• #1

Alleinerziehende Frauen = soziale Abwertung - wer kennt das?

Hallo. Vor einigen Tagen stellte ich den Parallelthread "Unterschiedliche Erziehungskonzepte" online. Ein Mann, mit dem ich mich seit Wochen regelmäßig traf, erzog die Kinder mit seiner Exfrau sehr behütet. Ich hingegen bin schon sehr lange alleinerziehend mit drei Kindern und kann auf keinerlei väterliche / familiäre Hilfe zurückgreifen. Dennoch geht es meinen Kindern und mir gut. Meine Kinder sind natürlich deutlich weniger behütet aufgewachsen. Der Mann, mit dem ich mich traf, hütet die Kinder (14 / 16 J.) immer noch ein, wenn die Exfrau nicht da ist, und richtet sich in seinem Alltag nach den Kindern und der Exfrau.
Nun hatten wir ein klärendes Gespräch. Dabei kam heraus, dass er glaubt, meine Kinder seien mindestens stark vernachlässigt, eigentlich aber eher schon kurz davor, abzurutschen! (Alle besuchen das Gymnasium, haben gute bis sehr gute Noten, verabreden sich oft, haben normale Hobbies, rauchen nicht ...) Er fand kein Verständis für den abwesenden Vater (das konnte ich noch nachvollziehen, wird aber von mir nicht thematisiert, weil es lange abgeschlossen ist), und im gleichen Zuge meinte er, er könne auch nicht verstehen, warum ich nicht zuhause sei, wenn die Kinder aus der Schule kommen, oder sie abends ohne Betreuung allein lasse (meine Kinder sind alle in der Pubertät, ich lasse sie ca. 3 Abende im Monat allein, weil ich selten ausgehe).
Zunächst war ich verblüfft, dann ärgerte ich mich, denn ich empfand seine Bemerkungen als herablassend und abwertend. Dann bezeichnete er sein Erziehungsmodell auch als "Standard".
Sehen möchte er mich übrigens weiterhin als "platonische Freundin", weil er gern Zeit mit mir verbringt. - Hat eine andere alleinerziehende Mutter ähnliche Erfahrungen gemacht? w 42
 
  • #2
Ich verstehe nicht, wie du so eine Diskrepanz zur allgemeinen Abwertung alleinerziehender Frauen verallgemeinern kannst. Du und er, ihr habt unterschiedliche Erziehungsstile, wenn du dich von ihm schulmeistern lassen willst, mußt durch nur auf sein Angebot der platonischen Freundschaft eingehen. Dann hat er jemanden, auf der er herabschauen und sich besser fühlen kann und du kannst dich über jemanden aufregen.
 
  • #3
Soziale Abwertung sollte seine Beurteilung deines Erziehungskonzeptes sicher nicht sein!

Es war eventuelll das alte Spiel des Aufschaukelns von Argumenten:
Du siehst ja auch das Erziehungskonzept deines Partners (Ex?) sehr, sehr kritisch, wie aus dem Parallelthread unschwer zu erkennen ist. Hast du ihm dies auch zu erkennen gegeben? Dann gibt eben leider ein Wort das andere, und auch er fühlte sich selbst wohl auch zu unrecht in der Kritik.
 
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  • #4
Naja, da darfst du dich nicht wundern. Ich und einige andere (auch Angela) meinten ja schon im Parallelthread, dass es für dich eigentlich keinen Grund gibt, sein Erziehungskonzept negativ zu beurteilen, weil es nun mal unterschiedliche Erziehungskonzepte gibt. Solange kein Kind dabei zu Schaden kommt, müssen Eltern das selbst beurteilen. Da du ihn jetzt anscheinend darauf angesprochen hast, hat er sich natürlich zur Wehr gesetzt - das ist eine recht normale Reaktion, gerade, wenn es um die eigenen Kinder geht. Sie ist auch nicht verwunderlich, immerhin ist er einer der wenigen Väter, der sich trotz Trennung von der Kindesmutter, um die Kinder wirklich voll bemüht. Da verwundert ihn dein Stil natürlich. ABER: Du hast das Thema aufs Tapet gebracht, nicht er.

Was das alles mit "sozialer Abwertung" zu tun haben soll, verstehe ich nicht. Auch seine Ex ist alleinerziehend, entspricht aber seinen Vorstellungen einer guten Mutter aber einfach eher. Ganz verstehe ich dich nicht: Du hinterfragst seine Erziehung und ärgerst dich dann über Rückenwind? Es gab doch keinen Grund zur Kritik, alle Mitglieder seiner Familie sind mit dem Modell zufrieden.
 
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  • #5
Du liegst daneben, FS!
Der Mann hat andere Vorstellungen von Kindererziehung, als Du - das ist aber auch alles. Für ihn lassen sich Eure diesbezüglichen Vorstellungen nicht vereinbaren.

Dies hat nichts mit sozialer Abwertung alleinerziehender Frauen zu tun!
 
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  • #6
Vermutlich hat seine Exfrau ihm ihr "Zuhause-ist-es-doch-am-schönsten" mit dem Wohl der Kinder verkauft. Als Mann glaubt man das zunächst einmal und merkt nicht, dass gerade überbehütete Kinder sehr oft missraten oder im Leben scheitern. Bei mir war das genauso. Erst nachdem ich Kindererziehung, Haushalt und anstrengenden Beruf selbst und allein gestemmt habe, habe ich gemerkt, dass das dem Kind alles andere als schadet. Als ich dann mit meiner zweiten Frau und ihrem und meinem Kind zusammengezogen bin, habe ich sogar erkannt, dass Selbständigkeit und eine Mutter, die Leistung vorlebt, dem Kind nützen. Ändern wirst Du diesen Mann nicht, solange er nicht selbst die Erfahrung macht. Ich würde den Kontakt einstellen und mir einem Mann eine Chance geben, der Leistung zu schätzen weiß. Die sind gerade in reiferen Jahren gut zu finden.
 
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  • #7
Liebe FS,

Erziehung ist Glückssache!!!!
Es spielen so viele Faktoren mit, die wir gar nicht beeinflussen können.
Ich bin AE mit 2 Töchtern 14-17 J.
Kritik wirst du immer bekommen, egal wie du die Kinder erziehst. Immer wird Jemand da sein, der es besser wissen will.
Ich erziehe meine Antiaut. Beide auf Gym. große verbringt Samstage von sich aus jetzt schon in der Uni Bibl. , Partys, trinken und rauchen interresieren sie nicht, wobei ich sagen muß das sie die einzige ist in ihrer Freundeskreis die nicht raucht.
Wenn ihre Freunde Kummer haben kommen sie oft zu mir weil sie mit ihren Eltern nicht darüber reden können.
Wir haben keine Geheimnisse, Probleme werden gemeinsam gelöst.
Sie ist sehr rassig und atraktiv aber will keinen Freund weil sie der Meinung ist, das eine Beziehung sich auf ihren Abi auswirken würde.

Die kleine distanziert sich seit einiger Zeit von Freunden, ich machte mir erst große sorgen.
Dann kam eine Mutter zu mir und sagte meine wäre für ihre Tochter zu langweilig.
Ich habe es nich kommentiert und habe es hingenommen, bis ich erfuhr das die anderen Mädels mit 14 schon verkehr mit anderem Geschlecht hatten, andere wurden vor paar tagen von Poliz. bei rauchen und Alk. erwischt. Alles Gymn. aus behütteten familien.
Ich verstand meine Tochter und ihren distanz.

Vor 6 Monaten kritisierte mich mein Freund auch, mittlerweile ist er überzeugt von meinem Erziehungsstiel.
Mach dir nich so viel Gedanken es kommt so wie es kommen soll, sei da wenn sie dich brauchen.

Viel Glück und LG
 
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  • #8
Er sieht Kindererziehung anders als du. In deiner Schilderung klingt es als würde er dich angreifen, daher verstehe ich nicht wieso er ein platonischer Freund sein möchte. Ich finde seine Kommentare nicht freundschaftlich. Als Freund würde er sehen wie gut du das hinkriegst mit deinen Kindern.
w43
 
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  • #9
Ich kann da keine Abwertung erkennen und auch nicht verallgemeinern. Ihr habt halt unterschiedliche Erziehungskonzepte und jeder macht es so gut wie er/Du es kann. Ich denke, Du fühlst Dich persönlich getroffen wegen seiner Kritik und wertest Dich dadurch selber ab. Finde doch heraus, weswegen Du Dich abgewertet fühlst, wenn Du doch zu Deinem Erziehungskonzept stehst. Fehlt Dir vielleicht Anerkennung? Hast Du Dir die vielleicht gewünscht?
 
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  • #10
Hm... also wenn ich seine Argumente so lese und deine Situation mit seiner vergleiche, dann steigt in mir auch Wut hoch.
Wut darüber, dass er nicht sieht, dass du ja gar keine andere Möglichkeit hast - denn wenn du mittags Deine Kinder bekochen sollst, wann solltest Du dann arbeiten und Deinem Beruf nachgehen.
Man sollte sich als Frau nicht der Kinder zuliebe völlig vernachlässigen. Das danken einem die Kinder später nicht!

Kann sein, dass er sich auch von Dir angegriffen fühlt. Aber seine Kinder früh zur Selbständigkeit zu erziehen, ist in vielen Ländern Gang und Gäbe. Im übrigen gibt es auch nur in den westlichen Industrieländern das "Phänomen" der Pubertät. Die Kinder sind schon eher erwachsen, werden aber noch behandelt wie Kleinkinder ohne wirkliche Aufgaben (schule zählt da nicht!) und Pflichten und die Eltern helikoptern immer noch um die Kinder rum.

Ich kann deine Situation natürlich nicht beurteilen und auch Eure Erziehungskonzepte nicht. Meine Kinder sind erst 6 und 2 und deswegen fange ich auch alleinerziehend erst im Herbst wieder an zu arbeiten.
Aber wenn der Superdaddy alles so kritisch sieht, könnte er Dir ja ein bisschen unterstützend unter die Arme greifen, als "vom Beckenrand" schlauche Kommentare abzugeben.
Er hat ja eine Hausfrau und Mutter trotz Trennung, die sich um die Kinder kümmert.
Vielleicht sollte er sich erst einmal mit Deinen Kindern beschäftigen, bevor er sich so ein Urteil erlauben kann?! Schließlich verletzt das doch sehr, wenn einem vorgeworfen wird, keine gute Mutter zu sein.

Neulich habe ich in der Elternzeitschrift NEON gelesen, dass es gut ist, wenn wir von Freunden und Bekannten auch mal kritisiert werden für unsere Erziehungskonzepte, weil sie Denkanstöße vermitteln und es NICHT stimmt, dass andere sich nicht einmischen dürfen. Sie sehen es aus einer objektiven Warte und können mögliche Verbesserungen leichter erkennen. Da sollte man sich nicht ganz gegen verschließen und völlig dogmatisch sein.

Ich habe deinen anderen Thread auch schon gelesen und habe mal noch eine andere Frage:
Liebst Du diesen Mann? Irgendwie höre ich nie etwas Positives über ihn? Vielleicht passt ihr nicht so ganz zusammen?

w,39
 
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  • #11
Liebe Fragestellerin!

Mit diesen Mann würde ich nicht mehr in Kontakt stehen wollen, auch wenn er sich entschuldigt.
Er wäre mir zu engstirnig und die Aussage, meine Kinder wären stark vernachlässigt, empfände ich extrem beleidigend. Hat er deine Kinder je kennengelernt? Erwartet er sich nach diesen Angriffen allen Ernstes noch Freundschaft?

Glücklicherweise hängt das Gefühl der Abwertung nicht von Anderenn ab, sondern nur von dir selbst. Ich empfinde Hochachtung für Frauen, die drei Kinder großziehen und da auf wohlgeratene Menschen blicken können.
 
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  • #12
Hat eine andere alleinerziehende Mutter ähnliche Erfahrungen gemacht? w 42

Nein, und ich habe in den wenigen Jahren nicht wenige Männer gedatet. Alle hatten, was das Thema betrifft, ganz normale Ansichten, bzw. haben sich sogar in meinen Augen viel zu wenig um ihre Kinder gekümmert, was aber nicht der Trennungsgrund bzw. der Grund nicht zusammen zu kommen an sich war.

w 48
 
  • #13
Ich kann keine soziale Abwertung von AE von Seiten des Mannes sehen. Das einzige was man sieht ist eine unterschiedliche Meinung zum Thema Erziehung und das ist normal und nicht schlimm. Es gibt auch viele AE Frauen die das Erziehungskonzept des Mannes teilen und auch entsprechend handeln. Lieber auf Einkommen verzichten um mehr bei den Kindern präsent sein zu können. Ich weiß nicht, wo du da eine generell Abwertung aller AE ableitest. Das ist nur eine Kritik an deiner Erziehung, nicht mehr und nicht weniger.
 
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  • #14
Also ich kenne das Gefühl "sozial abgewertet" zu sein ebenfalls. Und das hat auch damit zu tun, dass der KV sich weder kümmert und bis zum 17. Geburtstag unseres "Kindes" keinen Kindesunterhalt bezahlt hat.

Es ist nämlich ein himmelweiter Unterschied ob eine AE vom KV Unterstützung in Sachen Erziehung und BarUnterhalt erhält oder nicht.

Eine AE, die nie ein freies WE, nie die Hälfte der Ferien frei hat ist in einer vollkommen andern Situation als Frauen, bei denen das zutrifft.

Leider wird von den wenigsten Außenstehenden dieser massive Unterschied mit seinen Konsequenzen gesehen.
Leider auch n icht aus Sicht der Ämter. AE ist dort AE.
Ich musste sogar eine ERziehungsberatung erleben, die das nicht geschnallt hat.

Ich habe mich mittlerweile von vielen Menschen eben aus diesem Grund zurück gezogen. Weil viele diesen Unterschied bei AEs einfach nicht kapieren. Und ich laß ich dies bezgl. auch nicht mehr verletzten.

Liebe FS, der Mann hat Dich zwar nicht sozial abgewertet, aber Du empfindest es so (zurecht).
Klar hat er Dich gerne als platonische Freundin, da kann er nämlich sein eigenes Ego gut dabei aufwerten...
 
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  • #15
Ich persönlich würde es auch eher als Angriff auf meine Kompetenz als alleinerziehende Mutter sehen. Und ja! - ich hatte gerade in der letzten Beziehung ähnliches erlebt.
Anstatt der alleinerziehenden Mutter Hochachtung und Respekt zu zollen - schließlich sind deine Kinder sehr "wohl geraten" - und zwar aus deiner eigenen Kraft heraus, liebe FS. Da gab es keinen Vater, der sich mit dir was die Pflichten angeht, hätte mit dir abwechseln können und du dadurch hättest etwas mehr Freiraum für dich haben können. Wir sind ja schließlich nicht nur Mütter und Arbeitstiere sondern auch Frauen mit Wünschen und Vorstellungen.
Diesen Typ würde ich in den Wind jagen. Soll er sich doch eine Glucke suchen, die seine Ansichten teilt und mit der er glücklich wird. Du hast allen Grund auf dich, deine Kinder und was du allein geschafft hast, stolz zu sein. So jemand wie dieser "Mann" zieht dich nur runter. Das hast du nicht nötig.
 
  • #16
Du hattest ja schon in Deinem früheren Thread erkannt, dass Ihr unterschiedliche Erziehungsstile habt. Dort hattest Du Deinen Stil als besser und seinen Stil als schlechter angesehen. Er sieht es eben genau umgekehrt und findet - wenig überraschend - seinen Erziehungsstil besser als Deinen. Mit "sozialer Abwertung alleinerziehender Mütter" hat das nichts zu tun.
 
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  • #17
Tut Euch zusammen. Macht ein lustiges Patchwork. Nehmt das Beste aus beiden Erziehungsstilen. Alleinerziehung ist nicht gut bzw. unnatürlich. Alle leiden darunter. Also Schluss damit. Viel Glück.
 
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  • #18
  • #19
ich sehe die äußerung des mannes schon als eine soziale abwertung!
er stellt sein erziehungsmodell über das ihrige, hält es für überlegen und für "normal".
ihres ist damit unterlegen und nicht normal.
damit wertet er ihren stil ab.

abgesehen davon halte ich es für absolut übertrieben, pubertierende jugendliche derartig zu beglucken, wie er es fabriziert!
dieser mann ist meiner meinung nach der typische "helikopter-papa", ein phänomen der momentanen zeit.
helikoptereltern halte ich für ausgesprochen problematisch, sei es bezogen auf die entwicklung der kinder, als auch im missionierungsgebaren anderen eltern gegenüber, die es entspannter angehen lassen und den kinder raum zur eignentwicklung lassen.

so gesehen ist es natürlich richtig, dass hier 2 erziehungsstile aufeineinderteffen,
trotzdem äußert sich der mann abwertend über den stil der frau. typisch für den helikopter-papa; das einreden eines schlechten gewissens: beispiel abrutschen der kinder.
 
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  • #20
Ob das eine Abwertung ist, kann man doch nur kontextabhängig feststellen. Und da die FS begonnen hat, ihn zu kritisieren, ist es völlig normal, dass er sich gewehrt hat. Denn in dem Moment, wo sie den Punkt zum Thema erhoben hat, hat sie sich ja angemaßt, das Maß der Dinge und normal zu sein, somit war er der "Abnormale". Völlig logisch, dass er den Spieß umdreht.
 
  • #21
Die Abwertung bezüglich Erziehungsstile ist keine soziale Abwertung, sondern eine Abwertung der pädagogischen und psychologischen Grundgedanken.

Genau so abwertend sind Ausdrücke wie "Hekikopter-Papa", "beglucken", usw., oder die behütende Erziehung als schlecht, oder problematisch zu bezeichnen, ebenso, wie es abwertend ist, der anderen Seite den sozialen Abstieg zu prognostizieren, oder Vernachlässigung zu unterstellen.

Da fühlt sich jeder (in beiden Fällen), ob Mutter oder Vater zutiefst angegriffen, und das zu Recht, denn wir alle wollen doch das Gleiche: Dass unsere Kinder ihr Leben meistern!
 
  • #22
Die Abwertung bezüglich Erziehungsstile ist keine soziale Abwertung, sondern eine Abwertung der pädagogischen und psychologischen Grundgedanken.

Genau so abwertend sind Ausdrücke wie "Hekikopter-Papa",

der begriff helikopter-papa ist keine abwertung, sondern angelehnt an den begriff helikopter-eltern.
helikopter-eltern ist ein geläufiger begriff für etwas "übermotivierte" eltern, deren überbehütung die entwicklung der kinder eher stört, als fördert.
sie schwirren quasi permanent um ihre kleinen racker herum. in pädagogenkreisen ist dieser typus berüchtig.

heutzutage ist es ja eher so, dass diese eltern das problem des loslassens haben, nicht die kinder.
selbiges scheint auf den, von der fs beschriebenen mann zuzutreffen.
das meine ich keineswegs abwertend, sondern rein sachlich gesehen.
 
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  • #23
Liebe Zeit. Er stellt Dich als Rabenmutter von halb-verwahrlosten armen Würmen hin.
Da würde ich mich auch abgewertet fühlen.
Drei Kinder alleine großzuziehen und alleine seine Frau im Leben zu stehen ist nicht so einfach. Das verdient Respekt und keine unverschämte Kritik.
w
 
  • #24
Drei Kinder alleine großzuziehen und alleine seine Frau im Leben zu stehen ist nicht so einfach. Das verdient Respekt und keine unverschämte Kritik.
w

Das sehe ich ganz genau so! Nur sollte jeder, um eine Eskalation der Diskussion zu vermeiden, auch den Erziehungsstil des anderen respektieren!
Extreme im Umgang mit Kindern wären tatsächlich schädlich, was sicherlich hier (in beiden Fällen!) auszuschließen ist.
Das "Babysitten" von Kindern im Alter von 14 und 16 Jahren wäre natürlich überflüssig, jedoch glaube ich eher, dass es der Vater der beiden Teenies einfach genießt, sie noch eine zeitlang verwöhnen zu dürfen. Schaden wird ihnen das gewiss nicht!
 
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  • #25
Er ist Dein Partner. Deshalb ist etwas mehr Respekt und Achtung vor seinen Vorstellungen sicher angebracht. Ansonsten müsst ihr Euch einigen - wie jedes Paar.
 
  • #26
Die Zukunft wird an den Kindern zeigen, wer von den Beiden schlussendlich die bessere Erziehung gemacht hat ?Ich tippe auf die FS, als Bessere. Weil deren Kinder m.E. mehr auf Selbständigkeit erzogen werden.

Ansonsten: Lasst das Thema Erziehung künftig bleiben.
Zwei versch. Meinungen und Einstellungen - unvereinbar - ausdiskutiert = Ende.
 
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  • #27
OMG.... Ich weiß genau, wovon du da sprichst, liebe FS. Auch mir geht es oft so - viel zu viele Menschen geben AE-Müttern das Gefühl, dass sie Rabenmütter sein würden, nur weil sie arbeiten gehen, auch mal ausgehen und/oder die Kinder "erst" nachmittags um halb fünf aus der Kita abholen... Es hat oftmals etwas damit zu tun, dass die anderen Muttis dann anfangen mit "oh... der arme kleine J., der muss ja immer sooooo lange im Hort bleiben, der aaaaarme...." Automatisch ist man eine schlechte Mutter, die ihr Kind abschiebt, es vernachlässigt. Und wenn man VZ arbeiten geht, ist man auch oftmals automatisch "assig" , weil "mal im Ernst - die Frau, die so wenig verdient und auch so wenig Unterhalt bekommt, dass sie noch VZ arbeiten muss... das müssen ja irgendwo Assis sein!" oder "bestimmt haben die Schulden!" oder "die denkt doch nur an sich - statt sich ständig schicke Klamotten, Schmuck und Schuhe zu kaufen, sollte sie lieber auf etwas mehr verzichten und weniger arbeiten gehen und die Zeit mit dem Kind verbringen".... alles Sachen, die in der Realität gesagt werden und die mir in meiner Situation zu Ohren gekommen sind.
Es wird pauschalisiert!!! Es wird gelästert! Es wird immer jemanden geben, dem das nicht schmeckt, wie du es machst - ganz einfach deswegen, weil du es anders machst als die Mehrheit. Ich habe aufgehört mich zu rechtfertigen.
Ich mache einen geilen Job, für den ich lange Jahre studiert habe, der mir Spaß macht und mich erfüllt. Aber genauso gerne bin ich Mutter, ich liebe mein Kind. Für mich ist überhaupt nichts schlimmes daran, meinen Sohn auch mal einen Abend allein zu lassen, ihn nicht täglich selbst zu bekochen geschweige denn stets und ständig jeden seiner Schritte zu überwachen, ihn durch die Gegend zu kutschen oder seine Hausaufgaben für ihn zu erledigen. Wenn andere Mütter in dieser Rolle aufgehen und dafür leben - bitte. Ich akzeptiere es, dass andere es anders machen und denke mir meinen Teil dazu. Ich verurteile niemanden, der sich für 100% Hausfrau und Mutter entschieden hat - nur leider erfahre ich für mein Lebensmodell so gut wie nie Akzeptanz.
Tja... so ist es. Ich finde meinen Sohn toll so wie er ist. Er ist gut in der Schule, ich habe nie Probleme mit ihm gehabt, er ist zwar schüchtern, aber trotzdem hat er Freunde, er macht Sport, geht in die Konfirmandengruppe, macht sein Bett selbst und stellt sogar hin und wieder den Trockner an (hui!). Und ich arbeite, verdiene gutes Geld, kaufe mir davon die Dinge, die ich brauche oder auch nicht brauche aber schön finde, und gut!

Ganz ehrlich - was willst du mit so einem Mann??? Was willst du mit platonischer Freundschaft? Weiß der überhaupt, was der an dir hat???
 
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  • #28
Da kann ich nur eins sagen.... nicht mehr treffen- er wird immer etwas auszusetzen haben... Aber wenn du es lockerer siehst, mit dem weggehen, dann wird er das natürlich hinnehmen, weil du immer flexibel bist, gemeinsame zeit freizuschaufeln und er nicht. Er wird dich immer hinter die Bedürfnisse seiner Kinder und ex-frau stellen, weil die schafft es wohl nicht alleine. Gerade mitgemacht für fast 5 Jahre. Wenn's brennt und du echt mal Unterstützung brauchst sei's Finanz. oder mental in der Beziehung, wird er dich wieder nur ständig alleine lassen. ich habe nicht mehr die kraft, mich zu rechtfertigen, warum ich gewisse Sachen anders mache. Wahrscheinlich ist er einfach noch nicht soweit mir seiner ex und wird es auch nie sein. Von daher das Klammern an seinen erziehungsstil. Es ist günstiger für die Herren an altem festzuhalten, wie wirklich Konsequenz zu zeigen und etwas zu ändern mit der ex....

<Mod.> ... es ist unglaublich. <Mod. Unsachliches entfernt.>
 
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  • #29
Er wertet Dich zwar nicht sozial ab, aber er setzt Deinen Erziehungsstil herab, indem er behauptet, Du würdest Deine Kinder vernachlässigen und sie würden abrutschen - was auch immer er damit meint...

FS, ich würde nicht mal eine platonische Freundschaft mit diesem Mann haben wollen, vermutlich wird er dann weiterhin an Deinem Erziehungsstil rum kritisieren und schulmeisternd auf Dich herabblicken.
w
 
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