Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  • #91
Es ist trotzdem seine Verantwortung und letztendlich steckt in dem Wunsch nach Offenbarung wohl doch hauptsächlich Rache - hier vielfach zugegeben.
Der Wunsch nach Rache fällt niemandem vom Himmel in den Schoss herab. Der entsteht nach einem erlittenen Unrecht und völliger Missachtung der Wünsche, Gefühle und Bedürfnisse des ahnungslosen Opfers. Würde ein Täter nicht ein Opfer für seine Zwecke und Bedürfnisse missbrauchen, indem er ihn täuscht und belügt, so würde der Wunsch jemandem eins auswischen gar nicht entstehen. Dieser Wunsch entsteht nur als Reaktion auf menschlich respektloses und verletzendes Verhalten und ist deshalb nicht nur nachvollziehbar, sondern eine logische Folge, wenn sie denn auch ausgeführt wird.

Wenn man Angst und Sorge, um die Ehefrau hat bzw. ihre psychische Verfassung nicht kennt, so könnte die FS es sein lassen und nichts unternehmen! Höchstens bei EP melden, damit man sein Profil sperrt. Dass er aber auf zig anderen SB angemeldet sein kann, davon geht niemand aus!

Aber, was geschieht, wenn die Ehefrau selbst entdeckt, dass ihr Mann ein Profil bei EP hat und ihn zur Rede stellt und dazu bringt, ihr seine Mail-Protokolle zu zeigen? Und sie vor Wut sich ebenfalls an ihn rächen will? Hat sie das Recht dazu nur, weil sie verheiratet sind bzw. er ihr rechtmässiger Ehemann ist?

Zu entdecken, dass man belogen und betrogen wurde im Falle der Ehefrau und zu entdecken, dass man nur belogen wurde im Falle der Geliebten, verursacht bei beiden und wirklich bei beiden Frauen nicht nur Wut und Enttäuschung, sondern auch Schmerz und den Wunsch es dem Täter heim zu zahlen! Warum also hätte die Ehefrau dieses Recht aber nicht die FS? Oder anders gefragt: sind die Gefühle der FS weniger wertvoll und wichtig als die seiner Ehefrau nur, weil sie nicht mit ihm verheiratet ist?

Ist die FS verglichen mit seiner Ehefrau eine Frau zweiter Klasse und man(n) dürfe sie schlecht behandeln sprich belügen und sie hätte nicht das Recht sich zu rächen, wobei er seine Frau noch zusätzlich betrügt?

Denkt bitte darüber nach, wenn ihr über Rache schreibt!
 
  • #92
Liebe Threadstellerin, ich würde der Ehefrau Kopien / Shreenshots einer Mails an dich oder was auch immer du in der Hand hast schicken. Ziel: Du klärst für dich, wie du mit miesen Betrügern umgehst und stehst zu deinen Werten. Du machst den Betrug des Mannes nicht öffentlich - das wäre in einem Zeitungsinterwiev über ihn, wie es Journalisten schon gemacht haben. Du zwangoutest ihn nicht sondern stellst nur klar, das du die Werte lebst, die er lügenderweise auch als seine Werte darstellt.
Ob die Ehefrau dann ihr Leben lang mit einem Fremdgeher leben wird - nicht dein Problem.
Ob die Ehefrau dem Mann dann die Hölle heißmacht - nicht dein Problem.
Ob die Ehefrau dann weiterhin ungeschützt Sex mit ihrem Mann hat - nicht dein Problem.
Ob der Mann dann dich als rachsüch, frigide und un d und und beschimpsft -
darüber darfst du dich dann freuen. Dazu natürlich keine Antwort mehr von dir. - Außer wenn es zulange dauert ein Anwaltsschreiben an den Mann.
Schreibst du dem Forum, wie du dich entschieden hast ?
 
N

nachdenkliche

  • #93
och liebe @frei, auch Du hast Recht! Ich denke mal, da gibt es keine allgemeingültige Regel. Das ist eine ganz persönliche Angelegenheit. Das schaukelt sich gerade etwas unangemessen hoch. Ist aber ein Zeichen dafür, dass ganz viel Redebedarf besteht. Mir persönlich tut Rache nicht so gut, obwohl ich das in einigen Fällen verstehen kann. Nach meiner eigenen Erfahrung lebe ich Rachegelüste der übelsten Art in Gedanken aus, bis es langsam nachlässt, dann gehts mir besser. Ich sag mir auch immer, der Fremdgeher wird dafür bezahlen müssen im Leben. Und es bleibt für mich eine Eigenschaft aller unterste Schublade.
 
  • #94
Und? Hat sie dich irgendwie kontaktiert oder reagiert?
Du sagst, es gab kein Motiv dich zu rächen - aber die Sache war ja so fies und die Frau wirkte so nett. Ich möchte dir nicht zu nahetreten, aber ich glaube, dass sind vorgeschobene Argumente.
Natürlich hat sie reagiert, sie wollte genauere Details wissen, wann er mich anschrieb, ob er mit mir schlafen wollte und ob er schon mit mir schlief und sie suchte sogar die Schuld bei sich selbst und fragte sich, was sie denn falsch mache, dass er so was täte und glaubte sogar, er könne keiner Frau mehr vertrauen als seine Ehefrau ihn mit den Kindern verlassen hatte. Es entwickelte sich zwischen uns eine längere Konversation und ich meinte zu ihr: "nur weil seine Frau ihn mit den Kindern für einen anderen Mann verlassen hatte (das hatte sie mir selbst geschrieben), hat er kein Recht Sie betrügen zu wollen und mich zu belügen. Wenn er alle Frauen in den gleichen Topf wirft, dann braucht er gar keine neue Beziehung zu führen und wenn er keiner Frau vertrauen kann, so hätte er keine neue Frau suchen müssen. Sie können nichts dafür, dass seine Exfrau ihn wegen eines anderen verliess und ich noch weniger."

Das war die Konservesation zwischen uns beiden, sie konfrontierte ihn damit (mit meinem Schreiben) und er zeigte sich völlig ahnungslos und keiner Schuld bewusst! Was beide daraus gemacht haben, weiss ich nicht, aber ich ermutigte die Frau zumindest und bestärkte sie darin nicht bei sich die Schuld zu suchen! War das jetzt falsch ihr zu sagen, sie sei nicht Schuld an seinem Verhalten? Er sagte mir sogar einen falschen Vornamen!
 
  • #95
Das ist für mich die ultimative Aussage überhaupt denn: Bin ich nur anderer Meinung habe ich direkt Leichen im Keller...
Nun, da nehmen sich die beiden Seiten ja nichts ... der anderen Seite wird vorgeworfen, dass es alles betrogene Ehefrauen sind, die Fremdgehen "unreflektiert" als was ganz Schlimmes betrachten und total unempathisch sind.

Da ich nie in der Situation war, gehe ich einfach nur von meinem Gerechtigkeitssinn aus. Ich teile mit meinem Partner gewisse Werte und körperliche Treue gehört da unabdingbar dazu. Wenn er die brechen würde, wackelt unser Fundament und genau DAS würde ich wissen wollen. Das können andere gern ganz anders sehen.

Warum die Affärenfrau das auffliegen lassen würde, wäre mir gleichgültig. Ob ebenfalls aus Gerechtigkeitsempfinden oder aus Rachsucht - das Ergebnis ist für mich das gleiche.
 
  • #96
Dieser Wunsch entsteht nur als Reaktion auf menschlich respektloses und verletzendes Verhalten und ist deshalb nicht nur nachvollziehbar, sondern eine logische Folge, wenn sie denn auch ausgeführt wird.
Daß Wut entsteht bei Verletzungen, ist verständlich. Dann diese Wut in Form von Rache auszuleben, ist aber keine logische Folge. Jeder kann an diesem Moment entscheiden ob er ein niedriges Bedürfnis ohne Rücksicht auf Schaden an anderen ausleben will, oder selbstbewußt über dem kleinen Schaden weglächeln kann, der vom Fremdgeher zugefügt wurde. Und nicht einmal dieser Schaden muß absichtlich von ihm zugefügt worden sein, vielleicht waren die Erwartungen der FS einfach überzogen hinsichtlich der kurzen Zeit des Kennenlernens, und ihrem zugegeben schon immer vorhandenem Misstrauen. Und damit sind wir wieder bei der FS, die sich offenen Auges in eine blöde Situation begeben hat, für die jetzt unschuldige büssen müssen.
Rache ist nie entschuldbar. Nie. Wut schon, Rache nicht.
 
  • #97
Nicht nur das! Ich schrieb ihr: "Wenn sie noch mehr wissen wollen, dann können sie mich jederzeit kontaktieren!"
und, hat sie Dich dann kontaktiert
Alles unter dem Deckmäntelchen "Frauen retten Frauen". Aber wen kümmern auch schon eigentlich die Folgen der Eröffnung für die Frauen - schließlich hat man das ja selbst schon mal durchgemacht, können andere dann auch ruhig mal erleben.

ganz genauso nehm ich das auch wahr und hab es schon des öfteren (entsprechende Treads gab es ja genug) geschrieben. Auch ich finde das Deckmäntelchen der "Frauensolidarität" heuchlerisch.
Wenn schon, sollte Frau schon ehrlich zu sich selbst sein und ihre Rachegelüste reflektiert annehmen.
Davon abgesehen geht der Schuss, wie wir wissen, zu 99% nach hinten in Richtung Informantin los die dann noch frustrierter sein wird, weil nämlich 99% der Ehefrauen die Warheit entweder schon wissen oder garnicht wissen wollen.
 
  • #98
Ich finde die Veränderung gut, sich an ihm allein zu rächen und nicht die Ehefrau zu informieren!!
Mir persönlich hat es in den Phasen der Wut, immer gereicht, mir Rachen auszudenken, es aber nie gemacht.
ich bin damals warm ausgelöst worden und hatte auch ganz schön böse Gedanken. Allerdings war er der Vater meiner Kinder...Somit habe ich nichts getan und gedacht: meine grösste Rache ist, sie hat ihn jetzt! Oder mein Exfreund, der so geizig war, dass er im Winter die Heizung aus hatte und mich für schuldig hielt, ihn auszunutzen, wenn ich mal mein Portemonaie vergessen habe.
Irgendwann dachte ich, so werden die auch nicht glücklich!
Und ich hatte recht, meine Nachfolgerin musste in eine Therapie, sie haben sich getrennt und mein Exfreund hortete VW-Aktien.
Manchmal muss man gar nichts machen;-)))
Dennoch, wenn es Dir gut tut, es trifft ja nicht den falschen!
 
R

rosenmann

  • #99
Ich gehe mal davon aus, dass alle, die dir abraten, selber was zu verbergen haben,
ich als Ehefrau würde es wissen wollen.
Naja, diese Argumentation ist ziemlich billig und folgt einer ähnlichen Logik wie wenn unsere Politiker in vertrauter Regelmäßigkeit für Vorratsdatenspeicherung und andere Kontrollinstrumente werben, wo es dann heißt, wer nichts böses tut, hat auch nichts zu verbergen. Wem der Fehler nicht auffällt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Was die Rache angeht, wozu der Aufruhr, ich hatte auch schon Rachegelüste, ist doch menschlich, ich habe allerdings kein Forum dazu befragt um mein Gewissen irgendwie reinzuwaschen, ich habe mich gerächt, das ist meine Entscheidung, basta.

Aber ich muss auch damit leben mich so verhalten zu haben und stehe ganz allein dafür gerade, da kann ich nicht sagen, die anderen haben mir das ja geraten und alles, nein. Und, nachdem viel Zeit vergangen ist, sehe ich vieles anders. Rache ist keine edle Handlung sondern ziemlich primitiv, der Reife Geist hält inne und bleibt ruhig.

Und das beste Argument ist natürlich das mit den (angeblichen) Krankheiten. Eine wahre Mutter Theresa, die sich nun um die potentiellen Krankheiten von unbekannten Personen fürchtet. Bravo, so retten wir die Welt.

Also in Kürze, rächt euch, seit stolz auf euch wenn ihr meint. Aber erfindet keine haarstreubenden Begründungen, um das ganze ins rechte Licht zu rücken.
 
N

nachdenkliche

  • #100
der vom Fremdgeher zugefügt wurde. Und nicht einmal dieser Schaden muß absichtlich von ihm zugefügt worden sein, vielleicht waren die Erwartungen der FS einfach überzogen hinsichtlich der kurzen Zeit des Kennenlernens,
Hääää? Das verstehe ich jetzt gerade nicht. Du meinst der "arme Mann" hat das alles nur aus Versehen gesagt, ohne böse Absicht, dass er ledig ist und nur ein Kind hat? Allein die Tasache, dass er in einer SB angemeldet war/ist und mit der FS anbandelte ist in meinen Augen ein Treuebruch ohnegleichen. Ich sehe schon, wir hauen uns hier die Köppe ein und die FS meldet sich ja gar nicht mehr. Wäre mal interessant zu hören, ob sie sich mit der Ehefrau in Verbindung gesetzt hat..ich frage mich immer noch, wie sie das herausgefunden hat...
 
  • #101
Ja! Aber die Konsequenzen muss der Betrüger tragen! ER ist mit der FS in einer Beziehung/Affäre gewesen - da gilt es das zu klären und Konsequenzen folgen zu lassen, ohne Einbezug von Dritten. Zu der Ehefrau hat nur ER eine Beziehung... nicht die FS.
Was ist das denn für eine schwache Argumentation? Was willst Du denn mit einem chronischen Fremdgänger klären, der die SB nach Sexabenteuern abgrast, sich beziehungswillig gibt und über seine Ehe und Kinderzahl lügt? Mit den kann die FS nichts klären. Mit welchen Konsequenzen willst Du ihm kommen, Du hast doch nichts in der Hand, er hat keine Gefühle udn auf Deinen trampelt er rum.
Ob sie mit ihm redet oder nicht, ihn mit Schweigen und Rückzug "abstraft", wie empfohlen wird usw. Das perlt an ihm alles rückstandslos ab, denn er hat keinerlei Empfindungen für dei FS, er findet sie doof und nervig/unwillig und versucht es bei der nächsten.

Die FS hat keinerlei Chance, an ihm eine direkte Revanche für ihre verletzten Gefühle zu nehmen soandern nur die Option, es über seine Ehefrau zu versuchen.
Wenn es dieser egal ist, weil sie keine Gefühle für den Mann hat, sondern nur von ihm komfortabel versorgt werden will, sogar froh ist, dass er unter der Woche weg ist und sich dort auslebt, dann verpufft der Racheversuch der FS.
Es kann aber auch sein, dass die Ehefrau von nichts weiß und ihm Feuer gibt bis hin zur Scheidung - machen die meisten Faruen, die wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen.
Das Einzige womit man so einen Mann treffen kann, ist nämlich genau das: einen Stock in die Speichen seines Lebens halten, ihn zum für Frauen unattraktiven Scheidungsmann mit Altlasten machen. Dann trägt er die Folgen für sein Handeln.

Ich habe Rache als sehr heilsam erlebt, so wie Mandoline es beschreibt. Sie hat mich aus der Opferrolle befreit, mir Selbstachtung und Selbstwert zurückgegeben und mich wieder zur Akteurin in meinem Leben gemacht.
Wer glaubt, mich belügen und benutzen zu können, geht ein sehr hohes Risiko ein, dass ich ihm den gleichen Schaden verursache - auch über eine vermeinlich unbeteiligte Dritte oder xte Personen - denn am Ende der Kette der Unbeteiligten steht er, den es dann doch trifft - in Gegegnteil zu allen anderen Luftnummern die hier von Affärenmenschen empfohlen werden.
 
  • #102
Das ganze Gerede/Geschreibe über Frauensolidarität, Gerechtigkeit, Leben der eigenen Werte etc. hört sich ja schön an, manche mag auch tatsächlich daran glauben, was sie von sich gibt, aber in Wirklichkeit geht es doch nur um Eines: Dem Mann, der die eigenen Erwartungen nicht erfüllt hat und der dazu noch unehrlich war, soll so richtig eins ausgewischt werden.
Ich denke, das Schlimmste, was FS passieren könnte, wäre eine Reaktion der Ehefrau wie: "Ja, macht er öfter. Weiß ich. Ach, sind Sie auf ihn reingefallen? Tut mir leid für Sie."
Würde FS sich dann wohl zufrieden zurücklehnen, da der Gerechtigkeit Genüge getan ist, oder würde sie sich vor Wut am liebsten in den Hintern beißen? :)

w,51
 
  • #103
meine grösste Rache ist, sie hat ihn jetzt! Oder mein Exfreund, der so geizig war, dass er im Winter die Heizung aus hatte und mich für schuldig hielt, ihn auszunutzen, wenn ich mal mein Portemonaie vergessen habe.
Sowas ähnliches denke ich die ganze Zeit schon. Rachegefühle hatte ich auch schon, allerdings nicht im Beziehungsbereich. Wenn mich da jemand enttäuscht, lasse ich ihn fallen und schiebe ihn aus meinem Leben. Würde ich da noch Gedanken an Rache haben, wäre mein Leben weiter von diesem Menschen bestimmt und meine Energie würde jemandem zufließen, der das nicht verdient hat.
Ich denke, wenn jemand sich mies verhält, ist er sich selbst Strafe genug, denn mit Lebensfreude kann das nicht zusammengehen, selbst wenn es nicht Niedertracht sondern emotionale Blindheit ist.

Ich war auch noch nie in der Situation, einer Frau erklären zu sollen, dass ihr Mann sie betrügt. Ich war mehrfach in der Situation, dass verheiratete Männer mich angegraben haben, einer sogar soweit, dass er ganz offensichtlich Sex gewollt hätte. Ich bin gar nicht auf den Gedanken gekommen, der Frau das zu erzählen, auch wenn das eigentlich nicht so viel anders ist, als sich im Netz nach Frauen umzusehen. Früher war die Ehefrau mein Feind und ich der Meinung, der arme Mann ist unglücklich in seiner Ehe und hat sich schwer verliebt. Heute denke ich, "Such dir deine Bestätigung woanders". Sollte tatsächlich Liebe im Spiel sein, verhält man sich ja nicht so, sondern denkt über seine Ehe nach und ob man sie erhalten will.

Im Fall, dass man nicht weiß, dass der andere gebunden ist, ist man selber ja noch "unschuldig". Im Fall, dass man mit offensichtlich verheirateten Menschen was anfängt, ist zumindest klar, dass der andere ein Lügner und Betrüger ist. Also kann man hinterher nicht hinrennen und der betrogenen Person sagen, mit was für einem miesen Typ sie zusammen ist, wo man ihn doch selber wollte. Das ist für mich offensichtlich Rache.

Ich denke daher, wenn man einem anderen vermittelt, dass sein Ehepartner so tut, als sei er Single, ist das nicht unbedingt Rache. Bei mir wäre es das jedenfalls nicht, obwohl ich mir nicht sicher wäre, ob ich die Frau kontaktieren soll oder nicht. Ich würde es wissen wollen an ihrer Stelle.
 
  • #104
Jede vernünftige Frau will es wissen, wenn Ihr Ehemann sie hintergeht. Dabei spielt es keine Rolle, wer sie informiert, solange die Quelle glaubwürdig ist und Beweise vorlegen kann. Nur weil Eine unter Zehntausend vielleicht tatsächlich Willens wäre, ihr Leben und ihre Gesundheit zu riskieren, um einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen, ist das ganz bestimmt kein Grund, die 9.999 anderen zu gefährden.

Zu schweigen ist in so einer Situation völlig unverantwortlich. Wer die Ehefrau nicht aufklärt, hat weder Verantwortungsbewußtsein noch Mitgefühl und ist ein wirklich erbärmlicher Egoist!

Dieses dauernde Geschwafel von "Rache" stammt doch ausschließlich von verängstigten Männern und rückständigen Weibchen, die schlicht keine Feministinnen sind, und deshalb glauben, andere Frauen gehen sie nichts an. Nicht das Rache per se etwas Schlechtes ist. Es gibt im vorliegenden Fall nur überhaupt keinen Grund, der FS diese Absicht permanent zu unterstellen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #105
Der Wunsch nach Rache fällt niemandem vom Himmel in den Schoss herab. Der entsteht nach einem erlittenen Unrecht und völliger Missachtung der Wünsche, Gefühle und Bedürfnisse des ahnungslosen Opfers. Würde ein Täter nicht ein Opfer für seine Zwecke und Bedürfnisse missbrauchen, indem er ihn täuscht und belügt, so würde der Wunsch jemandem eins auswischen gar nicht entstehen. Dieser Wunsch entsteht nur als Reaktion auf menschlich respektloses und verletzendes Verhalten und ist deshalb nicht nur nachvollziehbar, sondern eine logische Folge, wenn sie denn auch ausgeführt wird.
Du gehtst hier auf "Täter" ein, die ihre "Opfer" für ihre Zwecke und Bedürfnisse missbrauchen... entschuldige, schon allein die Opfer- und Täterrolen zu vergeben spricht Bände. Aber im Grunde missbrauchen Frauen, die Ehefrauen ihrer Affäre "aufklären" doch auch nur für ihre Rachegelüste. Ich für meinen Teil kann respektloses und verletzendes Verhalten mir gegenüber zumindest anders verarbeiten, für mich ist und bleibt Rache dann keine logische Folge.

Aber, was geschieht, wenn die Ehefrau selbst entdeckt, dass ihr Mann ein Profil bei EP hat und ihn zur Rede stellt und dazu bringt, ihr seine Mail-Protokolle zu zeigen? Und sie vor Wut sich ebenfalls an ihn rächen will? Hat sie das Recht dazu nur, weil sie verheiratet sind bzw. er ihr rechtmässiger Ehemann ist?

Dann kann die Frau für sich entscheiden, ob sie sich rächt (bitte ohne Dritte einzubeziehen) oder den Kerl souverän einfach vor die Tür setzt oder gar kein Problem damit hat - zumindest es einfach nur mit ihm klärt. Viele Frauen reagieren ja auch bei Scheidungen nach dem Motto "ich nehm alles, was mir zusteht (also eher was ich kriegen kann) und mach dem Alten das Leben zur Hölle und die KInder werden auch noch instrumentalisiert", weil er mich ja so gedemütigt und verletzt hat. Und halten sich dann für souverän, clever und wahnsinnig sozial kompetent. Ich kann Männer immer mehr und mehr verstehen, dass sie irgendwie oft die Lust an festen Beziehungen verloren haben... Und mir sind einige meiner Geschlechtsgenossinen einfach zunehmend nur noch peinlich... mir sind solche Spielchen weitgehend fremd, obwohl ich sicherlich im Leben auch schon einiges einstecken musste.
 
  • #106
Ich denke, wenn jemand sich mies verhält, ist er sich selbst Strafe genug, denn mit Lebensfreude kann das nicht zusammengehen, .
Ist für mich ein supertolles Statement ganz allgemein und abschließend zum Thema Rache im Speziellen und hier im Besonderen :) Wer das hinkriegt, ist mit sich selbst im Reinen und reif genug, um mit dem Leben ganz allgemein fertig zu werden, ohne andere Menschen klein machen, bestrafen oder richten zu wollen (müssen).
 
  • #107
Ich hatte eine Patientin mit Suchproblem, deren Ehemann sich samt zweier Kinder von einer Brücke in den Tod gestürzt hat. Die Frau wollte sich von ihm trennen, weil sie sich in einen anderen Mann verliebt hat, hat sich heimlich (mit ihm) eine Wohnung gesucht und ihren Auszug vorbereitet.
Irgendwann hätte ihm die Frau doch ohnehin sagen müssen, dass sie ihn verlässt. Und dann hätte er als psychisch labiler Mensch vermutlich auch nicht anders reagiert. Manche Menschen neigen zu solchen Reaktionen, das hat mit dem "Überbringer" der Nachricht rein gar nichts zu tun. Auch gut im Nachbar-Thread zu beobachten, wo die Ehefrau über WhatsApp-Nachrichten ihres Mannes zur Furie wird. Da hat es noch nicht einmal einen "Dritten" gebraucht, um diese Reaktion zu verursachen.
 
  • #108
Dieses dauernde Geschwafel von "Rache" stammt doch ausschließlich von verängstigten Männern und rückständigen Weibchen, die schlicht keine Feministinnen sind, und deshalb glauben, andere Frauen gehen sie nichts an.
Wer den Thread aufmerksam liest, dem fällt schon auf, dass Rache hier bei den meisten das Leitmotiv ist. Ich glaube auch nicht, dass es so viele "verängstigte" Männer gibt - eher halte ich die meisten Männer von einem gewissen Typ Frau für megagenervt. Geht mir genauso und wenn Feministin sein damit einhergeht, der Männerwelt ständig zeigen zu müssen, wo der Hammer hängt und bei Unwohlverhalten alle möglichen Strafen in Betracht zu ziehen und immer wieder beweisen zu müssen, dass Frauen eben doch die besseren Menschen sind, dann bin ich froh und stolz drauf, ein rückständiges Weibchen zu sein. DAS ist wenigstens menschenfreundlich :)
Nicht das Rache per se etwas Schlechtes ist. Es gibt im vorliegenden Fall nur überhaupt keinen Grund, der FS diese Absicht permanent zu unterstellen.
Deine Meinung zu Rache entbehrt jeglicher Grundlage, Rache per se ist schon eher etwas "Schlechtes" (wenn man es so ausdrücken möchte). Rachsüchtigkeit geht oft einher mit persönlichen Defiziten (für alle die, die das brauchen: diese These ist durchaus wissenschaftlich abgesichert und begründbar) und schadet u.U. dem Rächer viel mehr in seiner Persönlichkeit als dem, auf den die Rache bezogen ist. In winzigen "Alltagsrachesituation" menschlich und auch unproblematisch...
 
  • #109
Jede vernünftige Frau will es wissen, wenn Ihr Ehemann sie hintergeht. Dabei spielt es keine Rolle, wer sie informiert, solange die Quelle glaubwürdig ist und Beweise vorlegen kann. Nur weil Eine unter Zehntausend vielleicht tatsächlich Willens wäre, ihr Leben und ihre Gesundheit zu riskieren, um einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen, ist das ganz bestimmt kein Grund, die 9.999 anderen zu gefährden.

Zu schweigen ist in so einer Situation völlig unverantwortlich. Wer die Ehefrau nicht aufklärt, hat weder Verantwortungsbewußtsein noch Mitgefühl und ist ein wirklich erbärmlicher Egoist!

Dieses dauernde Geschwafel von "Rache" stammt doch ausschließlich von verängstigten Männern und rückständigen Weibchen, die schlicht keine Feministinnen sind, und deshalb glauben, andere Frauen gehen sie nichts an. Nicht das Rache per se etwas Schlechtes ist. Es gibt im vorliegenden Fall nur überhaupt keinen Grund, der FS diese Absicht permanent zu unterstellen.
Also der Eindruck hat sich mir auch schon aufgedrängt.
Endweder sympathisieren hier einige mit dem Fremdgehen und sind deshalb natürlich extrem gegen das Auffliegenlassen und/oder es gibt tatsächlich ein paar Frauen, die sich lieber mit geschlossenen Augen weiter betrügen lassen als mit offenen Augen einen Schlussstrich zu ziehen.
 
  • #110
Du gehtst hier auf "Täter" ein, die ihre "Opfer" für ihre Zwecke und Bedürfnisse missbrauchen... entschuldige, schon allein die Opfer- und Täterrolen zu vergeben spricht Bände. Aber im Grunde missbrauchen Frauen, die Ehefrauen ihrer Affäre "aufklären" doch auch nur für ihre Rachegelüste. Ich für meinen Teil kann respektloses und verletzendes Verhalten mir gegenüber zumindest anders verarbeiten, für mich ist und bleibt Rache dann keine logische Folge.
Rache ist die logische Folge, wenn sie ausgeführt wird. Ansonsten gibt es für den Fremdgeher keine Folgen, wenn eine Frau darauf verzichtet! Der fremdgehende Mann ist die treibende Kraft. Er belügt zwei Frauen und verletzt auch beide und die Frauen sollen nur schweigen, dulden und leiden? Das tun nur Frauen, die keine Selbstachtung und Selbstwertgefühl haben.

Wenn ich einen Mann belüge und betrüge, dann soll ich mich nicht wundern, wenn er sich auch rächen will oder auch ein hypothetischer Affärenmann falls ich ihn belog, ich sei frei wie ein Vogel :)

Ich hätte es wirklich verdient, die Konsequenzen zu tragen, weil ich ein riesengrosser Feigling war den Mund aufzumachen und mit meinem Mann nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen statt fremdzugehen. Eine Rache sollte für mich auch Lektion sein. Diese Grösse hätte ich doch aber noch viel mehr die Grösse nicht fremdzugehen, sondern über Probleme reden.

Wer mit Achtung, Respekt, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit dem Partner gegenüber sich verhält und nach der Maxime "Was du nicht willst, das man dir tut, das fuge keinem anderen zu" lebt, der wird auch keine Rachegelüste erfahren und sorgenlos und mit ruhigem Gewissen leben. Wer nicht lügt und betrügt wird auch nicht "bestraft". Warum bestraft man Kinder für Lappalien aber lässt Erwachsene, welche einen seelischen Schaden (bis zu posttraumatischen Belastungsstörung, wie nach einem Teauma) ungeschoren davon?

Überhaupt im Artikel stand, der Mann war ein Riesenfeigling mit seiner Frau über seine Befindlichkeit und Bedürfnisse zu reden aber statt dessen fing er eine Affäre mit der Nachbarin. Da bekam er am Schluss die Quittung als die Nachbarin schwanger wurde - ein Beweis, dass er ohne Kondom vö...te!
 
  • #111
Ich habe Rache als sehr heilsam erlebt, (...) dass ich ihm den gleichen Schaden verursache - auch über eine vermeinlich unbeteiligte Dritte oder xte Personen - denn am Ende der Kette der Unbeteiligten steht er, den es dann doch trifft - in Gegegnteil zu allen anderen Luftnummern die hier von Affärenmenschen empfohlen werden.
Hört sich für mich nicht nach Heilung an, sehr zynisch und menschenverachtend - hauptsache am Ende der Kette wird derjenige, der dich getroffen hat, dann doch "bestraft".
 
  • #112
Wer den Thread aufmerksam liest, dem fällt schon auf, dass Rache hier bei den meisten das Leitmotiv ist. Ich glaube auch nicht, dass es so viele "verängstigte" Männer gibt - eher halte ich die meisten Männer von einem gewissen Typ Frau für megagenervt. Geht mir genauso und wenn Feministin sein damit einhergeht, der Männerwelt ständig zeigen zu müssen, wo der Hammer hängt und bei Unwohlverhalten alle möglichen Strafen in Betracht zu ziehen und immer wieder beweisen zu müssen, dass Frauen eben doch die besseren Menschen sind, dann bin ich froh und stolz drauf, ein rückständiges Weibchen zu sein. DAS ist wenigstens menschenfreundlich :)

Deine Meinung zu Rache entbehrt jeglicher Grundlage, Rache per se ist schon eher etwas "Schlechtes" (wenn man es so ausdrücken möchte). Rachsüchtigkeit geht oft einher mit persönlichen Defiziten (für alle die, die das brauchen: diese These ist durchaus wissenschaftlich abgesichert und begründbar) und schadet u.U. dem Rächer viel mehr in seiner Persönlichkeit als dem, auf den die Rache bezogen ist. In winzigen "Alltagsrachesituation" menschlich und auch unproblematisch...
Rache per se ist etwas Schlechtes...und Fremdgehen ist per se noch etwas viel Schlechteres!
Und was soll immer dieser Feministinnen-Kram, das Ganze hat hier weder etwas mit Frau noch mit Mann zu tun, sondern mit dem Thema fremdgehen, darum geht es und es ist völlig irrelevant, wer fremdgeht, ob nun Mann oder Frau, es bleibt dabei, die SACHE ist mega mies! Ist mir doch egal, ob das nun ein Mann oder eine Frau begeht.
 
  • #113
Und es geht hier überhaupt nicht darum, Männer permanent schlecht zu machen, in diesem Fall ist ein Mann fremdgegangen, also bekommt er es hier - völlig zu recht - ab.
Wäre hier eine Frau fremdgegangen, wäre sie genauso mies und hätte exakt dasselbe verdient und wo ist da jetzt was Feministisches?
Hier wird nicht geschlechtsbezogen sondern tatbezogen schlecht gemacht und das ist völlig in Ordnung.
Feminismus ist auch ein gern genutztes, überstrapaziertes Totschlagargument.
Nicht jede Frau, die eine eigene Meinung hat, ist deshalb gleich eine Feministin, so ein Unsinn. Feminismus ist ein Extrem, da rutscht man nicht rein, nur weil man seine eigene Meinung hat.
Und der einzige Typ Frau, der nervt, ist der Typ "gehörige Frau", nach dem Motto "Mein Mann hat immer recht, denn mein Mann ist ein Mann, also hat er recht, egal was er tut!".
Das ist einfach Unsinn, genauso wie es anders rum unsinnig ist, wenn ein Mann meint "Meine Frau hat immer recht, weil sie eine Frau ist", das entbehrt jeder Logik.
Und ich kenne im Gegenzug eine Menge Männer, die vom Typ "artiges Weibchen" genervt sind.
Und das "artige Weibchen" ist im Übrigen gar keins, sondern es spielt nur das "artige Weibchen", weil das eine "Männerfang-Strategie" ist, um sich beim Männchen beliebt zu machen.
Und selbst wenn es Rache wäre, wäre das nicht mal ansatzweise so schlimm, wie das Fremdgehen, insofern kann ich nicht nachvollziehen, warum sich hier ständig über die Rache moniert wird.
Hier wird ja so getan, als wäre die Rache das "Verbrechen" und das Fremdgehen eine Kleinigkeit, die gar nicht der Rede wert ist,
das kann doch so nicht richtig sein!
Abschließend eine Frage: Warum sympathisiert man mit dem Fremdgänger, völlig egal, ob dieser nun männlich oder weiblich ist?
 
  • #114
Vielleicht ist es mit der Rache wie mit einem Alkoholrausch. Zuerst ein Hochgefühl, dann der "Kater". - Muss jeder selbst wissen, was ihm da zuträglich ist. Ich vermute bei mir selbst, dass ich mich z.B. nach einem Verrat an die Ehefrau sehr schlecht fühlen würde, auch wenn ein Lügner u Betrüger auf jeden Fall großen Ärger verdient hat. Aber ich wollte aus Prinzip nicht den Anstoß dazu geben. Da wird man doch leicht zum Sündenbock und kriegt dann evtl Wut und Hass sowohl vom Ex-Geliebten als auch von der Betrogenen zu spüren. Nee, keine Lust auf sowas. Es kommt ja sowieso irgendwie raus.
 
  • #115
Man kann auch alles kompliziert machen und totdenken. Ich finde es ist gar keine Frage, dass du da selber entscheiden kannst wie du vorgehst. So jemand darf ruhig mal so richtig an seine Grenzen kommen und ausgebremst werden. Ob sie das nun wissen will oder nicht. Mal ehrlich: Die Idee sie würde sich was antun ist gelinde gesagt überzogen. So schlimm kanns nicht werden. Recht auf verdrängung und im Fall dieses Mannes auch noch bequem davon kommen gibt es nicht. Verstehe nicht wie man da so aufjaulen kann. Vielleicht kann man den ja auch anders komplett an die Wand nageln, da wird dir schon was einfallen.
 
  • #116
Wer nicht lügt und betrügt wird auch nicht "bestraft". Warum bestraft man Kinder für Lappalien aber lässt Erwachsene, welche einen seelischen Schaden (bis zu posttraumatischen Belastungsstörung, wie nach einem Teauma) ungeschoren davon?
Das ist schlichtweg falsch: niemand wird eine posttraumatische Belastungsstörung durch einen Betrug davontragen (in der Regel werden da keine massiven Gewalterfahrungen gemacht, die Leib und Leben stark bedrohen, ohne das sich der Betroffene selbst "retten" kann), da müssen schon ganz andere Dinge passieren. Eine in irgendeiner Form ausgeprägte Anpassungsstörung, okay, aber von einer "posttraumatischen Belastungsstörung" zu reden - nee, das kann ich nicht mehr ernst nehmen...
 
  • #117
Deine Meinung zu Rache entbehrt jeglicher Grundlage, Rache per se ist schon eher etwas "Schlechtes" (wenn man es so ausdrücken möchte). Rachsüchtigkeit geht oft einher mit persönlichen Defiziten (für alle die, die das brauchen: diese These ist durchaus wissenschaftlich abgesichert und begründbar) und schadet u.U. dem Rächer viel mehr in seiner Persönlichkeit als dem, auf den die Rache bezogen ist. In winzigen "Alltagsrachesituation" menschlich und auch unproblematisch...
Ich hätte gerne diese wissenschaftliche These gelesen! Dazu gibt es eine gegenteilige psychologische Untersuchung und obwohl Rache gesellschaftlich sehr verpönt ist, hat sie ihre Berechtigung und dient dem sich rächenden Opfer (die Person, welche einen körperlichen, seelischen, geselschaftlichen oder materiellen Schaden erlitten hat) als Psychohygiäne.

"Rache ist der Ausdruck einer grundlegenden menschlichen Notwendigkeit, passiv Erlittenes in aktiv Gehandeltes zu verwandeln, meint der Experte. Das Opfer rächt sich, indem es selbst zum Täter wird. Der Akt der Vergeltung schafft - mindestens - Genugtuung.
...
Rache ist wie ein Ventil, das den Überdruck des angestauten Ärgers vorsichtig und sanft ablässt. Vorausgesetzt, man wartet nicht so lange, bis sich unendliche Wut aufgestaut hat, sondern rächt sich mit kleinen, subtilen Gemeinheiten, wenn man das Bedürfnis danach hat.
...
"Schon das sehr kleine Kind entwickelt - wahrscheinlich gegen Ende des zweiten Lebensjahres - ein Urbedürfnis nach Gerechtigkeit, ein Gefühl dafür, dass ein Miteinander der Menschen nur möglich ist, wenn eine Art primitive Gerechtigkeit herrscht", sagt Leon Wurmser. Vergeltung entspricht also dem archaischen Wunsch, ein subjektiv gestörtes Gleichgewicht wiederherzustellen. Das Zurückschlagen scheint fast der instinktive Trieb, diese Balance wiederzuerlangen.
...
Mitspieler, die sich ausgetrickst fühlten, durften ihre Partner "bestrafen". Diese Rache empfanden die Übervorteilten als besonders angenehm: Immer dann, wenn die Testpersonen ihre Rache planten, war eine Hirnregion namens dorsales Striatum besonders aktiv, die als Teil des Belohnungssystems zu betrachten ist. Daraus wird gefolgert, dass Strafe zu erteilen vom Gehirn als Befriedigung erlebt wird."

Mod: Link entfernt. Danke für Ihr Verständnis.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
N

nachdenkliche

  • #118
Ich habe gestern das Thema Rache auch mal gegoogelt, ich glaube ich habe das auch gesehen.@Mandoline.
Es ist mitnichten ein charakterliches Defizit, das schreiben auch Psychologen. Das reinigt die Seele...
Jeder muss das selbst für sich entscheiden, wenn er das tut und ich kann jeden wirklich verstehen, wenn er das tut. Man muss aber mit Bedacht vorgehen und die Relationen bedenken, wie hier die der FS nach 6 Wochen, okay. Aber auch sie wird ihre Gründe haben. Ich wollte das auch wissen, ob mein Partner mich betrügt. Ich möchte in meinem Vertrauen, das ich in ihn hatte, nicht betrogen werden, fertig. Wenn ich mit solch einer Meldung einer fremden Frau konfrontiert würde und ich Kein Problem mit der Untreue meines Partners hätte, würde ich ihr das einfach nur sagen und ihr vielleicht den Hinweis geben " Danke, für den Tipp, aber ich bin auch woanders unterwegs!"
Ich selbst habe mich nach meiner Trennung ohne Rache besser gefühlt. Aber ich habe ihn mit meiner unfreiwilligen Entdeckung ganz hart konfrontiert. Er war sowas von peinlich berührt, das hat mir gereicht..:)
Also, alles ist gut!
 
  • #119
hauptsache am Ende der Kette wird derjenige, der dich getroffen hat, dann doch "bestraft".
Ja, so ist das, ich lasse niemanden ungestraft auf meinen Gefuehlen und meinem Vertrauen rumtrampeln. Ich entscheide, wer wofuer abgestraft wird und das hat nichts mit Menschenverachtung oder Zynismus zu tun, sondern mit Psychohygiene.

Eine in irgendeiner Form ausgeprägte Anpassungsstörung, okay, aber von einer "posttraumatischen Belastungsstörung" zu reden - nee, das kann ich nicht mehr ernst nehmen...
Die posttraumatische Belastungsstoerung ist in diesem Zusammenhang weniger weit hergeholt als Dein Suizidkonstrukt. Sicherlich bekommt keine psychisch gesunde Frau eine PTBS wenn sie einmal erlebt, was die FS feststellt, belogen und betrogen zu werden, mit dem Ziel fuer einen chronischen Fremdgaenger eine kostenlose Sexaffaere zu sein, weil er sich den Gang zur Prostituierten sparen will. Du hast eben eine andere Meinung zu Sex, Dir macht das nichts aus und das darf so sein. Allerdings duerfen andere Frauen mit anderen Werten anders darueber denken. Das musst du aushalten.

Es gibt Frauen, die wegen irgendwelchen anderen Dingen ohne Mann nicht sein koennen und die solche Erlebnisse xmal hintereinander in SB haben. Bei denen treten dann

Zeichen einer PTBS auf, mit allen Folgen fuer das weitere Leben, den Umgang mit anderen Menschen. Das ist eine massive Einschraenkung ihrer Lebensqualitaet und da ist Rache mM legitim. Das duerfen andere Menschen gern anders handeln, ist fuer mich auch ok.

Ich fuer mich kann das sehr fein trennen, entscheide, wann ich mich bitter raeche und wann eine Verfehlung unter shit happens faellt. Es haengt im wesntlichen vom Vorfall ab und bei betruegenden Maennern kenne ich kein Pardon.

Aber ich wollte aus Prinzip nicht den Anstoß dazu geben. Da wird man doch leicht zum Sündenbock und kriegt dann evtl Wut und Hass sowohl vom Ex-Geliebten als auch von der Betrogenen zu spüren. Nee, keine Lust auf sowas.
Es ist wohl weniger eine Frage von keine Lust auf sowas sondern von allgegenwaertiger Feigheit davor Position zu beziehen und zu zeigen, sich nicht alles bieten zu lassen.
Was interessieren mich Wut und Hass charakterlich minderwertiger Menschen. Ich habe ausreichend Mut, mich grade zu machen und zu sagen, ich war das und warum ich das gemacht habe.
 
  • #120
Deine Meinung zu Rache entbehrt jeglicher Grundlage, Rache per se ist schon eher etwas "Schlechtes" (wenn man es so ausdrücken möchte). Rachsüchtigkeit geht oft einher mit persönlichen Defiziten (für alle die, die das brauchen: diese These ist durchaus wissenschaftlich abgesichert und begründbar) und schadet u.U. dem Rächer viel mehr in seiner Persönlichkeit als dem, auf den die Rache bezogen ist.
Das ist Deine persoenliche Meinung, die genauso jeglicher Grundlage entbehrt.
Deine Meinung zu Rache entbehrt jeglicher Grundlage, Rache per se ist schon eher etwas "Schlechtes" (wenn man es so ausdrücken möchte). Rachsüchtigkeit geht oft einher mit persönlichen Defiziten (für alle die, die das brauchen: diese These ist durchaus wissenschaftlich abgesichert und begründbar) und schadet u.U. dem Rächer viel mehr in seiner Persönlichkeit als dem, auf den die Rache bezogen ist.
Das ist Deine persoenliche Meinung, die genauso jeglicher Grundlage entbehrt und bei diesem Thema auch Dein persoenliches Wertesystem. Bei anderen Themen wuederst Du, wie auch viele andere sexuell freizuegige Menschen hier sich ganz anders aeussern.

Meine veruebte Rache ein Meilenstein auf dem Weg zu psychischer Gesundheit war, ganz so, wie es die von Mandoline erklaerte moderne Psychologie mittlerweile vertritt.
Warum bitte ist Rache was Schlimmeres als einen Menschen zu beluegen und zu betruegen. Es ist eine adaequate Reaktion, noch nichtmal die initiale Aktion.
Ich habe niemandem das Leben genommen, sonden es dem Taeter genauso schwer gemacht, wie er mir. Es ging von ihm aus, nicht von mir. Er hat agiert, ich habe darauf reagiert, nicht mehr, nicht weniger.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.