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  • #1

Alles geht kaputt - kennt ihr das?

Kennt ihr das?

Wenn alles kaputtgeht und man weiß nicht warum? Alles zerrinnt zwischen den Fingern und scheint unrettbar?
Man trennt sich vom Partner nach schlimmem Streit. Ich wär gern verliebt und bin es nicht, finde für mich scheinbar nur Männer die mir nicht gefallen oder die unschöne Angewohnheiten haben. Der Mann in dem man sich heimlich verguckt hat, hat doch eine Freundin und der Anblick der beiden schmerzt. Mit Freunden entzweit man sich, andere ziehen weg, nur wenige wichtige bleiben übrig. Der Arbeitsplatz ist weg, zumindest eine Chance auf einen neuen ist da. Im Haushalt werden Dinge kaputt, nicht etwa nur eines, sondern notwenige Geräte und zwar alle fast auf einmal!

Vielleicht gibt es neue Chancen für die Zukunft, es scheinen sich welche aufzutun, aber ist dem so? Anders ist komplett unklar und ..........beängstigend. Ist es Zeit für einen Umbruch im Leben?

So geht es mir zur Zeit. Ich will jetzt bitte kein Mitleid, es ist nur so eigenartig, dass dies alles auf einmal passiert.

Habt ihr das auch schon einmal erlebt und wie seid ihr damit umgegangen?
 
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  • #2
Ja man kriegt immer Serien, gerade dann, wenn man sie am wenigsten brauchen kann. Irgendwie kriegt man es immer wieder hin. Ich hatte schon mindestens 1 Jahr kein wirkliches Highlight mehr.
Aber so ist ds Leben, eben kein Ponyhof. w
 
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  • #3
  • #4
Shit happens. Das ist kein Zeichen an der Wand, kein Indiz dafür, dass du jetzt dein Leben radikal umkrempeln musst, sondern ganz banaler Zufall. Und es passiert auch nicht wirklich alles gleichzeitig, aber jetzt geht es dir schlecht, und dann bekommen Umstände, die sich schon vor einem Jahr angebahnt haben, eine größere Gewichtigkeit.

Mach einen Schritt nach dem anderen und lass dir helfen, wo es geht. Bald wird es dir besser gehen. Nur Mut.
 
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  • #5
Liebe Fragestellerin!

Ja, das ging mir vor ein paar Jahren ähnlich. Die Ehe war kaputt, die neue Beziehung danach war auch kaputt, dann ging meine Waschmaschine kaputt, dann hatte ich die Möglichkeit, bei einer Freundin zu waschen und rate, was passiert ist - auch sie ging kaputt (Waschmaschine, nicht Freundin). Was folgte, war ein kaputter Laptop, kaputtes Geschirr (natürlich Lieblingsstücke) und zuletzt eine kaputte Hand, verursacht durch unachtsames Hantieren beim Abwaschen (böse am - natürlich kaputten - Glas geschnitten), dauerte Wochen, bis es wieder heile war.

In Bezug auf meine Freundschaften hatte ich das Gefühl, dass sie sich nicht mehr für mich interessierten, gleichzeitig aber musste ich mir eingestehen, dass auch ich bei vielen Freunden eigentlich keinen Wunsch mehr verspürte, mich bei ihnen zu melden. Selbst ein Telefonat war nicht mehr drin. Emailfreundschaften wurden gekündigt, zum Teil suchte ich den Streit, um mich von ihnen mit großen Worten verabschieden zu können.
Tja, und dann kamen noch ganz viele Rückzahlungen auf mich zu (Strom, Heizkosten etc.)...Also sah es auch finanziell sehr bescheiden aus.
Ach ja, und meine Katze war auch wochenlang verschwunden - DAS gab mir den Rest. ;-)
Es schien, als wolle niemand mehr mit mir so weitermachen wie bisher - weder die Geräte, noch die Freunde, noch die Katze, noch ich selbst.
Die Jahre davor waren geprägt von Beziehungsdiskussionen, Scheidungskrieg, unerwiderten Gefühlen und Streß auf der Arbeit und in zwischenmenschlichen Beziehungen, so dass ich das anschließende Kapitel als eine Art Konsequenz aus diesen jahrelangen Unstimmigkeiten betrachte...
Lach bitte nicht, aber ich sehe durchaus einen Zusammenhang zwischen einer kaputten Waschmaschine und dem momentanen Zustand der eigenen Person.
Was in meinem Fall geholfen hat, war ein vollkommener Neuanfang. Ich ging in mich und überlegte nächtelang, was ich ändern müsse, um nict vollkommen "kaputt" zu gehen. Die berühmten Fragen wollte ich mir mit "Ja" beantworten:
1. Liebe ich das, was ich tue? (Also Beruf, Hobbies, Freizeitgestaltung)
2. Liebe ich den Ort, an dem ich bin? (Wohnort, die Wohnung, die Gegend, die Nachbarn)
3. Liebe ich den, mit dem ich zusammen bin? (Partner, Freunde, Verwandte)

Und es kam heraus, dass ich weder glücklich mit meiner Wohnsituation war, noch, dass ich berufllich das tat, was ich eigentlich vorhatte und sehnlichst wollte, noch, dass ich mit meinem Umfeld noch glücklich war.
Halbherzige Beziehungen jeder Art wurden rigoros gestrichen, die Wohnung wurde gekündigt (wie schön ein Umzug sein kann!), es wurden endlich Nägel mit Köpfen gemacht. Eigentlich wollte ich das immer, aber ich habe mich nie getraut.
Was auch sehr hilfreich ist, ist die Frage danach, um welche Menschen und Dinge es wirklich schade ist, wenn sie weg sind. Da bleiben tatsächlich nicht viele übrig, mit denen aber lässt sich eine gute Zeit zusammen verbringen.
LG, w 35
 
  • #6
Wichtige Dinge immer doppelt haben. So ist man nicht auf das Einzige angewiesen.

z.B. zweites Handy, zweite Waschmaschine, zweite Kaffeemaschine, zweiter Fernseher, zweiter Computer, zweites Auto (in der Garage, oder geliehen von Freunden), usw.
(Meine Lebenserfahrung: Ich habe schon alle diese Geräte als Ersatz gebraucht)

Sollte ein Gerät ausfallen, kann man schnell aufs Reservegerät wechseln, und hat nicht so viel Stress.
Handy kaputt ? SIM-Karte ins andere -stets aufgeladene, und mit dieser Karte getestete- Handy - und weiter gehts.
Waschmaschine kaputt ? Einfach gegen die Ersatzmaschine austauschen.
Kaffeemaschine kaputt - besonders morgends = in aller Ruhe zur Ersatzmaschine wechseln = der Morgen und der Tag ist gerettet.

Es geht mit dem Ersatz weiter, und in der Zeit kann man ohne Druck und Stress das erste Gerät reparieren (lassen), oder neuen Ersatz besorgen.

Tja - auch einen Ersatzpartner haben ? Bildlich: "Die Reservebank im Kleiderschrank ?"
Nicht ganz. Aber bei der Partnersuche sich nicht so schnell auf eine Person versteifen, sondern auch Andere in der Auswahl, ggf. sogar Parallelkontakte. Sollte Eine/r abspringen - dann auf den Ersatz zugreifen.

m.E. müßte man 100 Leute pro Jahr daten = ca. zwei pro Woche. Um daraus einen einzigen, möglichen Partner/in zu finden. Also 1% von 99 %.
Wir haben Ende Juni = haben sie dieses Jahr bereits ca. 50 Leute gedated ?
Wieviele Kontakte aktuell parallel ? Haben sie nicht ? Also, warum rum jammern, wenn der Eine nicht klappte ?
(Zum Trost: Habe ich (m,50) dieses Jahr bis jetzt auch nicht geschafft.)

Bei geliebten Einzelstücken wirds schon schwerer. z.B. einen Hund oder Katze, mit der man lange zusammen war, und dann nicht mehr. (z.B. verstorben)
Geh trotzdem ! in ein Tierheim, und schau Dir die anderen Tiere an. Dein Tier war einzigartig, aber ist nicht das einzige Tier auf der Welt. Die anderen Tiere sind ganz offen und unbekümmert, weil sie nicht mit Deiner Trauer und Stress belastet sind.

Hm - und wo ist z.B. das "Tierheim für Männer" ? Wo unbekümmert Single-Männer auf ihre Vermittlung warten ?
Singlebörse wäre ein Ort von Mehreren. Aber dort ist es wie im Tierheim. Nicht jedes Exemplar passt zu Einem. Aber man beschäftigt sich immerhin mit Anderen, statt dem Verlorenen hinterher zu trauern.

Und so sucht frau weiter, nach besonderen Orten und Einrichtungen, wo sie fündig werden kann, nach ihrem ! gesuchten Exemplar eines neuen Mannes.

(Analog Gleiches für Männer, auf ihrer Suche nach einer Partnerin)
 
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  • #7
Gibt ein berühmtes Sprichwort - " Wenn das Glück fehlt, kommt das Pech noch hinzu"

Solche Phasen gibt es - da muß man durch. ;-)

m, 50
 
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  • #8
Ich sehe das als große Chance an!
Vielleicht musst du diese Menschen und Dinge loslassen, weil tolle neue Menschen und Sachen in dein Leben treten. Also Geduld!

Viel Glück und alles Gute!
 
  • #9
Ich finde, es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen kaputter Ehe oder verlorenem Job oder beidem zusammen einerseits und so Banalitäten wie einer kaputten Waschmaschine. Waschmaschinen stehen in jedem Elektromarkt Dutzende rum und bis morgen hast Du eine Neue, wenns eilt. Natürlich ist das ein Nadelstich, mal eben ein paar hundert Kröten auszugeben für etwas, das nicht wirklich Spaß macht zu haben. Aber es ist doch nicht vergleichbar mit fundamentalen Lebensdingen wie der Ehe oder dem Job!

Also: Aufhören zu jammern über die kleinen Nadelstiche des Schicksals, dabei gleichzeitig anfangen sich bewußt zu freuen über die Geschenke des Lebens ("Heute scheint die Sone, wie schön!" oder "Ah, ein Parkplatz direkt vor der Tür, wie schön") und schon sieht die Welt wieder anders aus! Und das hier von Gast #4 find ich auch nicht schlecht:

[Qoute]
1. Liebe ich das, was ich tue? (Also Beruf, Hobbies, Freizeitgestaltung)
2. Liebe ich den Ort, an dem ich bin? (Wohnort, die Wohnung, die Gegend, die Nachbarn)
3. Liebe ich den, mit dem ich zusammen bin? (Partner, Freunde, Verwandte)
[/Qoute]
 
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  • #10
Ich finde, es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen kaputter Ehe oder verlorenem Job oder beidem zusammen einerseits und so Banalitäten wie einer kaputten Waschmaschine. Waschmaschinen stehen in jedem Elektromarkt Dutzende rum und bis morgen hast Du eine Neue, wenns eilt. Natürlich ist das ein Nadelstich, mal eben ein paar hundert Kröten auszugeben für etwas, das nicht wirklich Spaß macht zu haben. Aber es ist doch nicht vergleichbar mit fundamentalen Lebensdingen wie der Ehe oder dem Job!

Das ist schon richtig, aber wenn alles auf einmal passiert, kommt man schon ins Grübeln.
Ich kann den/die FS verstehen. Es hängt alles zusammen. Vor allem wenn's ohne Job finanzmäßig eng wird und "ein paar hundert Kröten" um z. B. wieder schnell saubere Kleidung (für Job und Date) zu haben viel zu viel sind.

Kopf hoch!
Frage bei Freunden und Verwandten nach billigen oder kostenlosen gebrauchten Ersatzgeräten, es gibt auch Foren dafür im Internet.
Partnerschaftich würde ich Pause machen und die Zeit mit den wirklichen Freunden genießen.
Orientiere dich neu, es kann nur besser werden! :)
 
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  • #11
Hallo,
Tolle Beitræge!
Am besten gefallen hat mir, wie auch Pepe, die Fragen nach der Liebe zum Beruf und Freizeit, Ort, Partner und Freunde. Bei der Selbstbeantwortung bin ich leider sehr schnell an meine Grenzen gestoßen, da durch die Kinder und Haus nicht nur die Liebe eine Rolle spielt. Bitte, ich will hier richtig verstanden werden: ich liebe meine meine Kinder! Das hat nur zur Folge, das ich den Ort der mit viel Mühe und Liebe eingerichtet wurde, nicht einfach verlassen kann - selbst wenn die Liebe dafür nicht mehr so prickelt.
Sehr fraglich finde ich den Beitrag von Bernd50, einfach alles doppelt vorzuhalten. Zum einen eine Kostenfrage, zum anderen eine - nicht nur moralische-Zeitfrage (bei Doppelbeziehung). Ich kann nur davon abraten - viele Dinge und Beziehungen gehen kaputt durch Nicht-Benutzung. Richtig ist vielmehr eine Backuploesung vorher mal überlegt zu haben, dann dauert es nicht so lange darauf zu kommen, wenn man sie gerade braucht. Und ärgern wenn mal was kaputt geht sollte man sich schon dürfen, halt nur nicht so lange. Kaffeemaschine kaputt _ Mist!! - auf dem weg zur Arbeit im Backshop mit der netten Bedienung ein Kaffee-To-Go und auf dem Nachhauseweg im Elektroshop mit der/dem netten..... toller Tag. Hoffentlich ist morgen meine Kaffeemaschine kaputt (grins). Bei der Waschmaschine wurde schon aufwendiger, weshalb ich mir hier die Frage stelle: wo kõnnte ich in den nächsten Tagen waschen, wenn meine Maschine kaputt ist? - Einfach mal antesten und Freunde, Nachbarn fragen. Und ein "Waschsaloon" mit möglicherweise netten Bekanntschaften gibts auch noch.
Ich denke da an meine Oma die, immer wenn ich mich als Kind lautstark ærgerte, immer sagte: "Da hast Du aber auch recht". Und irgend wie wars dann auch wieder gut.
Bis hierhin ist das alles einfach, nur bei einer kaputten Beziehung bin ich zur Zeit selber recht hilf- und ratlos. Und Oma kann ich auch nicht mehr fragen. Aber wer sucht der findet . Vielleicht hier - bin gespannt.
 
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  • #12
Als ich mich damals von meinem Freund trennte, habe ich fast zeitgleich auch ein paar "falsche" Freundinnen aussortiert.
Ich habe mich selbst aus dem Job im fremden Land "geworfen" und das Land, in dem ich mich schon längere Zeit nicht mehr wohlfühlte, verlassen.
Diese Entscheidungen finde ich auch aus heutiger Sicht noch richtig, wenn ich nicht zu emotional gehandelt hätte. Das war der einzige Fehler.
Außerdem habe ich bis heute noch nicht die richtige Beziehung und den richtigen Job für mich gefunden.
Die Suche geht weiter und wahrscheinlich werden noch mehr Dinge kaputt gehen müssen.
Wenn man zu lange in Situationen verharrt, die einem nicht gut tun, kann es passieren, dass man wie durch ein Schicksal gezwungen wird, diese unangenehme Situation zu beenden.
 
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  • #13
Oja, kenne ich das. Der Rosenkrieg den ich hatte der toppt alles.Von ( fast ) perfekt bis zur totalen Zerstörung ist/war da alles dabei. Das liegt an den Emotionen der Menschen und aus etwas ausbrechen zu wollen. Irgendwann hält man es nicht mehr aus und riskiert etwas Neues ohne Rücksicht auf Verluste. Ein Zurück - auch wenn man es sich zu sehr wünscht, auch wegen den Kindern - ist absolut unmöglich, da das Vertrauen total zerstört ist. Stell Dir vor Du hast mit dem Ex wieder Sex und sollst dabei sagen: Ich liebe dich. Das geht nicht, seid realistisch. Im Übrigen hat ein Neuanfang auch immer wieder etwas Schönes und ist vielleicht sogar Schicksal ? Jedenfalls mach das beste draus denn zurück ist einfach die denkbar schlechteste Alternative, selbst wenn man es sich noch so sehr wünscht. Am Ende wird alles nur noch Schlimmer. Denkt lieber positiv zurück an das Schöen was war und nimm das in das Neue mit, selbst wenn das Neue Alleinsein heisst, denn das was Du hattest nimmt Dir keiner mehr weg. M/52
 
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  • #14
Kennt ihr das?

Vielleicht gibt es neue Chancen für die Zukunft, es scheinen sich welche aufzutun, aber ist dem so? Anders ist komplett unklar und ..........beängstigend. Ist es Zeit für einen Umbruch im Leben?

So geht es mir zur Zeit. Ich will jetzt bitte kein Mitleid, es ist nur so eigenartig, dass dies alles auf einmal passiert.

Habt ihr das auch schon einmal erlebt und wie seid ihr damit umgegangen?

Antwort auf alle diese Fragen ist: JA.

Ja, die Situation kenne ich: Ein Unglück kommt selten allein. Ja, so eine Situation bietet die Möglichkeit, Bilanz zu ziehen und nochmals mit neuen Chancen durchzustarten. Ja, es ist Zeit für einen Umbruch im Leben oder einen ganz neuen Anfang.

Ja, es kommt die Zeit, wo es besser wird und zwar besser als je zuvor!

Ja, auch ich habe so eine Situation schon erlebt und habe nochmals ganz neu angefangen: neuer Wohnort, neuer Job in einer neuen Branche, neuer Lebenspartner, neue Lebenseinstellung.
 
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