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  • #1

Abhaken oder weiter experimentieren??

Mein Partner und ich sind seit knapp zwei Jahren zusammen. Er hat zwei Kinder (11 und 15), ich einen erwachsenen Sohn.

Die Kinder haben keine Mutter mehr und keine Familie in unmittelbarer Nähe, die die Kinder mal übernhemen könnten. Dafür hat er einen ziemlich großen Freunde-/Bekanntenkreis.

Wir haben es in dieser ganzen Zeit keine 24 Stunden geschafft mal irgendwo alleine hinzufahren / alleine die Zweisamkeit zu genießen. Diesen "Vorwurf" mache ich ihm, denn er hat kleinere Kinder. Er lässt mich auch nicht so richtig rein in ihr Familienleben, obwohl ich fast täglich dort bin. Mittlerweile bespricht er einiges mit mir was die Kinder betrifft. Ich "darf" aber keinerlei Kritik üben oder etwas sagen, weil er sich sofort kritisiert fühlt. Habe ihm meine Hilfe immer wieder angeboten, von der er nicht so oft Gebrauch gemacht hat. Dafür sind die guten Freundinnen aus der Vergangenheit eher da (verletzt mich natürlich inzwischen auch etwas). Okay.

Wir planen schon seit längerer Zeit ein freies Wochenende zusammen. Jetzt, eine Woche davor, eröffnet er mir, dass unser gemeinsames Wochenende auf der Kippe steht, weil er den älteren Sohn nirgends unterbringen kann und ihn nicht alleine lassen möchte. Muss dazu sagen, dass der Junge seit Wochen eine Art Depression o.ä. hat.

Bei allem Verständnis, welches ich ihm und seinen Kindern und seiner Überlastung als alleinerziehendem Vater entgegen bringe, fühle ich mich mittlerweile ausgebrannt, ja, regelrecht ausgenutzt / benutzt. Ich fühle mich inzwischen einsam neben ihm. Mit ihm darüber zu reden bringt nicht besonders viel, weil er derzeit gar nicht offen für diese Gespräche ist. Habe es auch auf schriftlichem Wege probiert. Er stellt sich dann "tot", meldet sich nicht, es wird überhaupt nicht über meine Bedürfnisse gesprochen. Wir unternehmen faktisch null miteinander. Selbst schöne Spaziergänge, Fahrradtouren, die wir alleine unternommen hatten und die uns sehr gut getan haben, sind weggeblieben. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Fühle mich verzweifelt und ohnmächtig. Er geht gar nicht darauf ein. Bin an einen Punkt gekommen, an dem ich nicht weiß, ob ich überhaupt noch zu ihm fahren soll oder nicht. Verzweiflung pur.

Kennt das jemand von euch? Wie habt ihr euch verhalten?
Für jeden konstruktiven Ratschlag bin ich euch aus tiefstem Herzen dankbar.
 
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  • #2
Hallo! Die Kinder haben ihre Mutter verloren?Da waren sie 9 und 13 Jahre alt,richtig?Also in der

beginnenden Pubertät. Oder ist das schon länger her? Ich frage deshalb, weil es natürlich dann erklärt,warum die Kinder nicht ganz so einfach zu händeln sind.Dein Freund zieht wahrscheinlich darum die Bekannten vor, weil sie die Situation besser beurteilen können.Natürlich fühlst du dich zurückgesetzt aber dein Freund meint es bestimmt nicht böse.Für euch alle ist das eine harte und unschöne Zeit.
Vielleicht könnte euch Hilfe von außen weiterhelfen.Es gibt Elternkuren,Kinderkuren oder psychologische Anlaufpraxen,die hier beratend zur Seite stehen.Sprecht mit dem Kinderarzt,den Lehrern,den Psychologen und holt euch Rat und Hilfe.Sorgt auch und gerade für euer eigenes Wohlbefinden,denn davon provitieren auch die Kinder.
Es nutzt niemandem etwas, wenn die Eltern zu erschöpft sind,um den Alltag zu bestehen.Sprich in Ruhe mit deinem Freund,sag`ihm, das du zwar Verständnis dafür hast, wenn der Kurzurlaub wieder nicht klappt,aber du an der Gesamtsituation etwas geändert haben willst, wenn du dich weiterhin einbringen möchtest.Mach`ihm klar,das etwas geändert werden muß und es so nicht mehr weitergehen kann.
Die Änderung muß von deinem Freund ausgehen, er muß es auch wollen und einsehen, sonst sehe ich kaum eine Chance.
Sollte er deine Versuche, die verfahrene Situation zu retten, boykottieren, bleibt dir leider nur der Rückzug aus dieser Beziehung.Dann heißt es Selbstschutz.Du würdest sonst gegen Windmühlen kämpfen - und trotzdem verlieren.
W / 48
 
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  • #3
Ich kann als Vater nur sagen, daß solche Depressionen - ich nehm mal an, es betrifft den 15jährigen - sehr ernst zu nehmen sind. Da muß man wirklich dran bleiben. Wenn Dein Partner keine Möglichkeiten einer familiären Fremdbetreuung hat, dann muß er/ihr sich kümmern und ja, er sollte ihn in so einer Situation nicht allein lassen. Verstehe ich vollkommen.

Bedeutet keine Mutter dass er Witwer ist? Wie lange ist das her?

Dich verstehe ich auch, aber er hat nun mal diese Kinder. Entweder Du akzeptierst die Situation für die nächste Zeit (wenn der große etwas älter und wieder gefestigt ist, kann er sich auch mal um den/die kleinere kümmern. Vielleicht gibts auch enge Freunde, wo die Kinder mal ein Wochenende verbringen können (aber nicht bei Depression). Oder aber, Du gehst.
 
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  • #4
Manche hier scheinen es immer noch nicht begriffen zu haben: Kinder gehen IMMER vor. Du als Mutter solltest das doch eigentlich wissen. Am besten Du gewöhnst Dich schon mal dran! w34
 
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  • #5
Manche hier scheinen es immer noch nicht begriffen zu haben: Kinder gehen IMMER vor. Du als Mutter solltest das doch eigentlich wissen. Am besten Du gewöhnst Dich schon mal dran! w34

Du scheinst offensichtlich überhaupt keine Ahnung zu haben, wie es ist, sich als Partnerin ausgegrenzt, vernachlässigt, nicht richtig wahrgenommen zu fühlen. Zwei Jahre lang nicht einen Tag Zweisamkeit genießen zu dürfen und sich schlimmer zu fühlen als ein Besucher vermittelt keine Nähe oder Geborgenheit geschweige denn Sicherheit in einer solchen Konstellation. So ein Kommentar wie deiner kann nur von einer Glucken-Mutter kommen. Und ein konstruktiver Beitrag zur Lösung scheint es auch nicht zu sein.
 
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  • #6
Die Kinder waren vor Dir da und gehen selbstverständlich vor. Durch die fehlende Mutter ist der Vater noch stärker eingespannt. Da gibt es wenig Spielraum für Dich außer hinten anstellen und auf freie Stunden warten.
 
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  • #7
ich finde es mehr als verständlich dass sich der Vater nun mehr um die Kinder kümmern muss und diese da es anscheinend sehr ernst ist auch Priorität haben müssen. Das ist ein gefährliches Alter und da kann ein Kind schwer abrutschen. Du kannst dich vielleicht einfach noch mal deutlich versuchen dich mehr zu engagieren. Wird diese Hilfe weiter konsequent ausgeschlagen, dann musst du wohl wirklich ein eigenes Leben aufbauen und zurücktreten. Vielliecht hat er einfach keinen Kopf dafür das zu merken, dass er dich schneidet. Tritt mal den Rückzug an. Wenn er das nicht zeitig merkt dann ist es nicht schade drum. Verlustängste scheint er ja nicht haben zu müssen. Du musst dich aber auch nicht zum ignorierten Beiwerk machen, wenn die Zeit und Situation nun mal einfach im Moment gegen dich ist.
 
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  • #8
Hier nochmal die #3. Liebe FS, entschuldige die klaren Worte aber es gibt hier nicht viel zu debattieren. Wenn die Kinder einen brauchen und das auch noch weil sie ihre Mutter verloren haben, dann wird alles andere hinten angestellt, ausnahmslos, selbst wenn das bedeutet, dass das Elternteil leidet. Dazu ist man da, den Kindern das Leid zu nehmen, zu lindern. Solche Naturgesetze lassen sich nunmal nicht ändern. Es war unfair von Deinem Freund sich auf eine neue Partnerschaft einzulassen, da er Dir nicht gerecht werden kann und auch Du leidest. Am besten Du suchst Dir einen anderen Partner auch wenn es schmerzlich ist. Auf die Dauer ist das sicherlich besser für Dich und Dein Seelenleben. Ich wünsche Dir alles Gute!
 
  • #9
Ich habe den Eindruck die Kinder, er und in der Folge auch Du sind allesamt unter Druck, aber jeder auf ganz andere Weise. Vielleicht gibt es eine einzige Ursache, die sich lösen lässt, wahrscheinlich aber seid ihr nicht auf den Kopf gefallen und es ist eben komplex und nicht einfach.

Du kannst probieren, Verständnis zu erlangen für Deine Sicht. Das wären nur Worte und sollte möglich sein und ein erster Schritt. Du kannst versuchen Rücksicht zu erhalten, was das bedrohte WE ja schon darstellt. Insofern ist längst Verständnis und Wollen da! Aber nicht einfach umsetzbar. Wenn dies alles nicht mehr reicht für Dich, kannst Du natürlich versuchen, mehr Druck aufzubauen bis zu dem Punkt, wo Du gehst, aber die Sollbruchstelle wird wahrscheinluch zwischen Euch bleiben. Wenn er verlässlich zu seinen Kindern ist, richtet es sich nicht aktiv gegen Dich und vielleicht ist es genau so etwas, was Du an ihm schätzt. Und das bedeutet, jeder Keil geht gegen Euch, nicht zwischen ihn und Kinder und so ist es auch hoffentlich richtig. Schwere Zeit, die vielleicht nicht ewig, aber lange dauern kann.

Wenn Du das nicht aushälst, dann seid Ihr ein System, dass sich schicksalhaft gebildet hat, aber dem Druck nicht länger gewachsen ist und wieder auseinander gehen muss, weil nicht alle Bedürfnisse aller Beteiligten ausreihend erfüllt werden können.

Aber glaube nicht, dass es einfach wird, wieder jemanden (besseren!) zu finden.

Aus Deiner Schilderung scheint nicht einfach ein konstruktiver Vorschlag zu ermitteln.
 
  • #10
Du scheinst offensichtlich überhaupt keine Ahnung zu haben, wie es ist, sich als Partnerin ausgegrenzt, vernachlässigt, nicht richtig wahrgenommen zu fühlen. Zwei Jahre lang nicht einen Tag Zweisamkeit genießen zu dürfen und sich schlimmer zu fühlen als ein Besucher vermittelt keine Nähe oder Geborgenheit geschweige denn Sicherheit in einer solchen Konstellation. So ein Kommentar wie deiner kann nur von einer Glucken-Mutter kommen. Und ein konstruktiver Beitrag zur Lösung scheint es auch nicht zu sein.

Tatsache ist und bleibt aber, dass die Kinder für ihn Priorität haben, auch wenn man das eine oder andere mit den Kindern anders organisieren könnte. Die Kinder sind alt genug um am Wochenende den Tag über alleine zu verbringen damit ihr zu zweit was machen könnt. Es ist immer schwer in bestehende familienstrukturen rein zu kommen, gerade wenn der eine Elternteil nicht per Streit sondern durch Tod aus der Familie gerissen wurde. Zu der familiären Vorgeschichte hast du zu wenig geschrieben um die ursachen deines Problemes zu analysieren. Klar ist aber, auch wenn du das unsensibel und wenig produktiv findest, die Situation in der Familie wird sich für dich nicht ändern. Daher ist es schon richtig, entweder du lebst damit oder gehst. Die gefühle die dein Partner dir gegenüber hat, reicht Nichtauslieferung dir Zugang zur Familie zu gewähren.
 
  • #11
Trete am Besten freiwillig den Rückzug an. Auf einen Partner wie dich kann jeder verantwortungsvolle, liebesfähige Mensch verzichten. ICH, ICH, ICH - mehr scheint scheint es dich nicht wichtig zu sein.

Von einem echten Partner erwarte ich, daß die, die mir wichtig sind, auch für ihn wichtig sind und Verantwortung teilt man nur mit einem Menschen der fähig und bereit ist, Verantwortung zu tragen. Würde sich der Mann anders verhalten, würde ich seine Kinder sehr bedauern, so bedaure ich ihn, der offenbar an eine sehr selbstsüchtige Frau geraten ist.
 
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  • #12
Trete am Besten freiwillig den Rückzug an. Auf einen Partner wie dich kann jeder verantwortungsvolle, liebesfähige Mensch verzichten. ICH, ICH, ICH - mehr scheint scheint es dich nicht wichtig zu sein.

Von einem echten Partner erwarte ich, daß die, die mir wichtig sind, auch für ihn wichtig sind und Verantwortung teilt man nur mit einem Menschen der fähig und bereit ist, Verantwortung zu tragen. Würde sich der Mann anders verhalten, würde ich seine Kinder sehr bedauern, so bedaure ich ihn, der offenbar an eine sehr selbstsüchtige Frau geraten ist.

Danke auch für deinen Beitrag, der mir zeigt, dass auch du etwas empahhiebefreit bist. Du kennst mich nicht und stellst mich als selbstsüchtig hin. So einfach ist das aber nicht wie du dir das ausmalst. Von Anfang an habe ich mich nicht aufgedrängt und gleichzeitig versucht einen Mittelweg zu finden. Vor allem ist es schwierig mit jemandem umzugehen, der sich - bei allem Verständnis für seine Situation - einfach "tot stellt" und mit seinem Parntner nicht kommunizieren will. Weder so noch so. Er verhält sich, als würde ich gar nicht existieren. Meldet sich nicht, reagiert nicht auf meine (nicht häufigen) Anrufe, Nachrichten etc. Er fragt auch nicht nach, wie es mir geht. Es herrscht einfach Funkstille. Wie würdest du dich in diesem Fall verhalten? Was würdest du empfinden/fühlen? Wie würdest du dir vorkommen? Wüsstest du dann wo "dein Platz" ist? Würdest du weiterhin liebevoll auf ihn zugehen können und immer nur geben ohne etwas zurückzubekommen? Wärst du nicht irgendwann auch leer und ausgepumpt? Denke mal bitte darüber nach bevor du solche leeren Phrasen ins Forum stellst. Das ist einfach nur verletzend und destruktiv was du hier schreibst.

Lieber Gruß,
die FS
 
  • #13
Du scheinst offensichtlich überhaupt keine Ahnung zu haben, wie es ist, sich als Partnerin ausgegrenzt, vernachlässigt, nicht richtig wahrgenommen zu fühlen. Zwei Jahre lang nicht einen Tag Zweisamkeit genießen zu dürfen und sich schlimmer zu fühlen als ein Besucher vermittelt keine Nähe oder Geborgenheit geschweige denn Sicherheit in einer solchen Konstellation. So ein Kommentar wie deiner kann nur von einer Glucken-Mutter kommen. Und ein konstruktiver Beitrag zur Lösung scheint es auch nicht zu sein.

Liebe FS, natürlich ist deine Situation nicht einfach, das wird wohl jeder hier nachfühlen können!

Ich sehe es aber trotzdem genau so, wie #3, Kinder gehen immer vor, wenn sie einen brauchen. Da funktionieren bei gesunden Menschen die Instinkte, Gott sei Dank, sehr gut, und ein 15- Jähriger mit Depressionen braucht seinen Vater eben noch.
Ich denke, der Beitrag von #3 könnte sehr wohl als konstruktiv angesehen werden, wenn sie Verständnis für die Situation des Vaters zur Folge haben.
 
  • #14
Liebe FS, die Antworten hier gefallen dir offensichtlich nicht, deshalb haust du mit Beleidigungen um dich.
Schade eigentlich, denn wenn du deine eigenen Probleme mit Scheuklappen siehst, kannst du gar nicht offen sein für neue Sichtweisen deiner Situation - die du doch(durch diesen Thread) von den Forumteilnehmern eingefordert hast.
Nach deinen weiteren Kommentar hier rate ich eher deinem Partner, nicht mehr weiter zu experimentieren...
 
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  • #15
Ich vermute, seine psychischen und physischen Kraftreserven braucht er für seine Kinder und den Alltag. Auf andere wichtige Dinge wie die Parterin (!) nicht mehr zu reagieren ist - wenn nicht Desinteresse - ein schlichtes Zeichen der Überforderung. Wir haben alle Grenzen unserer Belastbarkeit, und da stehen die Arbeit und die Kinder in der Prioritätenliste leider vor Dir.
Es ist verständlich, dass Du Dir mehr Zeit für Euch als Paar wünschst, denn eine Beziehung lebt eben auch von romantischer Zweisamkeit. Doch in diesen schweren Zeiten kannst Du, wenn er Dir als Partner etwas bedeutet, ihm nur den Rücken freihalten, damit er alle akuten Probleme meistern kann. Vielleicht wird er so schneller wieder in der Lage sein, Dir die Zeit einzuräumen, die Du Dir wünschst. Versuche, in einem ruhigen, sachlichen Gespräch ihm einerseits Verständnis entgegenzubringen, andererseits herauszufinden, ob er motiviert ist, Eurer Beziehung jemals mehr Raum zu geben. Das ist für beide Seiten fair. Alternativ kannst Du Dir eine Auszeit erbeten. So gewinnst Du Abstand und kannst Dir klar darüber werden, ob Du diese Beziehung überhaupt weiterführen willst.
Alles Gute!
 
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  • #16
Ich kann die FS gut verstehen und finde schon, dass sie viel Geduld und Mitgefühl zeigt, wenn sie seit nunmehr fast 2 Jahren mal auch einen Tag ohne Kinder mit ihrem Freund hofft, ohne dass es bisher dazu gekommen ist. Dazu noch nicht einmal in den Familienalltag integriert zu werden, macht die Sache nicht leichter.
Selbstverständlich stehen Kinder immer an erster Stelle, selbstverständlich ist es aber auch kaum machbar, dass ein Mann vollständig für die Kinder da ist und zusätzlich noch einer Frau gerecht werden kann, die quasi "nebenher läuft", aber Bedürfnisse hat, so dass sich die FS vor allem die Frage zu stellen hat, wie hoch ihr Leidensdruck ist - abzuwarten und auf eine Änderung zu hoffen und dass schon recht lange bringt sie nicht weiter.

Ich hätte keine 2 Jahre durchgehalten, auf einen kinderfreien Tag zu warten, weil ich mir von einer Beziehung etwas anderes erwarte. Es ist mir auch schleierhaft, wie sich die Beziehung überhaupt aufbauen ließ, ohne Zeit füreinander zu haben?!
Das heißt jedoch nicht, dass ich einem Vater nicht genug Raum für seine Kinder lassen würde, gerade auch, wenn sie bei ihm wohnen (bin gerade in einer vergleichbaren Situation). Aber ich muss mich integriert und akzeptiert fühlen, so dass ich gerne unterstütze und gebe.

Ich würde mich wahrscheinlich zunächst aus der Situation begeben, um herauszufinden, was ich wirklich will, und um zu sehen, ob das bei dem anderen etwas bewirkt, er z.B. doch mal das Gespräch sucht.
Ohne offen und frei über alles reden zu können, halte ich diese Beziehung für nicht zukunftsfähig.
 
  • #17
Bitte mach endlich Schluss! Offenbar können dich weder der Mann noch die Kinder wirklich gebrauchen, da du kein Verständnis dafür zu haben scheinst, was in der Familie überhaupt abgegangen ist bzw. immer noch abgeht.

Alle paar Tage hier nachfragen, was zu tun ist, wird die Lage auch nicht verbessern. In diesem Fall, und das schreib ich wirklich ungern, bist du die Empathiebefreite. Such dir jemanden, der deine Bedürfnisse besser befriedigen kann als dieser Witwer mit den unglücklichen Kindern.
 
  • #18
FS
du verstehst nicht, daß sich der Vater eher um sein depressives Kind sorgt, als mit dir ein kuscheliges Wochenende zu verbringen? Stimmt ich bin emphatiebefreit..... und du bist wirklich bemerkenswert!
 
  • #19
Dein Kernproblem scheint: exklusive, gemeinsame Zeiten. Das kann ich gut nachvollziehen. Exklusive, gemeinsame Zeit ist ein wichtiges Element, was auch ich zumindest gelegentlich für unverzichtbar halte und zwei Jahre sind eine lange Zeit.

Ich kann nicht verstehen, wie es da keine Freiräume geben kann. Die Kinder werden trotz Depression nicht sterben, wenn der Vater in zwei Jahren mal ein/zwei Tage nicht anwesend ist. So schlimm "darf" es nicht sein, dass der Vater sein Leben selbst völlig zugunsten der Kinder aufgibt. Das ist ebenfalls keinesfalls gesund für den Vater. Auch wenn Depression der Kinder im Spiel ist, muss auch der Vater sich selbst Räume schaffen, sonst landet er selbst noch in der Depression, oder? Vielleicht ist er auch schön längst dort und merkt auch nichts mehr von der FS. Nicht ohne Grund gibt es auch Selbsthilfegruppen für die Angehörigen Depressiver. Vielleicht müsste er mal dorthin. Und die FS ist möglicherweise schon in dritter Stufe betroffen, weil sie gar so viel Geduld hatte.

Hier kommen offenbar keine gewünschten konstruktiven Vorschläge außer Verurteilungen Deiner Person. Ist wohl auch ein häufiges Problem der Menschen, die selbst solche Lebenssituationen nicht erlebt haben und einfach nicht gut beurteilen können. Manche können das nicht einmal, obwohl sie sie erlebt haben. Evtl. kann noch ein Profi der FS helfen.

Du musst Dich nun offenbar entscheiden, ob es so weitergehen kann, bist aber mit Deinem Vermögen der Geduld, des Gebens, der Lösungssuche etc. selbst am Ende, nicht ohne Grund suchst Du hier Hilfe und findest keine. Ich sehe es so, dass Du auf der Suche nach Lösungen warst und bist und auch ihm Lösungen/Hilfe angeboten hast, aber kein Weg akzeptiert wird.

Was bleibt Dir? Ich sehe nur noch Hilfe vom Profi, wo es wiederum nicht einfach ist, wirklich einen zu finden, der Dir helfen könnte. Und ansonsten ...
 
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  • #20
Liebe FS, es gibt viele bindungsphobiker, die sich hinter ihrer arbeit, ihren hobbies aber auch hinter ihren kindern verstecken. Gerade eben in "Jaein" gelesen.
 
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  • #21
Ich kann die FS gut verstehen und finde schon, dass ... (usw. = Mod.)

Ich danke dir aus vollstem Herzen für deinen Beitrag. Du sprichst alles genauso an wie ich es fühle und wie es ist.

Seit Freitag Abend, an dem ich mich verabschiedet habe mit den Worten, dass ich keinen Streit will, über das Wochenende eh arbeiten muss (Nebenjob) hätte er Zeit für seine Kiddies und wir gleichzeitig unsere Ruhe (voneinander). Er sagte nur: "tschüss" und schaute mich dabei nicht mal an.

Am nächsten Vormittag (11 Uhr) schrieb ich ihm eine sms, dass ich so nicht weitermachen kann, ich mich einsam fühle und hoffe, dass wir beide das bald hinbekommen. Es kam seitdem von ihm nichts. Rein gar nichts. Kein Anruf, keine sms, geschweige denn, dass er vorbeigekommen wäre.

Ich denke, ich werde so lange keinen Kontakt mehr suchen, bis ich mir wirklich sicher bin, dass ich ihn verlassen kann (ich liebe ihn im Prinzip über alle Maßen). Danach werde ich meinen Entschluss fassen vorbeizugehen, meine restlichen Sachen holen und einfach seinen Schlüssel zurückgeben - ohne weiter daürber zu diskutieren. Hatten wir schon viel zu oft, aber meine Bedürfnisse werden nicht im Mindestmaß ausgefüllt. Ich betone: nicht im Mindestmaß. Und ich verlagen weiß Gott nicht viel. Ich sehne mich so sehr danach von ihm als vollwertige Partnerin akzeptiert / integriert zu werden. Einen Tag am Stück Zweisamkeit in zwei Jahren ist - denke ich zumindest - nicht sehr viel verlangt. Ich dränge mich auch nicht auf, mit ihm und den Kindern gemeinsam in Urlaub zu gehen, damit sie die Zeit alleine verbringen können. Was zuviel (oder in diesem Fall zu wenig) ist zuviel. Danke dir herzlich für deinen Beitrag.

Ganz liebe Grüße an dich,
die FS
 
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  • #22
Die FS

[Mod.= Chat gelöscht! Bitte beachten Sie die Forenregeln. Danke!]]
 
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  • #23
Manche hier scheinen es immer noch nicht begriffen zu haben: Kinder gehen IMMER vor. Du als Mutter solltest das doch eigentlich wissen. Am besten Du gewöhnst Dich schon mal dran! w34

Nein, ich denke dass viele es schon begreifen, nämlich das Kinder eben ganz und gar NICHT IMMER vor gehen. Wo kämen ich und mein Mann denn hin wenn wir uns andauernd nach unseren Kindern richten. Unsere Kinder werden/wurden so erzogen dass sie schnell verstanden haben, dass sie zwar nicht übergangen werden, aber das letztendlich mein Mann und ich entscheiden UND NICHT andersrum.
 
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  • #24
Ich kann das Empfinden der FS voll und ganz nachvollziehen. Es ist immerhin nicht ihre Schuld, dass die Kinder ihres Freundes keine Mutter haben. Und mal ganz ehrlich die Kinder sind mit 11 und 15 definitiv in einem Alter wo man sie auch mal alleine lassen kann. Und an alle die hier den armen Mann so bemitleiden - es gibt zig MIllionen AE Mütter auf der Welt die in noch viel schlimmeren Situationen stecken und denen kein Mensch hilft und die nicht jammern. Also kommt mal wieder runter. Die FS hat ein recht sich geliebt zu fühlen und beachtet zu werden und ihre Bedürfnisse sind anzuerkennen wenn er das nicht kann dann wird es Zeit für sie sich Gedanken um eine Trennnung zu machen.
 
  • #25
Möglicherweise habt ihr euch da in eine Art Zwickmühle manövriert. Du möchtest ihn....und er muß für seine Kinder da sein.
Ihr MÜSST definitiv reden! Am besten gemütlich beim Italiener um die Ecke ohne die Kids....und man sollte bei so einem Gespräch auch ruhig seine Ängste benennen. Liebst du ihn denn?
 
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  • #26
Hier nochmal die #3. Und ich muss doch darauf bestehen: Kinder gehen IMMER vor. Das scheint nicht in allen Familien der Fall zu sein aber ich möchte, dass meine Kinder zu starken, selbstbewussten und sich geliebt fühlenden Menschen entwickeln, die wissen, dass ihre Eltern IMMER da sind für sie, IMMER. Sorry aber selten dämlich und verantwortungslos der Kommentar, die depressiven Kinder würden nicht sterben wenn der Mann mal ein zwei Tage nicht für sie da sei.... Verlassen werden die Kinder sich fühlen und ungeliebt. Und "bestimmen" kann man bei einer Depression auch nicht, dass sie weggeht. Ich selbst bin anders erzogen wurden und erziehe meine Kinder ganz genauso, das IST Empathie und Liebe und keine kühle Eltern-Kind Beziehung. Glücklicherweise sieht der Mann um den es geht es ähnlich wie ich. Da ist kein Platz für die FS und diese sollte sich selbst den Gefallen tun und gehen. Dem Mann liegt nicht wirklich (mehr) was an Dir. Ich denke Du willst das einfach nicht sehen aber so ist es, so leid es mir auch für Dich tut!
 
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  • #27
Möglicherweise habt ihr euch da in eine Art Zwickmühle manövriert. Du möchtest ihn....und er muß für seine Kinder da sein.
Ihr MÜSST definitiv reden! Am besten gemütlich beim Italiener um die Ecke ohne die Kids....und man sollte bei so einem Gespräch auch ruhig seine Ängste benennen. Liebst du ihn denn?

Ich liebe ihn sehr. Die Kinder im Prinzip auch. Seit Freitag Abend haben wir keinerleit Kontakt. Ich weiß nicht mehr wie ich mich verhalten soll. Habe ihm schon so oft die Hand gereicht, die er genommen hat, um mich wieder wegzustoßen. Ich kann nicht schlafen. Bin seit drei Uhr heute Nacht wach. Muss später arbeiten gehen. Hoffe, dass diese Phase oder auch dieses Kapitel bald durch ist. Es zehrt sehr an meinen Kräften. Ich frage mich: Wie oft noch soll ich auf ihn zugehen? Habe das Gefühl, dass er meinen Stolz - mich - einfach niedertrampelt. Momentan denke ich eher in die Richtung mich von diesem Dilemma zu befreien, sonst gehe ich zugrunde. Das möchte ich nicht.
 
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  • #28
Entweder er hat den Tod seiner Frau noch nicht überwunden und fühlt sich von dir "überrollt/bedrängt". Auch wenn ich dir gerne glaube, dass du dich sehr zurückhältst, aber in seiner Situation läuft die Zeit nunmal anders ab: das Hamsterrad rast wie irre. Und selbst wenn du nur ein-, zweimal in der Woche anrufst, kann ihn das schon - wenn er bzgl. seiner Frau emotional und/oder mit seinen Kids überlastet ist - schon arg nerven. Er könnte dein (absolut nachvollziehbares!) Drängen auf Zweisamkeit als starken und unnötigen zusätzlichen Druck empfinden, gerade jetzt wo der Sohn so krank ist. Das ist für liebende Eltern eine massive seelische Ausnahmesituation, wo nichts anders mehr zählt!
Oder aber er liebt dich einfach nicht mehr und wagt nur nicht, es dir ins Gesicht zu sagen. Anhand seiner Reaktionen kann man durchaus auf Letzteres schließen, denn sonst würde er zumindest versuchen, hin und wieder ein bißchen Kraft bei/mit dir zu tanken.
Bei aller Liebe, lass ihn komplett los und suche vielleicht in ein paar Monaten nochmal den Kontakt, wenn er dir dann immer noch etwas bedeutet.
 
  • #29
Du liebst ihn Wahrscheinlich deswegen so "über alle Maßen", weil er für Dich nicht greifbar ist und Du in Deiner Warteposition darauf hoffst, doch endlich einmal wahrgenommen zu werden... Nur aus dem Grund beendest Du die Sache nicht...
Wie sieht es familiär aus - kannst Du dort aus und eingehen? Vielleicht kannst Du den Jungs eine mütterliche Freundin sein? Ich selbst habe meine Mutter mit 15 durch Krebs verloren und kann mich gut in die Jungs einfühlen. Es hinterlässt eine Wunde, die auch nach 2 Jahren nicht verheilt, sie verheilt NIE, auch heute noch tut es weh, und es ist über 30 Jahre her.
Man muss aber weitermachen... Was den Mann betrifft - ich glaube, er hat genug Streß. Geld verdienen, für die Familie sorgen, sich UM seine Jungs sorgen - wenn dann noch jemand kommt und "über die Beziehung" reden möchte, dann sind die Schotten dicht. Weißt Du, jeder will nur was von einem - jeder fordert. Der Beruf, die Kunden, die Kinder mit all ihren Anforderungen wie Schule und co., dann noch die Sorgen - irgendwann ist einfach Schluß und man macht dicht. Wenn Du dann noch reden willst, ist das noch ein Streßfaktor mehr. Nicht falsch verstehen, ich kann Dein Bedürfnis auf ein bisschen Glück und Nähe sehr gut nachvollziehen - aber ich versuche es Dir aus der Sicht des Vaters nahezubringen, der vor allem alleine davorsteht und sich wahrscheinlich vor lauter Verantwortung selbst kaum noch spürt und wahrnimmt. Wenn Du sowieso Gast in der Familie bist, dann erobere die Familie durch Herzenswärme - wenn Du das kannst und möchtest - durch Spielenachmittage, sei den Jungs eine ehrliche und aufrichtige Freundin. Oder überprüfe, ob Deine Liebe nicht doch eher der Wunsch nach dem ist, was Du zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekommen kannst - und überlege Dir gut, wie es weitergeht. Triff Deine Entscheidung aber für DICH und mach es mit Dir selbst aus - und dann handele danach!
Alles Gute
 
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  • #30
@ FS

ich glaube, du tust das richtige. ich persönlich sehe da null Perspektive für euch beide. Und auch wenn das jetzt weht tut, was ich dir schreibe: dieser Mann liebt dich nicht. Nicht im geringsten! Sonst würde er sich völlig anders verhalten und nicht derart auf Durchzug schalten. Der Abschied, spricht Bände. Dieser Mann ist völlig bindungsunfähig, man kann fast sagen -phobisch. Du hast dich und deine Bedürfnisse schon viel zu lange viel zu sehr zurückgenommen.und viel zu viel Geduld und Entgegenkommen gezeigt. Ein gemeinsames WE in zwei Jahren, und das wird noch gecancelt.! Ich bitte dich! Der will definitiv nichts engeres mit dir zu tun haben, auch wenn er in guten Zeiten vielleicht anders reden mag. Aber die Taten zählen. Und da ist null Engagenment von seiner Seite aus.

Es wäre vielleicht wirklich eine gute Idee, das Buch JEIN von Stefanie Stahl zu lesen. das wird dir weiterhelfen, dich vor allem darin unterstützen, dich komplett von diesem Mann zu lesen. Es ist ja oft sehr viel schwieriger, sich von einem Menschen zu trennen, bei dem man nie richtig "satt" wird, der aber immer wieder mit einem versprochenen Hauptgang lockt.
 
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