• #31
Du hattest noch geschrieben, "dieser Mann liebt dich nicht" (bevor du mich unten zietiert hast wo ich schrieb, wir haben es beide noch nie gesagt) woran machst du deine Aussage fest?
Wenn er Dich lieben würde, würde er fragen wie Du das siehst, was Du möchtest. Ihr würdet gemeinsam besprechen, wie sich jeder damit fühlt und es würde eine Lösung gefunden werden, die beide vertreten könnten.
Zieh nicht mit ihm zusammen! Du ärgerst Dich sonst später.
Seinen Traum leben würde ich nicht, was ist mit DIR? wer lebt DEINEN?
 
  • #32
Noch dazu ist das allemal besser und entspannender, als "tiefschürfende" Gespräche, welche im Endeffekt Null Ergebnis bringen, ausser man hat sich ausgequatscht. "Tiefe in normale Gespräche" ist das die neueste Mode in den Frauenzeitschriften/ im Internet? Und überhaupt, wieso soll wieder der Mann "die berühmten 3 Worte" bringen? Wieder so n Anspruch aus der Schnulzenfilmromantik.. Sorry für die Ausdrucksweise
Jedem ist was anderes wichtig in Beziehungen. Manchen der Sex, manchen das Miteinander-Reden können, manchen, dass der Mann "vorankommen" will. Ich denke, die Ehe meiner Eltern und auch die meines Onkels (beide über 45 Jahre) sind so glücklich, weil beide Paare schon immer auf einer Wellenlänge waren, auch und gerade bei der Kommunikation. Gerade, wenn dann Probleme auftauchen, ist das ein großer Faktor, diese Probleme auch zu lösen und nicht totzuschweigen. Die reden jetzt noch jeden Tag miteinander und haben nie den Draht zur anderen Person verloren. Daher ist MIR das auch wichtig. Jemand anderem, dem das auch wichtig ist, zu erzählen, er würde zu viel verlangen und nach dem Motto "er solle sich mal nicht so anstellen"... :D
Im Übrigen arbeiten ja heutzutage Männer UND Frauen, und suchen sich neue Jobs in kräftezehrenden Situationen... Früher hats vielleicht für viele gereicht, wenn der Mann hart gearbeitet hat und die Frau sich angepasst hat und fertig. In meinem Freundeskreis haben eben alle andere Ansprüche, aber trotzdem feste und ziemlich glückliche Beziehungen.
 
  • #33
wieso soll wieder der Mann "die berühmten 3 Worte" bringen?
Weil es nicht nur schön ist, sondern auch wichtig, sich das sagen zu können. Genau wie man auch ein "tut mir leid" sagen können sollte. Kommunikation ist natürlich sehr wichtig in einer Partnerschaft. Seine Gefühle auch mal zum Ausdruck bringen können. Denn nicht jeder kann Gedanken lesen.
Jemanden sehr mögen, ist eben doch etwas Anderes, als jemanden zu lieben.
Es ist einfach auch sehr erfüllend, wenn man "sich versteht" und über die unterschiedlichsten Dinge reden, lachen und diskutieren kann. Das ist wie ein kreativer Prozess. Manche Menschen geben sich genau mit diesem Input das, was sie brauchen wie die Luft zum atmen.
Genau wie einfaches Rein-Raus und leidenschaftlicher Sex zweierlei Paar Schuhe sind.
dann sind Sie 45 und heulen allen vertanen Chancen nach
Eine Beziehung, die nicht passt, kann auch vertane Zeit sein in der man andere Chancen verpasst.
Außerdem muss man nicht unbedingt einen Mann/Frau an der Seite haben, um ein sinnerfülltes Leben zu führen.
 
  • #34
Partnerschaft hat etwas mit Wir zu tun.
Ich sehe hier das Wir nicht, er hat sich beworben, er hat sich diesen Ort heraus gesucht, und diese Wohnung.
Wo ist da SIE?

Wo ist - wir haben berufliche Ziele abgeglichen, mögliche Wohnorte?
Wo ist - suchen WIR UNSERE Wohnung?

Allerdings antwortet sie FS auf diese Frage nicht, ob es mal besprochen wurde.
Momentan ist es eine Annahme.

W, 51
 
  • #35
Mich reizt der Gedanke irgendwie, diesem Trott vielleicht mal zu entkommen. Dass ich vielleicht auch einfach mal etwas wagen muss, bevor ich immer nur denke und denke und immer älter werde.
Dann hör auf an Trivialitäten wie Deinen Kleiderschrank zu denken und tu einfach mal was. Du musst ja noch nichtmal den Job aufgeben. Wo soll da das große Risiko liegen.

Mir war die Wohnung von Anfang zu klein, und es würden definitiv nicht alle meine Sachen rein passen. Mir gefällt die Gegend und die Stadt nicht. Kurzum, ich wäre niemals dort hingezogen.
Das ist das Genörgel von Leuten, die immer viel reden, aber sich nie im Leben mal bewegt haben. Da sind irgendwelche Plünnen wichtiger als alles andere, weil man sonst nichts Wichtiges hat im Leben. Umzug ist immer auch die ideale Gelegenheit, sich von Überflüssigem zu befreien und Dinge neu zu machen.

Wer mit Ortswechsel erfahren ist, der weiß, dass es kaum möglich ist, wenn man arbeitet, sich an einen neuen, hunderte km entfernten, unbekannten Ort die ultimative Wohnung zu suchen
Wenn die Wohnung dauerhaft zu klein ist, dann sucht ihr euch halt was Größeres in besserer Lage, wenn sich zeigt, es hat mit euch Bestand.

Ich habe das Gefühl, dadurch nach so kurzer Zeit so viel mehr zu investieren (und riskieren) als er. Kommt es dann zur Trennung, steh ich da ohne viel Geld, ohne Wohnung, ohne Sachen.
Denk mal drüber nach, was Du wirklich riskierst.
Weiter unten schreibst Du dass Deine Finanzen nicht ok sind - mit 31, wahrscheinlich weil Du nie was riskiert und es Dir immer behaglich gemacht hast. Daran könnte ein "raus aus der Komfortzone", d.h. Jobwechsel und hohere Taktfrequenz was ändern. Wenn Du selber was um die Ohren hast, dann stört Dich sein berufliches Engagement nicht.

Ich trete in meinem Leben schon lange auf der Stelle. Was will ich vom Leben, wie will ich leben... frage ich mich seit Jahren und ich komme zu keiner Antwort.
Nicht länger durch Gedankenschleifen drehen, die nichts bringen sondern einfach mal was machen und gucken, was sich daraus ergibt.
 
  • #36
Hallo zusammen, hier die FS. Ich danke euch allen für eure Antworten und Anmerkungen. Auch wenn ich nicht auf alles einzelne eingehe, habe ich mir jede Antwort durchgelesen und durch den Kopf gehen lassen.

Um eine Frage zu beantworten: die jetzige, neue Wohnungen haben wir zusammen angeschaut. Es waren etwa 5 Wohnungen, die die Kriterien erfüllt haben (Budget, Arbeitsplatznähe, Verfügbarkeit). Es gab auch nur 2 Tage, an den es uns möglich war Wohnungen zu besichtigen, da es für uns eine große Fahrerei gewesen wäre, nochmal in die Stadt zu fahren um weitere Besichtigungstermine wahrzunehmen.

Ich hatte von Anfang an geäußert, dass wir nach einer 3 Zimmerwohnung gucken sollen. Das wurde von ihm erstmal ausgeschlagen, weil er generell nicht daran interessiert ist, viel Miete zu zahlen sondern eher in Zukunft lieber Eigentum erwerben will. Für ihn ist der Platz auch kein Problem, er sagt, er würde auch mit mir in einer 1 Zimmerwohnung leben.

Was mich stresst ist die Tatsache, dass ich meinem Arbeitgeber gegenüber im Zugzwang bin. Diesem habe ich schon Ende letzten Jahres mitgeteilt, dass ich auf jeden Fall umziehe. Jetzt soll entsprechend der Vertrag angepasst werden und es gab leider noch eine Diskussion, die es mir jetzt schwer macht nochmal einen kompletten Rückzug anzutreten.

Ich hab gerade das Gefühl, mich in eine Sackgasse manövriert zu haben und das ist leider stellvertretend für einige bisherige Situationen in meinem Leben (gerade etwas Off Topic, aber ich habe einfach Angst, schon wieder eine richtig dumme Sache zu machen).

Ich stelle mir gerade vor was wäre, wenn ich meine Wohnung hier kündige und zu ihm ziehe. Mein Horrorszenario wäre, in ein paar Monaten todunglücklich zu sein. Ich stelle mir dann vor, wie ich dann alternativ hier wohnen bleibe, Single bin und ein glückliches unbeschwertes Leben führe... die Vergangenheit hat mir aber gezeigt, dass diese Glückseligkeit nicht eintritt. Ich bin dann einfach einsam und verfalle in Grübeleien. Ich führe irgendwie so oder so ein vergrübeltes Leben. Nur, dass ich aktuell vielleicht die Chance habe es mal anders zu machen. Mal ein erfolgreicher, verbindlicher Partner. Ein anderer Wohnort, neue Möglichkeiten.

Zum Thema Liebe: er ist mir auf jeden Fall wichtig. Sonst würde es mir nicht so schwer fallen, abzuwägen welche Entscheidungen ich treffen soll. Ich vermisse ihn, kuschel gerne mit ihm. Schaue ihm gerne in die Augen. Es klingt vielleicht nüchtern, aber ich denke, wir haben auf jeden Fall "Potenzial".

Und nein, ein Hund ist leider nicht konkret im Gespräch. Dafür haben wir aktuell weder leider Platz noch Zeit.
 
  • #37
"Wenn wir uns mal zoffen bemerke ich manchmal, dass er doch viel reflektierter und wahrnehmungsfähiger ist, als ich oft denke. Aber er oder wir schaffen es nicht, diese Tiefe mal in normale Gespräche zu .... " Sehr geehrte FS, von der Sichtweise einer älteren Frau kann ich leider nur sagen, die Sache mit den "tiefschürfenden Gesprächen" sehe ich heute als Blendwerk, mal salopp formuliert, wie soll ein Mann, in der Probezeit und bei einem neuen Job überhaupt noch geistige Kapazitäten hierzu aufbringen? Noch dazu, wo jeden Tag andere "Fake- news" und Horrormeldungen
(...)

Hallo Gast-07,

interessant, wie Sie das empfinden. Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass mir diese Art von Nachdenkerei und "Tiefsinn" in unserer Beziehung fehlt. Wenn ich aber mal in mich hineinhorche, beschäftigen mich vor allem negative Dinge. Sprich, ich zergrübel gerne viel, bin pessimistisch, zerrede Dinge aber änder eigentlich nicht viel.

Mein Partner ist da tatsächlich anders. Er kann sich auch aufregen, aber er kennt diesen "Müßiggang" nicht. Er lebt da tatsächlich viel zu sehr und ist mit "sinnvolleren" Dingen beschäftigt. Er sagt auch es geht ihm gut und er ist mit sich im Reinen. Ich denke, hier macht sich unser unterschiedlicher Werdegang bemerkbar. Er ist recht wohlbehütet aufgewachsen und stand sehr unter den wachsamen Augen seiner Eltern. Ich bin da eher so ein Tagträumer, der eine frühe Scheidung der Eltern durchlebt hat und in der Jugend ziemlich wild war (ich hatte auch eine Depression und depressive Phasen). Also null für Schule interessiert, gekifft, sich um nichts gekümmert.

Ich kenne aus einer ehemaligen Freundschaft + einen Mann, der da eher ähnlich war wie ich. Schon viele "dunkle" Stunden erlebt, sehr mit sich selbst beschäftigt und viel am über den Sinn des Lebens nachdenkend. Ich fand diese Gespräche zwar teilweise recht anregend. Für unsere "Beziehung" selbst hat es aber tatsächlich keine Nähe gebracht. Und ja, er wird jetzt 40 und hat trotz aller Nachdenkerei wirklich noch nicht im viel im Leben erreicht (rutscht immer wieder in die Arbeitslosigkeit, kein Vermögen aufgebaut, im Gegenteil nur Schulden)...

Tatsächlich habe ich vielleicht außer dieser Grübelei auch gar nicht viel an Gesprächsinhalt zu bieten. Ich habe wie gesagt keinen großen Bekanntenkreis, keinen aufregenden Job, kein hippes Hobby. Vielleicht ist da auch unterschwellig Frust und eine Art Neid bei mir
 
  • #38
Dann hör auf an Trivialitäten wie Deinen Kleiderschrank zu denken und tu einfach mal was. Du musst ja noch nichtmal den Job aufgeben. Wo soll da das große Risiko liegen.


Das ist das Genörgel von Leuten, die immer viel reden, aber sich nie im Leben mal bewegt haben. Da sind irgendwelche Plünnen wichtiger als alles andere, weil man sonst nichts Wichtiges hat im Leben. Umzug ist immer auch die ideale Gelegenheit, sich von Überflüssigem zu befreien und Dinge neu zu machen.

Wer mit Ortswechsel erfahren ist, der weiß, dass es kaum möglich ist, wenn man arbeitet, sich an einen neuen, hunderte km entfernten, unbekannten Ort die ultimative Wohnung zu suchen
Wenn die Wohnung dauerhaft zu klein ist, dann sucht ihr euch halt was Größeres in besserer Lage, wenn sich zeigt, es hat mit euch Bestand.


Denk mal drüber nach, was Du wirklich riskierst.
Weiter unten schreibst Du dass Deine Finanzen nicht ok sind - mit 31, wahrscheinlich weil Du nie was riskiert und es Dir immer behaglich gemacht hast. Daran könnte ein "raus aus der Komfortzone", d.h. Jobwechsel und hohere Taktfrequenz was ändern. Wenn Du selber was um die Ohren hast, dann stört Dich sein berufliches Engagement nicht.


Nicht länger durch Gedankenschleifen drehen, die nichts bringen sondern einfach mal was machen und gucken, was sich daraus ergibt.

Hallo Vikky,

was du schreibst ist diese andere, ich nenn es mal "Kopfstimme", die in mir spricht. Rational gesehen habe ich aktuell nicht viel. Eine kleine Wohnung die nur für mich ist, klar. Hier kann ich wie Peter Pan so lange schlafen wie ich will, fernsehen was ich will, aufräumen wann ich will.

Durch das Zusammenleben mit meinem Freund muss ich Kompromisse eingehen und für meine Verhältnissse auch ein stückweit "meinen Hintern hoch bekommen".

Ich bin nur am Überlegen, ob dieses Peter Pan Leben das ist, was ich wirklich will. Oder ob ich nicht eigentlich glücklicher bin ein Leben in einer größerern, moderneren Wohnung zu führen. Wo es nicht egal ist, ob ich den ganzen Tag eine Jogginghose trage oder Samstags bis 10 Uhr im Bett liege. Wo von Seiten meines Partners ein stückweit "etwas von mir gefordert wird".

Ich verloddere nicht alleine, aber ich lebe defintiv anders. Ungeordneter. Und ich stelle mir die Frage, ob es eine selbstgewählte Art von Leben ist, die ich wirklich will und die mir gut tut. Oder ob ich vielleicht einfach Beziehung und Zusammenleben noch lernen muss, und das im Endeffekt die gesündere Alternative für mich ist.

Diese Gedanken nerven einfach und wie ich es mache, hört es nicht auf. Wenn ich mich heute trennen würde, würde ich anschließend wahrscheinlich monatelang grübeln, ob das die richtige Entscheidung war. Oder ich stürze mich in eine neue Bekanntschaft und zergrübel diese...
 
  • #39
Und ich stelle mir die Frage, ob es eine selbstgewählte Art von Leben ist, die ich wirklich will und die mir gut tut.
Naja, Du schreibst, Du hast Erfahrungen mit Depressionen. da sollte Dir doch klar sein, dass genau dieser Lebensstil den Du beschreibst, depressionsfördernd ist: alles zergrübeln aber nie handeln, schlechte Tagesstruktur ...
Ich kann nicht verstehen, warum man sich mit 31 Jahren an so ein armseliges inhaltsleeres Lebens klammert, statt mal was zu wagen. Du bist doch nicht glücklich damit.

Und dass nicht extrem gespart wird für die eigene Immobilie, sondern man sich ausreichend großen Wohnraum gönnt - sowas handelt man in einer Beziehung aus.
 
  • #40
Naja, scheint ja wohl so zu sein, dass du jetzt schon weißt, dass du mit keiner Entscheidung glücklich sein wirst. Vielleicht ist das auch so. Aber wenn du weißt, dass du auch nicht zufrieden sein wirst, wenn du alles beim Alten belässt, dann kannst du ja mal diesen Schritt wagen. Wenn's eh scheitert, dann scheitert es dieses Mal eben anders.

Du verbringst dein ganzes Leben mit grübeln. Hat es dich glücklich gemacht? Stopfe den ganzen Tag mit Aktivitäten voll. Gut, das ist zur Zeit nicht einfach. Sportprogramm, ein schwieriges Buch lesen, etwas Lernen, in EP alle Laubsk-Posts lesen, putzen, ...
Beim darauf folgenden Tag machst du das wieder. Du verlierst dich schon nicht selbst, wenn du nicht grübelst. Aber vielleicht fällt etwas Schwere von dir ab ..
 
  • #41
Das wurde von ihm erstmal ausgeschlagen, weil er generell nicht daran interessiert ist, viel Miete zu zahlen sondern eher in Zukunft lieber Eigentum erwerben will. Für ihn ist der Platz auch kein Problem, er sagt, er würde auch mit mir in einer 1 Zimmerwohnung leben.
Anscheinend merkst du immer noch nicht, dass er nicht der passende Partner für dich ist, du wirst ewig unzufrieden sein!
Ich hab gerade das Gefühl, mich in eine Sackgasse manövriert zu haben und das ist leider stellvertretend für einige bisherige Situationen in meinem Leben (gerade etwas Off Topic, aber ich habe einfach Angst, schon wieder eine richtig dumme Sache zu machen).
Du bist auf dem besten Weg dazu, eine dumme Sache wieder zu machen, da du nicht auf eine klare Kommunikation setzest!
Ich stelle mir gerade vor was wäre, wenn ich meine Wohnung hier kündige und zu ihm ziehe. Mein Horrorszenario wäre, in ein paar Monaten todunglücklich zu sein. Ich stelle mir dann vor, wie ich dann alternativ hier wohnen bleibe, Single bin und ein glückliches unbeschwertes Leben führe... die Vergangenheit hat mir aber gezeigt, dass diese Glückseligkeit nicht eintritt. Ich bin dann einfach einsam und verfalle in Grübeleien. Ich führe irgendwie so oder so ein vergrübeltes Leben. Nur, dass ich aktuell vielleicht die Chance habe es mal anders zu machen. Mal ein erfolgreicher, verbindlicher Partner. Ein anderer Wohnort, neue Möglichkeiten.
Ja du wirst tot unglücklich werden und willst dann nur eines, wieder zurück und merke dir doch was: egal wo du hingehst, egal an welchen Wohnort, egal mit welchen Leuten, egal mit welchen Möglichkeiten, du nimmst dich selbst mit deinen Problemen immer und überall mit, das Problem für dich, bist du selbst, das ist das Hauptproblem!
Deshalb meine Empfehlung, bleib du wo du bist, bringe dein Leben erstmal auf die Reihe und wenn du es auf der Reihe hast, wirst du auch dann den passenden und kompatiblen Partner finden!
Zum Thema Liebe: er ist mir auf jeden Fall wichtig. Sonst würde es mir nicht so schwer fallen, abzuwägen welche Entscheidungen ich treffen soll. Ich vermisse ihn, kuschel gerne mit ihm. Schaue ihm gerne in die Augen. Es klingt vielleicht nüchtern, aber ich denke, wir haben auf jeden Fall "Potenzial".
Viele Frauen machen den Mega Fehler, den du auch machst, er ist dir wichtig, aber du bist ihm nicht wichtig, warum willst du dieses Riesenproblem für dich nicht erkennen, bist du so vernebelt?!?
 
  • #42
würde ich anschließend wahrscheinlich monatelang grübeln, ob das die richtige Entscheidung war.
Das ist allerdings ein wichtiger Punkt.
Entscheidungen treffen. Es gibt dann zwei Möglichkeiten. Entweder stellt man fest, man hat die falsche Entscheidung getroffen, oder die richtige.
Wichtig ist nur, dass man sich entscheidet. Damit hat man schonmal etwas richtig gemacht. Keine Entscheidung zu treffen, ist definitiv ein Fehler.
Da man den Ausgang nicht kennt, muss man es darauf ankommen lassen. Ein "Risiko" eingehen. Dann sieht man schon, wie es im nächsten Schritt weiter geht.
Das ist eigentlich ein ganz normaler Zustand im Leben.
Das Schöne ist, wenn man einmal eine Entscheidung getroffen hat, dann kann man mit dem Entscheidungsprozess abschließen und sich voll auf den Weg konzentrieren, den man gewählt hat. Zu bereuen gibt es da nichts. Denn man konnte vorher nicht wissen, wie es wird. Zudem kann man danach nicht wissen, wie der andere Weg verlaufen wäre.
Marchin on!

Aber findest du das Risiko wirklich so hoch? Was soll denn passieren? Sein Leben kann man immer neu gestalten, neu ordnen und ausrichten, egal was passiert.
ob ich den ganzen Tag eine Jogginghose trage oder Samstags bis 10 Uhr im Bett liege.
Das ist eine Seite, die ihr noch nicht voneinander kennt.
Du hast Angst, dass er dich ablehnen könnte, zu lazy finden könnte.
Das Problem ist Folgendes. Durch deine Depression überfordert dich zu viel Anspruch. Dabei ist das Zurecht-Machen bereits ein Anspruch an sich selbst, der überfordern kann.
Eine solche Antriebslosigkeit ist Teil der Erkrankung Depression. Teile davon können auch jetzt noch da sein.
Deine Wohnung ist dein Sicherheitsbereich, der dich vor Ansprüchen aller Art schützt. Deshalb genießt du dieses Peter-Pan-Leben, gleichzeitig sehnst du dich aber danach, diesen Ansprüchen gerecht werden zu können, um neben einer ehrgeizigen Person wie deinem Partner bestehen zu können.

Von daher ist bei deiner Entscheidung wichtig, wie er zu dir ist.
Kennt er deine Geschichte?
Hast du das Gefühl, dass du bei ihm gut aufgehoben wärst?
Kann er auf dein Bedürfnis Rücksicht nehmen? Ich würde mit ihm mal über diese Sorgen und Bedenken sprechen. Rede mit ihm über den Peter-Pan-Lifestyle. Denn du bist der Mensch, der du bist.
Ich kann dir sagen, dass ein Zusammenwohnen mit einer Person, die dich liebt und auch sein lässt wie du bist, für dich ein absoluter Zugewinn sein kann.
Denn auch du bist ein soziales Wesen. Es würde dein Befinden verbessern, jemanden bei dir zu haben.
Zum Thema Liebe: er ist mir auf jeden Fall wichtig
Hast du Schmetterlinge im Bauch, wenn ihr euch seht?
Das könnte zum Antrieb für dich werden, dass ihr euch zusammen ein Leben gestaltet.
Es kommt darauf an, dass man sich gegenseitig bereichert und gut tut.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #43
Denn man konnte vorher nicht wissen, wie es wird. Zudem kann man danach nicht wissen, wie der andere Weg verlaufen wäre.
Marchin on!
Wer ein intaktes Bauchgefühl und Intuition hat, nur der weiß das, wer das nicht hat, der weiß das nicht, da stimme ich dir zu!
Aber findest du das Risiko wirklich so hoch? Was soll denn passieren? Sein Leben kann man immer neu gestalten, neu ordnen und ausrichten, egal was passiert.
Das Risiko ist sehr hoch, zeitraubend und geldraubend, es zeigt sich doch schon daran, wenn man das Gefühl hat, dass es nichts wird, dann mache ich doch das gar nicht, das Bauchgefühl ist doch vielfach schlauer, als nur der fremd konditionierte Kopf! Auch ist das für mich unglaublich, wie viele Frauen junge, unerfahrene Frauen aufmuntern und motivieren, sie in kritische Situationen zu bringen!
Ich kann dir sagen, dass ein Zusammenwohnen mit einer Person, die dich liebt und auch sein lässt wie du bist, für dich ein absoluter Zugewinn sein kann.
Denn auch du bist ein soziales Wesen. Es würde dein Befinden verbessern, jemanden bei dir zu haben.
Ich habe nicht den Eindruck, dass er sie liebt! Wer selber mit sich nicht zufrieden und nicht glücklich ist, für den ist eine lieblose Beziehung keine Verbesserung und kein Zugewinn!
Hast du Schmetterlinge im Bauch, wenn ihr euch seht?
Das könnte zum Antrieb für dich werden, dass ihr euch zusammen ein Leben gestaltet.
Es kommt darauf an, dass man sich gegenseitig bereichert und gut tut.
Für mich interessant zu sehen, wie viele Menschen aus dem Text von FS nicht erkennen können, dass die beiden nicht harmonieren, nicht stimmig sind und große Defizite in wichtigen Bereichen der Kompatibilitäten vorhanden sind!
 
  • #44
Navith,

Danke, das Du die Infos nachgereicht hast, die waren relevant.

Wenn Du nicht auf Dein Bauchgefühl hören kannst, weil jede Veränderung IT Sich erst mal schwierig ist, versuche es doch mal rational.

Du nimmst Dir Zeit und machst Listen.
Und dafür stellst Du Dir 3 Fragenbereiche - Zu Dir, wie siehst Du Deine Partnerschaft, wie die Veränderung.

Beschreibe Dich, Welche Eigenschaften? Was magst Du an Dir - mind. 5 Punkte, was nicht (bitte nicht mehr als positive).
Dann frage Dich selbst, was willst Du - Deine Ziele.
Wie fühlst Du Dich zur Zeit? Was magst Du, was nicht. Was möchtest Du ändern.

Partnerschaft
Wie ist Euer Miteinander, Eure Kommunikation, sagst Du, was Du denkst, fühlst, willst? Trefft Ihr wichtige Entscheidungen zusammen? Was habt ihr gemeinsam, wo sind Unterschiedlichkeiten bis Differenzen?
Wie sieht Euer Wir Aus.
Nimm Dir die Zeit, mach die Augen zu und fühle - beschreibe ihn, was magst Du an ihm, was fällt Dir spontan zu ihm ein, was magst Du nicht?
Stell Dir eine Zukunft mit ihm vor. Was löst das für ein Gefühl aus?
Vielleicht fallen Dir noch mehr Fragen ein.

Und dann das 3.Thema - die Situation.
Mache eine Für und Wider Liste.
Und dann fühlst Du wieder hinein.

Vielleicht siehst Du dann klarer.

Du solltest nur etwas tun, wovon Du selbst überzeugt bist.

W, 51
 
  • #45
Was mich stresst ist die Tatsache, dass ich meinem Arbeitgeber gegenüber im Zugzwang bin. Diesem habe ich schon Ende letzten Jahres mitgeteilt, dass ich auf jeden Fall umziehe. Jetzt soll entsprechend der Vertrag angepasst werden und es gab leider noch eine Diskussion, die es mir jetzt schwer macht nochmal einen kompletten Rückzug anzutreten.
Dies hier ist im Moment erstmal entscheident !
.
Wenn es aus diesem Grund wichtig für Dich wäre, dass Du in der Nähe Deines jetzigen Wohnortes bleiben solltest, dann mach das auch !

Die Beziehung zu Deinem Freund kannst Du für einen gewissen Zeitraum auch über eine längere Distanz (waren es 80 km ?) führen. Mein Gott, das ist doch nicht aus der Welt ! Was sind schon 80 km ?

Und in ein bis zwei Jahren kannst Du beruflich und privat weitersehen.
 
  • #46
Liebe FS,
ich habe mir gerade mal deinen anderen Thread angesehen.
Die Kommunikation zwischen dir und deinem Freund scheint auch 4 Monate später noch nicht besser zu passen und deiner Gefühle für ihn bist du dir auch immer noch nicht sicher.

Ich würde dir empfehlen nicht mit ihm zusammen zu ziehen und dir unabhängig von ihm erstmal ein Leben aufzubauen und alles auf die Reihe zu kriegen. Dann brauchst du dich auch nicht so an ihn klammern.
Ihr könnt das ja mit der Fernbeziehung probieren. Von welcher Entfernung sprechen wir hier überhaupt? 80km wie @Kirovets schrieb?
 
  • #47
Was mich stresst ist die Tatsache, dass ich meinem Arbeitgeber gegenüber im Zugzwang bin. Diesem habe ich schon Ende letzten Jahres mitgeteilt, dass ich auf jeden Fall umziehe. Jetzt soll entsprechend der Vertrag angepasst werden und es gab leider noch eine Diskussion, die es mir jetzt schwer macht nochmal einen kompletten Rückzug anzutreten.
Die Vertragsänderung bedeutet doch nur, dass du künftig im Homeoffice arbeitest, oder hängt da noch mehr dran? Die Homeoffice-Möglichkeit allein zwingt dich nicht unbedingt zum Umzug. Dem Arbeitgeber dürfte es ziemlich egal sein, von welcher Wohnung aus du arbeitest. Das ist eine nicht-alltägliche Chance für mehr Freiheit und Flexibilität, nichts, was dir Stress oder ein Sackgassen-Gefühl vermitteln sollte.

Ich stelle mir gerade vor was wäre, wenn ich meine Wohnung hier kündige und zu ihm ziehe. Mein Horrorszenario wäre, in ein paar Monaten todunglücklich zu sein.
Bewusst provokant gefragt: Ja und?

Ist doch nicht so, als wärst du dann für immer und ewig dort gefangen und zum Unglücklichsein verdammt. In diesem Fall evaluierst du die Situation (Beziehung, Wohnort, Job) eben neu und entscheidest entsprechend. Und wenn du deine jetzige Wohnung erstmal nur befristet untervermietest, könntest du sogar relativ leicht wieder zurück in dein altes Leben.

Nur bist du dann, im Gegensatz zu jetzt, um eine konkrete Erfahrung reicher, die dich sicher mehr voranbringt bei der Frage "Was will ich eigentlich im Leben?", als wenn du dich weiter mit deinen theoretischen (negativ-)Szenarien im Kreis drehst und dabei immer mehr erstarrst vor lauter Angst, was falsch zu machen. Nur keine Entscheidung ist eine falsche Entscheidung. Alles andere wird dich weiterbringen, auf die ein oder andere Art.

Und: Man sollte mit allem rechnen, auch mit dem Guten. :)

W, 27
 
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  • #48
Hallo zusammen, hier die FS. Ich möchte euch allen für eure Antworten und Anregungen danken. Ich bin noch nicht wirklich weiter in meinem Gedankenchaos. Hiermit will ich nochmal auf ein paar Fragen eingehen:

- mein Freund hat von Anfang an kommuniziert, dass er aus beruflichen Gründen einen Jobwechsel anstrebt und dafür bereit ist, nahezu deutschlandweit umzuziehen

- wir haben vorher 90km von einander entfernt gewohnt. Die neue Arbeitsstelle/neuer Wohnort sind 400 km von unseren alten Wohnorten entfernt (pi mal Daum).

- die Wohnungen hier am neuen Wohnort haben wir uns zusammen angesehen. Mir hat allerdings keine dieser Wohnungen gefallen, weil ich sie von Anfang an zu klein fand

- die Wohnung in der wir nun leben (er fest, ich habe noch meine alte Wohnung in meinem Heimatort) ist defintiv zu klein. Ich lebe aktuell aus dem Koffer. Es stören noch weitere Punkte (die man im Vorfeld nicht wissen konnte). Der Wunsch nach einem baldigen Umzug in eine andere, größere Wohnung ist bei uns beiden vorhanden

- wir haben im Vorfeld darüber gesprochen ob es für ihn sinnvoll ist, seine Stelle aufzugeben und einen neuen Job anzufangen. Wir haben hier vor allem über die Vor- und Nachteile gesprochen. Über unsere Vorstellungen bezüglich eines gemeinsamen Zusammenlebens (wo, wie, etc.) ist nicht ausreichend kommunziert worden

- bezüglich meiner Bedenken, dass die Wohnung zu klein ist, hat er mich beschwichtigt im Sinne von "wird schon alles passen", jetzt sehen wir, dem ist nicht so. Die Wohnung ist auf jeden Fall zu klein. Meine ganzen Sachen hier unterzubringen undenkbar
 
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  • #49
Unsere Kommunikation im Allgemeinen: wir haben mittlerweile viel über die derzeitige Situation geredet. Festgestellt, dass wir uns nicht wirklich Gedanken darüber gemacht haben, ob wir wirklich soweit weg ziehen wollen, etc. Ich habe meinen Standpunkt bezüglich Wohnungsgröße nicht deutlich genug vertreten. Ich denke, wir "bessern" uns, da ich gerade im Hinblick auf die jetzige Situation Kommunikation von ihm einfordere. Er kennt all meine Bedenken nun, meine Überlegungen ob ich so ein Risiko eingehen soll, etc. Er kann mir nicht sagen, wie er sich entscheiden würde. Er versteht mich, kann aber aktuell an der Situation nichts ändern. Er würde sich auf jeden Fall freuen, wenn ich bei ihm bleibe und er wäre traurig, wenn ich gehen würde. Aber eine neue, größere Wohnung müssen wir halt auch erstmal finden. Aktuell gibt es hier nichts ansprechendes. Da müssen wir den Wohnungsmarkt halt weiter beobachten

Ich denke, wir beide brauchen einfach mehr Beziehungsalltag ohne Corona. Mit gemeinsamen Unternehmungen, Hobby usw. Aktuell leben wir halt beide unseren (Berufs-)alltag nebeneinander her

- ich habe hier in dem neuen Wohnort ein Jobangebot. Also könnte ich da nach langer Unzufriedenheit einen Aspekt meines Lebens ändern. Bedeutet aber auch, neuer Job hier = vorerst kein Zurück mehr in die alte Heimat. Meine Wohnung dort würde ich dann auf jeden Fall kündigen

Also aktuell bietet sich mir vielleicht die Chance, mein altes eingefahrenes Leben hinter mir zu lassen. Ich habe eigentlich wirklich nicht viel zu verlieren. Überzeugt von all dem bin ich aber nicht. Ich lasse das gerade so ein bisschen laufen nach dem Motto "vielleicht muss ich zu meinem Glück gezwungen werden".
 
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  • #50
Er kann mir nicht sagen, wie er sich entscheiden würde. Er versteht mich, kann aber aktuell an der Situation nichts ändern. Er würde sich auf jeden Fall freuen, wenn ich bei ihm bleibe und er wäre traurig, wenn ich gehen würde.
Ohh nein, kopfschüttel, er wäre traurig, wenn du gehen würdest, so kann man keine Beziehung halten, dann solltest du wirklich gleich gehen und zwar heute noch, er ist ein zögernder, ein nicht entscheidungsfähiger Typ, du bist ihm nicht wichtig, von Liebe keine Spur, du kriegst von ihm in der Zukunft niemals eine klare Antwort von ihm! Brauchst du echt sowas?
Überzeugt von all dem bin ich aber nicht. Ich lasse das gerade so ein bisschen laufen nach dem Motto "vielleicht muss ich zu meinem Glück gezwungen werden".
Ich kann dir versichern mit meinen Erfahrungen, das geht voll in die Hose!
Warum tust du dir so etwas an, zum Glück gezwungen werden, mir tut die Seele weh!!
 
  • #51
Ich habe eigentlich wirklich nicht viel zu verlieren. Überzeugt von all dem bin ich aber nicht. Ich lasse das gerade so ein bisschen laufen nach dem Motto "vielleicht muss ich zu meinem Glück gezwungen werden".

Manchmal ist es auch gut, eine Entscheidung zu vertagen - vor allem, dann wenn weder a noch b einen wirklich überzeugt.

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo die Entscheidung sich von selbst ergibt - dann evtl. mit einer ganz anderen Entscheidung.
Das ist zumindest meine Erfahrung.

W, 51
 
  • #52
Also aktuell bietet sich mir vielleicht die Chance, mein altes eingefahrenes Leben hinter mir zu lassen. Ich habe eigentlich wirklich nicht viel zu verlieren. Überzeugt von all dem bin ich aber nicht. Ich lasse das gerade so ein bisschen laufen nach dem Motto "vielleicht muss ich zu meinem Glück gezwungen werden".

Ist der neue Ort für Dich grundsätzlich auch attraktiv, wenn Du alleine dort wärst? Es klang erstmal nicht so, könnte das noch werden? Ist der neue Job attraktiv? Hast Du das Gefühl, er geht auf Deine Wünsche ein? Sucht ihr aktiv nach einer größeren Wohnung?
Es scheint klar: wenn Du jetzt wechselst, werdet ihr euch dort erstmal fester binden. Sonst wird es für eine Weile eine Wochenendbeziehung. Wie siehst Du die Perspektive der Beziehung?

Ich denke grundsätzlich, man sollte sich in einer auf Dauer angelegten Beziehung auch zu beruflichen Plänen absprechen. Bei euch scheint weder eine Absprache stattzufinden noch passt die Perspektive so richtig. Würdest Du Dich mit "Kinder, Haus, Hund" in der neuen Gegend wohlfühlen? Ergibt sich eine längerfristige berufliche Perspektive für ihn dort? Geht es nur nach ihm oder wie kannst Du Dich einbringen?

Im Moment bin ich auch in Gesprächen, aber es ist mir wichtig, dass meine Partnerin auf Stand ist und bei einer Entscheidung natürlich auch eine wichtige Rolle spielen würde. Wenn, dann planen wir langfristig und mit einer Perspektive, die für beide attraktiv ist. Das fehlt mir bei euch(?)
 
  • #53
Mit homeoffice kannst du aber doch gut "testen" ob ihr zusammen passt, ohne alles sofort aufzugeben.
Du bist nicht gezwungen jetzt deine Wohnung zu kündigen und mit Sack und Pack umzuziehen
Klar ist aus dem Koffer leben doof...
Aber mal zwei Wochen oder länger dort und dann nach Hause, um zu schauen wie es sich anfühlt, empfinde ich als Chance.
 
  • #54
Navith, es kommt mir vor, als ob du miraus der Seele sprichst. Ich kann dich voll und ganz verstehen: das Gefühl hin und hergerissen zu sein. Wenn man alleine ist, grübelt man und sehnt sich nach Zweisamkeit, andererseits die Bedenken, Angst vorm Zusammenziehen usw. Ich kann nur sagen, dass man sich für Entscheidungen viel Zeit nehmen sollte und sich nicht selbst unter Druck setzen sollte. Wenn du zusammenziehst, kommst du da nicht so schnell wieder raus. Zusammenzuziehen ist mE eine ganz essentielle und lebensverändernde Entscheidung. Es wird viele Konsequenzen nach sich ziehen (Investitionenmonetär aber auch emotional).
Du schreibst: Ich habe eigentlich wirklich nicht viel zu verlieren. Überzeugt von all dem bin ich aber nicht. Ich lasse das gerade so ein bisschen laufen nach dem Motto "vielleicht muss ich zu meinem Glück gezwungen werden".
Diesen Gedanken kenne ich. Man ist sich nicht sicher, weiß nicht genau weiter, fühlt sich festgefahren und "folgt" dannMenschen, die im Moment stärker sind, mehr Energie haben usw. Du schreibst, dass du nicht viel zu verlieren hast. Das denkt man zunächst meist, weil man das was man hat nicht wertschätzt. Es gibt sicher vieles, was jetzt passt, was dann, nach dem Zusammenziehen, womöglich nicht passt unddir fehlen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #55
Am Anfang des Posts, waren meine Gedanken "Nein, lass es lieber, das wird nichs". Weil meiner Meinung nach, sehr viel dagegen spricht und die Beziehung nicht gefestigt wirkt.

Zwischendurch dachte ich dann "Wieso nicht wagen?" Gute Argumente dafür wurden auch zu Genüge geliefert.

Wenn du es wagst, dann hast du vielleicht schneller eine Antwort auf die Frage, was aus eurer Beziehung wird. Einfach weil ihr dann (zumindest anfangs) auf engem Raum zusammen lebt und es sich dann wohl herauskristallisiert.

Dennoch habe ich grundsätzlich das Gefühl, dass die Kommunikation bei euch der Knackpunkt der Beziehung ist. Wenn ich mir nicht sicher bin, ob diese Person wirklich die richtige ist, dann würde ich einen Umzug, der dann auch gemeinsames Planen und Verantwortung bedeutet, nicht machen.

Den Vorschlag von pixi67 finde ich gut! Finde das eine gute Möglichkeit um Vorzufühlen.
Mit homeoffice kannst du aber doch gut "testen" ob ihr zusammen passt, ohne alles sofort aufzugeben.
Du bist nicht gezwungen jetzt deine Wohnung zu kündigen und mit Sack und Pack umzuziehen
Klar ist aus dem Koffer leben doof...
Aber mal zwei Wochen oder länger dort und dann nach Hause, um zu schauen wie es sich anfühlt, empfinde ich als Chance.
 
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