• #1

Abschreckende Wohnverhältnisse

Wochenlang vor sich hin müffelnde Bettwäsche, vollgestaubte Harlekin-Marionetten über dem Bett, aber auch zwanghaft anmutende Sterilität: Meine Freundin und ich haben beim Daten schon ganze Milieustudien absolviert. All die lustigen Geschichten dazu fielen uns bei einer Köttbullar-Mahlzeit beim schwedischen Möbelriesen ein.


Was waren Ihre schlimmsten Erlebnisse beim ersten Besuch in der Wohnung Ihrer neuen Flamme? Und was sagen abschreckende Wohnverhältnisse eigentlich über den jeweiligen Bewohner aus?


Ihr Fräulein Wunder
 
G

Gast

  • #2
Wirklich abgeschreckt hat mich nichts,weil ich bei solchen Sachen sehr tolerant bin:

u.a.

- fast 40jähriger, der mit seiner kleinen Tochter in einem WG-Zimmer lebte (sie kam ca. 2-3 Mal pro Woche über Nacht zu Besuch)

- ein großer Raum, ganz vorn eine Couch, dahinter ein riesen Bett, hinterm Bett ein Whirpool links daneben eine rundum verglaste Dusche, der einzige abgetrennte Raum war eine Toilette und ein Waschbecken (es hieß wohl das dort vorher Prostitutierte "wohnten") - schön wars!
 
G

Gast

  • #3
Ich fühle mich ertappt. ... ;-)

Ich bin von der Sorte "steril mit Sagrotanflasche", "4-lagig" plus "feuchtes Toilettenpapier". Zusätzlich sind die Armaturen polliert, alle Handtücher einfarbig, und (ACHTUNG, das ist wahrscheinlich einmalig !!!) es liegt ein kompletter frisch gewaschener, frisch bezogener, 2. Satz Bettwäsche im SZ-Schrank bereit (inklusive Bettdecken !!!), falls der 1. Satz im Eifer des Gefechts durchgeschwitzt oder bekleckert wird.

Und welche Schlüsse ziehen jetzt Frauen daraus? Hätten sie Panik, dass ich beim Gegenbesuch ihre Wohnung nur im Schutzoverall betreten würde? Oder bin ich gar ein Psychopat?... ;-)

m
 
G

Gast

  • #4
Und was sagen abschreckende Wohnverhältnisse eigentlich über den jeweiligen Bewohner aus?
Das lässt sich nicht so einfach sagen, da es mehr über die derzeitige, vorübergehende Lebensphase aussagt, als über die Persönlichkeit. Schnell urteilende Menschen machen den Fehler, bei anderen alles auf die Person zu beziehen.

Ich habe schon einmal die Erfahrung mit einem Mann gemacht, der meine Wohnverhältnisse, nach meiner Meinung, total überbewertete, was ich schlicht oberflächlich und leicht unverschämt und mich als Hausfrau herabwürdigend fand. Ich befand mich unter großem Arbeitsdruck im Rahmen der Ausbildung und extremer Geldknappheit, was wesentlich mehr Beachtung verdient hätte.

Jedenfalls sah es in meiner kleinen und billigen "Bruchbude" so aus, wie es eben aussieht, wenn man neben dem Hauptprojekt zuhause nur das Nötigste macht. Ein Mann, mit dem ich zu tun hatte, fing an dies zu bemäkeln und berichtete seinerseits ständig stolz über seine aufgeräumte Wohnung, während er "karrierremäßig" weniger hinbekam als ich.

Seit dem bin ich sehr empfindlich, was Kritik am "Haushalt" angeht, zumal es mich in gewisser Weise geprägt hat und ich ordentlicher geworden bin, was ich aber NICHT so positiv sehe. Es ist zwar schön, eine schöne und gepflegte Wohnung zu haben, man kann dies allerdings auch leicht prokrastinierend nutzen, um sich von den wichtigeren und anspruchsvolleren Tätigkeiten abzulenken. Von einem Mann als engen Freund erwarte ich, dass er mich zu den für mich wichtigen Dingen motiviert, die mich ausmachen, und nicht Nebentätigkeiten wie den Haushalt überbetont.

Es gibt allerdings auch für mich Grenzen, und ich habe mich schon in Wohnungen geekelt, in denen der Tisch nicht abgeputzt war usw. Gegen ein bisschen Staub bin ich allerdings nicht allergisch, Campingurlaube und WG-Leben habe ich schließlich auch gut überlebt. Wenn mich etwas stört, sage ich es.

Eine schöne Wohnung macht schon etwas her, das muss ich zugeben, ich würde aber immer versuchen, auf das Wichtige zu achten. Es ist ähnlich wie mit dem Aussehen: Es gibt Menschen, die sehr gepflegt "scheinen", aber eine wirklich gründliche Wäsche oder Dinge wie Fußpflege völlig vernachlässigen, während andere vielleicht nicht täglich duschen, aber auch in nicht direkt sichtbaren Bereichen gepflegt sind, gesunde Zähne haben usw. Genauso kann man ein bisschen Staub und Muff schnell wegwischen, wichtiger ist dann doch, wie jemand insgesamt sein Leben hinbekommt.
 
G

Gast

  • #6
2. Satz Bettwäsche im SZ-Schrank bereit (inklusive Bettdecken !!!), falls der 1. Satz im Eifer des Gefechts durchgeschwitzt oder bekleckert wird.

Und welche Schlüsse ziehen jetzt Frauen daraus? Hätten sie Panik, dass ich beim Gegenbesuch ihre Wohnung nur im Schutzoverall betreten würde? Oder bin ich gar ein Psychopat?... ;-)

m
Letzte Frage: für mich eindeutig "ja"!
Ist dir Sex eigentlich nicht viel zu unhygienisch, frage ich mich da??
Aber ein ganz klein wenig Bewunderung schwingt auch für dich mit - ich würde diese Programm schlicht weg nicht schaffen!
w,41
 
  • #7
Männer denken und handeln praktisch = Hauptsache, es erfüllt seinen Zweck.
Und geben ihr Geld z.B. lieber für Technik aus. ggf. ist ihr Auto gemütlicher ?

Manche Männer sogar bei ihrer Kleidung, Wäsche, Bettwäsche, usw.:"Das tuts noch."
Schmutz scheint Denen erst zu stören, wenn man ihn deutlich mit bloßem Auge sieht ?

Ja, auch der blaue Möbelriese hätte einen guten Kunden..... wenn ich eine Frau wäre ?
Aber so bleibts beim alten. Meine Möbel bleiben drin, und seine Möbel bleiben dort.
Aber fürs Badezimmer kaufe ich stets neue Möbel, schon wegen der Hygiene. Aber dort wo sie am billigsten sind.
Qualität brauche ich nicht. Geht was kaputt, kann ich es selber reparieren.

Ich bekomme so viele gute Möbel und Geräte von Freunden und Verwandten.
Warum dann sowas neu kaufen ?
Erst kürzlich einen Elektroherd mit Ceranfeld - fast neu - geschenkt. (Haushaltsauflösung)
Demnächst eine Schrankwand fürs Wohnzimmer - helles Holz und viel Glas - kostenlos zum abholen.
Eine fast unbenutzte Waschmaschine, beim vorbei gehen bekommen - gratis aus einer Haushaltsauflösung.

Vielleicht daher, weil ich als Kind so aufgewachsen bin ? Weil meine Eltern auch so sparsam waren ?

Wenn ich mit Kaufabsichten in ein Möbelhaus gehe - treibts mich noch schneller wieder hinaus.
Entweder Qualität zu schlecht, oder der Preis -mir- zu teuer.
Ich gehe nie mit einer Frau zusammen hinein. Ist einfacher, und spart Geld ?

Männer und Ästhetik: Zwei Welten prallen aufeinander ? Ästhetik = Fremdwort für sie ?
Ob z.B. Teppichboden oder Tapeten:"Das tuts noch".

Aber auch die Wohnung mancher Frau überraschte mich - aber nicht positiv..
Nur soviel: Es gibt auch Frauen, die zuhause ihre Socken herum liegen lassen.
Aber immerhin: Sauber war es überall.
 
G

Gast

  • #8
Ich fühle mich ertappt. ... ;-)

Ich bin von der Sorte "steril mit Sagrotanflasche", "4-lagig" plus "feuchtes Toilettenpapier". Zusätzlich sind die Armaturen polliert, alle Handtücher einfarbig, und (ACHTUNG, das ist wahrscheinlich einmalig !!!) es liegt ein kompletter frisch gewaschener, frisch bezogener, 2. Satz Bettwäsche im SZ-Schrank bereit (inklusive Bettdecken !!!), falls der 1. Satz im Eifer des Gefechts durchgeschwitzt oder bekleckert wird.

Und welche Schlüsse ziehen jetzt Frauen daraus? Hätten sie Panik, dass ich beim Gegenbesuch ihre Wohnung nur im Schutzoverall betreten würde? Oder bin ich gar ein Psychopat?... ;-)

m
ich finde es klingt traumhaft!! Bei mir ist es ganz ähnlich, inkl. 2. Bettwäsche-Set im Schrank! Aber geputzt wird nur 1x wöchentlich. W43
 
G

Gast

  • #9
Und welche Schlüsse ziehen jetzt Frauen daraus? Hätten sie Panik, dass ich beim Gegenbesuch ihre Wohnung nur im Schutzoverall betreten würde? Oder bin ich gar ein Psychopat?... ;-)
Ich ziehe daraus den Schluss, dass du nach dem Sex ggf. das Bett neu beziehst, wenn es durchgeschwitzt wurde, was du ja auch schreibst. Sonst keinen, aber das würde mir nicht gefallen. Ich sehe keine Sinn darin. Gehst du dann nach dem Sex auch duschen? Ich finde es schön, mit einem Mann, der mir gefällt, verschwitzt und schmutzig im Bett zu liegen und seinen Schweiß zu riechen. Wenn ich ihn nicht riechen kann, ist es der Falsche. Aber jedem das seine...
 
G

Gast

  • #10
Nach mehreren Treffen hatte mich der Mann zu sich nach Hause eingeladen. In der Wohnung befanden sich an verschiedenen Stellen (Sofa, Badezimmerteppich u. sogar an der Badgardine) lange, dunkle Frauenhaare. Ich hatte das Gefühl, dass die Haare noch nicht allzu lange dort überall lagen...!

An #2: Keine Panik! Ich bin in meiner Wohnung auch pingeliger als in fremden Wohnungen....und feuchtes Toilettenpapier habe ich auch! ;-)
 
G

Gast

  • #11
Wirklich abgeschreckt haben mich bisher nur Fotos von der Ex-Freundin, die an der Wand im Schlafzimmer hingen.

Ich selbst lebe bewusst mit wenig Sachen. Besitze nur Matratze, Kleiderstange, Kommode, Laptop, Mini-Küche, Esstisch. Das war es. Viele Männer hat das abgeschreckt, weil sie eher konservativ eingerichtet sind. Manche haben sich auch Sorgen gemacht, weil sie einen reduzierten Lebensstil mit Armut in Verbindung bringen.
 
  • #12
Danke für die interessanten Beiträge - und ja, feuchtes Toilettenpapier ist toll! Nur eben nicht im Komfortbeutelchen zum Aufhängen (!) in einer Männerwohnung. Andererseits: Immer noch besser als Bremsspuren in der Buchs ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

  • #13
Ich habe einmal einen sehr sanften, ruhigen und attraktiven Mann kennengelernt. Nach einigen dates besuchte ich ihn zuhause. Er öffnete mir feierlich und stolz die Tür zu seiner eigentlich schönen kleinen Maisonettewohnung-die aber offensichtlich JAHRE nicht mehr gereinigt wurde. Im Bad starrrten Kalkkrusten und am Boden festgeklebte Flusenteppiche, alles war insgesamt von einem Schmier-und Staubfilm bedeckt und müffelte, und als er den Kühlschrank öffnete, lagen dort in jeder Ecke große schwarzverschimmelte Brösel. Es hat mich unbeschreiblich geekelt. Er selbst wirkte aber nie ungepflegt und ich mochte ihn sehr. Nach dem ersten Schock dachte ich (was sich im nachhinein als richtig erwies und mich überforderte, so dass ich aufgab), dass er extreme seelische Probleme hat. Ich denke, viele Männer verwahrlosen schneller, wenn sie alleine sind..? Das scheint aber ein Vorurteil zu sein, denn von Männerseite kenne ich auch Gruselstories von Frauenwohnungen, und bekanntermaßen ist ja jede öffentliche Frauentoilette viel verwüsteter als die der Männer;) (w)
 
G

Gast

  • #14
Eher absurd als gruslig, aus der schönen Welt des Online-datings: ein (angeblich?) getrennt lebender Mann erklärt mir am Telefon, dass er mit seiner zukünftigen Ex-Frau noch die Wohnung teilt und mit ihr und den Kindern auch den gemeinsamen Alltag weiter führt, nur ohne Sex, wodurch er sich innerlich ganz als Single fühlt. Außerdem spare er so viel Geld und sein Jagdhund sei versorgt. Einziger Nachteil: seine Noch-Gattin erlaube keinen Damenbesuch (!!) .Warum die Frauen, die er kontaktiert, das nicht begreifen und alle klare Verhältnisse vor der Aufnahme einer neuen Partnerschaft fordern-für ihn unbegreiflich engstirnig. Dann ginge ja viel Geld verloren für ihn;)
Auch ich musste erst lachen und ihn dann enttäuschen...was für ein Witz!
(w)
 
G

Gast

  • #15
Eher absurd als gruslig, ... [Mod.= unnötige Wiederholung gelöscht]
Das ist absolut kein Einzelfall!
Ich lernte mehrere Männer online kennen, die so denken und leben. Einige davon sagen auch offen, dass sie sich aus finanziellen Gründen, der Kinder wegen etc. nicht scheiden lassen können und bestehen darauf "Single" zu sein.
Meist halten sich diese Herren auch für eine gute Partie und "das" könne doch einer Frau nichts ausmachen....
Vollkommen absurd.
 
G

Gast

  • #16
Ich fühle mich ertappt. ... ;-)
[Mod.= unnötige Wiederholung gelöscht]
Ja, für mich ist das abstoßend. Ich würde denken, da verwechselt einer die äußere Sauberkeit mit der inneren. Wahrscheinlich merkt man das auch ohne die Wohnung gesehen zu haben.

Ich glaube, wenn das Gegenüber passt, kann man bei der Wohnung keine unangenehme Überraschung erleben. Ist mir jedenfalls noch nicht passiert.
 
G

Gast

  • #17
Nein sie hätten eher Panik das Du auch einer bist, der nur Samstagsabend um 20 uhr Sex haben möchte, alles dafür vorbereiten muss, die Rolläden runterlassen und das Licht ausmachen muss...und das Du grundsätzlich wie Du dich selbst beschreibst steril bist..

m47
Ich fühle mich ertappt. ... ;-)

Ich bin von der Sorte "steril mit Sagrotanflasche", "4-lagig" plus "feuchtes Toilettenpapier". Zusätzlich sind die Armaturen polliert, alle Handtücher einfarbig, und (ACHTUNG, das ist wahrscheinlich einmalig !!!) es liegt ein kompletter frisch gewaschener, frisch bezogener, 2. Satz Bettwäsche im SZ-Schrank bereit (inklusive Bettdecken !!!), falls der 1. Satz im Eifer des Gefechts durchgeschwitzt oder bekleckert wird.

Und welche Schlüsse ziehen jetzt Frauen daraus? Hätten sie Panik, dass ich beim Gegenbesuch ihre Wohnung nur im Schutzoverall betreten würde? Oder bin ich gar ein Psychopat?... ;-)

m
 
  • #18
Hach ja, manche stehn sich echt selbst im Weg. Und andere liebes Frl.Wunder ziehen sich auch noch zusammen mit ihrer Freundin dran auf.

Eine Grundsauberkeit mal vorausgesetzt (Versiffte Höhlen sind selbstredend Liebestöter), sollte man einfach die Kirche im Dorf lassen.

Einer hatte hässliche alte Schränke wie vom Sperrmüll – und nannte das dann Einrichtung.
tja, das bleibt einem übrig wenn die Ex alles mitgenommen hat, bleibt doch richtig viel Spielraum für ein gemeinsames neues einrichten, oder? Könnt Ihr Mädels Euch richtig austoben. Als Student hatte ich Jaffa-Möbel und fands toll. Billiger kann man sich nicht einrichten, die wenige Kohle brauchten wir doch fürs Leben.

Oder die Typen mit dem Tigelchen Augencreme im Regal – man denkt erst, dass da noch eine andere Frau im Spiel ist, bis man merkt, dass er einen Pflegetick hat.
Ich fürchte diese Sicht habt Ihr Exclusiv- die meisten Poasterinnen in einschlägigen Treads hier beklagen sich dass Mann teure Cremes für Geldverschwendung hält.
„Fünflagiges Klopapier finde ich auch ganz schön unmännlich“, fiel mir ein.
Komm mal in mein Alter.... Es gibt Luxus der wenig kostet, das ist einer davon. Meinst Du wirklich dass echte Männer Sandpaier benutzen sollten um Ihre Männlichkeit zu beweisen?
Und wenn ich irgendwann einen Mann erwische, der dieses feuchte Toilettenpapier aus der Werbung benutzt, das aus dem Komfortbeutel zum Aufhängen, dann geh ich stiften.
Grins, solange das Beutelchen im Metallica-Design daher kommt....

Macht Euch einfach locker. Ich hab übrigens keine Damenwohnung gesehen die aussergewöhnlich schräg gewesen wäre. Das meiste ist doch eher im Normalbereich. Kann natürlich an den Damen liegen die allesamt vielzuviel Leben hatten um sich um Kleingkeiten einen Kopf zu machen.
 
G

Gast

  • #19
Ich fühle mich ertappt. ... ;-)

Ich bin von der Sorte "steril mit Sagrotanflasche", "4-lagig" plus "feuchtes Toilettenpapier".

Und welche Schlüsse ziehen jetzt Frauen daraus? Hätten sie Panik, dass ich beim Gegenbesuch ihre Wohnung nur im Schutzoverall betreten würde? Oder bin ich gar ein Psychopat?... ;-)

m
Sagrotan ist gar nicht gut für die Haut und die Umwelt und so ein Giftzeug ist absolut nicht notwendig.

Wenn ich sowas bei einem Mann sehen würde, würde ich mir sehr große Gedanken machen, dass der Mann nicht gut mit seiner Gesundheit umgeht und etwas zwanghaft ist und nicht groß überlegt bzw. hinterfragt, was für Chemie er sich ins Haus holt.

w
 
G

Gast

  • #20
Einer meiner Dates kam als Rocker daher.
Das Date dauerte 11 Stunden, und in der Zwischenzeit drückten sich meine Eltern (gar nicht neugierig ;-)) die Nase an seinen Autofenstern platt.
Am nächsten Tag rief mich Muttern an: Kind (ich war schon 40!) , hast du "dem" sein Auto gesehen, eine Müllhalde ist ein Dreck dagegen!
Offensichtlich hat der Typ im Auto gelebt. Bierpullen bis unters Dach, der Aschenbecher voll bis zum Erbrechen, überall Taschentücher, zerfetzte Sitze, und die Elektronik fürs Schiebedach hing vom Himmel. Ach ja...Tüv hatte der Wagen auch nicht, und beim Bremsen gabs Funkenflug.
Das ist wirklich wahr.
Der Mann war trotzdem irgendwie putzig-eben ein echter Rocker!
 
G

Gast

  • #21
Ich fühle mich ertappt. ... ;-)

Ich bin von der Sorte "steril mit Sagrotanflasche", "4-lagig" plus "feuchtes Toilettenpapier". Zusätzlich sind die Armaturen polliert, alle Handtücher einfarbig, und (ACHTUNG, das ist wahrscheinlich einmalig !!!) es liegt ein kompletter frisch gewaschener, frisch bezogener, 2. Satz Bettwäsche im SZ-Schrank bereit (inklusive Bettdecken !!!), falls der 1. Satz im Eifer des Gefechts durchgeschwitzt oder bekleckert wird.

Und welche Schlüsse ziehen jetzt Frauen daraus? Hätten sie Panik, dass ich beim Gegenbesuch ihre Wohnung nur im Schutzoverall betreten würde? Oder bin ich gar ein Psychopat?... ;-)

m
Ja, eher Richtung Psychopat.
Bin auch reinlich, Armaturen poliert (hat übrigens nichts mit pollern zu tun), Handtücher auch einfarbig, dh. eine Farbe für mich, einen für meinen Schatz und eine für meinen Sohn, habe auch einen 2. Satz Bettwäsche bereit, evtl. sogar einen dritten, aber möchte nie im Leben die Situation, dass mein Partner nach dem Sex die Bettwäsche und die Decken wechselt...würde mir fast wie eine Prostituierte vorkommen oder denken, dass es sich vor mir ekelt und das wäre ja auch keine Basis
 
G

Gast

  • #22
Hitze des Gefechtes kann beim Sagrotanmann gar nicht aufkommen, das muss vorher alles poliert und gereinigt sein.

Und huch, nach dem Sex ist das Laken bekleckert, tsssss, wo gibt es denn sowas ?

Echt ein Abturner, der Mann meine ich.
 
G

Gast

  • #23
....aber möchte nie im Leben die Situation, dass mein Partner nach dem Sex die Bettwäsche und die Decken wechselt...würde mir fast wie eine Prostituierte vorkommen oder denken, dass es sich vor mir ekelt und das wäre ja auch keine Basis
Das dachte ich auch wenn ich den Post von Gast #2 gelesen habe. Sorry Gast #2 aber das geht gar nicht!

Ich habe so weit nix schräges gesehen. Ich wohne alleine in meienr Wohnung und putze unregelmäßig. Ich finde, dass ein Treffen mit Freunden, Sport oder auch mal faulenzen nach einem harten Tag wichtiger ist, als dass die Wohnung so sauber ist, dass man vom Fußboden essen könnte. Ich sage schon seit einer Woche, dass ich mal den Boden wischen müsste. Aber gestern Abend war ich schwimmen, am Abend davor habe ich gestrickt, den Abend davor war ich bei meinen Eltern, dann war ich aus, dann hatte ich ein Treffen mit Freundinnen und davor war ich mit dem Verein (bei dem ich freiwillig aushelfe) beschäftigt. Das sind alles Freizeitbeschäftigungen, die mir wichtiger sind, als ein einwandfrei sauberer Boden.

Davon abgesehen, was mir wichtiger ist, sind die Küchenutensielien. Wenn ich ein dreckiges Glas oder Teller vorgesetzt bekommen würde, ekelt es mich. Hab deshalb schon etliche Getränke wieder zurück geschickt, weil man noch kleine Reste von Lippenstift daran sah (nicht meiner). Also in der Küche ist bei mir alles sauber.
Im Bad siehts etwas anders aus, es ist zwar sauber, aber meine Haare liegen eben rum. Die sauge ich immer wieder mal auf, aber die verkriechen sich ja sogar vor dem Staubsauger! :) Handtücher wechsle ich ca. nach einer Woche. Bettwäsche je nach Gefühl, aber ganz sicher nicht nach dem Sex!
 
G

Gast

  • #24
Ich hatte mal einen guten Freund (also keinen möglichen Partner), der kam eigentlich ganz modisch daher und war gut drauf. Aber seine Wohnung war eher so im Gelsenkirchenner Barock, ziemlich wuchtig, altmodisch und verstaubt. Schrecklich! Aber er sagte, in der Wohnung hat seine Tante bis zu ihrem Tod gelebt und er wäre noch nicht zum renovieren gekommen (er wohnte da schon 4 Jahre).
Einer hatte nach der Scheidung doch tatsächlich sein altes Kinderzimmer von seinen Eltern abgeholt, aus den 50er Jahren, mit Klebebildchen auf dem Schrank. Dabei hätte er Geld wie Heu gehabt, aber er dachte, das lohnt sich nicht, er wolle ja eh bald wieder heiraten und so lange würde das schon reichen. Er war inzwischen auch schon einige Jahre auf der Suche und sucht wahrscheinlich immer noch.
Andererseits habe ich schon einige Männerwohnungen gesehen, da wäre ich sofort eingezogen. Stilvoll, modern und sehr gepflegt.
Ich denke, das ist auch nicht viel anders als bei Frauen. Die Einen haben es drauf, die Anderen nicht.
w56
 
G

Gast

  • #25
O.k., Schlafzimmer sehe ich nicht so rasch und daher auch nicht so oft. Wohl aber Wohnzimmer, Küchen, Bäder, Toiletten. Wenn dann das WC-Papier neben dem Lokus auf dem Fußboden liegt (in der halb aufgerissenen Großpackung), im Waschbecken Zahnpastareste von mehreren Tagen kleben, in der Küche - na ja, notdürftig auf die Schnelle aufgeräumt worden ist... dann muss ich nicht erst das Schlafzimmer sehen oder darin aktiv werden, um zu wissen: das wäre nichts für mich.

Eine Frau, die ihre Wohnung nicht auf Vordermann halten kann (ich rede nicht vom aufgeräumten Schreibtisch o.ä.), wäre (würde ich suchen) keine brauchbare (alltagstaugliche) Partnerin.

m,50
 
G

Gast

  • #26
Fotos vom Ex ! Mir (m) ist das schon zweimal beim allerersten Besuch (in beiden Fällen vorher angekündigt und nicht spontan) bei einer neuen Flamme passiert. Zum einen ein grosses Porträtfoto vom Ex auf der Kommode, zu anderen ein gemeinsames Foto auf der Pinnwand über dem Bett !
 
G

Gast

  • #27
Zahnbuerste, Haarbuerste mit Haaren von einer andern Frau. Ob es die Ex war, weiss ich nicht. Ich mochte es gar nicht erst in Erfahrung bringen... Ausserdem lag noch der Partnerschaftsring auf dem Nachttisch. Leider habe ich diese Utensilien erst am naechsten Morgen entdeckt...
 
G

Gast

  • #28
Fotos vom Ex ! Mir (m) ist das schon zweimal beim allerersten Besuch (in beiden Fällen vorher angekündigt und nicht spontan) bei einer neuen Flamme passiert. Zum einen ein grosses Porträtfoto vom Ex auf der Kommode, zu anderen ein gemeinsames Foto auf der Pinnwand über dem Bett !
Also ich finde so etwas prima!

Da weiss "Mann" (oder Frau) doch direkt, was die Stunde geschlagen hat - danke für den Hinweis. Auf jedenfall besser als nach Monaten schmerzhaft festzustellen, daß ihr/sein Herz immer noch beim Ex ist
 
G

Gast

  • #29
Die letzte "nicht so super Bude" war eine WG mit zwei Männern und einem Hund. Als ich rein kam roch es schon nach nassem Hund. Sauber wars eigentlich schon aber der Geruch war echt wiederlich!
 
G

Gast

  • #30
Highlights in den von mir besuchten Männerwohnungen sind die Kosmetikartikel der Ex (oder der aktuellen Freundin, so genau wollte ich das gar nicht mehr in Erfahrung bringen - ich war schnell weg) im Badschrank. Fotos von der Ex gab es auch zuhauf. Gerne auch Hochzeitsfotos. Das ist schon gruselig. Einmal war es ein erotisches Foto von einer unattraktiven Ex. Noch gruseliger!

Das absolute Highlight war eine auf den ersten Blick sehr schicke 3-Zimmer-Wohnung in einem der besten Viertel einer deutschen Großstadt: Es gab (2 Jahre nach dem Einzug wohlgemerkt!) eine 30 Jahre alte, versiffte Matraze mit fleckiger Bettwäsche, ein Sofa, eine alte Gitarre, 2 Kisten und einige am Marmorkamin aufgehängte Anzüge und Hemden. Ein Zimmer wurde mir bei der Führung durch dieses Paradies zunächst zu meinem Erstaunen nicht gezeigt. Aus gutem Grund: Hinter der Tür lebte seit 8 Monaten seine "frisch" getrennte Mutter, die ich sogleich kennenlernte, als sie ihm seine Wäsche hereinbrachte, die sie soeben für den Sohnemann (50+, nach seinen Angaben 39) gebügelt hatte. Ich habe mich schnell verabschiedet.