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  • #1

Alleinerziehende: Wie können wir zeigen, dass es nicht so schlimm?

Ich bin 34 mit zwei Töchtern (8 und 5). Mein Mann hat sich vor drei Jahren von uns getrennt und ist zu einer Arbeitskollegin gezogen, mit der er wohl schon länger eine Affäre hatte. Ich habe seitdem keinen Mann mehr gehabt und erlebe es etwa wie die andere Fragestellerin: Wenn ich erzähle, dass ich zwei kleine Kinder habe, flaut das Interesse der Männer sofort auf Null ab. Obwohl sie Sekunden vorher noch super geflirtet haben und mich toll fanden. Das ist wirklich schade. Frederikas Liste mit den möglichen Problemen ist ja nicht falsch. Wahrscheinlich denken die Männer wirklich so! Aber ich würde lieber diskutieren, wie man diese Probleme lösen kann. Wie man den Männern vermitteln kann, dass und wie diese Probleme praktisch lösbar sind.
 
  • #2
Liebe Fragestellerin! Ich finde Deinen Ansatz sehr konstruktiv und vernünftig! Ich bin gespannt, welchen praktischen und umsetzbaren Tipps wir hier sammeln können werden.

Dabei müssen wir sicherlich zwei Bereiche unterscheiden:

1) FLIRTSITUATION
Ich befürchte, dass in dem Moment, in dem Du einem flirtenden, interessierten Mann erzählst, dass Du Kinder hast, die innere Reaktion des Mannes kaum beeinflussbar ist. Die meisten partnersuchenden Männer wissen doch genau, welche Ausschlusskriterien sie haben, z.B. auf keinen Fall eine Raucherin, auf keinen Fall eine Alleinerziehende. Ob man in diesem Moment wirklich geschickter formulieren und diese innere Abkehr abwenden kann? Ich bin skeptisch und gebe zu, dass mir dazu spontan nichts einfällt. Vielleicht später mehr?

2) NEUE BEZIEHUNG
Wenn man einen Mann erst einmal an der Angel hat, dann beginnt natürlich die Phase, in der die von mir geschulderten Probleme anfangen zuzugreifen. Jetzt kann man also sicherlich bei vielen Punkten aktiv gegensteuern. Dazu mehr, nachdem ich die Punkte hier für alle wiederholt habe.
 
  • #3
Warum wollen Männer nicht so gerne eine Frau mit Kind?

1) Die Kinder werden nach dem Erziehungskonzept der Mutter erzogen -- der neue Mann hätte Null Mitspracherecht, je nach Alter sind die wichtigsten Dinge ohnehin schon entschieden. Erstes Problem damit: Der Mann müsste zwar zwangsläufig elterliche Aufgaben übernehmen, wie z.B. Trösten falls es hinfällt, aufpassen, dass nichts passiert, mal zu Bett bringen, wenn die Mutter auf Dienstreise ist, vielleicht bei Hausaufgaben helfen, bei Jungen vielleicht typische Männerfragen beantworten und so weiter, aber all das ohne wirklichen Einfluss, also nur Pflichten, keine Rechte. Man lebt auf engsten Raum zusammen, soll aber gar nicht Vater sein, sondern nur Freund oder so -- mehr als unbefriedigend.

2) Zweites Problem aus 1: Würden die beiden jemals ein gemeinsames Kind bekommen, könnte der Vater selbst dieses Kind kaum so erziehen, wie er es sich vorstellt, weil ja durch Kind 1 schon alle wichtigen Entscheidungen getroffen sind und sich kaum für mehrere Kinder der Familie unterschiedlich gestalten lassen, und wenn nur mit erheblichen Problemen und Diskussionen.

3) Was immer das Kind macht und nicht soll, der Mann würde doch nur hören: "Du bist nicht mein Vater". Eine undankbarere Aufgabe als quasi Stiefvater zu sein, gibt es nicht.

4) Der leibliche Vater des Kindes wäre immer noch irgendwie spürbar. Man würde ihn treffen, müsste mit ihm sprechen, sogar Wochenend- und Urlaubsregelungen absprechen. Einen so nahen Ex könnten und wollten die meisten Männer aber auch gar nicht ertragen, geschweige denn auch noch Rücksicht darauf nehmen. Und dann erst die unklare Lage bei Familienfesten?! Das gibt nur Ärger ohne Ende oder Kompromisse, die eigentlich weh tun und niemandem liegen. Kaum ein Mann möchte Weihnachten oder Geburtstage mit dem Ex des Partners zusammentreffen, geschweige denn feiern. Und die meisten möchten sich darüber auch nicht einmal Gedanken machen müssen.

5) Ein Kind kostet Zeit, Nerven und materielle Mittel. Die bringt ein Mann gerne für seine eigenen Kinder auf, aber nicht für fremde. Tut mir leid, ich weiß schon wieder die Zerfleischungen werden kommen, aber so sind nun mal die Fakten. So ehrlich muss man sein.

6) Gerade in der Kennenlernphase und der Frühphase einer neuen Partnerschaft möchte man das Verliebtsein genießen und ausleben könne. Kurzurlaube, lange Nächte, viel Sex, viel Spaß, viel Freizeit -- das können sich die meisten alles mit einem fremden Kind nicht vorstellen. Man möchte nicht in einer Wohnung, in der man schläft auch noch Rücksicht auf Geräusche, Nacktheit, Zeiten und Ansprüche von fremden Kindern nehmen müssen, sondern einfach entspannt und ausgiebig das Verliebtsein mit seinem Partner genießen. Die meisten Männer suchen keine neue Familie, sondern eine Frau, mit der man eine gründen kann, wenn eine stabile Situation mit Zukunftsplänen und Liebe statt Verliebtheit erreicht ist.

7) Ein kleineres Kind führt im allgemeinen dazu, dass die gesamte Freizeitgestaltung an dem Kind orientiert wird. Egal ob Spielerunde am Abend (Memory für 4-Jährige statt Siedeln für Erwachsene), Wochenendausflug oder Urlaubsgestaltung (Sandburgen am Strand statt erwachsenengerechter Urlaub), immer stehen die Interesse des Kindes im Vordergrund und die Vorlieben der Erwachsenen im Hintergrund. Für das eigene Kind mag man das gerne mitmachen, für ein fremdes ist es einfach nur noch Last. Die Erwachsenen kommen dabei einfach zu kurz.
 
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  • #4
Habe 2 noch jüngere Kinder. Was Du schreibst ist absolut korrekt, stimmt zu 100%.! Bei mir ist es genauso, besonders traurig dabei, dass ich mich in einen von "diesen" Männer verliebt habe! Aber in sonstigen Fällen nehme ich eher locker, habe mich einfach auf eine deutlisch längere Suchzeit eingestellt. Rechne auf jeden Fall mit mehreren Jahren und finde es ok so. Meine letze Idee war (nur in bestimmten Fällen!) erst bei dem 1. Date sagen, dass ich Kids habe (mache sonst normalerweise sofort, in einem der ersten Briefe) Denke mal, eine Diskussion wird hier nicht viel bringen, die Männer müssen/dürfen selber entscheiden, ob sie Kinder haben wollen. Wenn nicht, ist für mich auch ok, wenn man es offen und ehrlich sagt und sich nicht hinter "sonstigen" faulen Ausreden versteckt. Wünsche Dir viel Glück , viel Kraft und viel Ruhe & Ausdauer & Geduld! w/34
 
  • #5
Meine Ideen zu #2:

zu 7: Eine Mutter sollte schauen, dass sie die Kinderbetreuung exzellent im Griff hat. Egal ob andere Mütter, die eigene Familie oder Babysitter: Es muss einfach möglich sein, einen Liebesabend zu verbringen, abends auszugehen oder abends irgendwie Spaß zu haben, ohne dass die Kinder dabei sind oder gar im Mittelpunkt stehen. Zeige dem Kandidaten schon in der Kennenlernphase, dass Du abends Zeit hast und auch mal einen Wochenendtag mit ihm verbringen kannst. Dass Du die Kinderbetreuung im Griff hast und da überhaupt Platz ist für einen Mann!

zu 6: Versuche genau solche Gelegenheiten zu arrangieren! Vielleicht nehmen die Großeltern die Kinder mal mit auf ein tolles Wochenende und Du hast frei für ein Liebeswochenende? Lass das Kind auch sonst mal auswärts schlafen und schaffe Freiräume in der Wohnung, in Eurem Leben. Signalisiere ganz klar: Auch Du bist mir wichtig! Ich bin bereit für einen Partner und schaffe Freiräume dafür!

zu 5: Kommuniziere ganz klar, dass Du für die Kinder aufkommst und lasse Euch nicht als ganze Familie einladen. Das machen Männer anfangs gerne, aber später wird es innerlich dan doch wahrgenommen und als Negativpuntk aufgerechnet. Bleibe finanziell autark und lasse Dich ganz bewusst gar nicht aushalten. Bedanke Dich für Einladungen, aber lehne sie ab. Du darfst nicht mehr kosten als eine alleinstehende Frau!

zu 4: Dieses Kernproblem ist extrem schwer zu lösen und das emotional kniffeligste. Kontakte zu einem Ex sind für sehr viele Menschen undenkbar und emotional verheerend. Ich selbst würde niemals einen Partner wollen, der noch mit seiner Ex Kontakt hat. Insofern müssen diese Kontakte minimiert werden -- am besten nur Telefon und das auch selten. Niemals den Ex beim Abholen der Kinder hineinbitten, sondern diese Treffen so kurz und unpersönlich halten wie irgendmöglich. Keine Diskussionen über Urlaub oder Feiern. Ex ist Ex und fertig. Ihr lebt Euer neues Leben.

Dennoch wird dieser Punkt immer schmerzhaft sein. Kaum etwas verbindet so sehr mit einem anderen Menschen wie gemeinsame Kinder. Der Ex wird als Vater der eigenen Kinder immer nah bleiben, immer Bestandteil des Lebens bleiben, die Gefühle bei Geburt und Familiengründung sind so intensiv, dass ein neuer Partner es schwer hat, hier gleichwertig zu werden. Daher ist das Konkurrenzempfinden gegenüber dem Ex psychologisch absolut verständlich und faktisch gerechtfertigt. Falls das neue Paar keine gemeinsamen Kinder kriegen wird, wird er nie auf gleicher Stellung sein. Diese Erkenntnis hält sicherlich auch viele Männer ab. Daran kann man nur so sensibel wie möglich arbeiten und möglichst niemals die "gute alte Zeit" erwähnen, nicht von geburt und Familiengründung sprechen, den Ex nicht mehr als nah bezeichnen. Hier muss vorallem auch an der inneren Trennung, der eigenen Aufarbeitung der schmerzhaften Trennung, gearbeitet werden.

zu 1-2: Schwierig, aber der neue Partner muss recht bald in die Erziehungsrolle und die Stiefvaterrolle integriert werde. Er muss Anweisungen geben dürfen, die Erziehungsideen müssen gemeinsam besprochen und diskutiert werden, wie in einer normalen elterlichen Partnerschaft. Er darf sich weder zweitrangig noch ausgeschlossen fühlen.
 
  • #6
Das Problem kann ich (m41) kaum verstehen, denn eigentlich steht doch diese Information in Deinem Profil. Wenn nicht, solltest Du es vieleicht einfach mal reinschreiben. Ich glaube, dass es einige Männer gibt, die gerne eine Frau mit Kindern hätten.

Alles in allem denke ich, dass man Männern die keine Kinder wollen (oder sich dies nicht vorstellen können/wollen) nicht überzeugen kann über den eigenen Schatten zu springen.
Versuche es doch einmal damit, Dir einen älteren Partner zu suchen. Ab 38 Jahren sind Männer da offener.

<MOD: Zusätzliche Signatur unnötig. Der Nickname steht über dem Beitrag.>
 
  • #7
@#5: Ich vermute, dass die Fragestellerin von Treffen in freier Wildbahn spricht, also von Partys, Singleveranstaltungen und so fort. Im Profil steht es natürlich drin und genau deswegen erzählen ja soviele Alleinerziehende, dass sie wenige Zuschriften erhalten oder nur von deutlich älteren Männern.
 
  • #8
@#6: Ok, dass sieht dann wohl anders aus!
Aber ich bleibe dabei, Männer in diesem Alter kann man nicht ummodeln.
 
  • #9
Null Mitspracherecht bei der Kindererziehung ?!
Das hängt aber vom Mann ab ob er sich das bieten lässt.
Wenn man eine neue Partnerschaft eingeht hat Mann natürlich ein
Mitspracherecht bei der Kindererziehung ansonsten könnte die Frau
ja auch alleine bleiben.
Man muß das Mitspracherecht nur einfordern.
Aber da es die meisten Menschen bevorzugen problemlos durchs Leben
zu schlendern wundert es mich nicht das Frau mit Kind es schwer hat
einen passenden Partner zu finden.
 
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  • #10
Nein, bestimmte Männer mögen keine Frauen mit evtl. Altlasten von den Exmänner und ganz besonders von den Kindervatermänner, das ist alles, ich gehöre auch dazu, egal von hier oder von der freien Wildbahn!! m
 
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  • #11
Ich war "früher" auch eher abgeneigt gegenüber Frauen mit Kids. In den vergangenen 12 Monaten habe ich zwei tolle und interessante Frauen mit Kids kennen gelernt (beide (eher noch?!)verheiratet). Und ich muss dir gestehen, dass ich zumindest für eine der beiden sämliche Vorsätze vergessen würde: sie ist einfach toll als Mensch, interessant, hübsch etc. Wenn der Funke richtig springt, dann ist man(n) wohl auch ziemlich "kompromissbereit". Dazu kommt, dass Frauen ab ca. 35 sehr oft bereits ein Kind haben; von daher ist seitens der Männer auch einige Flexibilität gefragt (umgekehrt ist das wohl auch so d.h. Männer geschieden und mit Kids). Krass ist, dass ich in den letzten 12 Monaten auch genügend Single-Frauen getroffen habe - aber wirklich keine hat mich so begeistert wie die Frau mit Kids - mal die Zukunft abwarten...

FS, lass dich nicht unterkriegen. Bleib so wie du bist. Es gibt Männer die an dir als Mensch/Frau interessiert sind - alles weitere wird sich ergeben. m, 41
 
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  • #12
<MOD: Hier darf jeder seine Meinung schreiben!>

Keinen Mann an seiner Seite zu wollen, der keinen Kontakt zu seiner Ex hat, geht dann schon mal nicht, weil Frauen und Männer ab einem gewissen Alter, Kinder haben und von daher sollte Kontakt zur/zum Ex schon wegen der Kinder auf normalen und respektvollem Umgang möglich sein.

Ich verstehe auch nicht, warum hier so schnell von einer Partnerschaft gesprochen wird und der neue Partner ein Mitspracherecht in Erziehungsfragen haben soll.

Eine Beziehung entwickelt sich erst zu einer Parnterschaft und dabei sollte man sich, egal ob Frau oder Mann, gerade wenn Kinder da sind, sich viel Zeit lassen.

Meines Erachtens sollte man die Frau bzw. den Mann erstmal ohne die Kinder treffen und ohne die Kinder richtig kennenlernen und dann nach einer Weile ein behutsames Kennenlernen ermöglichen, ohne! das der Mann oder die neue Frau irgendwelche Pflichten übernehmen sollen, müssen, wie auch immer, dass das Kind bzw. die Kinder den/die Neue kennenlernen.

Eins muss ich meinen ehem. Beziehungen lassen, mein Kind war nie ein Problem für die Männer und diese Männer haben auch nie irgendeine Bemerkungen gemacht, dass in Bezug meines Kindes, sie sich zu kurz gefühlt kommen.

Also liebe FS, es gibt auch Männer, die kein Problem mit Kindern haben, man muss halt Geduld haben und rechtzeitig aussieben, sich ein dickes Fell anschaffen, wenn man gerade flirtet und hoffentlich viel Glück haben, dann einen richtigen taffen und netten Kerl zu finden. Das wünsche ich dir von Herzen.
 
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  • #13
Auch ich bin alleinerziehend und habe 2 Kids, wenn auch mein ältestes Kind bald 17 wird!
Ich habe hier bei EP jede Menge Post von Männern bekommen und meinen jetzigen Partner auch hier kennengelernt!
In der freien "Wildbahn" hat es die Männer nicht gestört, dass ich auch noch Mutter bin - sie haben in erster Linie die Frau in mir gesehen.
Mein Freund war anfangs ganz überrascht, dass ich zeitlich flexibel bin und mich gut organisieren kann - wichtig sind Babysitter, Freunde, vielleicht mal die Oma!!!
Wir haben auch schon einen Wochenendurlaub gemeinsam verbracht - ohne Kids - denn ich bin der Meinung, dass es anfangs wichtig ist, sich erst einmal als PAAR zu finden und kennenzulernen.
Meine Ehe ist u.a. daran gescheitert, dass wir NUR noch Eltern waren - wir hatten uns als Paar völlig verloren.
Liebe FS - lass Dich nicht abschrecken von solchen Männern, es gibt noch genügend andere Männer, die offen und aufgeschlossen sind und sich eine Patchworkfamily wünschen!!!
Übrigens bin ich der Meinung, dass man Probleme immer lösen kann, auch solche mit Kids und ein Mann, der die Frau liebt - auch einen freundschaftlichen Kontakt zu ihren Kids aufbauen kann!
Eine Freundin von mir hat letztes Jahr geheiratet, alleinerziehend mit 2 Mädchen - einen Mann ohne Kinder und erwartet nun ihr 3. Kind:)
Ich wünsche Dir ganz viel Glück:)
 
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  • #14
Liebe Fragestellerin,

sorge Dich nicht und übernehme die Vorurteile die hier geschildert werden. Wenn ein Mann Dich liebt sind ihm auch Deine Kinder willkommen!
Es dauert vielleicht etwas länger, weil hier im virtuellen wie im realen Leben viele NoGos unterwegs sind, jedoch, gerade im fortgeschrittenen Lebensalter, wissen Männer Kinder immer mehr zu schätzen, besonders wenn sie keine eigenen haben.

Ich habe so einen abgekriegt und er war/ist meiner Tochter seit 20 Jahren ein liebevoller Vater, neben unserem gemeinsamen Kind.

Alles Gute
 
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  • #15
Hallo FS:
Es kommt halt auch drauf an in welchem Altersbereich du nen Mann suchst. 30-40 Jahre da kann es schon sein dass sie sich selber leiber noch als Spender sehen und was eigenes wollen, statt sich mit dem Kuckucks Zeug rumschlagen (EX, Unterhalt, eingeschränktes Mitspracherecht). Darüber(40+) kann es durchaus Kandidaten geben, die gerne in so eine Rolle hineinschlüpfen, sofern man wirklich Familie machen kann und nicht zur "Mamis Freund" Rolle degradiert werden oder sich selbst so abgrenzen. letztendlich wunderts mich wenn man so liest, jahrelang suche nach nem neuen passenden Partner.. müssten doch genügend da sein die genauso etwas suchen.. vielleicht müssten alle auch etwas von der Erwartungshaltung oder von der Wunschliste etwas streichen um reell zu bleiben.
Frederika hat da tolle Punkte aufgeschrieben - wie meist (immer).
Wenn das passt und geht, no Problem.. müssten sie das Haus einrennen.. und nicht bei date 1 das weite suchen
Ich hätte absolut nichts gegen ne Alleinerziehende 35+ mit 2 Kids.
Grüsse M40+
 
  • #16
ich hatte wegen dem Kind noch keine Probleme mit der Suche. Und ich denke, es kommt auch ein bisschen darauf an, wie man in so einen Kontakt startet, ob als Frau oder als alleinerziehende Mutter.
Und mal zu der These man müsse sich das Mitspracherecht einfordern, mein Sohn hat einen Vater, die Rolle ist besetzt und die Eltern entscheiden über die Erziehung. Natürlich müssen die Dinge des tgl. Lebens miteinander besprochen werden, aber ein neuer Partner der Mutter ist eben nicht der neue Vater der Kinder. Den Anspruch sollte auch kein Mann haben, das kann nicht klappen. Meine Mutter war auch früh alleinerziehend und vielleicht hatte ich nie mit ihren Partner Probleme, weil sie immer klar gemacht hat, das ist mein Kind und die Vaterrolle ist besetzt.
 
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  • #17
Hallo liebe Fragestellerin,

mach' dich deswegen nicht verrückt. Ob ein Mann Kinder akzeptiert oder nicht, kannst du nicht beeinflussen, das ist ein längerer Lernprozeß. Natürlich gibt es immer die Möglichkeit, daß es beim Kennenlernen oder beim Flirten Mißverständnisse gibt, und er deinen Hinweis auf die Kinder in irgendeiner Weise mißversteht - aber davor ist man ja nie gefeit.

Es ist doch so: Du hast Kinder, und du bist auch mit Kindern liebenswert. Es gibt genügend Männer, die Kinder mögen und wissen, daß ein Zusammenleben mit Kindern jedenfalls Romatik, Unbeschwertheit und Verliebtsein nicht ausschließt. Also sei mutig! Deine Kinder sprechen für dich, und das in vielerlei Hinsicht.

Ich wünsche dir viel Erfolg, liebe Grüße, Gregor
 
  • #18
Glückwunsch an Frederika für ihre Anregungen unter 3. Da sind viele Dinge dabei, wo ich sagen würde: anders geht es nicht.

Über mangelnden Zuspruch seitens der Männer kann ich mich nicht beklagen. Zumindest hier nicht. Meist bin ich dating-müde. Für einen Mann ab einem gewissen Alter sollte es normal sein, daß eine Frau ein Kind hat und solche Erfahrungen, wie die FS sie schildert, hatte ich gottseidank noch nicht.
 
  • #19
So blöd es auch klingt , ich würd mich über Kinder freuen . Weiss wohl, dass es da auch Konfliktpotential gibt.
 
  • #20
die vorschläge, die frederika machte, sind schon recht brauchbar.
das wichtigste für mich als mann wäre, die absolute konsequenz!
man muss gar nicht als stiefvater integriert werden. die rolle sollte der mann sich lieber selbst aussuchen.
mir wäre z.b. die rolle des freundes der kinder angenehmer, zumal sie einen vater haben.
WICHTIG ist aber, dass man betreffend der kinder gemeinsame absprachen trifft, und sich daran auch hält - und zwar rigoros!
in dem moment, in dem man für die kinder ausspielbar wird, ist es für den freund die absolute zumutung!
gerade diese konsequenz fällt den allein erziehenden müttern aber sehr schwer. meine vermutung ist, dass mütter ein schlechtes gewissen den kindern gegenüber haben, weil sie ihnen den vater nahen. deswegen wird oft sehr "entspannt" mit konsequenzen umgegangen und man lässt den kleinen racker zu viel durchgehen.

womit wir bei dem punkt 1 wären, dem erziehungskonzept...
 
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  • #21
Ich als Frau möchte auch keinen Mann mit kleinen Kindern, da ich selber auch keine Kinder habe. Es geht aber nicht darum, dass ich Kinder nicht mag, sondern um die Freiheiten die ich ohne Kinder genieße. Ich würde mich durch fremde Kinder und die Planung drumrum eher eingeschränkt fühlen.
Ich denke aber es gibt genug Männer und Frauen die eine Partnerschaft nicht ablehnen nur weil da
schon Kinder sind.


w (45)
 
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  • #22
Da ich selbst (w/31) in einer Patchworkfamilie lebe (ic habe meinen jetzigen Partner auch in einer Online-Börse kennengelernt), möchte ich die von Frederika beschriebenen Problemfelder und (m.E. gut durchdachten) Lösungsansätze mal mit Futter aus der Praxis unterlegen und z.T. etwas entschärfen und schicke mal vorweg, dass ich der FS auch gerne Mut machen möchte! Ich war acht Jahre alleinerziehend. Mein Partner ist über 10 Jahre älter als ich und hat selbst Kinder, und ich glaube, das ist für das gegenseitige Verständnis sehr förderlich.

zu 1-2 (Erzeihungsrolle): Klar, der neue Partner ersetzt nicht den Vater. Aber wenn man häufig als Paar mit Kindern zusammen ist und lebt, ist die Konstellation ähnlich. Ich habe von Anfang an meien Partner mit an Erziehung im Alltag teilhaben lassen. Wenn es ihm reichte, dann reichte es ihm, und das wurde dann auch in den Konsequenzen von mir mitgetragen. Das war für mein Kind anfangs natürlich eine Umstellung, aber jetzt genießt es die dadurch entstehende Sicherheit. Ich bin deutlich entlastet wenn es darum geht, Grenzen aufzuzeigen. ich denke, für uns alle ist das die zufriedenstellenste Lösung. Und wenn es noch gemeinsame Kinder gäbe: da sind ja nun dann beide Vater und Mutter und erziehen natürlich zusammen! Schließlich ist die Lebenssituation und -konstellation dann anders als bei den nicht-gemeinsamen Kindern. Wenn einer der Partner bisher noch keine Kinder hatte, ist für ihn alles neu, und der Gegenpart kann die Erweiterung seiner Familie durch dieses Neue ebenso genießen.

zu 3: Die Aussage "Du bist nicht mein Vater!" kann auch entlastend sein. Ich finde es wunderbar, für die Kinder meines Partners keine Mutterrolle übernehmen zu mü+ssen und trotzdem an ihrem Leben und Größerwerden teilhaben zu müssen.

zu 4: die Sache mit dem/der Ex: ist aus meiner Erfahrung(!) heraus auch nicht so dramatisch. Wer sich trotz Kinder trennt, hat eine Partnerschaft definitv abgeschlossen, und zwar meist schon während die Beziehung noch andauerte. Also, wenn mein Partner mit der Mutter seiner Kinder kommuniziert, stellt das keine Belastung für mich dar. Urlaubs- und Wochenendregelungen erledigt mein Partner, daher muss ich seine frühere Partnerin gar nicht treffen/sprechen.

zu 5: das mit den Finanzen sehe ich ähnlich, und ich habe meine finanz. Unabhängigkeit von Anfang an klar signalisiert. Sollte eigentlich auch selbstverständlich sein. Da mein Freund aus gegebenem Anlass (ich kann nun mal nicht ganz so viel arbeiten wie eine Frau ohne Kinder) mehr verdient als ich, lädt er uns hin und wieder ein. Ich dann aber auch mal, im Rahmen meiner Möglichkeiten, ihn und seine Kinder.

zu 6 und 7 (Verliebtheit ausleben/Freizeitgestaltung): Wie gesagt, ich glaube, Partner, die beide Kinder haben, ergänzen sich hier bezügl. Verständnis für die Lage. Mein Kind ist zudem oft bei meinen Eltern, sodass wir schon kürzere und längere Urlaube als Paar genießen konnten. Und so etwas wie spontaner Sex am frühen Abend, kurz bevor mein Kind von seinen Freunden heimkommt, ist immer wieder schön. Und wenn man nicht sofort alles ausleben kann, freut man sich umso mehr auf den späteren Abend ... wir haben das nie als Defizit empfunden.
Und was die Organisation von Freizeitgestaltung anbelangt: auch da kann man felxibel sein. In vielen Museen gibt es Kidnerprogramme, während derer sich die Eltern in Ruhe die Ausstellung ansehen können etc. pp.

Zum Schluss: ich denke, eine Frau, die ihr single (working) mom Leben gut lebt und gerne Frau ist mit vielen unterschiedlichen Interessen, kann sehr attraktiv auf Männer wirken - sie bringt Lebenserfahrung und Kreativität mit (letztere braucht jeder Mensch, der alleine ein Kind erzieht), und beides ist wunderbar für die Liebe und Partnerschaft!
 
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  • #23
hallo, man diskutiert hier etwas, was gar nicht sein muss.
Wenn man sich dazu entschließt ein Kind zu bekommenm, sollte man sich auch sicher sein, dass es der richtige ist. Wenn dann im laufe der Jahre Probleme kommen, und die kommen bei jedem, dann muss man daran arbeiten um es wieder in Ordnung zu bringen.
Ich finde in der heutigen Zeit wird nicht mehr viel Aaufwand betrieben, um eine bestehende Beziehung zu retten oder zu halten. Bei den kleinsten Problemen werfen viele das Handtuch.
Würde man darauf etwas mehr achten, gäbe es erst gar nicht so viele Alleinerziehende.

wenn man den anderen am Anfang sehr geliebt hat, dann geht das auch net einfach von alleine weg. Wer natürlich nach kürzeste rzeit schon Kinder bekommt und sich dann wundert warum der Mann nach 6 Monaten weg ist, der ist selber Schuld. Ein Paar, was nicht auch Zeit für sich zu Zweit verbracht hat, hat es doppel so schwer wie eines, das die zeisamkeit hatte.
Denn Kinder bedeuten Stress und wenn man sich da nicht gut genug kennt, bzw. auf einander eingehen kann, kann das nur zum Scheitern verurteilt sein.
 
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