• #1

Affärenmann wünscht sich Zeit um sich zu entscheiden

Hallo zusammen, ich schwimme momentan arg... Vielleicht könnt ihr mir helfen mich wieder zu sortieren. Vor ca. 1, 5 Jahren habe ich während meiner Ehe einen Mann kennengelernt, der mich beruflich in einer Entscheidung unterstützt hat. Daraus wurde nach ein paar Monaten mehr, es entstanden Gefühle. Ich habe meinem Mann gegenüber die Karten auf den Tisch gelegt und wir leben seit einem halben Jahr getrennt voneinander. Es ist und war nicht einfach. Der Affärenmann ist selber in einer beruflich angespannten Situation und angeblich seit Jahren selber unzufrieden in seiner Ehe. Trotzdem kann er sich weder für das eine noch das andere entscheiden. Er sagt, er braucht Zeit um das für sich zu klären. Mein Kopf sagt mir ganz klar, dass die Entscheidung nicht für mich fallen wird. Auf der anderen Seite habe ich die Hoffnung, dass er sich für mich entscheiden wird. Er diskutiert mit mir regelmäßig meine/ unsere Situation, lässt sich auf den Stress ein den ich dann verursache. Was ist das? Nach den gemeinsamen Treffen fühle ich mich meistens leer, egal wie hoch ich die Mauer vorher schon gebaut habe.
 
  • #2
Wenn man jemanden wirklich haben will, diskutiert man nicht unendlich lange herum. Die Situation ist für ihn unangenehm und er würde am liebsten alles so lassen wie es ist. Und die Zeit, um alles zu klären…..was will er denn klären? Mit seiner Frau sprechen? Nein, für sich klären….d.h. so unzufrieden ist die Ehe dann doch nicht.

Und du fühlst dich leer, nach den Treffen. Du steckst Energie rein und als Ergebnis kommt nichts dabei heraus. Das kann noch lange so gehen, bis es irgendeinen von euch richtig nervt.

An deiner Stelle würde ich nun den Spiess herumdrehen, und mir Bedenkzeit erlauben. Mach mal eine Pause mit dem Theater und gehe auf Distanz ("silence radio", also wirklich Kontaktstopp). So hätte nicht nur er mal Gelegenheit, über euch nachzudenken, sondern vor allem auch du.
 
A

Ars_Vivendi

  • #3
Ich habe meinem Mann gegenüber die Karten auf den Tisch gelegt und wir leben seit einem halben Jahr getrennt voneinander. ...kann er sich weder für das eine noch das andere entscheiden...

Wenn Du Dich vor einem halben Jahr konsequent getrennt hast, er aber daraufhin keinerlei Anstalten macht, das ebenso zu tun, dann hat er aus meiner Sicht längst entschieden. Für eine nette Affäre und für seine Ehe, aber gegen Dich.
 
  • #4
Ich würde mich an Deiner Stelle zurückziehen und auf keinen Fall mehr Stress machen. Er wird es sowieso allein entscheiden, also Du wirst ihn nicht überreden können, nicht verführen können (falls das klappt, geht das sowieso nach hinten los, weil man sich aus eigenen Stücken für eine Beziehung entscheiden muss).

Irgendwann ist es auch bei Dir mit so viel Frust verbunden, dass Du vermutlich gar keine Freunde mehr empfinden würdest, auch wenn ihr zusammenkommt.

Lass ihn in Ruhe selbst überlegen und Dich vermissen. Wenn er das nicht tut und lieber bei seiner Frau bleiben will, ist es dann auch geklärt.

Ich wäre eigentlich schon sehr enttäuscht an Deiner Stelle. Es sieht ja so aus, als sei er eine große Liebe für Dich, aber er ist sich nicht sicher, was Du für ihn bist. Scheint, als sei es tatsächlich so, wie hier viele schreiben: Die meisten Männer wollen sich gar nicht trennen, sie wollen nur was nebenher, das ihnen ihr Leben erträglicher macht.
 
  • #5
Es ist doch immer wieder dieselbe Langspielplatte, die schon zuvor eindeutig und klar ist. Dieser Mann hat dich als seine Schattenfrau benützt, du hast deine Ehe verloren und er wird seine Frau nicht so schnell wenn überhaupt verlassen, so ist das schon immer gewesen.
Ich an deiner Stelle (hoffe du hast genügend Selbstwert) würde den Kontakt mit ihm sofort für immer abbrechen und Punkt Ende! Alles andere bringt Schmerz!
 
  • #6
Du hast eine Entscheidung gegen deine Ehe getroffen, er aber nicht, - so unzufrieden kann er in seiner Ehe wohl nicht sein. Vielleicht solltest du in diesem Fall auf deinen Kopf hören.
Bereust du inzwischen dich von deinem Mann getrennt zu haben?
 
  • #7
Liebe FS, ich glaube du spürst es schon in welche Richtung es geht. Hast sicherlich ein gutes Bauchgefühl, welches dir signalisiert, dass er unerschlossen und unsicher ist. Auch unsicher bezüglich seiner Gefühle dir gegenüber, ob er dich mehr liebt und ob du ihm Wert genug bist, damit er alles für dich aufgibt.

Falls er noch Kinder hat dann spielt das sicherlich auch eine Rolle für die Entscheidungsfindung - da er Alimente zahlen müsste.

Verständlich bist du verletzt, enttäuscht und ausgelaugt bzw. blutleer nach jedem weiteren Treffen, weil du stark warst, mutig und konsequent gehandelt hast, deinem Mann alles zu erzählen und dadurch ihn zu verlieren. Und dasselbe erwatetest und hofftest du von ihm, was auch völlig verständlich ist.

Ob es etwas nützt, dich für eine Weile zurückzuziehen und den Kontakt zu meiden, kann dir niemand sagen. Entweder er erkennt, ob und was du ihm bedeutest, beginnt dich zu vermissen und will selber Nägel mit Köpfen machen, trennt sich von seiner Frau auch räumlich nicht nur emotional und reicht die Scheidung ein oder aber er entfernt sich emotional mit dem Kontaktabbruch von dir und erkennt, dass seine Ehe gar nicht so schlecht ist und bei ihr bleibt.

Mein Bauchgefühl sagt mir er wird sich von seiner Frau nicht trennen, denn wäre seine Ehe tatsächlich so schlecht, hätte er genauso wie du oder sogar vor dir konsequent gehandelt und seine Frau reinen Wein eingeschenkt. Insbesondere weil er bereits dich hatte und nicht befürchten musste lange Zeit alleine zu bleiben. Du hast quasi gewartet bzw. wartest noch, ihn mit offenen Armen zu empfangen.
 
  • #8
Also hier ist eigentlich die Meinung der meisten Frauen so, dass nur getrennt lebende Männer nichts sind, weder Fisch noch Vogel weil sie sich nicht entscheiden können. Nun gut, auch Du bist "nur". Für Dich müsste dann also das gleiche gelten. Erst mal bei Dir, in Deinem Leben aufräumen sprich Scheidung durchziehen, Unterhalt etc. abklären und dann etwas neues beginnen. So ist es doch liebe Frauen oder gilt das jetzt doch nur für Männer ;-) Dann nach der Scheidung nur nach geschiedenen Männer suchen....
 
  • #9
Danke für eure Antworten. Manchmal können einen unbeteiligte Menschen den Kopf grade rücken. Ich werde den Kontakt abbrechen und für mich schauen.
 
  • #10
Wer will, findet Möglichkeiten. Wer nicht will, findet Ausreden. Er lässt den Stress zu, um Dich warm zu halten. Würde er ehrliche und tiefe Gefühle für Dich haben, hätte er sich für Dich entschieden. Dann handelt ein Mann und redet nicht endlos. Männer erkennt man immer an ihren Taten, nicht an ihren Worten. Sagen kann man viel.Wenn sich dann aber nichts ändert, weißt Du Bescheid. Dein Bauchgefühl sagt Dir schon, dass er sich nicht für Dich entscheiden wird. Nach jedem Gespräch mit ihm fühlst Du Dich leer. Verabschiede Dich von der Illusion, dass er mit Dir eine Beziehung führen wird. Er macht es sich gemütlich auf Kosten von zwei Frauen. Spiel da nicht mit. Verarbeite in Ruhe und ohne diesen Mann die Trennung von Deinem Ehemann und ergründe, was Dir in Deiner Ehe gefehlt hat. Das dauert seine Zeit. Erst dann bist Du für eine neue Beziehung bereit.
 
  • #11
@ Aleyda: Die Trennung bereue ich nicht, da der andere Mann nicht der Grund war. Ich habe im Vorfeld einiges versucht, da wir zwei gemeinsame Kinder und Haus haben, einen großen gemeinsamen Freundeskreis usw. Eine Beziehung zu führen bedeutet sich nicht aus den Augen zu verlieren. Schleichend ist dies beidseitig passiert. Ich hatte während der gemeinsamen Zeit nie das Gefühl mein Glück woanders zu suchen. Was ich bereue: Den Schmerz den ich meinem Ehemann zugefügt habe, Wahrheit tut weh und hinterlässt Spuren.
 
  • #12
Der Affärenmann ist selber in einer beruflich angespannten Situation und angeblich seit Jahren selber unzufrieden in seiner Ehe. Trotzdem kann er sich weder für das eine noch das andere entscheiden. Er sagt, er braucht Zeit um das für sich zu klären.
Seit 1,5 Jahren läuft das so zwischen Euch, warum machst Du jetzt Stress? Lass es weiterplätschern und schau' Dich nebenbei nach einem anderen um, wenn Du eine Beziehung mit Zukunft suchst.
Du siehst doch dass er jahrelang unerfreuliche Situationen aushalten kann. Es ändert sich nichts, wenn Du rumstresst, weil ihn eine unzufriedene Lebenssituation nicht stört.
Vermutlich ist das einer der zahllosen Fälle, wo die Ehefrau noch garnicht mitbekommen hat, dass er mit der Ehe unzufrieden ist. Das sagt er ihr nicht und vertreibt sich die Zeit mit einer Affärenfrau und zwar genau so lange, bis die Ehefrau das sieht. Dann versucht er seinen Platz bei ihr zu festigen und Du wirst von der Klippe gekippt.

Du kannst es so machen, wie die Äffäre meines Exmannes: ruf' sie an und erzähl' ihr von Euch, wie lange das schon geht. Ich hätte ihr meinen Mann sofort überlassen, nur hat er ihr blitzschnell und gemein gekündigt, weil er dachte, dass ich mich dann nicht scheiden lasse, wenn er mich etwas bauchpinselt. Wenn Du Glück hast und ihn unbedingt willst, macht sie es wie ich und gibt ihn frei.

....lässt sich auf den Stress ein den ich dann verursache. Was ist das?
Der Stress ist ihm egal, wenn er dafür eine andere Frau im Bett hat. Der Mann hält das problemlos aus in der Ehe und im Job. Das ist ein ganz phlegmatischer, zäher Männertyp, der mit Unzufriedenheit sehr gut leben kann, sie sogar braucht. Solange sich eine Frau für Affären findest ist aus seiner Sicht alles gut. Mit der Affäre rächt er sich an der Welt, die ihm so ein schlechtes Leben bereitet.

Nach den gemeinsamen Treffen fühle ich mich meistens leer
Diese Männer sind Energievampire, die sich von den Frauen ernähren, die sie belügen und emotional verschleißen.
Denk' an Dich und Deine seelische Gesundheit, bring' Bewegung ins Spiel.
Du scheinst ihn nicht aufgeben zu wollen, sondern Dich lieber zu quälen. Drehs' um, quäl' ihn und ruf seine Frau an. Dann macht er Dir zwar richtig Ärger, aber die erstarrte Situation die zu Deinen Lasten geht wird aufgebrochen und vielleicht geht sie gut für Dich aus.
 
  • #13
Danke für eure Antworten. Manchmal können einen unbeteiligte Menschen den Kopf grade rücken. Ich werde den Kontakt abbrechen und für mich schauen.

Liebe FS,

ich denke auch das ist die einzig richtige Entscheidung.

Habe das Gleiche erlebt aber bereits nach nur vier Monaten das Handtuch geworfen. Wegen einiger mit Verstand nicht nachvollziehbarer Aussagen meines ehemaligen Affärenpartners habe ich den Kontakt ab Affärenaus auf Null reduziert, ein respektvoller Gruß ist mir selbst heute - 3 Jahre später - nicht möglich oder wohl besser gesagt nicht mehr möglich.

Die Zeit, dass es weh tut, wirst du ebenfalls extrem durchleben, aber selbst dann darfst du dich nicht an die schönen Momente erinnern sondern immer nur daran denken, dass dein Affärenmann ein moralisch unehrlicher und obendrein massiv feiger Hund ist. Hälst du dir genau das immer wieder vor Augen entwickelst du nach und nach eine gesunde Wut auf ihn. So war es bei mir und heute weiß ich gar nicht mehr, welches Pferd mich damals geritten hat, dass ich mich auf diesen Typen überhaupt eingelassen habe. Wie oben schon erwähnt, Respekt und Achtung empfinde ich nicht für ihn, eher Mitleid. Und nur nebenbei gesagt, meine Ex-Affäre ist immer noch mit seiner Frau zusammen. So und nicht anders wird es bei dir auch sein.

Für dich gilt jetzt: Augen zu und durch, ich wünsche dir viel Kraft beim Durchhalten!

w52
 
G

Gast

  • #14
Du bist sein Betthäschen und weiter nichts.
Diese Affäre hat deine Ehe zerstört, und er wird seine Frau niemals verlassen.
Tut mir leid, dass ich so deutlich bin. Vielleicht hilft es dir, klar zu sehen.
 
  • #15
Ob und wann man etwas sagt, ist nicht meine Sache. Ich habe für mich entschieden es damals meinem Mann zu sagen. Aber ich werde keinen Menschen, der wahrscheinlich nichts davon ahnt, den Boden unter den Füßen wegnehmen. Dies ist "seine" Aufgabe, wenn er sich entscheiden sollte oder die Aufgabe der nächsten Affärenfrau.
 
  • #16
Ob und wann man etwas sagt, ist nicht meine Sache. Ich habe für mich entschieden es damals meinem Mann zu sagen. Aber ich werde keinen Menschen, der wahrscheinlich nichts davon ahnt, den Boden unter den Füßen wegnehmen. Dies ist "seine" Aufgabe, wenn er sich entscheiden sollte oder die Aufgabe der nächsten Affärenfrau.

Es ist deine Entscheidung, seine Frau nicht über eure Affäre zu informieren, aber ob du ihr damit wirklich einen Gefallen tust?
Mir hat eine Freundin damals von der Affäre meines Mannes erzählt, nachdem sie ihn mit einer anderen Frau gesehen hatte. Zwar leugnete er standhaft, doch ich blieb an der Sache dran und konnte ihn inflagranti erwischen. Natürlich wollte er sich nicht scheiden lassen, schrieb mir nach der Trennung Briefe, dass er immer nur mich geliebt hätte ... bla bla bla, doch für mich gab es kein zurück. Meiner Freundin bin ich heute - Jahre danach noch sehr dankbar. So konnte ich den Absprung machen, als ich noch jung genug war, um mich beruflich wieder etablieren zu können, mit meinen Kindern ein neues Leben beginnen, einen Mann finden, der es wert ist usw.
Manchmal denke ich mit Schrecken daran, wie es gewesen wäre, wenn ich erst zwanzig Jahre später - oder gar nicht davon erfahren hätte. Das verursacht mir nachträglich noch Alpträume ...
 
  • #17
Liebe Abalone, erst einmal respekt für Deine Ehrlichkeit und Mitleid (glaub Dein Ex findet das Wort bestimmt blöd) Deinem Mann gegenüber obwohl ich es noch besser gefunden hätte, wenn Du die Trennung vor der Affäre vollzogen hättest und nicht 1 Jahr zweigleisig gefahren wärst - hätte vielleicht Dein Mitleid schmälern können. Wenn ich die ganzen Threats hier lese, ist das wohl eher die Ausnahme.
Alle Antworten gehen davon aus, daß Du Dich getrennt hast. Für mich ist das aber nicht so ersichtlich. Mich interessiert es schon, wer der Initiator der Trennung war? Du, weil Du in Deiner Beziehung nicht zufrieden warst oder Er, weil Er Dein Fremdgehen nicht hinnehmen wollte? Selbst wenn Ihr Euch "geeinigt" habt, kannst Du nicht sicher sein, daß für Ihn Dein Fremdgehen der Grund war. Und bist Du Dir sicher, daß Deine Affäre nicht doch der Grund für die Trennung war? Wie auch immer, ich finde es immer sehr traurig, wie locker heutzutage ein Haken hinter eine Familie gemacht wird, anstatt daran zu arbeiten, sich und den anderen wieder in den Fokus zu bekommen.
Jetzt fragst Du Dich, warum sich Deine Affäre schwer mit einer Entscheidung tut. Bei wem leben Eure Kinder? Wer wohnt in Eurem gemeinsamen Haus? Wer zahlt 1/3 seines Nettoeinkommens an Unterhalt? Wer sieht seine Kinder bestenfalls nur noch alle 2 Wochen am Wochenende? Für eine Frau, die dann nach einem 1/2 Jahr zusammenleben feststellt, daß er doch nicht der Richtige ist? Noch Fragen?
Noch was: Wie habt Ihr über die Zeit eigentlich Eure Affäre eigentlich organisiert? Im Hotel? Im Auto? In der Wohnung des/der Freundes/Freundin? In der Besenkammer? Oder aber gar ...? Hattest Du in dieser Zeit auch noch Sex mit Deinem Mann? Wenn nicht, hat er's ohnehin schon gewußt! Hast Du Dich geschützt?
Du mußt mir diese Fragen nicht beantworten. Eher Dir selber und dann urteile über Dich hoffentlich positiv.
Deine Frage betreffend: Entscheidet er emotional hast Du Chancen, entscheidet mit dem Kopf wohl eher nicht.
gruß credere
 
G

Gast

  • #18
Liebe FS,

ich war in einer ähnlichen Situation. Beziehung am Ende, Mann hatte mich betrogen, ich hatte nun auch eine Affäre. Ich wollte mich trennen, wusste aber nicht, wie ich das praktisch hinkriegen soll.

Irgendwann hatte mein Affärenmann, der Single war, die Nase voll und hatte eine neue Freundin.

Für mich brach die Welt zusammen. Mir wurde damit schlagartig klar, dass ich entweder für immer in dieser unglücklichen Beziehung mit meinem Mann bleiben muss oder mich trennen muss.

Ich entschied mich für die Trennung und zog sie durch. Mit dem Affärenmann kam ich zwar trotzdem nie richtig zusammen, obwohl wir dann weiter eine Affäre hatten und er diesmal seine Freundin betrog, aber ich hab die Trennung von meinem Mann nie bereut

Auch wenns nicht die feine englische Art ist... mach deinem Affärenmann klar, dass du nicht ewig auf ihn warten wirst. Es wird ihm sicher nicht gefallen, wenn du dich mit anderen Männern triffst.

Sein Kopfkino ist entscheidend.
 
  • #19
Weia! Die alte Geschichte - Mann hat eine Geliebte, will seine Familie für sie aber nicht aufgeben. Ich bekomme schon vom Lesen der Überschrift Bauchschmerzen.

Ich bin kein Hellseher und Ferndiagnosen sind immer schwierig, aber ich könnte wetten, er trennt sich nicht, sonst hätte er es bereits getan, nachdem du den Schritt gegangen bist. Und er braucht es auch nicht, denn du stehst ihm ja anscheinend weiterhin zur Verfügung.

Nachdem du nun alles für nichts aufgegeben hast, ist es schwer, eine Lösung zu finden. Vielleicht einen Plan B ohne ihn entwickeln?
 
  • #20
Gast#17,
Du wolltest Dich trennen, wußtest aber nicht wie Du es praktisch hinkriegen solltest? HÄÄÄÄ????
Anwalt gehen, Scheidungsantrag stellen und nach spätestens 1nem Trennungsjahr alles erledigt!
Oder meintest Du: Wußte nicht wie ich es hinkriegen sollte weiterhin auf seine Kosten zu leben?
 
G

Gast

  • #21
@ # 19

hier #17

Ich habe nie auf seine Kosten gelebt, wir haben immer gleichviel (oder besser gesagt gleich wenig) verdient und beide voll gearbeitet.

Es ging ums Kind, dem ich nicht den Vater nehmen wollte, das ich nicht aus seinem gewohnten Umfeld reißen wollte.

Es ging um unseren Hund, der nur bei einem hätte bleiben können und der auf meinen Mann fixiert war, jedoch auch das Kind sehr an dem Hund hin.

Und es ging um unser Haus, was wir in Eigenregie renoviert haben und an dem mein Ex noch mehr hing als ich.

Ich hätte auch nie auf mein Kind verzichten und es beim Vater lassen wollen, dass ging auch schon aus rein organisatorischen, beruflichen Gründen meines Mannes nicht.

Wir hätten uns auch nicht gegenseitig auszahlen können.

Er hatte mich betrogen, so dass ich mich an ein Treuegelübte nicht mehr gebunden fühlte. Ich sah es nicht ein, dass ich deswegen auch alles verlieren sollte, meine Altersvorsorge, wofür ich immer gearbeitet habe und wieder bei Null anfangen sollte und das Kind darunter leidet. Außerdem hatten wir einen Hund, an dem wir alle hingen.

Eine Scheidung kostet bekanntlich eine Menge Geld, gerade wenn Immobilien und ein entsprechender Streitwert für den Anwalt vorhanden ist.

Ich habe lange gebraucht, um einen Weg zu finden, der uns weder alle emotional, noch finanziell ruiniert. Dieser Weg ist eher ungewöhnlich und ich hab eine Weile gebraucht, bevor ich daran glauben konnte. Und es war goldrichtig, mir die Zeit für diesen Weg zu lassen, denn er hat sich bewährt und ich habe heute ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Ex und auch hat unser Kind normalen Kontakt zum Vater und nur wenig - denke ich - unter der Trennung und allem gelitten.

Meine Gründe, doch recht lange für eine Trennungsentscheidung zu benötigen, lagen nicht in mangelnden Gefühlen für meinen Affärenmann, sondern darin, dass von dieser Entscheidung noch zwei weitere Personen betroffen waren und erhebliche Sachwerte.

So kopf- und rücksichtslos werf ich nicht 20 Jahre meines Lebens für eine neue Liebe hin.

Es mag Leute geben, die ohne Rücksicht derartige Entscheidungen treffen (können), ohne finanzielle Folgen zu bedenken.

Das sind dann aber oft auch die Leute, die hinterher jammern, "dass sie doch alles für einen Partner getan haben", was weder gewürdigt, noch es letztlich wert war.
 
  • #22
@#20
Morgen erst mal.
Meine letzte Bemerkung
Oder meintest Du: Wußte nicht wie ich es hinkriegen sollte weiterhin auf seine Kosten zu leben?
war natürlich provokant. Entschuldige bitte.
Trotzdem gibst Du ja selber zu, daß Deine Gründe materialistisch und egoistisch waren. Egoistisch allein aus dem Grund, daß Du nicht ehrlich zu Ihm warst und Ihm somit die Möglichkeit der eigenen Entscheidung/Konsequenz genommen hast. Hast Du es Ihm deshalb nicht gesagt, weil Du genau vor dieser Entscheidung Angst hattest. Letztlich hast Du Dich ja doch getrennt, wie habt Ihr das denn mit Deinen Prämissen organisiert?
Und auch die Äußerung
Ich hätte auch nie auf mein Kind verzichten und es beim Vater lassen wollen, dass ging auch schon aus rein organisatorischen, beruflichen Gründen meines Mannes nicht.
Deinem Mann hättest Du diesen Verzicht aber abverlangt. Im Übrigen heißt eine Trennung ja nicht, daß ich dem Kind den Vater nehmen muß - wenn Frau nur will.
Ein wenig Widerspruch sehe ich auch darin, daß Ihr gleich viel verdient habt, Du aber hier Deine Altersversorgung zu Sprache bringst. Rechnet sich doch bei gleichem Einkommen auf.
Was mich an Deiner Geschichte stört, ist nicht primär Deine Affäre (Ich bin auch nicht der Auffassung, daß der Mensch eine monogame Spezies ist), es ist vielmehr Deine Unehrlichkeit - auch Dir selbst gegenüber. Du wußtest ja von der Affäre Deines Mannes, woher auch immer. Dies hat Dich aber in die Lage versetzt, Deine Entscheidungen zu treffen.
Den Hinweis, daß Dein Mann auch eine Affäre hatte, hätte ich mir an Deiner stelle verkniffen. Rückt Dich gefährlich in die Nähe der rachesüchtigen betrogenen Ehefrau. Und so wie Du es schreibst, hört es sich so an als hättest Du Ihm diese Affäre nicht verziehen und das der Grund für das Scheitern Deiner Ehe war.
Ich will Dich hier nicht an den Pranger stellen und hoffe, Du hast mich trotz meiner Worte noch lieb:).
Alles gute für Dein (Euer) weiteres Leben
Dete alias #credere
 
  • #23
@#20
noch was hinterher.
Wenn der Grund des Scheiterns Deiner Ehe tatsächlich die Affäre Deines Mannes war, so kann ich das vollends verstehen und nachvollziehen. Und jetzt öffne ich mich mal ein wenig selbst - kannst ja meine Tränen nicht sehen:)
Als die Affäre meiner Frau ans Licht kam, leider nicht über Sie, habe ich versucht die Beziehung weiter zu führen. So lange wie Du, hab ich es aber bei weitem nicht geschafft. Hab die Frau geliebt, hab meine Kinder abgöttig geliebt und war bis dahin auch mit unserem Leben glücklich. Ich glaube schon, daß ich Ihr die Affäre verziehen habe. Aber ich konnte meine Liebe zu Ihr nicht mehr "kopflos" Leben. Ich konnte Sie nicht mehr anschauen ohne schlechtes Bauchgefühl und sch... Bilder im Kopf, bin beim Sex deswegen schon mal mittendrin "abgestiegen" (dann noch die blöde Frage "was'n los?"), beim Anblick meiner Kinder bin ich regelmäßig in Tränen ausgebrochen, so daß ich auch Ihnen kein guter Vater mehr sein konnte und immer die Frage im Hinterkopf, wann passiert es das nächste mal. Die Gefühle schwankten zwischen Enttäuschung, benutzt, verarscht, Wut bis hin zu Suizidgedanken.
Hab Ihr dann Meine Entscheidung zur Trennung und die Gründe dafür gesagt und ab da war Ende mit friedlich.
Ergebnis: habe lange Zeit am Existenzminimum gelebt, zu meinen Kindern habe ich bis heute keinen Kontakt mehr (aus Selbstschutz will ich das jetzt auch nicht mehr), 4 Jahre Therapie um mich selbst halbwegs in die Reihe zu bekommen und, nicht zum Schluß, erhebliche Probleme mit neuen Beziehungen.
Hab jetzt seit mehreren Jahre eine neue Beziehung die ich auch ehrlich liebe, nicht zuletzt wegen Ihrem Verständnis, denn natürlich hab ich Sie über meine Vorgeschichte nicht im Unklaren gelassen, aber so einer Unbeschwertheit, wie ich es mal konnte, bin ich wohl nie mehr fähig obwohl ich es gerne wäre.
ciao dete
 
G

Gast

  • #24
hier nochmal #20

@credere

rotzdem gibst Du ja selber zu, daß Deine Gründe materialistisch und egoistisch waren.

seh ich nicht so, denn er hätte genauso wie ich alles verloren, gewonnen hätte nur die Bank dabei.

Er hat mich in 15 Jahren Ehe mit mindestens zwei Frauen betrogen, was ich ahnte, aber damals nie herausbekommen habe. Auch auf meine Fragen bekam ich keine Antworten. Ich war immer in dem Glauben, auf meinen Verdacht hin, alles hinzuwerfen. Muss ich erklären, wie man sich DAMIT fühlt ?

Er hat mich nicht gefragt, ob ich eine Affäre habe. Gewusst hat er es sicher, ich habe da kein großes Geheimnis drum gemacht.
Das er mich wirklich betrogen hat, habe ich erst Jahre später durch Zufall erfahren.

Er hätte sich nie getrennt und wollte auch dann die Trennung nicht, aber nicht aus Liebe zu mir, sondern aus Bequemlichkeit. Für ihn hat es ja offenbar gepasst.

Im Übrigen heißt eine Trennung ja nicht, daß ich dem Kind den Vater nehmen muß

auch wenn das Verhältnis gut ist, man sich aber nur 14tägig am Wochenende sieht, empfinde ich das als "den Vater nehmen".
Ein wenig Widerspruch sehe ich auch darin, daß Ihr gleich viel verdient habt, Du aber hier Deine Altersversorgung zu Sprache bringst. Rechnet sich doch bei gleichem Einkommen auf.

Ich meinte das Haus als Altersvorsorge. Das Geld entwertet sich, aber der Wohnwert bleibt, die Grundstückspreise steigen in meiner Gegend hier.
Den Hinweis, daß Dein Mann auch eine Affäre hatte, hätte ich mir an Deiner stelle verkniffen. Rückt Dich gefährlich in die Nähe der rachesüchtigen betrogenen Ehefrau. Und so wie Du es schreibst, hört es sich so an als hättest Du Ihm diese Affäre nicht verziehen und das der Grund für das Scheitern Deiner Ehe war.

Ich bin dann wohl doch ehrlicher, als du denkst, denn ich muss mich hier nicht darstellen. Der geneigte Leser darf sich denken, was er will, tut er sowieso.

Ich hatte mich in meine Affäre verliebt, weil er alles war, was mein Mann nicht war. Wegen der Affären habe ich mich nicht getrennt, weil ich ja nie Beweise hatte. Ich hab mich getrennt, weil es einfach nicht mehr passte, unser Umgang, unser Miteinander, wo ich seit Jahren gegen Mauern bei meinem Mann lief. Dass das völlig anders sein kann, merkte ich erst durch meine Affäre.
 
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