• #61
Ich frage mich da erstens immer was soll das eigentlich heißen?
Vieles....dass man sich selbst als angenehme Gesellschaft empfindet und dies nicht durchgehend bestätigt sehen braucht durch andere, keine ständige Bespassung und Ablenkung von außen benötigt, weil man sich gerne seinen eigenen Gedanken und Gefühle widmet, um diese z.B. zu reflektieren.
Soll ich so begeistert von mir selber sein dass ich eigentlich gar niemand anderen brauche?
Zumindest sollte sich ein Menschen erstmal selbst mögen, ja...das gestaltet Beziehungen dann auch einfacher und man wählt nicht jemanden als Partner aus, um z.B. eigene Defizite auszugleichen, oder verweilt in welchen, die einem nicht gut tun...

Von sich begeistert zu sein, wäre dann eher der passende Pendant zu den Menschen, die sich selbst nicht mögen.
Sorry aber mit der hier ständig propagierten Selbstliebe kann ich nicht viel anfangen. Ich bin aber auch kein besonders selbstbewusster Mensch, gebe ich zu.
Das ist schade...denn es zahlt sich aus und das in allen Lebensbereichen.
Was ist falsch daran sich jemand an seiner Seite zu wünschen (das muss ja nicht mal für eine klassische Beziehung sein, es kann ja auch F+ oder welche Gestaltung auch immer sein)?
Gar nichts...es macht nur einen Unterschied, ob du dir jemanden als Ergänzung zu deinem Leben wünscht, oder zur Kompensation.


Was ist deine Definition von Egoismus ? Egoistisch ist doch jemand, der im Weitesten Sinne auf Kosten anderen lebt bzw. sich bereichert. Also z.B. ein Mann, der mit dir eine Affäre führt, obwohl er weiß, dass du mehr möchtest.

Aber doch niemand, der selbstgenügsam ist.
 
  • #62
Es wird hier in diesem Forum ja immer wieder als positiver und absoluter Charakterzug dargestellt "alleine sein zu können".
Ich frage mich da erstens immer was soll das eigentlich heißen? Soll ich so begeistert von mir selber sein dass ich eigentlich gar niemand anderen brauche? Heißt das dann nicht Egoismus? Sorry aber mit der hier ständig propagierten Selbstliebe kann ich nicht viel anfangen. Ich bin aber auch kein besonders selbstbewusster Mensch, gebe ich zu.
Ohh, ich erkenne da so viele Defizite!
Alleine sein können, sich selbst über lange Zeit ertragen können, sich selbst zu lieben, sind die Grundpfeiler um überhaupt mit jemand anderem zusammen sein zu können, um überhaupt jemand anders lieben zu können, du machst dir also den größten Gefallen, wenn du an deinen "S" Werten arbeitest! Ich nenne sie dir gene noch einmal:
"S" Werte, um nur ein paar wenige (11) zu nennen:
Selbstwert, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstliebe, Selbstverantwortung, Selbsttreue, Selbststolz, Selbstannahme, Selbstschutz, Selbstachtung, Selbstsicherheit etc.
Was ist falsch daran sich jemand an seiner Seite zu wünschen (das muss ja nicht mal für eine klassische Beziehung sein, es kann ja auch F+ oder welche Gestaltung auch immer sein)? Man kann mit sich selbst noch so zufrieden sein, aber was ist falsch daran sich einzugestehen dass man zu zweit noch zufriedener wäre? Versteh ich nicht.
Solange du mit dir selber nicht glücklich bist, mit dir selber nicht zufrieden bist, mit dir selber nicht in Balance bist, so lange wirst du in einer Beziehung auch nicht glücklich und nicht zufrieden sein können, alles im Leben fängt bei einem SELBST an, leider wurden wir sehr früh schon gesellschaftlich anders programmiert, wir müssen uns also selbst umprogrammieren, wenn uns das wichtig ist, verstehst du jetzt besser??
 
  • #63
Ich frage mich da erstens immer was soll das eigentlich heißen? Soll ich so begeistert von mir selber sein dass ich eigentlich gar niemand anderen brauche?
Es heißt, dass man sich nicht an jeden erstmöglichen, der vorbeikommt, klammert. Es heißt, dass man Kummer allein bewältigen kann, ohne einen anderen als Vehikel dafür benutzen zu müssen (also als Übergangsmann/frau nach einer Trennung z.B. oder als Notlösung).

Nein. Egoismus ist auch, sich aus Liebeskummer schnell einen Partner zum Trösten zu suchen und ihn und seine Zuneigung nur dazu zu benutzen, um über die Exbeziehung hinwegzukommen.

Was ist falsch daran sich jemand an seiner Seite zu wünschen
Gar nichts. Es geht nur darum, ob man ihn benutzt für eigene Probleme oder ob man sich wirklich auf eine Beziehung einlassen will und kann.
Ich bin sicher, dass viele, die super allein mit sich klarkommen, sich auch einen Partner wünschen mit großer Liebe und passend und schöner Beziehung.

Man kann mit sich selbst noch so zufrieden sein, aber was ist falsch daran sich einzugestehen dass man zu zweit noch zufriedener wäre? Versteh ich nicht.
Darum geht es ja auch gar nicht. Es geht darum, krampfhaft jemanden ZU BRAUCHEN, statt zu sehen, ob einem das Leben einen passenden Partner vorbeischickt, mit dem es schön werden könnte.
 
  • #66
Er schafft es nie.

Die einzige Chance ist dass Du ganz aus dem Leben trittst.

Dass er dann merken würde was er an Dir hatte.

Aber meist klappt das nicht. Er hängt am Materiellen und ihn drückt das schlechte Gewissen seiner Frau gegenüber. Er macht sich selber was vor. Er ist zu feige.

Null Chance. Ich kenne all das auch.

Vielleicht hat daheim sie die Hosen an. So war es bei mir. Und zwar ganz extrem. Als sie davon erfuhr, war die Hölle los. Darauf gehe ich jetzt nicht näher ein.

Aber es gibt Männer, die sind so festgefahren, dass sie wollen aber nicht können.

Du tust Dir selber einen Gefallen wenn Du den Job wechselst.
 
  • #67
Das ist mir viel zu Ich-bezogen. Im wahrsten Sinne des Wortes zu selbstbezogen.
Ich-bezogen ist es, den erstbesten zu nehmen, weil man jemanden an einer Seite haben will, warmzuwechseln, den anderen nicht als Partner, sondern als Erfüller der eigenen Bedürfnisse zu sehen; nicht, weil man den anderen wirklich als Partner möchte. Natürlich ist das egoistisches Verhalten? Hat mit dem anderen ja nichts zu tun, nur mit sich selbst „ich will nicht alleine sein!“. Ich würde so jemanden nicht als Partner haben wollen. Allein sein können, macht einen auch freier, wenn man zB eine schlechte Beziehung hat. Dann bleibt man nicht in einer unglücklichen Partnerschaft, sondern traut sich zu, es auch allein zu schaffen. Auch hier: ich möchte keinen Partner, der nur bei mir bleibt, weil er Angst vor dem Alleinsein hat. Oder nur solange, bis er zur nächsten besseren Frau wechseln kann.
w, 37
 
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