• #211
Die Welt ist bunt und die Charaktere vielfältig.
Ein bisschen was lernen wir in den Jahren und wenn möglich nicht die gleichen Fehler machen.
Ich bin da aber eher wie @neverever, erstmal gibt es Vertrauensvorschuss, auch mir selbst gegenüber! Erstmal genießen und nicht suchen und permanent aufpassen und prüfen. Mein Bauch trägt schon keine rosa Brille mehr und ist mein Warnsystem.
Es gibt nicht die Männer oder die Frauen sind alle xy.
Das einzige was ich nicht überleben werde, ist das Leben selbst.
Bis zum Liebeskummer oder Enttäuschung, war die Zeit vorher schön und somit die größere Summe.
 
  • #212
Hättest Du Dich in eine Frau verliebt, die Dich mit Heiratswunsch bedrängt hätte oder geschmollt hätte, wenn Du ihr irgendwas nicht kaufst? Ich denke schon, dass Du Dich auch in den Charakter der Frau verliebt hast und so eine Abzockerin nicht anziehend gefunden hättest.
Tja, das ist das Problem:

Sie hat mich bedrängt zu heiraten aber eben nicht am Anfang, sondern nach zehn Jahren Beziehung, als mein erster Sohn schon drei Jahre alt war.
Und ja, nach der Hochzeit hat sie sukzessive angefangen die Erwerbstätigkeit einzustellen.
Und dann kam die nächste Stufe: sie wollte sich selbst verwirklichen, was in Frauensprech bedeutet: du genügst mir nicht mehr, ich werde mir was neues suchen. Mit "was Neues" ist aber keine berufliche oder persönliche Herausforderung gemeint, sondern immer eine neuer Provider - die Hypergamie ist eben unerbittlich.

Und so entwickelte sich meine Partnerin von einer AMIGA zu einer AWALT.
Dass ich nicht (sehr) bluten mußte - nur Versorgungsausgleich und ich mußte ihren Teil des Hauses, den ich bereits der Bank abgekauft hatte, nochmal an sie bezahlen - "Zugewinnausgleich" -, lag nur an ihrer geringen (psychischen) Belastbarkeit, die dazu führte, daß ich über die Jahre die Hauptbezugsperson für die Kinder wurde.
Versucht hat sie es trotzdem, mich aus Haus (was ich allein finanzierte) und Familie zu "komplimentieren" (sprich: "ich möchte daß Du ausziehst") als sie die Trennung wollte.
Daß es anders gekommen ist, verdanke ich meiner Hartnäckigkeit und Unerschütterlichkeit. Ich hatte ihr angekündigt, alles gegen den Baum zu fahren, falls sie micht abzocken wolle. Sie wußte, daß ich das tue, was ich sage und von da an ging es manierlich zu.
Lag das an ihr? Sicher nicht! Lag es an mir? Sicher ja!

Sorry aber nachdem ich das erleben durfte und als Single plötzlich wieder einen Sinn dafür hatte, zu sehen, was in anderen Beziehungen abgeht und wie mit anderen, mir völlig unbekannten und damit nicht am Herzen liegenden Männern umgesprungen wurde - seit dieser Zeit ist eine Frau für mich zuerst immer eine AWALT und muß sich beweisen, um eine NAWALT zu werden.

Da werden auch keine verbalen Beschwichtigungen etwas helfen, denn die empirischen Beweise, die ich kenne, rechtfertigen eben nicht die pauschale Ausnahme von der Regel, sondern nur die Regel und die lautete prinzipiell immer am Anfang "AWALT".

Und das lernen auch meine Söhne. Tut mir leid für eure Töchter aber das deutsche Familienrecht ist kein Ponyhof und ich muß meine Söhne lehren, sich zu schützen, weil ich weiß, daß sie eine "gute Partie" sein werden.

m47
 
  • #213
Und das lernen auch meine Söhne. Tut mir leid für eure Töchter aber das deutsche Familienrecht ist kein Ponyhof und ich muß meine Söhne lehren, sich zu schützen, weil ich weiß, daß sie eine "gute Partie" sein werden.
Falls du nicht ein alter User unter neuem Namen bist, möchte ich es für dich noch mal kommentieren, wenn wir das hier auch schon immer wieder hatten:
Erst mal: JA ! Eine Hochzeit, insbesondere, wenn Kinder kommen und dann erst recht, wenn einer nicht oder wenig der Erwerbsarbeit frönt oder auch wenn einer sehr viel weniger verdient als der andere, ist eine echte Falle.
Das ist aber kein Thema per se für den Mann, sondern für den, der erwerbstätig ist und mehr hat und verdient.
In meinem Fall war ich das und wir lesen hier in diesem Forum, dass ich kein Einzelfall bin.

Ein weiteres mal: JA ! Auch ich lehre mein Kind, nicht in diese Falle zu tappen. Mein Kind ist aber eine Frau.

Zu meiner Zeit hatte ich das Glück, dass ein unverheirateter Vater so gut wie keine Rechte am Kind hatte.
Heute bekommt er trotzdem standardmäßig das geteilte Sorgerecht und zwar unabhängig davon, ob er Pflichten, z.B. finanzielle übernimmt.
Und da würde ich dann zur Hirschkuh werden.
Im schlimmsten Fall trägt er dann null zum Leben des Kindes bei, darf aber bei allem mitquatschen.
DAS ist das ganz große Elend im hiesigen Familienrecht.
'Mein' Kindsvater hat zwar null beigetragen, außer ein paar Minuten vor 23 Jahren ( ich übertreibe es. Wir waren ein paar Jahre sowas wie zusammen und er hatte danach auch noch sporadisch egoistisches Interesse an ihr ), hatte aber auch null Rechte. Ok, damit kann ich leben.

Ich rate meiner Tochter, und das würde ich jedem raten, der mich fragt, bei allem, was in ihrem Leben relevant ist, davon auszugehen, es allein zu schaffen.
Was sie allein nicht schafft, soll sie nicht machen.

Es sieht inzwischen so aus, zumindest geht sie mit großen Schritten darauf zu, dass auch sie später beruflich sehr erfolgreich sein könnte.
Und sie möchte gerne ein Kind haben.
Ich rate ihr, es allein zu schaffen, beides, zusammen.
Das geht. Sie hat es bei mir gesehen und sie kann sich das ebenfalls vorstellen.

Das bedeutet aber, nach heutigem Familienrecht, dass sie den Namen des Vaters nicht angeben kann, denn sonst wird sie ihn niemals wieder los.
Meine Tochter ist lesbisch, da ist dieses Thema ohnehin etwas komplizierter.

w 50
 
  • #214
Sie hat mich bedrängt zu heiraten aber eben nicht am Anfang, sondern nach zehn Jahren Beziehung, als mein erster Sohn schon drei Jahre alt war.
Allgemein gesagt finde ich es schon ein Problem, wenn man eine Familie haben will, aber nicht für finanzielle Absicherung sorgt für den, der sich um die Kinder kümmert. Es war ja nun jahrzehnte lang so, dass Männer gar nicht auf die Idee kamen, dass Frauen ihr Kind nun auch nicht wie ein Hobby ansehen können.
Allerdings habe ich bei Deiner Ex den Verdacht, dass sie nach 10 Jahren Beziehung einen VersorgungsHINTERgedanken hatte, der ihr anscheinend vorher nicht gekommen ist.
Und so entwickelte sich meine Partnerin von einer AMIGA zu einer AWALT.
Ich finde die Begriffe im Denken schädlich. Eine "Frau wie alle anderen" verurteilt und behauptet pauschal, dass alle Frauen Ausnutzerinnen wären. Es ist eine Gruppe von Frauen.

Für mich sind das individuelle Eigenschaften einer Person, die man hoffentlich irgendwann erkennt, bevor man sich mehr drauf einlässt oder aber, von der man wieder loskommen kann, ohne sich zu ruinieren. Das Fazit daraus ist also, ohne Ansehen der Person und ohne diese Einteilungen in "eine/r wie alle" und "der/die Besondere" gleich von vornherein die Weichen so zu stellen, dass keiner sich übervorteilt fühlen muss bei einer Trennung. Auch jemand, der einfach nur wundervoll am Anfang war, kann zu irgendwas mutieren, dass man das Rennen kriegt.
Ausnutzen ist auch kein Frauending, ich könnte Dir zig Beispiele nennen, wo der Mann den finanziellen Vorteil durch die Bez. hatte bzw. sich verschaffen wollte.

Man sagt ja auch "bei Geld hört die Freundschaft auf", also warum das in Beziehungen so weit vergessen, dass man sich ruinieren würde, wenn man meint, man wollte die Bez. nicht mehr oder der andere sie nicht mehr will.

Den Verlauf Deiner Beziehung finde ich übel, mich wundert nicht, dass Du ein negatives Bild davon hast. Aber ich denke nicht, dass Deine Frau vorher schon irgendwie gezeigt hat, dass sie mal so ticken wird, und ich glaube auch nicht, dass diese Tests am Anfang irgendwas bringen.
Ich würde das eher so angehen: Sie (bzw. Er) ist von Anfang an die Besondere und wenn sie sich als mies erweist, sind die Umstände nicht so, dass einer abgezockt wird, wenn er geht. Das heißt auch, dass man sie absichert, wenn man Kinder will, denn auch die Frau darf ja keine Nachteile davon haben, wenn sie gehen will und aber Kinder versorgt hat.

Auch wieder pauschal. Würdest Du Deiner Tochter raten, sich auf ne Versorgerehe einzulassen? Ich denke nicht und es ist bestimmt nicht so, dass das alle Frauen so glücklich macht, wie Du wg. Deiner Ex meinst.
Allerdings lebt ja auch ein Kind sein eigenes Leben. Also kann man ihm nicht von der Heirat unter üblichen Bedingungen abraten, sondern nur gut beraten, was das für Folgen haben kann, dass keiner blind in dieses Glück läuft.
 
  • #215
Allgemein gesagt finde ich es schon ein Problem, wenn man eine Familie haben will, aber nicht für finanzielle Absicherung sorgt für den, der sich um die Kinder kümmert.
Nunja, ich habe mich überwiegend um die Kinder gekümmert UND die Familie wirtschaftlich abgesichert - was nun?

Ich finde die Begriffe im Denken schädlich. Eine "Frau wie alle anderen" verurteilt und behauptet pauschal, dass alle Frauen Ausnutzerinnen wären. Es ist eine Gruppe von Frauen.

Das hast Du falsch verstanden. Ich habe vielmehr aus der Erfahrung und - nun sagen wir mal anthropologischen Betrachtung heraus erkannt, daß diese Verhalten ein grundlegender und aus uder Positionierung unserer Gesellschaft heraus verstärkter Wesenszug von Frauen ist. Das ist etwas mit dem ein Mann leben muß und kann.

Nur leider ist die Familiengesetzgebung darauf nicht eingestellt und sieht in Frauen allein das aufopfernde Muttertier, dem allein schon durch das Kinderkriegen übel mitgespielt wird. Die Gesetzgebung ist schon grundsätzlich darauf eingerichtet und sorgt somit automatisch dafür, selbst die Frauen, die es eigentlich gar nicht sein wollen in die Richtung "AWALT" zu drängen.

Auf dieses Mißverhältnis werde ich meine Kinder vorbereiten, denn der erste Schritt, einer Falle zu entgehen ist die Erkenntnis, daß es diese Falle überhaupt gibt.

Eine Frau wird durch die deutsche Familiengesetzgebung wenn nicht gezwungen, sondern doch verleitet, sich so zu verhalten - weil es einfach und verlockend und zudem ("das steht mir zu") ihr gesetzlich verbrieftes Recht ist.

Und die Gefühle von Frauen in der Beziehung kühlen sich zwangsläufig spätestens nach dem dritten Lebensjahr des Kindes ab, meist schon mit der Geburt. Das muß man als Mann wissen, und zumindest darauf vorbereitet sein. Und wer meist das Beziehungsende einleitet - nun das ist bekannt.

Es ist ein Dilemma und bedeutet für Männer, die sich eine Familie wünschen grundsätzlich schon aus Selbstsschutz auf ein Beziehungsende im Sinne einer Vorsorge eingestellt zu sein.

Die Vorsorge durch Männer ist aus meiner Sicht in der Beziehung:
-grundsätzlich hälftige Kinderbetreuung und Haushaltsführung
-das Beharren auf Vollzeitbeschäftigung der Frau spätestens ab 3. Lebensjahr des letzten Kindes
-keine Teilzeitarbeit der Frau zuzulassen bzw. die Arbeitszeit im selben Maße, wie die Frau zu reduzieren, um gemeinsam das Familienleben gleichzeitig gestalten zu können
-keine Zugeständnisse in Richtung alleiniger Versorger zu sein!
-NIE nach unten daten und heiraten! (sorry für die gläserne Decke dadurch, thats life)
-keine Frau mit brotloser Ausbildung
-im Falle der Trennung sofort die Arbeitszeit reduzieren, um mehr direkt für die Kinder sorgen zu können
-und anderes mehr, was zur Gleichberechtigung eigentlich selbstverständlich sein sollte.


m47
 
  • #216
Es ist mir - außer einer Trennung durch eine langjährige Partnerin, was hier absolut normal ist - nichts Bedeutendes passiert. Keine Abzocke, kein Unterhaltsprozeß - nichts. Aber ist das mein Verdienst? Wohl eher Glück bei der Partnerwahl damals, jedoch kein Können oder Wissen - nur Spielerglück.
Das ist mir zu esoterisch. M.E. hat es eine ganze Menge mit der bei der Partnerwahl eingesetzten Menschenkenntnis zu tun und natürliich auch in dem Verhalten, welches man/frau selber in der Beziehung zeigt.
Wer als Mann bei der Partnerwahl auf wenig Bildung, wenig Fleiß aber sexuell offensiv achtet, der darf sich nicht wundern, wenn die Folgen davon eintreten.
Ich habe mich bei der Partnerwahl in manchen Eigenschaften meines Exmannes sehr getäuscht (lügen, fremdgehen), in anderen Eigenschaften habe ich richtig gelegen (faire, friedliche Scheidung).

Sie hat mich bedrängt zu heiraten ..... nach der Hochzeit hat sie sukzessive angefangen die Erwerbstätigkeit einzustellen.
Und warum hast Du nicht "Nein" gesagt, wenn Du "nein" gefühlt hast? Männer sind unglaublich feige und weichen den Auseinandersetzungen aus, solange es geht. Wenn die Folgen der Feigheit eintreten, beginnt dann das Gejaule. Glaub' mal nicht, dass nur Männer so ein Verhalten erleben.
Mein Exmannn hatte oft eine große Klappe, ohne realistisch einschätzen zu können, welche Folgen das haben kann. Er war dabei seinen recht gut bezahlten Arbeitsplatz zu verzocken (Abwertung von Kolleginnen). Mein Einkommmen reichte für 2 und trotzdem habe ich ihm gesagt, dass ich ihn nicht durchfütttere, sondern dass er dann bei Aldi Kartons umräumen kann, um seinen Beitrag zum Familieneinkommen zu lesten - Klarttext, so macht frau das.

Ich will eine bessere Welt, in der meine beiden Söhne keine Vorsorge treffen müssen, daß sie nicht als Samenspender und danach als Unterhaltszahler mißbraucht werden. Aber das gibt es nicht durch das Wünschen.
Nö, wünschen hilft da nichts. Du musst ihnen nur beibringen, dass Verhütung Sache desjenigen ist, der keine Kinder will.

Und das lernen auch meine Söhne. Tut mir leid für eure Töchter
Och, ich glaube, das muss Dir nicht leidtun - die Töchter werden froh sein, wenn solche verbitterten Söhne sich von ihnen fernhalten. Wer braucht denn sowas?

Die Vorsorge durch Männer ist aus meiner Sicht in der Beziehung:
-grundsätzlich hälftige Kinderbetreuung und Haushaltsführung .....
Da hast Du meine 100% Zustimmung, inkl. Teilzitarbeit von beiden. In meinem Umfeld funktionieren alle Beziehungen, die so geführt werden als jahrzehntealte Ehen. Und auch bei den jüngeren Paaren die so leben, habe ich noch keine Trennung mitbekommen.
 
  • #217
Und warum hast Du nicht "Nein" gesagt, wenn Du "nein" gefühlt hast? Männer sind unglaublich feige und weichen den Auseinandersetzungen aus, solange es geht. Wenn die Folgen der Feigheit eintreten, beginnt dann das Gejaule. Glaub' mal nicht, dass nur Männer so ein Verhalten erleben.
Ach @Vikky , du bist eine Frau und weißt nicht, was Frauen tun?

Sie hat mir die Pistole auf die Brust gesetzt und (inhaltlich, kann mich leider nicht mehr an den Wortlaut erinnern) gesagt: "Wir sind schon so lange zusammen, ich möchte endlich Sicherheit. Die Hochzeit bedeutet mir sehr viel. Wenn Du das nicht siehst, dann liebst Du mich nicht wirklich. Einem Mann, der mich nicht wirklich liebt, kann ich auch nicht liebe."

Was (sie) mir drohte war klar: Frau weg, Kind weg, An Unterhaltszahlung und nur, weil ich nicht heiraten wollte habe ich gar nicht gedacht - das schien mir noch nichtmal ein Übel zu sein, denn schließlich glaubte ich damals, daß die Ehe ja ein Vertrag für BEIDE Seiten verpflichtend ist. Daß die Ehe aber einen zum Zahlarsch macht, sobald der Vertrag besiegelt ist, daß wußte ich in meinem jugendlichen Überschwang nicht - ich glaubte an verpflichtende Liebe.
Im Alter von Mitte 30 hält man sich immer noch für unsterblich und unverletzlich - ein riesiger Irrtum, wie ich jetzt weiß und Jüngeren zu vermittlen suche.

Frauen sind da wesentlich berechnender, wie ich erfahren habe - und zwar auch in drei kürzeren Beziehungen nach Eheende.
Warum waren die Beziehungen kürzer? - Weil die Frauen merkten, daß ich einer der "Erwachten" bin, denen mit Manipulation und den "Waffen der Frau" nur noch schwer beizukommen ist.

Als Lehre aus meinen Erfahrungen habe ich gezogen, daß es ein Teil meiner Aufgaben hier im Leben ist, männlichen Heranwachsenden die Informationen zu geben, die mir fehlten, als ich der Heirat zustimmte, um die Balance wieder hrezustellen, die durch falsche Gesetzgebung entstanden ist.

Und ich setze mich dafür ein, daß Frauen zugestanden wird, auch Verantwortung für ihre Entscheidungen zu haben, wenn diese Entscheidung nachteilig für die Frau ist. Ich kläre auf, daß ein Gerichtsentscheid, der einen vor der Ehe geschlossenen Ehevertrag für nichtig erklärt, weil er die Frau benachteiligt, gleichzeitig bedeutet, daß man die Entscheidung einer Frau zur Unterschrift unter einen solchen Vertrag als prinzipiell als Handlung einer nicht geschäftsfähigen Person abtut. Wollen Frauen sich das bieten lassen? Daß ihre Handlungen nur dann verbindlich sind, wenn diese keinen Schaden hervorrufen?

Beispiel gefällig: Wieso macht man aus Gehaltsunterschiede, die aus der Berufswahl resultieren plötzlich einen "Gender Pay Gap" den angeblich Männer verursacht hätten? Ist das nicht Entscheidung von Frauen gewesen?

m47
 
T

Toi et moi

Gast
  • #218
Ich finde diese Diskussion sehr interessant. Erst einmal finde ich, dass der FS nicht weiß, ob die schöne von damals wirklich eine Beziehung von ihm wollte. Vielleicht wollte sie nur freundlich sein. Aber angenommen, es ist alles richtig, was er schreibt. Angenommen wollte die Frau wirklich eine "Beziehung" von ihm und wollte ihn nach dem ersten Wort sofort heiraten, in sein Ein Zimmer Appartement /WG/Wohnheim ziehen und ab sofort Bett und Tisch mit ihm teilen. Die Frage ist bloß, hat das Kind von ihr keinen Vater? Hat die Frau keinen Job? Wenn beide negativ, dann bekommt sie Sozialhilfe oder Arbeitslosenhilfe. In DE muss niemand sich einen Ernährer suchen. Und über welches Geld sprechen wir hier eigentlich? Um die Frau und Kind zu ernähren, muss erstmal ein wenig Geld vorhanden sein, was bei dem guten FS nicht der Fall ist. Der FS hat nicht einmal einen Job! Wäre er mehrfache Millionär gewesen, konnte ich ihn wenigstens verstehen.
Ich habe hier eher den Eindruck, dass der FS versucht seine Minderwertigkeitskomplexe aufgrund seines,sagen wir mal, mittelmäßigen Aussehens zu polieren. Er kann sich nicht einmal ansatzweise vorstellen, dass so eine Schönheit ihn begehren könnte und natürlich will sie nur Geld, was denn sonst. Das Geld, das er irgendwann mal hoffentlich verdienen wird und wir wissen alle, wie viel ein Berufsanfänger (Ingenieur) verdient! Darüber kann ich nur lachen.
Ich habe wirklich das Gefühl, dass viele Menschen so traumatisiert sind, dass sie überall Gespenster sehen. Es ist eine traurige Entwicklung.
 
  • #219
Es ist ein Dilemma und bedeutet für Männer, die sich eine Familie wünschen grundsätzlich schon aus Selbstsschutz auf ein Beziehungsende im Sinne einer Vorsorge eingestellt zu sein.
Das finde ich auch total richtig und wichtig (gilt aber auch genauso für Frauen). Dabei fänd ich aber auch wichtig, kein Feindbild aufzubauen bzgl. des anderen Geschlechts, weil ja, wie schon geschrieben, jeder mutieren kann im Zusammenspiel mit dem anderen.
Ich denke, es liegt in der Natur des Menschen, Mann wie Frau, sich in bequemen Situationen einzurichten.
Leider sind nun auch Kinderbetreuung und Bildungspolitik in D nicht gut, so dass immer noch Kinder, bei denen sich länger durch Elternteile darum gekümmert wurde, dass sie lernen und wo mit ihnen gelernt wurde, besser in der Schule sind.
Ich will darauf hinaus, dass man es schlecht als Regel aufstellen kann, in welchem Zeitrahmen es ablaufen soll.

In vielem seh ich das genauso wie Du, insbesondere, was das Einbringen des Mannes und Vaters am Familien- und Haushaltsleben angeht. Wer es als bequemes Angebot nimmt, dass die Frau sich um diese Dinge, die weder Geld noch Ansehen bedeuten, kümmert, rutscht in die Rollenverteilung.
Das ist auch so ein Punkt. Das Aufschau-Dings, das beiden gut gefällt. Mann will für sein Ego Karriere machen und hat, wenn er mehr verdient, auch mehr das Sagen, wohin das gemeinsame Leben läuft, Frau müsste auch Karriere machen, aber dann würde die Beziehung drunter leiden. Also müsste der Mann die Frau ermutigen, ihre weiter voranzutreiben, um dann auch schon mal ihr den Rücken freizuhalten.
Dabei ist dann noch der gesellschaftliche Aspekt dringend zu beachten, also Gleichberechtigung in den Köpfen von Arbeitgebern und Anerkennung, dass nunmal die Frau die Kinder kriegt und ohne Kinder ne Gesellschaft auch eingeht.

Wg. nach unten daten: Ich denke nicht, dass die Profs und Doktoren, von denen ich das mitbekam, dass sie ne Hausfrau haben, nicht wenigstens ne STUDIERTE Hausfrau hatten. Also gute Ausbildung und Job heißt nicht, dass das Problem vom Tisch ist. Ich würde sagen, wenn es denen um eine arbeitswillige und -fähige Frau gegangen wäre, wären sie mit ner Handwerkerin oder Kassierin besser bedient gewesen, weil die nicht solche Ansprüche stellt an ihren Job und schneller wieder einen gefunden hätte in ihrem Fachbereich. Eine mit wiss. Studium kommt nie wieder rein in ihren Job, wenn sie einmal draußen war, würde sich aber nicht an eine Kasse setzen ohne Not.
 
  • #220
Nach der aktuellen Gesetzeslage kann, so wie mein Anwalt mir das erklärt hat, der Mann zu nachehelichem Unterhalt verpflichtet werden, wenn die Frau aufgrund der Kinderbetreuung (und die erlaubt leider selten flexible Arbeitszeiten) ihrem erlernten Beruf nicht mehr nachkommen kann und deshalb finanzielle Nachteile hat. Wäre in meinem Fall so gewesen, und ein Nebenjob war auch nicht möglich, da der Vater das Kind nur eine Nacht pro Monat betreut. Ich habe übrigens dankend verzichtet (soviel dazu, was Frauen tun). Den Kindesunterhalt muss er zahlen, aber selbst wenn ich darauf verzichten würde/dürfte - ein Mann, der sich als "Zahlarsch" fühlen will, wird sich so fühlen, da kann die Frau sich noch so anständig verhalten.

Bei einer Frau, die studiert hat, setze ich eine gewisse Intelligenz voraus. Ich habe nicht studiert, aber sogar mir war nach einer gescheiterten Beziehung und der alleinigen Verantwortung für ein Kind klar, dass ich nicht verlangen kann, dass ein Mann das übernimmt, was selbst der Kindsvater nicht tun will. Und damit meine ich nicht nur finanzielle Dinge.

Kaum eine Frau mit Kind wird sich darauf ausruhen, einen "Zahlarsch" gefunden zu haben, denn sehr schnell kann sie wieder alleine dastehen.

Meinem Exmann war es natürlich recht dass ich immer mein eigenes Geld verdient habe, aber nur, wenn es seine Bequemlichkeit nicht beeinträchtigte und er seinen Hobbies voll nachgehen konnte.
 
  • #221
Naja, schiebe bitte die Verantwortung nicht weg von dir. Das Verhalten deiner Ex war nicht mal subtil und du hast dich sehenden Auges in das Unglück gestürzt. Bestimmte Handlungen lassen auf bestimmte Charakterzüge schließen und wer sich dafür blind und taub stellt muss eben mit den Folgen leben und sich später nicht beschweren. Ich bin keine Therapeutin für Menschen, die nicht nur blind waren, als sie sich seinerzeit haben täuschen lassen, sondern beschlossen haben, weiterhin blind zu bleiben in Bezug Ihre eigenen Versäumnisse.
Ich zum Beispiel bin alles, wovon du rein nach äußeren Kriterien schreiend weglaufen würdest. Komme ursprünglich aus einem osteuropäischen Land, habe nach deiner Auffassung ein "minderwertiges" Studium (aus dem ich allerdings mehr gemacht habe als manche aus ihrem "hochwertigem"), habe aufgrund unglücklicher Familienverhältnisse trotz eines richtig guten Einkommens immense Schulden (auch Eltern können ihre Kinder abzocken, das ist kein Privileg von Ehefrauen)... Nun habe ich seinerzeit einen tollen Mann kennengelernt von dem ich mich sehr angenommen und gewertschätzt gefühlt und den ich sehr geliebt habe. Er hat mich trotz allem geheiratet (ohne Ehevertrag). Wir haben ein Haus zusammen gekauft, ich habe mich um buchstäblich alles in unserem Leben gekümmert, er konnte sich ausschließlich auf seinen Job und sein Hobby konzentrieren. Ich habe ebenfalls Vollzeit gearbeitet bzw. noch etwas mehr weil meine Ausgaben für uns zwei auch höher waren als für mich alleine. Als wir uns getrennt haben und ich ausgezogen bin hat es ihn lediglich den Betrag x (den er von alleine vorgeschlagen hat und ich ohnr Diskussion akzeptiert habe) gekostet für meine neue Möbel und die Anmietung der Wohnung weil er gerne das Haus 1:1 so behalten wollte, wie es war und somit alle Gegenstände und Möbel, die ich gekauft habe und die teilweise sogar mir gehört haben, bevor wir uns kannten, bei ihm geblieben waren. Jeder hier würde sich über den Betrag totlachen. Für mich war es in Ordnung, wir sind zum Notar gegangen und ich habe auf sämtliche Rechte aus dieser Ehe verzichtet. Er kann ohne Altlasten ein neues Leben führen und muss nicht dafür bestraft werden, dass er mich geheiratet hat. Ich habe da mein eigenes Gerechtigkeitsempfinden und brauche kein Gesetz. Nichts wäre einfacher gewesen als einfach nur darauf zu bestehen, zu bekommen, was mir zusteht und damit alle meine Schulden auf einen Schlag abzuzahlen. Aber hätte ich damit leben können, diesen tollen Mann so zu behandeln, mit dem ich eine so glückliche Zeit hatte? Sicher nicht. Auch wenn er mies gewesen wäre hätte ich nichts von ihm haben wollen dann wäre ich froh gewesen, weg zu sein. Aber mir geht mein Seelenfrieden über das Geld. Und mein Ex Mann hat aus meiner gesamten Art erkannt wie ich bin. Deshalb muss weder er noch ich Frust schieben. Eher habe ich das Problem zu sagen, ich werde nie wieder jemanden treffen, der so ehrlich gutes Herz hat wie er.
 
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