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Meeresrauschen

Gast
  • #1

Alleinstehende Menschen- wie sichert ihr euch gegen Unheil ab?

Liebe Gemeinde,
was macht ihr Alleinlebenden eigentlich, um euch vor unangenehmen Situationen zu bewahren?
Alleine alt werden? -Was tun im Krankheitsfall wenn man keine Familie hat und nur wenige Freunde vorhanden sind?
Habt ihr auch solche Gedanken oder gar bereits für solche Notlagen vorgesorgt? Mich würde interessieren, was ihr alleinlebenden Menschen für eure Absicherung tut.

Natürlich bin ich wieder gespannt auf eure Antworten!
 
  • #2
Ich nähere mich allmählich dem Rentenalter, da sollte man diese Dinge geregelt haben - habe ich.

- Immer gearbeitet, immer viel verdient und hohe Rentenbeitraege gezahlt, also entsprechend hohe Rente plus zwei betriebliche Altersversorgungen als Kirsche auf der Sahnehaube. Selbst wenn ich mir die heutigen Kosten für Pflege ansehe und eine schlimme Situation annehme, kann ich alle Zuzahlungen aus diesem laufenden Alterseinkommen tätigen, ohne an meine Reserven gehen zu müssen. Egal, wie es kommt, ich bin wirtschaftlich gut aufgestellt und solange mir der Euro keinen Strich durch die Rechnung macht, kann ich sehr komfortabel leben.
- Nach so einem Berufsleben hat man auch entsprechende weitere Rücklagen gebildet, die im Alltag nicht angezapft werden müssen.
- Ich lebe mitten in einer Großstadt. Hochqualifizierte Aerzte aller Fachrichtungen, inkl. Uniklinik sind in Minuten, teilweise zu Fuß zu erreichen. Also beste Situation bei gesundheitlichen Problemen.
- Genauso ist es mit sonstiger Infrastruktur: öffentliche Verkehrsmittel fahren die ganze Nacht und sind fusslaeufig auch mit 80 noch erreichbar. Gleiches gilt für Einkaufsmöglichkeiten, die auch noch Lieferservice bieten, wenn man es selber nicht mehr tragen kann oder will. Darüber hinaus setze ich auf die Selbsthilfe in einer starken Frauengemeinschaft.
- Wohnsituation: mit 4 Freundinnen in einer sehr geraeumigen Altbauwohnung, - solange es eigenständig geht. Die Wohnung ist unser gemeinsames Eigentum und schon jetzt barrierefrei.
- Wenn es nicht mehr eigenständig geht, muss ich sehen, was ich tu'. Ein Leben in Abhängigkeit von anderen/anderen ausgeliefert sein gehört nicht zu meinen Vorstellungen vom Leben im Alter.
 
  • #3
Deine deine Frage macht mich irgendwie stuzig. Als ob eine Familie - und ich nehme an, du meinst hier (Ehe)PartnerIn und eigene Kinder? - eine Garantie wäre, dass jemand für einen da ist, wenn's einem schlecht geht! Ich kenne mehrere Frauen, die von ihren Männern ruckzuck verlassen wurden, als sie die Diagnose Krebs bekamen. Gerade als Frau ist das "mit Partner alt werden" mit relativ großer Wahrscheinlichkeit eher ein "den Partner im Alter ein paar Jahre pflegen und dann alleine über bleiben" - aber auch Männern kann das natürlich passieren, dass die Partnerin früher stirbt. Wenn du es dir genau überlegst: JEDE Beziehung endet so! Entweder mit Trennung, oder eine/r von beiden stirbt zuerst und die/der andere bleibt über und "muss" alleine weiterleben! Und dass viele Kinder sich ganz und gar nicht um ihre alten/kranken Eltern kümmern, ist auch kein Geheimnis.
Bin mir also nicht ganz sicher, was du mit "Absicherung" meinst, wenn es eine sein soll, die speziell für Alleinlebende relevant ist, aber nicht für Menschen in festen Beziehungen und/oder mit Kindern. Vor allem, da du ja in deiner Frage schon die Hilfe von guten, engen Freunden mehr oder weniger ausgeschlossen hast; und eigentlich auch den so offensichtlichen Tip: "Pflege mehr Freundschaften, und pflege sie aufmerksamer und besser!"
Weiß deshalb nicht, worauf du sonst hinauswillst? Mehr praktische Dinge, oder rechtliche Absicherungen? Rechtzeitiges Aussuchen von und Platzreservieren in einem sympathischen Pflegeheim (meine ich ernst; meine Großmutter hat das gemacht, obwohl's noch längst nicht soweit ist)? Vereinen beitreten (da lernt man andere Menschen kennen, die vielleicht willig sind, einem in der Not beizustehen)? Betreutes Wohnen, WG? Oder Vorsorgen mit Patientenverfügungen und Sonderversicherungen wie Verdienstausfallversicherungen oder Arbeitsunfähigkeitsversicherungen? Aber die sind ja wieder für alle interessant.

Sonst kann ich dir nur sagen, dass ich mit einer solchen Grundeinstellung alleine ans Leben herangehe, dass ich das Alleinleben genießen kann - ich habe nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Ich nutze die Vorteile am Alleinleben, ich koste ganz generell mein Leben aus, ich pflege Freundschaften. Sodass ich, wenn ich einmal krank bin, und/oder alt, nichts bereue, und dass Freunde da sind, die meine Hand halten. Aber... das ist ja eben sehr offensichtlich.
 
G

Gast

Gast
  • #4
Aus diesem Grund lebe ich sehr gesund: gesundes Essen, keine Zigaretten, kein Alkohol, jeden Tag seine Mobilität fördern. Wenn ich merke, es "rostet", dann strenge ich mich umso mehr an, um dieses Problem zu beheben und lasse da auch nicht locker!

Und ich denke, auch die positiven Gedanken/Einstellung spielen eine große Rolle. Wenn man will, kann man alles! Ich sehe ja, dass es bei anderen Leuten auch geht. Ich habe viele Nachbarinnen, die mit 80 noch sehr fit sind, alleine ihre Einkäufe erledigen und Fahrrad fahren! Man muss halt früh mit anfangen, was dafür zu tun, und nicht erst, wenn man 60 ist!
 
A

Ars_Vivendi

Gast
  • #5
Eine interessante Frage, die ich mir auch gerade stelle. Aktuell sortiere ich Papierkram übersichtlich, mache ein Testamtent und dazu auch eine Vermögensaufstellung, damit alles gefunden wird.
Altersabsicherung mache ich dann, wenn es akut wird, also irgendwann mit 70. Ein längerer, plötzlicher Krankenhausaufenthalt wäre derzeit ein Problem, vielleicht sollte ich auch das mit guten Freunden wechselseitig besprechen.
 
  • #6
Wenn du von Alleinlebenden schreibst ... meinst du so Leute 55+ oder eher generell?
Ist Alleinleben etwas endgültiges?
Heutzutage gibt es auch andere Optionen gemeinsam füreinander zu sorgen nehmen wir mal die sogenannten Alten - WG´s.
Ich für meinen Teil sorge finanziell vor (Versicherungen) - soweit dies überhaupt möglich ist. Jedoch gehöre ich der 70 er Jahre Generation an und (m)eine Rente ist sowieso mehr als ungewiss.
Eine Option wäre im Alter auch das umliegende Ausland. Dort kostet Pflege erheblich weniger.
Jedoch bin ich der Meinung man lebt jetzt und heute - weiß ich ob ich überhaupt das Alter erreiche!?
Bis dahin kann soviel passieren. Es kann plötzlich ein Mann vor mir stehen - der mich und all mein Chaos will. Ich sperre mich dem zusammen ziehen nicht. Das Leben findet heute statt und nicht in 20 Jahren.
 
  • #7
Gute Frage, ich versuche mich mit Gesunder Ernährung, Fitnesstraining und relativ stressfreiem Lebenswandel bestmöglich gesund zu halten. Wenn mich mal doch ein Unfall erwischt oder ich einen Schlaganfall usw. haben sollte werde ich wohl dem Staat auf der Tasche liegen müssen so wie er mir zZ auf der Tasche liegt.
Dass mich ein Verwandter oder Freund pflegt möchte ich nicht, diese Bürde will ich niemandem den ich gern hab zumuten.
M30
 
A

ak18

Gast
  • #8
Von welchem Unheil reden wir?

Grundsätzlich macht es immer Sinn eine Patientenverfügung, eine Vorsorgevollmacht oder auch ein Testament für 3. greifbar / auffindbar parat zu haben. Im Urlaub liegt eine Regelung im Umschlag versiegelt bei mir auf dem Schreibtisch und wird im notwendigen Fall von der Person meines Vertraues, die auch die Blumen gießt und die Post reinholt, beachtet. Nach dem Urlaub verschwindet der Umschlag wieder im Ordner.

Die mir wichtigen Leute wissen zumindest, dass es so etwas gibt oder wo man es normalerweise findet.

Dies ist ganz unabhängig davon ob man Single ist oder nicht. Man erleichtert denen, die dann aktiv werden sollen, die Arbeit.
 
  • #9
Ich wollte immer 'wild und gefährlich' leben. Und ich will es noch immer.
Da ich es nicht geschafft habe eine großzügige Altersversorgung für mich zu realisieren werden ich wohl ab 66 neben der geringen gesetzlichen Rente noch arbeiten müssen. Zum Glück habe ich den 'Nachtwächterschein'.
Vielleicht nimmt mich auch eine nette Witwe in ihr Häuschen am Stadtrand auf, wahrscheinlich ist es nicht.
Mit Krankheiten komme ich gut klar. Bei einem Schnupfen bleibe ich mal 3 Tage im Bett. Einkaufen und zum Arzt oder Apotheke schaffe immer noch - es ist alles fussläufig.
Und wenn nichts mehr geht habe ich immer noch einen Strick. Ich weiss wie es in normalen Pflegeheimen zugeht und es wird auch nicht besser werden.
Ich habe auch mal darüber nachgedacht ins Ausland zu gehen, wo ich sogar mit meiner kleinen Rente gut leben könnte. Thailand soll da geeignet sein. Im Senegal sollen viele Schweizer Rentner leben. Mal sehen was sich so machen lässt.
m52
 
  • #10
Klar ist, dass man sich gerade als alleinstehende Person in einer Großstadt finanziell gar nicht gut genug aufstellen kann! Man kann heutzutage wirklich alles an Dienstleistungen bekommen, aber das kostet eben.

Tatsächlich hat der Gedanke an das Alter und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen einen großen Anteil daran gehabt, dass ich trotz Singlezustand noch einmal gebaut habe ...und insbesondere, "wie" ich gebaut habe.

Nach dem Tod meiner Frau habe ich die Stadt gewechselt und wohnte einige Zeit in einer meiner Mietwohnungen (Großstadt). Anfänglich trug ich mich mit dem Gedanken, eines meiner Dachgeschosse für meine Privatwohnung auszubauen. Die Überlegung mit permanentem Personal vor Ort und den maximal möglichen Quadratmetern im Dach sprach aber gegen diese Lösung.

Ich habe dann in einem guten Stadtteil ein EFH mit einer großen Einliegerwohnung, die ich derzeit als Büros nutze, gebaut. Die Einliegerwohnung hat einen separaten Eingang mit eigenem Treppenhaus, aber schnellem Zugang zu meiner EG Wohnebene. Die ELW ist so groß, dass ich sie auch in zwei 2-Raum Appartments aufteilen könnte. Es gibt auch eine vertikale Abstellraumebene, für die Nachrüstung eines Fahrstuhls, vom Keller bis in's Dach (dort Maschinenraum). Alle Flure, Türen, etc. sind alters und behindertengerech, oder können leicht dahin umgerüstet werden.

Die Garage ist eigentlich für mein Oldtimerhobby (auch Werkstatt), aber hat auch eine Betonrampenebene, wo man mit einem Rolli vom Haus bis auf die Ladefläche eines Transporters fahren kann. (ist natürlich derzeit auch super zum Ausladen eines revisionierten Motors, Getriebes etc.)

Ich stelle mit die ELW oder Appartments als mögliche Bereitschaftswohnungen für permanent anwesendes Pflegepersonal vor, das mit gestattet, auch als pflegebedürftiger 8x, oder 9x in dem Haus bleiben zu können.

V.m45
 
  • #11
Ich finde auch sehr wichtig dass man einfach gesund lebt und eine positive Lebenseinstellung hat. Die innere Einstellung bewirkt echt wahre Wunder. Das mit der Verpflegung im Ausland fände ich schon eine super Idee, hier in Deutschland ist die Pflege ja jetzt schon am Boden und wenn du hier keine Angehörigen hast, dann ist es doch egal, wo du versorgt und gepflegt wirst.

Ich habe immer den Eindruck dass die Leute sich im Alter verschließen und ganz eigenbrödlerisch werden. Früher habe ich auch einmal im Altenheim gearbeitet und mich hat es immer erstaunt, dass sich dort bei den älteren Damen und Herren keine Freundschaften mehr ausgebildet haben. Da saß man dann immer schweigend bei Tisch und blieb stockesteif beim "Sie" - war mir immer unbegreiflich.

Kinder schützen einen auch nicht davor, einsam alt zu werden. Im weitläufigen Bekanntenkreis habe ich oft die Erfahrung gemacht dass die Kinder, in die man am meisten "reingebuttert" hat, sich am Ende am allerwenigsten für die Eltern zuständig fühlten - auch so ein Rätsel.

w (27)
 
G

Gast

Gast
  • #12
Meine Finanzen sind gesichert, ich bin Beamtin und bekomme eine annehmbare, wenn auch nicht grandiose Pension. Ich habe bis auf ein paar Jahre Kindererziehung immer gearbeitet, allerdings zum großen Teil nur TZ, auch jetzt noch, da mit 80 % auch zum Leben reichen. Ich habe zusätzlich eine schöne ETW geerbt, die ich mit vor 2 Jahren modernisiert habe und dabei auf Barrierefreiheit geachtet habe. Öffentliche Verkehrsmittel, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten und Stadtpark sind in der Nähe. Ich könnte hier also alt werden. Ich habe in Haus auch noch eine kleine 1-Zi-Whg., in der später mal eine Pflegerin wohnen könnte und wenn mein Vater nicht grad 110 wird, bleibt auch noch eine weitere Mietwohnung, die mal später meine Altersversorgung erhöht.
Ich werde also hoffentlich lange Zeit nicht in ein Heim müssen und wenn, dann nicht in so ein schrecklich miefiges.
Ich habe eine Patientenverfügung, damit ich nicht wie ein verwelcktes Gemüse über Jahre dahinvegetieren muss.
Ob ich einmal einsam sein werde oder nicht, dass kann ich nicht vorbestimmen. Ich habe einen gleichalten Lebenspartner, mit dem ich zusammenlebe. Einer wird übrig bleiben, damit muss man leben. Ich hoffe, dass ich es bin, denn Frauen kommen in der Regel besser mit dem Alleinsein klar.
Aber das alles kann man eben nicht vorbestimmen. Ob dann noch Freunde und Verwandte da sind, weiß man auch nicht.
Daher lebe ich im Jetzt und werde die nächsten 20-30 Jahre noch genießen.
 
G

Gast

Gast
  • #13
Ich glaube, wenn es alleine nicht mehr geht und Niemand da ist der helfen kann und möchte, dann wird letztlich wirklich nur noch Geld helfen.
Wenn man Glück hat, vlt. noch ein netter junger Nachbar und mit sehr viel Glück vlt. sogar ein ehrenamtlicher Helfer. Aber Diese können natürlich auch immer nur bei Kleinigkeiten (evtl. noch beim Einkauf einmal in der Woche) helfen und so eine Hilfe ist natürlich auch nicht selbstverständlich.

Der einzige echte Tipp, der mit einfällt: Rechtzeitig in die nächste Großstadt umziehen.
Dort ist es inzwischen üblich, dass viel Supermärkte auch nach Hause liefern. Dort findet man Ärztehäuser mit allen möglichen Fachrichtungen an einem Standort. Man ist nicht so dringend auf ein Auto angewiesen. Mehr kulturelle und soziale Einrichtungen, usw. usf.
 
  • #14
...fast durchweg sehr befremdliche Antworten.
Es wird lautstark mit tollen Einkommen oder geerbten Immobilien geprahlt, "Probleme im Alter" löst man durch einen gesunden Lebensstil und da man dank toller Wohnlage alles fußläufig erreicht, ist ja sowieso in jeder Lebenslage alles in Butter.

Über all diese Dinge habe ich kaum nachgedacht und ich will nicht ausschließen, daß ich im Falle des Nachdenkens auch zu einigen naiven Schlüssen gekommen wäre - wenn es nicht fast 4 Monate gegeben hätte, während derer ich nicht laufen konnte, davon 1 Monat im Krankenhaus.
Das hat die gesunde Ernährung, Fußläufig- und Sportlichkeit (war alles vorhanden) an ihre adäquaten Plätze gerückt.
Und auch wenn ich im Krankenhaus ganz ehrlich gesagt mehr und häufigere Besucher erwartet habe - der Standard in jener Station (mit sehr vielen "Langzeit-Patienten") war noch viel niedriger:
Trauschein oder Verwandtschaftsbeziehung ersten Grades wurden quasi als Voraussetzung für Krankenbesuche gehandhabt.

Seid mir nicht böse, aber neben einer ganz eigenartigen Form des Materialismus ("mein Wohlstand, mein gesunder Lebensstil") lese ich aus den Antworten auch mangelnde Lebenserfahrung heraus.
 
M

MissFourty

Gast
  • #15
Gar nicht darüber nachdenken, liebe FS !

Für den Fall, dass ich auf dauerhafte Pflege angewiesen sein sollte, gibt es immer noch die *Plastiktüte* :).

Ansonsten gilt: Der Mensch denkt und Gott lenkt, soll heißen: Es kommt eh anders als man denkt!

Hier in Deutschland gibt es die Grundsicherung - falls wirklich alles schief laufen sollte -, es gibt die Tafel und man wird nicht allein gelassen. Für den chronischen Krankheitsfall gilt für mich oben Gesagtes.

Alles Liebe!
MissFourty
 
G

Gast

Gast
  • #16
...fast durchweg sehr befremdliche Antworten.
Es wird lautstark mit tollen Einkommen oder geerbten Immobilien geprahlt, "Probleme im Alter" löst man durch einen gesunden Lebensstil und da man dank toller Wohnlage alles fußläufig erreicht, ist ja sowieso in jeder Lebenslage alles in Butter.
Nein, ich glaube, dass du nur nicht verstehst, was Einige hier meinen. Niemand glaubt, dass man mit Geld und finanzieller Absicherung ein langes, gesundes Leben mit Freunden erkaufen kann. Aber es gibt mir zumindest eine Chance auf ein längeres selbstbestimmtes Leben. Wenn ich mir aber keinerlei Gedanken mache und nur so ins Blaue lebe, dann kann es eben leicht sein, dass man im Alter im 2-Bett-Zimmer eines schäbigen Altenheims vegetierst. Wenn du Glück hast, fällst du vorher um.
Das Leben trägt natürlich immer ein Risiko und das ist auch gut so. Aber nur weil ich es mir leiste, für mein Alter vorzusorgen, muss ich ja nicht automatisch ein langweiliger Mensch mit befremdlichen Ansichten sein. Etwas mehr Toleranz, mein Lieber. Habt ihr das nicht in den alten 69ern gelent?
 
G

Gast

Gast
  • #17
Im Grunde kann man für das Alter nur so viel absichern, dass man versucht, genügend Rente oder anderweitiges passives Einkommen zu generieren. Wenn man auf Grundsicherung und Tafel angewiesen ist, wie auch heute schon viele alte Menschen, dann wird es schwierig. Altenheime sind natürlich auch so eine Geschichte. Trotz all der möglichen Vorsorge wird einem das alles mit etwas Pech doch nichts nutzen. Es gibt genügend Leute, die chronisch krank werden oder pflegebedürftig. Ab dieser Stufe oder wenn es absehbar ist, dass es dahin geht, würde ich mir überlegen, das Leben zu beenden. Irgendwo dahinvegetieren kommt für mich nicht in Frage.

Solange alles in geordneten Bahnen geht oder man im Berufsleben steht, kann man sich meiner Meinung ohne Problem das Leben sehr gemütlich einrichten. Von daher mache ich mir momentan in dieser Richtung keine großen Gedanken. Letztendlich ist es bei mir in 20 Jahren so weit, dass ich ins (heutige) Rentenalter komme. Was dann im Jahre 2035 ist, kann ich heute nicht voraussagen, außer das sich die Welt stark verändert hat. Da kann es mir sogar passieren, dass zuviel sparen gar nichts bringt, weil die Gesamtsituation so anders ist, dass das keinen Einfluß hat. Von daher lebe ich lieber jetzt und wenn wirklich mal was ist, bin ich bisher zurecht gekommen. Man hat schließlich auch noch Freunde und Verwandte. Ohne ist das sicher viel schwieriger.
 
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