• #1

Alleine glücklich, aber wenig Hoffnung auf neues Liebesglück?

Laut der ElitePartner Singlestudie von Juni 2011 sind Singles, die länger als ein Jahr alleine sind zwar zufriedenener mit Ihrem Leben, aber haben eine geringere Hoffnung einen neuen Partner zu finden, als solche, die kürzer alleine sind. Wie ist das bei Ihnen?
 
  • #2
Nein, das ist bei mir nicht so. Frisch getrennt suche ich auch gar keinen Partner, sondern will erst einmal über die vorige Beziehung und Trennung hinwegkommen, die emotionale Bindung zum Expartner abklingen lassen und wirklich offen und frei für den nächsten Partner werden.

Möglicherweise liegt hier ein statistischer Kausalitätsfehler vor? Vielleicht clicken die befragten Nutzer eher an, dass sie hoffnungsvoll in bezug auf das Finden eines neuen Partners sind, weil sie sich noch gar nicht mit der Partnersuche so intensiv befasst haben, dass sie desillusioniert oder frustriert sein könnten. Man geht vielleicht mal auf die eine oder andere Veranstaltung, hat eine gewisse Resonanz, sieht das ganze selbst locker und realisiert gar nicht, dass da jetzt eben gar keine dabei gewesen wäre, sondern sagt sich, "ja, könnte klappen, wenn ich nur wollte".

Wer erst einmal mehr als 9 Monate Single ist und wieder richtig aktiv einen Partner sucht, ist ja auch nicht sofort frustriert, sondern merkt oftmals erst nach einigen Monaten, dass das ganze schwieriger ist als gedacht. Da wird die Einschätzung der Lage dann sowohl realistischer als auch die Stimmung desillusionierter.
 
G

Gast

  • #3
Hallo Frau Warnecke,
naja, es geht ja nicht um die Wahrscheinlichkeit, sondern nur um die Hoffnung.
Das sind zwei Paar Schuh´ .
Ich war viele Jahre alleine und hatte mich auf mein Single-Leben eingestellt. Alleine zu bleiben war durchaus eine Alternative für mich.

Die Hoffnung hatte ich nach zahlreichen langweiligen Dates mit Männern, die mich nicht interessiert haben, fast aufgegeben.
Die statistische Wahrscheinlichkeit eine große Liebe über ElitePartner zu treffen, hielt sich auch in Grenzen, würde ich sagen.

Und plötzlich war er da :)
Wir sind beide sehr glücklich, dass wir uns gefunden haben.
w50
 
  • #4
Genau die gegenteilige Theorie war für mich richtig:

Erst dann, wenn die letzte Beziehung verarbeitet ist, erst dann, wenn das allein Sein nicht mehr schmerzt und der Mensch auch mit sich selbst im Reinen, erst dann ist er wirklich bereit für eine neue Liebe. - Egal, wie lange es dauert!

Mir selbst ging es nach der Scheidung nicht anders. Es dauerte zwar sehr lange, bis ich mit der Situation klar kam, jedoch irgendwann begann ich die neu gewonnene Freiheit direkt zu genießen:
Endlich auf keinen mehr Rücksicht mehr nehmen zu müssen, spontan bei meiner Freundin übernachten, wenn wir uns mal wieder verquatscht hatten und mich um niemand anderen kümmern zu müssen, als um mich selbst.
In dieser Phase wurde mir aber doch bald klar, dass dies nicht die Lebensform ist, die mich auf Dauer glücklich macht, und ich sehnte mich nach einem Partner.
(Ich habe ihn inzwischen gefunden!)
 
G

Gast

  • #5
Sorry, aber was heisst in diesem Falle "die Hoffnung"? Entsprechende mentale Einstellung, oder statistische Gegebenheit, dass die meisten Singles nach dem ersten Single-jahr weiterhin länger alleine bleiben? Ich tippe auf die zweite Version. Ich habe auch in privaten Kreisen das gleiche Bild: entweder findet man den neuen Partner sofort, oder bleibt für längere Zeit Single. Ich würde aber sagen, dies hat am wenigsten mit der "Hoffnung" oder mit dem Glücks/Unglücks -Zustand zu tun. Man meistert sein Leben alleine, nimmt die Reatität wahr, macht sich seelich nicht fertig, findet andere Interesse oder konzentriert sich auf seinem Job, das ist alles. Ich bin der Meinung, gewisse Dinge, vor allem das Liebesglück kann man durch die Hoffnung nicht erzwingen. "Alleine glücklich sein" bedeutet für mich, dass man den Weg zu sich findet, ob man dann weiterhin alleine bleibt, oder später einen neuen Partner findet, ist in diesem Sinne nicht relevant.
 
G

Gast

  • #6
Seltsame These. Ich stimme Frederika zu, dass die meisten erst nach einiger Zeit merken, dass es schwieriger werden könnte, daher "weniger Hoffnung" man wird eben im besten Sinne ent-täuscht. Man hat eine Täuschung weniger, dass um die Ecke der Traumpartner lauert.
Ich höre von meinen seit Ewigkeiten liierten Freundinnen auch manchmal ein selbstzufriedenes "also ich würde ganz schnell wieder jemanden finden!" - das ist ein Illusion, denn die Gute weiss gar nicht wie es ist wieder auf dem Markt zu sein.
 
G

Gast

  • #7
Ich hatte nach meiner 14 jährigen Beziehung/ Ehe gar keine Lust auf was Neues. Schließlich hatte es seinen Grund warum ich mich getrennt habe. Also, erstmal alleine klar kommen, dachte ich. Das ging ein Jahr so.
Als ich wieder Bock auf einen neuen Mann in meinem Leben hatte, wurde ich erstmal auf den Boden der Tatsachen zurück geschickt.
Die besten Jahre meines Lebens war ich in festen Händen. Jetzt mit Ü-40 stelle ich fest wie "kaputt" diese Altersgruppe ist.
Ich habe zwar seit 3 Jahren einen Freund, aber er ist keiner für ein weiteres Leben zu zweit.
Den Richtigen für den Rest meines Lebens gibt es bestimmt auch, aber den suche ich nicht mit der Brechstange.
Und bei dem geringsten Zweifel an einem neuen Partner gebe ich ihn sofort auf.
Das ist reiner Selbstschutz! Ich bin so selbstbewusst geworden, dass Single-sein für mich kein Makel mehr ist.
Es gibt soviele Menschen, deren Ehen im Eimer sind, die leiden...aber nicht meine Karft haben. Die tun mir mehr leid als ich mir!
 
G

Gast

  • #8
Ich habe zwar seit 3 Jahren einen Freund, aber er ist keiner für ein weiteres Leben zu zweit.
Den Richtigen für den Rest meines Lebens gibt es bestimmt auch, aber den suche ich nicht mit der Brechstange. Es gibt soviele Menschen, deren Ehen im Eimer sind, die leiden...aber nicht meine Karft haben. Die tun mir mehr leid als ich mir!

Wie bist Du denn drauf? Weiß Deine B-Variante, welche Rolle sie spielt?
Deine sogenannte Beziehung ist ganz gewiß nicht mehr wert als die "Eimerehen"!
 
  • #9
Bin seit genau enem Jahr Single (Witwe) hätte nie im Leben gedacht , daß es soooo verdammt schwer ist einen neuen Partner zu finden der auch passt,ja ich habe weniger Hoffnung als vor einem halben Jahr.
Zumindest glaube ich nicht ,dass er in Kürze vor mir steht.Aber damit kann ich mitlerweile gut umgehen.
 
  • #10
Bin seit genau enem Jahr Single (Witwe) hätte nie im Leben gedacht , daß es soooo verdammt schwer ist einen neuen Partner zu finden der auch passt,ja ich habe weniger Hoffnung als vor einem halben Jahr.Zumindest glaube ich nicht ,dass er in Kürze vor mir steht.Aber damit kann ich mitlerweile gut umgehen.
Du hast schon nach einem halben Jahr mit der Suche angefangen? Kein Trauerjahr?

Manchmal kann ich die Welt nicht verstehen. Einen Partner, der mich so schnell nach meinem Tod abgehakt hätte, möchte ich niemals, aber wirklich niemals, auch nur kennenlernen.

Aber zurück zum Thema: Unter solchen Umständen wie Deinen ist es doch kein Wunder. Du musst doch erst den Tod verarbeiten und auch potentielle Kandidaten werden keine frische Witwe wollen.
 
G

Gast

  • #11
Bei mir ist es genau wie die Studie schreibt.

Nachdem ich damals "warm" ausgewechselt wurde hatte ich erst mal 3-4 Monate oder länger nicht mal den geringsten Bedarf oder Gedanken an eine neue Beziehung oder Trostabenteuer oder sonst was. Ich war einfach bedient da ich dachte sowas würde mir nie mehr im Leben passieren und es aus heiterem Himmel kam. In meiner Jugend war das ganz anders. Da habe ich mich an den nicht sehr weisen Rat meines Vaters gehalten. "Junge macht dir keinen Kopf. Kaputt, neu!" Also hab ich mich kaum das ich Single war wieder auf die Suche gemacht und war recht schnell wieder in einer neuen Beziehung. Ich denke das hätte ich nicht tun sollen. Es braucht halt Abstand bis man wieder neu Lieben kann (meiner Meinung nach).

Wie lange ich jetzt schon Single bin kann ich nicht mal sagen. Ich glaube es sind genau 3 Jahre und 3 Monate, ich müsste alte Kalender suchen um zu sagen ob es 2 oder 3 Jahre und 3 Monate sind. Ich glaube, es sind 3.

Es ist auch nicht so, dass ich keine abkriegen würde. Ich sehe zumindest noch ganz gut aus, bin viel durchtrainierter als früher und auch überhaupt nicht auf der Suche. Vielleicht habe ich darum öfter mal Telefonnummern von Frauen bekommen.

Und trotzdem habe ich mich bei keiner einzigen gemeldet. Wenn ich sie gesehen habe, dann habe ich Ausreden erfunden. Dabei hätte ich schon gerne etwas mit ihnen "angefangen".
Aber ganz ehrlich, ich habe immer noch die Angst mich verlieben zu können und noch mal so auf die Nase zu fallen. Ich bin leider ein hoffnungsloser Romantiker der sich viel zu schnell viel zu stark verliebt (oder was er dafür hält). Noch so eine Aktion überlebe ich nicht, glaube ich zumindest (Broken Heart Syndrome).

Ich habe mich also bisher damit abgefunden kein neues Liebesglück zu haben. Und es ist mir nach dem ersten Jahr viel leichter gefallen.

Mitte 30, M
 
G

Gast

  • #12
Seltsame These. Ich stimme Frederika zu, dass die meisten erst nach einiger Zeit merken, dass es schwieriger werden könnte, daher "weniger Hoffnung" man wird eben im besten Sinne ent-täuscht. Man hat eine Täuschung weniger, dass um die Ecke der Traumpartner lauert.
Ich höre von meinen seit Ewigkeiten liierten Freundinnen auch manchmal ein selbstzufriedenes "also ich würde ganz schnell wieder jemanden finden!" - das ist ein Illusion, denn die Gute weiss gar nicht wie es ist wieder auf dem Markt zu sein.

Das mag sein (Dein erster Absatz), wenn man verbissen sucht. Deinen zweiten Absatz kann ich voll unterstreichen (den der langjährig liierten Freundinnen). Es ist in meinen Augen keine Illusion.
Einen finden kann man immer, nur passen muss es .....

Meiner Meinung nach muss man absolut offen für eine Beziehung sein (das sagt Ihr beide auch, Du u. Frederika), man muß aber meiner Meinung auch mal alle fünfe gerade sein lassen ("Nebenthread Mini-Lügen"). Na ja, ich habe nach vielen Irrungen und Wirrungen vor über 3 Jahren meinen Partner (ich sage bewußt nicht "Traumpartner") hier am ersten Anmeldungstag kennen gelernt. Wir haben uns ohne blöde Fragen (hast Du die Bettwäsche gewaschen?) aus einer ehemals Fernbeziehung in eine jetzt 1-jähr. Ehe begeben.

Was mich aber an der Eingangsfrage stört: Wenn Singles so zufrieden bzw. glücklich (was ist Glück) mit sich und der Umgebung sind ..... warum brauchen sie dann doch noch einen Partner?
Ich lese es hier verstärkt ( ..... so glücklich alleine .... habe alles was ich brauche ..... Männer sind Schw...., etc.). Ist meine Wahrnehmung getrübt?
 
G

Gast

  • #13
Bin seit vielen Jahren glückliche Single Frau. Von vielen Bekannten und auch einigen Freunden bekomme ich regelmässig zu hören, wie gut ich es doch habe, dass ich auf niemanden achten muss und mein Leben unabhängig gestalten kann. Nach zwei sehr schmerzhaften Beziehungsenden hatte ich erst Mal die Schnauze voll von einer neuen Partnerschaft und ich hatte Angst, wieder derart verletzt zu werden und konnte keinem Mann vertrauen. Daraus sind dann viele Jahre geworden, indenen ich alleine gelebt habe. Dabei habe ich mich selber gefunden, bin selbstbewusster geworden und weiss, dass ich auch ganz gut alleine klar komme. Dies macht es natürlich nicht einfacher, wieder einen neuen Partner zu finden, denn Selbstbewusstsein kommt bei vielen Männern nicht gut an, obwohl wir das 21. Jahrhundert schreiben.
Nun, ich weiss, dass ich nur gewinnen kann, sollte mir doch der Richtige begegnen, und wenn nicht, geht die Welt für mich auch nicht unter! Lieber glückliche Single Frau als auf Biegen und Brechen in einer unglücklichen Partnerschaft!
w 41
 
  • #14
An #9 Ich glaube nicht,dass Du diese Sache nachvollziehen kannst,und ich würde mir solche Äußerungen genau überlegen.Wenn dein Partner schon lange Zeit sehr krank ist und es keine Hoffnung mehr gibt verabschiedest Du Dich schon langsam vorher,ist reiner Selbstschutz .Warum ein Trauerjahr,er hätte es nicht gewollt. Ich wünsche Dir ,niemals so eine Erfahrung machen zu müssen mit 43 Jahren. [Mod: Beleidigung entfernt.]
 
  • #15
Nun liebe FS,

Diese Studie sagt aber nichts darüber aus wie glücklich oder langlebig diese Anschlussbezeihungen sind. Was ich so beobachte und was mir auch von Fachleuten bestätigt wurde ist doch der Umstand dass ich nach einer längeren Beziehung mit einer sofortigen neuen Beziehung die alten Probleme zudecke und nicht löse. Also immer wieder in dieselben Dinge hineinlaufen werde.

@6 und FS
Ich habe zwar seit 3 Jahren einen Freund, aber er ist keiner für ein weiteres Leben zu zweit.
Den Richtigen für den Rest meines Lebens gibt es bestimmt auch,

Das ist genau das was herauskommt wenn man sich selbst nicht aufräumt- eine zynische und gegenüber diesem Partner zweiter Wahl sehr unfaire Einstellung. Liebe#6- wärst Du eine Freundin würd ich Dir ziemlich kräftig ins Gewissen reden! Das ist für Euch beide nicht gut.

@11

Wenn Singles so zufrieden bzw. glücklich (was ist Glück) mit sich und der Umgebung sind ..... warum brauchen sie dann doch noch einen Partner?

Wenn Du Dein Glück von einem Partner abhängig machst wirst Du das Glück nicht dauerhaft finden. Glück empfindet man immer aus sich selbst heraus. Lädst Du einem anderen diese Bürde auf "Nur er macht Dich glücklich" überforderst Du Ihn auf Dauer.

@8 Sonnenblume1

Bin seit genau enem Jahr Single (Witwe) hätte nie im Leben gedacht , daß es soooo verdammt schwer ist einen neuen Partner zu finden der auch passt,

Nun, ich kann das schon nachvollziehen, meine Liebste ist Wittwe. Und zwar eine die sich nicht verabschieden konnte (Unfall). Was ich jedoch ebenfalls nicht nachvollziehen kann ist Dein Ansinnen gleich wieder einen neuen Partner haben zu müssen. Das Trauerjahr war zwar quasi vorgeschrieben aber solche gesellschaftlichen Regeln haben in den meisten Fällen einer durchaus realen Hintergrund. Die Wissenschaft ist sich einige dass es mindestens ein Jahr, meistens länger braucht bis ein Mensch wieder Liebesfähig ist. Das lässt sogar in der Körperchemie messen was dann acuh zu einem veränderten Geruch führt der den Männern signalisiert dass diese Frau noch nicht wieder paarungsbereit ist.
 
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