• #1

Adoption anstatt leiblicher Kinder

Nach einigen Bedenken und langem Single-sein habe ich mich nun entschlossen, mich hier zu registrieren und dem Online-Daten eine Chance zu geben. Vorab schonmal Dank an alle Herren, dass es hier doch respektvoll zuzugehen scheint!

Dem Titel entnehmt ihr schon die Schwierigkeit meiner Frage. Aufgrund von erblicher Krankheitsbelasten mit starken Auswirkungen und Schicksalsschlägen in meiner Elterngeneration (beidseitig) habe ich mich entschlossen - und kann mir seit ich überhaupt an Kinder denke nichts anderes vorstellen - wenn dann zu adoptieren. Die großen Drei sind Genetik, Sozialisation und Schicksal und es steht zwei zu eins gegen leibliche Kinder.

Um Eltern zu sein, muss man frei sein von Ängsten und Drücken oder Befürchtungen - zumindest denen außerhalb der 'normalen' Sorgen, die man sich um ein Kind macht.

Wie aber sieht es bei den Männern aus oder was für Erfahrungen habt ihr als weibliche Mitglieder in dieser Frage gemacht? Ich habe wahnsinnige Angst, mich zu verlieben und wegen der Kinderfrage abgelehnt zu werden, oder gar vorher. Deshalb habe ich mich auch nicht getraut, diese Adoptionsfrage in die Grußfragen zu schreiben. Wie geht man damit um? Was haltet ihr für fair? Sind meine Bedenken begründet?

Für ehrliche Antworten danke ich allen sehr!

w, 30
 
G

Gast

  • #2
Hallo liebe Fs.

Ich bin Mutter von 2 gesunden Kindern.
Du hast völlig recht, kein so großes Risiko einzugehen und lieber zu adoptieren.

Die Frage allerdings überrumpelt und überfordert Männer.
Stelle sie nicht am Anfang einer Beziehung.

Erst wenn die Beziehung sehr innig und tief geworden ist und die Rede von einer gemeinsamen Zukunft ist, kann man den Kinderwunsch äußern.
Wenn der Partner dann auch Kinder haben möchte, bin ich sicher, dass er sehr froh ist, über deine Vernunft und deinen Wunsch zu adoptieren.

Alles Gute für dich und viel Glück!
 
G

Gast

  • #3
liebe fs,

erst zu einem mann eine tiefe beziehung aufzubauen und dann zu sagen, dass man keine eigenen kinder will, wie hier vorgeschlagen halte ich für gnadenlos für beide. was soll denn der arme mann tun, wenn er sich selbstverständlich eigene kinder wünscht. und falls er dich deshalb verlässt, was für ein trauma für dich...

ich würde fast dazu raten, das so früh wie möglich zu formulieren, bestimmt gibt es einen mann, der das akzeptiert oder du suchst dir einen witwer mit kleinen kindern, der ist wahrscheinlich glücklich und es geht für beide auf. du hast die kinder, die kinder eine mutter, die schon immer fremde kinder annehmen wollte und als paar könnt ihr auch glücklich sein.

dir alles liebe

w
 
G

Gast

  • #4
Hallo FS,

ich finde deine Entscheidung auch sehr vernünftig und gut. Ich würde es allerdings gleich erzählen. Ich weiß von einigen Männern, deren Kinderwunsch ziemlich "flexibel" ist mit der Haltung, dass sie es der Frau überlassen, ob sie gerne Kinder möchte und wenn nicht, wäre es auch in Ordnung. Wenn du auf einen solchen Mann triffst, dann wird er sicher einverstanden sein und kein Problem damit haben.

w32
 
G

Gast

  • #5
Hallo FS,

hast du schon mal über Eizellenspende nachgedacht? So könntest du und dein Partner gemeinsam eigene Kinder bekommen. Und billiger, schneller und einfacher als Adoption ist es auch.
 
G

Gast

  • #8
Wenn das Kind irgendwann erfahren muss, dass die Mutti die einen geboren hat, nicht die genetische Mutter ist - sind dann nicht Neurosen für das Kind quasi vorprogrammiert? Das Thema mit der Suche nach den Wurzeln wird dann auch aufkommen.

w26.
 
G

Gast

  • #9
Wenn das Kind irgendwann erfahren muss, dass die Mutti die einen geboren hat, nicht die genetische Mutter ist - sind dann nicht Neurosen für das Kind quasi vorprogrammiert? Das Thema mit der Suche nach den Wurzeln wird dann auch aufkommen.

w26.
Vielleicht kann frau das Problem lösen, indem das Kind damit aufwächst. Es gibt zB gute Kinderbücher zum Thema Adoption.
 
G

Gast

  • #10
Ich würde das Thema dann kommentieren, wenn er etwas über Kinder und Familie verlauten lässt.
Dann kannst du sagen, dass du auch eine eigene Familie möchtest, aber keine Kinder bekommen kannst/willst.
Aber das gleich am Anfang zu sagen finde ich zu früh.
Wenn Dich ein Mann liebt, dann gibt es da auch eine Option.
Falls es nur genetische Dinge sind, könnte man auch überlegen, fremde Eizellen einpflanzen zu lassen.

w,40
 
G

Gast

  • #11
Wenn das Kind irgendwann erfahren muss, dass die Mutti die einen geboren hat, nicht die genetische Mutter ist - sind dann nicht Neurosen für das Kind quasi vorprogrammiert? Das Thema mit der Suche nach den Wurzeln wird dann auch aufkommen.

w26.
Meine Tante hatte zwei Kinder adoptiert (dunkle) Beide haben wirklich keine Neurose! Es sind nun attraktive Frauen. Die eine hat dann auch mal ihre leibliche Mutter gefunden und getroffen. Trotzdem hat das nicht mit dem Verhältnis zu meiner Tante geändert. Nun sie weiss auch, dass sie dort ein schwieriges Leben gehabt hätte.
Ich könnte mir vorstellen mal ein Kind zu adoptieren, wenn es bei mir sonst nicht klappen würde.
w33
 
G

Gast

  • #12
Wenn das Kind irgendwann erfahren muss, dass die Mutti die einen geboren hat, nicht die genetische Mutter ist - sind dann nicht Neurosen für das Kind quasi vorprogrammiert? Das Thema mit der Suche nach den Wurzeln wird dann auch aufkommen.
w26.
Der obige Satz bezieht sich auf die Idee der Leihmutterschaft / Eizellenspende, nicht der Adoption. Bitte nochmal genau lesen.
Generell bin ich absolut gegen die Herstellung von Situationen, in der ein Kind seine Herkunft nicht erfahren kann. Nicht dass man dem Kind das Wissen aufzwingt, aber wenn das Kind es erfahren möchte, sollte die Möglichkeit gegeben sein. Ungewissheit kann sehr belastend sein.
w26.