• #1

Aids-Test vor erstem ungeschütztem Verkehr

Bin in einer festen Beziehung und wir hatten bisher immer geschützten Verkehr. Letztens kam das Thema auf, dass Sex ohne Kondom ja eigentlich schöner sei und dass wir uns, bevor wir das Kondom weglassen, doch gegenseitig einen negativen HIV-Test vorlegen. Ich finde die Idee natürlich sehr gut und vernünftig. In meinen bisherigen Beziehungen war es immer so, dass wir gemeinsam zur Blutspende gingen, und danach (nach ca. 8 Wochen ohne Resonanz) ungeschützten Verkehr hatten. Nun hat mein Partner allerdings vorgeschlagen, dass jeder von uns sich beim Hausarzt testen lässt. Ich wollte einfach mal nachhören, ob ihr das auch so macht und ob jemand Erfahrung hat, ob das so einfach jeder Hausarzt macht? Also einfach vorher anrufen und Termin vereinbaren? Bin irgendwie gehemmt, kenne meinen Arzt seit 10 Jahren und befürchte, dass er Komisches von mir denken könnte? Kann mir jemand meine Bedenken nehmen? Vielen Dank vorab! w/26
 
  • #2
Na ja, die wenigsten spenden regelmäßig Blut, insofern lassen sich die meisten, wenn überhaupt, bei einem Arzt ihrer Wahl testen (falls sie einen Arzt haben, den sie regelmäßig konsultieren).

Wenn Ihr Euch schon auf HIV testen lasst, dann bitte auch gleich auf Hepatitis A, B, C. Kostet nicht viel und ist der übliche Begleittest. Die Frau sollte zudem eine gynäkologische Untersuchungen durchführen lassen und z.B. Chlamydien ausschließen lassen. Dann kann sie sicher sein, dass sie keine Krankheiten einschleppt in die Partnerschaft.

Nichtsdestotrotz gehört Vertrauen dazu -- den Treue ist durch keinen Test ersetzbar. Schon einmaliges Fremdgehen macht alle Tests sinnlos. Zudem sollte eine ehrliche Selbstauskunft bezüglich Herpes genitalis erfolgen -- darauf lässt man im allgemeinen nicht testen, sondern sollte sich auf die Auskunft verlassen.

Bedenkt vorallem, dass HIV in normalen Kreisen nicht gerade die wahrscheinlichste Krankheit ist, sondern die anderen genannten Krankheiten viel häufiger vorkommen.
 
G

Gast

  • #3
Es gibt auch ganz normale Institute, die nur auf Aids-Hilfe und Aids-Tests spezialisiert sind.
Dort gehst du hin, machst den Test und fertig.
Gemeinsam gehen ist fein. 'Verkaufen' die in diesen Aids-Hilfe-Instituten als quasi-Beziehungsstart. Bin auch schon mit 'nem guten Freund hingegangen, weil der es für sich einfach auch wieder einmal wissen wollte, damit die neue Partnerin sich gut fühlt.

Aber für normale Menschen ist das sowieso immer im Ansatz schräg: Einerseits 'wissen' wir, es kann nichts sein. Andererseits fühlen wir uns besonders doof, wenn wir es offiziell austesten lassen.

Du kannst dienem Hausarzt auch sagen, du überlegst dir eine Schönheits-OP oder ein Zahnimplantat. Dann muss er einen Aidstest vorher machen. Du kannst zur Not auch sagen, dein neuer Zahnarzt besteht drauf.

Aber all in: Hausarzt hin oder her... Er wird nicht dafür bezahlt, was er ethisch-moralisch über dich denkt, sondern dass er dir gesundheitliches Vertrauen und Vertrauen in seine gesundheitlich-ärztliche Beratung gibt. Daran sind die Jungs heutzutage gewöhnt.
Jede 14-jährige fragt vorsichtig nach der Pille, jede x-te 18-jährige braucht Beratung wegen Schwangerschaftsabbruch, jede x-te 17-jährige einen Aidstest.
Davon lebt der ärztliche Profi.
 
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Gast

  • #4
Ein Test auf Hepatitis A ist Blödsinn, da es hier keine chronischen Verläufe gibt.
 
  • #5
Unter anderem war ja auch die Frage, wohin gehen zur Untersuchung. Wenn du Bedenken bei deinem üblichen Arzt hast, kannst du auch zum Gesundheitsamt oder zu einem ganz anderen Arzt gehen.

Ihr könnt aber auch zum Blutspenden gehen, wenn ihr euch beide sicher seid, dass ihr nicht HIV-infiziert seid. Ihr verursacht dort keinen höheren Aufwand und euer Blut kommt einem Empfänger zugute. Diesen Rat würde ich nicht geben, wenn einer von euch irgendwelche Zweifel an seiner Negativität hätte. Beim Blutspenden werden auch nicht so vielfältige Untersuchungen gemacht wie Frederika in #1 erwähnt.
 
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Gast

  • #6
@4
richtig!
ausnahme: es sei denn man bevorzugt fäkalsex und will ganz sicher gehen und der flüchtigkeitspartner war gerade auf fernreise o.ä. im erwachsenenalter ist eine Hep A nicht ohne.

aber grundsätzlich ist das mit dem sicher gehen so eine sache:
wenn man es ganz genau wissen will, dann ist man eigentlich "monatelang" bei diversen ärzten unterwegs, um alles testen zu lassen, was eigentlich möglich wäre, denn da wären ja auch noch condylome, trichomonaden, papilloma, gonorrhoe, syphilis ... und das dann natürlich bei jedem partnerwechsel.

vielleicht sollte man einfach sicherhaltshalber bei kondomen bleiben, wenn man keine familie plant. erspart zudem hormonelle langzeitbehandlungen und jede menge hierdurch bedingte gesundheitliche risiken für die frau.
 
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Gast

  • #7
Ich habe es so gemacht, dass ich mit meinem Freund zu Beginn der Beziehung in eine Praxis mit eigenem Labor gegangen bin, die auf HIV u.ä. spezialisiert waren. Wir haben morgens Blut abgegeben und hatten nachmittags das Ergebnis und konnten dann loslegen. War schnell und unkompliziert und hat ca. 20 Euro gekostet. Ich kann ein solches Vorgehen nur empfehlen.

Ich nehme zwar an, dass beim Blutspenden alle Spenden immer auf HIV untersucht werden. Aber das wird zum einen nicht so schnell gehen und zum anderen testen die ja nur einige wenige Sachen. Wenn man aber zum normalen Arzt geht, kann man ja in der Tat noch ein paar andere Krankheiten testen lassen, so wie Frederika das beschrieben hat. Das habe ich zwar damals nicht gemacht aber es ist wohl nicht unvernünftig.
 
  • #8
Jetzt werde ich sicher gleich angegriffen von vielen Seiten, aber für mich gibts keinen Sex ohne Kondom,.

Ich kann niemanden zu 100% vertrauen, und wer weiß schon, was der liebe Gatte oder die Frau so treibt,..

Und das mir nur ein Wisch unter die Nase gehalten wird, ne, das ist mir zu wenig,..
Man sieht es ja keinem an, wenn er etwas hat,.

Deswegen gibts für mich ohne gar nichts,...
 
  • #9
@#4: Aber das Testpaket wird zu 99% immer als A,B, C getestet, auch wenn Aids-Hilfe oder Gesundheitsamt diesen Test durchführen. Die Zusatzkosten sind minimal. HIV und A,B,C sind das normale Testpaket.

@#7: Eine solche Beziehung würde ich definitiv nicht wollen. Sexualität nur mit Kondom ist für mich nicht mal eine halbe Sache. Das beste geht verloren und ohne wäre für mich nicht lebenswert.
 
  • #10
Ich gebe Frederika in #8 Recht.
In einer festen Beziehung ist es doch normal, irgendwann auf`s Kondom zu verzichten!
Natürlich sollte man eben durch einen HIV-Test (oder wie auch immer) sicher gehen, dass man sich "Nichts holt", aber dann doch bitte das Kondom weglassen!
Ich persönlich finde es nämlich nicht besonders erotisch, wenn man quasi kuschelt usw. und dann immer einer nochmal aufstehen muss, um ein Gummi zu holen. Dadurch wird das Liebesspiel nach meinem Empfinden unterbrochen.
Also ein Partner der in der ganzen Beziehung niemals bereit wäre, auf ein Kondom zu verzichten, wäre nichts für mich.

#7, was ist denn, wenn bei dir Kinderwunsch aufkommt? Wie willst du dann vorgehen?
 
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Gast

  • #11
Hallo Blue_eye

Du hast natürlich recht. noch sicherer bist Du, wenn Du ganz auf den Sex verzichtest und es Dir nur selbst machst.
Aber vorsicht, Die Hände sollten steril sein. Es ist schon schlimm genug, was sich so in der Bettwäsche ansammelt.
Hoffe, dass Du Dir wenigstens traust. Es giebt ja auch Fälle von Selbstbetrug. Vooorsicht!!!
 
  • #12
Durch daß, das bei mir kein Kinderwunsch besteht, verstärkt das mein denken nur noch mehr,...
 
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Gast

  • #13
Meine Tochter und ihr Partner haben es in Berlin in einem Institut gemacht, als sie beschlossen haben, zusammen zu ziehen. Meine Tochter nimmt seitdem die Pille und hat keinerlei Beschwerden. Das ist nun 2 Jahre her. Nächstes Jahr werden sie heiraten und dann kommt Nachwuchs. Ach ja, die Hepatits tests haben sie auch gemacht.
 
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Gast

  • #14
Wie geht ihr denn da praktisch vor bei einer neuen Partnerschaft?
Schickt ihr den nächsten potentiellen Partner vor dem ersten Sex zum Arzt oder lasst ihr euch ein aktuelles Gesundheitszeugnis vorlegen? Ich fände das alles höchst peinlich.

Bin seit 20 Jahren verheiratet und stand noch nie vor der Frage. Würde mich aber interessieren, wie ihr euer Anliegen kommuniziert.
 
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Gast

  • #15
Ich habe einfach beim Frauenarzt gefragt, ob ich dort einen Test machen lassen kann, es wurde gleich Blut abgenommen, zum Labor geschickt, nach einer Woche konnte ich das Ergebnis abholen. Kostete so um die 20€ und war so unangenehm wie Kondome im Supermarkt kaufen - für halbwegs selbstbewusste Menschen kein Problem.
 
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Gast

  • #16
14@13
Man schläft einige Male miteinander :) und wenn man relativ sicher ist, dass es was wird mit ihm/ihr, dann fragt man 'einfach', wann der letzte Test gemacht wurde und ob er/sie ggf. bereit wäre, einen neuen zu machen. Gesundheit sollte nie peinlich sein!!!
 
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Gast

  • #17
@8 Frederika
Ich weiß nicht, woher Sie Ihre medizinischen Kenntnisse beziehen, weiterführende Links wären hilfreich. Ihre Aussagen sind aber definitiv nicht richtig.
Egal ob beim Hausarzt, Gesundheitsamt oder AIDSHilfe... es gibt kein festes "Test-Paket" mit der Kombination HIV, Hepatitis A, B+C. Es muss mit dem Patienten individuell besprochen werden, was genau er testen lassen will. Geht es um die vorsorgliche Bestimmung, wie in der Fragestellung oben, also beschwerdefreie Patienten ohne besondere Exposition, macht die Hepatitis-A-Serologie keinen Sinn. Ausserdem kostet sie 14 €, was ich nicht unbedingt als "minimale Zusatzkosten" erachte.

Ich persönlich würde eine "prophylaktische" HIV-und Hepatitis-Testung übrigens nicht beim Hausarzt, sondern anonym beim Gesundheitsamt durchführen lassen. Sollte tatsächlich ein positives Ergebnis herauskommen und es ist ein Wechsel in eine private Krankenkasse geplant, würde die PKV vom Hausarzt Informationen zu diesen Erkrankungen erhalten. Bei positivem Ergebnis ist die Aufnahme in die PKV verbaut.
 
  • #18
Ich glaube, 8 Wochen sind zu kurz um sicher zu sein, dass kein Aids vorliegt. Erkundige Dich besser noch einmal
 
  • #19
@#16: Mach doch, wie du willst. Üblich ist es anders. Und ach-so-individuell sind die Gespräche dann in der Praxis leider doch nicht, denn so viel Zeit gibt es nur in der Theorie.

http://www15.bni-hamburg.de/bni/bni2/neu2/getfile.acgi?area=aidsberatung&pid=812

Deine Empfehlung zur anonymen Testung ist quasi eine Aufforderung zu Versicherungsbetrug (falls positiv). Das kann doch wohl nicht ernst gemeint sein. Moral ist was anderes. Gesetzestreue auch. Das ist ein wirklich verachtenswerter Vorschlag, sowohl menschlich wie auch gesellschaftlich.
 
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Gast

  • #20
in der Schweiz können an Universitätsspitälern anonyme HIV-Tests gemacht werden. Ob dies anderswo ebenfalls möglich ist, weiss sicher die Aidshilfe. So weit ich weiss, braucht es 3 Monate bis sich eine HIV-Infektion im Blut zeigen würde, ist dies noch aktueller Stand?
 
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Gast

  • #21
Hallo Frederika,
natürlich wird der Umfang spezifischer Tests, die in einer Praxis nicht über die GKV finanziert werden, mit dem Patienten besprochen. Das wirtschaftliche Risiko von nicht bezahlten Rechnungen hat die niedergelassenen Praxen schon lange erreicht. Insofern hat das nichts mit fehlender zeit, sondern mit Minimierung des Forderungsausfallrisikos zu tun.

Na ja, so einfach wechselt man nach positivem HIV-Test ja nicht in die PKV. Einige gesetzliche Restriktionen behindern den Wechsel ja sowieso, wie wir wissen. Entweder kann man bereits langjährig als Nicht-Selbständiger nachweisen über der Beitragsbemessungsgrenze zu liegen oder man ist selbständig und muss sich nach GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz einer Bedürftigkeitsprüfung unterziehen.
Nach positivem Test wird man in der Regel auch in ein virenlastreduzierendes Therapieprogramm "geschleust". Wie will man das nach mehrjähriger Therapie später einer PKV noch verschweigen? So dämlich sind die auch nicht, dass die bei der 1. Rechnung sofort prüfen und ggfs. bei Verdacht mit Juristen und Rausschmiss drohen.
 
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Gast

  • #22
Mach einfach einen Termin mit dem Frauenarzt oder dem Hausarzt aus. Niemand wird etwas Komisches von dir denken.
Ich hab mich auch schon testen lassen und meine Frauenärztin hat mich direkt gefragt ob ich denn etwas befürchten würde.
Aber ich denke in der heutigen Zeit sollte man sich wirklich vor ungeschütztem Verkehr mit einem neuen Partner testen lassen. Du kannst dir nicht sicher sein, dass dir nichts fehlt. Du kannst dir auch nicht sicher sein ob dein Expartner gesund war... (auch wenn er sich anfangs der Beziehung hat testen lassen...)
 
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Gast

  • #23
Lieber #20 also ich muss da Frederika schon recht geben, denn ich habe auch keine Lust solche Mitversicherte in meiner PKV zu haben. Das hört sich hart an ist aber so …

Wenn jemand in der GKV war und erkrankt ist, dann sollte er bitte auch ehrlich bei der Gesundheitsfragen sein. Ansonsten soll auch bitte MEINE PKV denjenigen rauswerfen. Hab nämlich keine Lust für Lüger und Betrüger zu bezahlen … muss dafür schon genug Steuern bezahlen!
 
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Gast

  • #24
@22 (bin die 20)
Ich habe dem auch nicht wiedersprochen, ich sehe das Risiko, dass das funktionieren könnte von der GKV in die PKV wechseln zu können nach Diagnose als nahezu gering an, auch wenn der Test anonym gemacht wurde.
Der schnelle Wechsel funktioniert heute kaum mehr, insofern ...

Außerdem, welchen Anreiz sollte man haben nach Diagnose noch haben, von der GKV in die PKV zu wechseln?
Die Therapiemöglichkeiten sind zwar heut schon gut, die Lebenswrwartung auch, aber die seelische Belastung und sozialen Konsequenzen sind nicht unerheblich. Viele Patienten reduzieren ihre Berufstätigkeit freiwillig und rutschen damit eh in Lohngruppen, die den Privatversichertenstatus verhindern.
Die Diskussion wird hier in die falsche Richtung gelenkt.

Davon abgesehen, sollten gegenüber der PKV alle ehrliche Angaben machen. Da neigen aber ab einem bestimmten Alter so gut wie ALLE gern dazu, mit dem Ziel einer günstigen Einstufung, das eine oder andere verschleppte Zipperchen oder bekannte, drohende familiäre Erbleiden bewußt zu unterschlagen. ;)
 
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Gast

  • #25
an die letzten kommentatoren: ich würde vorschlagen, einen extra-thread - extra für herrn röslers berater und die marktetingabteilungen der krankenversicherungen - aufzumachen.
dieser thread driftet ab.

übrigens kann man auch als angestellter pkv sein - wird in manchen berufen auch ohne immenses einkommen sogar von den arbeitgebern gefördert hat mir neulich ein bekannter als pharmareferent erklärt. im gegensatz dazu ist mancher freiberufler/in immer noch schön in der gkv, weil man damit auch nicht schlechter fährt.
 
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Gast

  • #26
"Die Frau sollte zudem eine gynäkologische Untersuchungen durchführen lassen und z.B. Chalmydien ausschließen lassen. Dann kann sie sicher sein, dass sie keine Krankheiten einschleppt in die Partnerschaft."

Frederika, hilf mir bitte mit dem Gedankengang: Warum soll ein Mann sich nicht auf Clamydien testen lassen? Bei diesem bleibt die Erkrankung i. d. R. unauffällig, wohingegen wir Frauen mit Symptomen auch am Anfang zu kämpfen haben. Daher würde ich vor allem den Mann diesbezüglich darauf ansprechen. Oder hast du die Frau genannt und der Mann war mit eingeschlossen?
 
  • #27
@#25: Sicherlich wäre auch beim Mann ein Ausschluss von Chlamydien sinnvoll, aber realistisch gesehen, wird man kaum einen neuen Partner zu einer urologischen Untersuchung bekommen, wenn gar keine Symptome oder Verdachtsmomente vorliegen. Das wäre wohl einfach Overkill und zu viel erwartet. Im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung kann dieser Test aber einfach mitgemacht werden und die ist ja ohnehin in regelmäßigen Abständen nötig, zu Beginn einer Beziehung auch oft wegen Verhütung. Ganz pragmatisch gesehen wäre eine Neuinfektion bei der Frau auch sofort auffällig und effektiv behandelbar, falls sie sich wirklich ansteckt. Gefährlich sind ja vorallem verschleppte Chlamydien-Infektionen. Insofern würde ich als Frau meinen neuen Partner damit nicht belästigen. Man kann auch übertreiben.
 
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Gast

  • #28
Aber was bringt es mir, mich auf Clamydien zu untersuchen, wenn die Wahrscheinlichkeit bei einem Mann genauso groß ist und man bei ihm keinerlei Beschwerden feststellen kann (weil das bei Männer eher untypisch ist)?

Es liegen bei einer Frau, wenn diese Beschwerdefreiheit hat, sogar weniger Verdachtsmomente vor als bei einem Mann. Und ganz ehrlich: Auf die Antibiotika kann ich als Frau sehr gut verzichten und würde diese nicht in Kauf nehmen, nur weil mein Freund die urologische Behandlung nicht wünscht.

Dann sei bei konsequent: Wenn bei einer Frau keine Verdachtsmomente vorliegen (=völlige Beschwerdefreiheit), jedoch bei einem Mann Beschwerdefreiheit trotzdem Clamydien bedeuten können, sollten sich beide testen. Ansonsten ist der logische deiner Argumentation für mich nicht nachvollziehbar.
 
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Gast

  • #29
@27
da hast du rcht, was frederika hier ausführt, entbehrt einer medizinischen logik.

wenn es vor dem 1. sex ohne kondom darum geht, das risiko der übertragenung von sexual transmitted deseases maximal zu reduzieren, dann ist es unzweifelhaft so, dass beide partner die tests über sich ergehen lassen müssen.
es ist sozusagen quatsch, dass ein mann, der beschwerdefrei ist, aber genau deswegen das größere risiko darstellt, denn ihm ist seine rolle als beschwerdefreier überträger natürlich nicht bewußt. es gibt allerdings auch geschlechtskrankheiten, bei denen frauen diejenigen sind, die fast symptomfrei bleiben.

es ist bedauerich, dass frauen immer wieder bereit sind, gesundheitliche risiken einzugehen, um männern etwas zu ersparen, was angeblich für den "armen mann als unzumutbar" gilt.
es ist lächerlich, eine urologische untersuchung zu dramatisieren oder von seiten eines mannes zu bejammern.
frauen empfinden gynäkologische untersuchungen auch nicht als phantastisch und superschön!

es ist doch verrückt, dass immer noch zu viele frauen männern das recht einräumen, auf untersuchungen oder kondome zu verzichten, und das meist aus angst, dass er SIE dann nicht mehr genug mögen könnte. wer das nicht glaubt, sollte sich gerne mal einen ganzen tag in eine gynäkologische praxis setzen und den patientinnen zuhören. viele chronische leiden der frauen resultieren daraus, dass die männlichen partner die eigentlich erforderliche mitbehandlung nicht mit der notwendigen compliance eeinhalten oder ablehnen, dann aber trotzdem keine kondome verwenden wollen. die frauen machen das auch mit, aus angst, dass MANN sie nachher verläßt, und sitzen regelmäßig wiederkehrend mit dem gleichen mist auf dem stuhl. und das betrifft alle gesellschafts- und bildungsschichten!

es sollte gelten: wer sex haben will, und an dem neuen partner ernsthaft interessiert ist, sollte dessen forderung des nachweises nach gesundheit akzeptieren, vor allem, wenn der eine bereit ist, gleiches für den anderen zu tun.
wie weit man den untersuchungswahn treiben will, ist natürlich eine frage, die sich jeder selber stellen muss.