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  • #1

Ab wann könnt ihr euch vorstellen, mit einem neuen Partner zusammen zu wohnen?

Wie und ab wann sprecht ihr das an?
 
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  • #2
Ich kann es mir etwas nach zwei Jahren vorstellen und spreche es dann auch an. Je nach dem was kommt passiert etwas mit der Beziehung.
 
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Gast

  • #3
Vorstellen kann ich's mir schon nach ein paar Monaten. Nach etwa einem Jahr wüde ich davon ausgehen, dass es für beide "normal" und wünschenswert sein sollte. Wenn einer sich aus nicht nachvollziehbaren Gründen dagegen wehrt, würde mir das zu denken geben. Wenn einer Kinder und/oder Eigentumswohnung/Haus etc. hat, wird's schwieriger, dann kann das auch länger dauern, weil's einfach um mehr geht als um das Zusammenlegen zweier Mietwohnungen ...
 
  • #4
Meines Erachtens sollte die Verliebtheitsphase in echte Liebe übergegangen sein, eine ernsthafte gemeinsame Zukunftsplanung begonnen haben und man sich eine wirklich dauerhafte Partnerschaft realistisch vorstellen können. Dazu gehört, dass man schon ein paar Mal zusammen Urlaub gemacht hat, ein Jahr lang alle Familienfeiern und Sitten erlebt hat. Insofern sollte man frühestens nach 15-18 Monaten zusammenziehen.

Ein klein wenig hängt das natürlich auch mit den aktuellen Wohnbedingungen zusammen. Wieviel muss jeder aufgeben? Wer froh ist, aus einer Wohnung rauszukommen und auch beriet ist, beim Misslingen des Zusammenwohnens dann ohne Jammern schnell wieder eine eigene, neue Wohnung zu haben, der kann sicherlich früher ausziehen als jemand, für den der Verlust der geschätzten Wohnung hart wäre. Dies betrifft natürlich vor allem auch Hausbesitzer, die sicherlich kaum ausziehen werden wollen, sondern den Partner zu sich nehmen würden.
 
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Gast

  • #5
Da ich ein Haus habe, würde ich mich damit nicht so leicht tun - wie meine Vorredner bereits erwähnt haben. Ich habe es zwar noch nicht erlebt, kann mir aber vorstellen, dass ich 2 Jahre brauche, um zu entscheiden, ob ich mich von meinem Haus trenne oder jemanden hier einziehen lasse. Aber vielleicht ist ja alles ganz anders, wenn erst mal der Richtige kommt ;-)

w 43
 
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Gast

  • #6
Ich finde es prima, wenn jeder Partner seinen eigenen privaten Rahmen (konkret: Wohnung) behält.
 
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Gast

  • #7
@#3

Es geht um mehr als um das Zusammenlegen zweier Mietwohnungen. Das woran Du denkst, nennt man "WG", nicht "Zusammenwohnen".
 
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  • #8
"...weil's einfach um mehr geht als um das Zusammenlegen zweier Mietwohnungen ... " genau #3, das hat du gut formuliert.
Die Frage aus meiner Sicht allerdings ist, MUSS man wirklich zusammenziehen?
Ich kann mir das (gegenwärtig) nicht vorstellen, nochmal mit jemandem zusammenzuziehen.
Habe rd 20 Jahre in einer Ehe gelebt, dann nochmal in einer mehrjährigen Partnerschaft. Habe deshalb eigentlich genug davon, immer auf andere Rücksicht nehmen zu müssen.
Ich fände es toll, zusammenzusein und dennoch behält jeder seine eigene Wohnung.
Ist das zu realitätsfern?

w/43
 
B

Berliner30

  • #9
Nach ein paar Treffen und übereinstimmung in den wichtigsten Punkten. Allerdings zieht man doch wechselseitig zuerst für kürzere und später für längere und irgendwann ganz zusammen, oder?
 
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  • #10
hier #7 nochmal.

mir ist grad eingefallen: ich kenne ein Pärchen, das hat sich vor ein paar Jahren über eine Zeitungsannonce kennengelernt (ja, damals war das noch normal ;)), hat sich getroffen, zum 1. Date, dann ist er zu ihr...und lebt dort immer noch ;)

Kommt also sicher darauf an, wie es passt und ob beide Dasselbe wollen.
 
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  • #11
Die Frage wird deutlich schwieriger, wenn nicht nur - wie bereits genannt - ein oder zwei Häuser, sondern insbesondere auch dann, wenn (zusätzlich) noch Kinder beteiligt sind.

In meinem Fall sind zwei Kinder und ein Haus "Beteiligte" und daher wären für mich die schon genannten zwei Jahre absolut erforderlich, um sich wirklich (soweit das überhaupt möglich ist) sicher zu sein - mit allen Konsequenzen. Nein, ich rede nicht vom Heiraten, sondern "nur" vom Zusammenziehen, aber das kann unter den genannten Bedingungen schon schwierig genug sein.
 
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  • #12
Im Moment kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen - lebe schließlich seit über 10 Jahren alleine, und das ist auch gut so. Das heißt aber nicht, das ich nicht mit jemandem zusammen ziehen würde. Deswegen würde ich auch keine Verhaltensmaßregeln aufstellen wollen. Ich werd's wohl gewahr, wenn es so weit ist.
 
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  • #13
Wenn ich mich recht erinnere, merkt man selbst, wenn es soweit ist.
Wenn man sowieso immer zusammen ist - bei ihm oder bei ihr,und wenn es dann einfach einfacher ist, eine gemeinsame Wohnung zu haben. Wenn man sowieso schon zusammen lebt, irgendwie ;)
Maßstab kann nur sein, dass man nicht mehr ohne den anderen möchte.
Dann sollte man das ansprechen. Wenn es auf beiden Seiten gleich aussieht - nur zu!
 
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  • #14
Für mich muss die Frage lauten: Unter welchen Umständen kann ich mir ein zusammenwohnen vorstellen? Denn nach meiner Perspektive hat dieses Thema weniger was mit Zeit/Dauer zu tun, sondern viel mehr mit dem Entwicklungsstand der Beziehung (wissen beide voneinander von den ambivalenten Gefühlen und Gedanken, die bei dem Thema "Zusammenleben" hochkommen) und natürlich auch nur dann, wenn die beiderseitigen Vorstellung vom Zusammenleben irgendwie integriert werden können. Und selbst wenn das sicher und geklärt zu sein scheint, ist das keine Garantie für den richtigen Zeitpunkt des Zusammenziehens, schließlich ändert sich Vieles gerade dann wenn man zusammen wohnt. Da kommen Dinge zum Vorschein, von denen beide vielleicht gar nicht wussten, dass sie diese in sich tragen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Zeitpunkt kann richtig sein, weil beide im Moment voll überzeugt sind. Doch Gewissheit wird man erst haben, wenn man es lebt und da gibt es wohl kein Patentrezept. Ich kann völlig unsicher mit Jmd. zusammenziehen und es funktioniert, aber es kann genauso misslingen, obwohl ich anfangs völlig überzeugt war.
 
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  • #15
Ich würde gar nicht nicht mit jemandem in eine Mietwohnung ziehen. Was ich mir vorstellen könnte, nach 1-2 Jahren, wären zwei Wohnungen in der Nähe - um die Ecke oder im gleichen Haus. Das hat nichts mit Zuneigung zu tun, oder dass ich mich nicht festlegen möchte. Ich steh gern zu meiner Beziehung und suche etwas Stabiles. Aber mir ist es wichtig, dass der Partner ein eigenes Leben führt, damit die sexuelle Anziehung und eine gewisse Sehnsucht noch Raum haben.
 
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  • #16
Hallo,

also ich möchte auch vorerst nicht mit meinem Partner zusammenziehen. Zumindest nicht, bevor die Kinder volljährig sind. Also hab ich noch 9 Jahre vor mir, in denen ich nicht täglich einen Mann um mich haben will. Für den ich auch noch die Wäsche machen und bügeln muss... neee... Vielleicht habe ich ja deshalb eine Fernbeziehung, bei der ich weiß, dass er sicher niemals hier zu mir ins Haus ziehen würde und ich vorerst wegen der Kinder hier eh nicht weg möchte, denn sonst würden die zum Papa ziehen und das möchte ich auf alle Fälle vermeiden, da der auf so viele Dinge, die ich versuche den Kindern zu vermitteln (wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft) keinen Wert legt.
 
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  • #17
Ich finde auch, dass Zusammenziehen keine Notwendigkeit darstellt. Wenn beide es gerne möchten, sollen sie es tun, ich will es jedenfalls nicht mehr. Ich möchte meinen eigenen Bereich behalten, und ich kann mir derzeit aufgrund negativer Erfahrungen keine Beziehung mit jemandem vorstellen, der auf Zusammenziehen drängt. Leider scheint es speziell Männern oft nur schwer möglich zu sein, sich eine liebevolle und intensive Beziehung ohne permanentes Zusammenleben vorzustellen, speziell in meiner Altersklasse, wo überwiegend Männer nach Scheidung der langjährigen Ehe nach (verjüngtem) Ersatz für die Exfrau suchen.
 
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  • #18
Wie man hier schon recht gut rauslesen kann, ist die Frage wie auch die meisten anderen Beziehungsfragen recht typabhängig.
Da ich ein nähebedürftiger Mensch bin, würde ich anstreben nach 9-12 Monaten zusammenzuziehen, sofern man ohnehin in der gleichen Stadt/Region wohnt, ansonsten gibt es ja die berufliche Situation zu beachten.
Ansprechen würde ich es glaub schon recht früh in der Beziehung; das Zusammenziehen gehört für mich als wichtiger Punkt dazu, und da will ich auch daß der Partner weiß, was meine Ziele in der Beziehung sind.
m/30
 
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  • #19
Die konservative Antwort: wenn man verheiratet ist. Jaja, sowas gibt es noch.
Die etwas weniger konservative: wenn beide die Absicht haben, eine dauerhafte Partnerschaft miteinander zu haben, am besten lebenslang, und wenn es eine wirkliche Liebesbeziehung ist.

Ich habe nach meiner Scheidung (da war ich noch sehr jung) fast 30 Jahre lang allein gewohnt, hatte aber langjährige Partnerschaften, immer in getrennten Wohnungen, habe vor 2 Jahren einen Mann kennengelernt, mit dem ich nach weniger als 4 Monaten zusammengezogen bin und mit dem ich in ein paar Monaten verheiratet sein werde. Wir wohnen jetzt schon 2 Jahre zusammen und haben es nicht bereut.
 
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Gast

  • #20
Für mich ist es sehr erfreulich, hier doch viele Meinungen zu lesen - eben NICHT zusammen ziehen zu wollen / zu müssen! Diese Antwort ist jedoch alters- und erfahrungsabhängig. Wer schon Haus, Kinder und Ehe (inkl. aller Pflichten) hinter sich hat, wird seine neue gewonnene Freiheit nicht mehr so schnell aufgeben, sondern einfach die schönen Seiten der Beziehung genießen und leben.

@7 - nein, dein Wunsch ist also überhaupt nicht realitätsfern, du musst nur den passenden Partner dazu finden.
Bsp. Wir führen seit drei Jahren unsere Beziehung, jeder in seinem Haus mit einigen km dazwischen und haben jetzt gerade wunderbare 14 Tage (teils auch mit allen Kindern) gemeinsam verbracht. Nun ist jeder wieder in seinem Alltag, die nächsten Treffen stehen natürlich schon fest - und 1 x sehen pro Woche ist Minimum, dann 14-Tage-WE (wg. der Kinder) und meistens ist es noch öfter. Mal bei ihm, mal bei mir! Wir genießen beide unsere Beziehung und unsere Freiheit!
 
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Gast

  • #21
Freunde von mir sind seit 10 Jahren ein Paar. Neun Jahre mussten sie eine Stunde oder mehr zueinander fahren.
Wegen ihrer beiden schulpflichtigen Kinder war es so praktischer. Nun ist sie in eine Wohnung in seiner Nähe gezogen, sie können zueinander laufen.
Das ist für beide sehr gut, die Kinder leben bei ihr, haben ihre Regelmässigkeit. Er hat eine vollgestopfte Wohnung, die sehr anstrengend zum umziehen wäre. Meistens sind sie bei ihr in der Wohnung.
Klappt gut, wieso auch nicht?

Wenn zwei Menschen zusammenziehen, ist es ja nicht nur der Partner sondern auch sein kistenweiser Kram, der mit in die Wohnung kommt. Ausserdem Kinder, die ihr Zimmer brauchen und bestimmte Bettrituale.
Je nach Menge und Geschmack der Einrichtungsgegenstände kann es da schon zu Meinungsverschiedenheiten kommen. Welches Bild hängt im Wohnzimmer, welche Farbe hat das Sofa?
Kann sich ja nicht jeder leisten, in eine 300-qm-Villa zu ziehen.

Im Zweifelsfall lieber zwei Wohnungen nahe zueinander als eine, die man sich im Falle einer Trennung nicht mehr leisten kann.
 
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  • #22
Für mich ganz klar, wenn ER mir einen Antrag macht und der Hochzeitstermin verbindlich feststeht.

Sollte er mich nicht heiraten wollen, dann sehe ich auch keine Veranlassung, nein, nicht aus gekränkter Ehre, zusammen zu ziehen.

w 49
 
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Griet

  • #23
Ich habe bisher 2x mit einem Mann zusammengewohnt. Beidesmal sind wir nach gut einem Jahr Beziehung zusammen gezogen. Einmal - da war ich Anfang 20 - für mehr als 3 Jahre, und einmal - da war ich Ende 20 - nur für ein gutes halbes Jahr.
Dieses "Herausgerissen-werden" nach der Trennung: die Aufteilen der gemeinsamen Gegenstände, und vor allem das gewohnte, lieb gewonnenen Zuhause wieder verlassen zu müssen, empfand ich jedesmal als sehr schmerzhaft und möchte das nicht noch mal durchmachen müssen.
Daher sehe ich es seit gut 3 Jahre so wie #21.
 
  • #24
Ich bin da (fast) ebenfalls bei #21.

Heutzutage wird ja gerne schnell zusammengezogen, weil es billiger ist, eine Wohnung zu zweit zu unterhalten und "man liebt sich ja auch". Mir allerdings ist es zu viel, meinen Partner jeden Abend nach der Arbeit um mich herum zu haben, immer ein Bett mit ihm zu teilen. Ich habe meine beiden Ex-Partner sehr geliebt, aber ich bin ein freiheitsliebender Mensch, der Zeit für sich und sein Leben braucht.

Allgemein glaube ich, dass man es selbst spürt, wann man so weit ist. Mit jedem Partner zusammen ziehen zu wollen hat schon etwas "bedürftiges" - man will schließlich auch nicht von jedem Partner Kinder oder diesen heiraten. Es ist eine Gefühlsentscheidung. Insofern man die leisesten Zweifel hat, sollte man darauf verzichten. Und in allen anderen Fällen sollte man wirtschaftlich und zukunftsorientiert denken. Mit 21 Jahren bei seinem Freund einziehen? Wie lange hält so eine Beziehung? 3 Jahre? 5 Jahre? Ausziehen, Stress, Wohung suchen. Wohin, wenn es mal kracht, kriselt? Was ist der Rückzugsort?

Ich bevorzuge definitiv eigene Wohnung.
 
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Gast

  • #25
Für mich beginnt Partnerschaft erst mit dem gemeinsamen Wohnsitz. Alles andere vorher ist nur Lebensanbschnittsgefährtin, Freundin, Affäre, Bekannte, oder noch weniger.

Und wenn die Dekadenz schon solche Blüten treibt, dass zwei Wohnungen für den individuellen Freiraum zwingend notwendig sind, dann sollte nicht ausgerechnet am dritten gemeinsamen Wohnsitz gespart werden.

m
 
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Gast

  • #26
Wir haben nach ca. 1 Jahr Beziehung darüber gesprochen, zusammenzuziehen. Wir waren natürlich vorher mal gemeinsam im Urlaub um festzustellen, ob wir es überhaupt mehrere Tage miteinander aushalten:) Nach ca. 2 Jahren sind wir zusammengezogen. Ich habe zur Miete gewohnt und mein Partner hatte eine Eigentumswohnung, deshalb zog ich zu ihm und habe es nicht bereut, meine Wohnung aufzugeben.

Bin sehr freiheitsliebend und habe gerne meinen Rückzugsbereich, was in der jetztigen Wohnung absolut mögich ist. Natürlich stellt ein Zusammenzug keine Notwendigkeit dar, aber ich wollte es trotzdem, obwohl zuvor 9 Jahre eine eigene Wohnung hatte und eigentlich nie mehr mit einem Mann zusammenleben wollte.

w
 
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  • #27
Ich überlege auch gerade ob Zusammenziehen oder doch lieber nicht....
Wir sind seit 2,5 Jahren zusammen und waren schon häufig über mehrere Wochen gemeinsam im Urlaub.
Das hatte immer sehr gut geklappt.
Ich hatte auch schon eine Ehe hinter mir und ich mag es gemeinsam eingekuschelt einzuschlafen.
Egal, auch wenn er sich 2 Std.später ins Bett legt, ich mag es, wenn ich seine Nähe spüre.
Daher würde ich das auf lange Sicht vermissen, wenn wir uns nur am Wochenende sehen könnten, wie die letzten Jahre zuvor.
Durch unsere Jobs und Vielfliegerei ist es ohnehin schwierig sich zu verabreden und er hat es von meiner Wohnung aus sehr weit in die Firma zu fahren.
Ich habe es widerum von seiner Wohnung aus sehr weit zum Flughafen, wo ich arbeite zu fahren, daher ist keine der Wohnunge optimal für uns.
Die Frage ist eben, lassen wir es so wie es ist - das wäre mir jedoch zu distanziert auf Dauer - oder ziehen wir zusammen.
Dieses Jahr planen wir noch ein paar Wochen auf Probe bei mir zu wohnen.
w.41