• #1

Alleinerziehend - Neuen Freund in Familienleben integrieren

Guten Morgen,

ich brauche mal wieder euren Rat. Und zwar geht es um folgendes. Ich habe vor einigen Monaten jemanden kennengelernt und seitdem verstehen wir uns super, also alles ist wirklich perfekt und eigentlich wären wir jetzt auch schon ein Paar, weil wir beide wirklich richtig verliebt sind, wollen es aber noch nicht wagen, da er erst einmal meine Tochter (6) besser kennenlernen möchte & wir es halt langsam angehen.

Zu uns, er ist 25 und ich bin 26. Er hatte noch keine Freundin mit Kind und weiß deshalb auch nicht genau, was auf ihn zukommt und ist sich halt nicht sicher ob er das kann/will..
Wir haben bis jetzt (2 Monate lang) viel allein gemacht, erst einmal etwas mit meiner Tochter. An dem Tag war sie natürlich besonders zickig, aber ist ja für sie auch neu. Sie mag ihn aber und das findet er auch toll (er mag Kinder)
Jetzt meine Frage: Findet ihr es falsch jetzt am Wochenende zum Beispiel wieder was mit ihm alleine zu machen? Soll ich meine Tochter jetzt viel viel öfter mit einbeziehen? Er arbeitet viel (auf Montage) und deshalb ist da im Moment mittags nicht so viel Zeit. Ich hab mir überlegt das in einem guten Gleichgewicht zu halten, also mal zu zweit und dann auch mal wieder zu dritt..Meine Freunde setzen mich da jetzt unter Druck und sagen dass er meine Kleine jetzt öfter sehen muss um zu sehen dass es mich nicht alleine gibt..
Ich denke aber er braucht halt Zeit und muss jetzt noch vorschnell handeln!?

Habt ihr vielleicht auch schon einmal einen neuen Partner mit in eure bestehende Familie gebracht und könnt mir Tipps geben?
 
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Ars_Vivendi

Gast
  • #2
Ich hab mir überlegt das in einem guten Gleichgewicht zu halten, also mal zu zweit und dann auch mal wieder zu dritt..Meine Freunde setzen mich da jetzt unter Druck und sagen dass er meine Kleine jetzt öfter sehen muss um zu sehen dass es mich nicht alleine gibt..

Ich bin in seiner Situation. Wenn es Dich nicht alleine gibt, wirst Du ihn schnell wieder los sein. Du und er, ihr müsste eine tragfähige Beziehung aufbauen, letztlich auch im Interesse Deiner Tochter. Das geht nicht zu dritt.
Ich würde daher, so wie Du mal zu zweit, mal zu dritt was unternehmen. Wenn es irgendwie möglich ist, so mit Schwerpunkt bei "zweit", dass ihr euch ausreichend kennenlernt.
 
  • #3
Trefft Euch häufiger allein und seht, ob das passt. Seine Aussage, dass er nicht sicher ist, ob er das kann oder WILL, sehe ich skeptisch. Wenn er sich sicher ist und Dich will, will er auch einen guten Kontakt zu Deinem Kind, denn das gehört untrennbar zu Dir. Finde heraus, ob er überhaupt will. Wenn der Wille fehlt, ist das ein totes Pferd. Dann reibst Du Dich zwischen Mann und Kind auf. Er fordert Zeit mit Dir allein, Dein Kind braucht Dich aber mehr als er. Dann hast Du ein Problem.
Mit meinem Mann habe ich mich allein getroffen. Als ich mir sicher war, hat er mein Kind kennengelernt. Da war sofort so ein Strahlen und Interesse und Engagement von ihm. Das Kind hat völlig ohne Angst und Fremdeln auf ihn reagiert. Ich habe keine Ahnung, was ich gemacht hätte, wenn es nicht so gelaufen wäre.
 
G

Gast

Gast
  • #4
Liebe FS,

du bist jung, er ist jung, dein Kind hast du sehr früh bekommen, dass hat auch was mit gewisser Unreife zu tun, daher lass von einer ehm. AE-Mutter den Tip mit auf den weiteren Weg geben, lass dir Zeit mit den Kontakten und der Einbeziehung in das Familienleben von Mutter und Kind.

Da der Mann eh auf Montage ist, wird er kaum zu Hause sein und die wenigen Male, wo ihr euch seht, würde ich die Zeit nutzen, um euch noch besser kennen zu lernen.

Die Ratschläge deiner Freunde sind unreifer Käse, lass dich nicht unter Druck setzen und setze deinen Freunden umgehend Grenzen, keiner, wirklich keiner, hat dich unter Druck zu setzen.

Solange die Beziehung wirklich nicht stabil ist, das braucht länger, als ihr euch kennt, würde ich zum Schutz des Kindes es raushalten.

Richtig erkannt, nicht vorschnell handeln, klug handeln, zum Wohle aller.

w
 
  • #5
Bei der Frage, ob ihr euch öfter zu dritt sehen solltet, geht es nicht so sehr darum, wie der Mann das findet, sondern wie es bei deinem Kind ankommt.
Ich würde es schon öfter versuchen, weil du dann merkst, ob der Mann sich euer Leben zu dritt grundsätzlich vorstellen kann.
Wer weiß, vielleicht merkt er nach drei Treffen mit der Kleinen, dass das nicht sein Ding ist und er macht sich davon.
Dann ist es wichtig, dass sie nicht denkt, es liegt an ihr und auch keinen Verlust empfindet.

Sag also auf gar keinen Fall was von 'Papa' oder 'er will mit uns Familie spielen'.
Schmuse nicht vor ihr mit ihm herum.
Behandele ihn lieber vor ihr wie einen Freund.
Wenn ihr spazieren geht, vielleicht nicht mal unbedingt Händchen halten.

Dass ein 25-jähriger Mann dauerhaft bleiben wird, ist womöglich nicht sooo wahrscheinlich. Daher wäre es gut, wenn du bei ihr keine allzu großen Erwartungen weckst.
Er sagt ja schon selbst, dass er sich nicht sicher ist, 'ob er das kann / will'. Klingt nicht so vielversprechend, was meinst du ?

Ich würde jetzt aber auch nicht versuchen, die Kleine oft zur Oma zu bringen, damit du dich allein mit ihm treffen kannst, denn das ist doch kein Dauerzustand und dann zögerst du es nur hinaus herauszufinden, ob es etwas mit euch dreien werden könnte. Denn drei wärt ihr, da gibt es keine Alternative.

w 48
 
  • #6
Du hast ein Henne Ei Problem, das gar nicht so einfach aufzulösen ist. Lernt er dich erst besser kennen und alles passt, kann sich herausstellen, dass er mit deiner Tochter nich kann. Da Kinder auch nur Menschen sind gibt es welche mit denen man kann und welche mit denen man nicht kann. Beziehst du deine Tochter zu viel zu früh ein, dann lernt er dich nicht mehr richtig kennen und er könnte sich davon auch schrecken lassen. Als Erwachsene und die Partei mit Kind liegt es an dir die Entscheidung zu treffen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Chancen besonders in eurem Alter (wo man noch sehr spontan sein möchte) in der Konstellation sehr schlecht sind. Rein statistisch gesehen, nicht zwangsläufig im Einzelfall.
 
D

diverwirrte

Gast
  • #7
Ich bin Alleinerziehende Mutter von drei Kindern. Mein Freund ist jünger als ich.
Ich hab ihn von Anfang an gesagt das ich erst wissen möchte ob es zwischen uns beiden klappt. Solange habe ich meine Kinder raus gehalten. Etwa nach einem halben Jahr hab ich erstmal einmal im Monat meine Kinder mit einbezogen. Das steigerte sich dann nach und nach. Er war anfangs auch verunsichert und wusste nicht ob er mit Kindern klar kommt da er keine hat und keine Erfahrung damit.
Mittlerweile sind wir über drei Jahre zusammen. Wir Unternehmen jedes zweite Wochenende ohne Kinder etwas und einmal die Woche. Das andere Wochenende wenn Kinder da sind, Unternehmen wir immer was mit Kindern. In der Woche auch.
Ich lass ihn mit erziehen, mit entscheiden und überall mit machen.
Ich muss sagen so klappt es super.
Jetzt möchte er zusammen ziehen, möchte mehr mit den Kindern machen, interessiert sich stark für sie und kümmert sich um sie.
Sogar wenn ich arbeiten muss und Ferien sind, er nimmt sich Urlaub und passt auf sie auf.
Er selbst sagt, sie gehören dazu und für ihn ist es mittlerweile wie eine Familie.
Er möchte nichts anderes.
Ich denke das man den Kindern zu Liebe nicht gleich den Partner vorstellen sollte solange man nicht weiss ob es passt
 
G

Gast

Gast
  • #8
Du machst es genau richtig mit deinem System - mal etwas zu 2., mal etwas zu 3.
Du bist Mutter und das ist völlig in Ordnung! Aber du bist auch eine Frau und genau als diese soll er dich auch wahrnehmen.
Nichts schlimmeres als diese Gluckenmütter die sich den ganzen Tag über ihre Kinder definieren.
Ihn fragen, bringt wenig, denke ich. Er wird nicht zugeben dass er auch mal gerne etwas mit dir alleine machen will da er dann Angst haben muss, dich zu verlieren.
Sag ihm einfach mal, dass ihr an den Tagen gerne was mit Kind machen wollt (z.B. ins Freibad bei dem Wetter) aber dass du dann am Abend gerne ins Kino, Essen, Theater... nur mit ihm möchtest.
Er wird dir dankbar sein!
Posterin 7 sagt ähnliches und es klappt auch...
Viel Glück, ich finde, es klingt prima!
w
 
  • #9
Die Ratschläge deiner Freunde sind unreifer Käse, lass dich nicht unter Druck setzen

Absolut richtig.

Lernt ihr euch beide erst mal kennen. Wenn das nachher doch nicht passt und das Kind sich schon an ihn gewöhnt, wird es auch wieder schwierig. Er weiß, dass du ein Kind hast. Und klar, weiß er nicht, ob er sich da gut integrieren kann. Woher auch. Weiß du auch nicht. Also, probiert es aus. Ihr habt doch Zeit.

Deine Einstellung ist gut. Ich würde es genauso machen. Du hast da sicher das richtige Gefühl. Viel Erfolg.
 
  • #10
Ich denke man sollte auch sehen wie es dem Kind in dieser neuen Situation geht. Denn für sie muss der Neue und die neue Situation auch passen und sie soll sichndamit wohl fühlen! Dem entsprechend würde ich auch das Tempo der gemeinsamen Aktivitäten anpassen.
 
  • #11
Ich habe meine Tochter aus meiner neuen Beziehung erstmal raus gehalten. Er wusste das es sie gibt, aber solange ich mir nicht sicher war, habe ich die Kleine ihm nicht vorgestellt. Nach ca. 10 Monaten habe ich die Kleine mit einbezogen und es klappt super. Musste mir auch vom Freundes- und Bekanntenkreis ständig Ratschläge anhören. Habe allerdings lediglich auf mein Bauchgefühl gehört und bin damit sehr gut gefahren! Du bist die Mutter und entscheidest ganz alleine für dein Kind.
 
  • #12
Liebe FS,
erst einmal halte ich Dich, trotz Deiner jungen Jahre nicht für unreif...denn Du machst Dir gute und verantwortungsvolle Gedanken. Den Verweis auf Henne-Ei-Problem sehe ich natürlich auch...denn letztendlich gibt es auf Dauer wahrscheinlich nur nichts oder das Gesamtpaket. Es sei denn Du möchtest nie mehr mit jemandem zusammenziehen.
Erst einmal schauen, wie ihr zusammen passt ohne das Kind ist sehr wichtig! Passt das nämlich nicht, hast Du Deinem Kind viel erspart...kein Aufbau von Bindung und Verlust.
Denke irgendwann sollte von dem "Richtigen" auch das eigene Interesse kommen!
 
  • #13
Liebe Threadstellerin- das was deine sogenannten Freunde sagen ist Käse. Um nicht zu sagen völlig kontraindiziert. Du hast die Verantwortung als Mutter. Der wirst du gerecht, wenn due deiner Tochter einen Partner erst dann vorstellst, wenn es eine tragfähige Partnrschaft ist. Kann es jetzt mit euch beiden noch nicht sein - ihr seit noch im ersten Jahr d.h. in der rosa-Brille-Phase, der Verliebtheitsphase. Die kann bei eurer Konstellation auch gerne zwei oder drei Jahre dauern. ABER es ist auch kein Beinbruch, dass deine Tochter gesehen hat, Mama kennt einen Freund. Deine Tochter sieht hoffentlich auch Mama kennt eine Freundin, Mama kennt einen Arbeitskollegen, Mama kennt jemand noch aucs dem Kindergarten her.
Ich würde momentan drauf achten, dass du "hinter dem Rücken deiner Tochter" ihn sehr viel besser kennenlernst. Ist die Tochter mal beim leiblichen Vater in Urlaub? Bei geteiltem Sorgerecht eigentlich normal. Dann kannst du mal eine Woche mit den "Neuen" selbst einen Urlaub machen. Du musst deiner Tochter nicht erzählen, ich war mit "Peter" oder "Paul'" oder wie auch immer in Urlaub. Erzähl ihr, dass du schwimmen warst, am Strand, in den Bergen, im Museum usw usw usw.
Es gibt auch keien Norm, die dich verpflichtet, immer abwechselnd eine Wochenende mit ihm alleine, dann mit deiner Tochter alleine, dann mit beiden gemeinsam zu verbringen. Leb deiner Tochter vor, dass du trotz Trennung vom Vater immer für sie da bist. Leb deiner Tochter vor, dass es in deinem Leben auch Freunde / Bekannte / Kollegen gibt ( Irgendwann sind Kinder sogar auf einen Telefonanruf vom Klempner eifersüchtig, der nur erklärt welche Einstellungen an der Heizung er gemacht hat - Thats life. ) Es gibt einen Rat für deine Situation - allerdings kommt der aus dem Englischen Sprachraum. "Seeing through - also ein klares, strukturiertes durchwursteln.
 
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