• #1

Alleinerziehend - verzichtet neuer Partner auf Partys wenn ich nicht kann?

Frage steht ja oben.

Wenn der neue Freund im Sommer jetzt im Dorf hier auf Feste gehen will (gibt hier das ein oder andere jedes Jahr) und ich nun aber mal nicht kann, weil kein Babysitter vorhanden ist, ist das dann nicht normal, dass er sagt ok dann bleiben wir beide zuhause oder nehmen das Kind etwas mit und gehen zeitig nach Hause?

Ja es ist nicht sein leibliches Kind, aber wenn ich weiter so lebe als hätte ich damit Null am Hut dann brauche ich ja keine Beziehung mit einer AE!?
Also ich muss nicht überall dabei sein, er macht viel mit seinen Jungs, aber bei so Anlässen wo halt jeder jeden kennt, da erwarte ich schon, dass man den Partner mitnimmt und wenn er nicht kann Rücksicht nimmt.

Ist ja noch was Zeit, aber mich interessiert das gerade mal.
 
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  • #2
Hallo Nani,

Gegenfrage: wie hat Dein neuer Freund sich denn bislang in ähnlichen Situationen verhalten? Um welche Locations ging es dabei? Dass man ein Baby oder Kleinkind nicht in eine Disco mitnimmt, ist nachvollziehbar... Lieben Gruß
 
  • #3
Einfach auf diesen Festen schauen und fragen, wie das andere Paare mit Kindern lösen ?

Hier auf dem Dorf sind die Feste das ganze Wochenende.
Samstag ist das Fest abends und nachts. Sonntags tagsüber bis am frühen Abend. Also kommen Familien mit Kindern z.B. nur am Sonntag. Und treffen auch Jeden, der für sie interessant / wichtig ist.
 
  • #4
Selbstverständlich erwarte ich nicht das er zu Hause bleibt. Wenn ihr gemeinsam mit Kind geht und du dann früher wegen des Kindes nach Hause musst, dann würde ich auch nichtberwarten, dass er mitkommt. Warum auch. Wenn man das Kind gemeinsam hätte, wäre es ja auch nicht so. Wenn es keinen Babysitter geben würde, dann würde man sich in der Kinderbetreuung so aufteilen, dass mal der eine und mal der andere gehen kann. Also immer nur zu Hause zu bleiben wegen des Kindes, wenn man nicht möchte, macht doch keinen Sinn. Er wird sich ja wohl auch nicht in dich verliebt haben und mit dir eine Beziehung eingegangen sein weil du AE bist, sondern trotzdem. Wo ist denn eigentlich der Vater deines Kindes? Der wird ja wohl auch mal das Kind betreuen.
 
  • #5
Kommt vielleicht auch drauf an, wie lange man schon zusammen ist und wie alt man ist.

Es ist immer schwierig, wenn ein Partner Kinder hat und der andere nicht. Der ohne Kind weiß nicht, wie sich das anfühlt, wenn man plötzlich sein Leben umstellen muss wegen eines anderen Menschen. Der Partner mit Kind grenzt anscheinend oft entweder total den neuen Partner aus, weil er mit dem Kind die Familie bildet und der Partner als Fremdkörper gesehen wird, oder aber erwartet, dass sich der neue Partner auf einmal verhält, als wäre er Elternteil und auch alles in seinem Interesse, egal, was es ist - wenn er zusammen sein will, muss er hinnehmen, was das Elternteil vorsetzt. An sich bin ich immer dafür, dem Kind die beste Kindheit auf der Welt zu geben, aber man darf dabei nicht aus dem Auge lassen, was davon einfach nur eigenes Interesse ist und - nunja - egoistische Erwartung an den Partner, sich auf eine Weise verbunden zu verhalten, die zu viel ist. Dieses Problem gibt es aber auch in Beziehungen ohne Kind, also ist es eine Frage des Charakters. Es gibt auch Leute, die ihren Partner so lange bearbeiten, bis er Hobbys und Freunde aufgibt, um dann zu zweit auf der Couch zu hocken, fernzusehen und "Paar" zu spielen.

In Deinem Fall würde ich mal gucken, wie er sich das so denkt. Wenn er nun, ohne Dir irgendwas zu sagen, immer allein geht und es selbstverständlich findet, dass Du eben nicht mit kannst, dann sieht er das wohl nicht so wie Du. Wenn Du nun erwartest, dass er sich dauernd anpasst und ihm das nicht liegt, passt ihr nicht zusammen oder Du wirst toleranter.
Ich finde es nicht per se selbstverständlich, dass er jedesmal zu Hause bleibt, weil Du nicht kannst.
 
  • #6
Es geht ja hier scheinbar nicht darum, dass er andauern weg geht, sondern eben besondere Gelegenheiten (Feste).

Warum sollte er zu Hause bleiben?
Nach dem Motto "Wenn ich keinen Spass haben kann, dann darfst du auch nicht"?
In dem Fall wird er aber schnell ein gewisses Ressentiment entwickeln und dann ist ganz schnell Schluss.
 
  • #7
Du wirfst gerade 2 Sachen durcheinander. Das eine ist für Dich "normal" und Du beschreibst einen Vater. Ein Vater kennt und lebt die "Entbehrungen" durch ein Kind. Ein Vater gibt seine Hobbies auf und widmet (fast) all seine Zeit dem Kind und der Familie. Ein Vater hat kein Problem damit, die Familie höher als seine Freunde zu priorisieren und früh vom Dorffest nach Hause zu gehen oder gar komplett zu Hause zu bleiben.

Das andere ist Dein Freund. Dieser hat keinerlei Erfahrung damit, wie ein Vater denkt. Er trifft seine Jungs und ist sich keinerlei Verpflichtungen bewusst. Und das kann man ihm nicht übel nehmen, da er es nicht gelernt hat (wo denn auch?).

Eure Aufgabe ist es nun, einen Kompromiss zu finden. Es muss jedem klar sein, auf welchem Standpunkt der andere steht. Es ist auch klar, dass es zwei verschiedene Standpunkte sind, wo man scheinbar erstmal eine Menge Brücken bauen muss (Deinem wording nach). Ihr könnt erst mal mit einfachen Deals anfangen, z.B. er darf allein mit seinem Jungs auf das Dorffest, was einmal pro Jahr stattfindet. Dafür spielt er den Vater für 2 Wochenenden (Familienausflug). Überlegt Euch was.
 
G

grünewelle

  • #8
ist das dann nicht normal, dass er sagt ok dann bleiben wir beide zuhause oder nehmen das Kind etwas mit und gehen zeitig nach Hause?
Was ist schon normal und woran kann man das messen?
Ich fand (ich war immer AE) es immer normal, dass ich zu Hause geblieben bin,wenn ich keinen Babysitter hatte. Was selten vorkam, wenn ich wirklich wollte, dann habe ich eine Möglichkeit gefunden.
Von meinem Partner habe ich das nicht erwartet, reicht doch, wenn einer zu Hause bleiben muss, warum soll der andere nicht seinen Spaß haben?
Über Erwartungshaltungen muss man sprechen in einer Beziehung, was für den einen normal ist, nimmt der andere persönlich.
Wie Du siehst, gibt es Menschen, die es völlig normal finden, zu Hause zu bleiben, auch wenn der Partner alleine hingeht.
Nur Erwartungen zu haben und sich wundern, dass der Partner nicht so "funktioniert" wie man es gerne hätte, geht in der Regel schief. Auch zu denken, dass sich der Partner an die eigenen Erwartungen anpassen sollte, ist in meinen Augen ein absoluter Beziehungskiller.
Eine Beziehung mit einer AE ist kein Geschenk sondern erwartet ein Höchstmaß an Flexibilität vom Partner. Da muß man aus kleinen Dingen des Lebens wie hier ein paar Feste keine Grundsatzdiskussionen machen.
W
 
  • #9
Ich war auch alleinerziehend und hätte nie erwartet, dass ein neuer Partner Pflichten und Entbehrungen auf sich nimmt.
Ich erwartete das vom Kindesvater ( der entzog sich aber leider ), und ich freute mich, wenn jemand anderer etwas für mein Kind tat.
Bei mir die Eltern.
Aber auch von ihnen hätte ich nichts erwartet.

Ich schlage vor, du läßt ihm den Spaß, allein auf die Feste zu gehen.
Oder du gehst am Nachmittag mit und dann eben gegen Abend allein mit dem Kind nach Hause, während dein Freund dort bleibt.
Was hättest du auch davon, wenn er zähneknirschend mitkommen würde und dann seufzend oder auch grummelnd neben dir auf dem Sofa säße ?
Dein schlechtes Gewissen würde auch dir den Abend verderben.

Mach dir einen schönen Abend allein zuhause, während dein Kind selig schlummert und dein Freund einen zischt.
Und zeige ihm bei seiner Rückkehr bzw. eurem Treffen am nächsten Tag oder am nächsten Wochenende, dass du ihm seinen Spaß gönnst.
NICHT verkniffen lächeln und schnippische Bemerkungen machen.
Dein Freund ist nicht dazu da abzufedern, dass du ein Kind hast.

Im Übrigen finde ich es auch denkbar, geradezu wünschenswert, getrennt zu gewissen Veranstaltungen zu gehen, selbst wenn es kein Kind gibt.
Ich habe dich aber so verstanden, dass ihr alle der gleichen Clique angehört, sagen wir, die 'Dorfjugend' seid und du ohne Kind auf alle diese Feste gehen würdest, ob es diesen Mann nun gibt oder nicht.
Wahrscheinlich schon seit vielen Jahren immer dort hingehst und dich schon im März auf diese Feste freust.
Jetzt bist du traurig, dass das nicht mehr so leicht geht.
Verstehe ich gut, aber bitte gönne deinem Freund, dass er weiter da hin gehen kann.

Und versuche, jemanden zu finden, der dein Kind mal nimmt, damit du auch hingehen kannst.
Was ist denn mit deinen Eltern ? Und anderen Verwandten ? Wohnen die nicht alle in deinem Dorf ?

w 48
 
  • #10
Mir ist eins aufgefallen in deiner Fragestellung:
Ich lese "ist es nicht normal, dass..." und "ich erwarte..."
Beides deutet darauf hin, dass es sich um unausgesprochene Ansichten von dir ihm gegenüber handelt? Hast du denn überhaupt schon mal mit ihm darüber gesprochen? Vielleicht ist er sich des problems gar nicht bewusst, das du damit hast? Das aber wäre ja unverzichtbar, um dann gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten. Und in jedem Fall hilfreicher, als dir deine Erwartungshaltung hier bestätigen oder widerlegen zu lassen.

Prinzipiell ist dein neuer Freund dein Partner; er hat nicht die Vaterrolle für dein Kind inne und die steht ihm im Normalfall auch gar nicht zu. Gibt's denn den leiblichen Vater im Leben deines Kindes oder ist der völlig abwesend (tot oder irgendwo weit weg ohne jeden Bezug zum Kind?) Letzteres könnte die Beziehungssituation und euer Verhalten in solchen Alltagssituationen natürlich schon grundlegend ändern, aber dann müsste auch klar ausgesprochen und gemeinsam vereinbart sein, dass ihr beide die Elternrolle ausfüllen werdet. Womit du dann allerdings auch nicht mehr AE wärest.

m/43
 
  • #11
FS, wenn Du solche Ansprüche an einen Partner hast, dann such Dir einen der auch Kind hat.

Dein Partner hat keine Kinder und wenn Du ihn loswerden willst, dann stelle weiter solche Ansprüche und der ist weg.
 
  • #12
Ich finde nicht dass man immer daheim bleiben muss oder immer zusammen bleiben muss.
Man kann es doch mal so oder so machen - aber generell finde ich zuviel erwartet dass er auf alles verzichten soll nur weil du die Betreuung von deinem Kind nicht geregelt bekommst. Dann muss halt der Kindswasser mal aufpassen und ihr könnte zusammen gehen...
 
  • #13
Frage steht ja oben.

Wenn der neue Freund im Sommer jetzt im Dorf hier auf Feste gehen will (gibt hier das ein oder andere jedes Jahr) und ich nun aber mal nicht kann, weil kein Babysitter vorhanden ist..., .
Ich war selber jahrleang AE-Mutter und kann mir beileibe nicht vorstellen, dass es gerade auf dem Dorf keine Möglichkeit gibt, einen Babysitter zu finden. Eher könnte ich mir aber vorstellen, dass es Getratsche gibt, warum die junge Frau mit dem Freund um die Häuser zieht, anstatt bei dem Kind zu Hause zu bleiben.

Wo sind die Grosseltern von dem Kind? Gibt es keine nette Omi im Umfeld, der man das Kind mal anvertrauen kann bzw. überhaupt dafür gewinnen kann, dass die Mutter Unterstützung bekomme? Frü Arbeit, Job-Suche, Sport usw.

w
 
  • #14
Ich bin auch Alleinerziehende und wenn ich irgendwo hin WILL, dann finde ich einen Babysitter. Und wenn die ersten vier Großeltern/ Großtanten/ Nachbarn nicht können, dann frag ich halt die fünfte und sechste.
Also ist die Frage, ob dein Freund auf Dorffeste gehen "darf" auch wenn du keine Lust hast mitzukommen.
 
  • #15
Ja es ist nicht sein leibliches Kind, aber wenn ich weiter so lebe als hätte ich damit Null am Hut dann brauche ich ja keine Beziehung mit einer AE!?
Erst einmal: Eine Beziehung mit einer AE BRAUCHT niemand. Er hat dich nicht wegen des Kindes, sondern trotz deines Kindes gewählt.

Mir drängt sich der Eindruck auf, dass du von einem Partner erwartest, dass er sich komplett deinem Leben anpasst. Aber eine Beziehung besteht aus Nehmen UND Geben.

Ich habe mal einen alleinerziehenden Vater kennengelernt. Alles drehte sich nur um das Kind. Dem Mädchen gefiel das Restaurant nicht, in dem wir saßen, also mussten wir das Essen halb gegessen stehen lassen und gehen. Alle gemeinsamen Aktivitäten waren ausschließlich auf die Wünsche des Kindes ausgerichtet. Ich kam mir vor, wie ein geduldeter Gast. Wenn du deinem Partner dieses Gefühl vermittelst, ist es der beste Weg ihn wieder loszuwerden.

Bitte bedenke, dass er nicht der Vater des Kindes ist, also auch keinerlei Verpflichtungen hat. Einschränkungen seines Freiraums sollten daher freiwillig von seiner Seite kommen und nicht von dir gefordert oder erwartet werden.
 
  • #16
Liebe FS,

wenn dieser Mann wirklich ein Partner wäre, würde er sich Gedanken machen, wie er dich unterstützen kann, damit ihr gemeinsam mal zu de Festen gehen könnt. Er hat ja auch Eltern, die mal Babysitter sein könnten, es sei denn, die Eltern wohnen weit weg.

Wenn er wirklich ein Partner wäre, hätte er nicht so das Bedürfnis, viel mit seinen Freunden gemeinsam zu machen, sondern würde von selber darauf achten, dass die Balance ausgewogen ist.

Denke mal darüber nach.

w
 
  • #17
Wer ein Kind hat und in Beziehung lebt, hat normalerweise Freundschaften in ähnlichen Verhältnissen. Man trifft sich also nachmittags mit Kindern auf dem Rummel oder im Garten zum Grillen. Spießig, ich weiß. Aber wer einen Partner hat, den es zum Party-machen mit anderen Singles am Samstagabend treibt, hat sich eben nicht auf Augenhöhe liiert. Dann muss man diesen Nachteil des gesplitteten Vergnügens in Kauf nehmen und cool bleiben. (s. Antwort frei).

Sonst mein Tipp: Guck doch mal, wie es die in fester Beziehung lebenden Pärchen so handhaben. Kleine Kompromisse und sonst gilt: Am liebsten mit der Liebsten und häufig auch mal just for fun was alleine unternehmen (gilt aber dann für beide).

Schönen Rest-Oster-Montag
W52
 
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  • #18
Wenn ich eine Beziehung mit einer/einem AE eingehe und mich weiter so verhalte, als ob ich Single/oder derjenige kein Kind hat, dann stimmt irgendwas nicht.

Das heisst nicht, dass derjenige, der kein Kind hat, auf alle Aktivitäten alleine verzichten muss, hier und da mal eine ausfallen lassen und beim Partner zu bleiben, das sollte eigentlich normal sein.

Wenn ich hier immer lese 'dein neuer Freund ist dein Partner, soll nicht die Vaterrolle ...' dann schüttelt es mich schon.
Wenn der Mensch, mit dem ich zusammen lebe, sich gar nicht um mein Kind (oder ich mich um seins) kümmert und nicht eine Art Elternrolle einnimmt und darauf Rücksicht, dann gehe ich ganz sicher mit jemandem, der so eine Einstellung hat, keine Beziehung ein.

Ich (w) habe jahrelang auf meinen Partner und seine Kinder in der Form Rücksicht genommen - es wär mir nicht in den Sinn gekommen, zu sagen, ich muss nun unbedingt an jedem Fest teilnehmen, wenn mein Partner das nicht kann.
 
  • #19
Ich versuche einmal die Punkte einzeln zu betrachten und hoffe, dass ich alles richtig verstanden habe.
Kurz ich bin AE und brauchte früher auch Babysitter.
Bei einem Ehemann und Vater hätte es :..Er geht, nächstes Mal geh ich und nachmittags zusammen .
Neuer Partner, der noch keine Jahre an meiner Seite ist, soll seinen Spaß haben und ich bleibe ohne mit der Wimper zu zucken Zuhause.
Ich hätte mich nicht wohl gefühlt wenn :
Er nicht einmal gesagt hättest, dass er es schade findet.
Er hätte ( wenn es das gibt ) nicht vorgeschlagen, dass man nachmittags zusammen geht, bis Du mit dem Kind nach Hause musst.
 
  • #20
Klingt ein bißchen danach, als würde es dir viel bedeuten eurem Umfeld da eine heile Familienidylle vorzuspielen und ihn bloß nicht allein auflaufen zu lassen. Das kann er ja sonst gerne, aber doch bitte nicht auf unserem Dorffest, was sollen die Nachbarn denken? ;)

Wenn an so einem Tag jemand zurückstecken sollte dir zu liebe, dann der leibliche Vater, der sich kümmert. Das ist klar seine Rolle und Verantwortung.
 
  • #21
Wenn der neue Freund im Sommer jetzt im Dorf hier auf Feste gehen will (gibt hier das ein oder andere jedes Jahr) und ich nun aber mal nicht kann, weil kein Babysitter vorhanden ist, ist das dann nicht normal, dass er sagt ok dann bleiben wir beide zuhause oder nehmen das Kind etwas mit und gehen zeitig nach Hause?
Da gibt es wohl einen Mittelweg. Grundsätzlich denke ich mal, wer auf einem Dorf lebt, nimmt am Landleben teil und dazu gehören wohl auch diese Feste. Du könntest ja auch früher schonmal nach Hause gehen und er könnte das eine oder andere mal früher mit zurückgehen. Ganz allgemein: soziale Kontakte komplett einstellen ist nicht gut. Es ist Dein Kind. Du könntest ja auch den Vater einbeziehen und mit auf die Feste gehen. Als AE würde ich wegen ein paar Festen im Jahr keine Zicken machen...
 
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  • #22
Es scheint ja lediglich ein Fest zu betreffen und nicht eine wöchentliche Samstagabendkneipentour. Wenn einer sich null Anpassen kann\will, dann geht eine solche Konstellation nicht. Etwas darauf "einlassen" braucht es.

Aber hier reden wir offenbar von einer seltenen Veranstaltung (ein oder andere). Weshalb hast Du eine solche enorme Erwartungshaltung? Du hast ein Kind, er nicht. Er ist nicht der Vater des Kindes, weshalb soll er sich so einschränken, wenn er nicht die Vorteile (& entsprechende Bindung) eines leiblichen Kindes hat?

Ich weiss nicht. Wenn er null Verständnis hat in jeglichen Situationen verstehe ich Deine Reaktion (eine Beziehung mit Dir gibt es nur als "Packet", das hat er zu akzeptieren, oder er muss es lassen). Betrifft es aber lediglich einzelne Veranstaltungen, finde ich Deine Haltung völlig anmassend. "Ich kann nicht, also darfst Du auch nicht". Mir wäre das zu Einschränkend, vor allem wenn es nicht mal mein Kind ist.

Da ich aber nicht weiss, wie es generell aussieht, finde ich das schwierig zu sagen, ob nun er sich zu wenig kümmert, oder Du zu viel erwartest. Es braucht halt einen gesunden Mittelweg, der für beide passt. Gibt es den nicht, passt es wohl garnicht mit Euch.
 
  • #23
Wer ein Kind hat und in Beziehung lebt, hat normalerweise Freundschaften in ähnlichen Verhältnissen
Käse. Man ändert ja nicht automatisch den langjährigen Freundeskreis nur weil man Eltern wird. Das hab ich bei keinem erlebt, außer die Frau macht einen auf Übermutter, die dann nurnoch mit anderen Müttern zusammensitzt um über ihre Kinder zu sprechen. Genauso sind auf den Dorffesten auch viele Leute 30+ unterwegs.

Also erstens mal erwarte ich auf keinen Fall, dass mein Partner mit mir zuhause sitzt, nur weil ich durch Kind, Hund oder sonst was anderes zuhause gebunden bin. Genauso wenig würde ich mich mit meinem Partner binden lassen, nur weil er das von mir erwartet.
Mit ihm zuhause bleiben wäre ein Verzicht und damit ein gern gegebenes Zugeständnis an ihn aber sobald ich merke dass Man(n) das gefälligst so möchte, wäre ich samt Staubwolke zur Tür raus, da ich das als sehr anmaßend und übergriffig empfinde.

Auch wenn er sich entschieden hat mit dir eine Partnerschaft einzugehen ist er nicht 24/7 von dir und deinen Umständen abhängig und muss sich deinem Leben anpassen. Streng genommen ist das Kind und damit dein Zuhause sitzen dein alleiniges Problem und nicht seins. Kläre das mit dem Kindsvater oder einem Babysitter (den man tatsächlich immer findet, wenn man nur will, da schließe ich mich den anderen an)
Lass dem Mann seinen Spaß, wenn er gern hinmöchte und mach kein Drama. Denn sonst ist er schneller weg als du gucken kannst.
 
  • #24
Wenn der neue Freund im Sommer jetzt im Dorf hier auf Feste gehen will (gibt hier das ein oder andere jedes Jahr) und ich nun aber mal nicht kann, weil kein Babysitter vorhanden ist, ist das dann nicht normal, dass er sagt ok dann bleiben wir beide zuhause oder nehmen das Kind etwas mit und gehen zeitig nach Hause?
Schwierige Frage. Ich mache es mal an zwei, drei Extrem-Szenarien fest: Szenario 1: Paar geht mit Kind zusammen zum Fest. Am frühen Abend ist Frau genervt, dass sie das Fest verlassen muss wg. Kind. Versorgt das Kind und bringt es ins Bett und als der Mann am Abend nach Hause kommt, sitzt sie genervt vor dem Fernseher, hat schlechte Laune und pampt herum. Geht dann bald schlafen, Mann schaut noch Fernsehen und ist genervt.
Szenario 2: Frau zieht ihn zur Verabschiedung vom Fest in eine unbeobachtete Ecke, macht ihn kurz heiß und geht dann. Als der Mann nach Hause kommt, ist das Kind im Bett und die Frau gibt sich richtig Mühe und das Paar hat eine unvergessliche Liebesnacht.
Szenario 3: Mutter und Ersatzvater wechseln sich ab mit dem Kind zu Bett bringen. Auch wenn es nicht das eigene Kind ist, hat der neue Freund eine Art Beziehung zu dem Kind aufgebaut und das Kind vertraut dem neuen Freund und der neue Freund hat es gelernt, ein Kind zu versorgen. Man besucht die Feste zusammen und mal bringt der eine das Kind ins Bett mal der andere. Am besten je nach Stimmung.

Du hast die Wahl, welche Akzente du in der Beziehung setzt. Du hast die Wahl, in welche Richtung du versuchst, die Beziehung zu steuern. Du kannst Anreize setzen und ein bestimmtes Verhalten belohnen oder abstrafen.

Ich plädiere keinesfalls für high performance. In einer Beziehung und mit Kind ist man manchmal müde und braucht einfach jemanden, der einen so annimmt, wie man ist. Dennoch sollte man sich Mühe geben, jedenfalls ab und zu und zwar beide, Mann und Frau.
 
  • #25
Ich finde, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Ich kann nicht verstehen, dass man erwartet, dass der Partner auch zu Hause sitzen soll, nur weil man aus irgendeinem Grund (Kind/Krankheit/ andere Verpflichtungen) selbst nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen kann.

Ich würde das mit und auch ohne Kind niemals von meinem Partner erwarten. Man führt doch sonst ein Leben auf dem Sofa, händchenhaltend, wobei einer dabei ja auch unfreiwillig rumsitzt. Find ich jetzt keine schöne Vorstellung. Auch die Kindsväter in meinem Umfeld wechseln sich mit den Müttern ab, wenn sie ausgehen wollen. Keiner soll "ständig" ausgehen und nie daheim bleiben, aber man muss doch den Partner nicht zu Hause festbinden. Ich denke, dann ist man ihn bald los. Ein gewisser Mittelweg und viel Verständnis auf beiden Seiten wäre hier angebracht, denke ich.
 
  • #26
Wenn der neue Freund im Sommer jetzt im Dorf hier auf Feste gehen will (gibt hier das ein oder andere jedes Jahr) und ich nun aber mal nicht kann, weil kein Babysitter vorhanden ist, ist das dann nicht normal, dass er sagt ok dann bleiben wir beide zuhause oder nehmen das Kind etwas mit und gehen zeitig nach Hause?
Also ich antworte jetzt mal auch als Single Mum!
Nein! Es ist nicht angebracht, das von ihm zu verlangen! Das ist nicht sein Problem und wenn du keinen Babysitter organisieren kannst, kann er durchaus auch mal alleine ausgehen. Du musst alles selber organisieren. Und als AE musst du dich damit abfinden, dass nur du für das Kind verantwortlich bist. Wenn du einen lieben Freund hast, dann holt er es auch mal aus der Kita ab oder passt auf das Kind auf, während du etwas anderes machst, aber grundsätzlich kannst du das von ihm nicht verlangen.

Sei entspannt und gönn es ihm, dass er alleine ausgeht. Ich habe noch niemals von meinem Freund oder dem davor erwartet, dass er aufgrund meiner Kids auf irgendetwas verzichtet.
Wir haben auch gemeinsam Unternehmungen MIT den Kids gemacht und es ist schon wichtig, dass man einen Partner hat, der Spaß hat an Zoo, Wildparks, Schwimmbad mit Kids oder Kino-Kinderfilm, ner Runde Monopoly oder Uno... aber wenn er gerade mal dazu keine Lust hat, weil er lieber mit seinen Jungs Radfahren, golfen, bergtouren oder ausgehen will, dann soll er das machen - und zwar GERNE... ich mach dann was mit anderen Mamas oder mach mir einen schönen Abend mit den Kids alleine... und wenn es mir sehr sehr wichtig ist mitzukommen, dann organisiere ich einen Babysitter oder der Papa muss ran.
Mein Rat ist: Eng deinen neuen Freund nicht zu sehr ein - er ist nicht Vater, aber vielleicht wird aus Euch noch eine kleine Patchworkfamilie - wer weiß!? Aber Liebe braucht auch Freiheiten und dein neuer Freund ersetzt nicht den Vater. Er hat keine Verpflichtungen dir gegenüber und auch nicht dem Kind gegenüber. Also sei nicht kindisch oder zickig sondern lass ihn gehen, wenn er möchte.
Sei entspannt und lass ihn gehen - dann macht ihr eben am Tag drauf was zusammen...
Habe noch nicht von einem Mann erwartet, dass er mit mir zuhause bleibt, nur weil ich die Kids habe und nicht weggehen möchte/kann. Entweder, er bleibt freiwillig da oder du lässt ihm seinem Spaß - ohne Zickerei.
 
  • #27
Tut mir leid, aber ich finde deine Erwartungen in diesem Punkt unangebracht.

Du kannst dir einen Partner suchen, der so kinderlieb, selbstlos und menschlich "weit" ist, dass er dein Kind annimmt wie sein eigenes und ganz selbstverständlich für dieses Kind zurückzustecken bereit ist.

Du kannst diese Selbstlosigkeit und fortgeschrittene menschliche Reife aber von keinem Mann erwarten, schon gar nicht nach kurzer Beziehung. Ich denke, die Wenigsten können ein nicht-leibliches Kind wirklich lieben wie ein eigenes. Ich als Frau wäre dazu übrigens auch nicht in der Lage.

Die allermeisten Menschen würden sich für ein "fremdes" Kind nicht in wesentlichen Dingen einschränken. Mal hier babysitten, mal dort verzichten und grundsätzlich Rücksicht nehmen auf deine besondere Situation - ja. Aber die ganze Lebensführung auf "Elternsein" ausrichten für ein Kind, das nicht das eigene ist? Nein, das kann man m.E. nicht erwarten. Schon gar nicht, wenn man erst seit Kurzem zusammen ist und die ganze Beziehung somit noch auf wackeligen Beinen steht.
 
  • #28
Nach dem Motto "Wenn ich keinen Spass haben kann, dann darfst du auch nicht"?
Genau so tickt die FS anscheinend! Ich finde diese Herangehensweise von Frauen schon immer in dem Fall schlimm, wenn es sich bei dem Mann um den Kindesvater handelt. Da frage ich mich immer, warum es das Paar nicht so hinbekommt, dass die unangenehmen Aufgaben gleichmäßig aufgeteilt sind und keiner von beiden sich zukurzgekommen fühlt.
Wenn jedoch eine AE einen kinderlosen Partner hat, so muss ihr klar sein, dass er keine Pflichten hat, die mit dem Kind zusammenhängen.
Ja es ist nicht sein leibliches Kind, aber wenn ich weiter so lebe als hätte ich damit Null am Hut dann brauche ich ja keine Beziehung mit einer AE!?
Umgekehrt wird ein Schuh draus: Du braucht keine Beziehung mit einem kinderlosen Mann haben, wenn du ihm seine Freiheit neidest. Er neidet dir ja wohl auch nicht dein Mutterglück.
Suche dir einen Mann, der ebenfalls Kinder hat, auf dessen Vaterpflichten seinen Kindern gegenüber du dann gerne Rücksicht nimmst, wie er umgekehrt auch!


w50
 
  • #29
Wenn sich ein Mensch auf ein oder eine Alleinerziehende einlässt,dann ganz oder gar nicht. So ist meine Vorstellung vom Leben und habe es auch so gehandhabt.
Alles andere ist keine verlässliche innige Beziehung sondern nur etwas rumgepoppe und Schönwetterliebe mit einen Schuss Halbsinglehalbliebhaber-rin Sauertopf.
Ich würde es meinem Kind nicht antun.Entweder alles oder nix.
Kein Mensch will damit irgendjemanden einengen.Sondern ja Nani, es ist eigentlich normal das man als richtiges Paar auch gemeinsam das Leben genießt und meistert . Du sitzt daheim wärend er sich ständig auf diesen Dorffesten rumtreibt mit womöglich seinen Saufkumpanen... Sowas macht kein toller Partner. Wenn es die anderen so machen und normal finden vom Forum heißt es ja nicht das es richtig ist.
Auch wenn es nicht sein Kind ist.Wenn er sich nicht einbringen will mit deinem Kind,dann kann und will er sich nicht wirklich auf dich einlassen.
Mein Rat..... Er ist nicht das was du und dein Kind dann braucht und euch glücklich macht.
 
  • #30
Liebe Nani,

Ich habe es als AE genau so erlebt, meine Kinder gehörten immer dazu. Und es fand sich die Zeit für alleine unterwegs, Paarzeit und "Familien"Zeit.
Ein Partner, der meine Kinder als Anhang gerade mal toleriert, wäre für mich inakzeptabel gewesen - aber das Problem stellte sich nicht.

Und bei dem Mann, bei dem sich eine langfristige Beziehung / Ehe entwickelte, war es noch klarer.
Natürlich hatte er seine Aktivitäten mit seinen Freunden, und für das Gemeinsame - Feste, etc. gab es die Lösung Babysitter oder bei Bedarf früher gehen. Ergab sich nie, weil bei den meisten Festen sowieso Familien da waren mit ebenso Anhang. Kinder können sehr ausdauernd sein.

Allerdings wollte er von vorneherein eher eine AE, gleich eine ganze Familie zu haben fand er schön.
Dementsprechend verhielt er sich von Anfang an, in der Beziehungsanbahnung, während der gesamten Beziehung / Ehe. Er ist auch nach der Trennung immer noch der Papa, und diese Bindung besteht beidseitig.