• #1

Abwertung des inneren Partnerbildes nach Verletzungen. Wie damit umgehen?

Hallo,

mein Partner und ich streiten schon immer viel, mit schlechter Gesprächskultur. Letztens habe ich mMn durchschaut was da eigentlich das Muster ist, und er stimmt mir auch zu : Wenn einer von uns gekränkt oder beleidigt ist, dann wird das innere Bild vom Partner schlechter. Man sieht den anderen plötzlich voller Fehler und sehr negativ was die Stimmung vergiftet und meist eine kleine Kriese provoziert . Irgendwann reicht es und man ist bereit die Sache hinter sich zu lassen und dann wird das Bild des Partners wieder positiv . Mir kommt es bei ihm noch viel extremer vor als bei mir weil er dann sehr heftige Sachen sagt hinter denen er danach überhaupt nicht steht und die ich nicht ernst nehmen kann weil sie sich ständig ändern.

Normalerweise wenn Menschen von Abwertung des Partners und der Beziehung an sich sprechen habe ich dem nie richtig Aufmerksamkeit geschenkt, weil weder mein Partner noch ich so gestörte Psychopathen sind die sich den Plan zurechtlegen jemanden abzuwerten um ihm zu schaden. Aber eigentlich ist Abwertung genau der Mechanismus der Eintritt wenn man sich aus einer Kränkung heraus das Bild des Partners in negative "denkt" : Dadurch dass man den Partner nun weniger respektiert kommt man um seine vermeintlich kassierte Kränkung und den Schmerz damit umzugehen "herum", weil dieser "schreckliche" Mensch einem ja weniger Nahe geht. Nicht hilfreich aber machen glaube ich viele so.

Ich frage mich nun ob das nicht eigentlich jeder macht. Ich kenne es zur Genüge dass Paare sich streiten und danach plötzlich dem Partner und Beziehung sehr negativ eingestellt sind. Gibt es überhaupt Menschen bei denen das Bild des Partners immer "konstant" bleibt, und nicht zwischen gut und böse schwankt ?

Wir hatten grade einen sehr üblen Streit und ich finde es schwierig damit umzugehen. Von einer Stunde zur anderen wird mir erklärt wie schön das Wochenede war und nun mag er meinen Charakter nicht mehr und findet die Beziehung schlecht.
 
  • #2
Ihr beide seid schon ziemlich speziell ......
Aber ich kann dich beruhigen ... die Natur kennt das reinigende Gewitter. Die Luft ist danach wieder klar und Mensch und Tier atmen auf. Bei Pflanzen weiss ich es nicht .... aber auf mich wirkt es so, als ob es auch denen gut tut.
Streit baut sich auf - entlädt sich - Versöhnung und alles wieder gut. Passiert ... und reinigt.
Allerdings schauen wohl einige, dass der Streit nicht eskaliert. Wir hören auf, bevor wir den anderen massiv beleidigen. Und stellen Verhalten, aber nicht den Charakter in Frage.
Ihr beide solltet mal eure Streitkultur überdenken. Denn so oft und derart, wie ihr beide euch in Frage stellt - das kann nicht gut sein. Vor allem ... zieht das nicht über Tage - sondern orientiert euch am Gewitter: Es knallt, aber nicht lange.
 
  • #3
Hi,
in leichter Form kenne ich das bei meinem Freund auch, er verzerrt meine schlechten Eigenschaften im Streit. Oft kann er meine Denkweise nicht nachvollziehen und stellt mich im Streit dann als irrational und dumm dar, obwohl meine Denkweise der seiner Mutter sehr ähnlich ist. Da wir aber zusammenleben, hat er mit mir naturgemäß mehr Reibungspunkte als mit ihr, daher Streit und Abwertung (und mit der Mutter hat man eh ein anderes Verhältnis als mit der Freundin).
Im Moment des Streits ist das zwar verletzend, und das sage ich ihm dann auch, aber er ist dann immer sehr emotional, sodass ich inzwischen gelernt habe, stoischer zu sein und Ruhe zu bewahren. Früher habe ich mitgemischt und das eskalierte, habe ihm dann auch böse Sachen an den Kopf geworfen, von denen ich sogar in dem Moment wusste, dass das nur zur Verteidigung dient und als Gegenangriff.
Neulich sagte er sogar in einem ruhigen Moment, dass er es gut findet, dass ich so ruhig bleiben kann.
Wenn du dieses Muster also durchschaust, ist das der erste Schritt zum Durchbrechen.
Es bringt ja beiden nix, stur weiter aufeinander einzuhacken, gerade in langen Beziehungen ist ja das Schöne, dass man den anderen gut kennt und Dinge wie Streitkultur verändern kann.
Ich habe mir angewöhnt, ihm deutlich zu machen, dass er leise reden soll und normal höflich, wenn er sich gerade wieder über meine Irrationalität aufregt. Natürlich bin ich in dem Augenblick verletzt, wenn er mir einen Vogel zeigt, aber da steht mein Selbstbewusstsein inzwischen auch drüber, das war früher mein Problem.
Jetzt kann man immer noch argumentieren, ob man mit jemandem zusammensein will, der so ein Bild von einem hat. Da denke ich mir, mein Freund ist halt auch ein Spiegel meiner selbst und hilft mir, durch Kritik mich selbst anders zu sehen, denn ich bin halt nicht immer toll und 1A, und so kann ich reflektieren, was mir ein Fremder nie sagen würde. Und würde er es nicht so drastisch formulieren, ginge es mir am Allerwertesten vorbei, manche Sachen muss man mir einfach sehr deutlich sagen (also im konkreten Fall meine "irrationale" Sichtweise erweitern, dass ich seinen Argumenten folgen kann, die im Nachhinein eben oft stichhaltig sind!).
W36
 
  • #4
Das Leben und gerade das zwischenmenschliche besteht nicht aus entweder/oder. Auch wenn sehr viele Menschen sich das wünschen würden. Für mich ist es ein sowohl als auch.
Ich finde die Menschen die ich Liebe nicht ausschließlich wunderbar. Alle von mir geliebten Eigenschaften, haben auch immer eine Schattenseite. Selbige verachte ich oft mit der selben Intensität, wie ich die Sonnenseiten meines Partners liebe. Stichwort Dualität. Wenn ich streite berührt das all die Themen, die ich sonst gerne in den Keller verbanne, weil es weh tut. Im Streit bin ich in der Regel Opfer meiner Muster und Strukturen. Da handele ich nicht mehr rational. Im Streit treten Themen zu Tage, die ich sonst nicht anspreche um Disharmonie zu vermeidenden und um mich nicht mit den Schatten der Beziehung beschäftigen zu müssen. Nach meiner Erfahrung ist Abwertung immer eine Form von Selbstschutz. Lieber mache ich den anderen Klein und ersticke damit im Keim die Möglichkeit, dass der andere mich in meinen Grundfesten verletzt. Darum sind Narzisstische Persönlichkeiten auch oft so abwertend. Der Mensch muss aber kein lupenreiner Narzisst sein um sich dieser Mechanismen zu bedienen. Es geht darum möglichst wenig Schuld zu haben und es ist bequemer dem anderen die Verantwortung für negative Situationen zu zu schustern als bei sich bleiben zu müssen.
 
  • #5
Sirikit, du hast hier so viele Treads zu deiner Beziehung gemacht. Weisst du überhaupt, was du willst?? Das reinigende Gewitter, was Tom meint, ist keins mehr, sondern wie in England - dauernd nebligb, es nieselt dauernd und nur ab zu kommt Sonne raus. Es ist ein sch... Wetter auf gut Deutsch gesagt, deswegen sind die Engländer so mies drauf. Mach ein Ende diesem Krampf, es ist viel zu viel passiert. Wenn du tatsächlich eine Beziehung willst, dann müsst ihr euch beide trennen, das alte verarbeiten und dann BEIDE NEU anfangen. Bei dem, was du über deinen Mann schreibst, sehe ich allerdings keine Chance, es wird höchstens eine befriedigende Beziehung, aber keineswegs eine glückliche.
Ich bin kein Verfechter von Fremdgegen, aber dir würde ich tatsächlich eine Affäre empfehlen, damit du wieder spürst, wie das ist, eine begehrte Frau zu sein und dein Mann merkt, dass du kein Trottel bist, das alles schlückt und du woanders auch Chancen hast. Ich war von meinem Ex auch emotional abhängig und habe ihn auf Podest gestellt Und keine andere Männer sehen wollen. Irgendwann mal war der Lack ab, ich genoss immer mehr die Komplimente anderer Männer und habe gemerkt, dass die Welt sich ich ausschließlich um ihn dreht und er auch nicht derjenige ist, der mich glücklich macht und machen will. Das letzte hat mir mehr zu schaffen gemacht und ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass es mit mir gar nichts zu tun hatte, sondern er war der Mensch, der sich selber nicht mochte.
Sorry, welcher normaler Mann meckert, dass seine Frau mit 55kg oder weniger zu dick ist??
 
  • #6
Die Situation kenne ich...aber wie damit umgehen, kenne ich nur in mir selbst.

Erstmal musste ich mich schon in jung von einem Heiligenschein verabschieden und bekennen...manchmal hab ich einfach schlechte Laune und bin völlig genervt...da kann der Partner nicht viel richtig machen.
Heute bin ich da noch nicht perfekt auf den Punkt aber ich erkenne viel schneller, wann ich selbst echt ungerecht werde und stichel.
Da nehme ich mir eine angekündigte Auszeit und geh mal um den Pott.
Dort kann ich dann filtern, was ist miese Laune und was stört mich wirklich.

Dann wenn es zum echten Krach kommt....
Meine Ausbildung zum Mediator ist dann in der Tonne, noch zwei drei doofe
Bemerkungen
 
  • #7
Aber eigentlich ist Abwertung genau der Mechanismus der Eintritt wenn man sich aus einer Kränkung heraus das Bild des Partners in negative "denkt" : Dadurch dass man den Partner nun weniger respektiert kommt man um seine vermeintlich kassierte Kränkung und den Schmerz damit umzugehen "herum", weil dieser "schreckliche" Mensch einem ja weniger Nahe geht.
Klingt logisch, aber trotzdem furchtbar!
Selbst in den schlimmsten Momenten habe ich noch nie einen Partner als plötzlich von Grund auf schlechten, bösen, schrecklichen Menschen wahrgenommen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man von einem so extrem negativen Partnerbild nach dem Streit einfach wieder auf "gut" umswitchen kann. Derart tiefgreifende Abwertungen und Verletzungen hinterlassen doch ihre Spuren, sowohl bei einem selbst als auch beim anderen?

Ich frage mich nun ob das nicht eigentlich jeder macht. Ich kenne es zur Genüge dass Paare sich streiten und danach plötzlich dem Partner und Beziehung sehr negativ eingestellt sind. Gibt es überhaupt Menschen bei denen das Bild des Partners immer "konstant" bleibt, und nicht zwischen gut und böse schwankt ?
Nein, ich glaube nicht, dass das jeder macht oder normal in einer (gesunden) Beziehung ist – nicht in diesem Ausmaß. Zwar liegt in der Natur der Sache, dass bei einem Streit erstmal die negativen Eigenschaften und Verhaltensweisen bzw. die Beziehungsprobleme im Vordergrund stehen. Die haben den Streit ja auch ausgelöst. Und klar findet man seinen Partner oder seine Partnerin dann auch mal eine Zeit lang doof. Aber doch nicht plötzlich von Grund auf "böse"! Das finde ich schon ein extremes Schwarz-Weiß-Denken.

Eine gesunde Beziehung und eine gute Streitkultur zeichnet sich meiner Ansicht nach dadurch aus, dass es ein sicheres Fundament gibt, das ein gewöhnlicher Streit nicht ohne Weiteres erschüttern kann. Dieses Fundament besteht unter anderem aus dem grundsätzlichen Wohlwollen und Respekt gegenüber dem Partner; der Bedeutung, die beide der Beziehung beimessen und dem Wissen um den insgesamt guten Charakter des anderen.

Ein gesunder Streit findet für mich auf einer anderen Ebene statt und fokussiert sich auf den jeweiligen Streitpunkt, ohne die beschriebene Beziehungsgrundlage in Frage zu stellen (außer bei etwas wirklich Krassem, wie zum Beispiel einem Vertrauensbruch). Nur, wer keine Angst haben muss, dass ein einziger Streit gleich die ganze Beziehung gefährdet, kann sich auch in schwierigen Situationen sicher fühlen, sich konstruktiv streiten und hinterher wieder zueinanderfinden, ohne dass Verletzungen zurückbleiben.

Beleidigungen und Abwertungen hingegen greifen das Beziehungsfundament an und schädigen es nachhaltig... daher sind sie für mich buchstäblich undenkbar.

W, 27
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #8
Hallo @Sirikit hmm ich habe jetzt versucht nachzudenken und überlegen wie das ist bei mir, wenn ich mit meinem Partner Diskusionen habe. Also ein vor weg: Beleidigungen oder Sachen/eingenschaften die man selbst als negativa sieht, ohne trefenden Argument gibt es bei uns nicht. Wir kennen unsere Schwächen, aber wir nützen die gegen den anderen im Streit nicht. Ich sage dann was mir nicht passt mit meinem Argument dazu und das selber macht dann mein Partner.
Ihm dann als negativ oder seine Eingenschaften als böse und dadurch ihm abweisend sehen/ empfinden habe ich noch nicht gehabt. Das ich ihm und er mich nicht einziehend finden bei einem Streit ist denke ich normal. Bei uns gibt es auch kein versöhnungs Sex. Er will danach seine Ruhe und ich brauche auch meine Zeit und reflektieren was, warum, wieso gerade ausdiskutiert worde.
Ich finde sehr gut, dass ihr darüber redet und es gleich bei euch aussieht. Mann darf aber nicht das Gefühl bekommen, dass alles nur negativ ist und sich darein steigern. Wenn das der Fall ist ist es vorbei mit der Beziehung.

W36
 
  • #9
Ich frage mich nun ob das nicht eigentlich jeder macht. Ich kenne es zur Genüge dass Paare sich streiten und danach plötzlich dem Partner und Beziehung sehr negativ eingestellt sind. Gibt es überhaupt Menschen bei denen das Bild des Partners immer "konstant" bleibt, und nicht zwischen gut und böse schwankt ?

Wir hatten grade einen sehr üblen Streit und ich finde es schwierig damit umzugehen. Von einer Stunde zur anderen wird mir erklärt wie schön das Wochenede war und nun mag er meinen Charakter nicht mehr und findet die Beziehung schlecht.
Ein bisschen ist das sicher immer so, dass man während eines Streits nicht die positiven Seiten des Partners sieht. Also, den Teil halte ich schon für recht normal. Allerdings hält das normalerweise nicht danach lange an und außerdem sollte man sich trotzdem überlegen, was man in dem Moment ausspricht von diesen Gedanken. Da sollte man denke ich einen Filter haben, denn ausgesprochene Worte sind nicht so leicht zurückzunehmen und können extrem verletzen. Sowas verallgemeinertes wie "Ich mag deinen Charakter nicht, du bist doof" ist für mich kindisch und keine hilfreiche Kritik im Streit. Respektieren sollte man den Partner immer; ich finde, wenn der Respekt schwankt, dann ist das schon ein echtes Warnsignal.
Wenn ihr beide aber merkt, dass an eurer Streitkultur was nicht so stimmt, dann könnt ihr ja gemeinsam dran arbeiten. Denn gut für die Beziehung ist der momentane Umgang im Streit sicher nicht...
Eure Beziehung ist ja allerdings eh etwas speziell nach deinen anderen Themen zu urteilen...
 
  • #10
Die Abwertung, die Du hier meinst, ist mE eher, dass man immer noch ein Idealbild vom anderen hat und wenn irgendwas passiert, das dem nicht entspricht, ist die Enttäuschung groß und der andere wird gänzlich negiert. Es gibt nur schwarz und weiß. Und ja, wenn man z.B. betrogen wird, dann fällt das Bild des Partners ins Bodenlose. Also ein Grundstock an "ich kenne dich und du bist gut" muss schon da sein, damit man das Vertrauen haben kann, mit dem richtigen Menschen zusammenzusein.
Aber je nachdem, wie fix das Traumbild ist, das man vom anderen hat, kommt es schon bei kleinen Dingen zu herben Enttäuschungen.

Was ganz anderes sind die Reaktionen darauf. Wie geht man damit um, wenn man enttäuscht wurde? Da gibt es sehr kindische Reaktionen von manchen Leuten, die dann aber die Techniken, andere abzuwerten, gelernt haben als Erwachsene. Wortverdrehung, Sinnentstellung des Gesagten, Gehässigkeiten, unter-die-Gürtellinie-Treten usw., das wird ja erst noch gelernt im Laufe des Lebens, das macht der Erwachsene, das enttäuschte Kleinkind macht das noch nicht. Aber das sitzt immer noch im Inneren desjenigen und hat nicht begriffen, das es keine Reaktionen vom anderen erwarten kann, wie es sie braucht für sein Seelenheil. Oder für anderes, was Erwachsene schon mal wollen - Selbstdarstellung, Anbetung vom anderen, Vormachtstellung soll durch den anderen respektiert werden ...
 
  • #11
Ich frage mich nun ob das nicht eigentlich jeder macht. Ich kenne es zur Genüge dass Paare sich streiten und danach plötzlich dem Partner und Beziehung sehr negativ eingestellt sind.
Ich denke schon, dass das jeder irgendwo macht. Es kommt aber entscheidend drauf an, was das "Vergehen" des anderen war. Wie oben beschrieben, ein Betrug ist was ganz anderes, als wenn ... keine Ahnung? Du mal Kuchen gegessen hast, obwohl er der Meinung bist, Du seiest zu dick. Das erste ist ein massiver Vertrauensbruch, das zweite greift viel zu sehr in Dein Leben ein, was er da verlangt. Allerdings solltest Du das in so einem Fall sagen, dass das zu grenzüberschreitend ist, und eben nicht mehr die perfekte Partnerin spielen wollen. Und Kuchen essen, wann Du Lust drauf hast, und das nicht heimlich.

Es gibt extreme Menschen. Sobald irgendwas nicht nach ihrer Nase läuft, brauchen sie erstmal den Gedanken, alles wegschmeißen zu wollen. Nur muss man das nicht sagen und kann dran arbeiten. Sobald er sehen könnte, wie unsinnig es ist, so zu denken, und dass er ja schon ganz oft gar nicht Schluss gemacht hat, wird er vielleicht lernen, diesen Extremgefühlen nicht mehr so viel Beachtung zu schenken, nicht mehr drin steckenzubleiben, sondern sich gleich darum zu bemühen, sich wieder mit Dir zu einigen und zu versöhnen. Zumindest durch das Tor "alles ist schlecht, ich gehe" schneller durchzugehen, kann er lernen, und den Abschnitt schneller zu sehen, der jeweils danach folgt. Die extremen Gefühle "meine Partnerin ist doch kein Traumwesen meiner Traumwelt, sondern ein realer Mensch" werden sich dann vielleicht auch glätten.

Normalerweise wenn Menschen von Abwertung des Partners und der Beziehung an sich sprechen habe ich dem nie richtig Aufmerksamkeit geschenkt, weil weder mein Partner noch ich so gestörte Psychopathen sind die sich den Plan zurechtlegen jemanden abzuwerten um ihm zu schaden.
Das ist was anderes, und gestörte Psychopathen sind das auch nicht. Das sind Leute mit kleinem Selbstwertgefühl, die es anderen missgönnen, dass sie eins haben, aufbauen oder irgendwas erleben, woraufhin man eins haben könnte. Das ist auch kein bewusster Plan, das läuft unbewusst ab.
 
  • #12
Gibt es überhaupt Menschen bei denen das Bild des Partners immer "konstant" bleibt, und nicht zwischen gut und böse schwankt ?
Wenn die Beziehung stimmig ist, wenn beide sich innerlich positiv berühren, dann ist das so, bei mir ist das seit Jahren so, eine andere Beziehung käme für mich nicht in Frage, da ich keinerlei Lust und Interesse habe, meine wertvolle Energie und Zeit für so etwas Unreifes zu vergeuden!! Da würde ich viel lieber alleine bleiben!
Wir hatten grade einen sehr üblen Streit und ich finde es schwierig damit umzugehen. Von einer Stunde zur anderen wird mir erklärt wie schön das Wochenede war und nun mag er meinen Charakter nicht mehr und findet die Beziehung schlecht.
Mir fallen zu deinem gesamten Beitrag und zu diesen Zeilen nur zwei Wörter ein:
"trenne dich!"
 
  • #13
Ich finde Abwertung in einer Beziehung weder normal noch tolerabel und würde das nicht mitmachen. Bei euch herrscht eine ungute, destruktive Dynamik.
Ihr könnt dem mit einer Paartherapie auf den Grund gehen; mein Eindruck ist, dass ihr in euren Mustern sehr eingefahren seid und ihr da allein nicht rauskommt.

Ich meine, es ist doch auch deine Entscheidung: Willst du dich so behandeln lassen? Was bist du dir selbst wert? Welchen Wert hattest du in deiner Herkunfsfamilie? Wünschst du dir nicht eine liebevollere Beziehung? Dann lerne selbst, liebevoll zu kommunizieren, und such dir einen Mann, mit dem du harmonisch leben kannst.

Alles Gute dir!
w56
 
  • #14
Sirikit, ich habe Deine anderen Fragen zu Deiner Beziehung jetzt nicht gelesen...

Wenn einer von uns gekränkt oder beleidigt ist, dann wird das innere Bild vom Partner schlechter. Man sieht den anderen plötzlich voller Fehler und sehr negativ was die Stimmung vergiftet und meist eine kleine Kriese provoziert
Das hat mich an Borderliner erinnert.
Der Partner ist bei Borderliner entweder der Superstar oder ein Nichts. Extreme Schwankungen sind nicht normal.

Bei normalen Alltagsthemen sollte es in einer gefestigten Beziehung keinen Zweifel mehr geben, dass ihr als Paar zusammen sein wollt, oder dass Du mit ihm zusammen sein willst.
Diese Grundlage sollte irgendwann klar zwischen Euch beiden sein.

Aber ich kann dich beruhigen ... die Natur kennt das reinigende Gewitter. Die Luft ist danach wieder klar und Mensch und Tier atmen auf.
Streit baut sich auf - entlädt sich - Versöhnung und alles wieder gut. Passiert ... und reinigt.
Auch die Vorstellung, dass ständig Spannung in der Luft liegt und sich steigert, bis sie sich im Streit entlädt, halte ich nicht für normal.

Sollte Spannung entstehen, kann sie auch schneller und anders abgebaut werden
 
  • #15
mag er meinen Charakter nicht mehr und findet die Beziehung schlecht.
Ich gestehe, dass ich mit jemandem, der mich nicht mag, nicht zusammen wäre.

Weshalb führen Menschen eine Beziehung mit jemandem, der derartig auf sie einprügelt (ok, verbal, aber das kann ja auch unsäglich verletzend sein)?

Welchen Grund gibt es dafür?

*** Liebe *** ?

Haha! Entschuldige, liebe FS, aber jemanden, den ich liebe, würde ich nie, nie, niemals so beschimpfen. Wäre ich extrem in Rage, wenn sehr schlimme Dinge vorgefallen wären, würde ich ihn/sie zur Rede stellen - aber nicht mit Beleidigungen abwerten. Denn würde ich seinen Charakter grundlegend als schlecht erklären, würde ich mich ja selbst als völlig inkompetent sehen - ich wäre ja mit dieser grundauf miesen Person zusammen und wäre außer Stande gewesen dies zu erkennen. Das, was das über mich selbst ausssagt - danke, so möchte ich mich nicht sehen.

Ich fürchte, ihr seid da in einer äußerst unguten Dynamik. Ich wollte so nicht leben, gemeinsames Kind hin oder her. Deine Entscheidung, Dein Leben voller Abwertungen. Willst Du das so?
 
  • #16
@void

Ich denke hier hast du ins Schwarze getroffen. Bei mir ist es eher so dass ich bemerke, dass ich nach nem Streit wenn er wieder beleidigt ist , anfange mich in eine negative Sicht reinzusteigern. Im selben Moment fällt mir aber auch auf dass ich ja 2 h vorher noch sehr positive Sachen gesehen habe und das jetzt alles in Relation zu sehen ist und gehe dann nicht völlig in Wut auf . Ich bin dann nur wenige Minuten aus der Fassung.
Bei meinem Freund kommt mir das anders, auch Tw als wäre er sehr naiv und hängt immer noch an einem idealisierten Bild von mir was man ja normalerweise nach 2,3 Jahren in der Beziehung irgendwann an die Realität angepasst hat. Und dann kommt sowas absurdes wie : "ich glaube dein Charakter ist in den letzten 2,3 Jahren schleichend schlecht geworden und ich merke es jetzt langsam ..." !?

Noch dazu kommt so etwas immer plötzlich als Reaktion darauf wenn eigentlich zuvor gerade etwas völlig anderes passiert ist was zu einem normalen Streit geführt hätte, zb ich war ungeduldig und habe ihn deswegen angezickt oder wir hatten meinen exfreund getroffen der plötzlich von unserer ehem. Beziehung schwärmte (vor seiner frischen neuen Freundin noch dazu) .

Wir haben oberflächlich nur absurde Streitgründe, bis auf den dass ich dieses manipulative Kommunikationstheater unerträglich finde . Ich schreibe mal ein Beispiel von gestern . Da habe ich ursprünglich ihm von einer mich verunsichernden sozialen Situation erzählt wo ich den Eindruck hatte Person A macht sich über mich lustig, die dann am nächsten Tag gefragt und er hat gesagt er könne sich nicht erinnern aber es war sicher nichts böses .(Person A war als ich frage was da los war, völlig erschreckt weil ich wohl etwas aufgelöst wurde und fast geweint hätte. Ist aufgestanden und hätte mich fast in den Arm genommen und hat extrem betont dass sie mich mag und sie hofft es ist alles in Ordnung zwischen uns) Und mein Freund sagte dann in einer kurzen Rede : 1 das ist gar nicht passiert, 2 er war doch dabei, das war eh nur ein harmloser Scherz, 3 die Aggression gegen Person A ging von mir aus und das war ja nur fair.

Ich sage dann schon ärgerlich er solle mir das genauer erklären weil das alles keinerlei Sinn ergibt und mich das alles verwirrt hat. Worauf er behauptet ich hätte einfach eine Streitlust in mir die sich zuerst gegen Person A richtete und jetzt gegen ihn . Wenn ich dann sage "du nimmst mich überhaupt nicht ernst bei meinem Problem xy" Antwortet er : "Oh, ich nehme das sehr ernst, du kannst dir gar nicht vorstellen wie ernst ich das nehme."
Und meint aber mit ernst nehmen etwas völlig anderes als ich zuvor, nämlich durch die Betonung bringt er zum Ausdruck dass er es für sich sehr ernst nimmt wie schrecklich er mich findet. Das ist semantisch richtig aber inhaltlich falsch - bringt mich auf die Palme und dann heißt es mein verärgerter Tonfall ist der Beweis dass ich im Unrecht bin, mein Charakter ist schlecht geworden und er ist so arm.....
 
  • #17
Ich finde Abwertung in einer Beziehung weder normal noch tolerabel
Ich habe gelernt, schon für mich darauf zu achten, mich selbst nicht abzuwarten, zu beleidigen - den klassischen Depp, oder die Beschimpfungen, wenn was schief geht.
Wörter haben Wirkung, Abwertungen gehen ins Innere und lassen Spuren.

Und so handhabe ich es auch für den Partner, die Partnerschaft. Man kann sich streiten, aber keine Beleidigungen, keine Abwertungen.

Durchatmen, wenn möglich, ggf. auch kurz Abstand, damit die Gewitterwolken bei jedem selbst bleiben. Und dann reden, in Ruhe - wenn wir beide wieder abgeregt sind.
Es kommt nichts Gutes raus, wenn wir beide sauer sind - viel zu stur, beide.
Danach geht es von selbst.
Aber das haben wir uns erarbeitet, mit unseren persönlichen Dynamiken.
Weil wir wissen, dass Streit dazugehört, aber nur so, dass es uns und unserer Partnerschaft nicht schadet.

W, 51
 
  • #18
Weil wir wissen, dass Streit dazugehört, aber nur so, dass es uns und unserer Partnerschaft nicht schadet
Genau so ..... ich will ja V nicht verletzen.

Allerdings bin ich kein Gutmensch, ich kann auch verbal richtig draufhauen. Auch mal bis zur finalen Vernichtung. Muss ich auch können - alleine aus beruflicher Sicht. Kampfrhetorik, die sog. schwarze Rhetorik .... man muss wissen, bei wem man besser darauf verzichtet.
Manchmal gar nicht so einfach - man kann es ja. Und es macht Spass. Aber - wie Lionne schreibt - es hinterlässt Spuren. Und zementiert eher eine Feindschaft als ein Miteinander. Tja, wer auf Kampf und Angriff setzt, dem muss klar sein - auch er selber bekommt was ab. Man muss auch einstecken können.
Und bei Sirikit ? 2 Mimosen gehen aufeinander los, ohne jegliche Beisshemmung. Beide können es nicht mal wirklich gut - aber fürs jeweilige Sensibelchen reicht es. Einstecken können beide nicht .....

Ja, ihr beide seid absolut auszuteilen - und beide schmollen dann, wenn sie selbst auch eine ab bekommen. Findet einen Weg um das zu stoppen. Entweder schlagt ihr euch irgendwann gegenseitig tot oder ihr endet wie Ehepaar Hundefreund.
 
  • #19
Genau so ..... ich will ja V nicht verletzen.

Allerdings bin ich kein Gutmensch, ich kann auch verbal richtig draufhauen. Auch mal bis zur finalen Vernichtung. Muss ich auch können - alleine aus beruflicher Sicht. Kampfrhetorik, die sog. schwarze Rhetorik .... man muss wissen, bei wem man besser darauf verzichtet.
Manchmal gar nicht so einfach - man kann es ja. Und es macht Spass. Aber - wie Lionne schreibt - es hinterlässt Spuren. Und zementiert eher eine Feindschaft als ein Miteinander. Tja, wer auf Kampf und Angriff setzt, dem muss klar sein - auch er selber bekommt was ab. Man muss auch einstecken können.
Und bei Sirikit ? 2 Mimosen gehen aufeinander los, ohne jegliche Beisshemmung. Beide können es nicht mal wirklich gut - aber fürs jeweilige Sensibelchen reicht es. Einstecken können beide nicht .....

Ja, ihr beide seid absolut auszuteilen - und beide schmollen dann, wenn sie selbst auch eine ab bekommen. Findet einen Weg um das zu stoppen. Entweder schlagt ihr euch irgendwann gegenseitig tot oder ihr endet wie Ehepaar Hundefreund.
also mir kommt es absolut nicht symetrisch vor. dann wären auch unsere streits symetrisch, sind sie aber nicht. ich bin 1 minute sauer, mein freund ohne ende. wenn nicht immer ich die versöhnung in die hand nehmen würde wären wir beim ersten streit getrennt gewesen . weil er kommt da auch gar nicht mehr raus.

was ist ehepaar hundefreund ?
 
  • #20
Da habe ich ursprünglich ihm von einer mich verunsichernden sozialen Situation erzählt wo ich den Eindruck hatte Person A macht sich über mich lustig, die dann am nächsten Tag gefragt und er hat gesagt er könne sich nicht erinnern aber es war sicher nichts böses .(Person A war als ich frage was da los war, völlig erschreckt weil ich wohl etwas aufgelöst wurde und fast geweint hätte. Ist aufgestanden und hätte mich fast in den Arm genommen und hat extrem betont dass sie mich mag und sie hofft es ist alles in Ordnung zwischen uns) Und mein Freund sagte dann in einer kurzen Rede : 1 das ist gar nicht passiert, 2 er war doch dabei, das war eh nur ein harmloser Scherz, 3 die Aggression gegen Person A ging von mir aus und das war ja nur fair.

Ich sage dann schon ärgerlich er solle mir das genauer erklären weil das alles keinerlei Sinn ergibt und mich das alles verwirrt hat. Worauf er behauptet ich hätte einfach eine Streitlust in mir die sich zuerst gegen Person A richtete und jetzt gegen ihn
Zunächst mal: Ich könnte hier auch seine Seite nachvollziehen. Person A macht einen blöden Scherz auf Deine Kosten, ist sich dessen aber nicht bewusst. Dein Partner kriegt es nicht mit, weil er noch nicht gerafft hat, dass Du da empfindlich bist, oder generell nicht erkennt, wenn irgendwas eine in einen Witz gekleidete Aggression ist. Du bist sauer. Also bist Du die einzige, die in der Situation Stress macht - war ja nur ein Witz (es sei dahingestellt, ob das wirklich einer war oder eben unter der Gürtellinie, auf jeden Fall sieht keiner außer Dir eine Kränkung). Und wenn Du dann auch noch sauer bist auf Deinen Partner, weil er blind für Deine Schmach ist, versteht er das nicht und sieht, dass Du erst A völlig grundlos angezickt hast und nun ihn.

1. Es ist manchmal genauso wie mit Rassismus, Sexismus usw.: Leute können es nicht erkennen, ebenso, wenn ein Scherz gar keiner ist, sondern z.B. eine unterschwellige Aggression. Also als Opfer eines solchen Witzes hast Du es meist schwer. Manche Leute erkennen sowieso manchmal Spitzengeschmeiße anderer nicht so. Ich hab auch schon gehört "ach, das hat die nicht so gemeint, das war nur so gesagt". War es nicht, es gab einen Grund, der natürlich nicht mitkommuniziert wurde, weil es nicht um Klärung ging, sondern, dem "Gegner" eins reinzuwürgen. Den Grund konnte man aber noch rausfinden.
2. Ja, ich fänd gut, wenn er wüsste, dass Dich diese Art Scherze kränkt, selbst, wenn Du da lockerer werden könntest, weil es keine unterschwellige Aggression war, sondern einfach nur ein Witz.
 
  • #21
Was aber nicht passiert ist, ist, dass er Dich hinterher ernst genommen hat. Denn dann wüsste er nun, dass Dich selbst solche harmlose Witze kränken bzw. würde kapieren, dass es ggf. auch kein harmloser Witz war. Aber er diskutiert ja nicht weiter drüber, unterstellt Dir Streitsucht, weil es bei ihm auch so ankommt, und ist fertig.
Naja, und wenn er dann auf Dein "Du nimmst mich nicht ernst" auch noch das antwortet, was im letzten Abschnitt Deines Beitrages steht, ist klar, dass der Konflikt nicht beigelegt werden kann. Ihr seid total emotional und fühlt euch angegriffen bzw. schlagt blind zurück, wo Verständnis gefragt wäre.

dann heißt es mein verärgerter Tonfall ist der Beweis dass ich im Unrecht bin
Ja, das ist so ein Ablenkungsmanöver "rationaler" Typen, dem anderen den Schwarzen Peter zuzuschieben. Dein Mann ist anscheinend unfähig, Emotionen zu verstehen und ernst zu nehmen, aber dabei selbst total emotional. Es ist auch Hilflosigkeit bei ihm, weil er vermutlich wirklich keine Ahnung hat, was das Problem ist und warum die Situation so wird.
Und Du fühlst Dich nach so einer Ansage natürlich machtlos, weil er Dich nicht versteht und Deine Gefühle auch noch als grundlos und irrational darstellt.

Das Zitat ist ja eine völlig sinnfreie Aussage, weil Tonfall und Recht oder Unrecht nunmal gar nichts miteinander zu tun haben. Klar, wenn einer rumschreit und so versucht, andere einzuschüchtern, hat er keine Argumente mehr, aber das ist ja was anderes als das Problem, vom anderen gar nicht verstanden und auch noch weggebügelt zu werden. Leute reagieren nunmal gekränkt, wenn man ihre Gefühle nicht ernstnimmt, ausgerechnet auch noch der Partner.

Leute, die die Gefühle anderer nicht ernstnehmen und denken, sie hätten selbst keine, sind oft wie Dein Partner - eher die Dauergekränkten, die nicht in der Lage sind, eine positive Handreichung zu machen nach einem Streit. Dann würde ihnen eine Perle aus ihrer Krone fallen. Sie sehen gar nicht, wie emotional und irrational sie selbst sind.
 
  • #22
Das ist der User Hundefreund und seine Ehefrau ....
(lies mal nach und entscheide selbst, ob das Comedy oder zum Heulen ist)

Ich habe mit V relativ wenig Streiterfahrung, wir sind bisher nur 3 mal aneinander geraten. Und das war schnell vorbei .... auch, weil ich diese erlernten Techniken ihr gegenüber bewusst nicht angewendet habe. Normalerweise will ich gewinnen - V aber möchte ich nicht verlieren.

Und dass du schneller bist als dein Mann bei der Versöhnung - ist eben dein Naturell. Dabei würde ich mir nichts denken - solange er froh ist, wenn seine Sirikit sich versöhnen will.
Ihr beide streitet viel zu oft und zu brutal - und du nimmst alles persönlich - bei deinem Mann weiss ich das nicht. Da solltet ihr etwas ändern .... beide zusammen.
 
  • #23
Mir kommt es bei ihm noch viel extremer vor als bei mir
Ihr streitet viel. Ihr seid Euch einig, dass es destruktiv ist, eure Streitkultur schlecht.
Deine Frage ist nun nicht die Veränderung, sondern ein Wettstreit? Er ist der Extremere?

Abwertungen allgemein sind ein Mittel sich selbst aufzuwerten. Eure Streits sind so persönlich, ihr greift Euch derart an, dass ihr für Euer Selbstbewusstsein die Erniedrigung des Anderen braucht. Damit heilt ihr (scheinbar) die Verletzung.
und meist eine kleine Kriese provoziert . Irgendwann reicht es und man ist bereit die Sache hinter sich zu lassen und dann wird das Bild des Partners wieder positiv
So scheint es. Das ist Euer Muster.

Die Verletzungen bleiben aber. Die gegenseitigen und die, die Ihr Eurem inneren Bild des Partners zufügt.

Jeder Eurer Streits hinterlässt eine neue Verletzung. Ihr verliert den eigenen Selbstwert, deswegen die Abwertungen. Ihr verliert die Achtung und den Respekt vor dem Anderen.

Man streitet sich in Partnerschaften, normal. Aber es kommt auf die Häufigkeit an und auf die Art.

So wie ihr streitet, beschädigt Ihr Euch und Eure Partnerschaft. Das solltet Ihr ändern. Streitkultur und Kommunikation kann man lernen.

M, 55
 
  • #24
Ihr streitet viel. Ihr seid Euch einig, dass es destruktiv ist, eure Streitkultur schlecht.
Deine Frage ist nun nicht die Veränderung, sondern ein Wettstreit? Er ist der Extremere?

Abwertungen allgemein sind ein Mittel sich selbst aufzuwerten. Eure Streits sind so persönlich, ihr greift Euch derart an, dass ihr für Euer Selbstbewusstsein die Erniedrigung des Anderen braucht. Damit heilt ihr (scheinbar) die Verletzung.


So scheint es. Das ist Euer Muster.

Die Verletzungen bleiben aber. Die gegenseitigen und die, die Ihr Eurem inneren Bild des Partners zufügt.

Jeder Eurer Streits hinterlässt eine neue Verletzung. Ihr verliert den eigenen Selbstwert, deswegen die Abwertungen. Ihr verliert die Achtung und den Respekt vor dem Anderen.

Man streitet sich in Partnerschaften, normal. Aber es kommt auf die Häufigkeit an und auf die Art.

So wie ihr streitet, beschädigt Ihr Euch und Eure Partnerschaft. Das solltet Ihr ändern. Streitkultur und Kommunikation kann man lernen.

M, 55
Ja ich denke das stimmt, die Verletzungen heilen nicht. Es ist uns aber scheinbar leider nicht möglich uns gegenseitig zu verstehen und zu akzeptieren und die Beziehung ist einfach schlecht, und daran konnte leider auch die Paartherapie nichts ändern. (Eigentlich haben wir 2 gemacht und beide nach ein paar Sitzungen abgebrochen weil die Energie mit den Kindern und Arbeit ect nicht reichte .)

Es ist eine merkwürdige Situation, ich habe das Gefühl uns ist bei unserem letzten Streit den ich hier beschrieben hatte und wonach wir 3 Tage nicht geredet haben klar geworden dass eine Trennung für uns noch unerwünschter als die Situation ist aber wir auch alle Möglichkeiten ausgereizt haben uns gegenseitig zu verstehen und einfach nichts verbessern können. Es ist einfach unangenehm und belastend und wird so bleiben.
 
  • #25
Dann lernt zu streiten ohne zu verwunden

Und sich richtig zu entschuldigen

Bei ganz bösen "Schlägen" braucht die Seele 5 Wiedergutmachungen

Kann man lernen und gibt es auch Literatur drüber

So nimmt man die "Nochverletzung" mit in den nächsten Streit und haut dann feste zurück....Grenzen gibt es keine
Das wird dann nur noch böser bei Euch
 
  • #26
dass eine Trennung für uns noch unerwünschter als die Situation ist aber wir auch alle Möglichkeiten ausgereizt haben uns gegenseitig zu verstehen und einfach nichts verbessern können. Es ist einfach unangenehm und belastend und wird so bleiben.
So wird es tatsächlich bleiben - außer ihr nehmt Euch die Zeit, wirklich an Eurer Streit-und Kommunikationskultur zu arbeiten.

Mit den ganzen Streitigkeiten vergeudet Ihr mehr Energie,, als Ihr am Ende bräuchtet, um es positiv zu verändern.

Klappt aber nur, wenn Ihr beide wirklich wollt.

W, 51