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Gast

  • #31
Das geht. Ich habe es geschafft und es ist meinem Kind gut bekommen. Dass das bei den meisten vollzeitarbeitenden Elternteilen im Gegensatz zu den Vollzeitmüttern der Fall ist, ist ja längst erforscht. Das Problem ist, dass Du im Vergleich zu anderen Müttern viel einstecken und zurück stecken wirst. Ich habe meine Arbeit immer nach dem Kind ausrichten können (ich weiß, dass das ein Privileg war) und mehr als vierzig Stunden gearbeitet, trotzdem hatte ich mehr aktive Zeit mit meinem Kind als viele Mütter, die ihre Überlastung plakativ vor sich hergetragen haben. Aber ich hatte jahrelang keine Zeit mehr für mich selbst. Hinzu kommt, dass viele wenig arbeitende Elternteile sich in Rechtfertigungszwang sehen und mit mitleidigem Blick auf das Kind fragen "arbeiten Sie immer so lange, ist das Kind immer so lange allein?", weil ihr eigenes Kind weniger soziale Kontakte und Interessen hat und deshalb wirklich mehr in der Stube hockt (und Mama in der Nähe der Glotze ebenfalls). Solche Zeitgenossinnen erziehen ihre Kinder oft auch zur Unselbständigkeit und kutschieren sie mitten am Tag ständig von A nach B, obwohl Bus oder Fahrrad zur Verfügung stünden. Das setzt auch beim Kind Maßstäbe, denn das überbehütete Kind bekommt zwar nicht das Rüstzeug fürs Leben, hat es im Moment aber sehr bequem.
 
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Gast

  • #32
Liebe Fs,

ich finde es auch komisch, dass dein Mann jetzt in eine andere Stadt will, um dort zu arbeiten, und dich allein VZ-stelle und Kind lässt. Wie soll da ein Familienleben gelingen?

Dein Kind sieht dich kaum, den Vater auch nicht, also das finde ich echt grass und in keiner Weise entwicklugnsfördernd fürs das seelische Wohlbefinden des Kindes.

Was machst du, wenn du krank bist, oder das Kind? Alles alleine zu stemmen geht doch kaum.

Lieber Teilzeit-Arbeiten, Wohngeld beantragen, und von wenig Geld leben, anstatt sich zu verausgaben, alles alleine stemmen und der Mann macht sich in einer anderen Stadt ein schönes leben. Also irgendwas stimmt da nicht.

Ich habe immer Teilzeit gearbeitet, fast auf H4-Niveau gelebt, aber dafür genug Zeit fürs Kind und für mich gehabt. Später konnte ich aufstocken, in der Teenie-Zeit war es sehr sehr wichtig, Zeit zu haben, um präsent zu sein. Mit wem soll ein Kind sich reiben, wenn die Mutter kaum zu Hause ist?

w
 
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Gast

  • #33
Vollzeit zu arbeiten bedeutet die Erziehung Fremden zu überlassen. Ich als Frau und Mutter möchte mein Kind selbst erziehen. Erstens, weil es mein Kind ist und ich die nächsten Jahre mit ihm klar kommen muss. 2. weil ich sonst nicht lerne mein Kind zu erziehen. Zeit ist das wertvollste, was man geben kann; wertvoller als Geld. Mit 5 Tagen die Woche Vollzeit Kita würde ich die natürlichen Bedürfnisse meines Sohnes übergehen, denn er braucht ein zu Hause, Zeit um runter zu kommen, Zeit für sich und will umsorgt sein, wenne s ihm schlecht geht. Teilzeit zu arbeiten bedeutet Verantwortung für sein Kind zu übernehmen und es nicht zu überlasten. Alles andere ist zugunsten des Arbeitgebers abschieben. Darauf ist bestimmt keiner neidisch.
 
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Gast

  • #34
Ich bin seit 7 Jahren alleinerziehend und vollzeit berufstätig
Das war zeitweise richtig übel, und ich wollte es oft hinwerfen
So lange alles glatt läuft mit Betreuung und job ist das machbar aber wehe die Kita streikt, hat Ferien oder das Kind ist oft krank und das ist bei Kleinkindern ja nun fast normal
Ohne Oma o.ä. ist man da schnell mit dem Latein am Ende