• #1

Affäre - soll es die betrogene Ehefrau wissen?

Hallo!
Ich möchte eine Grundsatzfrage stellen:
Seid Ihr der Meinung, dass eine Ehefrau, die von ihrem Mann über längere Zeit betrogen wird, über die 3. Frau informiert werden soll? Soll die Ehefrau Bescheid wissen? Oder besser nicht? Nicht die reine Wahrheit?
 
  • #2
Nein, was soll das. Dann lass doch die Hände von dem verheirateten Mann.

Ich bin dafür, dass jeder bei sich bleibt und sich überlegt, ob er das so verantworten kann. Ich möchte übrigens, falls mein Mann eine Affaire haben sollte, nicht darüber von irgendjemand aufgeklärt werden. Wenn mich jemand aufklären möchte, dann er. Alle anderen sollen sich raushalten.
 
  • #3
Liebe FS,

die 3. Frau ist eine zu viel in einer Ehe und hätte sich komplett rauszuhalten, nicht nur verbal, sondern in Gänze.

Die reine Wahrheit steht jedem Menschen zu, der sich auf eine verbindliche Beziehung einlässt, um für sich eine Entscheidung treffen und ein Leben seiner Wahl führen zu können. In diesem Falle wäre es die Aufgabe des Ehepartners.
 
  • #4
Im Grundsatz ist das ein Problem, das Ehemann und Ehefrau lösen müssen (und da bin ich grundsätzlich für eine Trennung, wenn man die Beziehung nicht mehr möchte).Die Geliebte ist nicht dazu da, sich da einzumischen. Sie sollte ggf. die Konsequenzen ziehen.

Im Grundsatz sind auch Affärenfrauen diejenigen, die immer am kürzeren Hebel sitzen. Und die diesen Hebel ganz schnell abbrechen, wenn sie meinen, die Ehefrau informieren zu müssen. Deswegen sollte man grundsätzlich dann etwas mit einem Mann anfangen, wenn der klar und deutlich getrennt ist. Soviel zum Grundsätzlichen.

Zur "reinen Wahrheit": Ehemänner, die in der Ehe nicht mehr genügend Sex bekommen, wählen gerne den Weg, sich den außerhalb zu holen. Das ist angenehm, solange eine Affärenfrau anspruchslos ist. Wenn Ehemänner eine andere Frau für mehr als Sex suchen, dann beenden sie ihre Ehe konsequent, wenn eine passende Frau auftaucht. Tun sie das nicht, ist die Frau nicht attraktiv genug, um den ganzen resultierenden Ärger auf sich zu nehmen. Das ist die "reine Wahrheit". Und der Regelfall.
 
  • #5
Ich fand es gut, dass mich die Affären über das Treiben meines Exmannes informiert haben. Ich war einfach zu gutgläubig und zu wenig einengend, um bemerken zu können, dass er mich betrügt.

Die Affärenfrauen haben mir mein Selbstbestimmungsrecht zurück gegeben, welches er mir genommen hat.
Ich konnte danach entscheiden, was ich mit der Situation mache:
- die Ehe öffnen
- darauf bestehen, dass er die Affäre beendet
- mich von ihm scheiden lassen.

Und die Affärenfrau konnte so auch eine Entscheidung herbeiführen, die er ihr verweigerte.
Dass es nur das Paar was angeht ist Unfug, wenn er lügt.
 
  • #6
Was wären denn die Motive? So manche Ehefrau ahnt es wohl und will aber dennoch ihre Augen verschließen. Andere würden es generell nicht wissen wollen. Wieder andere empfinden es als den größeren Verrat, es nicht zu wissen. Auf wen bezieht sich denn deine Frage? Wer sagt es aus welchem Motiv heraus? Die Liebhaberin in der Hoffnung eine Trennung zu erzwingen? Aus Rache, weil sie nicht die Nummer 1 ist? Weil sie Gewissensbisse quälen? Der Ehemann weil er sich trennen will oder reinen Tisch machen möchte? Der Freundeskreis, weil alle es wissen nur die Frau nicht? Wer hat das Recht sich in dieses Gefüge einzumischen? Ich finde, man kann das nicht pauschal beurteilen.
 
  • #7
Liebe FS, es ist immer am Wichtigsten, dass man sich selbst mag. Ich würde es an mir selbst nicht mögen, wenn ich zur Verräterin würde. Mögen Sie denn “Petzen“/ Verräter? - Das wäre allein Sache des Ehemannes. Er hatte das Gelübde, er hat es gebrochen. Ist also klar, wo die Verantwortung liegt. Sagen Sie es der Ehefrau besser nicht, meine Meinung.
 
  • #8
Ja, ich kenne die Einstellung hier!
Die Ist: Jeder ist sich selbst am nächsten: Also mischt sich keiner in etwas ein.

Ich sehe das anders…. Ich würde die Ehefrau sofort informieren.
 
  • #9
Dritte Frau? Welche ist denn neben der Ehefrau die zweite Frau? Das nur mal am Rande.

Ich würde da ganz stark differenzieren: wäre ich die Affaire, würde ich ganz dolle meine Füße stillhalten und bei mir bleiben. Wenn ich einen Konflikt austragen möchte, dann ausschließlich mit dem Mann selbst, Rachegefühle sind mir fremd, weil man sich damit meist selbst ind eigene Bein schießt. Außerdem bin ich keine Erzieherin. Ich hätte null Bedürfnis, mit der Ehefrau Kontakt aufzunehmen.
Ich hätte auch keine Lust dazu, dass plötzlich eine wildfremde Frau vor meiner Tür steht, oder mir Briefe schreibt, in denen steht, dass sie mit meinem Freund im Bett war. Was ich nicht weiß macht mich nicht heiß und wenn ich es selbst rausfinde, war es das sowieso.

Wäre ich gute Freundin der Ehefrau und hätte mit eigenen Augen gesehen, dass ihr Ehemann sie betrügt, würde ich es ihr schon mitteilen.

Im welcher Rolle sich jetzt die Fragestellerin befindet, hat sie nicht gesagt. Das ist reine Spekulation.

Zusammenfassend: Mitteilung aus Rache oder enttäuschten Erwartungen dem Mann gegenüber nein, aus Freundschaft zu einer langjährigen Freundin um Schaden abzuwenden und aus Loyalitätsgründen ja.

Grundsätzlich sollte man sich als Fremder aber aus sowas raushalten.
 
  • #10
Nein, was soll das? Wenn einer es sagt, dann der betrügende Partner.
Vielleicht mag die Ehefrau etwas ahnen, manchmal will man Dinge nicht wissen, über die Gründe mag ich hier nicht spekulieren, da sie vielschichtig sind. Ich hätte mich seinerzeit bedankt, wenn mich die Affäre benachrichtigt hätte. Und, man vergesse eines nicht: zum Schluß wird der Verräter verachtet.
Wenn dahinter die Absicht steht, den Mann für sich zu gewinnen, bzw. eine Klärung zu Gunsten für Dich als Geliebte zu erwirken, dann denke ich, geht das hinten los.
 
  • #11
Wer bist du in dieser Konstellation, welchen Bezug hast du zu dem Mann und der Ehefrau?

Du bist die Affärenfrau?
Wahrscheinlich hast du Erwartungen an diese Beichte. Selbst wenn die Frau sich daraufhin von ihrem Mann trennt - glaubst du wirklich, er wäre dann dein neuer, offizieller Partner!?

Du bist die beste Freundin der betrogenen Ehefrau?
Ich würde meine beste Freundin in einem 4-Augen-Gespräch informieren. Gemeinsam würden wir uns eine (legale, aber harte) Strafe für die Affärenfrau und den Ehemann ausdenken.

Du bist die beste Freundin des Mannes?
Dann würde ich zu dem Freund halten, auch wenn er solchen Mist baut. Ich würde vermutlich mit ihm unter vier Augen sprechen, aber sicher nicht mit seiner Frau.

Du bist die Sekretärin des Mannes?
Halte dich da komplett raus, sonst bist du am Ende noch deinen Job los.

Du bist die beste Freundin der Affärenfrau?
Rede mit deiner Freundin, erkläre ihr, dass sie Mist baut. Weiter würde ich mich in diesem Fall nicht einmischen - wenn dich ihr Jammern nervt, distanziere dich eine Zeit lang von ihr, sag ihr aber auch, warum.

Erklär uns doch mal, welchen Part du in dieser Geschichte übernommen hast - dann braucht man dir nichts unterstellen und die Antworten fallen vermutlich besser aus...
 
  • #12
Ich möchte eine Grundsatzfrage stellen:
Seid Ihr der Meinung, dass eine Ehefrau, die von ihrem Mann über längere Zeit betrogen wird, über die 3. Frau informiert werden soll? Soll die Ehefrau Bescheid wissen? Oder besser nicht? Nicht die reine Wahrheit?
Also ich sehe es so: Wenn eine gute Freundin von mir von ihrem Mann betrogen wird und ich finde das per Zufall heraus, lasse ich sie das wissen!
Als ich selbst einmal die Affärenfrau war, habe ich diese Überlegung für mich verworfen. Es schien mir, als würde ich mich mit so einer Geste moralisch über den Ehemann stellen wollen - ihn bei seiner Frau verpetzen. Aber das wäre doppelmoralisch gewesen, denn ich selbst war ja mit schuld an dem Ehebruch und dieses pseudosolidarische, oder auch konkurrierende.. nee, das lag mir nicht. Ich habe den Mann gebeten, dass er doch mit seiner Frau reden soll. Sie hat es aber ohnehin schon rausgefunden.
 
  • #13
Nein, was soll das. Dann lass doch die Hände von dem verheirateten Mann.

Ich würde es nicht zwingend voraussetzen, dass die FS die Affäre ist, auch wenn sich der Post auf den ersten Blick als Racheansinnen einer verlassenen Geliebten liest oder einer Affäre, die nicht zum Zuge kommt, weil der Geliebte sich nicht von seiner Ehefrau trennt...

Ich bin auch mal Mitwisserin eines Ehebruchs geworden, ohne die 3. Frau gewesen zu sein. Ich habe in Studentenzeiten an der Rezeption eines Edelclubs gejobbt. Als ich auf die Hochzeit meiner damals besten Freundin eingeladen war, erkannte ich eindeutig ihren Schwiegervater wieder, der zwei oder drei Tage zuvor dort mit einer "Dame" auf's Zimmer gegangen ist... seine Ehefrau war natürlich auch auf der Hochzeit.

Ich hab' noch lange Zeit danach mit mir gerungen, ob ich jemanden aus der Familie ins Vertrauen ziehen soll, wenigstens meine Freundin. Habe mich dann aber dagegen entschieden. Der Mann ist nur einer von Abermillionen Fremdgängern in Deutschland, die trotz ihrer Ehebrüche ein normales Eheleben führen, mit oft jahrzehntelanger Ehe, Kindern, vielleicht Enkelkindern, Eigenheim... Wer bin ICH, dieses Konstrukt fremder Menschen womöglich zu zerstören, als vollkommen Außenstehende, die die Ehe Dritter gar nichts angeht? Die Verantwortung konnte und wollte ich nicht übernehmen. Für eine Ehe sind die ZWEI verantwortlich, die sie führen... Affären ggfs. zu "beichten" sind eindeutig die Aufgabe desjenigen, der diese führt und nicht die Aufgabe Außenstehender. Und oftmals sind die Ehefrauen ja auch gar nicht so ahnungslos...
 
  • #14
Ich bin der Meinung, die Frau, die eine Affäre mit einem Mann hat sollte sich bzgl. Informationen an dessen Partnerin zurückhalten. Man weiß nie was die Beiden vereinbart haben und dann kann der Schuß ganz schnell nach hinten losgehen.

Mein Mann hatte z.B. einen 'Freibrief'. Vereinbart war, dass er diskret vorgeht - weil ich nicht sicher war ob ich es wissen will - er aber auf Nachfrage wahrheitsgemäß antwortet.
Eine Information über die Vorgänge durch eine Sexpartnerin von ihm wäre völlig sinnfrei gewesen. Auf eine Dame, die ihn bei mir verpetzt hätte wäre er denkbar schlecht zu sprechen gewesen zumal wenn sie mich durch diese Information emotional verletzt hätte.
 
  • #15
Ich sehe hier nur zwei Frauen. Wer soll die dritte Frau sein ?
Natürlich sollte die Ehefrau Bescheid wissen. Das ist die Sache ihres Nochehemannes sofern er kein Feigling ist. Im Allgemeinen kann man seinem Bauchgefühl trauen . Entsprechend sollte die Nochehefrau handeln. Konfrontation , vielleicht ein Gespräch, Trennung.
Findet sie nichts, trotzdem Trennung, denn das Vertrauen ist ruiniert. Das Bauchgefühl hat immer Recht.
 
  • #16
Ja, ich kenne die Einstellung hier!
Die Ist: Jeder ist sich selbst am nächsten: Also mischt sich keiner in etwas ein.

Ich sehe das anders…. Ich würde die Ehefrau sofort informieren.

Genau so.
Allerdings würde ich gar nicht erst was mit einem gebundenen Mann anfangen, sondern seine Fremdgehabsicht seiner Frau mitteilen. Die Frau hat auf jeden Fall ein Recht darauf zu wissen, wem wem sie da eine Beziehung führt.
 
  • #17
Dass und wie man differenzieren sollte, hat @Einzelstück #11 gut ausgeführt.

Ansonsten - als Affärenfrau, in diesem Fall?
Wer sich auf eine Affäre einlässt, hat sich dafür entschieden. Ganz bewusst.
Zumindest eine/r der Protagonisten, manchmal auch beide, sind anderweitig gebunden.
Da auf einmal mit Moral zu kommen und sich "um das Wohl" des betrogenen Partners zu kümmern?
Scheinheilig. Für mich ginge es da in Rache, Enttäuschung, U.ä.

Sollte man/ frau lassen - und jenseits aller Moral, Affäre am besten auch.
Ausnahmen - offene Beziehungen. Und sicherlich kann so manches passieren, warum jemand sich trotz aller Vernunft einlässt.
Aber es bringt in den meisten Fällen nur Schmerz.

Also Frage zurück, was soll es bringen?
 
  • #18
Die Ist: Jeder ist sich selbst am nächsten: Also mischt sich keiner in etwas ein.
Ich sehe das anders…. Ich würde die Ehefrau sofort informieren.

Die Affärenfrau ist sich auch selbst in der Regel am nächsten, wenn sie "petzt".

Also ich sehe es so: Wenn eine gute Freundin von mir von ihrem Mann betrogen wird und ich finde das per Zufall heraus, lasse ich sie das wissen!

Die spannende Frage ist aber doch: lässt Du es auch ihren Mann wissen, wenn sie fremdgeht? Oder hältst Du dann "dicht"? Warum? Oder redest Du ihr zu, dass sie die Affäre unterlassen soll? Oder geht es nur rein um Solidarität unter Frauen?
Rein grundsätzlich denke ich, es macht Sinn, dem Betrügenden ins Gewissen zu reden, aber die Betrogene zu informieren ist nicht die Aufgabe von Außenstehenden.
 
  • #19
Hätte ich selbst einen festen Partner oder Ehemann, der mich betrügt, dann würde ich darüber aufgeklärt werden wollen! Sogar von meiner Konkurrentin, falls es mein Partner nicht täte.

Sehr selten informieren die Betrüger ihre Partnerin, weil sie beide Frauen und die Vorteile, die nur Betrüger für sich alleine haben!

Ich möchte nicht monate- und jahrelang für dumm und dämlich von meinem Partner gehalten und zum Gespött der anderen Wissenden werden, als das naive Weibchen mit dem man(n) alles machen kann! Die Angst vor Geschlechtskrankheiten hätte ich auch noch dazu! Kein Mann hätte das Recht, ohne mein Wissen mich in eine Beziehung zu „verdammen“ und mir die Entscheidungsfreiheit nehmen, ob ich doch mit einem Betrüger zusammen sein wollte oder nicht!

So würde ich mir zumindest den Respekt verschaffen, indem ich meinem Partner zeige, wo die Tür ist. Wie @Tini_HH oft schreibt: wie bestraft man die Geliebte des eigenen Mannes am besten? Sie darf ihn behalten.

Aber wen meinst du konkret mit der dritten Frau? Meinst du die Dritte im Bunde in der Dreiecksbeziehung? Also die Geliebte als die Dritte?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #20
Kommt auf die Umstände an:

Ja, ich würde es der Ehefrau/ Ehemann mitteilen.

Nein, ich behalte es für mich.

... wenn ich mitbekommen, dass eine Freundin oder ein Freund von ihren Partnern betrogen werden - Ja!

... wenn ich selber über seinen Beziehungsstatus belogen wurde, er vorgibt ungebunden zu sein, aber verbandelt ist - Ja!

...wenn ich wissentlich eine Affären mit einen gebundenen Mann beginne - Nein!
 
  • #21
Ja, sorry, gemeint war natürlich 2. Frau, somit 3. Person in einer Dreiecksbeziehung.
Ich habe aktuell keine Affäre, ich hatte mal eine.
Die Frage hat sich mir gestellt, weil das Forum oft Affären behandelt und nie klar ist, ob denn die Betrogene davon wissen sollte oder nicht. Es war damals während und nach meiner Affäre sicher auch ein Thema für mich.
Wer die Betrogene, wenn schon, informiert, möchte ich Euch diskutieren lassen. Frage ist eher bezogen auf die direkt Beteiligten, wobei eine Ausweitung auf Außenstehende sehr wohl interessant ist.
FS
 
  • #22
Ich frage mich, worin der Sinn liegen soll?
Entweder will ich aus moralischer Sicht sauber handeln, dann fange ich nichts mit einer vergebenen Frau an. Es gibt dann niemanden zu informieren.
Wenn ich etwas mit einer vergebenen Frau anfange, ist doch mein eigenes Handeln aus moralischer Sicht fragwürdig. Worin sollte nun der Sinn liegen, den gehörnten Partner zu informieren? Soll der jetzt mein eigenes fragwürdiges Handeln unterbinden? Und wenn ich aus irgendwelchen Gründen eine vergebene Frau aus ihrer Beziehung loseisen wollte, würde das wohl nur über die Frau funktionieren und nicht darüber, dass ich dieser in den Rücken falle.
 

Laleila

Cilia
  • #23
Schwierig. Würde ich es als betrogene Partnerin wissen wollen?
Ich habe sehr feine, sensible "Beziehungsantennen" und wenn nicht mal die anschlügen: Nein, dann nicht. Denn dann fehlt mir ja nichts in der Beziehung und warum sollte ich mich unnötig mit einem Seitensprung herumärgern?

Mit meinen Freundinnen ist alles besprochen, da weiß ich bei jeder wie sie es gern hätte und wir erneuern unsere Informationen darüber auch recht regelmäßig beim Weiberabend o.Ä.
Entsprechend dieser Infos würde ich es handhaben. Ihren Fremdgeher würde ich mir in jedem Fall zur Brust nehmen. Und natürlich würde ich es dem Mann meiner Freundin nicht erzählen, wenn die fremdgeht. Schließlich ist sie meine Freundin und er nur der (theoretisch) austauschbare Partner.

Vor vielen, vielen Jahren hatte ich auch mal Affairen mit 2 verheirateten Männern. Ich war emotional wohl noch nicht ausgereift.
Damals hätte ich der Frau nichts gesagt, weil ich sie nicht kannte. Anders vielleicht, hätte er mir weh getan, dann vielleicht schon um ihm weh zu tun.
Seit damals kamen gebundene Männer für mich nicht mehr in Frage, das muss ich keiner anderen Frau antun.

So schön kann doch kein Mann sein...
 
  • #24
Die Affärenfrau ist sich auch selbst in der Regel am nächsten, wenn sie "petzt".
In wie fern?

Also wenn ein/e "Bekannte/r" betrogen wird, sage ich das.
Nicht weil ich es für moralisch verwerflich finde, sondern damit der/ die Betrogene die Entscheidungsmöglichkeit hat zu gehen oder eben zu bleiben.

Ich selber war Affäre und wusste es zunächst nicht.
Als ich es wusste habe ich es für mich beendet. Diese Entscheidungsmöglichkeit habe ich seiner Freundin eingeräumt und es ihr gesagt. Sie ist (glaube ich) geblieben, ist aber weiter nicht mein Problem, denn sie hat eine Entscheidung getroffen.
 
  • #25
Die Affärefrau beendet nicht die Affäre sondern informiert die Partnerin des Manns in der Hoffnung die Partnerin würde ihn vor die Tür setzen. Weiterhin erwartet die Affärefrau sich davon, dass der nunmehr ungebundene Mann sie zur Partnerin erwählt.
In einigen Fällen mag dieses Vorgehen zum gewünschten Erfolg führen. Allerdings halte ich das Risiko für groß, dass der Mann sich nach einer derartigen Aktion nicht für die Affärefrau entscheidet.
 
  • #26
Ich würde sagen, wenn die Geliebte es macht, sieht es so aus, als wollte sie sich entweder rächen, weil der Mann Schluss gemacht hat, oder aber den Mann für sich haben, weil sie hofft, die Ehefrau mache nun Schluss, wo sie es erfahren hat.

In dem Fall, wo der Geliebten vom Mann erzählt wird, dass die Ehefrau ein Schreckgespenst sei, dass sie psychisch nicht belastbar sei, dass sie klammert, usw., also wenn die Ehefrau als der schlimmste Mensch auf Erden dargestellt wird, oder wenn behauptet wird, die Ehe existiere nur noch auf dem Papier und man hätte getrennte Schlafzimmer, fänd ich es nicht ungewöhnlich, wenn die Geliebte irgendwann Zweifel bekommt. Sie geht ja davon aus, es sei okay, dass man sich trifft, und meint, der Mann sei ehrlich. Dass die irgendwann auf die Idee kommt, mal die Frau zu kontaktieren, könnte ich mir vorstellen.

Um Deine Frage zu beantworten: Ja, natürlich sollte die Ehefrau es in meinen Augen immer wissen, wenn sie betrogen wird. Weil ich es wissen wollen würde, wär ich die Betrogene. Auch, wenn es nur ein ONS war.
Aber: Wir hatten hier schon mal einen Post, indem eine Frau schrieb, dass sie es nicht wissen wollte, ihr Leben toll war und sie lieber nie erfahren hätte, was ihr eine Bekannte (war es wohl) erzählt hat. Also wenn man das weiß, dass jemand sich selbst lieber belügen will, dann ist das zu akzeptieren. Aber meist weiß es ja keiner vorher, weil sowas nicht diskutiert wird.
 
  • #27
Es ist erschreckend, dass es die wenigsten Menschen so handhaben würden, der betrogenen Frau/Freundin die Wahrheit zu sagen.
Dass einige Männer versuchen dies den Frauen auszureden, ist klar, man möchte den Eigenvorteil behalten. Aber dass soviele Frauen es auch so sehen ist erschreckend.

Sobald eine Frau mitbekommt, dass ihre neue Flamme auf einmal anfängt zu schwätzen, es ist besser es geheim zu halten und ich kann mich wegen MEINER Frau/Freundin nicht zu dir bekennen, gibts nur den einen Weg: den Betrüger absägen (Trennung) und es seiner Frau sagen.
Sollte es eine offene Beziehung sein, würde er doch nicht wollen, dass es geheim bleibt. Das zählt nicht.

Betrug und Lügen sollte keiner unterstützen.
Und bevor ich an der Realität vorbeilebe, weil der Mann mich betrügt und belügt, möchte ich es erfahren, um mich sofort vom Mann zu trennen. Mit so einem will ich keine Beziehung. Leider ist es gang und gäbe, dass Männer schon fast reflexartig ihre Partnerin belügen, um weiter so machen zu können wie bisher und lieber der Ehefrau eine Fehlwarnehmung oder gar psychische Störung attestieren als zuzugeben, dass es die Wahrheit ist, sollte diese ihn wegen eines richtigen Bauchgefühls ansprechen. Von den Frauen zu schweigen, die über kein gutes Bauchgefühl verfügen und schlicht ihrem Partner 100% vertrauen.

Ich hoffe doch, dass da flächendeckend ein Umdenken einsetzt und es der Normalfall wird:
Frau ist verliebt, stellt fest, er ist in einer festen Beziehung, er will aber (mind.) 2 Frauen haben, dass sie sich von ihm trennt UND seine Frau informiert.

In Italien wurde vor wenigen Wochen ein italienischer Buchhalter verurteilt, der ca. 30 Frauen absichtlich mit HIV ansteckte. Teilweise steckten sich von den betroffenen Frauen deren nächste Partner und sogar ein Baby an. Die Frauen erfuhren es durch polizeiliche Ermittlungen, insgesamt wurden mind. 52 Personen angesteckt.
Ich möchte die Entscheidungsfreiheit haben, mich auf Geschlechtskrankheiten untersuchen zu lassen, das setzt voraus, ich möchte es wissen, wenn mein Freund mich betrügt. Aber diese Betrüger wollen um ihres Vorteils willen, auch weil sie nicht die charakterliche Festigkeit besitzen, treu zu sein (in einer offenen Beziehung stellt die Frage sich nicht), die Frau (weiter) belügen.

Und ich möchte nicht zu meinem Freund Ich liebe dich sagen oder ihn kostenlos ins Grundbuch eintragen lassen, wenn er ein Betrüger und Lügner ist.

Also ich fordere alle Frauen auf Männer zu verachten, die Seitenspringer, Affärenliebhaber, gerne auch mit den Lügenworten 'du bist was besonderes', 'habe ich noch nie gemacht', 'ich bin so in dich verliebt' sind und deren Freundin zu informieren.
Es kann nicht sein, dass selbst in 2017 noch so eine Arschkriecherei für den Mann erfolgt.
 
  • #28
Sollte es eine offene Beziehung sein, würde er doch nicht wollen, dass es geheim bleibt. Das zählt nicht.
Eine offene Beziehung schließt nicht aus, dass Diskretion vereinbart wurde! z.B. weil die Partnerin aus med. Gründen keinen Sex mehr haben kann und daher außerhäuslichen Sex akzeptiert.
Möglicherweise geht es dieser Frau besser wenn sie prinzipiell weiß, dass ihr Partner ONS/Affären hat, aber nichts konkretes erfährt.

Ich finde nicht, dass man anderen Menschen das Recht absprechen darf, dass sie gewisse Dinge lieber nicht so genau wissen wollen.

Ein vll. etwas nachvollziehbareres Beispiel: Ich weiß irgendwann werde ich sterben, dennoch würde ich nicht wissen wollen wann es soweit ist. d.h. ich lebe besser ohne konkretes Wissen.
 
  • #29
Betrug und Lügen sollte keiner unterstützen.
Und bevor ich an der Realität vorbeilebe, weil der Mann mich betrügt und belügt, möchte ich es erfahren, um mich sofort vom Mann zu trennen. Mit so einem will ich keine Beziehung. Leider ist es gang und gäbe, dass Männer schon fast reflexartig ihre Partnerin belügen, um weiter so machen zu können wie bisher und lieber der Ehefrau eine Fehlwarnehmung oder gar psychische Störung attestieren als zuzugeben, dass es die Wahrheit ist, sollte diese ihn wegen eines richtigen Bauchgefühls ansprechen. Von den Frauen zu schweigen, die über kein gutes Bauchgefühl verfügen und schlicht ihrem Partner 100% vertrauen.
...
Es kann nicht sein, dass selbst in 2017 noch so eine Arschkriecherei für den Mann erfolgt.
Volle Zustimmung! Ist ja logisch, dass Männer für betrügende Geschlechtsgenossen Verständnis zeigen und nicht wollten, dass die 2. Frau die Ehefrau informiert, damit die Männer alle Vorteile so lange es geht genießen.

Ich bin ziemlich entsetzt, dass sogar Frauen sich daraus halten würden und nicht wissen wollten, dass sie betrogen werden. Das ist doch auch ein Grund, weshalb Männer ein leichtes Spiel und nichts zu befürchten haben. Wer keine Konsequenzen zu befürchten hat, weil er nicht verraten wird, wird auch weiterhin betrügen - entweder mit der Geliebten oder mit einer anderen Frau! Im Grunde genommen willigen alle Mitwisser stillschweigend den Betrug und das ist für mich eine Art Mittäterschaft.

Und wer ist wirklich so naiv zu glauben der betrügende Ehemann sei in der Pflicht seine Frau zu informieren und niemand sonst! (theoretisch ja). Ein Mann der seine Frau liebt, betrügt sie nicht und braucht auch nichts zu beichten oder er versucht seine schlechte Ehe auch mit Paartherapie zu retten. Alles andere ist kompletter Unsinn und sogar paradox. Wer die Partnerin sexuell betrügt und beide Frauen behalten will, wird gerade das nicht tun: beichten. Es ist vollkommen naiv und blauäugig zu glauben er würde es tun!

Ein Mann beichtet erst dann, wenn er sich wirklich in die Zweitfrau verliebt hat und bereit ist sich scheiden zu lassen! Dann macht er Nägel mit Köpfen und verlässt seine Ehefrau!

Aber niemals vorher, weil das Risiko zu groß ist, seine Ehefrau zu verlieren und auch Kinder, wenn welche vorhanden sind! Dass Frauen sogar billigend Geschlechtskrankheiten und HIV riskieren und sich selbst nicht mal die Bohne wert sind, kann ich nicht verstehen. Kopfschüttel! Wer als Betrogener das nicht sehen und nicht wissen will, der hat die Selbstachtung, Selbstliebe, Stolz und menschliche Würde verloren. Würde ich eine solche Frau sein, würde ich mich selbst eines Tages dafür hassen, dass ich mir selbst keinen Cent wert gewesen bin!
 
  • #30
Also manche Empörung verstehe ich nicht
- Warum sollte der Affärenpartner den betrogenen Partner informieren? Wer sich auf eine Affäre einlässt, weiß, dass es da dann durch sein Einlassen eine/n betrogene/n Partner/in gibt und nimmt dies in Kauf. Also dann auf einmal Moral?
(ich schreibe bewusst geschlechtsneutral, denn auch Frauen betrügen ihre Partner, die Geschlechter vergeben sich da gar nichts).

Oder das Thema Geschlechtskrankheiten? Man lässt sich doch auf diesen Partner ein, weiß, wie er lebt, vor Lügen ist keiner geschützt. Etwas schräger Post hier von @kcLydia.

Mit einer / einem Freund/ in, die ihren / seine Partner/in betrügt, würde ich reden. Vielleicht hat er / sie menschlich nachvollziehbare Gründe? Die Welt ist nicht schwarz / weiß, die Schattierungen sind vielfältig.
Manchmal sind es auch ungute Beziehungen, wo der Mann / die Frau nicht den Mut, die Kraft hat, diese sauber zu beenden und sich aber dann fremdverliebt?
Eine gute Bekannte hat eine Affäre, seit x-Jahren, da wissen sehr viele, einschließlich der Ehefrau und der Familie Bescheid.
Also wenn sie für sich das entschieden hat?

Ich hatte selbst über ein Jahr eine Affäre, obwohl für mich Affäre eigentlich immer ein absolutes NoGo war.
Ich habe diesen Mann sehr geliebt, wäre gerne mit ihm alt geworden, und bereue keine Minute. Im Gegenteil, wir hatten wunderschöne Momente, ihm verdanke ich sehr, sehr viel.
Er hängt bis heute in dieser destruktiven (massiv psychische Gewalt, selbst mitbekommen) Ehe fest, er ist psychisch inzwischen vollständig gebrochen. Ich weiß, dass er mich genauso liebte, aber ich konnte diesen Zustand irgendwann nicht mehr, hatte mir auch eine Frist gesetzt. Er konnte sich nicht lösen. (Auch wenn ihm dies mehrere Therapeuten dringend anrieten).
Nochmal würde ich mich allerdings nicht mehr darauf einlassen. Wenn Affäre / F+, dann nur mit ebenso Singles.
Einen Partner würde ich selbst nie betrügen, ich trenne mich, wenn die Beziehung nicht trägt. Mit allen Konsequenzen.

Zum letzten Punkt
Einer / einem betrogenen Freund/in würde ich dies durchaus sagen. Aber nur, wenn ich mir 100% (!) sicher bin. Denn es ist eine sehr massive Anschuldigung.
Ansonsten geht mich das Beziehungsleben anderer nichts an. Als Moralwächter mag ich mich nicht sehen.

Für mich zählt, ganz egoistisch, dass ich mich so verhalte, dass ich noch jeden Morgen in den Spiegel schauen kann.

Und ich bin mir sicher, dass es genügend Menschen gibt, die wissen, dass sie betrogen werden, und nicht wissen wollen - aus welchen Gründen auch immer.
Auch das geht mich nichts an, steht mir nicht zu, zu beurteilen.
 
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