• #151
Wenn Du eine Affäre mit einem Single angefangen hast, dann war doch klar, dass keine Beziehung daraus wird. Im Grunde weisst Du doch auch da von vorneherein, dass Du Dich auf eine F+ einlässt, die jederzeit beendet sein kann, wenn er eine Frau trifft, mit der er eine Beziehung haben will.
Manchmal weiß man ja gar nicht, dass es eine Affäre ist, erst recht nicht, wenn sie sehr intensiv ist und man wie ich Kinder hat. Ich stelle meine Kinder nie gleich am Anfang einem Mann vor und nehme ihn auch nicht gleich mit zu mir. Da sind die Übergänge nicht so ganz klar. Und er plante auch immer alles mögliche, was wir demnächst machen könnten, fragte auch immer wieder, ob ich mir noch ein Kind vorstellen könnte. Das war seltsam.
Außerdem wollte der Mann die Beziehung nicht ansatzweise beenden, "nur" weil er eine Freundin/Ehefrau hat.
 
  • #152
Nun, und auch hier konkret bei der Fragesteller geht es
Um die Hoffnung, dass Seine Ehe dadurch zerstört wird und er entweder zu ihr zurück kommt, die große Hoffnung,
Oder zumindest Rache.
Es geht nicht um das Mitgefühl mit der betrogenen Frau, und ihrem Informationsrecht.
Es war hier eben keine allgemeine sondern eine ganz spezielle Frage, auch wenn die FS dies auf Rückfrage verneinte. Wir sind hier in einem anonymen Forum, da könnte man dochh bei der Wahrheit bleiben?
Die Frage müsste heißen - wie beim Parallelthread - wie bekomme ich diesen Mann zurück.
Oder hier spezieller - ich bin Affärenfrau, ich möchte eine Beziehung mit meinem Affärenpartner, soll ich mit seiner Ehefrau reden.
Das wäre ehrlich, aber die Antworten würden der FS nicht passen.

Wenn man sich auf eine Affäre einlässt, sollte man es können. Moral unberücksichtigt.
Und man sollte sich im Klaren sein, dass sich tiefere Gefühle entwickeln können, meist aber nur einseitig, und dann die Affäre zu einer schmerzhaften Angelegenheit wird.
 
  • #153
Also die Frau will trotzdem die Ehe! Was soll sie ändern, wenn sie die Ehe will aber keinen Sex! Vielleicht denkt sie nur, dass ihr Mann auch so zufrieden ist, wie sie -ohne Sex. Sie kann ja seine Gedanken nicht lesen.

Klar. Das hilflose arme Weibchen, das natürlich mal wieder nichts dafür kann. Zunächst mal gehört Sex in eine Beziehung. Der Mann will keine Treue mehr, aber die Ehe. Was soll er denn dann unter diesen Umständen tun? Will der Mann in der Ehe plötzlich das mit der Treue ändern, dann erwarte ich, dass er das klar anspricht. So erwarte ich auch von der Frau, dass sie klar anspricht, dass sie keinen Sex mehr möchte.
Und er könnte ja auch erwarten, dass ihr Untreue egal ist, wenn sie keinen Sex mehr will.

Manchmal weiß man ja gar nicht, dass es eine Affäre ist, erst recht nicht, wenn sie sehr intensiv ist und man wie ich Kinder hat. Ich stelle meine Kinder nie gleich am Anfang einem Mann vor und nehme ihn auch nicht gleich mit zu mir.

Im Grunde gilt aus meiner Sicht: wenn es Dir wichtig ist, keine Affäre zu sein, dann klärst Du das vorher ab. Wenn Du erst Sex hast und dann klärst, ist es zu spät. Wem also sehr wichtig ist, keinen Affärensex zu haben, der sollte das vorher sehr gründlich abklären.

Wenn ich mit einer Frau Sex hatte, habe ich das Thema "bestehende Beziehungen" nie gleich zu Anfang gründlich geklärt. Es ist mir aber auch völlig egal. Wenn sich nach 3 Wochen herausstellt, dass die Frau in einer Beziehung lebt, würde ich die Affäre eben beenden, mich freuen, dass ich ein paarmal guten Sex hatte und gut ist es.
Dieses ewige Abschieben jeder Verantwortung auf andere finde ich lächerlich.
 
  • #154
Klar. Das hilflose arme Weibchen, das natürlich mal wieder nichts dafür kann. Zunächst mal gehört Sex in eine Beziehung. Der Mann will keine Treue mehr, aber die Ehe. Was soll er denn dann unter diesen Umständen tun? Will der Mann in der Ehe plötzlich das mit der Treue ändern, dann erwarte ich, dass er das klar anspricht. So erwarte ich auch von der Frau, dass sie klar anspricht, dass sie keinen Sex mehr möchte.
Und er könnte ja auch erwarten, dass ihr Untreue egal ist, wenn sie keinen Sex mehr will.
für die meisten Menschen sicherlich: gehört die Sexualität in der Ehe. Ob für alle? Es gibt auch asexuelle Menschen, die vielleicht nur dann Sex haben, wenn sie ein Kind wollen. Oder katholisch sehr streng erzogen wurden. Trotzdem sind alle Menschen soziale Wesen deswegen heiraten sie auch. Und es ist logisch, wer etwas ändern muss oder auch die Beziehung öffnen muss: derjenige der leidet. Und hier ist es dein Mann. Es kann ja auch die Frau sein. Wie schon geschrieben miteinander reden und wenn die Frau nicht einverstanden ist, kann und darf der Mann die Beziehung öffnen. Dadurch ist die Frau informiert und kann nicht ihrem Ehemann hinterher sagen: „du hast mich hinter meinem Rücken belogen und betrogen!“ damit hätte der Mann kein schlechtes Gewissen und Schuldgefühle und die Frau kann noch entscheiden, ob sie bei ihm bleiben will oder nicht. Das ist fair und ehrlich.

Die Ehrlichkeit hat sich doch ausbezahlst bei einigen Foristen hier wie @noreia @Laleila. Ihre Partner wissen alle Bescheid über den Fremdsex und sie bleiben trotzdem. Das zeigt doch, dass Lügen und betrügen eine Ehe und Beziehung zerstört und nicht die Ehrlichkeit. Auch wenn sie zunächst für den anderen unangenehm oder schmerzhaft sein mag.
 
  • #155
Im Grunde gilt aus meiner Sicht: wenn es Dir wichtig ist, keine Affäre zu sein, dann klärst Du das vorher ab. Wenn Du erst Sex hast und dann klärst, ist es zu spät. Wem also sehr wichtig ist, keinen Affärensex zu haben, der sollte das vorher sehr gründlich abklären.
Abklären und erwarten, dass der Mann immer ehrlich ist und sagt: „ich möchte keine Beziehung mit dir, ich möchte nur Sex!“ Nur welcher Mann ist ehrlich, wenn er gerade nur Sex will?

Das kann eine Frau vergessen. Im Gegenteil: der Mann wird so tun oder auch sagen, dass er sich selbst eine feste Beziehung wünscht auch wenn das nicht stimmen mag. Die Frau wird ihm ja auch glauben, weil sie denken wird, dass er auch ein soziales Wesen ist und mehr als nur Sex braucht im Leben. Wenn er ehrlich ist, wird er eben gar keinen Sex bekommen. Dann kaum eine Frau möchte nur eine reine sexuelle Affäre und genau das wissen ja die Männer und können deswegen auch lügen! Ich halte nichts davon und einer Abklärung vorher.

Und nette, anhängliche Männer, die selbst keine Affäre wollen würden selbst auch gar keine beginnen, sondern mit der Sexualität sich gleichzeitig eine Beziehung wünschen und eine aufbauen/führen. Diese Männer gibt es auch, die sich mit/von einer Frau alles wünschen und nicht nur Sex!

Auch ich denke immer: es kann doch nicht sein, dass ein Mann nur Sex will und damit glücklich wird auf Dauer. Das macht ihn nur so lange glücklich bis er sexuell aktiv ist. Und nach dem Akt? Danach kommt die große innere Leere! Sex befriedigt ohne Verliebtsein und Liebe gar nicht! Es lässt nur einen bitteren Nachgeschmack!
 
  • #157
Im Grunde gilt aus meiner Sicht: wenn es Dir wichtig ist, keine Affäre zu sein, dann klärst Du das vorher ab. Wenn Du erst Sex hast und dann klärst, ist es zu spät. Wem also sehr wichtig ist, keinen Affärensex zu haben, der sollte das vorher sehr gründlich abklären.


Sex ist ohne Zweifel ein wichtiges Element in einer Beziehung.

BUT:

Wenn ich etwas Ernstes suche, springe ich nicht gleich mit jemand ins Bett, sondern lerne ihn erst mal gründlich kennen; sein Umfeld, seine Freunde, seine Familie.
Dadurch erfahre ich, ob er frei ist und ob er an mir wirkliches Interesse hat oder sich nur die Zeit vertreiben will, weil gerade nichts anderes am Start ist.

Alle Frauen, die hier erzählen, dass sie zuerst Sex hatten, bevor sie Näheres von dem Mann wussten, erlebten danach eine bittere Enttäuschung und machten die schmerzhafte Erfahrung, dass sie belogen oder ausgenutzt worden waren oder der Mann sich mit mehreren Frauen gleichzeitig amüsierte.

Ich sehe es auch so, dass jemand, der keine Nebenfrau oder eine von vielen sein will, das vor dem Sex abklärt, respektive eruiert und nicht danach jammert, wie schlecht sie von dem Mann behandelt wird.
 
  • #158
Alle Frauen, die hier erzählen, dass sie zuerst Sex hatten, bevor sie Näheres von dem Mann wussten, erlebten danach eine bittere Enttäuschung und machten die schmerzhafte Erfahrung, dass sie belogen oder ausgenutzt worden waren oder der Mann sich mit mehreren Frauen gleichzeitig amüsierte.

Ich sehe es auch so, dass jemand, der keine Nebenfrau oder eine von vielen sein will, das vor dem Sex abklärt, respektive eruiert und nicht danach jammert, wie schlecht sie von dem Mann behandelt wird.
Auch das ist keine Garantie, dass der Mann tatsächlich eine ernsthafte Beziehung will!
Selbst wenn sie alles bis ins letzte Detail über ihn erfahren hat. Wie viele Männer gibt es, die jahrelang mit einer Frau zusammen leben nicht heiraten und keine Familie gründen wollen, bis ihnen dann eine andere über den Weg läuft und sie schlagartig getrennt sind und mit der neuen Frau eine Familie gegründet haben? Zuvor haben sie vielleicht sogar der Frau gesagt, dass sie keine Kinder möchten und die Frau möchte das zu Beginn auch nicht, sondern nur ihre Beziehung einige Jahre zu zweit genießen will, mit ausgedehnten Reisen in ferne Länder, Kino und Theater Besuche am Abend, Städtetrips, Sport und Wellness.

Die Frau kann sich schnell in einer Situation befinden, wo sie nur die Übergangsfrau ist ohne, dass sie es merkt, weil sich der Mann genauso benimmt und verhält, wie einer der verheiratet ist oder in einer festen Beziehung lebt.

Und dann wiederum lesen wir hier fast jeden Tag gibt es Männer (und auch Frauen), die trotz einer festen Beziehung und Ehe fremdgehen. Wenn circa 60 oder sogar 70 % der Menschen fremdgehen, dann kann sich jeder Singlemensch vorstellen, was ihn erwartet, wenn er eine feste Beziehung eingegangen ist. Auch die Untreue muss man einkalkulieren.

Das Leben hat mich gelehrt, dass es keine Sicherheit gibt - egal wie viel und was man alles vorher abklärt! 100-prozentige Sicherheit gibt es keine außer für den Tod - der ist aber 100 % sicher.
 
  • #159
Wenn ich etwas Ernstes suche, springe ich nicht gleich mit jemand ins Bett, sondern lerne ihn erst mal gründlich kennen; sein Umfeld, seine Freunde, seine Familie.

Das ist der eine Weg. Passend für diejenigen, die Sex nur innerhalb einer ernsten Beziehung haben wollen. Und die sollten den dann eben mit allen Konsequenzen beschreiten. So finden sie einen Partner, der das gleich sieht und sortieren alle anderen aus. Passt doch. Den Männern, die auch mal einen ONS suchen, gehst Du so aus dem Weg. Von denen wird kaum einer Deine Familie und Freund kennenlernen, nur um mal Sex mit Dir zu haben. Das ist denen zu aufwändig. Eine Garantie für eine lebenslange Beziehung bekommst Du aber so natürlich auch nicht.

Alle Frauen, die hier erzählen, dass sie zuerst Sex hatten, bevor sie Näheres von dem Mann wussten, erlebten danach eine bittere Enttäuschung ....

Das ist in der Pauschalisierung Unsinn. Wenn ich Sex habe, ohne die Frau genau zu kennen, dann habe ich den, weil ich Spaß daran habe. Dann kann ich keine Enttäuschung in Bezug auf Beziehung erleben. Wer mit wildfremden Menschen Sex hat, um mit ihnen eine Beziehung zu erreichen, ist für mich nicht ganz dicht. Da ist die Enttäuschung im wahren Wortsinne sicher richtig.

Ein häufiger Fall ist doch nach meiner Erfahrung, dass ich eine Frau kennenlerne und nach ein paar Dates Sex habe. Die Frau ist dann "näher" bekannt, aber natürlich nicht wirklich gründlich. Dann habe ich Sex, weil ich Sex haben möchte. Ob sich die Beziehung anschließend dauerhaft festigt, ist eine ganz andere Frage.

Sexuelle Kompatibilität ist nur ein Aspekt dafür, ob ich mit einer Frau eine Beziehung haben möchte. Wenn eine Frau meint, Sex habe immer automatisch etwas damit zu tun, dass man eine Beziehung hat, lebt sie im falschen Jahrhundert. Übrigens gilt das nicht nur für Frauen. Kann ich als Mann umgekehrt ernsthaft davon ausgehen, dass eine Frau, die Sex mit mir hat, eine Beziehung will? Nein, nach meiner Erfahrung.

Wenn manche Männer oder Frauen nicht verstehen möchten, dass Sex haben nicht für alle zwingend etwas mit einer Beziehung oder einem Beziehungswunsch zu tun hat, dann lernen sie es eben. Es ist eine Binsenweisheit, dass Sex und Beziehung nicht zwangsläufig etwas miteinander zu tun haben. Allgemein bekannt, nur manche meinen, es anders festlegen oder ignorieren zu können. So wie Donald Trump den Klimawandel. Den Klimawandel interessiert das nicht wirklich. Und es soll ja auch noch Menschen geben, die glauben, die Erde sei eine Scheibe.
 
  • #160
Wenn ich etwas Ernstes suche, springe ich nicht gleich mit jemand ins Bett, sondern lerne ihn erst mal gründlich kennen; sein Umfeld, seine Freunde, seine Familie.
Ist eben Anssichtssache.
Wozu soll ich denn jemanden mitsamt Freunden , Familie usw. kennenlernen, wenn ich dann merke, dass es sexuell überhaupt gar nicht geht?

Aber vielleicht ist es auch ein Unterschied, ob man prinzipiell einen Partner sucht oder nur dann eine Partnerschaft in Frage kommt, wenn es mit einem Menschen ausgesprochen gut passt.

Meine Ehe hat sich aus einem ONS entwickelt. Ich habe überhaupt nicht nach einem Partner gesucht, mein Mann auch nicht. Aber wir hatten dann soviel Spaß miteinander und haben uns auch abseits davon so toll gefunden, dass sich "mehr" entwickelt hat und wir uns beide dann eine Partnerschaft/Ehe gewünscht haben. Aber eben nicht mit igendwem, der (und dessen Umfeld, Freunde, Familie, Name des Haustier's, Farbe der Socken der Oma, usw.) halbwegs passt - sondern genau nur mit dieser einen Person.

Gibt's also auch - deshalb bitte nicht verallgemeinern, dass unverbinderlicher Sex nie zu Verbindlichkeit führen kann.
 
  • #161
Übrigens gilt das nicht nur für Frauen. Kann ich als Mann umgekehrt ernsthaft davon ausgehen, dass eine Frau, die Sex mit mir hat, eine Beziehung will?
Im letzten Jahrhundert traf ich tatsächlich einen Mann, der annahm gemeinsamer Sex würde bedeuten, dass man von nun an ein Paar wäre. Unmittelbar nach dem Sex (ONS) sagte er, er nehme an wir wären jetzt Freund und Freundin. Ich sah das, zu seiner Überraschung, etwas anders...

Aber in der Tat entwickelten sich meine längerfristigen Beziehungen alle erst nach dem Sex zur Beziehung incl. Vorstellung bei Familie.

Alle Frauen, die hier erzählen, dass sie zuerst Sex hatten, bevor sie Näheres von dem Mann wussten, erlebten danach eine bittere Enttäuschung
Soll auch Frauen geben, die ohne Beziehungsabsichten Sex haben. Die erleben höchsten durch die schlechte sex. Passuung eine bittere Enttäuschung. Aber davor schützt auch kennenlernen der Freunde und Familie nicht.
Dennoch, es ist naiv zu glauben, Sex
führe zwangsläufig zu einer Beziehung.

Abklären und erwarten, dass der Mann immer ehrlich ist und sagt: „ich möchte keine Beziehung mit dir, ich möchte nur Sex!“ Nur welcher Mann ist ehrlich, wenn er gerade nur Sex will?
Es gibt Männer die trotzdem ehrlich sind. Mitte 20 traf ich einen Mann, der mir (ungefragt) sagte, er wäre verheiratet und er würde seine Familie nicht verlassen, weil seine Kinder ihn bräuchten.
Mein derzeitiger Partner sagte mir beim ersten Telefonat, das nach wenigen kurzen Mails von ihm initiiert wurde, dass er in einer offenen Beziehung wäre. Es bestand kein Zweifel, dass es ihm nur um Sex ging.
Seine damalige Partnerin erwartete trotz offener Beziehung Diskretion. Sie über die Affäre zu informieren wäre nicht in ihrem Sinn gewesen. Natürlich weiß ich das 'nur' von ihm, aber ich habe keinen Grund das anzuzweifeln.
 
  • #162
Soll auch Frauen geben, die ohne Beziehungsabsichten Sex haben. Die erleben höchsten durch die schlechte sex. Passuung eine bittere Enttäuschung. Aber davor schützt auch kennenlernen der Freunde und Familie nicht.
Dennoch, es ist naiv zu glauben, Sex
führe zwangsläufig zu einer Beziehung.


Es gibt Männer die trotzdem ehrlich sind. Mitte 20 traf ich einen Mann, der mir (ungefragt) sagte, er wäre verheiratet und er würde seine Familie nicht verlassen, weil seine Kinder ihn bräuchten.
Mein derzeitiger Partner sagte mir beim ersten Telefonat, das nach wenigen kurzen Mails von ihm initiiert wurde, dass er in einer offenen Beziehung wäre. Es bestand kein Zweifel, dass es ihm nur um Sex ging.
Seine damalige Partnerin erwartete trotz offener Beziehung Diskretion. Sie über die Affäre zu informieren wäre nicht in ihrem Sinn gewesen. Natürlich weiß ich das 'nur' von ihm, aber ich habe keinen Grund das anzuzweifeln.
Natürlich gibt es das, dass manche Frauen von vornherein wissen, dass ein Mann als dauerhafter Partner niemals infrage kommt insbesondere dann nicht, wenn sie wissen, dass dieser Mann nicht treu ist und sie nicht die einzige Frau ist mit welcher er Sex hat. Langfristig möchte keine Frau einen solchen Partner in ihren Leben haben, denn sie würde leiden, es sei denn sie ist auch nicht monogam veranlagt. Sie könnte nur vorübergehend mit diesem Mann Sexualität leben und im Hintergrund entweder bereits nach einem anderen Partner suchen oder beizeiten die Affäre beenden.

Auch ich hatte das erlebt von einem verheirateten Mann, der genauso ehrlich war aber eben, die sind wirklich in der Minderheit.
 
  • #163
Wenn es so schwierig ist, einen passenden Partner zu begegnen, und man auch nicht den Erstbesten haben möchte, vielleicht auch nur bedingt beziehungstauglich und - willig ist, was dann mit den sexuellen Bedürfnissen? Oder schon alleine das Bedürfnis nach Nähe, Zärtlichkeit, Kuscheln? Ein Hund oder eine Katze ist nicht für alle eine Lösung. :)

Es ist auch nicht ganz einfach eine Bekanntschaft plus zu finden - auch da muss einiges passen.
Aber leichter.
Und was spricht dann dagegen, einen Mann, eine Frau für die schönen Stunden (nicht nur Sex, auch oft genug nur Nähe, oder mal tanzen, mal anderes, was Freude macht) zu haben? Zu genießen, sich zu mögen, auch ein gewisses Vertrauen?
Aber sehr wohl wissend, dass weder der eine noch die andere auf Partnerschaft aus ist, und auch beide wissen, dass dies gar nicht möglich wäre? Weil Sympathie / Zuneigung vorhanden ist, Anziehung gegeben, aber dann doch vieles, was im Alltag relevant wäre, nicht passt?

@Mandoline, das gibt es auch - und es ist kein Leiden, sondern schön.
Ich bin dankbar, diesem Menschen begegnet zu sein, er lässt mich meine weibliche Seite ausleben, und gibt mir genau das, was sonst als Single nur schwer zu erleben ist. (und wenn es ein ganzer reiner Kuschelabend ist).
Wenn beide Singles sind, tut es niemandem weh, die Prämisse ist auch, im Fall der Fälle verschwindet das Plus.
 
  • #165
Hallo! Ich möchte eine Grundsatzfrage stellen:
Seid Ihr der Meinung, dass eine Ehefrau, die von ihrem Mann über längere Zeit betrogen wird, über die 3. Frau informiert werden soll? Soll die Ehefrau Bescheid wissen?

Auf jeden Fall sollte die Ehefrau oder auch eine Partnerin Bescheid wissen, damit sie mit dem Mann darüber reden, - unabhängig davon ob der Betrug kürzere oder längere Zeit andauerte - und danach entscheiden kann, wie sie weiter verfahren will. Keine Frau sollte, aus Unwissenheit, mit jemandem zusammen sein müssen, bzw. ihre kostbare Lebenszeit verschwenden, der sie belügt, betrügt und ausnutzt.
 
  • #166
Sie kann ihm z.B. sagen, melde dich erst wieder bei mir, wenn du frei bist, sonst lass es. Die Betrogene ist am Ende vor allem die Affärenfrau. Die Ehefrau profitiert vom Mann, und die Affärenfrau war nur eine Gratisprostituierte.

Die Affärenfrau als die "Betrogene" hinzustellen, ist auch mal eine nette Variante... Aber stellt doch irgendwie ein wenig verdrehte Tatsachen dar. Sie kann ihm ja auch von vorneherein sagen, dass sie nur zu haben ist, wenn er zu haben ist.

Vielleicht auch eine aus meiner Perspektive erkennbare Schizophrenie. Die Affärenfrau (ich schränke hier ein auf die, die genau weiß, dass der Mann vergeben ist) unterliegt dem Wahn, dass sie dazu berufen sei, den Ehemann zu "retten". Es erscheint ihr normal, dass man sich bei den Ehemännern anderer Frauen "bedient", auch wenn die Männer zustimmen. Grenzen werden nicht akzeptiert, selbst im Denken entsteht eine wirre Welt, die mit der Realität wenig zu tun hat. Es kommt dann zu Stimmungswechseln und Depressionen und die Affärenfrau schwankt hin und her, weil sie irgendwie doch merkt, dass sie in einer Welt lebt, die mit der Realität wenig zu tun hat. Alles klare Anzeichen einer Schizophrenie. Im Grunde sind aus meiner Sicht Affärenfrauen krank, wenn sie sich über ihren Status beklagen.

Eine psychisch gesunde Frau weiß, dass Affären Affären sind und in der weitaus größten Zahl der Fälle nicht in einer Beziehung enden, nicht mal, wenn sich der Mann irgendwann wirklich trennen sollte. Eine psychisch gesunde Frau hat eine Affäre, weil sie eine Affäre haben möchte und sich sicher ist, dass sie das auch so sehen kann. Eine psychisch gesunde Frau sucht sich auch nicht einen Betrüger als Partner, weil sie genau weiß, dass er eben ein Betrüger ist und bleibt.

Affärenfrauen gehen schlicht den einfachen Weg und suchen sich einen Mann aus, der einfach zu haben ist, weil er wiederum auf dem Weg einfach aus seiner Ehe ausbrechen und sich meist ausschließlich sexuell vergnügen möchte. Dass die Männer dann von ihrer schlechten Ehe erzählen, gehört dazu. Wenn die wirklich so schlecht wäre, würde er sich trennen.

Betrogen wird die Ehefrau. Von ihrem Ehemann und in sehr vielen Fällen mit wissender Unterstützung der Affärenfrau. Wenn Du die dann als Gratisprostituierte bezeichnen möchtest, kannst Du das tun, aber sie ist jedenfalls keine Zwangsprostituierte. Und dann der Ehefrau die Schuld zuzuschieben und so zu tun, als sei die Affärenfrau die Betrogene, ist (mit obiger Einschränkung) einfach unglaublich weltverdrehend. Musste ich mal loswerden...
 
  • #167
Es erscheint ihr normal, dass man sich bei den Ehemännern anderer Frauen "bedient", auch wenn die Männer zustimmen
Hm, das ist mE zu einseitig. Die Männer sind mitunter der zielstrebige, aktive Part bei dem ganzen. Ich denke, manche verlieben sich auch einfach fremd und denken selbst, dass sie in eine neue Beziehung starten werden. Da fehlt was in der bestehenden Beziehung, im Leben und vielleicht gibt es das in einer langjährigen Partnerschaft, in der man sich in- und auswendig kennt, per se nicht mehr.
Es kommt dann zu Stimmungswechseln und Depressionen und die Affärenfrau schwankt hin und her, weil sie irgendwie doch merkt, dass sie in einer Welt lebt, die mit der Realität wenig zu tun hat.
Würde ich auch so beschreiben. Ich war zwar nie Affärenfrau, aber ich kenne dieses Hin und Her auch zwischen Hoffnung und Fantasiewelt und der Wirklichkeit.
Affärenfrauen gehen schlicht den einfachen Weg und suchen sich einen Mann aus, der einfach zu haben ist
Sucht man sich aus? Ich würde es auch den Affärenfrauen zugestehen, dass sie die Wahl nicht bewusst treffen, und unbewusst aussuchen - dafür kann keiner was. Die leiden ja auch selbst und fragen sich, warum sie sich nicht mal in einen Singlemann verlieben.

Vielleicht ist es auch so, dass die Männer die Außenfrau dann so behandeln und umwerben, wie sie es von ihrer Ehefrau beigebracht bekamen, dass es schön ist für eine Frau. Der unterscheidet sich von den Singlemännern, die auf Frauensuche sind und unentspannt sind oder irgendwelche negativen Gefühle gegenüber Frauen haben, unaufmerksamer sind usw..

Eine psychisch gesunde Frau weiß, dass Affären Affären sind und in der weitaus größten Zahl der Fälle nicht in einer Beziehung enden, nicht mal, wenn sich der Mann irgendwann wirklich trennen sollte.
Ich finde die Bezeichnung "nicht psychisch gesund" nicht passend dafür, dass man sich nach einem Muster verliebt, das Beziehungsvermeidung oder Konkurrenzkampf-für-Selbstbestätigung usw. heißt. Ja, es ist unreif, unrealistisch, ja, es führt zu nichts Gutem, aber psychisch krank ist für mich was anderes. Ich seh es als Krisen auf dem Weg zur Reife. Wenn das schon krank ist, dann gibt es keine gesunden.
Was den Mann und dessen Frau angeht, muss man das auch genauso betrachten. Die wollen natürlich EIGENTLICH Statik in ihrer Beziehung und wenn Entwicklung, dann nur zusammen in eine Richtung, was auch unrealistisch ist. Kommt aber auch hier mE einmal auf den Typus an (die im Realismus Verhafteten ticken ganz anders als Gefühlstypen oder die Dramatiker) und auf die Reife, was passieren wird, wenn die Statik anfängt, den Menschen in Beton zu pressen.
 
  • #168
Dass die Männer dann von ihrer schlechten Ehe erzählen, gehört dazu. Wenn die wirklich so schlecht wäre, würde er sich trennen.
Seh ich auch so. Nun ist das aber ein Akt, der Mut braucht. Die Beziehung ist sicher nicht SO schlecht, dass man sich trennen müsste, weil man es nicht mehr aushält, aber ab wann hält man was nicht mehr aus? Ich denke, viele Beziehungen sind so ein Konglomerat aus schön, ganz gut, nicht so gut und bisschen schlimm. Statistisch gesehen gibt es das auch in der nächsten Beziehung.

Nach jetzigem Stand meiner Erfahrungen und des Nachdenkens würde ich als Ideal formulieren, dass der Start in eine glücklichere Beziehung nach Fremdverlieben und Trennung aus langjähriger Partnerschaft nur dann passieren kann, wenn der Mensch LIEBEN kann. Also wenn es nicht (nur) um Sex geht oder um Erfüllen eines Musters (Beziehungsvermeidung, Trophäensammeln, Romanze haben ...) oder Selbstbestätigung durch Flirt mit Folgen oder was auch immer, weil dann ja Folgeerscheinungen wegen der unreifen Persönlichkeitsanteile kommen, die die neue Beziehung wieder gefährden.
Wenn er lieben kann, kann er auch sich selbst lieben und hat die Erkenntnis gemacht, dass sein Partner nicht (mehr) zu ihm passt, weil er ihm nicht guttut. Vielleicht gab es dann eine Zeit der Krise und des Zweifelns, weil man so jemandem noch nicht begegnet ist, der besser passt, und man meint, man wolle zu viel. Und wenn er dann aber auftaucht, wird immer klarer, dass die alte Partnerschaft bei all dem Guten, das sie enthielt, wirklich nicht mehr passt.
Und weiter mit Idealismus: Ja, der Mensch sollte sich dann erst trennen, bevor er was Neues anfängt.

Ich glaube, es gibt nicht viele Menschen, die keine Angst vor Veränderung haben und sich innerlich so sicher sind in ihren Entscheidungen. Zumal so ein Prozess ja auch Zeit braucht, also dahinzukommen, dass man die Veränderungen jeder Art willkommen heißen kann, weil es nur darum geht, dass das Alte definitiv nicht mehr passt.

Irgendwie passiert Betrug an allen Dreien, wenn die Affäre jetzt nicht rein sexuell ist und auch so gesehen wird (dann wird "nur" die Ehefrau betrogen). Der Ehemann lügt sich und den beiden Frauen was vor, die Affärenfrau sich selbst und der Ehefrau, so sie sie kennt und verbirgt, dass sie was mit dem Mann hat. Nur die Ehefrau betrügt keinen, wenn sie sich nicht selbst was vormacht und schon längst gemerkt haben muss, dass mit ihrer Beziehung was nicht stimmt.
 
  • #169
Hallo,
ich hoffe dass mich hier jemand lesen wird. Ich möchte euch nach eure Meinung fragen. Vor ca. 6 Monaten habe ich mich mit einem verheirateten Mann eingelassen. Von vorne raus war das von beiden Seiten nicht geplant. Wir haben erst nur freundschaftlich gesprochen, dann kam das eine zum anderen.
Er hat seiner Frau von uns erzählt also nicht alles aber sie wusste von uns. Er wollte aus der gemeinsamen Wohnung aber sie hat ihn immer mit Sachen erpresst, die ich hier nicht gerne erzählen möchte.
sie hat mich angeschrieben und wollte von mir die ganze Wahrheit wissen aber ich habe es ihr nicht gesagt, da er mich darum gebeten hat. Nach dem ganzen hin und her hat sie durch ihre Taten geschafft das er doch bei ihr bleibt.
Aber ich weiß nicht ob ich ihr die Wahrheit sagen sollte also die komplette Wahrheit oder nicht.

Mod.-Anm.
Es wäre immer sinnvoll, für eigene Fragen einen neuen Thread aufzumachen.
 
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  • #170
Aber ich weiß nicht ob ich ihr die Wahrheit sagen sollte also die komplette Wahrheit oder nicht.
Nee, jetzt nicht mehr.
Das wäre doch jetzt nur Rache, weil Du auf den Wunsch des Mannes gehört hast, nicht alles zu erzählen, und er Dich gelinkt hat und nun doch fallenließ. Was willst Du denn auch mit so einem Mann? Ich sehe nicht, dass er in Dich verliebt ist, ich sehe nicht, dass er seine Partnerin liebt.

Streite nie mit einer Frau um einen Mann. Wenn er sich nicht für Dich entscheiden kann und wie eine Fahne im Wind ist, dann lass ihn nach ihren Winden wehen.
 
  • #171
sie hat mich angeschrieben und wollte von mir die ganze Wahrheit wissen aber ich habe es ihr nicht gesagt,
Das war deine Chance. Jetzt noch mit Wahrheit und Beweisen kommen macht es nicht unbedingt glaubwürdiger.

Nach dem ganzen hin und her hat sie durch ihre Taten geschafft das er doch bei ihr bleibt.
Der Mann ist sicherlich über 18 und schafft sicher eigene Entscheidung zu treffen, wie auch eine Affäre mit Dir zu beginnen; und genauso wenn dann die Hütte seiner Familie brennt, für sich zu entscheiden, ob er in deine weichen Arme und gemachtes Nest fällt oder noch seine Ehe rettet.
 
  • #172
Wenn ich mit jemandem einen ONS habe oder eben häufiger nur Sex - kein Problem, schöner unkomplizierter Sex ohne emotionale Bindung.
Und selbst das ist immer ein gewisses Risiko, wenn man kein gefühlloser Holzklotz ist. Selbst wenn man es nicht vorhat können sich auch bei nur Sex Gefühle für den anderen Menschen entwickeln - das ist nicht steuerbar.

Aber wenn man die moderne Variante Freundschaft+ lebt, vielleicht über eine sehr lange Zeit nicht nur Sex hat, sondern auch Dinge zusammen unternimmt wie Tanzen, ins Kino gehen, Essen gehen oder Kuscheln etc. ...........dann ist das eine Partnerschaft, nur unter der Bedingung "keine Partnerschaft, keine Verpflichtung".

Ein psychisch und emotional gesunder Mensch bindet sich emotional an einen anderen Menschen, wenn er mit ihm Sex hat, kuschelt und zusammen Dinge unternimmt und das über längere Zeit.
Ich glaube niemandem, daß man in so einer Konstellation null Gefühle und Bindung entwickelt ............oder man hat extreme Angst vor Bindung und Gefühlen und unterdrückt sie bzw. kann keine Gefühle empfinden und keine Beziehung aufbauen. Dann ist man aber psychisch und emotional ein Wrack bzw schwer krank und gehört in Behandlung.
 
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