• #61
Deshalb kann auch nicht allgemeingültig behauptet werden es wäre richtig die betreffende Person über eine Affäre in Kenntnis zu setzten.
Ja… deshalb kann man den/ die Betrogene(n) ja fragen, ob er/ sie es gerne wissen würde, falls es so wäre.
Dan kann die Person ja immer noch verneinen!
Ich wäre z.B. nicht dankbar gewesen, hätte man mich gegen m einen Willen informiert.
Aber gegen deinen Willen betrogen zu werden ist ok, oder was?
Was für eine Denkweise….
Nochmals: Nur weil man es nicht weiß, heißt es ja nicht, das es nicht passiert.

Falls es so ok ist betrogen zu werden, kannst du ja die Beziehung öffnen dann ist es kein Betrug mehr und du bekommst die Affären auch nicht mit, weil du ihm ja sagen kannst, er soll (falls er es tut) diskret sein.
Dann weiß die Affäre auch, ihr habt eine offene Beziehung und muss dich nicht informieren. Und falls ein Freund mal fragen sollte, kannst du auch verneinen und sagen, das ihr eine offene Beziehung habt.
Aber lass mich raten, das ist auch keine Option.

Bei solchen Dingen kenne ich persönlich keine Person, die belogen/ betrogen werden möchte.
 
  • #62
Ich war selber Affäre. Von meinem Ex. Erst hat er mich mit ihr betrogen, ohne das ich es gemerkt habe, dann hat er sich von mir getrennt und ist eine Beziehung mit ihr eingegangen. Das habe ich erst Wochen später herausgefunden. Er hat sich trotzdem immer wieder bei mir gemeldet. Und wir haben nicht nur Kaffee getrunken. Ich hätte mir gewünscht, dass mich während unserer Beziehung jemand aufklärt (wir waren nicht verheiratet ). Dann kam raus, dass es noch eine 3.! Frau gibt. Solchen Männern gehört ganz einfach das Handwerk gelegt. Sie gehen so geschickt vor, dass es fast unmöglich ist, ihnen auf die Schliche zu kommen. Und alle, die solch einem Treiben untätig zuschauen, unterstützen solche Männer bei ihrem Treiben.
 
  • #63
Ich kann keine der Frauen hier verstehen, die behaupten, sie wollen nicht von 3. informiert werden. Genau wegen solch leichtgläubigen und naiven Frauen/Partnerinnen ist es so vielen Männern erst möglich, solche Spielchen zu treiben. Mädels, wo ist Euer Stolz?
 
  • #64
Wer Charakter hat mischt sich in eine Ehe bzw in eine Beziehung nicht ein und wenn ich weiß das jemand fremdgeht den ich kenn, mache ich ihn darauf aufmerksam alles andere ist Heuchelei und Unaufrichtigkeit und hat mit Authentizität nichts zu tun.
Meine Meinung:
Wer Charakter hat mischt sich in eine Ehe bzw in eine Beziehung ein und wenn ich weiß das jemand fremdgeht den ich kenn, mache ich ihn darauf aufmerksam alles andere ist Heuchelei und Unaufrichtigkeit und hat mit Authentizität nichts zu tun
Wir sind nicht alleine auf der Welt, auch unsere Freunde und Verwandten habe bekommen vorn mir das Recht, von Unrecht ihnegegenüber zu erfahren.
Wovon hängt der aufgeklärte Mensch mit seinem Status in unserer Gesellschaft am meisten ab? Richtig! Von seinen verfügbaren Informationen. Helfen wir uns doch gegenseitig.
 
  • #65
Wenn ich lese, wie viele Frauen hier irgendwann mal Affäre waren, dann geht mir langsam aber sicher jedes Mitleid verloren, wenn Frauen betrogen werden.
An Affären sind immer zwei Menschen beteiligt, die einen dritten betrügen. Wer skrupellos mitbetrügt, braucht nicht einen auf Moral zu machen und sich erst Recht nicht zu beschweren, wenn sie selbst irgendwann "Opfer" wird. Das kommt mir vor der Trickdieb, dem irgendwann mal die Brieftasche geklaut wird.
 
  • #66
Ich würde es wissen wollen & ich würde es auch jeder Frau/ jedem Mann die/der betrogen wird erzählen, wenn ich davon wüsste. Ich bin für Ehrlichkeit & werde ganz sicher nicht untätig dabei zusehen, wie andere belogen & verarscht werden. Mann könnte die/den vermeintlich Betrogene/n ja auch fragen, ob es eine Abmachung zwischen den Partnern gibt & falls ja ist doch Alles gut. Wenn nicht, weis sie woran sie ist.

Nun ist sie ein gebrochene Frau, ihr wurde der Mann ihres Lebens genommen....
Sie tut mir leid, aber nicht, weil ihr ihr Mann genommen wurde, sondern weil ihr Mann sie jahrelang belogen hat & er, als dann doch mal Konsequenzen drohten (die in diesem Fall ja garnicht eingetroffen wären) den Schwanz eingezogen hat. Er hat das zu verantworten. Als hätte er nicht damit rechnen können, dass das irgendwann auffliegt & die Frau nicht begeistert sein wird..
Hat er die 16 Jahre einmal daran gedacht, dass er sie verletzen & verlieren könnte, oder erst als es aufgeflogen ist & er selbst Nachteile zu spüren bekommen hätte?
you're not sorry because you did it, you're sorry because you got caught
 
  • #67
Ja. Die betrogene Frau soll informiert sein.

Nur, wenn sie von der Affäre weiß, kann sie selbst entscheiden, ob sie bei den geänderten Tatsachen ihre Beziehung mit dem Mann fortführen will, vielleicht sich selbst auch nicht mehr an das Treuversprechen halten will oder weniger Verständnis zeigen will für die angeblichen "Überstunden" des Mannes usw. Wenn sie nicht informiert ist, kann sie keine selbstbestimmte Entscheidung treffen.

Richtig wäre es nun tatsächlich, dass der Mann als ihr Partner sie darüber informiert. Aber es gibt nun die Menschen, die zwar außerhäuslich ohne Probleme die Unterhosen runter lassen, aber bei der Ehefrau zu prüde sind, diesen Wunsch mitzuteilen.

Es gibt sicher die Ehefrauen, die ihren Streuner kennen und auch die Anzeichen erkennen, wenn er wieder streunen geht. Die wollen vielleicht keine Details erfahren, wissen aber schon Bescheid und lassen ihn. Diese Ehefrauen sind informiert und haben für sich entschieden.

Aber nicht jede betrogene Frau, weiß Bescheid.
Im Bekanntenkreis habe ich es gesehen, dass der Ehemann seiner Betrogenen Ehefrau erzählt, er wäre treu, sie wäre wahnhaft eifersüchtig, sollte sich therapieren lassen. Die Frau ist wirklich fast verrückt geworden, weil ihr Gefühl richtig war, der Mann ihr aber einredete, dass ihr richtiges Gefühl falsch wäre. Sehr niederträchtig von ihm.

Ich habe gesehen, dass der Ehemann zuhause alles verheimlichte, was gut ging, weil er von seinem Arbeitgeber in eine 600 km entfernte Stadt versetzt worden war. Dort baute er sich ein 2. Leben mit 2. Frau und Kind auf.
Die Nachbarn tuschelten schon lange, weil, wie es immer so ist, ein Bekannter von einem Bekannten die Bekannte von der Geliebten kannte. Alle Nachbarn der betrogenen Ehefrau wussten schon Bescheid, dass er ein nichteheliches Kind hat, mit der anderen zusammen wohnte, nur die Ehefrau wusste es nicht.
Das ist für die Ehefrau mit die demütigendste Situation, die ich mir vorstellen kann.

Wer soll die Ehefrau dann informieren?
Der Ehemann macht es nicht. Die Nachbarn mischen sich nicht ein.

Bei der Geliebten schwingt immer mit, dass sie sich am Ehemann rächen will, weil er sich nicht für sie entscheidet und deshalb die Ehefrau informiert.
 
  • #68
An Affären sind immer zwei Menschen beteiligt, die einen dritten betrügen.
Irrtum. Ich war Affäre, aber eben unwissentlich. Ich dachte es wäre eine Anbahnungsphase zu einer festen Beziehung. Als es nach ein paar Wochen nicht "voran" kam und immer neue Ausreden kamen, er es mit mir aber nicht beenden wollte, wurde ich misstrauisch. Da kam eben alles raus… Ich habe es beendet, seine Freundin und sämtliche anderen Frauen (oh es waren einige) informiert.
Was die mit den Infos gemacht haben, war ab da nicht mehr mein Problem.
Wenn die Frauen mit einem Fremdgänger zusammen sein wollen, bitte schön. Aber sich sollen sich darüber bewusst sein.
 
  • #69
Mir ist es passiert, dass mein früherer Chef (er ist inzwischen verstorben) mit einer Kollegin über viele Jahre ein Verhältnis hatte. Auf der Arbeit wußten alle davon. Seine Frau - ich kannte sie aber nur vom Telefon - fand ich sehr lieb und sympathisch und auch die fremgehende Kollegin hatte einen sehr liebevollen Ehemann. Aber diese beiden hatten sich echt gefunden.
Die Ehepartner taten mir echt leid. Offiziell ist er früher von der Arbeit weggegangen um zu surfen. Die Ehefrau hat öfter auf der Arbeit angerufen, wenn er "surfen" war. Ich hatte dann den Auftrag zu sagen, dass er surfen sei.

Ich war damals noch sehr jung und hatte nicht den Mut der Frau die Wahrheit zu sagen. Außerdem hätte ich auf der Arbeit die Konsequenzen bei dem Typen bitter gebüßt. Er hatte mir so schon das Leben sehr schwer gemacht.

Ich wußte auch nichts genaues. Solange man nicht direkt mit dabei war, kann man auch jemanden mit solchem Gerede auch Unrecht tun. Das ist nicht so einfach, finde ich.

Ich würde es differenziert betrachten. Wenn ich zu der Betrogenen ein Vertrauensverhältnis hätte, würde ich sie informieren.
Wenn mir das ein fremder Mensch erzählen würde, dass der Mann den ich liebe und vertraue mich betrügt, dann wäre ich gegenüber der Person, die es erzählt sehr mißtrauisch. Was wäre ihre Motivation? Würde mir das eine Vertrauensperson erzählen, wäre ich ihr dankbar.
 
  • #70
Für mich hat die Fragestellung noch einen ganz anderen Aspekt, obwohl ich selber noch nie von einer Affaire betroffen war. (weder aktiv, noch passiv) Wenn Affairenmenschen dieses nicht auch, in vielen Fällen, mit Waffen austragen würden, könnte ich u.U. meinen Status, nicht betroffen zu sein, nicht aufrecht erhalten!

Vor einiger Zeit hatte ich nämlich ein paar dates mit einer Mitarbeiterin einer Marketing-Agentur, die für unsere Firma arbeitet. Wir waren da wirklich auf einem Weg, bei dem sich sehr gut ein "mehr als nett" hätte ergeben können!

Allerdings bekam ich dann mit, dass sich die Frau eines unserer Top-Vertriebler gerade, wegen einer Affaire, getrennt hatte und, dass mein date der Grund dafür war. Sie hatte auch versucht, meinen Kollegen dazu zu bewegen, dass er sich von seiner Familie trennt und irgendwann der Frau Informationen zutragen lassen. Er wollte sich eigentlich gar nicht trennen, aber nachdem ihm die Entscheidung abgenommen worden war, hat er nicht mein date um eine Beziehung gefragt, sondern ist mit einer weiteren Freundin (deutlich jünger) zusammengezogen.

Gott sei Dank war mein date darüber so erbost, dass sie es richtig breit getreten hat und es auch bei mir irgendwann ankam. Ich hatte damit die Gelgenheit, den Kontakt einzustellen, denn mit diesem Teil der Bäumchen-wechsele-dich-Welt möchte ich nicht kontaminiert werden! Affairen-Frauen kommen für mich einfach nicht in Frage!

V.m47

PS: @hope40 in Beitrag #48 würde ich, von ihrer Seite, nicht als Affaire werten! (auch nicht "reingerutscht")
 
  • #71
Zitat von [SIZE=17px:
Sein Suizid war die eigene Bestrafung - so kommt mir das vor. [/SIZE]

Sorry, so ein selbstgerechter Kommentar geht ja absolut nicht mehr.
Der Betrüger, der Böse, etc., der jetzt sich selbst gerichtet hat.

Kannst Du ansatzweise nachempfinden, was in einem Menschen vorgeht, der diesen Schritt geht?

Weißt Du, außer dass er eine langjährige Affäre hatte, seine Beweggründe?
Weißt Du, wie seine Ehe war?

Von außen hin schauen, und dann über einen verzweifelten Menschen sagen, dass hat er ja verdient.
Mir fehlen die Worte.

In diesen Thread gibt es Posts so voll Selbstgerechtigkeit, wie selten.

Wir sind Menschen, wir haben Gefühle, wir machen Fehler, wir irren uns.
Wer hier hat in seinem Leben noch nie etwas gemacht, was er nicht hinterher bereut hätte?
Ok, es gibt eine perfekte Foristin, die dies immer wieder betont.
Aber ansonsten?

Wir haben alle mal vertraut, und sind enttäuscht worden, wir haben andere enttäuscht, verletzt, oft auch unbewusst.
Wir haben uns oft genug alle nicht immer ganz korrekt verhalten, waren nicht immer großmütig, usw.

Nein, Affären sind nicht wirklich zu entschuldigen, aber es gibt vielleicht Nuancen.
Ich habe für mich gelernt, dass es immer wieder Situationen im Leben gibt, wo sich Perspektiven verändern, wo Unvorstellbares passiert. Wo nicht alles so straight läuft, man nicht so handelt.
Ich mag über Außenstehende nicht urteilen, da gilt für mich der Spruch, so in etwa - erstmal 10 min in den Schuhen des anderen gehen.

Und ich frage mich, ob die Vehemenz genauso einem betrogenen Mann gegenüber gelten würde.
Wenn die Fragestellung Affärenmann und Betrogener hieße.
Nur gibt es insgesamt bei der Konstellation, die in etwa genauso oft vorkommt, das deutlich seltenere Mimimi.
 
  • #72
Nun ist sie ein gebrochene Frau, ihr wurde der Mann ihres Lebens genommen..
Bei Deiner ganzen Schilderung ist der Mann unschuldig für die Ehefrau. Durch seine Aktion am Schluss, die ich genauso unempathisch finde wie die jahrelangen Lügen davor, hat er sich der Verantwortung für sein Handeln entzogen. Die Ehefrau tut mir leid, dass sie nicht verarbeiten kann, was passiert ist. Aber sie wird nie drüber wegkommen, wenn sie die Geliebte allein für verantwortlich hält. Der Mann wusste doch, dass eine Bombe tickt und er entdeckt werden kann. Und er hat seiner Ehe gar keine Chance gegeben, also hatte auch keine Ahnung, wie sich das für seine Frau anfühlen muss, was er da veranstaltet hat. Wer so unempathisch ist, seine "geliebte Frau" so anlügen kann, JEDE Woche über 16 Jahre, und nicht mal im Affekt und dann nach dem Schreck vertuschen, kann kein guter Ehemann gewesen sein. Wie wollte so einer gezeigt haben, dass er die Frau liebt, wenn er sich NIE eingefühlt hat in sie?
Ja… deshalb kann man den/ die Betrogene(n) ja fragen, ob er/ sie es gerne wissen würde, falls es so wäre.
Dan kann die Person ja immer noch verneinen!
Na wenn Du diese Frage stellst, weiß die Person doch schon, dass Du überlegst, ihr was zu sagen in dieser Richtung. Ergo müsstest Du es mit jedem Deiner Bekannten irgendwann mal belanglos ansprechen, um für den eventuellen Fall Bescheid zu wissen. Wenn er in drei Jahren eintritt oder wenn diese Person dann einen anderen Partner hat, hat sich vielleicht sogar ihre Ansicht gewandelt, weil vielleicht Haus und Kind da sind.
 
  • #73
Bei einer Affäre kann man nicht per se davon ausgehen, diese gegen den Willen des anderen Partners passiert, man kennt die Absprachen des Paares nicht.

Tja, und genau da liegt der Hase im Pfeffer begraben. Da man ja in der Regel nur den Fremdgeher kennen lernt, redet man sich dann selbst die Affäre schön weil es ja eine Absprache geben könnte, die Affäre ja sogar der Ehe gut tut und was einem sonst noch alles für den eigenen Selbstbetrug so einfällt.

Wenn es eine "offene" Beziehung ist, dann sollten das ja wohl beide Beziehungspartner bestätigen können - oder nicht?

Vorab eines, bevor mich die Moralapostel Keule trifft: ich kenne zwei Positionen in dem Dreieck. Einmal war ich der Fremdgänger, weil meine Ehe tatsächlich am Ende war - da habe ich dann nach einigen Wochen die Konsequenzen gezogen und die Trennung eingeleitet. Dann war ich einmal selbst der Betrogene, was ich aber erst nach acht Monaten erfuhr. Lediglich den Affären Part hatte ich noch nicht inne - den werde ich aber auch nicht geben, weil ich der Auffassung bin, dass ich kein Recht dazu habe, den betrogenen Partner quasi zu entmündigen.

Eine Affäre WISSENTLICH einzugehen und dann irgendwann später aus welchen Gründen auch imm
er den betrogenen Partner darüber zu informieren ist für mich unterste charakterliche Schublade.

Falls es unwissentlich zur Affäre kam, würde ich es allerdings tatsächlich für richtig halten, sich mit einer Entschuldigung dass ich genau so belogen wurde wie der Partner diesen zu informieren.

Warum gibt es denn soviel Betrug in Beziehungen? Weil es in unserer Gesellschaft leider salonfähig ist und absurderweise zwar darüber diskutiert wird, dass ein Outen verletzend sein könnte. Dabei ist das Verletztende bereits durchs Fremdgehen passiert.

In meinen Augen handelt jemand, der bewusst eine Affäre mit einer anderweitig gebundenen Person eingeht, verantwortungslos. Insbesondere wenn dann die Pseudo Begründung angeführt wird, man selbst würde ja nix Schlimmes tun, weil man ja der betrogenen Person nix versprochen habe. Das sei einzig und allein eine Sache des Fremdgängers. Das ist Mumpitz: denn indem mich bewusst als Mittel zum Zweck hergebe, bin ich mitverantwortlich für den Betrug.
 
  • #74
Du hattest noch nie eine Affäre, weißt aber mit Bestimmtheit:
Ein vergebener Mann trennt sich bereits in den ersten 4-6 Monaten oder nie!
Mich würde interessieren auf Grund welcher Basis Du derartige Behauptungen aufstellst.
Deine Aussage ist nicht allgemeingültig!
Mein Partner war mein Affäremann in einseitig offener Beziehung. Die Trennung von seiner langjährigen Partnerin fand ca. 8 Monate nach Beginn unserer Affäre statt. Und zwar ohne mein Zutun! Ich hatte die Affäre kurz vor seiner Trennung beendet.

Die macht das nämlich nicht, um die Ehefrau aufzuklären, was für ein mieser Typ ihr Mann doch ist, sondern weil sie damit erreichen möchte, den "miesen Typen" für sich zu bekommen. Das finde ich scheinheilig und verlogen.
Prinzipiell stimme ich Dir zu. Eine Ausnahme sehe ich jedoch darin, wenn die Partnerin des Mannes von sich aus nachfragt. Wobei man auch dann nicht zwangsläufig etwas zur Sachlage sagen muss.
Falls es so ok ist betrogen zu werden, kannst du ja die Beziehung öffnen dann ist es kein Betrug mehr und du bekommst die Affären auch nicht mit, weil du ihm ja sagen kannst, er soll (falls er es tut) diskret sein.

Wie ich bereits in Post #14 erwähnte war die Beziehung mit entsprechender Vereinbarung geöffnet.
 
  • #75
Wenn ich lese, wie viele Frauen hier irgendwann mal Affäre waren, dann geht mir langsam aber sicher jedes Mitleid verloren, wenn Frauen betrogen werden.
An Affären sind immer zwei Menschen beteiligt, die einen dritten betrügen.
Oftmals sind Betrügende aber sehr subtil und tun so, als seien sie Single, als seien sie getrennt oder seit Jahren nicht mehr "wirklich" zusammen...
ich hatte auch eine Affäre und habe mich total verliebt - wir waren beide Single. Plötzlich hatte er eine Freundin - ich habe es sofort beendet. Er kam wieder an, sagte, das wird nichts mit der Freundin usw.. es fing wieder an - ich dachte sie seien getrennt - und plötzlich war er verlobt und verheiratet.
Ich bin damals einfach von anderen Tatsachen ausgegangen, weil ich gar nie auf die Idee gekommen wäre, dass die Realität ganz anders ist. Für mich war klar, dass er verliebt in mich ist. Wenn man es natürlich im Nachhinein betrachtet, hört es sich naiv an.

Ich frage mich heute noch, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn ich die Frau informiert hätte - er hat sie die ganze Zeit betrogen und würde auch jetzt noch weitermachen.... aber in der Regel verlassen Frauen ihren betrügenden Mann nicht, weil dann erst mal der Konkurrenzgedanke aufkommt. Und ich für meinen Teil war zwar verliebt, aber irgendwie hatte er sich durch sein Verhalten für etwas Ernstes ja sowieso disqualifiziert.
Aber vielleicht hätte ich es ihr doch sagen sollen... !? Sie denkt, sie hätte den Jackpot, dabei ist es nur der "Zonk" ... :)
 
  • #77
Wer Charakter hat mischt sich in eine Ehe bzw in eine Beziehung ein und wenn ich weiß das jemand fremdgeht den ich kenn, mache ich ihn darauf aufmerksam
Hätte/wäre/wenn. Der Mensch redet immer viel wenn er nicht in der Situation steckt. Ist es dann aber soweit sieht es oftmals ganz anders aus und außer großen Sprüchen im Vorfeld passiert rein gar nichts.

Als außenstehende, unbeteiligte Person und zum jetzigen Zeitpunkt sage ich: Ja, würde ich auch tun.

Definitiv aber ein Nein, wenn ich selbst die Affärenfrau wäre die verliebt auf eine Partnerschaft hofft. Das Risiko, dass der Schuss für mich nach hinten losgeht weil sich nach meiner Offenbarung Geliebter und dessen Ehefrau gemeinsam gegen mich verbünden ist äußerst hoch. Das hat nichts mit Angst zu tun, sondern ganz einfach damit, dass ich mir diesen (emotionalen) Stress vom Hals halte. Ich kann nicht gewinnen, nur verlieren, müsste also mehr als blöd sein wenn ich mir das bewusst antue!

Wir wissen doch alle, dass am Ende die wenigsten Männer Eier in der Hose haben und vor allen Anderen zu dem stehen was sie der Geliebten vorher erzählt haben. Viele Männer zeigen dann die ersten Anzeichen von Demenz. Wenn es hart auf hart kommt und um die Wurst geht wird zu 99 % die Geliebte in den Wind geschossen als die lange Ehe mit Hund, Katze und Maus aufgegeben. Das kurzzeitige Palaver mit der festen Partnerin wird in Kauf genommen denn Monsieur weiß doch: Irgendwann ist zu Hause wieder alles im grünen Bereich und in Butter. Die Basis-Partnerschaft besteht weiter.

Deshalb rate ich allen Frauen: Sich gar nicht erst auf eine Affäre einzulassen. Wenn doch passiert weil Frau anfangs gar nicht bekannt war, dass der Geliebte gebunden ist: Sofort beenden! Denn ein Mann, der gehen will geht und ohne dass ich mich als Geliebte einschalten muss.
 
  • #78
Prinzipiell stimme ich Dir zu. Eine Ausnahme sehe ich jedoch darin, wenn die Partnerin des Mannes von sich aus nachfragt. Wobei man auch dann nicht zwangsläufig etwas zur Sachlage sagen muss.

Sehe ich auch so. Das ist aber eine komplett andere Sachlage.

Oftmals sind Betrügende aber sehr subtil und tun so, als seien sie Single, als seien sie getrennt oder seit Jahren nicht mehr "wirklich" zusammen...

Das ist dann wie mit den Ehefrauen, die von nichts wissen wollen. Kurzfristig stimme ich Dir zu, das kann passieren. Aber schon mittelfristig: wenn ich von einer Beziehung ausgehe, will ich mal die Wohnung sehen, ein Wochenende gemeinsam verbringen, anrufen, ...
Da bist Du dann entweder naiv oder willst es nicht wirklich wissen.
 
  • #79
Wir wissen alle nicht, warum es dazu kam....es ist jedenfalls unmöglich, das hier so zu verurteilen.
Ich verurteile nicht den Sex, sondern die Lüge, und mir tut die Frau leid, dass sie die Sache so sieht, dass die andere Frau an ihrem Unglück schuld sei. Aber vielleicht hast Du recht, weil wenn die Ehefrau wirklich so tickt und er aus Empathie gelogen hat, hat er ja adäquat gehandelt, sie einfach als Ehefrau zu behalten und für seine wahren Bedürfnisse zu lügen. Das ist nicht sarkastisch gemeint, wir hatten hier ja schon mal einen Post von einer Frau, die gern weiter in dem Lügengespinst gelebt hätte, ohne zu merken.

Aber dann ist trotzdem bei dem Mann zu verurteilen, dass er seiner Frau so eine Zeitbombe in die Beziehung gesetzt hat. Er hätte entweder seine Geliebte weiter bespaßen sollen, damit sie ruhig bleibt, oder aber sich mit ONS und Kurzaffären sexuell über Wasser halten sollen, wo die Kontakte flüchtig sind, wenn er Rücksicht auf den Erhalt der rosa Welt seiner Frau hätte nehmen wollen.

Wieso ist so ein langer Betrug einmal pro Woche ne Leistung?
In den meisten 16 jährigen Ehen gibt es deutlich weniger Sex.
Ich denke nicht, dass es ist, weil der Mann nicht leisten könnte, dass es mehr Sex gibt mit der Ehefrau.
 
  • #80
Du hattest noch nie eine Affäre, weißt aber mit Bestimmtheit:

Mich würde interessieren auf Grund welcher Basis Du derartige Behauptungen aufstellst.
Deine Aussage ist nicht allgemeingültig!
Mein Partner war mein Affäremann in einseitig offener Beziehung. Die Trennung von seiner langjährigen Partnerin fand ca. 8 Monate nach Beginn unserer Affäre statt. Und zwar ohne mein Zutun! Ich hatte die Affäre kurz vor seiner Trennung beendet.
Doch ich habe einen Mann kennen gelernt, der sechs Jahren im eigenen Schlafzimmer geschlafen hat getrennt von seiner Frau und es war nur eine Frage der Zeit, wann er sich auch räumlich Trend, und sich dann scheiden zu lassen. Aus der anfänglichen Behauptung in den nächsten ein bis zwei Jahren würde es finanziell nicht gehen wie die Eheleute das wollten, geschah es nach fünf Monaten. Aber vielleicht liegt es daran, dass Menschen mit AD(H)S sich tatsächlich trennen und konsequent sind, wenn sie unglücklich sind und mit ihrer Art nicht akzeptiert werden oder auch nicht verstanden werden vom eigenen Partner. An und für sich sogar kontraproduktiv für ihn, weil es oft ein Partner braucht der viel strukturierter ist und dem Betroffenen einen festen Rahmen und gute Organisation bietet.

Gelogen hatte er nicht auch in seinem Profil nicht, dass er verheiratet sei und ich schrieb ihm ganz frech er soll entweder seine eh arbeiten oder sich konsequent trennen neu durchstarten.

Es gibt sehr schlechte Ehe, wo beide oder mindestens eine sehr stark leidet, und tatsächlich beabsichtigt sich zu trennen und es dann tut. Es gibt dann wiederum, solche Ehe ganz schön und bequem ist, trotzdem eine Affäre suchen und sich niemals trennen würden. Wie das Beispiel von diesem Mann der 16 Jahre lang seine Frau betrogen hatte und sie niemals für die Geliebte verlassen hätte, sondern ganz umgekehrt er die Geliebte verließ. Ich meine wenn er jede Woche eine halbe Stunde sechs mit der geliebten hatte und das 16 Jahre lang, da frage ich mich hatte er denn überhaupt keinen Sex mit seiner Ehefrau in diesen 16 Jahren? Das stimmt denn da frage ich mich warum blieb er bei seiner Frau gegen das eigene Glück? Und wenn es eine sexlose Ehe war und der Sex doch so überbewertet wird, warum sich dann eine Frau für Sex suchen? Es gibt doch vielleicht Paare die tatsächlich Jahre lang ohne Sex leben aber trotzdem keine Affären suchen. Aber das sind vermutlich die wenigsten Ausnahmen. Betrug ist niemals eine Lösung, wenn es dazu kommt dann soll der Betrüger Farbe bekennen und sich trennen!
 
  • #81
Sorry, so ein selbstgerechter Kommentar geht ja absolut nicht mehr.
Der Betrüger, der Böse, etc., der jetzt sich selbst gerichtet hat.

Kannst Du ansatzweise nachempfinden, was in einem Menschen vorgeht, der diesen Schritt geht?

Weißt Du, außer dass er eine langjährige Affäre hatte, seine Beweggründe?
Weißt Du, wie seine Ehe war?
Warum begehen Menschen Suizid? Die allermeisten, weil sie schwere Depressionen haben aber nichts verbrochen haben oder andere psychische Probleme!
Aber es gibt Menschen, die Suizid begehen, weil sie mit der Schuld nicht mehr leben können, die sie auf ihren Schultern tragen. Ja, das ist eine Art Sühne für das, was sie getan haben! Ich kann mir vorstellen, dass in dem Moment als die Frau von seiner 16-jährigen Beziehung oder von seinem 16-jährigen Doppelleben erfahren hat schlagartig bewusst wurde, was er getan hat. Das ist für mich ein moralisches Verbrechen, kein juristisches. Daran hätte er viel früher denken sollen schon vom ersten Moment an als er die Frau betrogen hat! Und wer kann mir sagen, dass eine Ehe glücklich ist, wenn einer fremdgehen muss? Das kaufe ich niemandem ab! Wer behauptet eine solche Ehe sei gut, der verschließt die Augen vor der Realität und redet sich alles schön.

Gerade vor einigen Wochen hat im Gerichtshof in den Haag ein serbischer Kriegsverbrecher ein Giftcocktail getrunken.

Und von Verbrechern habe ich schon gehört oder eine Fernsehsendung geschaut, die gesagt haben nur der Tod ist meine gerechte Strafe. Es war einer in einer TV-Sendung.

So interpretiere ich seinen Suizid, weil der Mann von Anfang an wusste was er tut - beiden Frauen antut.

Nun, entweder konnte er nicht weiterhin mit den Schuldgefühlen leben oder aber der Grund für seinen Suizid, war die panische Angst alles zu verlieren! Da war ihm der Suizid lieber.
 
  • #82
Ich weiß von einem Fall, da betrog der Mann seine Frau........ 56 Stunden nach diesem Gespräch erschoß sich ihr Mann.
Er betrog 16 Jahre seine "geliebte" Frau. Da kann es mit seiner Liebe ja nicht weit her gewesen sein. Er hat sich nicht vor Kummer umgebracht, weil ihn das kurze Nachdenken seiner Frau in den seelischen Abgrund gestürzt hat, sondern aus Feigheit, weil er als Lügner und Betrüger geoutet wurde. Das könnte er nicht aushalten.
An seine Frau hat er nicht eine Sekunde gedacht, denn sonst hätte er sich nicht so davongemacht.

Nun ist sie ein gebrochene Frau, ihr wurde der Mann ihres Lebens genommen.... Für die Witwe ein verzeihlicher Fehler.
Da sieht man mal, was für ein mieser Typ der Mann war. Erst betrügt er seine Frau 16 Jahre lang und dann suizidiert er sich aus Feigheit und lässt sie mit den ganzen Lebenstruemmern zurück. Wären da Fragmente von Liebe und Respekt für seine Frau gewesen, hätte er sie mit maximalem Einsatz und bei großer Zeitgeweaehrung unterstützt, sein Lotterleben seelisch zu verarbeiten.

Die Frau hat keinen verzeihlichen Fehler gemacht, sie hat garkeinen Fehler gemacht.
Ich Der Mann war ein einziger wandelnder Fehler: lügen und betrügen, das Leben seiner Frau zerstören, sich dann feige davon machen und seine Frau mit einem nicht zu bewaltigenden Schuldgefuehl zurückzulassen.

Eingreifen der verlassenen Geliebten in ihre Ehe .... unverzeihlich für sie.
Was soll unverzeihlich für die Geliebte sein. Sie hat ihn nicht umgebracht. Das hat er aus Feigheit selber erledigt.

Der Mann war ist an allem Schuld, besonders an dem Leid seiner Witwe.
- Er hat sich die rachsuechtige Geliebte ausgesucht und mit ihr eine Daueraffaere geführt.
- Er hat die Gefahrensituation geschaffen, indem er die Geliebte verlassen hat.
- Er hat seiner Frau keine Zeit geben, sondern aus Feigheit Fakten geschaffen. 16 Jahre Nachdenkenzeit wären doch wohl angemessen gewesen (Ironie Off).

Wer mit dem Feuer spielt, kann drin umkommen. Nichts anderes ist ihm passiert. Er hat mit seinem Leben gespielt für einen kleinen Sexkick von einer halben Stunde und sich dabei verzockt. Ob es ihm das wert war?

Sofern die Geschichte stimmt: es gibt wesentlich mehr Fälle, in denen der betrogene Partner in Depression stürzt und suizidiert, als dass der Betrüger mit dem Tod aus eigener Hand zahlt.
- Mitleid mit dem Betrüger kann man haben, muss man aber nicht. Er hat für seinen Fehler einen hohen Preis gezahlt, das aber selber entschieden und umgesetzt, kein anderer hat ihn gedrängt.
- Mitleid mit seiner Frau: auf jeden Fall, sie ist das einzige Opfer.
- Schuld der Geliebten? Nein, könnte sie doch nicht ahnen, dass ein eher skrupelloser Mann so dekompensiert.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #83
Ich frage mich, ob die Vehemenz genauso einem betrogenen Mann gegenüber gelten würde.
Warum denn nicht? Betrug ist Betrug. Es werden Gefühle und Vertrauen aufs schwerste beschädigt.
Zum einen ist dieses Forum frauenlastig, d.h. wenn mehr Frauen schreiben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass mehr Frauen berichten, dass sie betrogen wurden.

Männer setzen sich weniger mit ihren verletzten Gefühlen auseinander, machen ihr emotionales Leid weniger sichtbar, teilen sich nicht mit, sondern neigen eher zu anderem Gefühlsausdruck wie Drogen, Alkohol, Aggressivität und bringen sich damit zusätzlich in eine sozial schwierige Situation, in der ihnen eher der Wind ins Gesicht bläst, statt dass sie Mitleid erfahren.

Darüber hinaus gibt es immer noch tradierte Vorstellungen von Geschlechterrollen: "Indianer kennt keinen Schmerz", für den Mann ist es beschämender, betrogen zu werden, ihm wurden "Hörner aufgesetzt", er wird eher verspottet als die betrogene Frau, d.h. hat einen Grund zu verheimlichen, dass er betrogen wurde, statt dass er drüber redet.

Ich habe in der Rehaklinik einen Mann kennengelernt, der verarbeiten musste, dass seine Frau ihn mehr als 10 Jahre betrogen hat. Keines seiner bis dahin 3 Kinder war von ihm. Warum soll man für ihn weniger Mitleid haben als für eine Frau, der das gleiche widerfährt.

Wenn der Eindruck entsteht, dass betrogene Männer anders behandelt werden, liegt es vielleicht auch daran, dass Männer immer propagieren "ist doch nur Sex". Wie soll man ihnen dann abnehmen, dass sie leiden, wenn ihre Frau nur Sex mit einem anderen hatte.

...wir machen Fehler, wir irren uns.W er hier hat in seinem Leben noch nie etwas gemacht, was er nicht hinterher bereut hätte?.... wir haben andere enttäuscht, verletzt, oft auch unbewusst.
Richtig, die Frage ist aber auch, was man selber draus gelernt hat und ob man das Fehlverhalten wiederholt hat, ob man immer wieder Gründe für sein Fehlverhalten hat, die das selbstverständlich entschuldbar machen.
Sollte man bei 16 Jahren Daueraffaere noch von Nuancen reden?

Als ich die Affäre mit einem verheirateten Mann hatte, habe ich irgendwann durchschaut, was da läuft, dass ich aus jugendlicher Dummheit und grad selber durch Betrug und Verlassenwerden tief verletzt auf einen erfahrenen Menschenfaenger reingefallen bin. Er hat mit seiner Lebenserfahrung meine Situation durchschaut und hemmungslos ausgenutzt - Erklärung, keine Legitimation.

Ich habe mich getrennt und hatte trotz mehrerer guter Gelegenheiten zu verschiedenen Zeitpunkten nie wieder eine Affäre, auch nicht, als mein Mann mich betrog, nicht, als ich nach der Scheidung sehr einsam war. Da gibt es keine Nuancen mit denen man sein angebliches Wertesystem beliebig in jede Richtung dehnt mit beliebigen Begründungen, sowas entscheidet man und übernimmt als erwachsener Mensch dafür die Verantwortung.[/QUOTE][/QUOTE]
 
  • #84
Nein, Affären sind nicht wirklich zu entschuldigen, aber es gibt vielleicht Nuancen.
Ich habe für mich gelernt, dass es immer wieder Situationen im Leben gibt, wo sich Perspektiven verändern, wo Unvorstellbares passiert. Wo nicht alles so straight läuft, man nicht so handelt.
Es gibt immer andere Lösungen statt fremdgehen! Immer! Nur sind Menschen (Männer/Frauen) verlogen und feige mit ihren Partnern darüber zu reden, womit sie unglücklich sind und stattdessen glauben sie eine Lösung in einer Affäre gefunden zu haben mit verheerenden und tragischen Folgen! „Probleme sind dafür da, dass man sie löst“ - sagte immer mein Vater aber nicht den verlogenen Weg gehen!

Mir war nie bis jetzt ein Fall bekannt, wo jemand nach einer Affäre Suizid begeht. So schlimm kann es also werden, wenn feige Menschen wegen ihrer Feigheit und Egoismus andere Menschen ins Unglück stürzen!

Warum kann ein Mann (oder eine Frau), wenn sie unglücklich mit der Sexualität ist nicht mit dem eigenen Partner reden und versuchen, eine gemeinsame Lösung zu finden? Dem Partner zu sagen, dass man ihn liebt und mit ihm zusammen bleiben möchte aber mit der schlechten oder seltener Sexualität nicht leben kann! Wer ein glückliches Sexualleben hat, denkt nicht mal im Traum daran fremd zu gehen und würde selbst Angst haben, alles zu verlieren! Wenn die Beziehung geöffnet werden kann, dann kann der Mann einer 2. Frau sagen, dass er sich nicht trennen würde. So kann eine Frau entscheiden, ob sie sich auf eine Affäre einlässt!

Das wäre die richtige Vorgehensweise, denn in einer Affäre geht es doch immer um Sex aber nicht nur! Dieser Mann hat nicht versucht, seine Ehe zu öffnen oder mit der Frau zu reden, denn ansonsten wäre eine heimliche Affäre gar nicht nötig gewesen. Alles wäre offiziell und offen. Auch mich haben verheiratete Männer belogen und meinten, sie hätten eine offene Beziehung und ich sagte ihnen sie sollten mir doch gerne die Nummer ihren Frauen geben, damit ich sie selbst fragen kann, ob das stimmt. Oder ich bat sie um ihre Festnetznummer! Keiner hat mehr reagiert!

Nicht mal 1 % der Paare vereinbart eine offene Beziehung! Das würde praktisch niemand akzeptieren. Darum wird so gelogen bis sich die Balken biegen.

Selten gibt es großzügige Menschen, indem sie dem Partner sagen ich mag keine Sexualität mehr aber suche dir dafür gerne eine andere Person!

Der Psychiater Raphael Bonelli unterscheidet in seinem Buch „Selber schuld!“ pathologische und tatsächliche Schuld. Und betont, dass Menschen immer wissen, ob sie etwas gutes oder schlechtes tun immer und dass sie sich jederzeit entscheiden können! Jeder der lügt weiß, dass er lügt, jeder der betrügt, weiß, das auch, und er weiß wohl, dass er damit Menschen zu tiefst verletzt. Er hat selbst entschieden, das zu tun!
 
  • #85
Ich habe in meiner Ehe einen "Freifahrtsschein", deshalb habe ich auch schon mal Kontakt zu gebundenen Männern. Wenn es dann zur Sprache kam, war doch die Mehrheit der Meinung, mit ihrer Partnerin einfach nicht offen reden zu können und dass das Lügen dem Erhalt der Beziehung dient und auch irgendwie Schutz der Partnerin vor Verletzungen sein kann.
Ein Mann warf mir sogar mal vor, dass er es schlimm findet, dass ich meine "Untreue" nicht mal vor meinem Mann verheimlichen würde - so egal wären ihm die Gefühle seiner Frau nie. Er gäbe sich wenigstens Mühe, sie nicht zu verletzen, indem er sie vor unangenehmen Wahrheiten schütze - schließlich bände er ihr auch nicht auf die Nase, dass sie nicht mehr so attraktiv sei für früher.

Deshalb ist es auch hier wie immer und überall: nicht jeder Mensch hat die gleichen Ansichten. Und jedes Paar hat auch einen individuellen Weg, wie mit unangenehmen Wahrheiten umgegangen wird. Wer schon beleidigt ist, wenn der Partner auch mal andere Frauen wahrnimmt, kann ja nicht erwarten, dass sich dieser vertrauensvoll mit seinem Wunsch nach anderen sexuellen Kontakten offenbart.

Deshalb halte ich es für anmaßend, seine eigenen Wertvorstellungen ungefragt anderen Leuten aufzudrücken, indem man "Betrüger" anschwärzt. Menschen, die sowas tun, sind dann auch die Leute, die fremden Menschen ungefragt sagen, dass sie ein häßliches Auto fahren, in den Klamotten furchtbar aussehen usw., usw.
Sie verstehen irgendwie gar nicht, dass anderen Leuten völlig egal ist, wie sie über eine Sache denken und meinen ihre Wertung ist so allgemeingülig, dass sie sie ungefragt verbreiten dürften.
Ich verstehe dann immer gar nicht, wie man sich selbst so wichtig nehmen kann, dass man tatsächlich glaubt, die eigenen Ansichten müssten von allen Menschen geteilt werden.
 
  • #86
Sehe ich auch so. Das ist aber eine komplett andere Sachlage.



Das ist dann wie mit den Ehefrauen, die von nichts wissen wollen. Kurzfristig stimme ich Dir zu, das kann passieren. Aber schon mittelfristig: wenn ich von einer Beziehung ausgehe, will ich mal die Wohnung sehen, ein Wochenende gemeinsam verbringen, anrufen, ...
Da bist Du dann entweder naiv oder willst es nicht wirklich wissen.
Klaro - die Frauen wollen es nicht wirklich wissen . wie oft lesen wir hier, dass es ganz anders ist als bei allen anderen und IHRE Affäre es wirklich ernst meint... !?
Aber dann ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und die Frauen haben sich schon eingelassen...
Für mich sind liierte Männer ein absolutes NOGO - egal, was sie erzählen - schon aus Eigenschutz...
wie gesagt bin ich einmal in so eine Geschichte hineingeschliddert...der Mann war erst Single und dann liiert....selten so einen Herzschmerz erlebt - dagegen war meine Scheidung rein gefühlstechnisch gar nichts. Sowas ramponiert einem das Herz auf Jahre.
 
  • #87
Zm Thema! Ich möchte es Wissen wollen.Immer. In meinen Zwanzigern hatte ich die Einstellung. Was ich nicht weiß,macht.......
Heute bin ich mir bewusst das das Bullshit ist und war. Ich habe lediglich mein Ego schützen wollen und hatte Angst davor hinsehen zu müssen.
Heute bin ich mir im klaren darüber, dass ich es Wissen muss! Ich möchte gerne selbst entscheiden wie ich damit umgehe und lebe.
Ich habe beide Seiten des Betrugs erlebt und verabscheue sie bis ins kleinste. Ich habe erleben müssen was das meiner Partnerin/Frau angetan hat und es selbst bei mir auch. Genauso würde ich auch nicht den viel zitierten "Fehltritt" verzeihen. Ich bin schon Groß und meine Partnerin ist es auch, wenn ich eine habe. Es gibt keine Ausreden und keine einzige Entschuldigung die das berechtigt. Sollen andere es durch mich erfahren? Das Wort "sollen" ist für mich unwichtig,denn es gibt keine Anleitung für diesen Zustand. Wenn ein Mensch den ich gut kenne und den ich mag (Freund/inn), "eindeutig" von seinem Partner betrogen wird und ich weiß, dass seine Einstellung zur Treue ihm Wichtig ist, wird er es von mir erfahren. Ich werde mich nicht einmischen, aber werde auch nicht wegsehen. Andersherum, bekomme ich mit wie ein Freund seine Partnerin betrügt, von der ich vermute, dass sie das nicht so Lustig findet und dies nicht vereinbart ist würde ich meinen Freund darauf ansprechen und ihm sagen das ich sein Verhalten zum Kotzen finde. Ob das Richtig ist, ist mir ziemlich Egal. Ich habe vor längerer Zeit mal bei meinem Geburtstag wo meine engsten Freunde anwesend waren und wir ein ähnliches Thema auf dem Schirm hatten gefragt, ob sie es von mir wissen wollen würden, wenn ich es mit Sicherheit wüsste.
Ohne Ausnahme jeder wollte es wissen und wären sogar Sauer auf mich, würde ich es ihnen verschweigen. Komischerweise waren die anwesenden Frauen geschlossen der Meinung, sie würden es lieber von ihren Männern selbst erfahren als von der Freundin.
Warum das so ist, konnten wir nicht herausfinden an diesem Abend.
m47
 
  • #88
Aber hättet ihr eine Frau, die kurz vor der Heirat war mit einem Mann, der sie schon in ihrer Kennenlernzeit betrogen hat, verlobt betrogen hat und schwanger betrogen hat informiert? Vor ihrer Hochzeit?
Ich hatte mir das kurzzeitig überlegt, dachte dann aber, dass eine Frau das eigentlich intuitiv spüren muss und es eben nicht wissen will. Deswegen habe ich mich dagegen entschieden.
 
  • #89
Deshalb halte ich es für anmaßend, seine eigenen Wertvorstellungen ungefragt anderen Leuten aufzudrücken, indem man "Betrüger" anschwärzt. Menschen, die sowas tun, sind dann auch die Leute, die fremden Menschen ungefragt sagen, dass sie ein häßliches Auto fahren, in den Klamotten furchtbar aussehen usw., usw.
Du kannst es drehen wie Du willst.
Wenn man "Exklusivität" vereinbart hat (z.B. durch Eheschließung) und dann heimlich fremdgeht, ist und bleibt es immer Betrug. Nichts anderes.
Und ja, das gilt allgemein für alle Teile und Schichten der Gesellschaft.
Und nochmals ja, jeder Betrüger muss und soll sich dafor fürchten , "angeschwärzt" zu werden. Das ist nunmal das Wesen der Rechtschaffenheit.
 
  • #90
Was für eine Welt, in der es als völlig normal angesehen wird, den Partner zu hintergehen, wo dafür seitenlange Erklärungen und Rechtfertigungen gebracht werden. Gibt es noch sowas wie Werte? Echte Gefühle? Treue? Wozu bindet man sich, wenn man ständig auf der Suche nach Abwechslung ist? Weil es bequem ist? Zweckgemeinschaft? Einige sind scheinbar der Meinung, das Leben ist ein einziger Swingerclub. Wenn das nun normal ist, bleibe ich liebe für alle Zeiten alleine.
 
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