• #1

Absichtlich einen weniger attraktive/n Partner/in suchen

Liebes Forum,

nach dem Durchlesen einiger Forenbeiträge und Beobachtungen, die ich im Umfeld machen konnte, ist mir aufgefallen, dass sich einige oder sogar nicht wenige Menschen bewusst lieber einen weniger attraktive/n Partner/in suchen. Die Absicht, die dahinter steht, ist wohl die, dass ein/e weniger attraktive/r Partner/in für andere weniger attraktiv/interessant sein könnte und einem somit eher erhalten bleibt für eine dauerhafte Partnerschaft. Gemäß dem Motto : "Gelegenheit macht Diebe/Liebe". Ich weiß, dass es auch Paare gibt die einen attraktiven Partner haben und an seiner/ihrer Treue keine Zweifel haben, jedoch ist meiner Meinung nach die Tatsache nicht von der Hand zu weisen, dass man eher um einen attraktiveren Partner bangen muss. Sicherlich hat das ganze auch mit dem eigenen Selbstbewusstsein und der Verarbeitung diverser emotionaler Belastungen zu tun (Bindungsängste, Verlustängste etc....) Trotzdem, gerade bei Männer fällt mir zunehmend auf, dass sie den attraktiveren Frauen hinterherschauen, für etwas festes aber eher mit unscheinbareren Frauen zusammen sind. Selbiges gilt für einige Frauen in meinem Bekanntenkreis, jedoch scheint dieses Phänomen dort schwächer ausgeprägt, ergo das Aussehen der Männer scheint Frauen wichtiger zu sein, als umgekehrt (zumindest meine Beobachtung).

Wie ist eure Erfahrung? Hat sich jemand hier bewusst für einen weniger attraktiven Partner entschieden aus diesen oder anderen Grüden?
 
  • #2
Wer definiert denn Attraktivität und für wen? Ich wähle einen Partner, der für mich attraktiv ist und keinen lauwarmen Kompromiss. Kann ich mir aber auch leisten, weil gutverdienend und gern berufstätig.

Diese Vernunftbeziehungen taugen doch nichts und münden in frustrierende Ehen, die von den Frauen in den 40ern aufgelöst werden, weil sie psychisch davon erschöpft sind, eine Nähe (Geschwisterehe) zu leben, die garnicht existiert.
Die Männer können das besser aushalten, weil beruflich mehr aus dem Haus und weil sie bei einer Scheidung in der Regel die Verlierer sind, denn sie müssen bei der Scheidung die jahrelange Haushalts- und Familienarbeit ausgleichen, die Frau geleistet hat.

Wer in meinem Umfeld den Partner gewählt hat, den er wirklich liebte und begehrte (emotional und sexuell), wer nicht von wirtschaftlichen oder sonstigen Nutzenerwaegungen geleitet wurde, ist nach 30 Jahren immer noch glücklich mit seiner Partnerwahl. Die anderen (Kompromissbeziehungen) sind z.T. nach emotionalem Blutbad getrennt oder leben ein sich gegenseitig anoedendes Leben ohne Gemeinsamkeiten und Freude - funktionieren und Wirtschaftsgemeinschaft, ohne Liebe.
 
  • #3
Frauen sind hypergam (Nicht monogam). Die angebliche weibliche Monogamie ist auch so ziemlich die dreisteste Geschlechterlüge die zelebriert wird.

Hypergam bedeutet: Feste Bindung und falls sich ein besserer Partner auftut,
wechselt man zu dem (Scheidungen werden zu 75% in den USA von Frauen
eingereicht und aus dem verflixten 7. Jahr ist mittlerweile das verflixte 4. Jahr geworden)

Also Warmwechseln auf deutsch. Das, was als Projektion bei Männer so sehr
verteufelt wird, ist bei Frauen in ihrer Hardware eingebrannt. Und Gang und Gebe.

Für die Frau bedeutet das aber auch, sie wechselt nur den Partner, wenn sie sich verbessert UND ihr Marktwert einen erfolgreichen Wechsel wahrscheinlich macht.

Männer wissen INSTINKTIV um diese Hypergamie. Je heißer deine Frau ist,
desto beliebter ist sie (Marktwert). Das ist einerseits schön, anderseits
läuft ein Mann immer Gefahr seine Familiengründung auf Sand zu bauen,
wenn einem die Frau wegläuft. (Natürlich flankiert mit den enstsprechenden
Scheidungsgesetzen für die Frau) Also ist es immer besser für den Mann
bei einer dauerhaften Beziehung eine nicht ganz so hübsche Frau zu nehmen.
Sie bleibt wahrscheinlicher bei ihm.

Deswegen beklagen sich manche Superfrauen, dass sie nur als Affären betrachtet werden. Weil kein Mann längerfristig mit dem Feuer spielen möchte.

Je jünger die Frau ist (und je höher ihr Marktwert), desto eher lässt sie sich scheiden. Ab 35 sinkt die Rate der weiblichen Scheidungen ab. Weil
die Chance einen neuen (besseren) Partner zu finden, rapide sinkt
(Fruchtbarkeit). Wer sich zu spät scheiden lässt und seinen Marktwert
überschätzt, fällt auf die Schnauze.

Die ganzen Ü40 Frauen, die sich plötzlich wundern, keinen gleichaltrigen Partner mehr zu finden. Mit 20 ging das doch so leicht.
 
G

Gast

Gast
  • #4
Also ich habe mich immer für den Mann entschieden bisher in den ich mich verliebt habe. Aussehen ist Geschmackssache, für mich waren natürlich alle drei gutaussehend, für andere Menschen nicht.

Ich verstehe nicht wie Menschen bewusst jemanden aussuchen können, mit dem sie eine Beziehung eingehen wollen oder nicht. Mich hat es einfach jedes Mal erwischt und dann hat das auch so gepasst.
 
  • #5
Ich halte das für eine selten bekloppte Taktik, weil ich auch der Meinung bin, dass man Liebe/Verliebtsein nicht steuern kann.
Allerdings wenn ich mir vor Augen führe, was manche so unter "Partnerschaft" verstehen, dann verstehe ich es schon eher. Es geht um Nestbau und Kinder, nicht um "den Mann", es geht um Geld, nicht um "den Mann", es geht um ein sicheres zu Hause, nicht um "die Frau", usw.
Also ja, für diese Leute, die Liebe über andere Bedürfnisse definieren ist es sicher sinnvoll, sich jemanden zu nehmen, der "unattraktiv" ist. Das Blöde dabei ist, dass man vergisst, dass dieser Unattraktive für andere durchaus attraktiv ist, und zwar als Mensch. Das glauben diese Leute nur nicht. Und im Umkehrschluss ist es auch nicht so, dass die Attraktiven wegen ihrer Person geliebt werden, die sind nur bessere Projektionsflächen.
Von daher fällt die Liebe eben dahin, wo sie hinfällt. Und auch wenn man sich absichert mit einem "Unattraktiven" wird der irgendwann mal jemandem begegnen können, der ihn attraktiv findet. Genauso wie der Attraktive solange nicht glücklich in Partnerschaften wird, wie er nur als Fassade gesehen wird.
Meiner Ansicht nach verliebt man sich in den gesamten Menschen und stellt dann nicht mehr die Frage nach "ist der für andere attraktiv". Ja oder nein, wäre mir völlig egal. Aber viele gehen anscheinend anders an Partnerschaften ran.
 
  • #6
Ich hatte einen Freund, der mir erklärt hat, seine Exfrau nach dem Schema gesucht zu haben: ich finde sie sexuell unattraktiv, also wird sie auch niemand anderer attraktiv finden. Psychologe, er.
Das ist doch eine Bankrotterklärung an die Beziehung - er/ sie wird bei mir bleiben, weil es keine Alternativen gibt. Traurig.
 
  • #7
Ich denke nicht, dass es wirklich Männer gibt, welche sich bewusst gegen eine schöne Frau entscheiden. Aber, es geht eben nicht nur um Schönheit, Charakter und Persönlichkeit spielen eine größere Rolle. Und wenn einer Angst hat, dass der Partner fremd geht wird das nicht auf attraktive Partner beschränkt bleiben.
Ich sehe auch in meinem Umfeld überhaupt nicht, das attraktive Frauen seltener gebunden wären als unattraktive, umgedreht wird da eher ein Schuh draus.
Ich denke eher, dass Singlefrauen vergebenen Frauen häufig sehr kritisch mustern, frei nach der Devise: "Was hat die was ich nicht hab." Und die Tendenz geht dann dahin das Haar in der Suppe zu suchen, dem Mann zu unterstellen er hätte kein Selbstbewusstsein und schon ist die Welt zurechtgerückt: "Ich bin Single weil ich zu attraktiv bin."
 
  • #8
Ich kann die Beobachtung, auch die Relation zu Wichtigkeit des Aussehens bei Mann/Frau, voll bestätigen. Mir selbst ist das Aussehen (Gesicht) der Partnerin eher zweitrangig, das Alter holt eh jeden ein. Für eine wirklich lange Partnerschaft sind andere Dinge viel entscheidender.

Bei attraktiven Frauen musste ich feststellen, dass diese das auch wissen und Ausnutzen, sprich Werbephase = wochenlange Hängepartie, schön durch den Reifen springen und am Ende wird es vielleicht doch nichts. Was übrigens (sofern ehrliche Auskunft) auf Nachfrage niemals an meinem Aussehen lag, sondern an anderen Dingen/Einstellungen. Auch daher sind mir diese wichtiger.

Für mich heißt das: der Sockel, auf dem Madame Model ihrer Meinung nach steht, ist zu hoch, als dass sich der ganze Aufwand überhaupt lohnt. Für mich zählt eine Frau, die gut aussieht, ziemlich schnell als Ausschussware, wenn sie meint, das zur Waffe machen zu müssen. Dabei ist mir der Charakter und die sonstige Passung auch beinahe schon egal, ich spiele solche Spielchen nicht mit.
 
  • #9
Wenn man selbst überdurchschnittlich attraktiv ist, sucht man sich in der Regel auch einen Partner auf demselben optischen Niveau. Ich arbeite in der Medienbranche, in der es viele gutaussehende Menschen gibt und kann das sehr häufig beobachten. Gleich und gleich gesellt sich eben gern.
 
  • #10
Je jünger die Frau ist (und je höher ihr Marktwert), desto eher lässt sie sich scheiden. Ab 35 sinkt die Rate der weiblichen Scheidungen ab. Weil
die Chance einen neuen (besseren) Partner zu finden, rapide sinkt
(Fruchtbarkeit). Wer sich zu spät scheiden lässt und seinen Marktwert
überschätzt, fällt auf die Schnauze.

Die ganzen Ü40 Frauen, die sich plötzlich wundern, keinen gleichaltrigen Partner mehr zu finden. Mit 20 ging das doch so leicht.

Das ist doch blödsinn! Vielleicht recherchieren Sie einfach einmal, wann die deutsche Durchschnittsakademikerin heiratet - Anfang bis Mitte 30, und geschieden ist Sie dann etwa 8 bis 10 Jahre später.

Und 40jährige, die keinen etwas jüngeren Partner finden, sind etwa so häufig wie 20jährige, die einen gleichaltrigen Partner wollen.

Noch seltener sind allenfalls Akademiker, die eine fruchtbare Frau suchen.
 
G

Gast

Gast
  • #11
Für die meisten Männer ist die Überwindung eine Frau zu erobern die sie einigermaßen anziehend finden sehr weit von der nötigen Überwindung eine für sie extrem attraktive Frau anzusprechen/anzuflirten entfernt.

So, als ob du ein paar Kollegen in drei Sätzen erklären sollst, wie man ein dir einigermaßen bekanntes Projekt am besten organisiert vs. eine Präsentation über ein dir kaum bekanntes Thema vor 1000 Menschen, und ein Team renommierter Experten in der ersten Reihe.

Es fällt ihnen sehr viel leichter normale Frauen anzusprechen/ihnen ihr Interesse zu zeigen. Menschen neigen dazu den risikoärmsten und bequemsten Weg zu gehen. Je attraktiver eine Frau, desto unsicherer, unberechenbarer und potentiell gefährlicher erscheint die Situation.

Die mit Abstand attraktivsten Frauen schrecken 99 % der Männer ab. Sie rechnen sich keine Chancen aus. Sie werden diese Frauen zwar den ganzen Abend angucken, von ihnen Träumen, an sie denken und sich so eine Frau wünschen, aber sie werden sie kaum jemals ansprechen.

Das tun nur die selbstbewusstesten Männer die keine Angst vor Körben haben. Vielleicht 1 - 2 von 100 Männern.

Normal bis gutaussehende Frauen (all das ist natürlich subjektiv) werden sehr viel häufiger angesprochen/angeflirtet, als außergewöhnliche Schönheiten.

Es ist durchaus möglich sehr hübsche Männer/Frauen zu daten. Die meisten Männer/Frauen die davon überzeugt sind, dass sie hier chancenlos sind, haben das kaum jemals versucht. Der Glaube, bei diesen so attraktiven Menschen chancenlos zu sein, wird im Laufe der Zeit zur emotionalen Wahrheit. Dass sie noch nie mit so einem Mann/so einer Frau zusammen waren - so folgern sie - bedeutet, sie sind nicht gut/hübsch/interessant genug, da es sonst längst passiert wäre.

Zu diesem Zeitpunkt wird diese Wahrnehmung nicht mehr hinterfragt, sondern als Realität aktzeptiert. Die wenigsten Menschen konfrontieren diese gefühlte Realität. Die Mehrheit ist sich sicher, sie wüssten genau, was möglich und was unmöglich ist. Davon sind sie dermaßen überzeugt, dass sie dieses Kapitel abgeschlossen haben und für sie sehr attraktive Männer/Frauen fortan sogar ignorieren und nicht mehr als potentielle romantische PartnerInnen sehen.

Es spielen noch eine Reihe anderer Faktoren eine Rolle, aber das würde den Rahmen sprengen.
 
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  • #12
Gebe dem FS teilweise recht.

"Die innere Einstellung zeigt die Begleitung" las ich einmal in einem soziologischen Bericht über Partnerwahl.

Fühlt sich jemand als Mittelmaß, nichtssagend und durchschnittlich wird er auch einen solchen Partner "erwählen" nach dem Motto....
mehr steht mir nicht zu.

Die Mehrzahl welche eben - keinen Hingucker - zum Partner haben, sind es auch selbst nicht.

Hat jemand ein gesundes Selbstbewusstsein strahlt er dies auch aus, diese Menschen werden "nicht übersehen" und sind immer Hingucker, optisch und charakterlich, weil sie mit sich im Reinen sind und weil ihnen, auch ihr Aussehen, nicht egal ist, auch nicht ihr Körper, sie wollen sich im Spiegel gerne ansehen und nicht wegsehen.

Diese Menschen wählen immer einen Partner, der "nicht übersehen wird", ein Ebenbild zu der eigenen Persönlichkeit.

Somit stimmt die Erkenntnis der Soziologen, die innere Einstellung zu sich selbst, zeigt am Ende auch den Partner, der erwählt wird.
 
  • #13
... (Scheidungen werden zu 75% in den USA von Frauen eingereicht und aus dem verflixten 7. Jahr ist mittlerweile das verflixte 4. Jahr geworden)
.....Je jünger die Frau ist (und je höher ihr Marktwert), desto eher lässt sie sich scheiden. Ab 35 sinkt die Rate der weiblichen Scheidungen ab.

Ohje, bigger mal wieder voll manipulativ und faktenfrei: Wir sind hier in dem Forum einer deutschen Partnerschaftsboerse. Da sollte die deutsche Realität herangezogen werden, sofern Mann sie trotz Frustverblendung noch erfassen kann (Zahlen des statistischen Bundesamtes aus 2013)

1. Eine Ehe in Deutschland hält durchschnittlich 14 Jahre und 7 Monate Tendenz steigend
2. Die Scheidungsrate sinkt, 5,2 % weniger als 2012
3. Männer sind bei der Scheidung im Durchschnitt 46 Jahre alt, Frauen 43, Tendenz ebenfalls steigend, was zur durchschnittlichen Ehedauer und zum höheren Heiratsalter deutlich besser passt, als biggers Aussage, der Massenscheidungen u35
3. Die Zahl der Scheidungen nach der Silberhochzeit (> 26 Jahre) ist steigend, 2013 ca. 15 %
4. In 52% der Fälle wird die Scheidung von der Frau eingereicht, in 40% von Männern, 8% der Scheidungen erfolgen aufgrund eines gemeinsamen Antrags
5. Frauen reichen verstärkt die Scheidung ein, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Weil das immer später der Fall ist, kündigen die Frauen die Ehe mit 45+, wenn sie lt. bigger Null Marktwert haben.

Da stellt sich die Frage, warum die Frauen gehen und die Antwort geben die Experten: weil die Kommunikation mit den Männern nicht stimmt und das die Lebensqualität der Frauen mindert, aus ihrer Sicht unzumutbar.
Die hohe Berufstätigkeitsquote der Frauen gibt ihnenzunehmend die Moeglichkeit, sich für die Trennung zu entscheiden.
Ein Mann ist also gut beraten, nicht aus Angst eine unattraktive Frau zu wählen, sondern an seiner Kommunikationsfähigkeit zu arbeiten, wenn er mit der Frau verheiratet bleiben will.

Moderation: Danke für Ihre Klarstellung und themenbezogene Schlussfolgerung. Hiermit ist der Chat beendet.
 
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  • #14
Diese Beobachtung mache ich in meinem Umfeld auch:

Wenn ich mir meine männlichen Kumpels so anschaue (im Alter von Ende 20 bis Ende 30), lässt sich feststellen, dass sie allesamt "Mauerblümchen" an ihrer Seite haben. Natürlich, etwas bieder...vor wenigen Jahren noch sah ihr Beuteschema ganz anders aus; da war die gestylte, abenteuer-und unternehmenslustige Schöne das Objekt der Begierde und man hätte die "nette Frau von Nebenan" keines Blickes gewürdigt.

Bei den Frauen sieht dieser Wandel nicht ganz so krass aus.

Vielleicht kommt es daher, dass man unbewusst die Kriterien bei der Partnersuche seinen eigenen Zukunftswünschen und - vorstellungen anpasst? Das würde zu dem kürzlich von meinem besten Freund abgegebenen Statement passen: Seine Verlobte ist die typische Jeans-und-Turnschuh-mit Multifunktionsjacke-Trägerin, macht nichts aus ihrem Typ (ohne das abwertend zu meinen!).
Er meinte, dass sie seine Zukünftige wird, weil sie ihm Sicherheit und Bodenständigkeit vermittelt, und dass sie gut für seine Kinder sorgen wird. Als eine Freundin ihn fragte, ob die Frauen seines bisherigen Beuteschemas dass denn nicht könnten/konnten, meinte er, dass er das nicht glaube, denn schöne Frauen seien zu selbstbewusst und egoistisch, um gute Mütter und Ehefrauen zu sein.

Neulich sah ich eine Sendung, in der genau dieses Vorurteil bestätigt wurde. Man fotografierte die Testperson, eine junge Frau vom Typ "zum Pferdestehlen": etwas rundlich, leger gekleidet in Jeans und Karohemd. Danach verwandelte man sie mit Hilfe von Photoshop in eine schicke, aber nicht überstylte "Traumfrau"; groß und schlank. Beide Fotos zeigte man Männern verschiedener Altersklassen und die einstimmige Meinung war, dass der "Schönen" nur negative Charaktereigenschaften zugesprochen wurden (egoistisch, untreu, launisch, arrogant etc.), während die "Normalfrau" als freundlich, sozial, treu und humorvoll eingestuft wurde. Übrigens: Die Frau hatte auf beiden Fotos ein strahlendes Lächeln im Gesicht.

Insofern ist an dieser These durchaus etwas dran.

w,29
 
G

Gast

Gast
  • #15
Ja, liebe Schneeleopardin...und so ca. mit 40+ wendet sich das Blatt wieder, denn dann wird das Mauerblümchen langweilig und die Herren suchen wieder nach der Schönheit, die auch gerne jünger sein darf.;-)

w,56
 
G

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  • #16
@ Schneeleopardin

Du verwechselst Schönheit mit Gestyltsein.
Was die Männer ablehnen, ist der sichtbare Aufwand, den eine Frau in ihr Äußeres steckt. Eine schöne Frau braucht das erstens nicht, und zweitens fragt sich der Mann bei einer aufgestylten und dadurch eventuell nicht mal schöner gewordenen Frau, warum sie das macht. Wie sieht sie ohne das Styling aus? Wird er eventuell getäuscht mit dem ganzen Aufwand, den sie in die Optik gesteckt hat.
Wem will sie gefallen und warum? Die Antwort auf die letzte Frage beantwortet eine Frau mit "mir selbst", aber Männer denken, dass es ihretwegen passiert, dass eine Frau sich aufmotzt. Also tut sie das in den Augen des Mannes auch für andere Männer, also muss sie irgendwie untreu sein. Das war der Gedankengang meines Exfreundes und er meinte, so denken die meisten Männer.
Dieses Denken geht sogar so weit, dass es natürlichen Schönheiten, die sich nicht stylen, auch unterstellt wird, oberflächlich, gefallsüchtig und untreu zu sein.
Dass es nun Männer gibt, die ein winziges Ego haben, sich deshalb vor schönen Frauen fürchten und ihnen negative Eigenschaften unterstellen, um dann beruhigt bei ihren Mauerblümchen bleiben zu können und von den schönen Frauen nur zu träumen, will ich gar nicht abstreiten.
 
  • #17
Schneeleopardin hat völlig Recht.

Sehe ich die Gattinnen von manch vermögendem Kunden, oder einem typischen Managertypen frage ich mich sofort, wie er sich in "so was" verlieben konnte und ich möchte auch nicht wissen, welch erotischer Reiz von diesen "Dämchen" wohl ausgeht - kopfschüttel.

Somit steht nicht Liebe, Lust und Leidenschaft im Fokus bei vielen Männern sondern die graue Maus für den Alltag, wenn sie obendrein ebenfalls gut verdient ist das kein Hindernis, aber Schönheit, gute Figur, Eleganz und Stil sind nicht notwendig - für den Ehealltag versteht sich.

An sich wäre auch das kein Hindernis, aber in den Medien, in Umfragen oder auch hier im Forum soll gerade die umwerfende Optik einer Frau den Ausschlag geben - hm - nur für was frage ich mich da.

Ich habe mich auch immer wieder gewundert, weshalb angeblich soviele Männer auf das attraktive Äußere schauen, aber am Ende genau das Gegenteil ehelichen.

Frauen sind da ehrlicher, es gibt immer mehr Frauen, denen ein dickes Bankkonto aber ein optischer Hanswurst nicht reicht.
Sie wollen einen Partner "auch zum ansehen und begehren" inkl. Charakter, solls auch geben.

Nur Männern ist jede recht, wenn sie nur will und in seinen Alltag passt - Hässlichkeit kein Hindernis - grins.
 
  • #18
Ja, liebe Schneeleopardin...und so ca. mit 40+ wendet sich das Blatt wieder, denn dann wird das Mauerblümchen langweilig und die Herren suchen wieder nach der Schönheit, die auch gerne jünger sein darf.;-)

w,56

Lach, das Mauerblümchen war schon immer langweilig, deshalb wurde es auch erwählt - Sicherheit vor Schönheit.

Pragmatismus vor Leidenschaft - gerächt hat es sich später immer.

Noch was am Rande:
Es gibt aber auch Frauen, welche lieber den Beta als den Alpha erwählen, aus den gleichen Gründen wie Mann lieber ein Hascherl bevorzugt.

Und? Am Ende gehts schief, weil nicht das Herz, sondern der Verstand am Zug war,
die Meinungen der anderen hatten mehr Gewicht als das eigene Bauchgefühl.
(Einen schönen Mann hast Du nie für Dich alleine - der dämlichste Spruch aller Zeiten - es gibt auch Nerds, die ständig was am laufen haben und sei es mit der hässlichen Sekretärin)
 
  • #19
, gerade bei Männer fällt mir zunehmend auf, dass sie den attraktiveren Frauen hinterherschauen, für etwas festes aber eher mit unscheinbareren Frauen zusammen sind.
Die erste Beobachtung stimmt, die zweite nicht. Klar schaue ich den attraktiveren Frauen nach, das machen die Frauen doch auch umgekehrt. Warum sollte man sich auch nicht etwas Schönes anschauen.

Für die Beziehung zählt für mich die äußerliche Schönheit nur wenig. Da ist eine gute Chemie, Zuverlässigkeit oder die gemeinsamen Ziele viel wichtiger. Dass in dieser Wahl einige der von Dir als unscheinbar bezeichneten Frauen sich gegen schöne Frauen durchsetzen können, ist dann so. Eben weil die Kriterien anders gewichtet sind.

Dass sich die Männer bewusst für diese Frauen entscheiden, weil sie unscheinbar sind, ist Quatsch. Es mag da wenige Ausnahmen geben, aber die Regel ist das nicht.
 
  • #20
Vielen Dank für die bisherigen Antworten, die zum Teil einige sehr interessante Aspekte aufgegriffen haben- besonders die Antworten von bigger, Herakles, void, Antwort 10.

Es geht ja bei der Frage um Frauen und Männer, die sich nach Prüfen der passenden charakterlichen Eigenschaften einen Partner suchen, der Ihnen optisch (weit) unterlegen ist. Hintergrund scheint in erster Linie ein Sicherheitsdenken zu sein (einen schönen Mann/Frau hat Mann/ Frau nicht für sich alleine); viele wollen auf Biegen und Brechen, dass eine Beziehung hält; eine Trennung zu verarbeiten, schaffen dauerhaft auch nicht alle.

Konrekt habe ich die Aussage: „Ich möchte keinen Mann der attraktiver ist als ich, da fühle ich mich unwohl“ von Frauen garnicht so selten gehört. Die Tendenz geht zwar in die Richtung, dass eher Männer optisch tiefstapeln, allerdings habe ich das Gefühl Frauen ziehen mehr und mehr nach. Die Vorstellung, dass ein optisch unauffälliger Mann eher mehr Sicherheit bedeutet ist wohl für einige nicht von der Hand zu weisen (Es gibt dabei natürlich keine hunderprozentige Sicherheit). Bswp. Kenne ich eine Frau (attraktiv), die nach Prüfen der charakerlichen Eigenschaften des Mannes sehr wohl drauf geachtet hat, dass dieser nicht zu gut aussieht. Im Ergebnis ist da eine hohe äußerliche Diskrepanz (er ist ziemlich unsymmetrisch), aber sie meint gerade das gibt ihr die notwendige Ruhe, da sie weiß, dass ihr Freund eben viel weniger Blicke auf sich zieht und Frauen sich weniger für ihn als Mann interessieren (das heißt natürlich nicht, dass er theoretisch nicht fremdgehen könnte). Es gibt noch genügend andere Beispiele von Paaren mit noch krasserer Diskrepanz, die gleichzeitig auch nicht gerade wie Seelenverwandte wirken, um dies auszugleichen (Bsp. er sitzt auf zwei Sitzen in der Bahn, sie füllt noch nicht mal einen).
 
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  • #21
Darüber hinaus gibt es glaube ich Personen, die Angst vor zuvielen Gefühlen und damit einhergehenden Verlustängsten haben, weswegen sie sich dann jemanden suchen der Ihnen optisch weit unterlegen ist, damit nicht zuviele Gefühle aufkommen. Und natürlich hat Herakles recht, der Partner spiegelt irgendwo die eigene Einstellung wieder (Angst, verlassen zu werden oder sich vielleicht selbst garnicht attraktiv finden, obwohl man es objektiv gesehen ist; " ich finde mich nicht schön, also ist mein Partner auch nicht schön" etc)

Männer scheinen optische Diskrepanzen eher in Kauf nehmen zu können, weil sie wahrscheinlich weniger emotional und rationaler an die Sache rangehen können um Vorteile abzuwägen als Frauen.
 
G

Gast

Gast
  • #22
Männer lehnen hübsche Frauen nicht wirklich ab.

Es sind vor allem negative Assoziationen u. scheinbar unerfüllbare Erwartungen, die sich dann entsprechend ausdrücken.

Männer, die nie Frauen dateten, die sie wirklich begehren, haben das meist nie versucht. Diese mangelnde Risikobereitschaft solche Frauen zu umwerben, die ihrem Typ entsprechen, wird dann irgendwann zur emotionalen Wahrheit.

Sie fühlen hierbei nicht erreichen zu können, was sie eigentlich wollen. 'Da ich so eine Frau nie hatte, bin ich nicht gut genug. Da ich solche Frauen nie datete, sagt dieser Umstand allein aus, dass ich das auch nie schaffen würde.'

Sie sagen sich ab einem gewissen Punkt also nicht mehr 'Ich habe solche Frauen noch nie angesprochen und war wahrscheinlich deshalb nie mit ihnen zusammen. Wenn ich mutiger werde, habe ich sicher Chancen.'

Stattdessen folgen Formulierungen wie 'Da ich noch nie mit für mich hübschen Frauen zusammen war, haben diese Frauen nie erkannt, was für ein toller Mann ich bin. Es ist somit (auch und vor allem) die Schuld dieser Frauen.' Die Verantwortung wird also (langsam) auf die Frauen und äußere Umstände umgewälzt.

Die subjektiv als zu hoch empfundene Überwindung die eigenen Unsicherheiten zu konfrontieren, wird dann auf die Frauen selbst projiziert, da man in derartigen Kontexten stets negative Assoziationen hat. Die allerdings nur auf die persönliche Frustration sich mit den eigenen Ängsten auseinanderzusetzen zurückzuführen ist. 'Ich müsste Körbe von für mich tollen Frauen riskieren, und das würde sich sicher schlecht anfühlen.' Da diese Frauen diese negativen Assoziationen stimulieren, müssen sie letztendlich auch für sie verantwortlich sein (emotionale Logik).

Sehen sie diese Frauen dann, erinnern sie sich vor allem an die negativen Assoziationen. 'So eine Frau ist sowieso arrogant und oberflächlich.'

Das sind Minderwertigkeitskomplexe. Denn, wie jeder vernünftige Mensch eigentich und insgeheim weiss, es gibt tolle hübsche Menschen und tolle nicht so hübsche Menschen.

Eine grundsätzliche Verurteilung ist Ausdruck nicht erfüllter Wünsche und der Kapitulation die eigenen Barrieren und Ängste zu konfrontieren. Ein selbstbewusster Mann, der dann auch unweigerlich mit für ihn attraktiven Frauen zusammen war, würde niemals derartig verallgemeinern und einer fremden Frau negative Attribute unterstellen, nur weil sie sehr hübsch/sexy gestylt, angezogen ist.
 
  • #23
Dem muss ich eine andere Sichtweise entgegenhalten, Gast 21. Für mich gilt ganz einfach geschlechterübergreifend: Wer wirklich gut aussieht und das weiß, sucht sich seine Partner selbst aktiv aus, denn er/sie hat die Wahl und niemand wird spontan nein sagen (vielleicht später nach näherem Kennenlernen). Nur wer das nicht tut, legt sich selbst den ersten Stein in den Weg. Und wird dann eventuell tatsächlich auf Dauer arrogant und patzig, wenn die potentiellen Partner, die auf einen noch zukommen, nicht den Erwartungen und Ansprüchen entsprechen.

Deine Theorie macht nur nach Festhalten an archaischem Rollenverhalten Sinn.
 
  • #24
Hallo FS,

erläutere mir bitte doch mal wie Du darauf kommst, dass ein/eine Andere/r Deiner Meinung nach eine geringere oder falsche Attraktivität bei dem/der PartnerIn wählt oder gewählt hat.

Diesen Stein der Erkenntnis hätte ich auch gerne, um so urteilen zu können.

Ich vermute mal bei der Fragestellung spielt Neid und Missgunst eine nicht unerhebliche Rolle.
 
  • #25
jedoch ist meiner Meinung nach die Tatsache nicht von der Hand zu weisen, dass man eher um einen attraktiveren Partner bangen muss.

Da bin ich anderer Ansicht. Bangen muß man um einen untreuen Partner. Untreue und Attraktivität haben nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun. Und einen Partner, der so quasimodo ist, daß er keine Möglichkeit zum Fremdgehen hat, würdest Du gar nicht an Deiner Seite haben wollen.

Ich war zeit meines Lebens begehrt bei Frauen, aber eine Frau, die mir unterstellt, ich sei deshalb weniger treu, könnte mir offen gesagt den Buckel ‘runterrutschen.
 
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