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  • #1

Als Single allein ausgehen - unmöglich - Hilfe!

Ich bin gerade so am Stöbern, um auf meine Frage eine Antwort oder Gleichgesinnte zu finden und bin jetzt hier gelandet:
Ich bin Mitte 50, weiblich und frisch geschieden. Habe alles hinter mir gelassen, auch die Bekanntschaften, die auch nie mehr waren und alle zu meinem Ex gehören. Richtige Freunde habe ich tatsächlich nicht (mehr).
Ich bin umgezogen und war frohen Mutes, mir alles neu aufzubauen. Bin in den Sportverein eingetreten. Habe einen tollen Job. So weit, so gut.
Aber mein Problem ist, ich schaffe es nicht, auf eine Veranstaltung zu gehen, z. B. auf eine sogenannte Ü-Party. Ist der Tag X da, zieht sich in mir etwas zurück, das ich nicht in Worte fassen kann. Ich kann mich nicht überwinden, alleine los zu gehen. Da ich mit öff. Verkehrsmitteln nicht weg kommen, muss ich selber mit dem Auto fahren. Daher kann ich mir auch keinen Mut (ein Sektchen) antrinken....!
Ich gehe ohne Probleme allein ins Kino, ins Schwimmbad, Cafe oder Restaurant.

Habe über Anzeigen schon nach Freizeitpartnern, weiblich oder männlich, gesucht. Dabei kam nichts gescheites bei heraus.
Über meinen Sport neue Freunde zu finden, kann ich ganz vergessen.

Ich habe echt Angst, im Alter zu vereinsamen. Wer kennt das noch? Oder wer ist selber aus seinem Karussel heraus gekommen?
 
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  • #2
Das Problem hab ich auch. Nach meiner Scheidung waren alle Freunde weg. Die engsten sind ausgewandert und jetzt bin ich allein. Wenn ich kinderfreies Wochenende hab will ich auch weg. Dann hab ich mich einmal überwunden und bin feiern gewesen. Auch selbst gefahren. So toll war es nicht. Es entstand kein Kontakt. Ich weiss nicht villeicht kommt es blöd rüber wenn eine Frau allein an der bar sitzt. Der zweite Versuch verlief auch so. Es war langweilig. Seitdem lass ich es sein. Jetzt überlege ich neue Freunde zu finden und versuche es bereits. Aber das klappt einfach nicht. Hätte nicht gedacht das es so schwer ist.
Ich wäre auch für Vorschläge dankbar. Familie und Bekannte kann ich vergessen. Alles keine Leute die gerne ausgehen.
Leider kann ich dir so wahrscheinlich auch nicht helfen. Aber ich würde es an deiner stelle einfach ausprobieren allein auszugehen.
Gruß
W34 +3kids
 
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  • #3
Hallo

ich gehe nie auf Über-X-Parties. Früher war es bekannt dass da nur Abschleppe im Gang ist.
Und über 50 wird es dann peinlich...viel Verzweifelte.

Warum machst du nicht einfach einen Tanzkurs oder gehst Schwimmen oder
singst im Chor ? Es gibt soviel Möglichkeiten neue Menschen kennen zu lernen.
Und irgendwann taucht einer auf der dir wirklich was sagt.
 
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  • #4
Liebe FS, gehe in ein gutes, aber sympathisches Fitnessstudio.
Du triffst da in den Kursen-an Geräten schnaufen die meisten nur verbissen vor sich hin-jede Menge netter Frauen (und manchmal auch Männer), die sich auch freuen, nette Bekanntschaften zu machen. Bei mir sind so mehrere langjährige Freundschaften entstanden!
Und auch da gilt: ein bißchen Eigeninitiative. Lächeln , Hallo sagen, ein gemeinsames Thema hat man ja schon..der Kurs, die Trainer, usw..
Klappt bestimmt- nur zu!
(W)
 
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  • #5
Wer kennt das noch? Oder wer ist selber aus seinem Karussel heraus gekommen?

Hallo liebe FS,

das Problem hatte ich auch nach meiner langen Ehe. Es hat nicht gleich funktioniert und mit alleine ausgehen wollte ich mich gar nicht erst anfreunden. Was mir sehr geholfen hat:

- Kontakte zu guten Freundinnen, auch ehemalige, wieder aufbauen bzw. verstärken. Wenn ehemals gute Kontakte bestanden, freuen die sich in der Regel, dass man sich auch nach längerer Zeit endlich mal wieder meldet. Einige davon waren zwischenzeitlich übrigens auch wieder Single geworden und hatten die gleichen Probleme.

- In meiner Stadt gibt es eine sehr aktive, gut organisierte Single-Szene, in die man unkompliziert Einstieg finden konnte. Damit waren viele, auch regelmäßige Aktivitäten gesichert, einschließlich abends ausgehen etc. Vorteil: Du triffst Gleichgesinnte und irgend jemand hat immer Zeit, etwas zu unternehmen.

- Singlebörse: Ein paar nette Kontakte haben sich ergeben, ohne dass mehr daraus wurde, aber wir haben uns angefreundet und manchmal etwas gemeinsam unternommen.

- Tanzkurse inkl. Tanzpartnerbörse: Aus dem langjährigen Wunsch, endlich mal Salsa tanzen zu lernen wurde ein spannendes Hobby, durch das ich sehr viele neue Leute kennengelernt habe. Neben den Kursen konnte ich zu den regelmäßig stattfindenden Übungsabenden und Partys gehen, ohne mich alleine fühlen zu müssen. Ein Hobby verbindet ungemein und in dem Fall wirkte es wie ein Multiplikator: Eine ganz neue Szene mit vielen interessanten Menschen und überregionalen events bis hin zu Tanz-Reisen hat sich hier für mich aufgetan.

Und irgendwann habe ich auch meinen neuen Partner auf diesem Wege kennengelernt :)

Dies nur als ein paar kleine Anregungen, die Dir hoffentlich etwas Mut machen. Es ist nicht einfach, aber es geht! Viel Glück!

w, Ü50
 
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  • #6
Nein, das kenne ich nicht. Ich bin Ende 50 und schließe immer noch neue Freundschaften.

Es gibt im Internet jede Menge Freizeitbörsen, in denen man Gleichgesinnte zu gemeinsamen Unternehmungen finden kann. Es gibt Kurse an Volkshochschulen, z. B. Sprachkurse. Hier in Berlin gibt es in jedem Bezirk Nachbarschaftsheime, die Kurse und Veranstaltungen zu fast jedem denkbaren Thema anbieten. Du kannst dich ehrenamtlich engagieren, in deiner Kirchengemeinde aktiv werden, falls du einer angehörst. Du kannst an Singleveranstaltungen teilnehmen wir z. B. gemeinsamen Frühstücken am Wochenenden, Radtouren, Wanderungen, Tanzveranstaltungen und -kursen, Kochen, Literatur. In manchen Städten bieten Theater, Oper, Konzerthäuser Seminare an, die auf Veranstaltungen vorbereiten oder sie vertiefen. Museen bieten Führungen. Es gibt Kurse im Malen, Musizieren, Theaterspielen. Du kannst dich, wenn es dich interessiert, politisch engagieren, auf lokaler Ebene. Einer Bürgerinitiative beitreten. Amnesty International. Greenpeace. Einem Hospizverein. Einer Großeltern-Agentur, wenn du gern mit Kindern zusammen bist. Du kannst zu Lesungen gehen, Ausstellungen, Diskussionsrunden. Du kannst dich als Gasthörerin an der Uni einschreiben. Du kannst eine neue Sportart ausprobieren, die kommunikativer ist. Yoga- und/oder Feldenkrais-Kurse besuchen. Wenn du dich für Psychologie interessierst, zu Familienaufstellungen gehen. Einen Meditationskurs buchen ...

Ach, ich wünschte, der Tag hätte 48 Stunden.
 
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  • #7
Hi Ihr Lieben,

zwei Frauen, zwei Lebensabschnitte (!) und doch ein Problem?!

Liebe FS,

Du bist frisch geschieden und ob Du es glaubst oder nicht: Sich und andere zu finden braucht Zeit, Mut, Willen und Kraft. Ab und zu ein Sektchen kann helfen ist bei weitem aber nicht ausreichend.

Ich bin jetzt 1 1/2 Jahre getrennt und habe bis weilen auch noch mit Deinen Phänomänen zu kämpfen, aber

1. Ich lerne immer mehr die Momente des Alleinsein zu geniessen.
2. Ich habe jetzt so viel Zeit, das zu tun was ich möchte, dass ich wieder keine Zeit habe.
3. Ich treffe mittlerweile viele, auch Frauen, beim Ausüben meiner zahlreichen Hobbies, dass ich der ein oder anderen potentiellen Partnerin begegne.
4. Ich habe einige Uraltfreunde aktiviert/aktivieren können und das fühlt sich richtig gut an.
5. Es gibt immer wieder emotionale Rückschläge und Kontaktversuche erweisen sich als nicht zielfühtend, aber dann kommt der nächste Versuch und der fühlt sich gut an und vielleicht entsteht was Dauerhaftes.

Also: Immer fest daran glauben und dies auch ausstrahlen sowie leben.

44, m
 
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  • #8
Ich bin durch Teilnahme an einer Facebook-Gruppe aus dem Karrusell herausgekommen. Es hat lange gedauert, bis ich mich getraut habe, mich mit fremden Menschen zu treffen und mich als einsamer Mensch zu outen. Aber es waren dort viele so wie ich, und nur die allerwenigsten waren die "seltsamen, komischen Freaks", vor denen man erst einmal Bedenken hat.

Ich habe wieder ein Sozialleben, viele Bekannte und eine oder zwei echte Freundschaften im Entstehen.

W, 46
 
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  • #9
Liebe FS,
ich glaube, es geht vielen so wie Dir. Als wir 'jung' waren, hat man immer automatisch in der Schule, Ausbildung, Disco neue Leute kennengelernt und relativ schnell neue Freundschaften geschlossen. Irgendwann bewegen wir uns in unseren eingefahrenen Bahnen mit den gleichen Leuten.

Mir geht es im Moment ähnlich.
Meine Lebenssituation hat sich geändert, man will sich einen neuen Bekanntenkreis aufbauen und merkt plötzlich: So leicht wie früher, funktioniert das nicht mit Ü40 wohl nicht mehr.

Diese Ü-Parties sind nun eh nicht so mein Ding. Alleine würde ich da sicher auch nicht hingehen.

In Sport-Clubs gibt es meistens schon Grüppchen, die sich schon lange kennen. Da als Neue 'aufgenommen' zu werden, ist nicht so leicht.

Es gibt ja auch Freizeittreffs (z. B. Groops). Schau Dir das doch mal an. In meiner Stadt gibt es auch einen Single-Treff, wo man gemeinsam Sport, Ausflüge usw. machen kann.

Eine andere Möglichkeit wäre, alte 'eingeschlafene' Freundschaften/Bekanntschaften zu beleben.

Regelmäßige Aktivitäten mit den gleichen Leuten (Sportgruppe, Kochkurs...) sind sicher eine gute Ausgangsbasis. Man lernt sich kennen und vielleicht wächst ja eine Freundschaft heran.
Braucht halt Zeit und Energie.

Es geht vielen so, aber man findet nicht zueinander ;-).

w, 44
 
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  • #10
Dein Problem ist eigentlich nur, du kennst dein Revier nicht. Schwimmbad und Cafe sind kein Problem, weil du dich dort da eben auskennst.

Auf Partys bleibt man in der Regel nicht lange alleine, wenn du es als Frau verstehst, dich zu vermarkten. Zieh dir was Schickes an, putz dich mal richtig heraus, setz dir ein Lächeln auf die Lipppen, suche hin und wieder mal Blickkontakt zu fremden Gästen. Da bleibt man als Frau nicht lange allein.

Die Angst, zu vereinsamen, scheinen mir nur Leute so intensiv zu haben, die dich isoliert haben, und eine Ausgehphobie haben, denn im Prinzip kann es auch Verheirateten passieren, dass sie nach 40 Jahren plötzlich alleine dastehn und diese sind dann erst recht aufgeschmissen, weil sie immer nur ein Leben im Doppelpackt gewohnt waren. Oder was denkt du, warum sich so viele Männer ab 40 einfach nicht mehr scheiden lassen? Die würden doch alleine gar nicht mehr klar kommen!

Du wirst bald merken, wenn du dich von der Partylaune draußen anstecken lässt, dass du wieder in einen Lebensstrudel reinkommst und die Einsamkeit schnell vergisst.

Es ist alles nur eine Frage der Gewohnheit. Du musst nur mal den ersten Schritt überwinden, dich abends aufzuraffen. Nimm es dir einfach mal Feste vor, in deinem Leben was zu ändern. Wenn es dir auf der Party nicht gefällt, was solls? Dann hast du es wenigstens probiert und probierst nächstes Mal was anderes. In der Regel ist es aber so, dass dir das ganz sicher Spaß machen wird, weil es eben mal etwas anderes zu dem Alltagstrott ist.
 
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  • #11
Hallo


kein Problem damit. Bin seit vier Jahren allein, das wäre ja noch schöner wenn ich da nur ins Café oder zum Sport ginge und abends allein zu Haus sitze. Die meisten meiner Bekannten haben Ehepartner und der Abend ist gemütlich, sprich mit mir ziehen die nicht mehr los.

Ich mache fast alles allein, außer Tango tanzen. Das geht halt nur mit Partner.
 
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  • #12
w
Ich bin zwar etwas jünger als ihr, aber ich kann euch gut verstehen, da ich selbst Single und auf der Suche nach Bekanntschaften/einer Partnerschaft bin. Allein an eine Bar setzen wäre auch nichts für mich.
Ich habe mich zu einem Tanzkurs angemeldet. Manche Tanzschulen bieten das extra für Singles. Mir hat es etwas Sicherheit gegeben, dass es dort allen genauso geht wie mir.
Außerdem fahre ich im Winter mit einem Veranstalter für Single-Reisen ein paar Tage Ski. Die Urlaube kann man von einer einfachen Städtereise für ein paar Tage bis hin zu mehreren Wochen am Strand buchen. Außerdem gibt es bestimmte Altersgruppen. Vorab gibt es meistens schon die Möglichkeit sich mit anderen Teilnehmern im Internet auszutauschen. Dann ist man schon gar nicht mehr so allein, wenn es losgeht. :)
Auch ein guter Tipp sind Gruppen im Internet mit Leuten, die alle neu in der Stadt sind und selbst einen Freundeskreis aufbauen möchten.
Oder Single-Kochkurse.
Vielleicht hat eine von euch Interesse daran, sich ehrenamtlich zu engagieren (z.B. politisch)...?! Meist gibt es im Rahmen der Tätigkeit dann Veranstaltungen, bei denen man gute Chancen hat, seinen Bekanntenkreis zu erweitern. Und dennoch sieht es nicht blöd aus, wenn man allein ist.

Wenn ihr beide nicht allzu weit auseinander wohnt, dann könntet ihr euch ja vielleicht zusammen tun... ;)
In jedem Falle viel Glück euch beiden! :)
 
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  • #13
Ich 46 w gehe auch alleine fort zum tanzen und war nie länger als 10 Minuten alleine.

Das erste mal war es schon ein sehr komisches Gefühl, aber wie gesagt, es waren genau 10 Minuten und ich war nicht mehr alleine. Von da an bin ich öfter mal alleine mal in dieses Lokal gegangen und habe nie ein Problem damit, das ich alleine bin.

Denke das liegt auch daran, das ich zum tanzen hingehe und nicht weil ich anschluss finden möchte, tanze auch alleine.

Mit der Zeit kennt man dann schon einige Leute die auch öfter dort sind, darunter sind auch viele Männer die dort alleine hingehen. Ich habe dadurch schon einige Bekanntschaften und auch Freundschaften geschlossen, sowohl Frauen als auch Männer.

Also nur Mut, das einzige was passieren kann ist, das du alleine tanzt.

Wünsche dir viel spaß
 
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  • #14
Ich war noch nicht wirklich in einer solchen Situation, bin jedoch von einer kleineren Stadt in eine benachbarte Großstadt umgezogen (frisch getrennt) & habe versucht Freunde aus meiner neuen, direkten Umgebung zu finden. Geholfen haben mir dabei vor allem die sozialen Netzwerke und entsprechende Gruppen darin. Zu so einem Treffen zu gehen war auch zunächst eine Herausforderung und natürlich haben mir dort nicht alle Leute zugesagt, aber es sind einige gute Freundschaften entstanden. Vielleicht gibt es entsprechendes auch in deiner Umgebung?

Und wie schaut es mit Arbeitskollegen aus? Dir scheint deine neue Arbeit ja Spaß zu bereiten - vielleicht kannst du dort ja den ein oder anderen Kontakt intensivieren?

Wieso schließt du den Sport kategorisch aus, um dort Freunde zu finden? Was machst du denn?

w,28
 
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  • #15
w, 55

Liebe FS,
die Situation habe ich seit 8 Jahren.
Ich bin aus dem alten Umfeld weggegangen, habe einen guten Job, aber wie das im konservativen öffentlichen Dienst ist - alle Kollegen sind verpartnert und die, die es nicht sind, wohnen weit draußen, Häuschen oder große Wohnung im Grünen mit langen Anfahrtwegen und treffen sich daher mit niemandem. Wenn soll man zu ihnen rauskommen, am Wochenende, weil ihnen da auch langweilig ist.
Ü-Parties waren noch nie meins, Tanzkurse mit den angeheuerten viel jüngeren Männern habe ich auch mal ausprobiert, aber es dann aufgegeben, weil ich ja doch nicht allein zu Tanzveranstaltungen gehe und so dreht es sich im Kreis. Ich denke, es ist schwierig, wenn man nicht so ein Ausgänger ist.
Auf Ehrenamt habe ich keine Lust, ich arbeite schon genug.

Mein Leben ist arbeiten, manchmal Kino, mehrmals in der Woche Sport, auf dem Sofa rumlungern. Irgendwie habe ich mich damit arrangiert. Nach ein paar Jahren nimmt man es hin, dass das Leben jetzt eben so ist.
Es nützt ja auch nichts, deswegen rumzujammern. Ich habe den nicht meh zu revidierenden Fehler gemacht, wegen der Partnerschaft mein altes soziales Umfeld zu verlassen und zu ihm zu ziehen und wegen seines schlechten Benehmens habe ich mich 20 Jahre lang sozial isoliert, weil es mir mit ihm in der Öffentlichkeit zu peinlich war. So habe ich in meiner neuen Heimat nie Wurzeln geschlagen und werde sie zügig verlassen, wenn ich die Jobphase hinter mir habe, um zu sehen, ob ich nochmal woanders heimisch werde.
 
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  • #16
Oh ja wie das gruselig ist, ich (34) wollte mit meinen Freund (45) tanzen gehen. Normale Disko da fühlten wir uns etwas zu alt. Also dann mal eine Ü30 Party. Für mich die erste. Es war für uns auch einigermaßen erträglich aber es war schrecklich mit anzusehen wie sehr viele alleinstehende Herren von Tisch zu Tisch wahllos zu den Damen hingingen und abcheckten was wohl die Nacht ging. Das war mehr als auffällig und ich fand das extrem. Mehr als 10 Minuten kann man dort gar nicht allein bleiben. Die Frage ist ob die FS sowas mag. In den Diskotheken zu Jugendzeiten hatte ich es nicht so offensichtlich bemerkt. Fazit: so schnell gehe ich bestimmt nicht zu einer ü30 Party...

Aber hier kamen schöne Ideen, wie das Fitnessstudio und den Tanzkurs. Ich mache gerade einen Sprachkurs, Bootsführerschein und so einige andere Ideen habe ich abgeklappert. Sehr beliebt sollen auch Hundeschulen sein. Irgendetwas findet sich doch immer.
 
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  • #17
- Tanzkurse inkl. Tanzpartnerbörse: Aus dem langjährigen Wunsch, endlich mal Salsa tanzen zu lernen wurde ein spannendes Hobby, durch das ich sehr viele neue Leute kennengelernt habe. Neben den Kursen konnte ich zu den regelmäßig stattfindenden Übungsabenden und Partys gehen, ohne mich alleine fühlen zu müssen. Ein Hobby verbindet ungemein und in dem Fall wirkte es wie ein Multiplikator: Eine ganz neue Szene mit vielen interessanten Menschen und überregionalen events bis hin zu Tanz-Reisen hat sich hier für mich aufgetan.

Und irgendwann habe ich auch meinen neuen Partner auf diesem Wege kennengelernt :)


w, Ü50

Ist Salsa denn wirklich was für die Ü50-Fraktion? Ich habe schon mal mit dem Gedanken gespielt, einen Kurs zu besuchen. Stelle mir aber vor, dass der Tanz eher bei den Jüngeren angesagt ist. Ich will ja da nicht als potentieller Sugar-Daddy aufkreuzen. Ist Tango Agentino für unsere Altersgruppe vielleicht die bessere Alternative?

m 50plus
 
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  • #18
Kenne ich auch, ich habe es auch immer wieder mit Kontaktanzeigen versucht. Daraus hat sich der ein oder andere nette Kontakt entwickelt. Die Ideen mit dem Chor oder dem politischen Engagement sind ja nicht schlecht aber da sollte schon ein Interesse vorhanden sein.
Bei VHS-Kursen habe ich noch nie Leute kennengelernt die ich über die Kurse hinaus getroffen habe.

Was nicht schlecht ist, selber einen Stammtisch ins Leben zu rufen, sprich einfach über die Zeitung werben, da kommen dann immer gleich ein paar Leute und daraus kann sich auch einiges an Aktivitäten ergeben. Die Idee mit dem Urlaub ist ja auch o.k,, aber ich habe nur 30 Tage Urlaub im Jahr, das Jahr hat einige Tage mehr und dafür suche ich Menschen denen ich begegnen will und wo sich vielleicht auch Freundschaften entwickeln.

Diese ganzen oberflächlichen Bla-Bla-Begegnungen reichen mir weder intellektuell noch emotional.

w45
 
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  • #19
Ich bin gerade so am Stöbern, um auf meine Frage eine Antwort oder Gleichgesinnte zu finden und bin jetzt hier gelandet:
Ich bin Mitte 50, weiblich und frisch geschieden. Habe alles hinter mir gelassen, auch die Bekanntschaften, die auch nie mehr waren und alle zu meinem Ex gehören. Richtige Freunde habe ich tatsächlich nicht (mehr).
Ich bin umgezogen und war frohen Mutes, mir alles neu aufzubauen. Bin in den Sportverein eingetreten. Habe einen tollen Job. So weit, so gut.
Aber mein Problem ist, ich schaffe es nicht, auf eine Veranstaltung zu gehen, z. B. auf eine sogenannte Ü-Party. Ist der Tag X da, zieht sich in mir etwas zurück, das ich nicht in Worte fassen kann. Ich kann mich nicht überwinden, alleine los zu gehen. Da ich mit öff. Verkehrsmitteln nicht weg kommen, muss ich selber mit dem Auto fahren. Daher kann ich mir auch keinen Mut (ein Sektchen) antrinken....!
Ich gehe ohne Probleme allein ins Kino, ins Schwimmbad, Cafe oder Restaurant.

Habe über Anzeigen schon nach Freizeitpartnern, weiblich oder männlich, gesucht. Dabei kam nichts gescheites bei heraus.
Über meinen Sport neue Freunde zu finden, kann ich ganz vergessen.

Ich habe echt Angst, im Alter zu vereinsamen. Wer kennt das noch? Oder wer ist selber aus seinem Karussel heraus gekommen?

Wenn Du musikalisch bist kannst Du tanzen lernen. Das ist komplett unverbindlich, lässt sich aber zu einem tollen Hobby ausbauen. Mit Ü50 sind die Ü30-Parties absolut ein no-go. Fange in einer Tanzschule an oder gleich in einer Salsa-Schule. Für mich haben sich da viele neue interessante Kontakte ergeben. Aber nur nicht krampfhaft nach Partner suchen! Mittlerweile mache ich auch Tanzreisen, verbringe also auch meinen Urlaub im Ausland mit diesem Hobby. Ich geniesse es, mit vielen Damen tanzen zu können. Eine "eigene" habe ich leider nicht. Langeweile gibt es aber auch nicht mehr. Und tänzerisch habe ich mittlerweile auch hohe Ansprüche an mich (Privatstunden u.s.w.). Es stärkt auch das Selbstbewusstsein, wenn man bei einer Tanzveranstaltung genau weiss, dass man es gut könnte, wenn man denn auf der Tanzfläche wäre.
M Ü50
 
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  • #20
Eure Antworten Nr. 1 - 14

Guten Morgen alle zusammen!
Ich möchte allen herzlich für ihre Meinungen, Erfahrungen und Vorschläge danken!
Alles werde ich mir zu Herzen nehmen!
Einiges habe ich natürlich schon selbst ausprobiert. Ich bin noch auf der Suche nach einem Tanzpartner.
Ich möchte nochmal betonen, dass ich nur Schwierigkeiten habe, allein auf eine Tanzveranstaltung zu gehen! Ob es mir dort gefallen würde, weiß ich nicht. Aber ich muss es unbedingt ausprobieren.

Leider fand ich die Gedanken von der Dame Nr. 14 etwas traurig.
Ich will mich mit 55 überhaupt noch nicht damit abfinden, dass man in diesem Alter quasi auf dem Sofa hocken muss!

Jedenfalls haben mich doch die meisten aufgemuntert, das eine oder andere in die Tat umzusetzen!

Wünsche allen eine schöne Zeit!

w55
 
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  • #21
Ist Salsa denn wirklich was für die Ü50-Fraktion? Ist Tango Argentino für unsere Altersgruppe vielleicht die bessere Alternative?

Ich kann natürlich nur aus eigener Erfahrung sprechen: Ja, durchaus! Die Salsa-Szene ist inzwischen sehr angewachsen und umfasst alle Altersgruppen, da tanzen jung und älter, also 40 aufwärts mit open end. Im Vergleich zu Tango Argentino scheint die Szene m.E. jedoch deutlich "lockerer" zu sein, man kommt wesentlich einfacher in Kontakt und es gibt deutlich mehr Angebote, um außerhalb der Tanzkurse tanzen gehen zu können. Aber letztlich ist es auch eine Frage der Sympathie und Leidenschaft für die jeweilige Musikrichtung und deren Stile. Günstig sind Schnupper-Workshops oder Einführungen zum ausprobieren, die teilweise sogar kostenlos im Rahmen von Partys stattfinden.

nochmal die #4 (mit der Bitte um Freischaltung, weil es Nebenthema ist... danke :)
 
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  • #22
Hallo
ich gehe nie auf Über-X-Parties. Früher war es bekannt dass da nur Abschleppe im Gang ist.
Und über 50 wird es dann peinlich...viel Verzweifelte.

Mal ehrlich, wie will eine Frau, die noch nie auf einer Ü30 Party wissen, dass da nur Abschleppe im Gang ist und Verzweifelte sind?

So ein Schmarrn aber auch. Ich gehe seit Jahren auf Ü30 Partys, bin weder verzweifelt noch werde ich abgeschleppt, was sicher versucht wurde, aber auf Partys von jüngeren Menschen genauso abläuft.

Ich tanze sehr gerne, tanze viel, habe einige angenehme Menschen in meinem Alter kennengelernt, denen es ähnlich geht, es hat sich schon fast ein Freundeskreis gebildet.

w 50
 
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  • #23
Es war für uns auch einigermaßen erträglich aber es war schrecklich mit anzusehen wie sehr viele alleinstehende Herren von Tisch zu Tisch wahllos zu den Damen hingingen und abcheckten was wohl die Nacht ging. Das war mehr als auffällig und ich fand das extrem.

Also ich gehe in Berlin regelmässig zu Ü30-Partys bin um einiges älter als du und beobachte sehr gerne Menschen, aber dieses was du beobachtet haben willst, ist mir nicht aufgefallen.

Klar ist, dass Männer schauen, aber Frauen genauso, aber dieses von Tisch zu Tisch, die es auf "meien" Partys kaum gibt, konnte ich nicht sehen. Logisch ist, dass Männer flirten und ansprechen, aber dieses wahllose um zu schauen was "geht", nee, kenne ich nicht.

Ausserdem, was interessiert es dich, was Andere machen? Ich gehe dort zum tanzen hin, weil ich gerne und gut tanze, ergibt sich was mit einem niveauvollen Mann ist gut, wenn nicht, na dann auch gut.

So ein realextes Verhalten kann man trainieren, beim ersten Mal war ich aufgeregt, aber dann wurde es immer besser.

w
 
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  • #24
Was auch immer Du, liebe FS, aus diesem Thema herausziehst, eine Sache ist wichtig:

Wir haben 2014.

Leider hat sich nicht alles geändert. Ich selbst war beispielsweise der Meinung, man müßte im 21. Jahrhundert nicht mehr zwingend mit 30 die eigene Familie oder zumindest die passende Person dafür schon gefunden haben. Da habe ich mich geirrt und bin "übrig geblieben".

Was sich allerdings schon geändert hat, ist die Tatsache, daß man mit 50 als Singlefrau früher zum Dahinsiechen verdammt war und das heute nicht mehr ist. Wenn Dein Einkommen ausreicht, mache Dir den Alltag schön, reise, tanze, fotografiere (oder andere Hobbies), pflege Dich, strahle, lebe.

Heute ist man mit 50 noch jung genug, um so aktiv zu leben wie die Jungen. Man darf sich selbst nur nicht gedanklich ausbremsen.

Und was Männer angeht - Du weißt doch, die kommen von allein, wenn Deine Ausstrahlung paßt!

Viel Spaß dabei.
 
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  • #25
Ich kann natürlich nur aus eigener Erfahrung sprechen: Ja, durchaus! Die Salsa-Szene ist inzwischen sehr angewachsen und umfasst alle Altersgruppen, da tanzen jung und älter, also 40 aufwärts mit open end. Im Vergleich zu Tango Argentino scheint die Szene m.E. jedoch deutlich "lockerer" zu sein, man kommt wesentlich einfacher in Kontakt und es gibt deutlich mehr Angebote, um außerhalb der Tanzkurse tanzen gehen zu können. Aber letztlich ist es auch eine Frage der Sympathie und Leidenschaft für die jeweilige Musikrichtung und deren Stile. Günstig sind Schnupper-Workshops oder Einführungen zum ausprobieren, die teilweise sogar kostenlos im Rahmen von Partys stattfinden.

nochmal die #4 (mit der Bitte um Freischaltung, weil es Nebenthema ist... danke :)

Ich denke nicht, dass es ein Nebenthema ist. Die FS sucht doch nach Möglichkeiten, wie sie Anschluss, Bekanntschaften, Freundschaften und vielleicht eine Partnerschaft finden kann. Da sollten wir doch das Für und Wider der Ausgehmöglichkeiten für mittelalte Singles diskutieren können.

Folgendes könnte für die FS auch interessant sein:
Auf Facebook bilden sich doch immer Gruppen, wie zB. Wanderinteressierte, Menschen die das Museum xy in Stadt z toll finden. Oder welche, die Fahrradfahren im Herbst um den Chiemsee toll finden. Erfundenes Beispiel. Aber solche Teilnehmer treffen sich doch auch regelmäßig, nach allem, was ich so gehört habe. Interessen und Hobbys als Ausgangspunkt, über den PC Gleichgesinnte suchen, finden und treffen.
 
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  • #26
Probiere es über Freizeittreffs. Groops wurde ja bereits schon genannt. Ansonsten fällt mir da nur noch Spontacts ein. Da findet man jede Menge Leute in deiner Situation, wenn du denn in de rNähe einer Stadt wohnst. Auf dem Lande stelle ich mir das dann doch ein wenig schwer vor. Aber da gibt es sicherlich auch die ein oder andere Festivität auf die man gehen kann.
 
  • #27
Hier wird vieles vermischt.

Wenn man so lange in einer Ehe war,kann man nicht einfach so rausrennen und das Flirten etc. wieder können.
Es haben doch schon die dreißgjährigen Mädels absolute Probleme,sich auch nur allein in die Bar oder Disko zu stellen.

Was die Dame hier benötigt,sind realistische Ratschläge,wo Sie sich auch wirklich hintraut.
Cafe allein ? kaum
Restarant allein ? kaum
Kino ? vermutlich eher
Schwimmbad ? sehr wahrscheinlich
politische Diskussionen ? interessant,aber allein vermutlich nicht.
Wochenmarkt /flohmarkt. ? auf jeden Fall.

Nicht Jeder wohnt in Berlin,die wenigsten haben ein großes Selbstbewußtsein.
Und wenn Wir alle so toll wären,gäbe es dieses Forum und SB's nicht...inclusive uns !!
 
  • #28
Als ich vor Jahren in meine jetzige Heimat zog, hatte ich auch so einige Schwierigkeiten, einen neuen Freundeskreis aufzubauen. Ich versuchte es unter anderem auch mit dem Fitnessclub, in dem Trainingspartner vermittelt wurden. Dadurch lernte ich nur genauso einsame Gestalten wie mich kennen. Ich wollte aber einen Freundeskreis. Erst nach einem Jahr und durch reinen Zufall lernte ich bei einem EM-Finale eine Gruppe Studenten kennen, die mich auch gleich adoptierten :)
Du brauchst also Geduld.
Wenn ich heute doch einmal allein auf eine Ü-Party gehe - und das kann man ruhig, wenn man auch tanzt (von Resten sprechen immer die Jungen - aus deren Perspektive sind wir das ja auch :)), setze ich mich niemals allein an die Bar. Da müsste ja jemand gezielt auf mich zukommen und das ist auch für den anderen immer schwierig - es sei denn, er ist besoffen.
Geh tanzen, habe Spaß, sprich lachend mit jedem, der dich anspricht (es sei denn er ist besoffen oder total bescheuert). Wenn du dies häufiger machst, wirst du immer mehr bekannte Gesichter sehen. Man grüsst sich und wird gelöster.
Bevor du losgehst: Mach dir laut Musik an, freu dich, stimme dich ein. Und kleide dich nicht sexy :)
 
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  • #29
Es kommt mir manchmal so vor, als könnten die Leute absolut nichts mehr mit sich selbst anfangen, wenn sie mal keinen Partner haben. Wieso kann man nicht alleine in das Restaurant oder in ein Cafe gehen?
Die meisten meiner Freunde sind auch alle in Beziehungen, manche heiraten jetzt und haben auch nicht mehr so viel Zeit, besonders fahren alle mit ihren Freundinnen in den Urlaub. Wenn ich mich als Single danach richten würde, dann würde ich die nächsten zehn Jahre daheim rumsitzen. Aber das mache ich nicht, stattdessen bin dieses Jahr 2,5 Wochen alleine quer durch die Südstaaten gefahren, und das geht auch alleine und es hat auch Spaß gemacht. Man sollte einfach seinen Hobbies und Interessen nachgehen, was andere darüber denken, kann doch egal sein. Und manchmal muss man eben seine Interessen erst genauer rausfinden.
 
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