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  • #1

Älterer Sohn der neuen Freundin extrem schwierig

Habe gesch. Frau mit zwei Kindern kennengelernt. Sie hat zwei Kd., deren jüng. sich inzw. langs. öffnet. Das ältere ist jed. äußerst provokant, mißtrauisch und versucht mich immer wieder, mit Äußerungen oder Verhalten offensichtlich zu "verschrecken". Er scheint sich aus seiner "Beschützerrolle" verdrängt zu fühlen und will diese wohl mit aller Macht halten. Meine Freundin und ich haben sehr starke Gefühle füreinand. und wollen, die Beziehung auf Langfristigkeit auszubauen. Sie und ihre Kd. haben während/nach Scheid. sehr viel mitgemacht und waren lange Zeit aufeinander angewiesen (eingeschwor. Gemeinsch.). Das ält. Kd. (Sohn) kurz vor dem Erwachsenwerden. Was kann ich tun - ein Gespräch mit ihm habe ich ihr angebot., um ihm zu zeigen, daß er keine Angst haben muß, ich wolle mich als Erzieher aufspielen oder "reindrängen". Sie hat abgelehnt und hält dies für den abs. falschen Weg, scheint aber offenbar mit ihm absolut überfordert. Was kann ich tun?
 
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  • #2
Sie hat ihm damals die Männerrolle und Beschützerrolle übertragen - zuviel für ein pubertierendes Kind aber leider immer wied gern gemachter Fehler von AE-Frauen.

Nun wird dieser Fehler zur Retourkutsche. Du solltest trotzdem mit ihm reden - deine Stellung klar stellen und gleichzeitig dabei deine Position behaupten - sonst meint der Junge immer, er könnte mit dir Schlitten fahren. Du musst dir deiner Rolle bewusst sein, diese authentisch leben und benötigst eigentlich auch die volle Unterstützung der Mutter. Doch leider, von der Mutter kannst du aus meiner Sicht hier wenig Unterstützung erwarten, weil sie ihrem Sohn diese Position ja selbst aufgetragen hat. Und wer nicht einsichtig ist und in der Lage, auch mal neutral gewisse Dinge zu betrachten sowie Fehler einzusehen, tja, da wirst du leider einen sehr schweren Stand haben. Die Mutter wird als Glucke immer ihren Sohn bevorzugen und bei Diskussionen zu ihm stehen. Du schreibst ja schon, sie ist mit ihm überfordert. Viel Glück trotzdem!
 
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  • #3
Ich kann ihre Ablehnung eines Gesprächs unter 4 Augen zwischen dir und ihrem Sohn überhaupt nicht nachvollziehen! Ich würde es toll finden, wenn mein Freund sich so aktiv darum bemühen würde, was auch ganz bestimmt zu eurem Vorteil sein könnte. Er hat als Scheidungskind natürlich große Angst, sich nochmal an einen Mann zu binden und zu öffnen und evtl. erneut verstoßen zu werden. Ich denke, deshalb auch seine Abwehr dir gegenüber. Diese Angst kannst nur du ihm nehmen, indem du ein Gespräch von "Mann zu Mann führst" und ihm Verständnis entgegenbringst, um sein Zutrauen zu gewinnen.
Die Mutter alleine, wird ihren Sohn in diesem Thema überhaupt nicht erreichen, da sie vorher bestimmt nicht allzu gut über Männer geredet hat und sich vielleicht sogar oft bei ihm ausgeweint hat. Ist doch klar, dass Sohn auch seine Mutter vor erneuter Verletzung beschützen will. Nun muß sie plötzlich alles revidieren und das lange gesteckte "Feindbild Mann" in ein anderes Bild rücken, seit sie dich kennt...
Ich würde mich an deiner Stelle nicht beirren lassen und eine Möglichkeit suchen, mit dem Sohn ggf. eine schöne Veranstaltung zu besuchen oä. und in ungewzungener Atmosphäre anschließend das Gespräch suchen. Damit zeigst du immerhin deinen guten Willen!! Notfalls auch ohne Einwilligung der Mutter. Vielleicht merkt er dadurch, dass nicht jeder Mann so ein A... ist, wie sein Vater es wohl damals vorgelebt hat.
Alles Gute dabei
w48
 
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  • #4
Hört sich fast wie eine eingefahrene Situation an...Ich würde von hinten durchs Auge schießen; heißt keine "ernsten Gespräche", bringt jetzt nichts; finde heraus was er an Mama toll findet und stimme einfach zu! Sei interessiert an seinen Interessen und verstehe was er sagt und meint, mehr geht wohl derzeit nicht, da er die Männerrolle nicht abgeben wird; also dräng Dich da nicht rein, sei nur da ohne die 3 in Ihrer Gemeinschaft zu kritisieren, über Taten kannst Du evtl. mehr erreichen. Viel Glück !!
 
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  • #5
Das beste wäre es einfach mit deiner Freundin zu reden ob sie ihren Sohn nicht auf ein Internat schicken kann damit ihr eure Ruhe vor ihm habt. Dann ist es auch leichter das zweite Kind auf diese Weise loszuwerden.
 
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  • #6
Der Freund und jetzige Ehemann einer Freundin hat folgendes gemacht:
Ihr ältester Sohn war etwa 13 Jahre alt, der Freund hat ihm erklärt, dass er die Frau und Mutter ganz ganz toll findet und sich sehr in sie verliebt hat. Er sagte, dass er sie nicht verlieren möchte und dass er es wirklich ernst mit ihr meint. Ob der Junge es akzeptiern könne, dass er versuchen will, mit seiner Mutter eine glückliche Beziehung zu haben?
Er hat quasi um ihre Hand angehalten. Er sagte auch, dass er den Jungen ganz toll findet und dass sie die Erziehung gut hingekriegt hat. Er sagte auch, dass es für die Mutter alleine nicht leicht war und dass er sie unterstützen wolle. Er bot an, mit dem Jungen Unternehmungen zu machen, wenn Interesse z. B. an Karate o. ä. besteht.
Das kam bei dem Jungen ziemlich gut an, er hat gemerkt, dass man ihn für voll nimmt und respektvoll mit ihm redet.

Man muss dazu sagen, dass der Mann alle Versprechungen gehalten hat. Das musst Du natürlich auch. Lügen um etwas zu bekommen ist hier ein dreifaches No-go.
Inzwischen ist der Sohn 21 Jahre alt, studiert und wohnt in einer anderen Stadt. Das Verhältnis der drei nun Erwachsenen ist sehr gut, der kleine Bruder mag den neuen Mann der Mutter, er war von Anfang an leichter beigeistert von dem neuen Mann.

Auch wenn sie nicht davon überzeugt ist, versuche mal mit dem Jungen zu reden. Aber nicht in seinem Kinderzimmer, sondern mal draussen, auf neutralem Boden. Und sage immer, dass der Junge es hören kann, nette Sachen zu seiner Mutter. Nicht übertrieben, aber eben sowas wie dass ihr das Kleid gut steht, dass Dir gefällt, wie sie bestimmte Sachen macht, bedanke Dich, wenn sie für Dich kocht etc.
Er muss merken, dass Du sie respektvoll und liebevoll behandelst.
Alles Gute und sei gut zu den dreien
 
  • #7
Ich schätze, Du hast nicht sein Vertrauen. Das must Du erreichen.

Wahrscheinlich hast Du gar nicht viel zu seinem "Misstrauen" beigetragen, es könnte mehr an ihm liegen. Finde heraus, was dem im Weg steht.

Versuche, seine Gefühle nachzufühlen. Rate einfach ihm gegenüber, z.B.: "bist Du sauer/wütend/ärgerlich"? Damit signalisierst Du, dass Du Dich wirklich für ihn persönlich interessierst. Wenn Du fast richtig tippst, ist eine typische Reaktion: "Nein, aber ..."

Versuche zu ergründen, was diese Gefühle anstößt. Wieder raten, z.B.: "weil ich ... gemacht habe" (auch wenn Du anderer Meinung bist als er, es geht nicht um Deine Meinung, sondern um seine!)

Finde heraus, was er sich eigentlich wünscht: "hätte ich lieber ... machen sollen? Soll ich ... machen?"

Was sind seine Gedankengänge und vor allem, was sibd seine Bedürfnisse? Wenn Du das wahrhaft rausfindest, kannst Du ihn besser verstehen und besser damit umgehen. Darum must Du Dich wirklich für seine Sichtweise interessieren, Dich auf seine Welt einlassen. Genau damit gewinnst Du auch sein Vertrauen.
 
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  • #8
FS:
wg. #4
Was ist denn das für ein seltsamer Rat??? Ich will mit den dreien zu einer Familie werden und nicht die Kinder loswerden! Die Kinder gehören zu meiner Freundin (und hoffentlich irgendwann einmal auch zu mir).
 
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  • #9
Wundere Dich nicht. Wenn Du auf den wahren, in der Regel wunden Punkt triffst, triffst Du auf Schmerzen und Tränen. Du selbst sprichst es an: die Kinder haben viel mitgemacht ...
Die eigene, innere Welt zeigt man natürlich nicht gerne in jeder Umgebung und öffnet sich nicht gegenüber jedem, bleib entspannt und warte ggfs. auf die nächste, bessere Situation. Freiwilligkeit und Geduld ist wohl der einzige Weg.
 
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