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  • #1

Ab wann ist eine Frau verklemmt?

Ich bin Ende 40 und frage mich häufiger, was meinen Männer damit, wenn sie eine Frau verklemmt finden.

Geht es dabei um praktikable Stellungen? Muss sie sich locker nackt zeigen? Wann genau trifft das zu?
 
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  • #2
Mir ist noch keine begegnet, aber ich kenne das als Totschlag Argument von manchen Männern, die bestimmte Dinge wollen und Frau nicht. Lass dich nicht unter Druck setzen.
 
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  • #3
Bin zwar eine Frau, habe aber aus Lästereien mit Männern über Verflossene folgendes zu berichten ;-)

Verklemmt ist eine Frau, wenn sie

- sich ungern nackt zeigt
- nur Sex im Dunkeln will
- keinen Oralsex will
- nur die Missionarstellung will
- nur steif rumliegt und ihn arbeiten lässt
- nicht über Sex reden möchte
- ihre Wünsche nicht äußert / keine Fantasien hat / Fantasien des Mannes per se pervers findet
- nicht (auch mal verbal) deutlich macht, dass sie Lust hat
- keinen spontanen Sex möchte, sondern bitte immer nur Mittwochs und Sonntags um 21:00
- über kleine Bettpannen nicht einfach locker lachen kann
- Sex generell unhygienisch findet (Panik vor Sperma auf den Laken / sofort danach duschen etc)
 
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  • #4
Da lässt sich m.E. keine klare Grenze ziehen.
Mein Mann und ich haben uns letzte Woche darüber unterhalten. Ich bin wohl insgesamt wesentlich offener als meine Vorgängerinnen, dennoch gibt es Dinge, die ich nicht machen würde, die er mit ihnen aber gemacht hat (Sex am helllichten Tag an öffentlichen Orten).
 
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  • #5
ich halte eine Frau dann für verklemmt wenn sie in intimer Zweisamkeit, nach längerem Kennen und mehrfachem Sex nicht locker mit dem Liebesspiel umgehen kann.
Dazu gehören der selbstverständliche Umgang mit den Körpern der Beteiligten aber auch Humor und die Freude daran neues auszuprobieren.
Aber aus reiner Neugierde: welche Erlebnisse haben dich zu der Frage veranlasst?

Herzlichst M/30
 
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  • #6
Was #2 auflistet, dürfte es ziemlich genau beschreiben. Und das trifft im Übrigen auch mit nur wenigen Abwandlungen genauso auf Männer zu. Zu ergänzen wäre vielleicht noch, dass Menschen, die man als "verklemmt" bezeichnen würde, auch jede äußere Form erotischer oder sinnlicher Ausstrahlung und Zeichen (über Kleidung, Gestik usw.) ablehnen, nur nicht auffallen, immer schön normal und angepasst bleiben.
 
  • #7
Wenn jemand - eigentlich ist es egal, ob Mann oder Frau - in einer gesellschaftlich sanktionierten Verbindung (feste Beziehung, Ehe) die Integration triebhafter Anteile in die Paar-Interaktion ablehnt oder passiv duldet/gewährt. Beispiele:
- Denken und Reden über sexuelle Phantasien (du hast immer nur das Eine im Kopf)
- Nacktheit, Anschauen (gaff mich nicht so an, zieh dir was an)
- Trigger sexueller Erregung, sexuelle Erregung selbst (faß mich da nicht an, das macht dich nur g..., hör auf, eine Erektion zu bekommen!)
- die gesamte Körperlichkeit betreffende, schadlose und schmerzfreie sexuelle Praktiken (das ist bäh!, jenes peinlich, so etwas macht man nicht, anderes eklig...)
- keine eigenen sexuellen Wünsche haben/zeigen/realisieren (ich brauche das nicht!)
- nur in kurzen Timeslots Sexualität als unabdingbar für die Erhaltung der Beziehung hinnehmen (mach schnell, ich muss bügeln...)
 
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  • #8
- Trigger sexueller Erregung, sexuelle Erregung selbst (faß mich da nicht an, das macht dich nur g..., hör auf, eine Erektion zu bekommen!)
- keine eigenen sexuellen Wünsche haben/zeigen/realisieren (ich brauche das nicht!)
- nur in kurzen Timeslots Sexualität als unabdingbar für die Erhaltung der Beziehung hinnehmen (mach schnell, ich muss bügeln...)
... ich glaube eher, dass man in DIESEN Fällen weniger von "verklemmt" als vielmehr von sexuell völlig desinteressiert bis asexuell sprechen sollte. "Verklemmt" beschreibt für mich die Diskrepanz zwischen heimlichen Sehnsüchten, aber sehr rigiden moralischen Normen und ausgeprägter Selbstkontrolle. Ein kleines bisschen möchte man ja schon gerne, aber nicht zuviel und vor allem dürfen Nachbarn (Eltern, Freunde, Kollegen usw.) nichts davon mitbekommen. Und alles, was über die eigenen Vorstellungen hinausgeht, wird misstrauisch als amoralisch, schmutzig, triebhaft definiert.
 
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  • #9
Antworten #2 und #6 stimme ich zu.

Könnte noch ergänzen:
- wenn Sex immer nur im Bett stattzufinden hat
- immer weitgehend dasselbe, nichts neues ausprobieren, kein Interesse an dem Thema
- keine kleinen Anspielungen im Alltag
- immer nur einmal, keine Lust auf einen längeren, zärtlichen Bettabend
- Sex als Selbstbestätigung
- extrem schüchtern, sich dem anderen nicht sexy zeigen wollen

Zu #7: woher soll man denn wissen, ob es eine Diskrepanz zwischen heimlichen Sehnsüchten gibt, wenn darüber nicht gesprochen wird, die Sehnsüchte also wirklich total heimlich sind?
 
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  • #10
Wenn man das Wort genauer anschaut: "verklemmt" - da klemmt etwas, es hängt, es ist aber da.

Es gibt Menschen, die keine Lust haben und Sex als Pflicht sehen. Die sind aber nicht verklemmt.
Ich kann mich noch erinnern, als ich mit 18 war. Ich hatte zwar schon 2 Sexualpartner, aber es war nie besonders schön für mich . Ich wusste nicht, was da auf mich zukommt, meine Aufklärung war "Bravo der frühen 70er". Ich würde mich als verklemmt bezeichnen. Sex gabs um Dunkel und im Bett. Die Freunde haben das so hingenommen und nach ca. 6 Monaten war wieder Schluss.
Dann, mit 22 habe ich einen Mann getroffen, der das nicht hinnehmen wollte. Er hat mir klar gesagt, dass er das SO nicht will und nicht kann. Er wollte mit mir darüber sprechen und es hat viel Überwindung für mich gekostet. Aber er hat es geschafft, so viel Vertrauen aufzubauen, dass wir nach kürzester Zeit tollen Sex hatten. Wir hatten Spaß, haben viel gelacht, haben viele neuen Dinge ausprobiert, er hat es sogar geschafft, mit mir Sexspielzeug zu kaufen (und das in den 70ern). Wir waren 4 Jahre zusammen. Eine so lockeres und unbefreites Sexleben hatte ich später nie wieder.
Ich denke daher, dass eine "verklemmte" Frau immer den passenden Mann hat. Er schafft es nicht, genügend Vertrauen aufzubauen. (Ebenso natürlich bei verklemmtem Mann)
Es ist nicht Einer schuld, es ist immer ein Zusammenspiel. Ich ärgere mich immer, wenn Männer einfach verlangen, sich aber keine Mühe geben und soch auf die Frau einstellen. Die meisten Männer fragen nicht einmal, warum eine Frau etwas nicht möchte. Sie will nicht, also ist sie prüde oder verklemmt. Sehr einfach.
 
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  • #11
Die meisten Männer fragen nicht einmal, warum eine Frau etwas nicht möchte. Sie will nicht, also ist sie prüde oder verklemmt. Sehr einfach.
Tschuldige, aber wenn ein Mann eine Frau liebkost und sie oral verwöhnen möchte, und die Frau lehnt das ab und stößt den Mann zurück und signalisiert deutlich, dass sie das nicht möchte und das auch noch nach vielen Jahren Ehe, dann gibt es da nicht soviel zu fragen nach dem warum. Das ist eine klare Ansage. Körpersprache ist m.E. viel deutlicher als die verbale Sprache.

m
 
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  • #12
Tschuldige, aber wenn ein Mann eine Frau liebkost und sie oral verwöhnen möchte, und die Frau lehnt das ab und stößt den Mann zurück und signalisiert deutlich, dass sie das nicht möchte und das auch noch nach vielen Jahren Ehe, dann gibt es da nicht soviel zu fragen nach dem warum. Das ist eine klare Ansage. Körpersprache ist m.E. viel deutlicher als die verbale Sprache.

m
Oh doch, da gibt es sehr wohl etwas zu fragen. Weißt du, warum sie das nicht mag? Gibt es vielleicht eine Vorgeschichte? Ist sie unsicher, hat sie Angst? Wie war ihre Erziehung?
Ein Mann, der diese Frau liebt, wird Gespräche führen und langsam das Vertrauen der Frau erhalten. Verklemmt muss nicht verklemmt bleiben.
<- mod Unsachlichkeiten und Spekulationen gelöscht. Wir bitten alle, wieder zum Thema zurückzukehren. >
 
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  • #13
Danke an alle!

Es waren durchaus Antworten dabei, die ich erstaunt gelesen habe.

Ich denke, ich bin nicht verklemmt :), und gehöre auch nicht zu den Frauen, die sich von Männern über solche Sprüche unter Druck setzen lassen.

Zu der Frage, wie ich zu der Frage kam.... ja, nach einigen Jahren und einigen Männern, mußte ich mich immer wieder wundern, dass Männer diese Aussagen häufig machen - übrigens nie mich meinend :). Und ich kann nur der einen Schreiberin zustimmen, es hängt doch sehr vom Partner ab, wie viel Vertrauen man als Frau so hat und sich entsprechend frei bewegen kann.

Ich glaube tatsächlich, dass sich eine Menge Frauen davon einschüchtern lassen und daher wollte ich mal allgemein eine Definition dafür finden. Sex ist übrigens was Schönes, Gefühle allerdings noch schöner :), damit kann frau eigentlich gar nicht verklemmt sein. Und die Formulierungen der Männer lesen sich doch ein wenig, wie Forderungen... denkt einfach mal darüber nach. Es gibt tatsächlich auch mal Gründe für ein NEIN!
 
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  • #14
Oh doch, da gibt es sehr wohl etwas zu fragen. Weißt du, warum sie das nicht mag? Gibt es vielleicht eine Vorgeschichte? Ist sie unsicher, hat sie Angst? Wie war ihre Erziehung?
Ein Mann, der diese Frau liebt, wird Gespräche führen und langsam das Vertrauen der Frau erhalten. Verklemmt muss nicht verklemmt bleiben.
Es ging ja in der Eingangsfrage gar nicht um die Gründe für verklemmt sein oder den Umgang mit Verklemmtheit, sondern um die Sache an sich.

Eine nicht verklemmte Frau würde vielleicht auch von sich aus von sich erzählen oder sagen/zeigen wie sie es mag.

m
 
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  • #15
<Mod. Chat entfernt.>

Einmal verklemmt muss nicht immer verklemmt sein. Und das ist wirklich ein großes Problem. Frauen werden von Männern immer gerne in die Schublade "verklemmte, frustrierte Alte" geschoben, sobald sie mal nicht mag oder bestimmte Techniken nicht mag. Ist die Frau dann aber wirklich verklemmt oder nur gehemmt? Das ist ein großer Unterschied und es wäre für den etwas offeren Partner doch eine Leichtigkeit, herauszufinden wie diese Verklemmungen oder Hemmungen gelöst werden könnten.
 
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  • #16
<Mod. Chat entfernt.>

und es wäre für den etwas offeren Partner doch eine Leichtigkeit, herauszufinden wie diese Verklemmungen oder Hemmungen gelöst werden könnten.
Wenn es "eine Leichtigkeit ist, das herauszufinden" dann ist sie nicht verklemmt, sondern allenfalls etwas schüchtern. Das sind die meisten von uns ja mehr oder weniger.

Richtig verklemmt ist anders, da bekommt man trotz größter Mühen und Einfühlsamkeit und Zärtlichkeit nichts heraus und nichts zurück.

m
 
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  • #17
Also die Unterscheidung zwischen "richtig" und "nur ein bisschen" verklemmt, tut mir leid, das kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt Menschen, die werden von sich sagen, dass sie zurückhaltend, schüchtern und nicht sehr offen sind - mit eindeutigem Bezug auf Sexualität und Erotik.

Aus der Sicht anderer, ist so jemand "verklemmt", weil er bestimmte Dinge, Praktiken, ja schon Gedankenspiele ablehnt. Wenn jemand das für sich ändern möchte, muss er daran arbeiten, das bedeutet sowohl Einstellungsänderungen wie auch das Sammeln ganz konkreter Erfahrungen.
 
  • #18
Da es hier so vehement aufploppte: Ich bin nicht der Meinung, dass ein Mann dafür verantwortlich ist, die Frau von ihren Verklemmungen zu befreien. Für ihre Sexualität ist sie selbst verantwortlich. Ein Mann ist auch nicht verantwortlich für frühere Schäden.
Wenn sie eine rigide Auschlussliste hat: Ja, so bitte, aber so auf keinen Fall, er muss das, darf aber jenes nicht und dieses nicht so lange, dafür das andere vorher als Bedingung und gut fühlen muss sie sich auch dabei und wann sie sich gut fühlt, muss er herausbekommen ...
dann wird sie sich einen Mann suchen müssen, der das mag. Viele werden es nicht sein.
Gilt übrigens nicht nur für Frauen. Ich habe einen Mann erlebt, bei dem das ähnlich war. Er hat mich damit ständig für sein Problem verantwortlich gemacht und mir eine Möhre vor die Nase gehangen, dass alles gut läuft, wenn ich nur seine tausend wechselnden Bedingen erfülle. Wer bin ich denn?
 
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  • #19
Da #1 nur einen Mangel an Stellungen und den Unwillen sich nackt zu zeigen anführt, weswegen sie vermutet, dass frau dann verklemmt genannt wird, muss der Dank #2 gelten, in deren Antwort vielerlei Hinweise auf sexuelle Verklemmtheit gegeben werden. Die dafür vermuteten Gründe in weiteren Zuschriften bringt #17 sehr richtig auf den Punkt: es kann nicht die naturgegebene Aufgabe einer/s Partners/in sein, Reparaturen der Schäden aus vergangenen Beziehungen auszuführen.
M.E. gibt es in dieser Situation, wenn man schon nix Genaues nicht weiß, nur die Möglichkeit, das gegenseitige Vertrauen bei sexuellen Aktivitäten bewusst einzuüben und auszubauen. Der eine oder die andere macht nach klarer Ansage mit Zustimmung seiner/s Partners/in für eine klar beschränkte Zeit das, was er/sie gerne täte, oder "angetan" bekommen möchte. Tritt der Lustgewinn ein - tant mieux. Bekommen beide ab, was sie sich erhoffen, noch besser.
Im übrigen kann Mann auch darin sein Glück finden, wenn die Partnerin durch ihn mehrfach ihren Höhepunkt erreicht und er ev. nur einmal.
m60+
 
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  • #20
Wenn man also nur die Missionarstellung mag, ist man schon verklemmt ????
Gibt es denn Zwänge, andere Praktiken toll finden zu müssen?

Ich würde z.B. Oral- oder Analverkehr niemals als unmoralisch bezeichnen. Soll meinetwegen die ganze Welt tun. Aber ich mag das trotzdem nicht. Bin ich jetzt verklemmt?
 
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  • #21
Wenn man also nur die Missionarstellung mag, ist man schon verklemmt ????
Gibt es denn Zwänge, andere Praktiken toll finden zu müssen?

Ich würde z.B. Oral- oder Analverkehr niemals als unmoralisch bezeichnen. Soll meinetwegen die ganze Welt tun. Aber ich mag das trotzdem nicht. Bin ich jetzt verklemmt?
Nein, es gibt keinen Zwang, irgendetwas beim Sex toll finden zu müssen. Und wenn das was Du im Bett tust auch genau das ist, was Du willst, dann bist Du nicht verklemmt. Aber wenn Du tatsächlich ausschließlich die Missionarsstellung magst und Oralverkehr gar nicht - dann bist Du im Bett verdammt langweilig.
 
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  • #23
Kurz und knapp - ja.
Orientiere dich an normalem Gesellschaftsverhalten!
Ein Abweichen davon, egal in welche Richtung ist abnorm.

Würde ich so nicht behaupten!
Also ich mag Oralverkehr, anal - kommt drauf an.
Aber wenn es jemand nicht mag, würde ich niemals behaupten, dass der/diejenige deswegen verklemmt ist.
Verklemmt heißt für mich, dass viele Sexuelle jemandem peinlich ist, dass er/sie nicht über Sex und seine/ihre Wünsche reden will und kann und nicht signalisiert, was ihm/ihr gefällt.

Ich finde Oralsex ist einfach Standard. Aber wenn das jemand nicht mag, ist er deswegen nicht verklemmt. Es ist eben nur schade, weil das eine nette Facette beim Sex ist, die man sich da entgehen lässt.

Solange man offen über alles reden kann, beim Sex auch mal lachen kann und experimentierfreudig bleibt, ist eine Frau auch nicht verklemmt, wenn sie manche Praktiken nicht mag. Meine Meinung.

w,39
 
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  • #24
<- mod Bitte bleiben Sie alle beim Thema. Es geht hier nicht darum, welche sexuellen Praktiken Sie ablehnen und warum. Es geht darum, was Menschen als verklemmt empfinden.>
 
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  • #25
Ich stimme Beitrag #17 grundsätzlich zu. Jedoch kann es sehr lohnend sein Zeit und Geduld aufzuwenden um Hemmungen oder Verklemmungen abzubauen und zu überwinden.
 
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  • #26
<- mod Chat gelöscht.>
Wer bestimmt denn, was verklemmt ist?

Meiner Meinung nach ist es eine Sache des Paares alleine.
Mag sein, dass eine Frau mit Mann A ein ganz normales, erfülltes Sexleben hat. Jeder ist zufrieden, keiner kommt auf die Idee, dass die Frau verklemmt ist.
Mann B möchte aber einige Pratiken, die sie nicht mag. Er findet es z.B. toll, wenn sie laut schreit, ihn kratzt, Fesselspielchen und was weiß ich. Sie mag das nicht. Ist sie deswegen verklemmt?
Wieso war sie für Mann A nicht verklemmt, aber für Mann B?

Für mich ist es immer noch so, dass viele Männer dieses "verklemmt" als Ausrede benutzen, weil die Frau nicht das will, was sie wollen. Ist doch viel einfacher, als sich zu fragen, was man mit der Frau gemeinsam machen kann, damit es beiden Spaß macht.
Männer denken da einfach: Frau mag keinen Oralverkehr = Frau ist verklemmt.
 
  • #27
@25 Dann lies dir die ersten Beiträge dazu noch mal durch. Es ging um Menschen, die generell Lust und Körperlichkeit abblocken, passiv und ideenlos sind und Sex nicht als positiv, sondern problembehaftet und versteckenswert betrachten. Nicht weil ihnen das sexuelle Verlangen fehlt, sondern weil ihre Konditionierung so ist. (Gilt auch für Männer. Ich habe zwei solche Exemplare kennenlernen dürfen.)
Daß Männer das Wort verklemmt benutzen, um eine Frau zu den von ihnen gewünschten Praktiken zu bringen, ist doch eher so ein Pubertistentrick. Eine souveräne Frau, die ihre Sexualität mit Selbstbewußtsein lebt, sollte so etwas wohl nicht erschüttern.
 
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  • #28
verklemmtheit hat in meinen augen nichts mit irgendwelchen lustigen stellungen zu tun. auch unerfahrenheit nicht.

ich glaube es ist eine innere einstellung zu sich selber und seiner sexualität. ich bin sehr gerne frau und war das immer schon. männer mochten mich immer, weil ich nicht nur gut aussah, sondern weil ich männer mag. hört sich bescheuert an? ich versuche zu erklären. ich mochte immer schon meinen großvater, den geruch nach mann, sein stoppeliges gesicht. ich mochte immer die gesellschaft von männern. starke arme, der duft, wie sich ein mann anfühlt. wie sich ein lachen von mund bis zu den augen hocharbeitet. herbe gesichter. humor, stärke, ausstrahlung. und unterbewußt weiß MANN dass ICH so empfinde. zudem bin ich eine zärtliche und liebegebende frau. das habe ich nicht gelernt, es ist einfach so passiert. ich mag männer auch im bett. ich kann MAN geniessen.

verklemmtheit hat nichts mit sexpraktiken oder stellungen zu tun (ich mach auch keinen handstand nur weil der HERR es denn nun möchte). verklemmtheit hat etwas mit der eigenen inneren einstellung zu tun.
 
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  • #29
Frauen sind nicht verklemmt. Punkt. Frauen sollen über ihren Körper selbst bestimmen. Und wenn einer Frau diverse Sexualpraktiken (oder Sex überhaupt) nicht behagt - aus welchen Gründen auch immer -, dann handelt sie selbstbestimmt und keineswegs "verklemmt" oder "prüde".

Frauen sind keine Verfügungsmasse für Männer.

m 36
 
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  • #30
Frauen sind nicht verklemmt. Punkt. Frauen sollen über ihren Körper selbst bestimmen. Und wenn einer Frau diverse Sexualpraktiken (oder Sex überhaupt) nicht behagt - aus welchen Gründen auch immer -, dann handelt sie selbstbestimmt und keineswegs "verklemmt" oder "prüde".

Frauen sind keine Verfügungsmasse für Männer.

m 36
So ein Blödsinn. Wenn einer Frau im Extremfall Sex überhaupt nicht behagt, dann soll sie das von Anfang an so sagen. Aber bitte keine Beziehung eingehen und erst dann sagen "ich mag keinen Sex."

Im gemeinsamen Liebesspiel verfügt der jeweilige über den Körper des anderen, Mann wie Frau, und gibt sich hin. Wenn einer meint, Selbstbestimmung über den Körper bedeutet, dem anderen Grenzen aufzeigen zu müssen, dann gibt es Probleme.

Ich als Mann bin gerne "Verfügungsmasse" und Vergnügungsmasse und will das bei einer Frau genauso.

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