• #91
Deshalb ist es auch hier wie immer und überall: nicht jeder Mensch hat die gleichen Ansichten. Und jedes Paar hat auch einen individuellen Weg, wie mit unangenehmen Wahrheiten umgegangen wird. Wer schon beleidigt ist, wenn der Partner auch mal andere Frauen wahrnimmt, kann ja nicht erwarten, dass sich dieser vertrauensvoll mit seinem Wunsch nach anderen sexuellen Kontakten offenbart.

Deshalb halte ich es für anmaßend, seine eigenen Wertvorstellungen ungefragt anderen Leuten aufzudrücken, indem man "Betrüger" anschwärzt. Menschen, die sowas tun, sind dann auch die Leute, die fremden Menschen ungefragt sagen, dass sie ein häßliches Auto fahren, in den Klamotten furchtbar aussehen usw., usw.
Sie verstehen irgendwie gar nicht, dass anderen Leuten völlig egal ist, wie sie über eine Sache denken und meinen ihre Wertung ist so allgemeingülig, dass sie sie ungefragt verbreiten dürften.
Ich verstehe dann immer gar nicht, wie man sich selbst so wichtig nehmen kann, dass man tatsächlich glaubt, die eigenen Ansichten müssten von allen Menschen geteilt werden.
Selbst wenn man den eigenen Betrug verheimlicht angeblich aus Rücksicht zum
Partner, ist es nicht mal der Betrug selbst (vielleicht hätte der Partner selbst Lust auf Sex mit anderen, sagt es selbst nie aus Rücksicht), ist es viel mehr das Lügen und Verheimlichen.

Schätze ca. 80% aller Affären kommen ans Tageslicht und dann sind die Betrogenen geschockt wegen der Skrupellosigkeit Egoismus und eigener Bequemlichkeit, Sicherheit, dass danach 2/3 der Beziehungen/Ehen scheitern!

Das man den eigener Partner mit allerlei Geschlechtskrankheiten anstecken kann, ist doch auch egal! (Meistens wird kein Kondom dabei benutzt - untersuchte Ragnar Beer in der Treue Studie). Wie die Sängerin Benaissa, welche wegen Körperverletzung verurteilt wurde, weil sie AIDS-Virus wissentlich übertrug!

Genau gleich ist es, wenn ein Arzt einen Patienten nicht über seine Krankheit, Verlauf und Behandlungsmöglichkeit informiert aus Rücksicht zu ihn: ihm keinen Schock zu verpassen, dass er höchstens 2 Jahre lebt! Einerseits würde er sich dadurch strafbar machen, denn er ist verpflichtet egal wie schwer/tödlich eine Krankheit ist, den Patienten wahrheitsgemäß aufzuklären, andererseits nimmt er ihm sein Selbstbestimmungsrecht, ob und welche Therapie er möchte!

Der Vergleich mit dem Auto hinkt! Die Person mag vielleicht geradezu das Auto, das es fährt und es ist ihr herzlich egal, was andere über ihr Auto sagen. Das wäre mir auch egal!
 
  • #92
Deshalb ist es auch hier wie immer und überall: nicht jeder Mensch hat die gleichen Ansichten. Und jedes Paar hat auch einen individuellen Weg, wie mit unangenehmen Wahrheiten umgegangen wird.

Hm. Der individuelle Weg sieht dann so aus, daß einer individuell entscheidet und der andere im Dunkeln tappt?

Wenn es dann zur Sprache kam, war doch die Mehrheit der Meinung, mit ihrer Partnerin einfach nicht offen reden zu können und dass das Lügen dem Erhalt der Beziehung dient und auch irgendwie Schutz der Partnerin vor Verletzungen sein kann.

Der Klassiker. Der betrogene Partner wird entmündigt. Was ich nicht kapiere: warum sich Affären auf Menschen einlassen, von denen sie wissen, daß Zuhause der Partner eiskalt belogen wird. Und warum dann überhaupt dessen Aussagen geglaubt werden? Mangelnder Selbstwert, Ignoranz, Oberflächlichkeit?
 
  • #93
Und was lernen wir Männer aus dieser Diskussion?
Es gibt Frauen, die ihre Affairen geniessen.
Es gibt Frauen, die Affairen ablehnen und deshalb auch gar keine beginnen. Zumindest nicht wissentlich.
Und es gibt Frauen, die einfach keine Affaire können. Und daher die Finger weg lassen.
Zu erkennen sind diese Frauentypen daran, dass sie sich nicht ständig selbst beweihräuchern.
Dann gibt es noch die Frauen, die eine Affaire beginnen mit dem Ziel, einer anderen Frau den Mann auszuspannen. Klappt das nicht, wird dafür gesorgt, dass möglichst viele Menschen unter dem eigenen Misserfolg leiden. Natürlich wird das dann Moral genannt.
Dann gibts die erfolgreichen, fehlerfreien, moralisch besonders wertvollen Frauen (leider nur in der Eigenwahrnehmung) - meist auch noch Emanzen. Diese kommen zwar seltenst in Versuchung, eine Affaire zu haben - und verurteilen deshalb die Männer. Halten Verrat für moralisch begrüssenswert, negieren auch unwesentliche Details wie weibliche Beteiligung an Affairen. Was kümmern diese Frauen Fakten? Sie haben Religion, Selbstüberschätzung und polit. Correctness. Und natürlich die Moral per se.
Dann gibts auch noch die wenigen, die sich eine Krankheit beim Rumvögeln eingefangen haben und dadurch Moral gelernt haben.

Und die Moral für uns Männer? Pfoten weg von Frauen, die Moral wie ein Schild vor sich hertragen. Guten Tag und Berufliches - mehr nicht. Nicht einmal mit denen in die Kantine zum Essen. Auch keinen Kaffee trinken. Denn - solltest du über was auch immer lachen, bekommt deine Freundin wahrscheinlich einen Brief, dass du sie angebaggert hättest.
 
  • #94
Ich mag über Außenstehende nicht urteilen, da gilt für mich der Spruch, so in etwa - erstmal 10 min in den Schuhen des anderen gehen.
Das seh ich genauso, wenn man anfängt, ihn zu kritisieren, weshalb er nicht so handelt wie man selbst handeln würde, schon klar.
Allerdings kann man mit dem Satz mit den Schuhen ja quasi alles rechtfertigen. Dann darf man NIE einen kritisieren, dass er andere verletzt mit seinem unrechtschaffenden Verhalten. Dann ist auch Kinder psychisch quälen okay, weil der Mann Krieg erlebt hat, vielleicht seine hysterische Mutter ertragen musste, während er als kleiner Junge mit ihr auf der Flucht war und sie vielleicht missbraucht wurde, oder allgemein den Lebensfrust schiebt. weil er nur für die Familie verdient und sich als Goldesel fühlt. Oder wenn eine Freundin viel weniger hat und was mitgehen lässt aus deiner Wohnung, weil sie ein hartes Leben mit Entbehrungen hat und nie was Schönes besessen hat. In allen Fällen geht es mir um das Vertrauen, das dadurch verletzt wurde.

Und natürlich würde ich genauso denken, wenn ein Mann betrogen würde. Ich kann einfach Betrug nicht haben und mich muss auch niemand betrügen, mir ist eine unliebsame Wahrheit viel lieber als die Feigheit, mich zu verar***, damit man keine Konsequenzen tragen muss. Ich weiß auch in diversen anderen Dingen, wie es sich anfühlt, wenn man jemandem nicht vertrauen kann. Wenn erst so eine nette Basis hergestellt wird, mit der ich beruhigt werden soll, und hinter meinem Rücken macht derjenige dann doch irgendwas, von dem er weiß, ich will das nicht, und zwar nur aus reiner Bequemlichkeit und dem Denken "die merkt das ja nicht".

Er gäbe sich wenigstens Mühe, sie nicht zu verletzen, indem er sie vor unangenehmen Wahrheiten schütze
Das ist für mich eine fette Selbstlüge, er will nicht die Konsequenzen tragen, dass sie Schluss macht, und verkauft das als altruistische Handlung. Warum empfinden sich Betrüger immer als rücksichtsvolle Partner? Warum denken sie, dass sie so wundervoll sind, dass die Frau total verletzt bei ihnen bliebe?
schließlich bände er ihr auch nicht auf die Nase, dass sie nicht mehr so attraktiv sei für früher.
Und trotzdem bleibt er bei ihr, weil er so Mitleid hat mit ihr.

Mit dieser Argumentation werden die betrogenen Frauen so schwach gemacht und die Betrüger erhöhen sich. Sie schreiben sich noch gute Eigenschaften zu.
Ich bin Deiner Meinung, dass man sich nicht wie ein Holzklotz einmischen soll in eine Beziehung, wenn man gar nicht weiß, ob die Frau oder der Mann nicht doch lieber haben, dass der betrügenden Partner aus Mitleid bei ihnen bleibt, und sie besser die Wahrheit nicht erfahren hätten. Aber ich denke auch, wenn es eine Beziehung trifft, dass einer betrügt und der andere es durch Dritte erfährt, ist es Schicksal. Dann gibt es eben Leiden durch Beziehung, passiert.
 
  • #95
Nun, manche leben gut mit ihren Ausrufezeichen, hinter jedem Satz, und den in steingemeißelten Aussagen und Verurteilungen.
Wer es braucht?
Vieles sind Trigger, eigene Verletzungen.
Ich finde es einfach nach wie vor und immer mehr unsäglich, wie auf diesem Knochen mit der langjährigen Affäre und den Suizid herum gekaut wird.
Nichts wissen wir, außer 16 Jahre eine Parallelbeziehung zur Hauptbeziehung, und einer tragischen Entscheidung.
Alles andere ist hinzu gedichtet,und die teilweise zu lesende Selbstgerechtigkeit ist widerlich.
Nun, damit man mich auch hinrichten kann, nochmals eine etwas andere Geschichte
Ich begegnete einem Mann, in einer Grupprnsituation, wo man dadurch einen mehr Kontakt hatte.
Er war überhaupt nicht mein Typ, und da Ehering, tabu. Nur wir hatten eben häufig miteinander Umgang, es wurde freundschaftlich, er war einfach sehr sympathisch. Es war leicht, unbeschwert.
Seine Geschichte, die ich erst spät und sehr langsam erfuhr? Aus verschiedenen Gründen nicht der starke Mensch, langjährig in einer Partnerschaft feststeckend, wo, ich habe es miterlebt, sie ihn wirklich massiv psychisch misshandelte. Und sie ihm soviel schlechtes Gewissen einredete, dass er vor lauter Schuldgefühlen noch kleiner wurde (schuld war er, dass sie auf einem Kaff lebten, gebaut auf Ihrem(!) Grundstück, schuld war er für Ihre mangelhafte Karriere, den mit 46 nicht mehr erfüllbaren Kinderwunsch.... ).
Wir kamen uns nahe, vertrauter, und irgendwann haben wir beide die Grenze überschritten. Nicht leichtfertig, nicht mit ruhigem Gewissen.
Wir taten uns beide gut, fanden wohl auch ineinander etwas, was wir brauchten. Wir hatten wunderbare, unvergessliche Momente, ich habe mit ihm eine Nähe, eine Harmonie, ejnen Gleichklang erlebt wie nie vorher und seitdem nie wieder. Ich bin ihm unermesslich dankbar.
Wir liebten und ich wäre wirkich gerne mit ihm alt geworden.
Alle seine Therapeuten in dieser Zeit rieten ihm zur Trennung, er hatte die Kraft nicht nicht.
Ich habe es beendet, weil ich mir eine Frist gesetzt hatte und es für mich nicht tragbar war.
Ihm geht es heute noch schlechter, es sind Suizidversuche dazu gekommen.

Mir tut es weh, zu wissen, dass hier ein wunderbarer Mensch zu Grunde geht. Aber retten müsste er sich selbst.

Ach ja, mit @Mandoline zu sprechen, dieser Betrüger hat es ja ganz sicher verdient.

Das Leben ist nicht schwarz weiß.
 
  • #96
Heimliche Affären um den Partner nicht zu verletzen?
Der Schmerz wenn der Betrug ans Licht kommt, ist wohl um einiges größer und darüber macht sich der Betrüger keine Gedanken auch wenn dieser sich Mühe gibt es zu verbergen ... selten so eine billige Ausrede gehört.

Entweder liebt man jemanden aufrichtig und geht mit diesen auch durch schlechte Zeiten + öffnet evtl. die Beziehung oder man lässt den Partner die Wahl eine Entscheidung zu treffen.

Ich wurde vor Jahren mal von einer Ehefrau über FB kontaktiert. Sie hatte sie mir ein Familienfoto gesendet mit ein paar unschönen Worten.
Ich erkannte den guten Mann natürlich sofort, immerhin war ich 6 Monaten mit diesen zusammen!
Wie sich herausstellte, wohnte er lediglich aus beruflichen Gründen in meiner Stadt und weil er dort nun auch die meisten Wochenenden verbrachte, wurde die Ehefrau misstrauisch.
Ich selber habe nichts von Ihr + Kinder gewusst oder geahnt und war als seine unfreiwillig Affäre sehr dankbar über diese Information, ob sie mir das allerdings geglaubt hat - keine Ahnung.

Ich habe ihr geschrieben, dass ich ihn mit seiner verschwiegenen Familie konfrontiere, aber nicht vorhabe ihm zu stecken das ich diese prekäre Information von Ihr habe, aber sehr wohl das seine Ehefrau auch Bescheid weiß!

Für ihn war ich dann natürlich die Verräterin. Damit konnte ich gut leben.

Nach 4 Wochen Funkstille teilte er mir mit das er die Scheidung eingereicht hätte, weil er mich soooo sehr liebt ;)
Er bekam ein Lach-Smilie und die Worte: "Das hat deine Frau gut gemacht" und auf nimmer Wiedersehen. Überall blockiert! Ende.
Er stand zwar nochmal ein paar mal mit Rosen und Zeugs vor der Tür, aber das ignorierte ich.

Ich wollte und will keine Affäre und er hat mich zu seiner Geliebten gemacht ohne mir vorher eine Wahl gelassen zu haben!

Ich würde es jederzeit wieder erfahren wollen und selbst die Information mit der Ehefrau/ Freundin teilen.

Die meisten Ehefrauen haben wohl keine Ahnung oder lediglich eine Vorahnung, aber keine Beweise für den Betrug.

Jeder sollte die Möglichkeit bekommen eine Entscheidung zu treffen.
Jeder sollte eine Wahl treffen können, durch Lügen und Betrügen entzieht man den Partner diese Möglichkeit!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #97
Hallo!
Ich möchte eine Grundsatzfrage stellen:
Seid Ihr der Meinung, dass eine Ehefrau, die von ihrem Mann über längere Zeit betrogen wird, über die 3. Frau informiert werden soll? Soll die Ehefrau Bescheid wissen? Oder besser nicht? Nicht die reine Wahrheit?

Unabhängig davon ob der Betrug längere oder kürzere Zeit andauert, sollten alle Beteiligten Bescheid wissen. Am besten gleich von Anfang an.

1. Wenn die Verhältnisse schnell geklärt sind, kann eine Ehefrau die Entscheidung treffen, ob sie weiterhin mit ihrem fremd gehenden Ehemann zusammen bleiben oder ein Leben in Freiheit führen will.

2. Für die andere Frau besteht so die Möglichkeit, dass ihr Liebhaber unter Umständen frei wird und für sie zu haben ist. Dann wird auch klar werden, ob seine Gefühle ihr gegenüber tatsächlich ernsthafter Natur sind oder ob sie für ihn nur eine nette Ablenkung war.

3. Für den Mann kann es ebenfalls eine Erleichterung sein, nicht mehr lügen zu müssen und - entweder ein Leben mit der Frau zu führen, die er wirklich liebt, - oder als freier Mann á la carte zu genießen.

Aus der Sicht einer betrogenen Ehefrau kann ich nur betonen, dass nichts besser ist, als zu wissen, was der Ehemann so treibt. Ich habe leider ziemlich spät davon erfahren und danach,- bei aller Freude wieder frei zu sein-, jedes Jahr bedauert, in dem ich naiv und vertrauensselig nicht erkannte, welch genialer Geschichtenerzähler mein Ex war.

Aus der Sicht einer Affäre kann ich nichts beitragen, weil für mich nie ein Mann in Frage käme, der gebunden ist und der bereit wäre seine Partnerin zu betrügen. Das mag einmal damit zu tun haben, dass ich Betrug und Hintergehen widerlich finde, aber auch damit, dass ich es mir wert bin, einen Mann nicht teilen zu müssen.
 
  • #98
war doch die Mehrheit der Meinung, mit ihrer Partnerin einfach nicht offen reden zu können und dass das Lügen dem Erhalt der Beziehung dient....
Die Frage ist aber, ob der Belogene mit dem Wissen, das und worin er belogen wird, die Beziehung überhaupt erhalten will. Wenn die große, unvergaengliche Liebe beide verbindet, dann muss er nicht lügen sondern kann seine Bedürfnisse offen ausleben.
Der Erhalt der Beziehung läuft meistens einseitig für den Lügner.

und dass das Lügen. ... auch irgendwie Schutz der Partnerin vor Verletzungen sein kann.
Mit Betonung auf "irgendwie kann", was weniger als eine wachsweiche Formulierung ist oder auch eine knallharte Ausrede, die einzig und allein dem Schutz des Lügners vor unerwünschten, ihn treffenden Konsequenzen dient. An die Partnerin und ihren Schutz denkt er in keiner Weise, nur an sich selber.

Er gäbe sich wenigstens Mühe, sie nicht zu verletzen, indem er sie vor unangenehmen Wahrheiten schütze - schließlich bände er ihr auch nicht auf die Nase, dass sie nicht mehr so attraktiv sei für früher.
Man sollte ihr die Entscheidung überlassen, ob sie vor der Wahrheit geschützt werden will, dass ihr Partner sie nicht mehr attraktiv findet und darum fremdgeht.
Vermutlich würde sie es so wie ich machen, den dadurch in ausgelösten Schmerz für sich behalten und ihn von ihrer Anwesenheit/dem gemeinsamen Leben befreien.

Wer schon beleidigt ist, wenn der Partner auch mal andere Frauen wahrnimmt, kann ja nicht erwarten, dass sich dieser vertrauensvoll mit seinem Wunsch nach anderen sexuellen Kontakten offenbart.
Das ist die eine Denkweise. Die andere ist: Wer sexuelles Ausleben mit verschiedenen Menschen will, soll sich keinen schwer monogamen Partner suchen und wenn er das im Irrtum gemacht hat, diesen durch eine Trennung korrigieren, statt sich durchzumogeln.

Es wird ja auch nur auf Verdacht gelogen. Vielleicht sagt der andere ja auch " oh fein, dann muss ich keinen Sex mehr mit Dir haben und wir leben als Freunde-WG".

Deshalb halte ich es für anmaßend, seine eigenen Wertvorstellungen ungefragt anderen Leuten aufzudrücken, indem man "Betrüger" anschwärzt....
Sie verstehen irgendwie gar nicht, dass anderen Leuten völlig egal ist, wie sie über eine Sache denken....
Etwas widersprüchlich. Wenn es so egal ist, was die anderen denken, woher kommt dann der Suzid des Betrügers von dem Du schreibst. Da war es wohl doch nicht egal und folgenlos, was andere denken.

Wer andere belügt, betrügt, demütig und verletzt, sollte sich in einem homogenen Umfeld bewegen, in dem alle diese Werte teilen. Dann gibt es keinerlei Probleme.

Es lebe der Meinungspluralismus - Deine wie auch meine gleichberechtigt nebeneinander.
 
  • #99
Das ist nunmal das Wesen der Rechtschaffenheit.
Huch! Das Wesen der Rechtschaffenheit höchstpersönlich! Vor meinem geistigen Auge sehe ich grad die personifizierte Rechtschaffenheit, mit missbilligend gerunzelter Stirn und beleidigter Schnute... Sorry, dieses Übermass an moralischer Überlegenheit driftet echt ins Peinliche.

Jetzt mal ganz unter uns, im Vertrauen, ich schätze mal, die meisten unter uns haben schon betrogen und wurden schon betrogen, ich selber eingeschlossen. Beides ist nicht schön, die Welt geht davon aber ganz offensichtlich nicht unter. Lassen wir doch die Kirche im Dorf, shit happens. Es ist doch nur Sex.

Frau 51
 
  • #100
Ich habe in meiner Ehe einen "Freifahrtsschein", deshalb habe ich auch schon mal Kontakt zu gebundenen Männern. Wenn es dann zur Sprache kam, war doch die Mehrheit der Meinung, mit ihrer Partnerin einfach nicht offen reden zu können und dass das Lügen dem Erhalt der Beziehung dient und auch irgendwie Schutz der Partnerin vor Verletzungen sein kann.
Wenn man mit seiner Partnerin nicht über sehr wichtige Themen offen und vertrauensvoll reden kann, dann ist das keine gute Beziehung. Entweder passt es nicht oder mindestens einer der beiden Partner hat generell massive Kommunikationsprobleme und/ oder ist beziehungsunfähig. Mit jemandem, der sich weigert bzw nicht fähig ist, mit mir über grundlegende wichtige Themen zu reden, wollte ich nie zusammen sein - von solch einer distanzierten Beziehung hätte ich nichts. Themen wie die gemeinsame Erotik, Zärtlichkeiten, Umgang allgemein, Treue, etc, müssen besprochen werden können (nicht oft, aber doch hin und wieder), was ist das denn sonst für eine Partnerschaft? - Das sind vielleicht auch faule Ausreden, nach dem Motto, ich kann mit ihr nicht reden, also zwingt sie mich dazu, sie anzulügen....
 
  • #101
Das die Wahrheit verletzend sein kann, ist jeden bewusst. Niemand hört z.Bsp. gerne das der Sex nicht mehr befriedigend oder das man nicht mehr attraktiv ist.

Heimliche Affären bewahren einen vielleicht eine gewisse Zeit lang vor Enttäuschung und Schmerz, aber dauerhaft ist das keine effektive Lösung!

Mit einer Affäre würde ich langfristig nicht nur meinen Partner betrügen und belügen, sondern auch mich selbst über Tatsachen und Probleme in unserer Beziehung.

Wir sind erwachsene Menschen und jeder übernimmt die Konsequenzen für sein Tun und Handeln.

Der Partner der keinen Sex mehr haben möchte, muss die Konsequenz ertragen das der Andere die Beziehung erweitern möchte oder er geht.

Die Geliebte muss die Konsequenz tragen immer Nr. 2 zu sein oder sie geht, bzw. lässt sich auf keine Affäre ein.

Eine Betrüger muss die Konsequenzen tragen, wenn die Lüge auffliegt.

Es ist und bleibt nun mal ein Spiel mit den Feuer, bei dem man sich verbrennen kann.
Das dürfte auch jeden bewusst sein.

Er/Sie betrügt sein/ihren Frau/Mann,
der/ den Geliebten nimmt es in Kauf.
Also was genau erwartet man von seinen Gegenüber?
Es ist eine Affäre, jeder zieht aus dieser seine sexuell oder emotional Vorteile, dass bedeutet nicht automatisch das beidseitig Integrität, Vertrauen oder Liebe inbegriffen sind.

Genauso wenig, wie die Geliebte jammern sollen, wenn sie sich unglücklich verliebt hat.
Genauso wenig braucht ein Betrüger zu jammern, wenn er auffliegt.

Klingt schwarz-weiß, für mich ist es das auch.

Sorry, es gibt genügend Menschen, die mein aufrichtiges Mitleid oder Verständnis haben, da berühren mich die herzzerreißenden Affären Stories hier weniger.
 
  • #102
Ganz genau.
Die Leute, die andere anschwärzen oder gar den anderen Part der Affaire auflaufen lassen, heissen übrigens Verräter bzw Denunzianten.
Etwas ganz anderes ist es, wenn neverever seinen Freund auf die Seite nimmt und ihn im 4 Augen Gespräch kritisiert.
Das Schwierigste dürfte wohl sein, als Unbeteiligter einen Freund vor Schaden bewahren zu wollen.
Ich persönlich weiss, dass ich nicht ohne Fehler bin. Darum gestehe ich allen anderen Menschen auch Fehler zu. Mit einer Ausnahme - die von sich selbst so eingenommenen fehlerfreien Moralapostel, die stelle ich mit Freude bloss. Wenn es sich ergibt - denn solche Leute habe ich eigentlich nicht in meinem Umfeld. Ich will ja nicht der Schuldige sein, wenn solche vom moralischen Weg abkommen.
 
  • #103
Ich bin Deiner Meinung, dass man sich nicht wie ein Holzklotz einmischen soll in eine Beziehung, wenn man gar nicht weiß, ob die Frau oder der Mann nicht doch lieber haben, dass der betrügenden Partner aus Mitleid bei ihnen bleibt, und sie besser die Wahrheit nicht erfahren hätten. Aber ich denke auch, wenn es eine Beziehung trifft, dass einer betrügt und der andere es durch Dritte erfährt, ist es Schicksal. Dann gibt es eben Leiden durch Beziehung, passiert.
Es muss keine unbeteiligte Person sein, die den Betrogenen einweiht. Es ist fast nie eine völlig unbeteiligte Person! Wenn, dann ist das die Dritte im Bunde - die Geliebte, die das tut! Kann ihr jemand verbieten es der Ehefrau zu sagen? Ansonsten entdecken es die Betrogenen selbst oder der Fremdgeher sagt es selbst. In der Untreue-Studie hat Ragnar Beer unter anderem Betrogene befragt, wie sie davon erfuhren. Und hat prozentual ausgerechnet, dass am häufigsten die Betrogene selbst vom Betrug erfahren. Mit den Handys ist es jetzt viel einfacher und wahrscheinlicher, dass der Betrug auffliegt, wenn er kein Zweithandy hat.

@Vikky wurde von mindestens einer Affärenfrau ihres Mannes informiert, auch die Frau in @Laleila’s Beispiel von der nach 16(!) verlassenen Geliebten. Auch sie war dumm genug ihn 16 Jahre zu lieben, statt in wenigstens 6 Monaten zu gehen.
@Tini_HH hat es selbst entdeckt - sofern ich mich nicht täusche.
@Meggie48 (die FS) war die Geliebte und hätte es tun können und dachte darüber nach!

Kenne 2 Schwestern, die beide betrogen wurden und beide fanden es selbst heraus. Die eine spürte die Veränderung, die andere fand ein Buch mit Windmung der Geliebten an ihren Mann.
Meine Schwester fand einen Brief von einer anderen Frau, der nicht ganz eindeutig war aber die Scheidung folgte auch wegen anderen Sachen.

Egal, ob es die Frau selbst erfährt, ihr Mann sein Gewissen erleichtern will oder es die Geliebte tut nur die Ehefrau und niemand sonst entscheiden, ob sie mit einem solchen Feigling und Betrüger, dem es nur um seine eigenen Vorteile geht, bleibt! Auch dann, wenn sie alles weiss!

Denn ich kenne einen Mann, der bereits mehrere Affären hatte (auch mit einer Freundin von mir) und die Ehefrau reichte trotzdem die Scheidung nie ein und duldete seine Affären. Auch die Wittwe hätte ihrem Mann verziehen aber sie brauchte Zeit das Unfassbare zu verarbeiten! Aber er feige, wie er war, machte sich davon wie @Vikky es gut erklärte. Hätte er ein Fünkchen Liebe hätte er alles getan, damit sie das verarbeitet und nie wieder so was gemacht!
 
  • #104
Ich hatte mir das kurzzeitig überlegt, dachte dann aber, dass eine Frau das eigentlich intuitiv spüren muss und es eben nicht wissen will. Deswegen habe ich mich dagegen entschieden.
Du hast bei diesem Mann doch auch nicht intuitiv gespürt, dass er eine andere Frau hat. Wieso sollte seine Freundin/Verlobte/Frau es dann merken?

Als emotional involvierte AffäreFrau hätte ich in der Situation trotzdem nichts gesagt. Ich bin mir auch nicht sicher ob jede Frau eine AffäreFrau für glaubwürdig hält, wenn diese ihr erzählt sie hätte eine Affäre mit ihrem Partner/Ehemann.
 
  • #105
Allerdings kann man mit dem Satz mit den Schuhen ja quasi alles rechtfertigen. Dann darf man NIE einen kritisieren, dass er andere verletzt mit seinem unrechtschaffenden Verhalten. Dann ist auch Kinder psychisch quälen okay, weil der Mann Krieg erlebt hat, vielleicht seine hysterische Mutter ertragen musste, während er als kleiner Junge mit ihr auf der Flucht war und sie vielleicht missbraucht wurde, oder allgemein den Lebensfrust schiebt. weil er nur für die Familie verdient und sich als Goldesel fühlt...
So ist es liebe @void, weil was kann ein anderer Mensch dafür, dass ein Mann einmal betrogen wurde und er jetzt dafür andere Frauen betrügt oder belügt, oder eben dass der Vater Krieg erlebte und seine traumatischen Erlebnisse an seinen Kindern auslebt/verarbeitet und verprügelt?

Für das Schicksal, welches ein Mensch in der Vergangenheit erlitten hat, ist ein aktueller Mensch in seinem Leben nicht verantwortlich und darf nicht der Sündenbock/der Prellbock dafür sein!
Genau, wie in meinem Beispiel mit dem Mann der seine Freundin mit mir betrügen wollte! Weil er angeblich selbst betrogen wurde!
Alle seine Therapeuten in dieser Zeit rieten ihm zur Trennung, er hatte die Kraft nicht nicht.
Ich habe es beendet, weil ich mir eine Frist gesetzt hatte und es für mich nicht tragbar war.
Ihm geht es heute noch schlechter, es sind Suizidversuche dazu gekommen.

Mir tut es weh, zu wissen, dass hier ein wunderbarer Mensch zu Grunde geht. Aber retten müsste er sich selbst.
Das ist tragisch, dass dieser Mensch sich nicht getrennt hat. Besser in einer kleinen Einzimmerwohnung zu leben dafür aber seelisch zu gesunden und das nur für sich selbst und sein Wohlergehen zu tun!

Menschen, die starkt sind, sind nicht von Geburt an stark. Ich bin kein Mensch geboren mit seelischer Stärke. Ich war auch nur ein schwaches Baby, jeder von uns aber ich habe begriffen, dass ich stark sein muss und dass ich nur für mich selbst im Leben einstehe und für mich selbst die Verantwortung trage. Ich habe begriffen, dass ich für mich selbst kämpfen muss, denn ansonsten tut es niemand für mich und „sonst kommen Sie unter die Räder“ - sagte mir der Psychiater!.

Wer das nicht tut, verweigert die Eigenverantwortung und leidet lieber, statt sich zu trennen, wie der Mann! Das ist nur traurig, denn jeder, absolut jeder, kann stark und unabhängig sein! Hätte er erkannt, dass er alleine für sich selbst kämpfen muss und es sonst niemand für ihn tut, hätte er die ungeahnten Kräfte entwickelt seine Ehe zu beenden. Wäre ihm nur eingedonnert, dass er ein einziges Leben hat und das ganze Leben unglücklich bleibt, wenn er sich nicht trennt, dann hätte ihn diese Schreckensvision (Ehefrau) aufgerüttelt!

Solchen Menschen wünsche ich nur, dass sie endlich aufwachen und für sich kämpfen!
 
  • #106
Eine Frage an alle betrogenen Partner.

Die Partnerschaft war wirklich stimmig? Man hatte Zeit mit- und füreinander, Respekt, einen achtsamen Umgang, ein spürbares WIR, spürte Liebe oder zumindest ein tieferes Gefühl von Bindung? Die Kommunikation funktionierte?
Nähe, Zärtlichkeit, Intimität?

Es gibt, behaupte ich, sehr, sehr wenig notorische Fremdgänger*Innen, in einer stimmigen Partnerschaft.
Aber dafür gibt es viele Partnerschaften, die Zweckbündnise sind, man sich findet, weil man sonst niemanden hat, weil der andere etwas mitbringt, was man gerne hätte.
Viele Partnerschaften, die sich zu einer Art funktionierender WG entwickelt haben.
Und auch Partnerschaften, die aus ganz anderen Gründen halten, die dieses Wort in keinster Weise verdienen.
Wenige der Partner sind konsequent, versuchen die Partnerschaft wieder zu beleben, positiv zu verändern.
Entweder verharrt man darin, arrangiert sich, steckt den Kopf in den Sand, redet es sich schön, und holt sich fehlendes anderweitig, oder ist offen, warm zu wechseln. Warum sind so viele Nochverpartnerte auf PB Seiten? Oft nicht getrennt, aber auf der Suche, ob sich die Option findet zum Trennen, oder dann gibt es zumindest einen EgoPush (und Sex).
Ich bin diesen Männern auch begegnet, meist war es mit den ersten Mails schon klar, aber einmal bin auch ich hinein gefallen. (Bis zur ersten gemeinsamen Nacht kam es noch nicht) Nun ja. Bereue ich nicht, bin aber sehr vorsichtig geworden.

Ich bin mir sicher, dass die meisten Partnerschaften, in denen fremdgegangrn wird (eine offene Beziehung oder kein Fremdgehen) einfach auch nicht stimmig sind.
Nur Ändern, geht nicht? Trennen? Schwierig, weil Kinder, Haus, Finanzen, u.a. Gründe. Hauptgrund - Bequemlichkeit.
Wieviele Threads dazu finden sich?

An einer unstimmigen Partnerschaft haben beide ihren Anteil, dies sollte man nicht vergessen.
Ganz aus den Wolken fallen die wenigsten Betrogenen, man ahnt in der Regel, dass sich etwas verändert hat.

Ich war, und das ist mir persönlich durchaus wichtig, in meinen Beziehungen konsequent.
Wenn es unstimmig wurde, habe ich versucht zu ändern.
Irgendwann trennte ich mich, wenn es sich nicht positiv verändern ließ.
Ich habe keinen Partner belogen, habe nicht betrogen und diesen Anspruch habe ich an mich selbst. Ich weiß, ich bin nie betrogen worden.
Eine Affäre schließe ich für mich auch aus. Es war diese Ausnahme.

Bei dieser sehr emotionalen Debatte möchte ich durchaus auch mal anregen, über den eigenen Beitrag oder bzw. den Beitrag des betrogenen Partners nach zu denken. Ohne Betrug zu entschuldigen.

Ja, und es gibt die Menschen, die beim Kennenlernen täuschen, und nicht auf Partnerschaft aus sind, sondern auf eine schnelle Nummer, ob verheiratet, liiert, Single, ob M/ W. Es ist dann immer bitter für den / die Getäuschte.
Es ist aber eine Minderheit, nicht vergessen.
 
  • #107
Das Schwierigste dürfte wohl sein, als Unbeteiligter einen Freund vor Schaden bewahren zu wollen.
Ja, ich überlege die ganze Zeit, was ich machen würde, wenn ich wüsste, dass eine Freundin betrogen würde von ihrem Mann. Ich für mich würde mir wünschen, man würde es mir sofort sagen und nicht erst mit dem Mann reden, was er da macht. Aber was wünschen die anderen Frauen sich (so enge männliche Freunde habe ich eigentlich nicht. Nur einen, aber der Kontakt ist auch sehr spärlich geworden)?

Was das Schwarz-Weiß angeht - so würde ich das gar nicht betrachten. Es geht nicht um "der Gute, die Gute" oder "der Böse, die Böse". Das ist ja im Kopf der Geliebten und in den Darstellungen des betrügerischen Mannes meist die bösartige oder langweilige Ehefrau, bei der Ehefrau die böse Geliebte, ohne die ihr Mann treu geblieben wäre, und der betrügerische Mann wird für beide böse, wenn sie erfahren, dass sie beide getäuscht wurden, ihre Rolle bei dem Spiel nicht sehen wollen und nicht eine von ihnen den Mann immer noch verklärt.

Es geht mir nicht um Moral, ich hab ein paar eigene Regeln für mich mit dem Grundsatz, dass ich selbst niemandem was antun will, das mich total verletzen würde, wenn ein anderer es mit mir macht, und dass mir eine Wahrheit, sei sie auch noch so besch***, lieber ist, als dass mich einer belügt, was er ja sowieso nur zu seinem eigenen Vorteil macht. Und immer der, der handelt, ist nunmal der "Täter". Er wird ja aktiv. Also plakativ gesehen ist es der Böse, wenn man gern Schwarz-Weiß denken will.

Der, der passiv in seiner Märchenwelt lebt, wird zwar nicht als "böse" bezeichnet, er SCHEINT ja immer das Opfer zu sein,weil seine Taten wenndann IN der Beziehung stattfinden, aber die Märchenwelt ist in meinen Augen eine völlig falsche Lebenseinstellung - lieber weggucken, statt sich mit der Wahrheit konfrontieren.
Natürlich spreche ich dieses Recht, seine Welt sich so zu machen, wie sie einem gefällt, niemandem ab und halte mich auch dran, wenn ich weiß, dass die Person von nichts was wissen will. Aber ich seh das so, dass das immer ex- oder implodieren kann und die Realität, dass man einen untreuen Partner hat, dass man Probleme in der Beziehung hat usw., bricht sich ihre Bahn. Man kann einer Lebenserfahrung kaum ausweichen, wenn man irgendwo blind ist oder sein will, wenn es so eine fragile Märchenwelt ist, in der man lebt.

Ich hab selbst sehr schmerzvoll erfahren in anderen Lebensbereichen, dass ich mir was vorgemacht hatte, und ich bin froh, dass diese Probleme in meinem Leben so nicht mehr auftreten, weil man ja auch eine Erkenntnis aus solchem Leid zieht oder besser: Ziehen kann. Man wird unabhängiger. Ansonsten bleibt man stecken und trauert der Märchenwelt nach.
 
  • #108
Wenn es so egal ist, was die anderen denken, woher kommt dann der Suzid des Betrügers von dem Du schreibst.
Ich habe nichts von einem Suizid geschrieben.

In der Untreue-Studie hat Ragnar Beer unter anderem Betrogene befragt, wie sie davon erfuhren. Und hat prozentual ausgerechnet, dass am häufigsten die Betrogene selbst vom Betrug erfahren.

Um eine Studie unter Betrogenen machen zu können, müssen die teilnehmenden Personen ja wissen, dass sie betrogen worden sind.

Ich kann ja nur einschätzen, was ich selbst so erlebe und da ist - zumindest meines Wissens nach - bislang noch kein Betrug aufgeflogen. Deshalb halte ich es für wahrscheinlich, dass viele Leute, die meinen, dass sie nie betrogen worden sind, sich diesbezüglich täuschen. Was dann die Ergebnisse einer solchen Studie nur sehr eingeschränkt aussagekräftig macht.

Wenn man mit seiner Partnerin nicht über sehr wichtige Themen offen und vertrauensvoll reden kann, dann ist das keine gute Beziehung.
Sehe ich persönlich auch so, ich würde auch keine solche Beziehung führen.
Aber das gibt mir doch nicht das Recht, in eine derartige Beziehung anderer Menschen einzugreifen.
Wenn man die Sichtweise monogamer Menschen annimmt und sexuelle Exklusivität als höchtes Beziehungsgut versteht, ist doch ein Betrug nur Symtom eines Beziehungsproblems. Irgendwas läuft schief und wie damit umgegangen wird, sollten die Beteiligten miteinander klären. Und Außenstehende sollten außenstehend bleiben.
 
  • #109
Es gibt, behaupte ich, sehr, sehr wenig notorische Fremdgänger*Innen, in einer stimmigen Partnerschaft.
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Ich bin mir sicher, dass die meisten Partnerschaften, in denen fremdgegangrn wird (eine offene Beziehung oder kein Fremdgehen) einfach auch nicht stimmig sind.
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An einer unstimmigen Partnerschaft haben beide ihren Anteil, dies sollte man nicht vergessen.
Ganz aus den Wolken fallen die wenigsten Betrogenen, man ahnt in der Regel, dass sich etwas verändert hat.
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Bei dieser sehr emotionalen Debatte möchte ich durchaus auch mal anregen, über den eigenen Beitrag oder bzw. den Beitrag des betrogenen Partners nach zu denken. Ohne Betrug zu entschuldigen.
Die notorischen Fremdgeher, die immer wieder in eine Beziehung oder in mehreren Beziehungen mehrmals nacheinander Fremdgeher gibt es mehr als man glaubt. Die Männer von @Vikky und @Tini_HH waren solche!

Der Psychologe R. Beer stellte fest, dass es äußerst selten nur bei einem ONS bleibt, sondern dass es zu einer Affäre kommt, die einige Monate bis viele Jahre dauern kann, wie wir hier von 16 Jahren gelesen habe. Kann man hier tatsächlich nur von einer Affäre sprechen? Ist das nicht schon eine Parallelbeziehung?

Bin auch der gleichen Meinung, dass Beziehungen in denen einer fremdgehen „muss“ nicht stimmig sein kann, sonst würde man das nicht tun. Glückliche, ehrliche, liebevolle und respektvolle Partner, welche ein schönes Sexualleben haben, haben das gar nicht nötig.

Ganz sicher haben beide Partner dann euren Anteil einer mehr, der andere weniger und das Problem liegt nicht nur an der Persönlichkeit der Beiden, sondern auch noch an ihrer Art, wie sie die Sexualität leben und ausleben wollen. Denn sie ist niemals deckungsgleich, so dass bestimmte sexuelle Wünsche und Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Weil jeder seine sexuellen Vorlieben, Vorstellungen, Fantasien, Wünsche hat.
Laut R. Beer ist die sexuelle Unzufriedenheit die Hauptursache fürs Fremdgehen!
Laut der Studie haben tatsächlich die Betrogenen, selbst den Betrug herausgefunden, weil sie Veränderungen bemerkten oder die Betrüger nachlässig Indizien hinterlassen haben.

Sicherlich ist auch der Singlepart mitverantwortlich doch es entlastet ihn, dass er selbst niemanden betrügt. Wenn zwei den Betrüger lieben, dann kann er das nur genießen und wenn er so zerrissen ist und selbst darunter leidet, so kann er doch sich glücklich schätzen dass er so seine geliebte gehen kann und niemals alleine da stehen wird. Da die meisten Geliebten sowieso verliebt sind werden sie ihn mit offenen Armen empfangen, insofern verstehe ich auch nicht warum sich Männer, die betrügen nicht trennen? Mit der Geliebten haben sie doch den besseren Sex, was ihnen offenbar zu Hause fehlt. Vätter bleiben sie immer.

Am Ende können sie beide Frauen verlieren oder gehen in eine Ehe zurück, wo sie von der Frau psychisch misshandelt werden, bis sie Suizidversuche machen.
 
  • #110
Pfoten weg von Frauen, die Moral wie ein Schild vor sich hertragen. Guten Tag und Berufliches - mehr nicht.
Also schon in Ansätzen ein "Moralapostel"? Somit ein Mensch, der mit erhobenem Finger vor einem steht und sagt: „Du, du, du, das darfst du nicht, das tut man nicht…“!?

Derartige Besserwisser oder mich bekehren wollende Menschen habe ich bis dato nicht kennen gelernt. Nur Personen, die jeden Tag nach ihren (nicht strengen) Vorstellungen und Prinzipien leben. Die tun keiner Fliege etwas zu Leide, leihen sich auch z. B. nirgendwo Geld in der Gewissheit, es definitiv nicht zurückzahlen zu können, erst recht nicht zu wollen. Gehen auch nicht fremd getreu der Devise: Heute habe ich Bock darauf, was morgen ist interessiert mich aktuell nicht die Bohne.

Genau so lebe ich auch. Ich lüge nicht (bis auf ein paar eventuell kleine und harmlose, aber den Gegenüber nicht schädigende, Flunker in der Vergangenheit, die meistens meinem Sohn gegenüber wenn er noch bei einem Freund weiter spielen wollte, wir aber nach Hause mussten weil es spät genug war) und betrüge auch nicht. Bis auf Familienangehörige und meine beste Freundin ist mir ziemlich wurscht, was Menschen tun und lassen, ob sie ihr Leben durch irgendwelche unüberlegten, vielleicht sogar hirnrissigen, Aktionen und Taten verbauen oder nicht. Solange ich nicht involviert bin, möglicherweise eine/die Geschädigte, sollen solche Pappnasen ruhig tun und lassen was sie wollen. Die Strafe für Bösartigkeiten kommt sowieso…irgendwann. Daran glaube ich, das weiß ich, denn das Leben rächt alles. Oftmals erst dann, wenn der Mensch gar nicht mehr damit rechnet. Dann schlägt es erbarmungslos zu! Bei kriminellen Handlungen ist es die womöglich harte Strafe durch ein Gericht, beim Fremdgeher hoffentlich die Ehefrau oder anderweitig feste Partnerin, die bei einem solchen Vorkommnis konsequent das Ende einläutet. Auch Strafe genug, denn genau das wollen Fremdgeher ja vermeiden und agieren heimlich.

Wie ich ich immer sage: Würde der Mensch vor Handlungen und Taten den Kopf einschalten gäbe es definitiv weniger Elend und Leid auf der Welt. Auch emotionales, denn das Risiko den „geliebten“ Partner durch eine schnelle Nummer zu verlieren, läuft immer mit. Und wenn ich genau das nicht will, lasse ich doch grundsätzlich die Finger von anderen Weibern oder Kerlen, oder? Wenn die Beziehung nicht mehr das Gelbe vom Ei ist, aus welchen Gründen auch immer, ist es immer besser der Mensch trennt sich.
 
  • #111
Ich würde wissen wollen, ob ich belogen und betrogen werde, damit ich selbst entscheiden kann, wie ich damit umgehe. Es geht schließlich auch um MEIN Leben. Über das ich gerne selbst bestimmen und entscheiden möchte, was mir mehr oder weniger Weh tut usw. Der Betrüger möchte nämlich nur einen einzigen Menschen schützen - sich selbst. Wer einen Funken Anstand und Fairness hat spricht über eventuelle Probleme vorher statt jahrelang den Partner zu hintergehen. Und ich soll als Hintergangene nicht die Wahl haben, meinen Weg, damit umzugehen, selbst zu bestimmen??? Ich weiß ja die überaus noblen Beweggründe meines Partners, mich beschützen zu wollen, sehr zu schätzen *Ironie off* aber ich ziehe es vor, mein Leben selbst zu bestimmen.
Eine Affären-Frau, die sich erst auf eine Affäre einlässt und dann Rache ausübt wenn ihre Rechnung nicht aufgeht, die sehe ich wie @Tom26
Ob man mich allerdings hier als "moralisch" betrachtet ist mir egal. Meine zwischenmenschlichen Beziehungen basieren auf Vertrauen und Loyalität und ich muss mich vor niemanden dafür rechtfertigen, dass ich nicht fremdgehe und auch nicht betrogen und belogen werden will. Soweit kommt' s noch, echt.
 
  • #112
Prinzipiell ist es schon ärgerlich, wenn man von anderen in so eine Zwickmühle gebracht wird. Wenn schon irgendwer seinen Partner (welcher in diesem Fall mir nahe steht) betrügen muss, dann bitte so, dass ich nichts davon mitbekomme. Wieso sollte ich in einen Loyalitätskonflikt kommen, nur weil irgendwer zu dämlich ist, seine außerhäusigen Aktivitäten dezent genug zu gestalten? Eine mir nahestehende Person - das sind ja nicht so viele - würde ich informieren. Und in die Belange von Dritten würde ich mich nicht einmischen. Was aber nicht heißt, dass ich die Achtung vor der Person, dessen Untreue mir unmissverständlich präsentiert wird, ein Stück weit verlieren würde.
 
  • #113
Also schon in Ansätzen ein "Moralapostel"? Somit ein Mensch, der mit erhobenem Finger vor einem steht und sagt: „Du, du, du, das darfst du nicht, das tut man nicht…“!?
Hmm, da hat Frau @Leopardin nicht ganz unrecht. Ich schätze deine Beiträge hier, lieber @Tom26. Aber: Kann es sein, dass du mit deinem Schiessen gegen Menschen, die andere moralische Vorstellungen haben als du, selber zum unduldsamen Prediger wirst? Lass mich Brecht zitieren: "Dabei wissen wir doch: Auch der Hass gegen die Niedrigkeit verzerrt die Züge. Auch der Zorn über das Unrecht macht die Stimme heiser. Ach, wir, die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit, konnten selber nicht freundlich sein." Brecht spricht über den Krieg und den Kampf gegen echtes Unrecht, wir hier kloppen uns nur um "Moral" versus Toleranz.

Ich würde es übrigens nicht wissen wollen, wenn mein Freund fremdginge. Ein Seitensprung wäre für mich nicht das Ende einer Beziehung. Das habe ich meinem Freund auch so gesagt. Wissen möchte ich bloss, wenn er in der Beziehung nicht zufrieden ist oder sie in Frage stellt. Mein Freund ist deutlich monogamer veranlagt als ich und entgegnete mir, er glaube, das schlechte Gewissen würde ihn zu einer Beichte nötigen. Das verbat ich mir und sagte ihm, sein schlechtes Gewissen wäre sein Problem, das solle er bitte nicht zu meinem machen.

Frau 51
 
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  • #114
Laut R. Beer ist die sexuelle Unzufriedenheit die Hauptursache fürs Fremdgehen!
...und nun? Kannst du dir vorstellen, dass vielleicht ein Gespräch zwischen den beiden Ehepartnern stattgefunden hat, der eine möchte die Ehe öffnen, der andere nicht. Der, der nicht öffnen möchte, ist also zufrieden, hat alles. Der andere leidet, vielleicht auch unter mangelndem Respekt, dass er körperlich nicht mehr als attraktiv wahrgenommen wird.
Wenn man ein Leben zusammen aufgebaut hat, Kinder hat, wird man sich wegen Sex nicht trennen. Eine Verantwortung gibt es für die Kinder und die Ehefrau oder den Ehemann. Kinder leiden unter der Trennung, aber nicht, falls ein Elternteil mal fremdgeht.

Mir sind die Antworten hier teilweise zu extrem. Eine pauschale Diffamierung, ohne wirklich verstehen zu wollen. @Lionne gibt sich auch schon die erdenklichste Mühe, darauf aufmerksam zu machen, dass es vor dem Fremdgehen eine Schieflage gibt, die meistens in weniger Sex endet, was dann zur Folge hat, dass dieser ausser Haus gefunden wird.
Das ist ein Riesen-Unterschied zu all denen, die "sexsüchtig" sind o.ä. Störungen haben und durch die Gegend rennen und Frauen zur Befriedigung suchen.
 
  • #115
Die Partnerschaft war wirklich stimmig? Man hatte Zeit mit- und füreinander, Respekt, einen achtsamen Umgang, ein spürbares WIR, spürte Liebe oder zumindest ein tieferes Gefühl von Bindung? Die Kommunikation funktionierte?
Nähe, Zärtlichkeit, Intimität?

Es gibt, behaupte ich, sehr, sehr wenig notorische Fremdgänger*Innen, in einer stimmigen Partnerschaft.

Doch die gibt es leider und für viele,meist Partnerinnen, unverständlicherweise. Es gibt Männer,die trotz wunderbarer Beziehung und obwohl sie ihre Partnerin lieben, alles super läuft, sexuell in der Partnerschaft keine Wünsche offen bleiben, bis auf einer, fremde Haut zu spüren, das Neue, Unbekannte,.. das kann die Frau zu Hause nicht sein, und da ist der Drang, eine neue andere Frau zu beschlafen.
Bei wie vielen Männern das so ist oder sogar bei allen dieser Wunsch irgendwann auftaucht und mit Filmen/Fantasie/Träumen kompensiert wird oder wie viele das als Motivation zum Fremdgehen haben, lässt sich so jetzt nicht sagen. Aber das Motiv fremde Haut spüren, mal (wieder) eine neue andere Frau im Bett haben, liest sich oft in Foren und einleitend wird geschrieben, eigentlich läuft meine Beziehung super, nur... oder der Gedanke, nur noch mit dieser einen Frau zu schlafen,... ängstigt und treibt an.
 
  • #116
Das müssten dann Zeugen aber auch sein, Verräter. Wen die aber vor Gericht keine Aussage machen, heißt es "Mithilfe/ Beihilfe zu xyz". Ich höre zwar schon wieder die Worte von einem hinkenden Vergleich, muss aber widersprechen. Der einzige Unterschied ist, das der eine Betrug in Gesetzestexten als Betrug definiert und bestraft wird und der andere nicht, obwohl beide Taten gleichermaßen falsch sind und jemanden schädigen.
Erzähl du dann dem Richter oder der betrogenen Person dann etwas von Grauzonen… Keiner davon wird Beifall klatschen.

Solchen Menschen wünsche ich nur, dass sie endlich aufwachen und für sich kämpfen!
Ganz richtig. Jemanden zu betrügen, wie der Mann bei @Lionne69 das gemacht hat, ist (auch auf Dauer) keine Lösung und in gewisser Weise einfach feige.
Wenn jemand sich in einer ungesunden Beziehung befindet, sollte er das RECHT haben es zu wissen und/ oder darüber aufgeklärt zu werden oder den Partner konfrontieren.
Der Mann befand sich in einer ungesunden Beziehung, hat das gewusst, sich aber ganz bewusst (vielleicht aus Selbsthass?) für diese Beziehung, mit all den Konsequenzen, entschieden.
Das ist der große Unterschied!
Kaum einer hat den Mut und sagt: "Schatz, ich liebe dich, will aber mit einer andere Frau/ Mann schlafen. Kannst du damit leben?"

Oft schwingt bei den Betrügern auch die Angst mit, das die Frau/ Mann selber mit anderen schlafen könnte (Konkurrenzangst), wenn man die Beziehung öffnet. Also wird sich, aus Feigheit, ein Wettbewerbsvorteil verschafft.
 
  • #117
, liest sich oft in Foren und einleitend wird geschrieben, eigentlich läuft meine Beziehung super, nur..

Und als alte Forumshäsin weiß man, was folgt.
Das Aber
Man redet nicht miteinander, man streitet sich, man hat unterschiedliche Meinungen, Haltungen, es gibt schon lange keinen Sex, keine Nähe....
Keim Respekt, keine Achtung, und meist ist von Liebe auch nur noch wenig übrig. Aber - Eigentlich ist alles super.

Ja, es gibt die Menschen mit dem Bedürfnis nach fremder Haut, mal nach Anderem.
Die einen sagen sich, das ist normal, aber mir ist das Vertrauen und die Ehrlichkeit auch wichtig. Diese entscheiden sich, diesem Wunsch nicht nachzugeben, weil es im Verhältnis zu anderen Bedürfnissen nicht wichtig genug ist. Oder sie klären dies mit dem / der Partner/in, und öffnen die Beziehung.
Und andere entscheiden sich für Betrug und Lüge.

Nur ist oft genug die Motivlage für eine Affäre nicht nur das Bedürfnis nach Abwechslung und fremder Haut, oder dem EgoPush, sondern es sind sehr unterschiedliche Motive, sehr unterschiedliche Ausgangssituationen.
(In anderen Lebensbereichen wird durchaus die individuelle Sachlage geprüft, und bei der Verurteilung mit einbezigen, pauschale Verurteilungen würden wir z.B. in unseren Strafrecht ganz sicher nicht wollen.

Ohne zu entschuldigen, zu rechtfertigen.
Es geht nur um das Verständnis, dass wir nicht unfehlbar sind, und in Situationen kommen, die wir uns nie vorgestellt haben und Entscheidungen treffen, die wir uns genauso wenig vorstellten.

Nur eines ist für mich klar, der Affärenpartner, meist eine Frau, die zum Partner des anderen läuft, um diesen zu informieren, hat in den wenigsten Fällen uneigennützige Motive.
Als Ausnahme würde ich die Fälle gelten lassen, wo ein verpartnerter Mensch vorgibt, Single zu sein, und so eben andere Menschen dazu bringt, sich auf ihn/ sie einzulassen und zu vertrauen.
Das ist perfide, verletzend und so ein Mensch ist eine absolute Flachpfeife.

Und ich finde es schön, dass es durchaus genügend integere Menschen gibt, denen Ehrlichkeit, Offenheit, Vertrauen und Treue wichtige Werte sind.
Ist es mir auch, sehr. Ich weiß auch nicht, ob ich selbst einen Betrug vergeben könnte und die Beziehung damit nicht vorbei wäre. Früher hätte ich gesagt, niemals, heute würde ich sagen, kommt darauf an.
Was ich für mich ausschließe, ist meinen Partner zu belügen und zu betrügen. Das bin ich mir selbst schuldig.

Ich wünsche mir gerade als Fazit zu diesem Thread einfach nur, dass zu obigen Werten auch Empathie und Verständnis gehört.
Dass es schön und wichtig ist, Werte zu haben und diese als Leitlinie zu nutzen, aber auch zu wissen und zu akzeptieren, dass Lebenswege manchmal sehr krumm werden können, und Menschen auch Fehler machen.
 
  • #118
...und nun? Kannst du dir vorstellen, dass vielleicht ein Gespräch zwischen den beiden Ehepartnern stattgefunden hat, der eine möchte die Ehe öffnen, der andere nicht. Der, der nicht öffnen möchte, ist also zufrieden, hat alles.
in der Schweiz sind 50 % der Ehen geschieden und in den allermeisten Ehen gab es auch Kinder, da frage ich mich, warum sind die Eheleute trotzdem nicht zusammen geblieben gerade, weil sie zusammen so viel aufgebaut haben und für Kinder verantwortlich sind?

Nur derjenige, der leidet muss auch eine Veränderung bewirken und wenn der andere die Beziehung nicht öffnen will, dann muss er sich trennen oder verzichten, weil nur er leidet und seine Wünsche und Bedürfnisse nicht erfüllt werden.

Wenn es nur darum ginge, wie der Betrüger, der unter der Situation leidet, glücklich werden kann, so ist es doch leicht: die allermeisten Geliebten sind ohnehin verliebt und würden den Ehemann mit offenen Armen empfangen und das hieße eigentlich, er könnte nahtlos von seiner Ehe eine andere Beziehung gehen. Das gibt es auch wenn sich Fremdgeher verlieben.

Wir haben hier von zwei extrem tragischen Fällen gelesen von einem der Suizid begeht und einem anderen der in seine schlechte zurückgehen und solche Versuche unternommen. Beide sind zu den Ehefrauen zurückgegangen. Aber waren sie selbst glücklich? Wo kann denn so etwas hätten sie nicht getan. Wobei der erste panische Angst hatte, das ihm sind seine Frau niemals verzeiht und er am Ende alleine bleibt, da er selbst die Geliebte verlassen, gerade die ihn höchstwahrscheinlich geliebt hat und vermutlich auch deswegen 16 Jahre gewartet hat!

Die Lösung wäre sich bevor man heiratet und Kinder auf die Welt setzt sich zu fragen, ob man wirklich den richtigen Partner geheiratet hat? Oder wenn der eine tatsächlich unglücklich ist und unzufrieden aber der andere Teil die Beziehung nicht öffnen will. Dann muss man selbst konsequent sein und sich trennen. Wäre ich unzufrieden in eine Ehe aber meine Mann glücklich und wohl so müsste ich etwas ändern und nicht er. Ich müsste gehen. weil eine Affäre ohnehin alles zerstört. Da kann ich schon vorher gehen, bevor ich fremd gegangen bin.

Darum heißt es nicht umsonst auch in der Bibel: du sollst nicht Ehe brechen! Bin 100 % sicher, Das davor gewarnt während weil die Konsequenzen verheerend sein können. Die seelischen Verletzungen ähneln einer PTSD und es kommt auch zu Depressionen was auch in dieser Studie bekannt wurde.

Auch Trennung ist schlimm und traurig aber Trennung verursacht durch Untreue ist noch viel dramatischer. Danach, nach dem Betrug kommt es auch meistens zur Trennung. Denn ich kann mir kaum vorstellen, dass die Betrogenen noch Lust haben mit ihrem Partner zu schlafen. Was ist das dann für eine Ehe? Die kann man doch sofort beenden.
 
  • #119
wie gesagt bin ich einmal in so eine Geschichte hineingeschliddert...der Mann war erst Single und dann liiert....selten so einen Herzschmerz erlebt - dagegen war meine Scheidung rein gefühlstechnisch gar nichts. Sowas ramponiert einem das Herz auf Jahre.

Wenn Du eine Affäre mit einem Single angefangen hast, dann war doch klar, dass keine Beziehung daraus wird. Im Grunde weisst Du doch auch da von vorneherein, dass Du Dich auf eine F+ einlässt, die jederzeit beendet sein kann, wenn er eine Frau trifft, mit der er eine Beziehung haben will.
 
  • #120
Doch die gibt es leider und für viele,meist Partnerinnen, unverständlicherweise. Es gibt Männer,die trotz wunderbarer Beziehung und obwohl sie ihre Partnerin lieben, alles super läuft, sexuell in der Partnerschaft keine Wünsche offen bleiben, bis auf einer, fremde Haut zu spüren, das Neue, Unbekannte,.. das kann die Frau zu Hause nicht sein, und da ist der Drang, eine neue andere Frau zu beschlafen.

Das mag es in einzelnen Fällen geben. Aber dann geht es nicht um eine Affäre, sondern um einen einmaligen Fehltritt, von dem die Partnerin nichts mitbekommt und der schnell wieder vorbei ist. Eine Affäre, die eine "wunderbare" Partnerschaft zerstört, riskieren auch nicht viele Männer. Ich denke, da ist öfter mal zwar die Frau zufrieden, projiziert das dann aber auf den Mann.
 
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