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@#59: Die HIV-Postexpositionsprophylaxe ist natürlich NICHT auf medizinisches Personal beschränkt und die Medikamente lagern auch NICHT in Tresoren. Das ist ja schon fast witzig, wäre das Thema nicht so ernst. Im Gegenteil werden auch in diesem Falle die gleichen Pharmaka verwendet, die auch zur Behandlung von HIV zum Einsatz kommen. Je früher die Postexpositionsprophylaxe beginnt (am besten innerhalb der ersten 2 Stunden), desto wirksamer ist sie. Richtig ist, dass überwiegend medizinisches Personal in den Genuß dieser Behandlung kommt, da gerade bei Ihnen durch Nadelstichverletzungen der Zeitpunkt und das Risiko einer Infektion exakt bekannt sind und sofort gehandelt werden kann. Die verwendeten Mittel eignen sich aufgrund der Nebenwirkungen nicht dazu, einfach mal so bei groben Verdacht angewendet zu werden.

Also mal ehrlich: Woher hast Du solche unsinnigen Informationen a la Tresor und Geheimniskrämerei? Sobald es nach Verschwörung oder Geheimnis klingt und Du es trotzdem weißt, liegt es nahe, dass es entweder Quatsch oder gar kein Geheimnis ist. Das gilt für nahezu alle Gebiete, auf denen es Verschwörungstheorien gibt.

http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/Prophylaxe/Leitlinien/kurzfassung.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Postexpositionelle_Prophylaxe#HIV