich finde und fand den Gedanken immer schön mehrere Kinder zu haben, bisschen Trubel um einen herum zB. auch wenn man älter ist, dass die Kinder und vielleicht Enkelkinder zu Besuch kommen und etwas los ist, so wie bei meiner Patentante, sie hat 4 Kinder und zwei ihrer 3 Söhne haben Zwillinge und ihre Tochter hat auch zwei Kinder, wenn alle da sind, dann ist ganz schön was los - leben im Haus, sowas finde ich toll.
4 Kinder wären mir allerdings zu viel, über ein weiteres irgendwann würde ich mich schon freuen - aber aktuell braucht mein Sohn meine Aufmerksamkeit 🥰 ein zweites passten nicht in unsere derzeitige Welt.

W 27
 
  • #8
Ich wollte keine Kinder, allerdings wollte ich meine Tochter sehr als ich schwanger wurde. Ich muss aber sagen, ich würde mir diese Entscheidung noch einmal überlegt haben, ich bin eher der freiheitliche Typ, ich würde mich heute umentscheiden. Das Leben ohne Kinder, wenn du ein Ziel hast, das vom Mainstream abweicht, ist einfacher und du musst dich nur um dich kümmern, nicht um jemanden, der von dir essentiell abhängig ist. Ich hatte auch nie diesen Traum von Hochzeit, Brautkleid und Hausbau, null, keine Sekunde in meinem Leben, ebenso nicht von Kindern. Nun hab ich sie, ich liebe sie, aber ihr Leben, da sie schwer erkrankt ist, und auch unser leben ist sehr herausfordernd und teilweise auch an der Grenze des erträglichen. So kann es nämlich auch kommen. Übrigens kenne ich kaum eine Familie, in der es keine schwerwiegenden Probleme mit den Kindern, bzw. einem der Kinder gibt. Da hatte ich doch den richtigen Riecher und hab mich nicht dran gehalten.
 
L

lorelai

Gast
  • #9
Ich denke das Problem ist, dass viele das Thema Kinder schlicht zerdenken, kaputtdenken. Und dann kommt es - der Egoismus und reisen wollen, eine schöne Partnerschaft genießen wollen, Designertasche, noch die nächste Beförderung, Altbauwohnung im Szeneviertel und so weiter. Die schöne Partnerschaft bleibt aber nicht auf einem Status Quo der Erstverliebtheit, es ist normal sich entwickeln und verändern zu wollen und aus sesshaft werden zu wollen. Dafür sind wir genetisch programmiert.

Die bittere Pille kommt dann, wenn Frau Anfang 40 die genetische Sehnsucht verspürt Kinder haben zu wollen aber es dann einfach nicht mehr so einfach klappt. Weil eine Frau in den 40ern schlicht biologisch zu alt ist/sein kann für ein erstes Kind. Ich persönlich finde es auch eher egoistisch Kinder in den späten 40ern zu kriegen. Eine bekannte war 47. Super, wenn das Kind zwanzig ist, ist sie 67... fände ich nicht so toll, für beide nicht.

Eine sehr gute Freundin von mir hat keine Kinder und wollte auch nie welche, hat sie schon mit 14 gesagt. Und es würde auch nicht passen.

Ich wusste immer ich möchte eine Tochter und die habe ich auch. Habe sie mit 25 bekommen und objektiv gesehen war der Zeitpunkt vielleicht nicht perfekt, aber es gibt NIE den perfekten Zeitpunkt. Ich habe diesen auch nicht hinterfragt oder zerlegt in gute Seiten/schlechte Seiten. Wozu auch? Kinder zu haben ist eben unterschiedlich. Aber so ist es doch bei allem im Leben?
Nur kurz vor der Entbindung hatte ich damals ein "oh Hilfe, ich will das alles nicht" aber das ist völlig normal und die Panik vor der Entbindung, das berichten viele.

Denke auch je jünger man ist, desto weniger Gedanken macht man sich. Wirst schwanger, kriegst das Baby und alles andere ergibt sich unterwegs. Fertig. Je älter du bist, desto mehr Gedanken darüber was alles schief gehen kann machst du dir auch und dann kommen auch die Gedanken darüber, dass du vermeinltich etwas aufgibst.

Ehrlich gesagt verstehe ich dieses Abwägen im vorhinein nicht. Entweder ich möchte und nehme dann alles in Kauf was kommt, oder ich möchte eben nicht. Du kannst nur das Gesamtpaket haben, wie mit allem im Leben. Alles andere und das "rumgepicke" von das nehme ich und das kann ich mir nicht vorstellen halte ich für blödsinnig. Natürlich gibt es Momente die total schwierig sind und natürlich träumt man vorher nicht von diesen Momenten - aber das ist doch vollkommen normal.

Ich bin übrigens auch mit Kind verreist und habe nie gebacken und war nie eine dieser Muttis die nur über Ihr Zuhause und Kinder reden können. "Ach, aber meine Mia-Sophie...Mütter" bei den Elternabenden waren mir immer ein Graus. Habe immer gearbeitet und auch eigene Interessen verfolgt.
 
  • #10
Gestern haben wir das in einer Gruppe von jungen Menschen in meinem Alter diskutiert, wir haben alle noch keine Kinder, aber alle die Vorstellung, dass zwei Kinder schön wären, einer der jungen Männer hätte auch gerne drei, jedenfalls zwecks "artgerechter Haltung" nicht nur eines. Und unbedingt auch eine Tochter, er möchte so lange Kinder bekommen, bis eine Isabella dabei ist ...

Ich fand den Gedankengang des einen Mannes interessant, er meinte, er sei momentan das Ende einer Kette von direkten Vorfahren, die bis zum ersten Einzeller zurückgehe, seine Vorfahren hätten die Steinzeit und das Mittelalter und alle möglichen Katastrophen und harten Zeiten überstanden und immer Kinder bekommen, da wolle er nicht derjenige sein, der diese millionenalte Reihe unterbricht, erst recht nicht aufgrund irgendwelcher Wohlstands-Mimi-Luxus-Sorgen, denn ihm gehe es wahrscheinlich besser als allen Vorfahren davor, warum sollte gerade er die Kette unterbrechen? Fand ich interessant.
w27
 
  • #11
Die bittere Pille kommt dann, wenn Frau Anfang 40 die genetische Sehnsucht verspürt Kinder haben zu wollen aber es dann einfach nicht mehr so einfach klappt.
Genau das ist es! Was ist, wenn man es später einmal bereut?

Ich habe keinen Wunsch nach Hochzeit. Ich stelle mir mein Leben vor, in dem ich viel reise, Sport mache, tolle Freundschaften pflege. Ich habe auch einen Familiensinn. Aber ich weiss nicht, ob es unbedingt eigene Kinder sein müssen. Es können auch Neffen/Nichten oder Patenkinder sein. Die würde ich dann allenfalls auch mal in die Ferien mitnehmen und verwöhnen. Wichtig ist mir, stets unabhängig zu bleiben und meine Ziele zu verfolgen. Wenn mir jemand sagt, dass ich mit 40+ es nicht bereue, keine Kinder zu haben, Jackpot!

Ich stelle mir diese Fragen halt auch, weil ich jetzt 27 bin. Bis 35 sollte man bestenfalls ein Kind haben. Wenn, dann 2. Und ich war vor 5 Jahren einmal krank. Ich hatte Psychose. Das ist schlimm! Ich achte strikt auf meinen Schlaf, trinke 0 Alkohol und rauche nicht etc. Ich muss besonders auf meine psychische Gesundheit achten und Schlaf ist das A und O. Meine Albtraumvorstellung ist, dass ich dann 2 Kinder habe, und die schreien und toben, natürlich auch mal toll, und ich bin fertig mit dem Schlafmangel. Noch dazu ist es eine Herausforderung als Paar und die Sexualität leidet evtl. enorm und auch die Beziehung sonst. Dann noch die Kosten und die nervliche Belastung. Was, wenn ich durch den Schlafmangel eine Psychose krieg? Dann Trennung und Kinder gehen zum Mann oder weg? Das wäre das Allerschlimmste.

Wenn ich mir vorstelle eine tolle Beziehung mit vielen Reisen und Sport zu pflegen, obendrauf einen tollen Job, dann bin ich auch glücklick :)

Wenn man den oberen Abschnitt liest, ja, rein rational heute, vor allem wegen der damaligen Psychose (Risiko dass ein Kind das hat ist bei 12-14%), dann denke ich: Oh Gott, lieber nicht!
 
  • #12
Ich denke auch das sowas geht, unser kleiner mag total gerne Wasser und Sand. Wir waren zwar noch nie im Urlaub mit Kind aber ich denke bei ihm müsste man sich da keine großen Gedanken machen, man kann eben nicht zu weit weg, fliegen weiß ich nicht - er mag Flugzeuge aber ich bin mir unsicher ob er auch in eins steigen würde oder ob ihm das komisch vorkommen würde.
Es gibt aber auch viele schöne Länder in Europa die man mit dem Auto oder Wohnwagen besuchen kann, man kann Stopps machen, sich die Reise so planen, dass man vieles sieht, nicht so lange unterwegs ist bis zum nächsten Spot und wenn er älter ist kann man auch weiter weg verreisen, muss eben kinderfreundlich sein. So ein Städtetrip ist dann wohl er nichts aber das ist auch nicht so mein Ding, gerne was vom Land, Kultur, Architektur sehen aber nicht nur tagelang irgendwelche Städte anschauen, ich brauche auch das Meer, den Strand. :)
 
  • #13
Vor drei Tagen habe ich online zufällig eine Kolumne gelesen in der taz ("Ich will Bubatz statt Babys"), da hieß es:

"Mein Grund, keine Kinder zu wollen, ist nicht so nobel. Ich will keine Kinder, ich will keine Karriere, ich will bis an mein Lebensende ausschlafen, feiern, unterwegs sein, Geld verprassen, schreiben, meine Freund_innen zu jeder Tages- und Nachtzeit treffen, zig Crushes haben und meine Ruhe. Ich will Bubatz statt Babys. Mir geht es nicht darum, meine Verantwortung aus der Kleinfamilie in die Wirtschaft zu verlagern, sondern sie abzugeben, zugunsten eines spaßigen Lifestyles, gefüttert mit dem Drive, sich in Richtung Utopie zu organisieren. Wenn ich die Welt in 30 Jahren noch miterlebe, will ich meinen Tag mit einer Tüte und meinen Friends in einer hoffentlich besseren Gesellschaft einläuten. Live. Love. Laugh."

Ich habe kein Problem damit, wenn andere keine Kinder wollen, jeder wie er will, aber hier würde ich zu bedenken geben, dass dieser Lifestyle vielleicht irgendwann seinen Reiz verliert und die Freund_innen vielleicht selbst nicht mehr zu jeder Tages- und Nachtzeit angerufen werden wollen, sondern andere Richtungen einschlagen.
w27
 
  • #14
Deine Hinterfragung finde ich gut, wenige Frauen geben jedoch die echte Realität zu!
Die meisten bekommen halt die Kinder einfach so, meist ungeplant und oft ohne Absprache des Mannes und wenn sie da sind, dann sind sie halt da, diese Haltung finde ich nicht gut, auch nicht, wenn jemand das Gefühl hat, ohne Kinder nichts zu sein!
 
  • #15
Für mich ist das an eine funktionierende Beziehung geknüpft. Also daran, ob ich ihnen einen guten Start ins Leben mitgeben kann.
 
  • #16
Ich gestehe, dass ich trotz meines fortgeschrittenen Alters optimistische und naive Vorstellungen bezüglich des Kinderkriegens hatte. Erzählungen erfahrener Eltern nährten diese. Da hieß es: Klar, in den ersten Monaten kriegt man wenig Schlaf, doch dann wird es rasant besser. / Klar, mit Baby oder Kleinkind geht praktisch alles (Wandern, Reisen, Hochzeitsfeiern). / Das Baby lächelt, und du vergisst alles um dich herum.

Nun kann ich sagen: Tun und lassen, was man will, ist für uns weitgehend passé. Des Weiteren, unser Sohn, ein Kleinkind, schläft immer noch nicht durch. Manchmal komme ich an meine Grenzen, allerdings nicht mehr so sehr wie in seinem 1. Lebensjahr. Kranksein mit Kleinkind treibt mich aber über meine Schmerzensgrenze hinaus. In meinem Alter finde ich es hart, sich auszukurieren, wenn der Kleine krank ist oder schon wieder energiegeladen. Und nee, für uns war vieles mit Baby nicht machbar. Er hat praktisch im Sekundentakt die Windel gefüllt und musste oft umgezogen werden. Als er mobil wurde, hatte ich keine Lust auf einen faulen Tag am See wie früher. Denn das würde bedeuten: Dem Kleinkind immer und überall hinterherrennen.

Aber: Ich für mich weiß, dass ich ewig rast- und ruhelos wäre, wäre ich kinderlos. Mir würde immer was fehlen, obwohl ich zuvor genug tolle Hobbys und Freunde hatte. Mein Lieblingshobby ruht aus Zeitmangel auf Eis, meine Freunde sind zum Glück flexibel. Der Wiedereinstieg in den Beruf steht 2022 bevor.

Es macht Spaß, die Fortschritte unseres Sohnes zu beobachten. Ebenso, seine Entdeckerfreude und die Reaktion auf neue Dinge. Ich bin irre gespannt, was für ein Erwachsener mal aus ihm wird, welche Talente er von uns geerbt hat, welche er für sich entdeckt und welchen Beruf er mal ergreift. Mir ist aber klar, dass wir ihn sehr, sehr lange auf seinem Weg begleiten werden, immer wieder zurückstecken müssen, und das Leben für uns immer teurer wird.

Wenn Du Dir wegen Nachwuchs nicht ganz sicher bist, dann warte lieber. Ich finde es schade, dass ich meinen Partner so spät kennengelernt habe, bereue aber nicht, in meinen 20ern viel getan und erlebt zu haben, um in der Baby-/Kleinkindzeit besser zurückstecken zu können. Aber ich habe den Eindruck, dass Dir Dein Leben ohne Kind eigentlich einen Tick besser gefällt. Das ist doch toll! Nicht alle müssen Nachwuchs bekommen, um glücklich zu sein. Glück ist Definitionssache.

w, 35
 
  • #17
Ich wollte immer mindestens 3 Kinder, Familie und alles was dazugehört. Leider habe ich mir dafür den falschen Mann ausgesucht und als wir unsere Tochter bekommen habe, war ich eine verheiratete alleinerziehende. Heute bin ich glücklich geschieden und glücklich neu verpartnert, aber mit 45 fühle ich mich einfach zu alt für weitere Kinder. Mein Freund hat einen 17jährigen Sohn und wir sind eine tolle Patchwork Gemeinschaft.

Ich würde meine Tochter nicht missen wollen, aber es gibt auch Zeiten, die sind nicht so toll. Besonders wenn Frau jemanden an ihrer Seite hat der sich nicht interessiert.

Der Schlafmangel, Krankheiten des Kindes und eigene Krankheiten sind nicht zu unterschätzen. Ich hatte jahrelang kaum Zeit für mich selber, weil meine Tochter sehr an mir hängt und mein Ex mir einfach nichts abnehmen wollte. Jetzt 15 Jahre später ist das anders, meine Tochter ist ein toller selbstständiger Mensch, aber ich musste erst lernen mich wieder um mich selbst zu kümmern.

Mit meinem Freund hätte ich mindestens 3 Kinder bekommen. Er ist ein toller Vater.

Auf jeden Fall kommt es darauf an, mit wem Frau Kinder bekommt. So ganz alleine ist das nicht empfehlenswert.
 
  • #18
Wichtig ist mir, stets unabhängig zu bleiben und meine Ziele zu verfolgen.
Dann solltest du keine Kinder bekommen.
Mit mehreren Kindern wird es schwer unabhängig zu bleiben - aber mit deinem millionenschweren älterlichen Hintergrund und deinem satten Gehalt wirst du weiter arbeiten können und dir zwei Nannies und eine Putzfrau leisten können.

Ich hätte nie auf Klnder verzichtet, Mutter zu sein hat mir alles bedeutet.
Ich habe seit meiner Kindheit eine Atemwegserkrankung, die ich mittlerweile gut mit Kortisonsprays unter Kontrolle habe.
Mir ging es als junges Mädchen und Frau oft sehr schlecht, war und bin auch heute nicht voll belastbar, sehr zierlich und war oft schwach.

Trotzdem habe ich drei gesunde Kinder bekommen. Ich hätte sie immer bekommen - ganz und völlig unabhängig von meinem Gesundheitszustand.

Weil ich eben nicht mein Leben ohne Kinder habe leben wollen.
Dafür habe ich viel Altruismus gebraucht, es hat mich auch dem Leben gegenüber demütig gemacht.
Meine drei Kinder im Arm zu halten, zu trösten, zu liebkosen war das Schönste auf der Welt.

Und wenn du Angst hast um deinen Schlaf - ich hatte jedes Baby immer neben mir in meinem Bett liegen. Wenn es geweint hat und Hunger hatte, habe ich es einfach an meine Brust gelegt und gestillt, und wir haben gleich darauf weiter geschlafen.
Ich musste nicht mal aufstehen.
Sehr praktisch und kuschelig und bequem.
Die Mütter, die ihr Baby in einer Wiege im anderen Zimmer liegen haben und mehrmals pro Nacht aufstehen müssen um Fläschchen zu machen, sind selber schuld wenn sie übernächtigt sind.
Es geht so viel einfacher....

Und wir hatten beim ersten Kind nur eine kleine Zweizimmerwohnung.

Geheiratet mit 28, ein Jahr später das erste Kind.

Es geht auch ohne teures Haus sondern nur mit einer Eigentumswohnung , wichtig ist das Glück und die Liebe, die darin wohnt.

Zuerst brauchst du einen tollen Partner.
Ansonsten kannst du dir das Kinderkriegen eh abschminken.

Deine Betonung auf materielle Dinge und auf Luxus und Reisen werden dich langfristig nicht glücklich machen.
Die schönste Zeit meines Lebens war als meine Kinder klein waren.

Ich habe zwei Freundinnen, die das Kinderkriegen ewig rausgezögert haben, weil Reisen, ein Haus, zwei Autos, teure Möbel und Kleidung immer wichtiger waren.

Um die 40 wollten dann beide auf die Schnelle und auf den letzten Drücker noch ein Kind - der einen starb ihr Partner bei einem Fallschirmsprung, und dann fand sie keinen passenden potentiellen Kindsvater mehr - die andere wurde mit Ü40 trotz medizinischer Nachhilfe nicht schwanger, und sie musste frustriert aufgeben.

Heute mit Mitte 50 bereuen es beide nicht schon viel früher das Kinderkriegen angepackt zu haben.
Die Arbeit, der materielle Luxus, den sie sich ohne Kinder haben leisten können, füllt sie nicht mehr aus.

Ich bin froh mich anders entschieden zu haben.
Meine Priorität war immer auf Familie und Kinder.
 
  • #19
Also ich möchte hier mal ehrlich sagen was ich denke: Bei mir selber ist dieser Kinderwunsch da, weil die Leute sagen wie unglaublich schön diese tiefe Liebe zum Kind ist und dass es toll ist. Sie sagen, nur Reisen, Job und Hobbies ist irgendwann langweilig. Aber es gibt ja auch Regretting Motherhood. Es gibt Mütter, die es richtig bereuen, Kinder zu haben. Sie lieben ihre Kinder auch, wären aber besser dran ohne Kinder. Das geben sie auch offen zu.

Ich habe den Eindruck, der Kinderwunsch ist auch genetisch, natürlich. Aber ich finde, die Gesellschaft spielt eine grosse Rolle. Bei kinderlosen Paaren wird immer gefragt: "Wolltest du denn nie Kinder? Hast du nichts verpasst?" Vor allem bei Frauen. Es wird davon ausgegangen, dass Kinder das Non-Plus-Ultra sind. Zum Glücklichsein. Die Gesellschaft verurteilt auch kinderlose Frauen, je nachdem. Und die Gesellschaft sagt, dass es toll ist eine eigene Familie zu haben. Niemand erzählt von dem grauenhaften monatelangen Schlafmangel und den Streitereien und den Geldkosten.

@Inanna* Haha, der Artikel ist gut. Mein Ziel ist es nicht ständig Party zu machen und um die Welt zu jetten. Es ist eher aus gesundheitlichen Gründen, ob ich mit der Mehrbelastung umgehen kann. Und auch die genetische Vorbelastung von ca. 10% pro Kind. Dazu noch die Kosten und die Auswirkungen auf die Paarbeziehung und die Freiheit (genauer gesagt Freizeit) die enorm eingeschränkt werden. Dass die Freundinnen nicht zu jeder Tageszeit erreichbar sind, ist mir schon bewusst. Was ist bei dir? Möchtest du eher Kinder oder eher Nein oder bist du noch total unschlüssig?
 
L

lorelai

Gast
  • #20
... fliegen weiß ich nicht - er mag Flugzeuge aber ich bin mir unsicher ob er auch in eins steigen würde oder ob ihm das komisch vorkommen würde.
...
Warum sollte man mit einem Kind nicht fliegen können? Das erste mal ist es etwas neues, beim zweiten mal schon nicht mehr. Die Entscheidung ob das Flugzeug bestiegen wird obliegt ja nicht dem Kind, es geht mit den Eltern mit und fertig. Gewohnheit kommt durchs machen.

Ich bin mit meiner Tochter regelmäig mit und zu Familie in den Süden ans Meer geflogen, seit sie 2 ist. Auch noch im Buggy Alter. Alles kein Problem. Ein wenig das Gepäck durchdenken und Prioriäten setzen. Was nehme ich mit, was besorge ich ggfs. vor Ort. Was ist überhaupt notwendig. Wir haben auch kurze Städtereisen gemacht, auch das geht alles.
 
  • #21
Ich fand den Gedankengang des einen Mannes interessant, er meinte, er sei momentan das Ende einer Kette von direkten Vorfahren, die bis zum ersten Einzeller zurückgehe, seine Vorfahren hätten die Steinzeit und das Mittelalter und alle möglichen Katastrophen und harten Zeiten überstanden und immer Kinder bekommen, da wolle er nicht derjenige sein, der diese millionenalte Reihe unterbricht, erst recht nicht aufgrund irgendwelcher Wohlstands-Mimi-Luxus-Sorgen, denn ihm gehe es wahrscheinlich besser als allen Vorfahren davor, warum sollte gerade er die Kette unterbrechen? Fand ich interessant.
w27
He, ich war doch bei dem Gespräch gar nicht dabei! 🙂 Solche Gedanken kenne ich von mir selbst auch. Hängt bei mir sicher auch mit dem Interesse an Ahnen- und Familienforschung zusammen.
 
  • #22
Du kannst glauben, Kinder nicht zu wollen und wenn es doch passiert eine glückliche Mutter werden.
Kann ich bestätigen. Wir wollten beide keine, der erste müsste eigentlich Billy heißen 😉
Habe sie mit 25 bekommen und objektiv gesehen war der Zeitpunkt vielleicht nicht perfekt, aber es gibt NIE den perfekten Zeitpunkt.
Für mich war es 3 Monate vor dem 30. ziemlich perfekt. Ich/wir hatte(n) nicht mehr das Bedürfnis uns auszutoben und somit auch nicht das Gefühl im Leben etwas zu verpassen.
Ich bin übrigens auch mit Kind verreist und habe nie gebacken und war nie eine dieser Muttis die nur über Ihr Zuhause und Kinder reden können.
Ich war alleine mit dem Zwerg und Bergfest-Kugel (Nr. 2) 2 Wochen auf Malle, ansonsten ist Urlaub mit Kindern natürlich anders, kann aber auch sehr schön sein! Ich habe diese Kindergarten-Stuhlrunden der Eltern gehasst wie die Pest und war nie (neverever 😉) in Elternpflegschaft o.ä. aktiv
Für mich ist das an eine funktionierende Beziehung geknüpft. Also daran, ob ich ihnen einen guten Start ins Leben mitgeben kann.
Gut, dass wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wir waren gerade erst ein halbes Jahr zusammen, aber letztendlich waren wir beide schon erwachsen und es war abzusehen das es klappen würde.

Insgesamt möchte ich kein anderes Leben gelebt haben / noch leben. Ich betrachte Kinder als bereichernde Herausforderung.
 
L

lorelai

Gast
  • #23
Genau das ist es! Was ist, wenn man es später einmal bereut?

...
Hm, irgendwie muss ich an die Geschichte mit der sich selbst erfüllenden Profezeihung und der Axt und den Nachbarn denken.

Also... Nichten und Neffen haben vielleicht mal andere Pläne oder wollen gar nicht von dir verwöhnt werden. Oder mögen dich ganz einfach nicht. Oder nicht mehr. Oder was weiss ich.

Warum wenn dann 2? Es gibt auch durchaus wohlgeratene Einzelkinder. Man muss keinen Spielkameraden für Kind nummer 1 machen, es sollten schon andere Gründe/Wünsche für eine Familie mit mehreren Kindern sprechen, nur am Rande.

Eine Psychose kannst du vermutlich auch durch eine andere Krise oder anderen Stress entwickeln, weil ein Partner dich schlecht behandelt/betrügt oder für eine andere verlässt die plötzlich schwanger wird und er plötzlich doch Kinder will. Oder weil der tolle Job plötzlich weg ist und ein nächster sich nicht als so toll entpuppt. Oder weil Reisen plötzlich nicht mehr geht weil Klima, Corona, Flugzeuggesellschaften alle pleite und dir ein Sinn im Leben fehlt...

Sexualität kann durch Kinder leiden. Aber auch durch Routine, langeweile, sich verändernde Körper und Hormone, Krankheiten, einen Burnout, eine neue Nachbarin, oder tausend andere Gründe.

Ja - Schlaf ist wichtig und fehlt am Anfang mit Kindern. Sehr. Hier hast du entweder einen Partner der das weiss und hilft. Oder einen Babysitter, ein Opair Mädchen, eine Opair Oma die bei dir wohnt oder Untersützung in welcher Form auch immer. Es gibt meistens Lösungen. Die Frage ist - wie sehr willst du oder wie sehr eben nicht?

Was ich damit sagen möchte ist - du hast keine Garantien. Du kannst ein schönes Leben mit Kindern haben und auch eines ohne Kinder. Ich weiss nicht was es bedeutet eine Psychose zu haben, absolut nicht. Was ich aber weiss ist, dass es meistens anders kommt als geplant und du weisst nicht was passiert.

Du bist jung, du hast noch Zeit dich zu entscheiden. Hör vor allem auf dein Bauchgefühl. Es wird immer Leute geben die deine Wahl blöd finden, egal welche Entscheidung du triffst. Wichtig ist, dass du deine eigene Wahl triffst und dahinter stehst, das minimiert auch die Chance des bereuens.

Ich denke es ist beides doof - in den 40ern festzustellen dass es zu spät ist. Aber genauso doof ist es Kinder zu kriegen weil die Gesellschaft das so vorlebt und dann festzustellen, man hätte lieber doch keine gekriegt.
 
  • #24
Was ist bei dir? Möchtest du eher Kinder oder eher Nein oder bist du noch total unschlüssig?
Also ich selbst eher ja, aber noch nicht sofort und auch nur mit einem passenden Partner. Mit meinem jetzigen könnte ich es mir theoretisch vorstellen und er selbst auch, er ist total kinderlieb und familienfreundlich und ich denke, wir könnten viel Spaß haben und große Abenteuer erleben. Aber nicht nächstes und nicht übernächstes Jahr, so eilig ist es nicht.
Hängt bei mir sicher auch mit dem Interesse an Ahnen- und Familienforschung zusammen.
Finde ich auch total spannend, wir haben eine große Ahnenecke und verfolgen Stammbäume, haben diverse alte Tagebücher und Notizen und Geburts- und Todesurkunden etc. und sammeln Geschichten über die Verwandten, ich kann spontan die absurdesten und abenteuerlichsten Geschichten von fünf Generationen erzählen, ist sehr interessant.
w27
 
  • #25
Für mich ist das an eine funktionierende Beziehung geknüpft. Also daran, ob ich ihnen einen guten Start ins Leben mitgeben kann.

So, wie es nie eine Garantie gibt, dass die Beziehung, die man gerade hat, auch in Zukunft gut funktionieren wird, so wenig weiß man vorher, was für eine Art Kind man bekommen wird.

Die ganze Planerei vorher nutzt nichts, wenn das Kind dann erhöhten Förderbedarf hat, die eigenen Nerven nicht so belastbar wie man dachte, ein Elternteil krank wird oder den Job verliert oder, oder, oder ...

Dieser Wahn, dass erst alles "perfekt" sein muss, bevor man ein Kind bekommt, sorgt nur für unfreiwillig Kinderlose, die sich nie getraut haben.

Ich bin auch froh, dass ich meine Kinder früh bekommen habe. Mit Ende 30 wäre ich durchgedreht mit schreiendem Zwerg.
 
  • #26
Bei mir war es umgekehrt. Zuerst fand ich die Vorstellung von Kind und Familie ganz nett. Mittlerweile bin ich froh keins bekommen zu haben. Die wenigsten Familien leben harmonisch (wo beide zufrieden sind - gibts auch bereits Studien drüber). Zum einen hätten meine Partner nicht als Vater getaugt (und auf AE sehenden Auges hätte ich keine Lust gehabt) und zum anderen vermisse ich es schlichtweg nicht. Ich wollte nicht das notwendige Übel, wie viele Frauen es wählen, um mit einem untauglichen Mann ein Kind zu zeugen. Genauso wenig wollte ich aus purem Egoismus ein Kind und ihm wissentlich einen miserablen Erzeuger bescheren. Die Folgen habe ich dann bei mir sitzen. 🙈
Das Leben ohne Kinder hat so viele Vorteile. Und ja, obwohl meine biologische Uhr nicht tickt, habe ich trotzdem meine Gebärmutter noch. 😄
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #27
Also... Nichten und Neffen haben vielleicht mal andere Pläne oder wollen gar nicht von dir verwöhnt werden. Oder mögen dich ganz einfach nicht. Oder nicht mehr. Oder was weiss ich.

Warum wenn dann 2? Es gibt auch durchaus wohlgeratene Einzelkinder. Man muss keinen Spielkameraden für Kind nummer 1 machen, es sollten schon andere Gründe/Wünsche für eine Familie mit mehreren Kindern sprechen, nur am Rande.

Eine Psychose kannst du vermutlich auch durch eine andere Krise oder anderen Stress entwickeln, weil ein Partner dich schlecht behandelt/betrügt oder für eine andere verlässt die plötzlich schwanger wird und er plötzlich doch Kinder will. Oder weil der tolle Job plötzlich weg ist und ein nächster sich nicht als so toll entpuppt. Oder weil Reisen plötzlich nicht mehr geht weil Klima, Corona, Flugzeuggesellschaften alle pleite und dir ein Sinn im Leben fehlt...
Danke. Ja, das ist gut möglich mit den Nichten/Neffen. Das frage ich mich seit heute auch. Warum unbedingt 2 Kinder? Tja ehrlich gesagt...-->Gesellschaftsdenken. 1 würde von den Kosten/Nerven/Schlafmangel reichen. Ob Junge oder Mädchen wäre egal.

Psychose kommt vor allem durch Schlafmangel und Stress. Wenn man Stress hat, haben manche Leute Burnout, Depression, andere Frustessen, Alkohol trinken, Drogen, Abnehmen etc. Bei mir waren es damals die Gedanken. Ich habe mich selber hineingesteigert in eine Wut und wurde dadurch krank. Zudem kam der Schlafmangel durch den Jetlag hinzu. Ich hatte keine Ahnung, wie wichtig Schlaf ist. Heute weiss ich es besser!
 
  • #29
gibt aber auch viele schöne Länder in Europa die man mit dem Auto oder Wohnwagen besuchen kann, man kann Stopps machen, sich die Reise so planen,
Wir haben alles gemacht, oft mit Zelt, auch und gerade als sie klein waren, keine Bindung an Schulferien.
Auch Städte angeschaut, sonstiges, weitere Reisen, nicht nur Europa.
Man kann Kindern was zumuten, man kann fast alles kindgerecht machen.
 
  • #30
Ich finde diese vorgeschobenen Argumente immer wieder lustig.
Ich will reisen, ich will feiern, kosten und was da immer so alles kommt.
Das sind doch immer nur vorgeschobene Entschuldigungen. Weil das würde ja heißen man möchte an sich schon ein Kind, aber deswegen versagt man sich das. Wäre das nicht traurig?
Wenn man einen wirklichen Kinderwunsch hätte, würde man mit Freude darauf verzichten bzw. sich etwas einschränken.

Ist es so schwer zu sagen ich hab keinen Bock auf noch einen Menschen im Haus. Das würde mir keinen Spaß machen. Punkt. Keine Ausreden.
Ich bzw. wir hätten die finanziellen Möglichkeiten, gehen nicht oft los, verreisen nicht viel und wenn nur in einem engen Umkreis wegen unserem Hund. Wir hätten genug Platz und Zeit. Aber wir hätten schlicht keine Lust auf ein Kind. Mehr muss ich da gar nicht erklären oder irgendwelche Scheinargumente suchen.
 
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