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  • #61
Theobald Tiger
In der Psychologie gibt es auch den Begriff der Projektion. Freie Meinungsäußerung sei jedem gestattet, aber irgendwann wirft sie Schatten, spätestens dann wäre es angebracht zu schweigen.
und soviel noch zum "Beuteschema"
"Als Beuteschema bezeichnet man in der Ökologie das Prädatoren angeborene Erkennen potenziell geeigneter Beutetiere. Es stellt eine artgemäße Ernährung des jeweiligen Individuums sicher und verhindert gleichzeitig dessen eigene Gefährdung durch den Angriff auf gefährliche oder ungenießbare Beute und den anschließenden Verzehr. ..."
Tja da muss ich aufpassen, damit ich mir nicht den Magen verderbe.....
 
  • #62
@#59: Männer und Frauen lernt man sowohl hier bei EP als auch draußen in Cafés, Bars und Kneipen kennen. Wenn man insbesondere herausstellen möchte, dass man ein EP-Mitglied kennengelernt hat - das man also in der Regel vorher per Mail kontaktiert hat -, dann benutzt man eben das Wort Kontakt, um diesen Sachverhalt adäquat zu positionieren.

Deine Auffassung, wir ignorierten die Tatsache, dass es hier nicht um Menschen sondern um Sachen ginge, ist weltfremd, grotesk und entbehrt jeder realistischen Grundlage. Deine persönliche Meinung zu meiner Ausdrucksweise ist für mich ohne Bedeutung und deswegen werde ich die hier strittigen Begriffe weiterhin so verwenden wie bisher.
 
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  • #63
Fräulein Smilla
Es ist immer wieder spannend wie Menschen Begriffe verwenden, um dann andere Menschen in nette keine Schubladen verpacken zu können. Dies ist auch eine Möglichkeit schön an der Oberfläche entlang zu schrammen...es geht gar nicht mehr darum, dass sich jemand verletzt fühlen könnte, sondern nur um die Verteidigung der eigenen Unsensibilität. Natürlich kann man auch Ar... oder Tit... sagen. Dies sind auch umgangssprachlich tolerierte Begriffe, die sich aber einige Schreiber in diesem Forum verbieten würden. Auch würde die Zensur mal wieder kräftig zuschlagen... Aber zuerst sind nur die Gefühle Altlasten, dann die Umstände und zum Schluß die Menschen... Ja ja wir sind politisch zu korrekt, nicht wahr T.T, V.W. J.R und all die anderen die diese Meinung teilen.

___________________________________________________________________
MODERATION: Es wäre anständig, unsere Mühen nicht als Zensur zu bezeichnen.
Ohne Moderation wäre dieses Forum nicht möglich.
 
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  • #64
Liebe Moderation dann fragen sich einige regelmäßigen Schreiber wo unsere Beiträge bleiben wenn wir doch angeblich nicht zensiert werden.<gekürzt>

________________________________________________________________
MODERATOR: Beiträge müssen den Richtlinien entsprechen. Persönliche Angriffe oder Chat erfüllen diese Kriterien leider nicht und daher werden manche Beiträge nicht freigeschaltet. Ebenso werden alle Beiträge gelöscht, die Meta-Diskussionen enthalten, also über das Forum selbst oder die Moderation diskutieren wollen. In diesem Forum wird über Partnerschaft und Liebe gesprochen, bitte nicht über das Forum selbst. Fragen, die es nahezu identisch bereits gibt, werden ebenfalls nicht freigeschaltet, falls uns das auffällt.

Wir versuchen, großzügig zu sein, aber letztlich soll eines gewahrt bleiben: Wir sind kein Blog, kein Chat und kein Diskussionsforum im engeren Sinne. Hier werden Fragen gestellt und beantwortet. Die Beiträge müssen hilfreich und zur Sache sein. Dass dabei Diskussionen entstehen und sich das Thema fortentwickelt, liegt in der Natur der Sache.
 
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  • #65
06.07.09 Lisa

@Fragestellerin
@ 2, 3, 6, 27, 8 u.32(Theob.Tiger),9, 11,13 (Theob. Tiger) 33, 34 44 (virgi. woolf), 50, 52, 55, 57,59,60 und noch einige andere.

Ich teile Eure Ansichten und Argumente in allen Punkten. "Altlast", eine Metapher, eine Worthülse, die durchweg als negativ empfunden und so beschrieben wird, von denjenigen die sie noch nie getragen haben! Wie es @ 33 bereits sagte: WORTE konstruieren eine Wirklichkeit und messen ihr Bedeutung bei. Es ist noch gar nicht solange her, da fehlte die weibliche Form in allen amtlichen Schreiben, Stellenangeboten, usw. ...........und ein Gesetz wurde nötig um dieser verbalen Diskriminierung Einhalt zu gebieten!!!!
Die Sprache wird zunehmend desenbilisiert verwendet, Medien kauen vor was viele gedankenlos nachäffen! Ich distanziere mich von Begriffen wie "Altlast", "Beuteschema", "Humankapital" und es wird nicht mehr lange dauern dann landen wir bei der
"Abwrackprämie für (Alte? )".................!
Und keiner (?) denkt sich was dabei! Brrrrrrr
Die Sprache in einem wissenschaftlichen Kontext ist zwangsläufig eine andere, um einen differenzierten Sachverhalt zu erläutern. Diese dort gewählten Begriffe sind willkürliche Konstrukte und mögen an dieser Stelle ihre Berechtigung haben. Sie aber gedankenlos in eine zwischenmenschliche Beziehung im Alltag zu übertragen halte ich für kritikwürdig!

Statt "Altlasten" könnte man auch von Trennungs- oder Scheidungsfolgen sprechen. Absolut neutral, weder positiv noch negativ beschattet, denn erst die davon Betroffenen werden sich entweder als "Gewinner" oder " Verlierer" bezeichnen.
Ich nenne meine Scheidungsfolgen "Verantwortung" , der ich auch dann noch nachkomme, wenn die Ehe gescheitert ist.
Ich empfinde es sehr erfreulich, dass rund 2/3 der Stellungnehmenden gegen den Begriff der "Altlast" sind!! Dies sagt ja auch etwas aus...............
 
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  • #66
"Erzähle niemandem die Wahrheit, der nicht danach gefragt hat"
Hat echt keinen Sinn, weil er und sie ewig im Widerstand bleiben, bis sie selbst ihren Starrsinn und ihre Intoleranz begreifen, mit der sie andere angreifen oder lächerlich machen wie zuletzt in # 61 oder # 58 oder andere.

Ja, Fragesteller/in, ich finde "Altlasten" einen unangemessenen Begriff, auch wenn jeder weiß, was damit gemeint ist. Ich rede von Gefühlen und dem Verhalten von Menschen nicht in dieser verkopften Sprache, so wie ich auch nicht von Streicheleinheiten rede, sondern von Zärtlichkeit, nicht von Kontakten die ich habe, sondern von Menschen, mkit denen ich in Kontakt bin usw.

Aber die Auseinandersetzung dieses Threads geht in Wirklichkeit, so meine ich, nicht um diese Wörter, sind sie doch lediglich Äußerungen der Menschen, die sie benutzen. Ich glaube, wir diskutieren - anhand der Begrifflichekeiten und ihrer Anwendung oder nicht - über unterschiedliche Geisteshaltung. Und was ist nun wirklich wichtig?

"Erzähle niemandem die Wahrheit, der nicht danach gefragt hat"
 
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  • #67
Nachtrag:
Das wörtliche Zitat lautet: "Erzähle niemandem von der Wahrheit, der nicht darum bittet."
 
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  • #68
Eines wird hier m.E. vergessen: Ok, der Begriff Altlasten, die verarbeitet sein sollten. Dennoch - diese Altlasten sind Erfahrungen. Erfahrungswerte, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind. Und es wird immer wieder Situationen geben, durch irgendeinen Auslöser wie ein bestimmtes Musikstück, ein deja-vu, durch einen Film im Fernsehen, durch eine Aussage - in denen diese Altlasten "wieder hoch kommen". Man fühlt sich emotional angegriffen und leidet. Auch dann, wenn der neue Partner dabei ist. Dann würde das nach eurer Definition bedeuten, ich muss dieses negative Gefühl unterdrücken, weil der neue Partner ein Recht darauf hat, eine unverbrauchte, neutrale, frische Partnerin zu haben?!?
Danke #53 für deine Definition einer perfekten Partnerin - denn genau das wird hier wohl gefordert. Schade, denn eigentlich möchte ich Menschen mit Gefühlen, mit Erlebnissen, mit Erfahrungen kennen lernen. Da gehören nunmal gute wie schlechte dazu. Und dazu gehört auch, dass eure Altlasten nunmal wahrscheinlich nie ganz aufgearbeitet sein werden - ein Restfünkchen bleibt immer! Außer, ihr habt eure Partnerschaft sehr oberflächlich gelebt, dann bleibt natürlich nichts übrig.
 
  • #69
@#65: Ich glaube, wir kratzen bei der Diskussion um diesen harmlosen Begriff nur an der Oberfläche eines viel tiefgründigeren Problems: dem unterschiedlichen Kommunikationsverhalten zwischen Mann und Frau.

Ich habe den dringenden Verdacht, dass die meisten Beiträge hier, die den Begriff als gefühllos abkanzeln, von Frauen stammen, während die meisten Männer das viel nüchterner sehen und diese Diskussion als Außenstehende eher belächeln.

Diese Diskussion verletzt auch erheblich die Verhältnismäßigkeit. Es gibt hier einen Parallel-Thread, in dem offen die Meinung vertreten wird, dass man verschiedene Partner sexuell ausprobieren müsse, ehe man sich entscheidet. Dies wird mehr oder weniger kritiklos hingenommen. Wo ist dort der Aufschrei wegen Gefühllosigkeit?

Wie oft kommt es vor, dass man im Straßenverkehr von anderen als Idiot oder Ar...... beschimpft wird? Wenn man sich schon durch das Wort "Altlasten" persönlich gekränkt fühlt, dann muss man ja auf der Straße praktisch sofort anfangen zu heulen oder sich in eine psychiatrische Anstalt einweisen lassen, oder?

Leute, werdet mal ein bisschen robuster und fühlt euch nicht bei jeder Kleinigkeit beleidigt. Das würde auch in Beziehungen das Zusammenleben zwischen Mann und Frau vereinfachen.
 
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  • #70
@ 68 Thomas
AMEN!! Hast du gut gesagt! Außerdem, wenn man erstmal eine Beziehung eben genau wegen dieser emotionalen "Altlasten" beenden mußte, bestätigt sich dieser Begriff aufs Neue.
 
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  • #71
@#65
Genau - verschiedene Geisteshaltungen, ist auch in 68 wieder klar ersichtlich.
@#68
Es geht m.E.nicht um Kommunikationsprobleme Mann-Frau nach dem Motto "Männer sind nüchtern und robust, Frauen sind überempfindlich und leicht beleidigt", sondern darum, ob man ein Mensch mit einer "Meinung" wie der von dir soeben geäußerten ist oder im Leben nicht auf die Idee käme, sowas Absurdes hier rein zu schreiben.
Weiß ja nicht wie du mit dem Auto fährst, ich fahre aus beruflichen Gründne den ganzen Tag in der Großstadt herum, kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal beschimpft worden bin ....?!
 
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Annette

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  • #72
Altlasten - das Wort besteht aus alt und Last in Mehrzahl.

Ich selbst wähle den Begriff nie, unabhängig davon, ob er von vielen benutzt und damit bei einigen als normal in der Umgangssprache angesehen wird.

Und in der Tat, habe ich es auch oft gehört, dass dieser Begriff sowohl für Exehepartner, Probleme aus alten Zeiten und sogar für Kinder genutzt wird.

Mich erschreckt so etwas und auf mich wirkt der Begriff Altlasten negativ, respektlos, abwertend und sich selbst höher/ besser/ perfekter/ makeloser darstellen wollend als Menschen mit "Lasten".

Nun, alte Lasten: Probleme, Ängste, Blockaden, also Eigenschaften und Handlungen, die uns selbst belasten oder behindern und auf Erfahrungen der Vergangenheit zurückzuführen sind, hat m. E. jeder Mensch.
Das Unterbewußtsein speichert jede Wahrnehmung, Emotion und Erfahrung.

Das ist zunächst eine normale, menschliche Reaktion. Ohne diese Art des Verarbeiten und Verallgemeinern könnten wir vieles nicht lernen: Jeder kennt den Spruch: "gebranntes Kind scheut das Feuer"

Jeder, jeder hat Dinge/ Erlebnisse / Erfahrungen im Leben gemacht, die ihn bewußt oder auch und vor allem UNBEWUSST belasten, blockieren.

Nun gibt es immer Grenzwerte zu krankhaften Verhalten, die gehören in Therapie.

Am häufigsten ist sicher mit dem Beriff gemeint, ob man alte Partnerprobleme - ich sage ma:l weitgehendst- verarbeitet hat.

Will ich wissen, ob jemand noch unter der letzten Beziehung leidet, frage ich es so. Will ich wissen, ob jemand Kinder hat, frage ich danach.
Will ich wissen, ob jemand unter Neurosen / Phobien leidet, die behandelt werden müssen, frage ich danach.
Will ich wissen, ob jemand perfekt, fehlerfrei, makellos, lastenfrei ist--- nein, das will ich nicht wissen- danach frage ich bestimmt nie...


Ganz einfach ich brauche und gebrauche so ein Wort nicht.
 
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  • #73
@ Thomas HH #68:

du schreibst: "...Ich glaube, wir kratzen bei der Diskussion um diesen harmlosen Begriff nur an der Oberfläche eines viel tiefgründigeren Problems: dem unterschiedlichen Kommunikationsverhalten zwischen Mann und Frau...."

dem ersten Teil deines Satzes stimme ich zu. Ja, ich meine auch, dass die Diskussion in diesem Thread sich vordergründig an einer bestimmten Begrifflichkeit festmacht, letztlich jedoch eine Diskussion über unterschiedliche Geisteshaltung ist.
Und zwar nicht - da bin ich anderer Meinung als du - das Kommunikationsverhalten zwischen Männern und Frauen betreffend, sondern zwischen Menschen die

a) entweder gerne in Konzepten denken, dafür griffige, unpersönliche Begriffe wählen und sich auch insgesamt eher unpersönlich ausdrücken (das können sowohl Männer als auch Frauen sein, meist sind sie eher intellektueller Art) oder
b) die sich ihrer Individualität, auch der Einzigartigkeit und vor allem der Würde jedes einzelnen Menschen sehr bewusst sind und das sprachlich auch gerne zum Ausdruck bringen (auch das können sowohl Männer als auch Frauen sein).

Dass du meinst, dass "Männer nüchterner seien als Frauen", ist deine Einstellung, die dir keiner nimmt.
Meine Erfahrung ist nicht so.
Ich lenne und erlebe auch sehr nüchterne Frauen (selbstverständlich neben einer Vielzahl "nüchterner" Männern - - die sich vielleicht nur deshalb so verhalten, weil sie eben in der Sozialisation "Jungs weinen nicht!" großgeworden sind und Väter zum Vorbild haben, ob so gewollt oder nicht ist eine andere Frage, die ihr Gefühlsleben typisch männlich sehr zurückhielten?).
Und ich kenne und erlebe auch sehr persönliche, offene Männer, die sich zeigen und mitteilen mögen und können, ohne sich mit abstrakten Begriffen von ihrem Fühlen zu distanzieren (selbstverständlich neben einer Vielzahl Frauen, die ebenso sein können - - übrigens, was ist deiner Meinung nach dann das Gegenteil von "nüchtern", d.h. was also sind deiner Meinung nach diese Menschen, die nicht "nüchtern" eine Begrifflichkeit wie "Altlasten" etc. verwenden?)

Ich bin durch diese Diskussion nicht beleidigt, fühle mich also von deiner Aufforderung: "...Leute, werdet mal ein bisschen robuster und fühlt euch nicht bei jeder Kleinigkeit beleidigt. Das würde auch in Beziehungen das Zusammenleben zwischen Mann und Frau vereinfachen...." nicht angesprochen.
Ich möchte nicht deiner Anregung folgen und in meinem Umgang mit der Sprache "robuster" werden. Ganz im Gegenteil! Ich bin froh, dass ich sie wach und bewusst verwende. Ich bin erleichtert, dass mir sprachliche Gedankenlosigkeiten auffallen und ich sie deshalb weglassen kann. Ich mag meine Wachheit darüber nicht verlieren, nur, um anderen scheinbar genehmer zu sein. Ich muss niemanden missionieren. Werde ich jedoch nach meiner Meinung gefragt, wie die/der Fragesteller/in das tut, dann äußere ich meine Meinung. Ich verlange nicht, dass du dich mir anschließt! Ich bitte jedoch um den gleichen Respekt, ohne belehrt, verunglimpft oder lächerlich gemacht zu werden.

Noch ein letztes zu deinem Satz: "...Das würde auch in Beziehungen das Zusammenleben zwischen Mann und Frau vereinfachen..."
Auch hier bin ich ganz anderer Meinung. Thomas, ich glaube nicht, dass eine größere "Robustheit" das Zusammenleben von Männern und Frauen vereinfachen könnte (sonst wäre das schon längst der Fall. Noch nie waren Menschen so robust umgegangen wie in unserer heutigen Zeit. Dass Beziehungen immer brüchiger und kurzlebiger sind, scheint das Gegenteil deiner Einstellung zu beweisen.)
Ich bin der Ansicht, dass im Gegensatz zu dir, weniger Robustheit, sondern mehr gelebte Achtsamkeit und gegenseitige Würdigung (auch der unterschiedlichen Meinung, Verhaltensweisen, Denkstrukturen und deren Äußerungen, d.h. der unterschiedlichen Haltungen, Lebensplanungen und individuellen Werte gegenüber) das Zusammenleben von Menschen im allgemeinen und die Beziehungen zwischen Männern und Frauen im Speziellen verbessert.

Ich habe noch nie erlebt, dass respektvolles Zuhören und würdigender Umgang (auch und gerade IN der Unterscheidlichkeit) geschadet hätte. Du etwa?
 
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  • #74
sorry Thomas HH, vergaß meiner posting anzuhängen: bin # 65
 
  • #75
@#72: Zu Deinen letzten Satz: Oh ja, das ganze Geheuchel der politischen Korrektheit schadet wesentlich mehr als Tacheles zu reden. Achtung und Würde kommen durch die Einstellung zu einem Thema, nicht dadurch, dass man es sprachlich verbrämt und wegheuchelt.
 
  • #76
@#71: Ich empfehle dir, mehr mit dem Fahrrad durch deine Großstadt zu fahren. Dann wirst du öfter mal das A-Wort hören - und austeilen.
 
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  • #77
@#74:
Was verstehst du unter "politische Korrektheit"? In Österreich wird der Begriff so gut wie nie verwendet, und ich habe da wirklich ein Verständigungsproblem - bitte um Aufklärung.
 
  • #78
@#72:

Zur Geisteshaltung: Ich glaube nicht, dass ich eine grundsätzlich schlechtere Geisteshaltung habe als die Mehrheit. Auch wenn du es mir nicht glaubst, ich bin auch sehr gefühlvoll. Aber ich bin es in Situationen, in denen es darauf ankommt und nicht einfach immer - also auch dort, wo Gefühle der Sache entgegenstehen. Und dies ist nun mal ein Forum, in dem sachlich diskutiert werden soll.

Was die Verteilung von gefühlvoller und nüchterner Betrachtungsweisen auf Männer und Frauen angeht, dafür könnte man besser einen eigenen Thread aufmachen.

Zu deiner Frage nach dem Gegenteil von "nüchtern": Das würde ich im weiteren Sinne als "gefühlsbetont" bezeichnen - bezogen auf unser konkretes Problem hier als "gefühlsüberbetont".

Zur Missionierungsaussage: Auch ich will hier niemanden missionieren. Aber die anderen Forenteilnehmer werden sich daran gewöhnen müssen, dass ich weiterhin von Altlasten und weiteren menschenverachtenden :) Begriffen sprechen werde in entsprechendem Zusammenhang.

Zum Punkt Zusammenleben zwischen Mann und Frau: "Dass Beziehungen immer brüchiger und kurzlebiger sind, scheint das Gegenteil deiner Einstellung zu beweisen" - die (im Durchschnitt betrachtet) Kurzlebigkeit hat ja wohl eher mit der Emanzipation zu tun. Das haben wir hier schon oft diskutiert. Die Beziehungen könnten aber auch mit Emanzipation erfolgreicher verlaufen, wenn Frauen sich AUCH im Kommunikationsverhalten Männern annähern würden. Dann gäbe es einfach erheblich weniger Missverständnisse. Das ist aber nicht unbedingt als Aufforderung zu verstehen.
 
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  • #79
@#76:
politisch korrekt sind z.B. folgende Begriffe:
- Mitbürger mit Migrationshintergrund (= Ausländer)
- Arbeitssuchende (=Arbeitslose)
- Aktion Mensch (=Aktion Sorgenkind)
- Menschen dunkler Hautfarbe (= Farbige =Schwarze =Ne... gaaanz politisch unkorrekt)
- Schokokuss (=Mohrenkopf =Negerkuss)
- Fachkraft für Ver- und Entsorgung (=Müllmann)
 
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  • #80
@ Thomas HH # 77:

Dass du auch gefühlvoll sein kannst - davon gehe ich aus. Ist kein Thema.
Du bist es in Situationen, in denen es DIR darauf ankommt. Klar. Wieso nur meinst du, dass Fühlen dem Anliegen dieses Forums (eines Anbieters zur Partnersuche!!!) entgegensteht? Wieso sollte eine Diskussion nicht gefühlvoll (ich will, im Zusammenhang dieses Threads, dazu lieber achtsam sagen) sein AUCH WENN es um Sachliche geht?

Einen eigenen Thread dazu aufzumachen, ist durchaus eine gute Idee.

Nüchtern - gefühlsbetont als Gegensatzpaar. ok.
Die Äußerungen im Thread (den Begriff "Altlasten" als unpersönlich zu sehen, als wertend, unachtsam, würdelos den Gefühlen gegenüber, die dieses Wort bezeichnen soll bzw. dem Menschen gegenüber, der diese Gefühle noch hat, weil Trennung noch nicht verarbeitet) beurteilst du als gefühlsÜBERbetont, was heißt, dass du der Meinung bist, dass ein solcher Standpunkt (siehe Klammer oben) nach deinem Geschmack zuviel Gefühl zeigt und zuwenig an der Sache bleibt. Gerade um letzteres geht es jedoch m.E.nach den Schreiber/innen, die du gefühlsüberbetont findest. Soweit ich lesen kann, suchen sie die Sache zu verdeutlichen, um die es ihnen geht, suchen Standpunkte zu erklären, Einstellungen nachvollziehbar zu machen. Das ist dir ÜBER das hinaus, was du fühlen willst?

Die anderen Forenteilnehmer werden sich daran gewöhnen müssen, dass ich weiterhin von Altlasten sprichst/schreibst. Sie SIND bereits daran gewöhnt. Das geschieht bei EP zwangsläufig. Hat auch keiner versucht, dich daran zu hindern, oder? Es war die/der Fragesteller/in, die wissen wollte, ob das Wort "Altlast" angemessen sei. Und da schreibt die/der eine "ja" und die/der andere "nein" und beide begründen ihre Ansicht. Wieso kommst du auf die Idee, dass jemand deine Sprache verhindern will o. ä. (was eh nicht möglich ist)?

Wieso hinter dem Wort "menschenverachtend" ein Smilie?? Ist DAS nicht verächtlich? Ich meine: Respekt vor den Einstellungen derer, die das so sehen und empfinden, auch wenn du diese Ansicht nicht teilst (was keiner von dir verlangt oder hab ich da was nicht mitbekommen?)

Das emanzipierte Frauen und emanzipierte Männer (durchschnittlich) kürzere Beziehungen aber auch gelingendere Beziehungen haben können, grade WEIL sie emanzipiert sind, das sehe ich auch so. Heißt Emanzipation in diesem Zusammenhang doch: sich nicht an überkommene Rollenverteilung und -verständnis zu halten, sondern eigene Wege gehen, selbstverantwortet, individueller und riskanter. Das macht beides möglich: die frühere Trennung statt lebenslangem Leid und auch das selbstgestaltete Glück statt Anpassung an gesellschaftliche Beziehungsregeln und Traditionen.

Dass dies NUR mit echter und beidseitiger Kommunikation gelingen kann, darin gehe ich absolut einig mit dir. War so etwas nicht auch u.a. Anliegen dieses und anderer Threads, vielleicht sogar des Forums insgesamt?

Warum schreibst du, dass im Kommunikationsverhalten sich Frauen AUCH Männern annähern sollten? Bist du tatsächlich der Ansicht, dass Männer das so viel mehr oder gar ausschließlich tun, dass du "auch" groß schreiben musst, um das so besonders zu betonen? Ich staune. In meiner Erfahrung ist's grad anders herum. Im Bekannten- und Kollegenkreis, Familie und Nachbarschaft mit eingeschlossen, sind es überdurchschnittlich viele Männer, die ihre Meinung haben und behalten wollen, meist ohne (oder höchst ungern) die Frauenansicht wirklich hören zu wollen, geschweige denn in tatsächlichen Austausch zu gehen, aus dem eine gegenseitige Annäherung folgern könnte. Ich meine, auch in den Beiträgen des EP-Forums wird öfters darüber berichtet, wie eher wenig Männer bereit sind zu Diskursen unterschiedlicher Art und Themenstellung, zum differenzierten Darlegen und genauem Nachfragen, zum möglichen in-Fragestellen des eigenen Standpunktes und anderen Formen verbaler Annäherungen.

Zu leisten ist das von Männern und Frauen (nicht "AUCH von Frauen"). So sehe ich das. Dass solches Verhalten die Missverständnisse schmälert, ist klar.

Wie ist dein letzter Satz zu verstehen?

# 72
 
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  • #81
@#74
Es wird hier nichts weggeheuchelt.
Der Begriff ist unangemessen.
Es geht hier auch darum, sich sozial kompetent zu verhalten, schließt die u.a die Fähigkeiten zu Respekt/Achtung vor dem Gegenüber, Empathie/ Perspektivenübernahme (Mitgefühl bzw. Einfühlungsvermögen), sozialen Wahrnehmung, Kommunikationsfähigkeit, ..., Emotionale Intelligenz ein.
Diese vermisse ich allerdings bei Dir.
 
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  • #82
@#75
Tja, man kann auch mit dem Fahrrad rücksichtslos fahren, wie es aussieht. Habe auch beim Radeln kein Problem, und ich bin auch kein Prolet, der andere in der von dir genannten Form beschimpft. Ist vielleicht eine "Altlast" anderer Art - Pubertät noch nicht überwunden und verabsäumt Respekt zu lernen.
 
  • #83
@#79: Du wiederholst im Grunde in jedem deiner Beiträge den Vorwurf, man lasse es an Achtsamkeit und Gefühl vermissen, wenn man den Begriff "Altlasten" gebrauche.

Ich glaube, es bringt nichts, weiter über dieses Thema zu diskutieren. Ein Meinungskonsenz lässt sich nur finden, wenn man seine Meinung auf objektive Fakten stützen kann. In #41 und #42 habe ich das versucht, aber die Argumente wurden nicht wirklich zur Kenntnis genommen. Von Gegenargumenten, die auf Fakten basieren, habe ich in diesem Thread nichts gelesen.

Letztlich brauchen wir uns auch keine großen Gedanken um dieses Thema zu machen. Schließlich gibt es hier eine Moderation, die Postings ablehnt, die diffamierende oder beleidigende Äußerungen enthalten. Das sollte der Maßstab sein.
 
M

Marianne

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  • #84
Altlast ist ein furchtbarer Ausdruck für Kinder oder Expartner. Als Altlast würde ich eher zum Beispiel einen Kredit bezeichnen.
 
B

Berliner30

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  • #85
Ich habe mir jetzt die vorherigen Texte noch nicht durchgelesen (Zeitintensiv), finde den Begriff jedoch passend, da nach meinem Weltbild man Kinder NUR mit dem richtigen Partner nach ernsthaften Gefühlen, Kennenlernen, zusammen Leben etc. machen sollte. Zu einer Beziehung gehören Kompromisse und vieles andere dazu.
Wer also nicht willens dazu ist oder die Voraussetzungen nicht erfüllt, sollte lieber besser keine Kinder in die Welt setzten... Scheidungskinder leiden meistens ein Leben lang...und geben die schlechten "Sitten" oft weiter.

Ich habe bei vielen Frauen den Eindruck, das Kinder/der Partner eine Art Statusobjekt sind und wenn ihr irgend eine Kleinigkeit am Mann / Beziehung nicht gefällt, nimmt Frau sich den nächsten (Wegwerf Gesellschaft).
Darum kann ich die ganzen Klagen von alleinerziehenden nicht nachvollziehen.
 
G

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  • #86
....Ich lach mich tot! Du glaubst allen Ernstes, dass deine Frau, die Kinder mit dem Partner hat, wegen einer KLEINIGKEIT wegläuft???? Glaubst du nicht, eine Mutter überlegt nicht 1000 mal vorher, bevor sie sich zu einer Scheidung entschließt?? Entschuldige, du hättest dir die Mühe machen sollen, vorher zu lesen, bevor du so einen Kommentar abgibst.
 
  • #87
@#85: ...und Du glaubst ernsthaft, dass bei 50% geschiedener Ehen wirklich ALLE so ernsthafte, unüberwindbare Probleme hatten? Gewinnst Du nicht den Eindruck, dass sich da viele zu früh trennen oder wegen Gründen, die es angesichts von Kindern nicht wert gewesen wären? Also ich schon. Es geht hier nicht um Einzelfälle, sondern um die Masse an Fällen.

Da wollen sich Frauen "selbstverwirklichen", "Karriere machen", "fühlen sich nicht wertgeschätzt" und all solches Gerede, das angesichts von Kindern Kleinkram sein sollte. Das hätte man sich alles vorher überlegen können.

Sicherlich gibt es Ehen, die nicht mehr zumutbar sind. Ganz bestimmt gibt es aber auch viele, die eigentlich noch lebenswert gewesen wären -- zumindest der Kinder wegen.
 
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  • #88
#85
zu abs. 2 gebe ich dir vollkommen Recht...allerdings, man sollte sich genau damit rechtzeitig auseinandersetzen und nicht erst wenn schon Kinder da sind. So ein Fall ist mir aber in meinem Umfeld nicht bekannt.
Wenn man geschieden ist, lernt man automatisch viele geschiedene kennen. Wo ich wohne scheint gerade Fluktuation zu herrschen, heißt fast monatlich zerbricht hier eine Ehe mit Kindern, weil herauskommt, dass der Mann schon lange eine Affaire hat, die er nicht beenden wollte.
Ich finde es ebenfalls verantwortungslos eine Ehe mit Kindern hinzuwerfen, ohne nicht alles versucht zu haben und bringe für og. Fälle auch kein Verständnis auf.
 
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Berliner30

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  • #89
@87 du meinstest bestimmt @84, oder? denn #85 hat nur einen Absatz und mein Beitrag hat 2 Absätze.
 
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  • #90
von 87
sorry, meinte Frederika 86
 
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