• #31
Vor allem finde ich wichtig, nie zu drohen mit irgendwas. Das hat bei mir, als mein Ex das machte, weil er unbedingt wollte, dass ich hinziehe (unter für mich völlig unakzeptablen Bedingungen), nur bewirkt, dass ich innerlich auf Abstand gegangen bin in der Angst, auf einmal eine böse Überraschung zu erleben.
Ich weiß nicht, wieviel Einblick Du in das Arbeitsleben Deines Freundes hast. Also KANN er überhaupt weniger arbeiten, um noch das zu erreichen (Karriereschritte), was er möchte? Ich überlege auch, ob nicht gerade auch seine Zielstrebigkeit was Anziehendes hatte für Dich (also klassisch: Hat Dein Vater das so vorgelebt und Du denkst deswegen, solche Männer sind "gute Männer"?) Diese Schattenseite, dass dann das meiste der Energie reingeht in das Arbeitsleben und eben nicht in die Beziehung, sieht man ja erst nicht.

wie hätte er das merken können, wenn er von selbst nichts unternimmt. Das frage ich mich an der Stelle..
Ich kann das ja nur vermuten. Manche kriegen einen Schuss vor den Bug vom Arzt und denken dann drüber nach, irgendwas zu ändern, während der Partner jahrelang labern und lamentieren kann über Lungenkrebs, Burn Out usw. - es macht dem anderen nichts aus.
Vielleicht wollte Dein Vater auch kürzer treten und seine Partnerin konnte in die Lücke springen, dh. er musste nicht erst lange suchen, was er machen könnte. Ist auch eigentlich egal. Ich denke nur, dass das langjährige Meckern halt zu lange dauert, als dass man diesem den Erfolg zuschreiben könnte. Es muss noch was anderes hinzukommen, eine innere Einsicht, damit es fruchtet.
 
  • #32
Also das denke ich eben auch. Zumal bei mir persönlich Infos durch die Blume einfach nicht erkannt werden.
Tacheles reden ist aber was anderes als Meckern, für mich jedenfalls. Tacheles hat am Schluss ein Ergebnis: Entweder es ändert sich was oder man selber ändert was (wie auch immer es aussieht, aber es sollte für einen selber einen Fortschritt in Sachen Zufriedenheit bedeuten. Das kann auch sein, dass es das Aufgeben des Wunsches und sich eben andere Möglichkeiten zu suchen bedeutet. In Deinem Fall wäre das, Dir andere Leute zu suchen, mit denen Du was unternimmst.)

Meckern ist für mich wieder und wieder das gleiche sagen, nörgeln, sauer sein und nie eine Konsequenz ziehen, sondern ständig das Opfer sein und sich beklagen. Die Handlungshoheit liegt beim Bemeckerten und man selber bleibt in der abhängigen und anklagenden Position.

Ich denke auch, dass Tacheles viel mehr Wirkung hat, weil es Akzeptanz des Partner-Handelns (das vorher bemeckert wurde) und wieder eigenständiges Handeln bedeutet. Man ist unabhängig geworden davon, ob der Partner auf den Wunsch reagiert. Dann liegt es auf einmal bei ihm, sich mit dem ungewohnten Handeln des ehemaligen Meckerers abzufinden. Manchmal irritiert so ein eigenständiges Handeln auch den früher Bemeckerten, weil die Meckerei für ihn auch Sicherheit wegen Abhängigkeit des anderen bedeutete.
 
  • #33
Du kannst Menschen nicht so einfach ändern.
Am besten ist, Du suchst Dir von Anfang an jemanden, mit dessen Macken Du leben kannst, und akzeptierst diese dann auch dauerhaft.
Partner ändern wollen geht meistens schief ;-).
 
  • #34
Meckern und Jammern zerstört die Anziehung jedes Menschen, das ist klar und würd jeder Mensch (der frei sprechen darf) bestätigen.
Es gibt nur eine alternative dazu und diese lautet den Partner, die Partnerin so zu akzeptieren wie sie ist. Natürlich kann man Probleme entspannt und sachlich ansprechen, das muss sogar sein und bewirkt meistens Besserung. Aber seelische Zermürbung und Verbiegung durch ständiges jammern zu erreichen hat keinen Nutzen.
Gilt für Männer und Frauen, es gibt genausoviele Männer die Jammerlappen sind.
M31
 
  • #35
Aber warum tut sich mancher Mann das an? Habe ich auch noch nie verstanden.
Weil die Frau das natürlich zuerst verbirgt, bzw. es ihr selbst im Zuge der rosaroten Brille nicht bemerkt.
Wenn sie es dann merkt, sind manhcmal schon jeweils wesentliche Punkte der Beziehun gerreicht worden, die eine Umkehr schwierig machen.
Nörgeln ist eine schleichender Prozess der kaum ewahrnehmbar beginnt, aber es wird immer mehr.

Natürlich wird der (meist die) Nörgenlde dabei auch selber immer unzufriedener (oder ist es wegen anderer Umstände, die sie nicht ändern kann, sowieso) und sie nörgelt immer mehr.

Sie merkt es ja selbst , will und kann es aber nicht abstellen.
Frauen reden schließlich aus emotionalen Gemützuständen heraus, die Nörgelnde weiß also nicht was sie dagegen tun kann. Der Angenörgelte versucht es am Anfang recht zu machen, es sind ja nur Kleinigkeiten, wird dann aber immer konfuser, da er sein Leben nicht ,mehr aus sich selbst heraus leben kann , sondern wird ein Nervenbündel, der andauernd eine schlechtes gewissen hat, ohne überhaupt zu ahnen, was nun wieder falsch ist, oder auch einfach nicht den Kopf hat die entsprechendne Dinge zu ändern.

Nörgeln ist langsam wirkendes Gift; nichts Anderes. Man überhöht sich selbst und erniedrigt den Partner, den er ist es ja der so unvolkommen (oder unreif?) ist. Die Folge ist Distanz- und Respektlosigkeit und....Weiternörgeln bis zum Beziehungsende.

So gesehen habe die meisten Foristen Recht, besser man trennt sich gleich.
 
  • #36
Diese Rufe, dass bei der "echten" Liebe und dem "richtigen" Partner kein Grund zum Meckern besteht, halt ich für totalen Nonsense.

Tatsächlich entwickelt sich die Beziehung über verschiedene Stadien. Auf die erste Verliebtheit folgt die Desillusionierung und daraufhin kommt das Verhandeln.

Nur wenn das Paar die Desillusionierung und das Verhandeln gut übersteht, kann das Paar in eine ernsthafte Partnerschaft gelangen. Bis dahin ist alles noch lediglich ein Duempeln an der Oberfläche.

Wielange seid ihr schon zusammen? Vielleicht müssen Dinge jetzt eben verhandelt oder nachverhandelt werden.
 
G

Ga_ui

  • #37
Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber das letzte Mal, als ein Mann mit mir meckern konnte ohne Konsequenzen, da war ich 23.
Das fing mit kleinen Sticheleien an: "Du machst das falsch, du bist unordentlich, du bist ein wenig verrückt..." und schaukelte sich bei Gegenwind ins Unermessliche hoch: "du bist böse... du bist ein Psycho, ich mach dich fertig."
Soweit sollte man es nicht kommen lassen. Ehrlich gesagt, ist es bei mir bei einem falschen, respektlosen Satz sofort aus. Zum Glück treffe ich gar nicht mehr solche Männer.

Ich lasse mit mir nicht meckern, im Gegenzug sehe ich auch keinen Grund, weswegen ich bei einem Mann meckern sollte. Ist eine Sache der Reife. Was ist denn jetzt dein konkretes Problem?
Wenn jemand keine Iniative beim Treffen ergreift, bist du für ihn nicht interessant genug und ich würde dann weitersuchen. Werde erwachsen und leg diesen kindischen Zug ab!

Alternative zum Meckern ist, in einem Gespräch seine unterschiedlichen Meinungen sachlich in Argumente vorbringen oder eben auch mal auf sein Recht des Rechthabens verzichten. Davon ist noch keiner gestorben.
 
  • #38
Nachdem sich anscheinend sämtliche Männer sicher sind: Meckern schadet der
Beziehung.. was sind denn die greifbaren Alternativen?
Wenn du, liebe FS, mal die Begriffe "nörgeln" und "Beziehung" in die weltbekannte Suchmachine eingibst, erscheinen auf den ersten Seiten lauter links der Überschriften "Nörgeln = Beziehungskiller" und oft "Frau nörgelt, Mann schweigt". Dann kommt "Wie schütze ich mich gegen Nörgeln" und dann eine Seite links zum Thema "Endlich Abhilfe"...

Es sind sich "die Männer" offenbar darin einig, dass sie sich nicht wie kleine Kinder bevormunden lassen. Übrigens, Nörgeln wird überwiegend nicht als weibliches Probelm gesehen, auch Männer nörgeln genug herum.

Mein Lieblingszitat aus den so zu findenden Quellen: "Nörgler sind Tyrannen" und, ebenda: "Menschen mit gesundem Selbstvertrauen nörgeln nicht herum".

So und damit wären wir beim Kern deines Problems, du errätst es sicher. Um diesen Kern solltest du dich kümmern!
 
R

rosenmann

  • #39
So ist es. Meckern, Nörgeln, Motzen, wer es ständig tut, zeigt damit eigentlich nur, dass er mit sich selbst nciht im Reinen ist. Und da gilt es, erstmal an sich selbst zu arbeiten.