Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  • #1

Abtreibung, die xte. Wie sollen Männer mit diesem Thema umgehen?

Liebe Forumsgemeinde,

an Threads zum Thema Abtreibung mangelt es momentan hier nicht. In diesem Thread soll es aber nicht um das Für und Wider von Abtreibung gehen, sondern um die Frage, wie man als Mann damit umgehen soll. Angeregt wurde das durch einen Beitrag in einem der Nachbarthreads, der mich sehr verwirrt hat:

Du bist ein Mann, oder? [...]- warum redest du hier überhaupt mit?! Und das richtet sich nicht nur an dich, sondern an alle Männer, die zum Thema Abtreibung ungefragt und ahnunglos ihre THEORETISCHEN Meinungen rausposaunen. Das ist ein FRAUENthema, das sollte doch eigentlich klar sein.

Zunächst einmal kann ich natürlich verstehen, dass Frauen Männern nicht zugestehen wollen, über ihren Körper mitzubestimmen. Aber ich habe hier im Forum schon so oft von Frauen gelesen, dass Männer zu wenig Verantwortung für die möglichen Folgen der Sexualität übernehmen. Nun lese ich das hier und weiß nicht, was ich davon halten soll. Wenn ich als Mann Verantwortung übernehmen soll, wäre es nicht gerade dann sinnvoller, dass ich meine Meinung zu diesem Thema offen vertrete, Frauen (teilweise unangenehme) Fragen stelle, sie im Ernstfall auch mal mit Vorwürfen konfrontiere und natürlich nicht nur auf der persönlichen Ebene, sondern auch politisch? Ich weiß nicht mehr, ob von mir als Mann Verantwortung verlangt wird, oder Gefolgschaft.

Deshalb meine Frage:
1. Liebe Damen, inwieweit können/sollen/müssen/dürfen sich Männer eurer Meinung nach in die Diskussion einmischen, inwieweit ist es ein Frauenthema oder ein Thema, das alle angeht?

2. Liebe Herren, inwieweit ist für euch das Thema wirklich ein Frauenthema? Wenn ja, welche Konsequenzen zieht ihr daraus? Wenn nein, inwieweit mischt ihr euch in die Diskussion ein?
 
G

Gast

  • #2
1. Liebe Damen, inwieweit können/sollen/müssen/dürfen sich Männer eurer Meinung nach in die Diskussion einmischen, inwieweit ist es ein Frauenthema oder ein Thema, das alle angeht?

Allein schon die Rechtslage hierzu ist eindeutig. Die Frau entscheidet selbst über ihren Körper, weil sich das Kind schließlich in IHREM und nicht im Männerkörper befindet. Frauen sollten meiner Meinung nach auch nicht bei Themen wie Schwulsein bzw. Sex unter Männern mitdiskutieren, weil sie das selbst eben nicht nachempfinden können. Und genau so sollten sich Männer beim Thema Abtreibung verhalten.
Aber wie gesagt, es ist eine der Grundeigenschaften von Deutschen, in der Theorie immer am besten über alles Bescheid zu wissen.
 
  • #3
Allein schon die Rechtslage hierzu ist eindeutig. Die Frau entscheidet selbst über ihren Körper, weil sich das Kind schließlich in IHREM und nicht im Männerkörper befindet.

Entschuldigung, dann muss ich meine Fragestellung etwas präzisieren. Natürlich ist die Rechtslage in Deutschland eindeutig. Aber das bedeutet nicht, dass wenn einmal ein Gesetz beschlossen ist, die Diskussion damit für alle Zeiten vorbei ist. Gesetze können keine moralischen Problemstellungen beseitigen und deshalb müssen Normen stets neu ausgehandelt werden. Deshalb hat die Frage, ob es eine gesetzliche Regelung gibt (die ich zumindest im Ansatz ja auch befürworte, auch wenn ich gewisse Schwachstellen sehe) für die Diskussion über das Thema eigentlich nur eine geringe Relevanz.
Deswegen bitte ich, nicht mit der momentanen rechtlichen Lage zu argumentieren, sondern die Frage zielt darauf ab, wie Frauen und Männer die männliche Rolle in der Diskussion über dieses Thema sehen, unabhängig davon, ob Abtreibung vollkommen freigegeben ist, wie in Spanien, es eine Straffreiheit gibt, wie in Deutschland, oder eine Regelung, die Abtreibung nur in absoluten Notsituationen zulässt, wie z.B. in Polen.
 
G

Gast

  • #4
Normalerweise sollte der Mann mit einbezogen werden, sollte es sich um eine Beziehung handeln und das Kind ist ev. missgebildet, die Mutter gefährdet..

Bei einer Affaire, finde ich den zustand an sich schon dermassen krank, für alle Beteiligten, dass es mich nicht wundert, wenn da dann Machtkämpfe entstehen:
- ich behalte das Kind, du musst zahlen
- ich treibe ab, du sollst es wissen und nichts tun
- ich treibe ab und halte den Mund ( spiele die stärkte Frau..

Sex kann Kinder verursachen, vor allem ungeschützter. Das wissen alle!
Ein Segen ist die Abtreibung wenn es die Mutter nach Vergewaltigung, bei Krankheit, Behinderungen ect, schützt. Alles andere ist höchst fragwürdig!
Ich kenne eine Frau, die 3 mal abgetrieben hat- meine Mutter! Eine total gestörte, kranke Person!
Als Mann, würde ich um eine Frau, die ohne Not abtrieb nicht als Partnerin wählen!

Wenn ein Mann, sich nicht für die Verhütung interessiert und oder ich aus anderen Gründen zu dem Zeitpunkt eine Beziehung ausschliesse, habe ich keinen Sex mit ihm!
Also eine Abtreibung würde sich bei mir so nie als Option darstellen
 
G

Gast

  • #5
Ich frage mich immer, wie man eine Abtreibung mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Egal ob die Wissenschaft nun sagt, dass es bis zu einem gewissen Zeitpunkt noch kein Mensch ist, ich sehe das anders. Entsprechend ist es aus meiner Sicht nichts anderes als Mord. Man stelle sich nur mal vor, irgendwer hätte entsprechend entschieden, wenn es um eines unserer Leben gegangen wäre...

Übrigens würde ich sagen, dass der Mann genau das gleiche Recht hat wie die Frau, über das Leben des Kindes zu entscheiden, nämlich garkeins. Wer eine ungewollte Schwangerschaft verhindern will, der soll ganz einfach Sex verhindern, insbesondere ungeschützten. Schwangerschaft nach Vergewaltigung ist ein anderes Thema.
 
G

Gast

  • #6
2. Liebe Herren, inwieweit ist für euch das Thema wirklich ein Frauenthema? Wenn ja, welche Konsequenzen zieht ihr daraus? Wenn nein, inwieweit mischt ihr euch in die Diskussion ein?

Das Thema ist im größeren Kontext (Schwangerschaft in Beziehungen lasse ich mal außen vor) kein Frauenthema, denn für Verhütung und die Konsequenzen (und die Auswirkungen auf das weitere Leben sind ja für beide Elternteile beachtlich) sind beide verantwortlich. Insofern finde ich schon, dass beide gemeinsam entscheiden sollten, weil ja auch für beide die Konsequenzen passen müssen.

Rein praktisch bzw. rechtlich ist es aber nun mal so, dass die Frau die entsprechenden Entscheidungen nach Belieben treffen kann, ohne den Mann zu beteiligen. Die Konsequenzen muss der Mann aber tragen (sowohl in "moralischer", als auch in finanzieller Hinsicht). Die Rechtslage orientiert sich schlicht daran, dass der Staat Leben ermöglichen möchte. Ich finde das grundsätzlich gut.
Als Mann möchte ich in einer Affäre entweder auch an der Entscheidung beteiligt sein, oder aber gar nicht wissen, dass die Frau abtreibt. Die Sicht eines Abtreibungsbefürworters wird eine andere sein.
Meine Konsequenz: ich verhüte selbst, solange ich mir mit der Partnerin keine Kinder vorstellen kann.
Einmischen in Diskussionen? Wo? Wann? Eigentlich führe ich darüber keine Diskussionen, politisch bin ich nicht aktiv.

m, 46
 
G

Gast

  • #7
Zunächst einmal kann ich natürlich verstehen, dass Frauen Männern nicht zugestehen wollen, über ihren Körper mitzubestimmen. Aber ich habe hier im Forum schon so oft von Frauen gelesen, dass Männer zu wenig Verantwortung für die möglichen Folgen der Sexualität übernehmen. Nun lese ich das hier und weiß nicht, was ich davon halten soll.

Was ist denn daran so schwierig? BEVOR eine unerwünschte Schwangerschaft eintritt, soll der Mann verantwortlich handeln und verhüten.
Ob aus der Schwangerschaft nun aber ein Kind geboren wird, entscheidet allein die Frau. Die Verantwortung hast du nur dann, wenn sie sich für das Kind entscheidet. Nur für ein geborenes Kind hast du die Verantwortung. Das Ungeborene hingegen gehört zum Körper der Frau.

Ich denke nicht, dass man alles selbst erlebt haben muss, um mitreden zu können. Soviel Fantasie kann auch ein Mann aufbringen, um sich vorstellen zu können, wie er als schwangere Frau handeln würde oder ob es ihm grundsätzlich gefiele, wenn Dritte über seinen Körper entscheiden könnten. Selbstbestimmung ist kein Frauenthema. Denn ich bin sicher, es würde auch keinem Mann gefallen, wenn ihm das Recht, über seinen Körper selbst zu verfügen, abgesprochen werden würde. So eine Gesellschaft würde auch ein Mann nicht wollen.
 
G

Gast

  • #8
Es kommt auf die Situation darauf an. Wie gut man sich kennt oder nicht. Ist man ein Paar höre ich schon mir die Meinung an, aber zu einer Abtreibung zwingen lass ich mich nicht.

Es hat nichts mit Ausbeute für mich zu tun. Von mir aus wird derjenige auch nicht offiziell als Vater genannt, damit hat sich für ihm aber auch alles weitere komplett erledigt und soll dann nie wieder in meinen bzw. dann unseren Leben eine Rolle spielen. Also hat der Mann bei mir nur die Wahl zwischen zu mir zu stehen oder eben nicht.
Abtreiben möchte ich persönlich nicht in einer Beziehung weiß das auch mein Partner.

w
 
G

Gast

  • #9
Deswegen bitte ich, nicht mit der momentanen rechtlichen Lage zu argumentieren, sondern die Frage zielt darauf ab, wie Frauen und Männer die männliche Rolle in der Diskussion über dieses Thema sehen

Gesetze hin oder her - ein Mann hat bei diesem Thema allein schon aus biologisch-anatomischen Gründen NICHT mitzureden, Punkt. Somit gibt es in dieser Diskussion keine männliche Rolle bzw. es sollte sie nicht geben. Genauso wie es in Diskussionen um Schwulsein keine weibliche Rolle geben soll, ist doch alles ganz einfach zu verstehen.
 
G

Gast

  • #10
Natürlich müssen Männer beim Thema Abreibung mitreden. Schließlich geht es hier um eine zutiefst menschliche Sache und der Mann ist an der Zeugung eines Menschenkindes ja unabdingbar beteiligt.Vor allem, wenn es um die allgemeinen ethischen Grundlagen geht, das heißt in politischer Hinsicht, sollten Männer und Frauen sich gleichermaßen äußern können.

Meiner Meinung nach geht es bei einer Schwangerschaft eben nicht allein um den Körper der Frau, sondern um zwei Körper, ihren und den des ungeborenen Kindes.

In einer individuellen Zweierbeziehung ist die Sache meines Erachtens schon schwieriger. Aber auch hier ist ein Mann doch nicht völlig außen vor und damit funktionslos. Ich finde es schon sehr Menschen verachtend, wenn Frauen Männer nur als Samenspender oder später als Zahler sehen oder Männer Frauen nur als Sexobjekt und ihr dann bei einer ungewollten Schwangerschaft zur Abtreibung raten.

Beispiel 1: Eine Frau wird ungewollt schwanger, der Mann will aber zu ihr und dem Kind stehen, wünscht sich ein Kind, und seine Gefühle würden sehr verletzt, wenn sie das Kind abtreibt. Hat die Frau wirklich das Recht, sich über das Lebensrecht des ungeborenen Kindes, das immerhin zu 50 % die genetischen Anlagen des Vaters hat und über die Gefühle des Vaters hinwegzusetzen? Hat eine Frau wirklich das alleinige Recht und vor allem, hat jede Frau auch die menschliche Reife, über Leben oder Nichtleben eines ungeborenen Menschen zu entscheiden?

Beispiel 2: Eine Frau wird ungewollt schwanger und der Mann will kein Kind. Sie aber möchte das Kind austragen. Er drängt sie zur Abtreibung. Darf sich ein Mann eine solche Aussage, dieses Drängen, überhaupt anmaßen, nur weil ihm die lebenslangen Konsequenzen unangenehm sind und er keine Verantwortung übernehmen will? Wiegen nicht die Bedürfnisse der schwangeren Frau und das Recht auf Leben des ungeborenen Kind selbstverständlich schwerer als die Fluchttendenzen des verantwortungslosen Erzeugers.

Ich weiß es gibt unendliche viele Grauzonen zwischen diesen beiden Beispielen. Deshalb kann ich nur immer wiederholen: Verhütung ist in unsere Zeit keine Schwierigkeit mehr. Vor man aber mit jemandem in die Kiste springt, sollten Mann und Frau sich überlegen, wie sie so sicher wie nur möglich verhüten und sich darüber im Klaren sein, dass ein entstehendes Kind - wenn es dann doch passiert - kein Pickel ist, den man einfach wegmacht.

Der platte Spruch, mein Körper gehört mir, hatte vielleicht bei den 68er seine Berechtigung. Denn damals mussten sich die Frauen tatsächlich gegen veraltete patriarchalische Strukturen durchsetzen. Jetzt aber ist er überholt und das Thema muss sehr viel differenzierter betrachtet werden.

Ich bin weiblich!
 
G

Gast

  • #11
Ich stehe dem Thema eines medizinisch eingeleiteten Schwangerschaftsabbruches offen gegenüber. Das heißt, ich gehöre nicht zu der Gruppe derer, die darin ihre Vorstellungen von richtig und falsch verletzt sehen. Daher suche ich mir der Regel auch nur Partnerinnen, die eine ähnliche Einstellung vertreten, sodass sich die Frage der "moralischen" Richtigkeit ggf. nie stellen würde.
Unter Berücksichtigung der entsprechenden Umstände, wie bspw. dem Alter der Frau, ihrem Gesundheitszustand und den aktuellen sozialen und materiellen Gegebenheiten benanspruche ich für mich durchaus das Recht, am Prozess der Entscheidungsfindung beteiligt zu sein. Ich würde für mich nicht das Recht des letzten Wortes herausnehmen, welche Entscheidung die Frau letztlich trifft, wenn nach Abwägung der Umstände die Tendenz in Richtung Abbruch oder Austragen des Kindes gehen sollte. Allerdings würde ich sicherlich meine persönlichen Konsequenzen aus der jeweiligen Entscheidung ziehen. Wie diese aber im Einzelfall aussehen würden, hinge stark von den Details ab.

Und wer bei ONS, Affären, Kurzbeziehungen ungewissen Ausgangs usw., mit einer Frau oder einem Mann, den man so gut wie nicht wirklich kennt, nicht durchgehend verhütet, und dann bei einer Schwangerschaft in Panik gerät, tut mir nur leid. Bei solchen "Nümmerchen" sollte man immer von Schwangerschaft ausgehen, als darauf zu hoffen, dass schon nichts passiert.
Alles andere ist in meinen Augen Kindergarten bzw. (Tschuldigung) Rammelzoo.

m.
 
G

Gast

  • #12
Jeder erwachsene Mensch darf m.E. zu jedem ihm beliebigen Thema eine Meinung haben und diese auch kundtun. Deshalb auch Männer über Abtreibung, wir sind doch nicht im Kindergarten.
Vor allem in einem öffentlichen Forum, das hier ist ja keine geschlossene Selbsthilfegruppe.

Dass Männer oder auch nicht betroffene Frauen nur ihren theoretischen Beitrag leisten können, versteht sich doch von selbst, was soll das Rumgezicke? Dürfen zu Vergewaltigungen jetzt auch nur noch die betroffenen Frauen eine Meinung haben?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

  • #13
Ich, m 34, halte eine Abtreibung natuerlich auch fuer ein Maennerthema. Der Mann ist immerhin der Erzeuger und sollte ueber sein ungeborenes Kind mitentscheiden duerfen.

Es geht bei einer Abtreibung zudem nicht darum, dass eine Frau ueber "ihren Koerper alleine entscheiden soll". Die Entscheidung faellt ueber ein ungeborenes Kind, das eben nur bedingt zum Koerper der Frau gehoert und unabhaengig von dem Wunsch der Mutter ein Recht auf Leben hat.

Eine Abtreibung kaeme fuer mich daher nur in Ausnahmefaellen in Betracht und eine Frau, die mehrfach aus "niederen" Beweggruenden abgetrieben hat, kaeme fuer mich als Partnerin nicht in Frage.
 
G

Gast

  • #14
Liebe Forumsgemeinde,

Deshalb meine Frage:
1. Liebe Damen, inwieweit können/sollen/müssen/dürfen sich Männer eurer Meinung nach in die Diskussion einmischen, inwieweit ist es ein Frauenthema oder ein Thema, das alle angeht?

2. Liebe Herren, inwieweit ist für euch das Thema wirklich ein Frauenthema? Wenn ja, welche Konsequenzen zieht ihr daraus? Wenn nein, inwieweit mischt ihr euch in die Diskussion ein?

Ich (M.) bin derjenige, dem dieser denkwürdige Beitrag galt, den Du zitierst. Meine Einstellung dazu ist im Grundsatz recht einfach; ich gehe aus von einer Position, der zufolge auch das werdende (noch ungeborene) Leben schützenswert ist und derzufolge der werdende "neue Mensch" nicht einfach ein Körperteil der Frau ist, von deren Gebärmutter (...) er noch abhängt für sein reifen.

1. Es ist natürlich KEIN reines Frauenthema, wie auch? Kinder sind das Ergebnis der körperlichen Vereinigung von Mann und Frau.
2. Wenn eine Frau anderer Ansicht ist, scheidet sie für mich als "Partnerin" (!) kategorisch aus. Ich kann die Welt nicht anders/besser machen als sie nun einmal ist, aber ich habe doch großen Einfluss auf mein persönliches Lebensumfeld und auf die Werte, die da gelebt werden.

Und im politischen Raum lasse ich mir von keiner egozentrisch-fixierten Emanze den Mund verbieten.

M.
 
G

Gast

  • #15
Die Entscheidung faellt ueber ein ungeborenes Kind, das eben nur bedingt zum Koerper der Frau gehoert und unabhaengig von dem Wunsch der Mutter ein Recht auf Leben hat.

Dann könnte man aber auch argumentieren, dass z.B. Schweine oder Rinder "unabhängig vom Appetit der Bevölkerung und der Notwendigkeit von Fleisch als Nahrungsmittel ein Recht auf Leben haben"! Schließlich wird mit jedem getöteten Schwein ein Lebewesen ermordet, oder nicht? Noch dazu ein ausgewachsenes Lebewesen, das nicht mit einem winzigen Zellhaufen im Bauch vergleichbar ist!

Ich würde, falls ich je ungewollt schwanger werden sollte, grundsätzlich nur mit FRAUEN darüber sprechen bzw. nur diese um Rat fragen. Sollte mich ein Mann trotzdem ungefragt mit seinen Ansichten darüber belästigen, würde ich diese selbstverständlich ignorieren. Ein Mann ist für mich bei diesem Thema so wenig diskussionsfähig wie ein kleines Kind.
 
G

Gast

  • #16
Meiner Meinung nach geht es bei einer Schwangerschaft eben nicht allein um den Körper der Frau, sondern um zwei Körper, ihren und den des ungeborenen Kindes.

Der platte Spruch, mein Körper gehört mir, hatte vielleicht bei den 68er seine Berechtigung. Denn damals mussten sich die Frauen tatsächlich gegen veraltete patriarchalische Strukturen durchsetzen. Jetzt aber ist er überholt und das Thema muss sehr viel differenzierter betrachtet werden.

Ich bin weiblich!

Ein sehr schöner Beitrag. Volle Zustimmung von meiner Seite.

"Mein Bauch gehört mir!" ist tatsächlich vollkommen überholt und sollte, wenn man diese Einstellung dennoch teilen möchte, wenigstens konsequent vertreten werden. Sämtliche Unterhaltsverpflichtungen im Falle des Austragens eines ungeplanten Kindes, aber kein Fürspracherecht für das Leben des ungeborenen Nachwuchses? Fairness sieht eindeutig anders aus.

Konsequenterweise müsste man Männer also entweder von sämtlichen Pflichten entbinden (wenn man sie an dem Entscheid über eine gepl. Abtreibung nicht teilhaben lassen möchte) oder eben ein Mitspracherecht einräumen (wenn die väterlichen Pflichten bestehen bleiben sollen).

Davon abgesehen bin ich aber der Meinung, dass Mann und Frau für die Verhütung Sorge zu tragen haben, so dass es zu einem solch bedauerlichen Schritt wie der Abtreibung überhaupt nicht erst kommen muss.
 
G

Gast

  • #17
Dann könnte man aber auch argumentieren, dass z.B. Schweine oder Rinder "unabhängig vom Appetit der Bevölkerung und der Notwendigkeit von Fleisch als Nahrungsmittel ein Recht auf Leben haben"! Schließlich wird mit jedem getöteten Schwein ein Lebewesen ermordet, oder nicht? Noch dazu ein ausgewachsenes Lebewesen, das nicht mit einem winzigen Zellhaufen im Bauch vergleichbar ist!

Na das ist doch eigentlich was gaaaaaaaaaaaanz anderes, denn ein Mensch ist ja kein Tier und damit soviel besser und schützenswerter. Kann ja nicht angehen dass hier jemand irgendwelche Tiere auf die selbe Stufe stellt wie den intelligenten, auf dem Thron sitzenden Zweibeiner. Seele, Intelligenz und Emotionen zum Trotz. Tiere sind eben nur Tiere und nichts wert.

Wer Ironie findet darf sie behalten.
 
G

Gast

  • #18
Dann könnte man aber auch argumentieren, dass z.B. Schweine oder Rinder "unabhängig vom Appetit der Bevölkerung und der Notwendigkeit von Fleisch als Nahrungsmittel ein Recht auf Leben haben"! Schließlich wird mit jedem getöteten Schwein ein Lebewesen ermordet, oder nicht? Noch dazu ein ausgewachsenes Lebewesen, das nicht mit einem winzigen Zellhaufen im Bauch vergleichbar ist!

Ich würde, falls ich je ungewollt schwanger werden sollte, grundsätzlich nur mit FRAUEN darüber sprechen bzw. nur diese um Rat fragen. Sollte mich ein Mann trotzdem ungefragt mit seinen Ansichten darüber belästigen, würde ich diese selbstverständlich ignorieren. Ein Mann ist für mich bei diesem Thema so wenig diskussionsfähig wie ein kleines Kind.

Wer werdende Kinder ("Zellhaufen") allen Ernstes mit Schweinen vergleicht, hätte möglicherweise Anlass, zunächst einmal die eigene Diskussionsfähigkeit zu reflektieren.

[Böser Reflex von mir: Frauen wie Ihnen wünsche ich die dazu passenden Männer. Die wollen nämlich - vielleicht - zwar mit Ihnen Sex haben, aber auf keinen Fall mit einer Schwangerschaft behelligt werden.]
 
G

Gast

  • #19
Dann könnte man aber auch argumentieren, dass z.B. Schweine oder Rinder "unabhängig vom Appetit der Bevölkerung und der Notwendigkeit von Fleisch als Nahrungsmittel ein Recht auf Leben haben"!

Natürlich kann man das! Und viele Menschen tun das doch auch (z.B. viele Vegetarier). Weißt du das etwa nicht?!

Aber selbst wenn man der Meinung ist, ein Rind hat kein Recht auf Leben, so hat der Mensch es in Deutschland definitiv (Artikel 2 GG).

Ich sehe einen Embryo/Fötus eben nicht als "Zellhaufen" sondern als werdenden Menschen an. Der Frau gehört die Gebärmutter, aber nicht der Mensch, der darin heranreift.

Unabhängig davon halte ich es für selbstverständlich, dass der Mann, wenn die Frau über eine Abtreibung nachdenkt, in die Entscheidung mit einbezogen wird - oder dass ihm zumindest die Entscheidung mitgeteilt und begründet wird.
 
G

Gast

  • #20
1. Es ist natürlich KEIN reines Frauenthema, wie auch? Kinder sind das Ergebnis der körperlichen Vereinigung von Mann und Frau.
2. Wenn eine Frau anderer Ansicht ist, scheidet sie für mich als "Partnerin" (!) kategorisch aus.

1. Ja, aber die FRAU trägt sie nun mal aus bzw. hat sie in ihrem Bauch und nicht der Mann, wir sind schließlich keine Seepferdchen.
2. Als ob solch eine Frau Interesse an einer Partnerschaft mit DIR hätte! Selbstverständlich nicht, sie würde schleunigst das Weite suchen.
 
G

Gast

  • #21
da ein Mann sich gefühlsmäßig nicht in die Lage einer ungewollt schwangeren Frau hinein versetzen kann, kann er das nur sehr begrenzt beurteilen. Selbst eine Frau, die noch nie ungewollt schwanger war, kann sich da nicht so ganz hinein fühlen.
Daher kann auch kaum jemand wirklich beurteilen was jeweils in der speziellen Situation bzw persönlcihen Notlage die beste Lösung ist.
Am allerwenigsten können Kirchenmänner so etwas beurteilen.
Die beste Lösung ist m.E., wenn die ungewollt schwangere Frau dazu verpflichtet wird, sich umfassend beraten zu lassen und insoweit dürfen und sollen natürlich auch Männer sie beraten, ihre Meinung dazu sagen: Natürlich der jeweilige Partner (es sei denn es ist ein Vergewaltiger), soweit das möglich ist (könnte ja auch untergetaucht sein...), Eltern, Brüder. Nahestehende Personen sollten beratend zur Seite stehen, konstruktiv, nicht verurteilend. Natürlich auch Männer. Aber die letzte Entscheidung kann nur die Frau ganz alleine treffen, denn nur sie fühlt ja, wie große ihre Not wirklich ist (oder vielleicht doch nicht, je nach Ergebnis der Beratung u. Entscheidungsfindung).
w
 
G

Gast

  • #22
da ein Mann sich gefühlsmäßig nicht in die Lage einer ungewollt schwangeren Frau hinein versetzen kann, [...]

Hm, hier müsste man klar zwischen Schwangerschaft und anstehender Elternschaft unterscheiden. Männer können sich naturgegeben nur schwerlich die körperlichen Belastungen einer schwangeren Frau vorstellen. In die Situation einer ungeplanten Elternschaft können sie sich hingegen ebenso gut hineinversetzen wie eine Frau. Schließlich betrifft sie diese in exakt dem gleichen Maße.

Und genau hier wird es doch interessant: Grund für einen geplanten Schwangerschaftsabbruch ist doch nur in den seltensten Fällen (vermutlich niemals) die körperlichen Einschränkung des Austragens, sondern vielmehr der Umstand, der anstehenden Elternschaft nicht gerecht werden zu wollen oder zu können. Und in diese Situation können sich Männer, auch wenn sie die Kinder nicht austragen mögen, sehr wohl einfühlen.
 
G

Gast

  • #23
2. Als ob solch eine Frau Interesse an einer Partnerschaft mit DIR hätte! Selbstverständlich nicht, sie würde schleunigst das Weite suchen.

Lach. Lassen Sie das ruhig meine Sorge sein. Ich hab da schon Tränen fließen sehen. Hätte ich drauf verzichten können - und hätte ich auch tatsächlich, hätte sich die Dame früher zu erkennen gegeben.

Hier geht es um Schwangerschaftsabbrüche, so etwas ist keine Bagatelle, die mit unsinnigen Schweinevergleichen und Aggressionsausbrüchen nicht konstruktiv diskutiert werden kann. Aber richtig ist sicher, dass die damit zusammenhängenden Dilemmata nur für Menschen entstehen, die a priori überhaupt erst einmal Werte haben.
 
G

Gast

  • #24
Allein schon die Rechtslage hierzu ist eindeutig. Die Frau entscheidet selbst über ihren Körper, weil sich das Kind schließlich in IHREM und nicht im Männerkörper befindet.

Die Rechtslage kann auch geändert werden. Das ist nun wirklich kein Argument. Zudem geht es ja nicht darum, ob die Frau über ihren Körper entscheidet, sondern über den des ungeborenen Kindes. Warum sollte die Frau über die Rechte dieses Kindes frei entscheiden können? Es geht hier um die Abwägung zweiter individueller Rechte. Dass es den Frauen gelungen ist, es in Gesetzesform zu gießen, dass ihre eigenen Rechte vorgehen, ist eine rein politische Entscheidung, die jederzeit anders ausfallen könnte. Man könnte auch genauso gut die Rechte des ungeborenen Kindes an erste Stelle stellen. Gerade, da Frauen in dieser Frage befangen sind, ist die Meinung von Männern wichtig, da diese das Thema mit der nötigen Neutralität betrachten können.
 
G

Gast

  • #25
Hallo,
es fällt mir nicht leicht etwas zu diesem Thema zu schreiben. Ich war zweimal in der Situation 'ungewollte Schwangerschaft'. Ich habe überhaupt keinen Bock gleich die Kommentare der ganzen hyper-moralischen Theoretiker zu lesen.
Aber es gibt ja auch vernünftige Menschen, die hier mitlesen und ich möchte den Frauen die hier mitlesen auch mal einen anderen Standpunkt eines Mannes darstellen.
Okay nun Augen zu und durch.
Als ich 17 war wurde meine Freundin schwanger. Sie war auch 17, Mutter wäre sie mit knapp 18 geworden. Mitten während der Abiturprüfungen (also sie hätte wohl ein Jahr dranhängen müssen).
Es ist übrigens beim intensiven petting passiert, wir hatten auch schon miteinander geschlafen, aber da wir noch bei unseren Eltern lebten hatten wir keinen häufigen GV.
Sie hat dies als Notlage empfunden, Abi pfuscht (bzw. verschoben), Studium wird schwer und fast wird aus den wilden zwanziger ?
Sie ist übrigens selbst ein ungewolltes Kind und ist bei ihrer Oma aufgewachsen.
Ich war einfach nur überfordert.
Aber ich habe verstanden, ich kann mich nach einiger Zeit aus der Verantwortung ziehen, aber für sie ist es ein riesengroßer Einschnitt in ihr Leben und es ist ihr Koerper, der die Schwangerschaft überstehen muss mit 17.
Also ich habe ihr Hilfe in alle Richtungen angeboten, aber es war immer klar, dass sie die letztendliche Entscheidung trifft.
Und so soll es auch sein. Niemand und schon gar nicht der Gesetzgeber hat sich da einzumischen.
Auch keine Moralapostel und auch nicht die Kirchen.
Übrigens, sie hat studiert, ist Lehrerin geworden, mittlerweile Rektorin einer Gesamtschule und Mutter zweier Kinder.
Wir sehen uns noch ab uns zu in unserer kleinen Stadt, quatschen und trinken auch mal einen Kaffee.
Im zweiten Fall, hat das Diaphragma versagt, wahrscheinlich zu früh herausgenommen. Sie wollte kein Kind von mir und ich habe es auch erst hinterher erfahren. Schade ich hatte ihr natürlich beigestanden. Ich kann ihre Entscheidung allerdings verstehen, sehe oben. Was aus ihr geworden ist weis ich leider nicht.
Fazit: Als Mann stelle ich mich meiner Verantwortung aber entscheiden sollen und müssen die Frauen.
Ich bin für eine einfache Fristenlösung ohne Notlagenidikation. Was eine Notlage ist endscheidet die betroffene Frau selbst.
Ich gucke mir die Kommentare und die Haue, die jetzt von den Moralisten kommt erst morgen Abend an.
m schon über 50, keine Kinder und seit bald 25 Jahren sterelisiert.
 
G

Gast

  • #26
Es kann nicht angehen, dass irgend jemand eine Frau dazu zwingt, ihren Körper zur Verfügung zu stellen, ein Kind auszutragen oder zu gebären, wenn sie dies nicht möchte.

Dass es für Frauen ein ganz wesentliches Recht ist, eine ungewollte Schwangerschaft unterbrechen zu können, zeigt die Geschichte, in der Frauen zu Zeiten und an Orten, in denen ihnen dieses Recht verwehrt wird, bereit sind, ihre Gesundheit und ihr Leben bei einer unsachgemäßen Abtreibung aufs Spiel zu setzen.

Wenn man die offenkundige Realität von ungewünschten Schwangerschaften und den offenkundigen Bedarf für Abtreibungen erkannt hat, wie kann man dann überhaupt in Erwägung ziehen, Frauen dieses Recht abzusprechen?

Manchmal kann die "frohe Hoffnung" der schlimmste Horror sein, auch wenn (vornehmlich) manche Männer sich dies nicht vorstellen können. Ich bin sehr erstaunt über die reaktionären und konservativen Meinungen hier.

Neutral - im Sinne von andere Erfahrungen und Entscheidungen gelten zu lassen - hört sich das leider nicht an.
 
G

Gast

  • #27
Hm, hier müsste man klar zwischen Schwangerschaft und anstehender Elternschaft unterscheiden. Männer können sich naturgegeben nur schwerlich die körperlichen Belastungen einer schwangeren Frau vorstellen. In die Situation einer ungeplanten Elternschaft können sie sich hingegen ebenso gut hineinversetzen wie eine Frau. Schließlich betrifft sie diese in exakt dem gleichen Maße.

Und genau hier wird es doch interessant: Grund für einen geplanten Schwangerschaftsabbruch ist doch nur in den seltensten Fällen (vermutlich niemals) die körperlichen Einschränkung des Austragens, sondern vielmehr der Umstand, der anstehenden Elternschaft nicht gerecht werden zu wollen oder zu können. Und in diese Situation können sich Männer, auch wenn sie die Kinder nicht austragen mögen, sehr wohl einfühlen.

"Elternschaft " bedeutet für Frauen aber etwas anderes als für Männer.

Männer müssen einen Teil ihres Geldes abgeben und vielleicht mal am Wochenende ein paar Stunden mit dem Kind spielen. Frauen müssen sich 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche um das Baby kümmern. Dürfen über ein Jahr lang nicht arbeiten gehen (versucht doch mal eine U1-Betreuung zu finden) und können jahrelang nur Teilzeit arbeiten.

Im Nachbar-Thread gab's doch ein abschreckendes Beispiel: Ein Ehepaar mit Wunschkind, sie wollte Vollzeit arbeiten, aber er war dagegen, weil er dann auch an machen Tagen das Kind im Kindergarten abholen müsste.

Eine Frau, die glaubt ihre Ex-Affaire würde sie mit dem ungewollten Kind unterstützen, ist sehr naiv. Und auch wenn er mir alles Mögliche versprechen würde, würde ich ihm nicht glauben. Es ist einfach, der Schwangeren zu sagen, man wird sich ums Kind kümmern. Aber es ist viel schwieriger dem Chef zu sagen, dass man jetzt geht obwohl das Projekt noch nicht fertig ist, weil man das Kind abholen muss.
 
G

Gast

  • #28
Abtreibung ist natürlich nicht nur ein Frauenthema. Es geht dabei auch nicht um die Verfügung über den Körper der Frau, sondern um die Verfügung über das Leben des Kindes. Und damit ist es dann auch ein Männerthema, nämlich vor allem für die Väter.

Ebenso ist es auch ein Thema für den Rechtsstaat, der die Grundrechte aller Menschen (auch und besonders der werdenden und wehrlosen) in seinem Geltungsbereich schützen MUSS.

Frauen, die glauben, dass ihr Körper rechtlich exterritorial ist, die glauben doch durchaus nicht, dass sie im Schlafzimmer ihres Freundes verminderte Rechte haben, nur weil die Wohnung unverletzlich ist. Der könnte sie ja sonst einfach vergewaltigen (von töten ganz zu schweigen) und jeder würde sagen, da sei nichts zu machen, das sei ja seine Wohnung. "Meine Wohnung gehört mir!" bedeutet also nicht, dass sie ein rechtsfreier Raum ist, sofern Grundrechte anderer betroffen sind.
 
  • #29
"Elternschaft " bedeutet für Frauen aber etwas anderes als für Männer.
Männer müssen einen Teil ihres Geldes abgeben und vielleicht mal am Wochenende ein paar Stunden mit dem Kind spielen. Frauen müssen sich 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche um das Baby kümmern. Dürfen über ein Jahr lang nicht arbeiten gehen (versucht doch mal eine U1-Betreuung zu finden) und können jahrelang nur Teilzeit arbeiten.

Entschuldigung, aber was ist denn das für ein altmodisches Familienbild? In meiner Welt teilen sich Männer und Frauen ganz selbstverständlich die Erziehungszeiten, für U1 braucht es keine Betreuung, da es ja da das Elterngeld gibt. Ein halbes Jahr (rechnet man Mann-Frau 50:50) ist keine ernsthafte Unterbrechung der Berufstätigkeit. Und das mit den paar Stunden am Wochenende, die sich angeblich Männer nur um Kinder kümmern findet in meiner Welt auch nicht statt. Selbst wenn die Paare eine traditionelle Rollenaufteilung gewählt haben, ist nach Feierabend für den Mann selbstverständlich Familie angesagt, nicht Kneipe am Eck.

Abgesehen davon möchte ich noch einmal alle darauf hinweisen, dass hier weniger das Für und Wider von Abtreibung diskutiert werden soll, sondern die männliche Rolle dabei. Das mag sich nicht immer 100% trennen lassen, aber wenigstens am Rande sollte man auch auf meine Fragestellung eingehen.
 
G

Gast

  • #30
1. Liebe Damen, inwieweit können/sollen/müssen/dürfen sich Männer eurer Meinung nach in die Diskussion einmischen, inwieweit ist es ein Frauenthema oder ein Thema, das alle angeht?

Es hängt von der Beziehung ab. Der Mann hätte nur was mitzureden, wenn ich als Frau mir sicher bin, dass ich im Fall des Scheiterns der Beziehung Entscheidungsfreiheit über mein späteres Leben habe, d.h. er ein Mann ist, dem ich das Kind vollständig überlassen würde. Er wäre AE und ich die Unterhaltszahlerin und Nebenbei-Mutter. Der Mann muss also Vatersein können und wollen.
Das ist extrem selten der Fall und dann geht das Thema den Mann auch nichts an - ich als Frau entscheide, weil es mein Leben prägt, mich in meiner beruflichen Entwicklung einschränkt, mir wenig Freizeit und persönlichen Freiraum lässt und sich diese Entscheidung bis in mein Alter auswirkt.
w
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Top