• #31
Und last but not least so gerne ich ein "klärendes Gespräch" führen würde, weil es mir vermutlich helfen würde abzuschließen, glaube ich nicht, dass ich momentan stark genug wäre ihn danach wegzuschicken.
Was willst Du denn noch klären? Es ist alles geklärt. Ihr habt ewig und 3 Tage rumlamentiert, warum er sich nicht trennt - immer solltest Du Verständnis für seine Situation haben.
Und nun schient die Trennung umgestett, sie ist ausgezogen und Du sollst wieder Verständnis haben, wegen was auch immer. So geht es ewig weiter. Er interessiert sich nur für sich/seine vorrangigen Belange und ist eine alte Heulsuse, wenn Probleme auftauchen.

Er v***** mit Dir und seiner Frau. Seine Frau wird schwanger - er flennt die die Ohren voll. Das Kind wird geboren (geht nunmal nicht anders), er flennt Dir die Ohren voll.
Verachtest Du diesen flennenden Lappen nicht? Was hast Du für ein Wertesyste, dass du so einen Mann sexy findest?

Wenn Du nicht schwach werden willst und ohne Aussprache nicht leben kannst, dann triff Dich am Wochenende mit ihm im belebten Park. Es ist so kalt, dass ihr schon nicht übeinander herfallen werdet. Damit ist das Problem gelöst.

Ich verachte mich dafür, dass ich - nach allem, was er mir in den letzten 2 Jahren abverlangt hat - ernsthaft überlege, ob meine Reaktion übertrieben war und mich frage, ob es sich nicht gelohnt hätte noch ein wenig länger zu warten.
Warum verachtest Du ihn nicht? Er ist doch ein ganz armseliges Würstchen ohne Charakter.
Das erste, was Du Dir vergegenwärtigen solltest: er ist ein Mann ohne Rückgrat, der Affären eingeht, obwohl er gebunden ist und ein kleines Kind hat. Glaubst Du allen Ernstes, Dir ergeht es mit ihm anders als seiner Frau?

Wenn Du ihn wirklich aus Deinem Leben ausroden willst und es selber nicht hinbekommst, dann überlass es ihm, Dich aus seinem Leben rauszuroden. Nimm Kontakt z seiner Frau auf und erzähl ihr, wie lange er sie mit Dir betrogen hat, wie er Dir die Ohren über das ungewollte Kind vollgeheult hat, was für tollen Sex und wie oft ihr ihn hatten.
Sei Dir sicher, sie macht ihm derartig Feuer unter dem A*****, dass er Dich hassen wird und nie wieder was mit Dir zu tun haben will.
Auch so kann frau Entzug machen, wenn man es emotional selber nicht hinkriegt.
 
  • #32
Angenommen er käme irgendwann zurück und wäre endlich richtig frei, so startet Ihr mit einer besseren Basis wenn jetzt wirklich Fundstelle herrscht. Ich weiss wovon ich rede.
Ich habe das- Kinder hatten sie keine- noch länger als Du durchgemacht. Die Sachlage ist schon etwas anders als bei Dir. Schlussendlich hatte es auch bei uns immer mehr schleichend Misstöne gegeben. Es tat mit der Zeit nur noch weh im Herz und auch ich bin plötzlich gegangen. Und sie sind immer noch nicht weiter.....
Besser Du erlebst die Phase der Misstöne und das langsame Verschwinden der Liebe weil die nie ausgelebt wurde nicht.
Ich rate Dir Dich abzulenken mit neuen Hobbys oder neue Leute kennenlernen, Kurse besuchen usw..
Mit der Zeit hat Dich dann das Leben wieder.
 
  • #33
Ich wünsche mir von euch in erster Linie ein paar gut gemeinte Ratschläge, wie ich die Hoffnung und die Gefühle loswerde, wie ich es schaffe über ihn hinwegzukommen.
Liebe Veilchen87, kenne Deine Situation sehr gut und möchte Dir deshalb diesen Tipp geben, um Hoffnung und Gefühle loszuwerden:
Schreibe Dir eine „Best of“ Liste mit den schlimmsten Situationen, schlechtesten Ausreden und unangenehmsten Eigenschaften Deines Affärenmannes, am besten griffbereit auf Dein Handy. Wann immer sich Hoffnung oder Sehnsucht melden, schaust Du auf diese Liste..... Alles Gute für Dich!
 
  • #34
Hm, wie wird man die Hoffnung los? Ich denke, in dem man die Augen öffnet und die Realität sieht. In dem man sich immer wieder an die leere Versprechungen erinnert. Da bist du auf einen guten Weg. Vielleicht gibt es ein Schlüsselerlebnis und einen Moment, wo du sein wahres Ich gesehen hast. Erinnere dich daran. Erinnere dich immer und immer wieder daran und du wirst sehen, nach und nach verliert er die magische Kraft, die er auf dich hatte.
Eine andere Strategie wäre, andere Leute kennenzulernen. Die Welt besteht nicht nur aus ihm. Die Welt ist voller Möglichkeiten. Du sollst nur die Augen aufmachen und dir die Chance geben diese Möglichkeiten zu sehen und zu entdecken und wenn es ein Trost sein sollte, andere Menschen haben ähnliches erlebt. Sie haben sich verliebt, den Mut gehabt Entscheidungen zu treffen, manchmal haben sie gewonnen manchmal nicht. Nicht alles war richtig, aber man macht seine Erfahrungen und wächst daraus.......Du wirst es packen. Ich wünsche dir viel Kraft und Durchsetzungsvermögen. Alles Gute für dich 🍀
 
  • #35
Hallo Veilchen,

ich habe Dir einen Ratschlag, wie Du die Bindung zu ihm lösen kannst in dem Sinne, dass es keinen Groll und keine Belastungen mehr gibt, die Dich einerseits runterziehen und Dir andererseits den Weg zu einem anderen Mann verbauen: Es ist die Gnadenmeditation.
Setz Dich in ein ruhiges Zimmer, mach die Augen zu und rufe ihn mit seinem Namen gedanklich her zu Dir. Dabei denkst Du intensiv an ihn und konzentrierst Dich auf ihn. Und dann vergibst Du Dir, dass Du Dich von ihm hast verletzen lassen. Danach vergibst Du ihm, dass Du Dich von ihm hast verletzen lassen. Als letztes verabschiedest Du Dich von ihm und schickst ihm Liebe. Alle diese drei Punkte (Dir vergeben, ihm vergeben, ihm Liebe schicken und ihn verabschieden) musst Du in Gedanken in Worte fassen, deswegen ist es am besten, dass Du Dir vorher drei Sätze überlegt und ausformuliert hast, die das ausdrücken. Du wirst da schon die richtigen Worte finden, die Dir entsprechen.
Diese Gnadenmeditation kannst Du ruhig mehrere Tage nacheinander machen, immer nach dem gleichen Schema. Dadurch wirst Du frei und in der geistigen Welt kommt alles wieder ins Lot. Du wirst das in der materiellen Welt an Deinem Zustand merken. Es ist auch möglich, dass Du ein letztes Mal von ihm träumst und Du da noch eine universelle Wahrheit erfährst.
 
  • #36
Ich danke euch allen so sehr für eure Antworten. Jedes einzelne Wort hilft mit der Situation Frieden zu machen und an meiner Entscheidung festzuhalten.

Das ändert nichts daran, dass meine Gedanken permanent um ihn kreisen. Ich frage mich, ob es ihm genauso furchtbar geht, wie mir und wie es für ihn okay sein kann, dass wir so auseinander gehen. Das letzte Jahr war alles andere als harmonisch, aber wir hatten schöne Momente und teilen viele Erinnerungen. Irgendwie traurig, dass eine so intensive Zeit dann auf eine so unschöne Art endet. Ich hätte in 10 Jahren lieber an ein offenes und ehrliches Gespräch zurückdenken wollen, in dem wir uns beide einvernehmlich entschieden haben getrennte Wege zu gehen, weil es für uns beide nicht mehr geht. Aber so enden Trennung wohl in den seltensten Fällen. Zumal ich aus Erfahrung weiß, dass ein klärendes Gespräch bei uns nicht zu dem erwünschten "Happy Ending" führen würde. Er würde mir wieder nicht die ganze Wahrheit sagen, wie es um seine Ehe und Absichten steht. Er würde mich wieder versuchen um den Finger zu wickeln, um mich noch ein wenig länger hinzuhalten. Und Hoffnung hätte ich nach dem Gespräch auch nach wie vor, egal wie "klärend" es war.

Wisst ihr was ich nicht verstehe? Seine Gefühle waren ja sicherlich zu einem gewissen Teil echt. Auch wenn der Sex schön war, ging es ihm (glaube/hoffe ich) nicht nur darum. Ich glaube auch, dass er sich eine Zukunft mit mir gewünscht hat oder zumindest vorstellen konnte. Wieso schaffen so viele Männer trotzdem nicht den "Befreiungsschlag"? Das mag eine naive Frage sein, da ich nicht verheiratet bin und mich vielleicht einfach nicht in die Lage der untreuen (aber inkonsequenten) Ehegatten hineinversetzen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #37
Ist vielleicht auch nicht der wirkliche "Plan", also der unbewusste, was man am meisten will und braucht. Der ist vielleicht eher, unbedingt zusammenzubleiben, weil xy. Man diffuse Angst hat oder Besitz teilen müsste oder ...

Ich denke, die Affärenperson ermöglicht dem Menschen in der Beziehung eine Verschnaufinsel, eine Hoffnung, wenn das ... wie soll man das nennen? Zusammenraufen? mit der Ehepartnerperson nicht klappt. Oder bis die sich wieder beruhigt hat und man eine Lösung gefunden hat, wieder harmonisch zusammensein zu können.

Die gehören zusammen und lindern ihre Probleme des Zusammenseins. Das klingt viel schöner, als sich sowas anfühlen muss. Welchen Wert hat eine Beziehung, ein Paarleben, ein Zusammenbleiben, wenn das so läuft.
 
  • #38
Ich frage mich, ob es ihm genauso furchtbar geht, wie mir und wie es für ihn okay sein kann, dass wir so auseinander gehen.
Nein es geht ihm nicht genauso wie dir, denn er hat eine Frau und er hat ein Kind.
Wieso schaffen so viele Männer trotzdem nicht den "Befreiungsschlag"?
Er will sich doch gar nicht "befreien". Er will nur alles auf einmal.
Er würde mir wieder nicht die ganze Wahrheit sagen, wie es um seine Ehe und Absichten steht. Er würde mich wieder versuchen um den Finger zu wickeln, um mich noch ein wenig länger hinzuhalten
Weisst du, das ist nicht der erste Mann, der sich so schäbig verhält.
Diese Storys haben wir hier jede Woche im Forum. Noch nie hat sich einer dieser fremdgehenden Exemplare getrennt. Die Affären warten und warten und können sich ihrerseits nicht aus dem toxischen Verhältnis lösen. Sie stellen diese Männer auch noch auf einen Podest. Glauben an Mantras wie "nur der eine", man wäre füreinander geschaffen usw.
All diese naiven Glaubenssätze. Leg sie ab.
Hör auf ihn in Schutz zu nehmen. Der weiß ganz genau, dass sein Verhalten nicht in Ordnung ist. Dennoch hält er dich aus EGOISTISCHEN Gründen hin.

Kleine Nebendarstellung:
Kinder, die misshandelt werden, emotional oder körperlich, nehmen ihre Eltern dennoch in Schutz. Selbst wenn die Eltern schlimmste Verbrechen an den Kindern begangen haben. Diese Kinder nehmen lieber alle Schuld auf sich, auf ihr angeblich "falsches Verhalten", um die Eltern weiter lieben zu können. Um das Schreckliche nicht wahrhaben zu wollen.
Manch Erwachsener macht sowas auch beim Partner.
Du projizierst deine Gefühle auf diesen Mann. Kannst dir nicht vorstellen, dass der nicht so fühlt, wie du selbst fühlst. Willst das nicht wahrhaben.

Denk drüber nach.
 
  • #39
Liebe Fs,
Hast Du mal versucht, mit dem Rauchen aufzuhören?
Da kreisen auch die Gedanken nur noch um die Zigarette...
Bleibe stark. Das wird besser.
Gehe Joggen, beginne ein Hobby, lenke Dich ab. Sprich mit einer Freundin.

Das ändert nichts daran, dass meine Gedanken permanent um ihn kreisen.
Liebe(s) Veilchen,
Du hättest seine Scheidung als "Befreiungsschlag" gesehen. Befreiung von was? Befreiung von seiner Familie, seiner Frau und dem süßen gemeinsamen Kind?
"Befreiung" ist Deine Wertung. Wolltest Du seine Befreierin sein?

Deine Frage war, warum er sich nicht für Dich entschieden und von der anderen Frau getrennt hat.
Die Statistik sagt, dass sich die meisten Menschen dann doch für die Hauptbeziehung und gegen die Affäre entscheiden.

Den Grund kennt er vielleicht selbst nicht, oder es war einfach Bequemlichkeit und Feigheit, oder er ist bei Euren Treffen immer wieder eingeknickt, weil Du so süß geschaut hast. Vielleicht wollte er immer bei seiner Frau bleiben und hat sich auf die Affäre gefreut. Vielleicht nennt er wie Du die Dummheit als Grund. Wir wissen es nicht.

Wenn Du neben Liebessucht noch zur Dreiecksbeziehung recherchierst, findest Du bestimmt, was zu den Ursachen.

Wichtig ist die Frage:
Aus welchem Grund warst Du jahrelang die Geliebte eines vergebenen Mannes mit Kind?
Warum hast Du viel investiert und ein ganzes, schlechtes Jahr ausgehalten?
Es war für Dich sicher ein demütigender Schlag, wenn er nebenher eine andere Frau schwängert.

Was hat Dich so sehr an diesen Mann gebunden? Womit hat er Dich beeindruckt? Was wolltest Du erreichen? Bist Du es wert, dass sich ein solcher Mann für Ehe und Kind mit Dir entscheidet?

Das Prinzip der versunkenen Investition wurde schon angesprochen. Es gibt das Trauma-Bonding. Es gibt Manipulationen durch Future Faking usw. Bei unsicherem Bindungsstil ist ein vergebener Mann sehr begehrenswert .


Schaue Dir Deinen eigenen Anteil an der Misere an. Wie ist Dein Bindungsstil? Hast Du destruktive Glaubenssätze? Welche Selbstbild hast Du von Dir?

Wir können seine Gedanken nicht ergründen. Du kannst aber ergründen, was mit Dir los ist.
Das war sicher nicht D

Wisst ihr was ich nicht verstehe? Seine Gefühle waren ja sicherlich zu einem gewissen Teil echt... Ich glaube auch, dass er sich eine Zukunft mit mir gewünscht hat oder zumindest vorstellen konnte. Wieso schaffen so viele Männer trotzdem nicht den "Befreiungsschlag"?
 
  • #40
Ich finde es ist deine Pflicht als kleine Wiedergutmachung dass du der Frau sagst, was gewesen ist. Sie hat ein Recht darauf, es zu erfahren und zu entscheiden, ob sie den Mann noch will. Du kannst das ja anonym und schriftlich mittels Brief machen, wenn Du Dich persönlich nicht traust (würde mich das persönlich auch nicht trauen bzw. nicht über mich bringen). Ansonsten denke ich dass Du jetzt klassischen Liebeskummer durchleben wirst. Vor allem kommt jetzt die Erkenntnis dass Du dieser Beziehung viel mehr Bedeutung zugesprochen hast, als sie objektiv hatte. Das dürfte dich auch erkalten lassen.

w32
 
  • #41
Gewohnheit, Bequemlichkeit, Materielles, Schuldgefühle, er war früher in diese Frau verliebt, hat ebenso schöne, intensive Erinnerungen, wie mit Dir, man denkt, es ist gerade eine schlechte Phase, wird wieder besser oder man kann das Ruder rumreißen. Unangenehmes wird verdrängt, zögert die Entscheidung hinaus, solange alle mitspielen, so befindet man sich nicht in der Situation entscheiden zu müssen. Letztlich lässt man sich treiben. Erst wenn die Affäre oder Partnerin wegbricht, wird man zum Entscheiden/Handeln gezwungen, nur dann ist es leichter die Entscheidung zu akzeptieren und sich zu bedauern, anstatt zu schauen, was man wirklich möchte. Auch scheut man den ganzen Aufwand einer Trennung, die verletzten Gefühle bei Partnerin & Affäre, in der Beziehung ist man nicht in allem unzufrieden, diese hat sicherlich auch gute Seiten, schuld ist nicht allein die Partnerin. Dann ist das Baby, da denkt er, man tut es fürs Kind, um Vater zu sein und nicht Besuchvater und das es mglw. zu einem anderen Mann später auch Papa sagen könnte. Wenn seine Partnerin schnell einen neuen Mann findet, kommt dieser als Ansprechpartner für das Kind hinzu und dessen Familie, das kann man nicht abschätzen, wie es sich dann entwickelt und sind diffuse Ängste das Kind emotional zu „verlieren“. Auch möchte man nicht später die Trennung bereuen, wenn es dann mit der Affäre nicht so läuft, wie vorgestellt und sein altes Leben vermisst. Weißt du, ob er Scheidungskind war und seine Erfahrungen? Vlt. denkt er, Mutter, Vater, Kind = eine Familie und Beziehungsprobleme schafft man irgendwie, kommt drauf an, was die Eltern vorgelebt haben und man sich selbst zutraut. Auch ist die Frage, wie stark der Einfluss von anderen, usw... . Kurz gesagt, meist scheut man das Unbekannte und hält am Gewohntem fest. Man arrangiert sich mit der Situation und schafft für die Affäre unbefriedigende Zwischenlösungen, aber für ihn ist keine Gefahr, dass Du wirklich gehst und er sich mit der aktuellen Situation neu auseinandersetzen müsste.
Mit der Funkstille hat er Zeit, sich Gedanken zu machen. Entweder er vermisst Dich, will aber so weiter machen wir bisher oder er trifft jetzt eine Entscheidung oder er ist froh, dass der Spuk vorbei ist, weil er sich nie traute sich zu trennen. Ihr braucht beide Abstand, um euch zu sortieren, was ihr wollt und wie sehr ihr eine Änderung wollt. Auch um Dich zu stabilisieren, wenn ihr Euch auf Arbeit wiederseht. Wenn man noch emotional tief drinsteckt, bringt ein Gespräch nichts, als die Gespräche vorher. Du bist verletzt, enttäuscht, unzufrieden, weiß er, und Du würdest auch das Gesagte gern ungeschehen machen, nur damit hilfst Du ihm, nicht Dir, weil irgendwann, stehst Du wieder verzweifelt an dem Punkt. Ob er handelt, siehst Du nur, wenn Du konsequent bleibst.
Falls er wieder Dich entwickeln will, weiter in dieser Konstellation abzuwarten, kannst Du Dir Gedanken machen, ob du dies zum wiederholten Male willst.
 
  • #42
Das ändert nichts daran, dass meine Gedanken permanent um ihn kreisen.
Das kannst du aber unterbinden, indem du du dich bewusst auf anderes konzentrierst und jedes mal, wenn du wieder zu grübeln anfängst, dir selbst ein klares Nein gibst.

niemand ist seinen spontanen Gedanken und Gefühlen gegenüber hilflos ausgeliefert. Sonst wäre Psychotherapie völlig sinnlos.
Und exzessives Nachdenken ist schon ein sicheres Anzeichen für eine emotionale Abhängigkeit.
Sowas macht man ja in einer sicheren Beziehung nicht....
Wieso schaffen so viele Männer trotzdem nicht den "Befreiungsschlag"?
Wieso hast du zwei Jahre gebraucht ? Dann hast du deine Antwort ....die Ehe wird ja nicht nur schlecht sein, sondern auch viele gute Komponenten haben.

in unseren Breitengraden spricht man ja immer von Herz ( Gefühle ) und Kopf ( Vernunft ). In Japan existiert dieses Konzept gar nicht. Dort ist das dasselbe und da ist was dran. Das was du denkst, produziert Emotionen und Emotionen produzieren Gedanken. Schlussendlich lässt sich das gar nicht so klar trennen.


Die Affäre ist für ihn auch eine Art Flucht, um sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen zu müssen. Das mit dir war kein „zu dir hingehen“, sondern eher ein „von ihr weggehen“. Verstehst du was ich meine ?
Viele haben sich schon mal in irgendwas hineingestürzt, um sich von Problemen, Ängsten und Unzufriedenheiten abzulenken. Meistens nicht böswillig, sondern eher unbewusst.

so ein Geheimnis mit sich herumzutragen, schafft ja auch eine innere Distanz zwischen ihr und ihm. vielleicht braucht er das, um sich mit wohler zu fühlen?

und er wird auch selbst an das glauben, was er dir da immer so erzählt hat...das bedeutet aber nicht, dass das auch seine innere Wahrheit widerspiegelt. Er hat sich die Realität genauso zurechtgebogen, um bestimmtes tun zu können, wie z.B. fremdzugehen UND bei seiner Ehefrau zu bleiben. Für alles hat er sich scheinbare rationale Gesichtspunkte geschaffen. Aber schau: kein Mensch handelt rein aus irgendwelchen rationalen Gründen heraus, sondern auf Basis von Emotionen.
Er bleibt bei seiner Frau, weil er Gefühle für sie hat. So einfach ist das ...auch wenn sie teilweise ambivalent sein mögen.

er kann sich nicht trennen, weil er sich nicht sicher ist. Wenn er so klar wäre, hinsichtlich seiner Gefühle, dann hätte er da schon längst eine Entscheidung getroffen.

du hast es ihm aber eben auch alles sehr leicht gemacht, indem du dich auf ihn eingelassen hast, zu SEINEN Bedingungen.

warst du dir selbst nicht in Klaren darüber, was du möchtest ?
 
  • #43
Weil es für sie vielleicht keine Befreiung ist?
Letztlich ist das Gras auf anderen Seite nicht grüner, also warum sollte er seine Frau für seine Affäre verlassen?
Das würde eine Trennung bedeuten, mit dem Verlust des bisherigen Lebens. Er hat sich ja auch was aufgebaut mit seiner Frau eine Lebensform. Warum sollte diese ihm nun nicht mehr passen.

Als Affäre kannst du Handlungsfreiheit geben, etwas Realitätsverleugnung. Aber als Partnerin nicht mehr. IdR bleiben Affären daher Affären, weil sie eine Funktion erfüllen.
Und zu den Gefühlen: die meisten Menschen wollen mehr als Sex auch weil sie gesehen werden mögen, aber letztlich lässt will man manche Gefühle nur für das eigene Selbst.
Man kann einigen Menschen parallel sehr zugeneigt sein (mitunter sogar verknallt), aber letztlich gibt es doch eine Rangordnung.
Von daher ist es doch egal das er Gefühle für dich hatte.
Du warst ihm nicht wichtig genug dich zu priorisieren.

Denn letztlich sagt es auch über dich sehr viel aus mit einem verheirateten Mann dessen Frau erst schwanger war und dann geboren hat eine Affäre zu haben.

Allgmein sollten Affärennenschen aufhören Liebe aus Ausrede zu instrumentalisieren.
 
  • #45
Davon würde ich absehen.
Die Pflicht zur Wahrheit ist ja wohl kein Argument.

Es ist schon zynisch eine solche Nachricht als Wiedergutmachung zu sehenn.
Häufig ahnen Menschen Dinge wollen diesen aber nicht bewusst gegenüber treten.
Warum sollte man die Frau dazu zwingen
Situativ habe ich zu so einem Petzen eine differenzierte Haltung.

In diesem Fall ist die Drohung mit dem Petzen ein wirksames Mittel um Ihn auf Distanz zu halten. Dieses Instrument würde die FS sinnlos verbrauchen wenn sie jetzt petzt.

Grundsätzlich hat sich die FS bewusst in eine Affäre begeben und damit eigentlich keinen wirklichen Grund sich hintergangen oder betrogen zu fühlen. Sinnloses Petzen wäre in diesem Kontext nur ein Akt der Hilflosigkeit vielleicht mit der irrationalen Idee so den Switch zu ihr zu erzwingen. Das scheitert meist. Also Unsinn.

Hier gab es aber auch schon Beispiele für Parallelbeziehungen in denen zwei Frauen getäuscht und hintergangen wurden. Hier wird aus Petzen Informationsaustausch der ein Lügenkonstrukt dekonstruiert und damit erst allen Beteiligten die Möglichkeit zur freien Entscheidung gibt die sie zuvor mangels ausreichender Informationen nicht hatten.

Das wäre dann kein destruktives Petzen sondern rationales Vorgehen und damit sinnvoll und fair.
 
  • #46
Ich glaube auch, dass er sich eine Zukunft mit mir gewünscht hat oder zumindest vorstellen konnte.
Ich will Dich nicht zerstören. Aber freunde Dich mal lieber mit dem Gedanken an, dass er das Zusammensein mit Dir genossen und Dich auch vermisst hat, ohne mit Dir eine Perspektive für die Zukunft gehabt zu haben. Wahrscheinlich jetzt auch.

Das ist nunmal (für mich als Mann) nicht dasselbe wie "gemeinsame Zukunft vorstellen", dass geht nicht automatisch gefühlsmäßig Hand in Hand. Lerne für Deinen zukünftigen Umgang mit Männern dass wir solche Dinge, wie eben auch solchen Verliebsheitsgefühle, nicht selten anders empfinden und derartige Dinge besser auseinanderhalten.
 
  • #47
Wisst ihr was ich nicht verstehe? Seine Gefühle waren ja sicherlich zu einem gewissen Teil echt. Auch wenn der Sex schön war, ging es ihm (glaube/hoffe ich) nicht nur darum. Ich glaube auch, dass er sich eine Zukunft mit mir gewünscht hat oder zumindest vorstellen konnte. Wieso schaffen so viele Männer trotzdem nicht den "Befreiungsschlag"? Das mag eine naive Frage sein, da ich nicht verheiratet bin und mich vielleicht einfach nicht in die Lage der untreuen (aber inkonsequenten) Ehegatten hineinversetzen kann.
Falscher Ansatz, ja du bist noch sehr naiv: seine Gefühle waren nicht echt, ihm ging es ausschließlich nur um Sex mit dir und du bist von ihm sexabhängig, das ist der wahre, nüchterne Punkt! Viele Männer wollen nicht nur mit einer Frau Sex haben, so ist es nun mal, du bist auf diesen Lügner und Betrüger rein gefallen!
 
  • #48
Irgendwie traurig, dass eine so intensive Zeit dann auf eine so unschöne Art endet. Ich hätte in 10 Jahren lieber an ein offenes und ehrliches Gespräch zurückdenken wollen, in dem wir uns beide einvernehmlich entschieden haben getrennte Wege zu gehen, weil es für uns beide nicht mehr geht. Aber so enden Trennung wohl in den seltensten Fällen.
Ja, genau. So ein Gespräch ist eher selten, wie du schon richtig erkannt hast. Eher bei Leuten, die lange verheiratet waren und dann beide entdecken, dass sie sich nicht mehr als Partner lieben, aber noch als Mensch mögen oder so. Abgesehen davon würde auch ein letztes gutes Gespräch nichts ändern. Du wünschst es dir sicher eher, weil du hoffst, dass er sich dann doch für dich entscheidet. Das ist normales Wunschdenken.

Wisst ihr was ich nicht verstehe? Seine Gefühle waren ja sicherlich zu einem gewissen Teil echt. Auch wenn der Sex schön war, ging es ihm (glaube/hoffe ich) nicht nur darum. Ich glaube auch, dass er sich eine Zukunft mit mir gewünscht hat oder zumindest vorstellen konnte. Wieso schaffen so viele Männer trotzdem nicht den "Befreiungsschlag"?
Ich denke, es ging ihm nicht um eine Zukunft. Sonst hätte er den Befreiungsschlag doch getan. Gibt doch Männer, die das machen, auch mit Kindern. Du redest dir ein, er hätte gern, aber hat nicht, weil er so gebunden war. War er aber nicht, also nicht durch Ketten oder irgendwelche seltenen Zwangssituationen. Er hätte gehen können. Er wollte nicht wirklich. Er hatte so alles, was er brauchte; sicher nicht nur reinen Sex, sondern Aufregung, ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Geliebten, wenn er dort auftaucht, getröstet hast du ihn ja auch noch, wenn er über seine "schlimme" Situation daheim gejammert hat - das ist doch super so nebenher.
Den Befreiungsschlag, wie du es nennst, den machen Leute jeden Tag, wenn sie wollen. Wenn sie nicht wollen, dann halt nicht. Ganz einfach.
Du stellst ihn immernoch auf ein Podest und machst die anderen dafür verantwortlich, dass er nicht zu dir stand; seine Frau, die Schwangerschaft, das Kind. ER allein hatte die Entscheidungsgewalt. Und wie gesagt: Warum denkst du, er war zu dir absolut ehrlich? Er war es doch auch nicht zu seiner Partnerin, die er viel länger kennt? Du willst einfach gern glauben, dass er ehrlich war, weil du nicht das Gefühl haben willst, dass du ihn gar nicht kennst. Aber hätte er so gedacht, wie er dir immer erzählt hat, dann hätte er sie doch verlassen und fertig.
 
  • #49
Ich finde es ist deine Pflicht als kleine Wiedergutmachung dass du der Frau sagst, was gewesen ist. Sie hat ein Recht darauf, es zu erfahren und zu entscheiden, ob sie den Mann noch will. Du kannst das ja anonym und schriftlich mittels Brief machen,
Nicht schon wieder - diese Moralapostel mit ihren Rachegelüsten; natürlich auch noch anonym! Wo ist hier die Wiedergutmachung? Ich würde es lieber »Öl ins Feuer« nennen.

Damit würdest du im Nachhinein eine ganze Familie inkl. der Kinder unglücklich machen. Da gefällt mir deine Haltung, liebes @veilchen87, um Längen besser: du ziehst dich zurück, auch wenn es schmerzt.

Versuche, nur die schönen Momente der Affäre in Erinnerung zu behalten, du hast ja durchaus von ihr profitiert, sonst wärst du längst ausgestiegen. Auch wenn sich in diesen Tagen noch all deine Gedanken »um ihn« drehen, das lässt nach - zumindest spricht die Erfahrung unzähliger Menschen mit Liebeskummer dafür.
 
  • #50
Ich habe mich vor ein paar Tagen von meiner zweijährigen Affäre getrennt. Wir haben uns auf der Arbeit kennengelernt. Wir haben uns beide Hals- über Kopf verliebt. Er wollte sich trennen… und dann hat seine Frau nach knapp 3 Monaten verkündet, dass sie schwanger ist.
Ich kann Dir Nichts raten.. Das ganze hat ein Ende wie es sein sollte. Für mich sind verpartnete Männer oder gar verheiratete immer tabu gewesen.... Egal wie gut die aussehen, ob es funkt oder was auch immer. Und dann wird die Frau auch noch schwanger. Der Mann ist nicht besser. Mir tut seine Frau leid.
Sorry, habe sonst keine Ratschläge für Dich als dass Du dein Leben leben solltest und dein Verhalten reflektieren.
 
  • #51
...entschieden zu kämpfen...nicht mein erster Versuch...immer, wenn ich den Kontakt reduziert und ihn blockiert habe, stand er wieder vor meiner Tür ... zuletzt „nur noch Formalitäten“ ... Notaufnahme ... dann bin ich ausgetickt ... habe...beendet...blockiert nd ihm gesagt, dass er mich in Ruhe lassen soll,weil ich ansonsten seine Frau kontaktieren werde. ...Außerdem frage ich mich, warum er sich dieses Mal nicht meldet.
Die Antwort, warum er sich dieses Mal nicht mehr meldet, ist doch naheliegend! Irgendwann nutzt sich die Wirkung des "ich blockiere und sanktioniere Dich, damit Du angekrochen kommst" halt ab. Erst recht dann, wenn einem zudem gedroht wird, fragt sich der Blockierte dann halt auch irgendwann, was das überhaupt noch bringen soll. Zumal Du ja auch ohnehin kein Verständnis für seine Schwierigkeiten hast und sogar selbst dann "austickst" und zum Opfer erklärst, wenn er in der Notaufnahme ist. Warum sollte er Dir also noch Interesse an der Fortführung haben?

Man kann ihn für einen Lügner halten und vielleicht ist er das ja auch. Aber von seiner Frau wusstest Du und bist somit auch kein Engel. Auch, wenn man kein Verständnis zeigen möchte, aber Menschen können manchmal Probleme haben, Dinge umzusetzen, die sie eigentlich gerne umsetzen wollen (z.B. Rauchen aufhören, abnehmen,...oder eben jemanden verlassen). Es sind daher nicht zwingend Lügen, wenn man sich mit der Umsetzung des Gesagten schwer tut. Und, wenn dann ein anderer deshalb vorwurfsvoll Drama und Druck veranstaltet, obwohl man bereits diesbezüglich selber nicht zufrieden ist, dann führt das auch nicht unbedingt dazu, dass der andere dann noch als eine erstrebenswerte Lebensbereicherung empfunden wird.

Er hatte Dir mitgeteilt, dass die Frau ausgezogen, die Trennung erfolgt und jetzt „nur noch Formalitäten“ zu klären seien. Statt positiv und unterstützend darauf zu reagieren, dass er bei der Umsetzung einer ihm ersichtlich schwer fallenden Sache vorankommt, reagiertest Du hingegen negativ, glaubst ihm nicht, hast kein Vertrauen und reagierst weiter mit Druck (> Termin für Gespräch) bzw. tickst aus und sanktionierst ihn, weil Du kein Verständnis für ihn hast und Dich zum Opfer seiner Ausreden erklärst.

Du magst das aus Deiner Sicht verständlich finden, weil Du Dich als sein Opfer empfindest. Aber Du zeigst ihm damit eben auch, dass Du ausschließlich nur Deine Sichtweise siehst und keine Empathie für seine Sicht und Schwierigkeiten hast. Und damit erscheinst Du als Partner eben auch nicht positiv und erstrebenswert, so dass er halt irgendwann auch keinen Sinn mehr sieht, nach Deinen Sanktionen (Drama, Drohungen) weiter angekrochen zu kommen und sich zu bemühen. Das Mittel der Sanktion kann ja mal funktionieren, wirkt aber partnerschaftlich mega unattraktiv und kann man sich daher nicht oft erlauben. Irgendwann wird der Gegenüber dann halt die Sanktion (Trennung) akzeptieren.
 
  • #52
Ich frage mich, ob es ihm genauso furchtbar geht, wie mir
Warum ist das so von Interesse für Dich? Du wirst es nie erfahren, was ist und wie es ihm geht, denn in der Vergangenheit hat er Dir ja auch nur was vom karierten Pferd erzählt (Deine Wünsche verbal bedient) und keine Taten folgen lassen.

wir hatten schöne Momente und teilen viele Erinnerungen
Das wünschst Du Dir, aber ist es so? Du klebst an ihm, hast nichts anderes im Leben, daher sind diese Erinnnerungen für Dich so wichtig. Er hat eine Frau, ein Kind und jede Menge Aufregung im Leben um die Trennung, d.h. auch sehr wenig Motivation sich an die schönen Dinge zu klammern als Du.

Das letzte Jahr war alles andere als harmonisch
Dan setz Dich bitte mal damit auseinander, wie Erinnerungen, die an Emotionen gebunden sind funktionieren und Du wirst verstehen, warum er über euche Beziehung ganz anders denkt (nicht positiv verklärt) als Du.
Negative Erinnnerungen haben eine um das ca. 7-fache erhöhte Wirkung als Positiverlebnisse. Das heißt im Klartext, auf ein Negativerlebnis brauchst Du 7 positive Erlebnisse, um nur ein negatives Erlebnis zu neutralisieren.
Euer erstes Affärenjahr war Honeymoon und das zweite wenig erfreulich, weil Du rumgestresst hast, dass er sich trennen soll. Die jüngeren, schlechten Erlebnisse sind bei ihm aber aktueller als die älteren, besseren.
Die jüngeren haben ihren speziellen Wirkmechanismus = überwiegend schlechte Zeit in der Affäre.

Das letzte, was Du getan hast, war: ihm zu drohen, seine Frau zu informieren. Das ist eine geradezu existenzielle Bedrohung, auch wenn man bereits in der Trennung ist. Demkannst Du an Positiverlebnissen nichts mehr folgen lassen.
In seiner Erinnerung bist Du eine absolut gefährliche Katastrophenfrau, die sein Leben in Trümmer zerlegen kann und will.

Seine Gefühle waren ja sicherlich zu einem gewissen Teil echt....... Ich glaube auch, dass er sich eine Zukunft mit mir gewünscht hat oder zumindest vorstellen konnte. Wieso schaffen so viele Männer trotzdem nicht den "Befreiungsschlag"?
Du machst den großen Fehler, von Dir auszugehen, nimmst Deine Wünsche an als seine Realität. Hör auf zu hoffen, zu glauben, zu wünschen, Dir was zusammenzuphantasieren, sondern schau auf sein Handeln über die 2 Jahre. Das sagt alles über seine Gefühle für Dich - da war Nichts, ausser ein nettes Betthupferl.

Wenn er eine gemeinsame Zukunft mit Dir gewollt hätte, dann wäre er gegangen. Du stellt die falsche Frage: Männer schaffen den Befreiungsschlag, wenn sie sich befreien wollen. Dein Exemplar hat es garnicht versucht
- weil er sich von nichts befreien wollte (seine Frau ist gegangen, nicht er)
- weil Du es ihm nicht wert warst.
 
  • #53
Du magst das aus Deiner Sicht verständlich finden, weil Du Dich als sein Opfer empfindest. Aber Du zeigst ihm damit eben auch, dass Du ausschließlich nur Deine Sichtweise siehst und keine Empathie für seine Sicht und Schwierigkeiten hast. Und damit erscheinst Du als Partner eben auch nicht positiv und erstrebenswert, so dass er halt irgendwann auch keinen Sinn mehr sieht, nach Deinen Sanktionen (Drama, Drohungen) weiter angekrochen zu kommen und sich zu bemühen. Das Mittel der Sanktion kann ja mal funktionieren, wirkt aber partnerschaftlich mega unattraktiv und kann man sich daher nicht oft erlauben. Irgendwann wird der Gegenüber dann halt die Sanktion (Trennung) akzeptieren.
Du bringst genau das auf den Punkt, was mir permanent als Dauerschleife durch den Kopf läuft. Mir ist vollkommen bewusst, dass ich überreagiert habe. Dass der Affärenmann - egal wie groß die Liebe ist - irgendwann keine Lust mehr auf das ganze Drama hat und keine Kraft mehr zu kämpfen. Vor allem, wenn er wirklich nicht lügt, seine Frau tatsächlich ausgezogen ist und die beiden dabei sind sich zu trennen. Aber das größte Problem an der Sache ist, dass ich keine Ahnung und keinerlei Beweise habe, dass das stimmt. Absolut nichts hat sich seit dieser "Trennung" für mich verändert. Wir haben im letzten Monat trotzdem keine einzige Stunde am Wochenende miteinander verbracht, entweder weil er seinen Sohn hatte, weil er bei seinen Eltern war, sich mit Freunden getroffen hat, oder weil ich mal wieder Drama gemacht habe. Er ist, wie gesagt, unter der Woche meist in einer anderen Stadt, von daher waren seine Gründe immer irgendwie plausibel. Und ich hatte so lange Verständnis dafür, auch wenn ich ihn gerade zum Ende hin das nicht mehr hab spüren lassen. Ich habe genau wie du gesagt hast Drama und Druck erzeugt, um ihn zu einer schnelleren Entscheidung zu bewegen. Was nach 2 Jahren vielleicht nachvollziehbar, aber für ihn - sollten seine Absichten echt gewesen sein - sicherlich unerträglich gewesen sein muss.

Letztendlich geht es nicht darum ihn in Schutz zu nehmen oder mein Verhalten zu rechtfertigen. Ihr habt mit einer Sache Recht: Hätte er sich trennen wollen, hätte er das von einem Jahr getan als er seiner Frau gegenüber (angeblich) das erste Mal angedeutet hat, dass er jemanden kennen gelernt hat, aber nicht den Mut hatte den letzten Schritt zu gehen. Affären werden vermutlich auch gerade deshalb so selten zu einer glücklichen Beziehung, weil die zwei "Protagonisten" sich beide in der Opferrolle sehen und im Laufe der Zeit immer weniger Empathie füreinander aufbringen können. Hinzu kommt eine absolut marode Basis, kein Vertrauen, das Hinterfragen von allem was gesagt und versprochen wird, was selbst nach einem glücklichen Zusammenkommen und in einem gemeinsamen Alltag immer wieder zu Reibungspunkten führen wird.
 
  • #54
Hinzu kommt eine absolut marode Basis, kein Vertrauen, das Hinterfragen von allem was gesagt und versprochen wird, was selbst nach einem glücklichen Zusammenkommen und in einem gemeinsamen Alltag immer wieder zu Reibungspunkten führen wird.
Liebe FS, du erkennst so klar, wie es mit euch weitergehen würde, falls er zu dir zurück kommt: sehr fröhlich und gesund hört sich das für mich nicht an. Schon gar nicht als Basis für eine glückliche Beziehung.

Ihr würdet - darauf könnte ich wetten - euch immer wieder gegenseitige Vorwürfe machen, sobald es mal nicht rund läuft bei euch beiden. Eure ehemals schöne Beziehung bekäme ständig neue Risse, irgendwann würde sich Verachtung füreinander einschleichen.

Willst du das alles? Wie war das noch mit dem »Ende mit Schrecken anstelle des Schreckens ohne Ende«?
 
  • #55
Ich denke, du hast dein Gift gefunden, deinen Rausch, deine Droge. Du bist gerade auf kaltem Entzug. Bei Liebeskummer laufen im Gehirn vergleichbare Prozesse ab wie bei Kokainsüchtigen. Halte durch, das geht vorüber. Ich hatte auch so einen Mann (aber keinen verheirateten, die habe ich immer direkt aussortiert). Es hat Jahre gedauert, über ihn hinwegzukommen. Nach vier Jahren gingen wir Kaffee trinken. Es war schön. Es war entspannt. Es war - vorüber. Und ich hatte es nicht bemerkt, dass ich mich irgendwann von ihm gelöst hatte. Der Zauber war verflogen. Ich hatte mich weiterentwickelt und war über ihn hinweg.
 
  • #56
Du schreibst, Du hattest seit 2 Jahren eine Affaire mit ihm. Später schreibst Du, sein Sohn wäre als erstes geboren, danach erst seine Tochter. Als er von der Schwangerschaft mit seinem Sohn erfahren hat, hätte er sich schon bei Dir ausgeheult. Und zeitgleich fragst Du uns hier ernstgemeint, ob wir denken, dass er noch mit seiner Frau Sex hatte? Seine Tochter wurde wann nochmal genau gezeugt?

OMG!
 
  • #57
Aber das größte Problem an der Sache ist, dass ich keine Ahnung und keinerlei Beweise habe, dass das stimmt.
Wenn er die Wahrheit gesagt hat, ist es doch kein Probelm, dass du ihn zu Hause spontan besuchst. Was gibt es da herumzueiern? Wenn seine Frau die Tür öffnet und aus allen Wolken fällt, weißt du Bescheid.
Ich verstehe nicht, warum man nicht einfach die nahegelegensten Dinge unternimmt anstatt ewig zu rätseln. Zur Tat schreiten, Ergebnis zur Kenntnis nehmen, Konsequenzen ziehen. Fertig.
 
  • #58
Seine Tochter wurde wann nochmal genau gezeugt?
Ich habe die Antworten der FSin gelesen, da steht nichts von einer Tochter.
Die FSin hat mit ihrem Arbeitskollegen eine Affäre angefangen und just im Moment, wo er sich von seiner Partnerin trennen wollte, sagt diese ihm, sie ist im 3 Monat schwanger. Er trennt sich zunächst nicht, bis zur Geburt seines Sohnes und einige Zeit darüberhinaus. Er sagte aber (angeblich) seiner Partnerin kurz nach der Geburt (1 Jahr Affäre), dass es die FSin gibt. Jetzt sagt er der FSin, seine Partnerin wäre seit 2 Monaten ausgezogen, mit dem Sohn bei ihren Eltern eingezogen und er ist endlich getrennt; es ginge jetzt nur um Formalitäten. Der Satz, sie hätten seit 1 Monat keine Stunde gemeinsam verbracht...verstehe ich nicht so recht. Im Nachgang schreibt sie, er arbeitet unter der Woche in einer anderen Stadt und aber auch Home-Office? Sieht sie ihn jetzt oder doch nicht? Die Wochenenden wäre er im vergangenen Monat bei Freunden, seinen Eltern gewesen oder hatte seinen Sohn, also konnte er die FSin hier wohl nicht sehen(?) oder nur kurz oder doch? Oder gab es für ihn nur keine ruhige Minute umzu reden? Im Grunde sollte es vor 1,5 Wochen eine persönliche Aussprache mit der FSin bei ihr in der Wohnung geben, wie es mit ihnen jetzt weitergeht, doch da war er in der Notaufnahme im Krankenhaus, das Gespräch fiel ins Wasser und die kommende Woche (also letztes Wochenende) wohl auch, da er wieder seinen Sohn betreute. Und daraufhin platze ihr der Kragen, und sie machte Schluss. Seitdem Funkstille.
Ich weiß nicht, es klingt nicht so, dass sie sich jedes Wochenende sehen und unter der Woche schonmal gar nicht. Wenn er jetzt seit 2 Monaten Single ist und zeitweise Home-Office, wieso schaffte er es nicht, in einem Monat sich mit der FSin zum ruhigen Gespräch zu treffen oder sie zu sich einzuladen, klingt irgendwie danach, dass er der FSin ausweicht. Vielleicht war es auch schon gefühlsmäßig auch bei FSin im Abgesang der Affäre, da sie zuletzt nur Drama schob & Druck machte, wie sie schrieb, aber auch ihm nichts mehr glaubte, weil ihr die Beweise fehlen und sie heute denkt, auch das wären gezielte Ausreden und eine weitere Hinhaltetaktik. Sie ist in sein Leben immer noch außen vor, nicht mittendrin und entscheidet auch nicht mit. Der Tipp von @Charline, #57 ist perfekt! Verschaffe Dir doch so Klarheit.