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Gast

  • #1

An alle Mütter . . . Wie soll ich mich verhalten?

Seit mehr als 3 Jahren bin ich (49) in Beziehung mit einer Frau (46), die alleinerziehend mit einem fast 18- jährigen Sohn zusammen lebt. Fakt ist, dass sie alles für ihn tut. Wäsche waschen, kochen, zur Arbeit fahren, putzen, einkaufen usw. . Der Sohn sieht dies als selbstverständlich an.
Und zwar so selbstverständlich, dass die Lage vor ein paar Wochen zum wiederholten Male eskalierte.
Meine Freundin hat ihren Sohn zwischendurch morgens zu seiner Arbeit, oder zumindest zur Bushaltestelle gebracht. Jetzt hat sie aber andere Arbeitszeiten. Sie fängt im Büro eine Stunde später an. Ihr Sohn wollte wieder gefahren werden. Sie hat ihm erklärt das sie dann eine Stunde im Auto warten müsste oder müsste einen langen Weg wieder nach Hause fahren. Dem Sohn war das egal. Meine Freundin hat ihn dann nicht gefahren.

Von diesen Tag an hing der Haussegen schief. Der Sohn behandelte seine Mutter abwertend, beleidigend und verletzend. Meine Freundin erzählte mir dann immer von den Eskapaden ihres Sohnes und wie verletzend er sein kann und weinte manchmal. Ich selbst darf mich nicht einmischen und werde es auch nicht tun, da ich nicht der Vater bin und auch selbst keine Kinder habe.

Meine Freundin und ihr Sohn reden nun schon seit Wochen nicht miteinander. Trotzdem grüßt sie ihn immer wenn er zur Türe hereinkommt. Er selbst grüßte von sich aus nicht.
Sie benahm sich vorbildlich freundlich zu ihm. Wenn ich anwesend bin, würdigt mich der Sohn keines Blickes und grüßt auch nicht, was ich dann ebenfalls nicht tue. Denn der Sohn weiß wie über sein Verhalten denke und hinter meiner Freundin stehe.Der Sohn drohte ihr mit 18 aus der Wohnung auszuziehen und sie von seiner bevorstehenden Geburtstagsfeier im März nächsten Jahres auszuschließen.

Mittlerweile haben sich die Wogen wieder mal geglättet. Es herrscht wieder Friede. Aber gesprochen wurde über diese Situation bisher nicht. Ich habe meiner Freundin geraten, die friedliche Situation zu nutzen und mal ein ernstes Gespräch mit ihren Sohn zu führen. Damit sich diese Streitereien nicht ständig wiederholen und er mehr Respekt und Anstand lernen solle.
Schließlich sei dei Mutter nicht der Sklave ihres Sohnes und der Sohn solle langsam begreifen, dass die Wohnung kein "Hotel Mama all inklusive" sei. Er mehr Verantwortung für sich übernehmen müsse. Jetzt, da wo sich beide wieder verstehen, aber die vergangene Situation in einem Gespräch noch nicht geklärt wurde, weiß ich nicht wie ich mich verhalten soll.
Denn ich befürchte, dass ich jetzt als der Buhmann da stehe, weil ich ja keine Gelegenheit habe oder hatte meine Gedanken dem Sohn darzulegen.

Soll ich am kommenden Wochenende jetzt so tun als wäre nichts gewesen und dem Sohn mit einem fröhliche "Hallo" begegnen? Denn ich habe mit meiner Reaktion auf sein Verhalten ja gezeigt das ich hinter seiner Mutter stehe.
 
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  • #2
Soll ich am kommenden Wochenende jetzt so tun als wäre nichts gewesen und dem Sohn mit einem fröhliche "Hallo" begegnen? Denn ich habe mit meiner Reaktion auf sein Verhalten ja gezeigt das ich hinter seiner Mutter stehe.
Fröhliches Hallo natürlich nicht, sondern nur ein Hallo.

Stärke deine Freundin den Rücken, dass die hart bleibt und endlich aufhört, Sohnemann zu verwöhnen. Das Verhalten des Jungen ist normal, höre ich derzeit von allen Seiten, mein "Kind" ist phasenweise auch so. Sehr anstrengend, weil man auch hart bleiben muss und die Ausflipperein aushalten muss.

Hilfreich wäre es, wenn die Mutter den Sohn zu einem Gespräch bittet und du dabei bist, aber den Mund hältst. Es geht nur um die Anwesenheit deiner Person als Mann. Du legst dabei den Arm um sie, während sie ihrem Sohn erklärt, dass sie so ein Verhalten nicht duldet, dass ab sofort ein anderen Wind weht, er sich daran gewöhnen muss (hätte schon viel früher passieren müssen).

Ändert er sein Verhalten nicht, wird es Konsequenzen haben, die dann auch darlegen und auch dann später einhalten. Nur so kann Sohn lernen, dass er mit Mutter nicht so umgehen kann und sich gesund abnabeln kann.

Tröste deine Freundin, bring ihr Blumen usw. mit, tu ihr Gutes, lobe sie, lade sie auf ein Wellness-Wochenende ein, lass den Sohn mal ein Wochenende alleine, nimm sie in den Arm, das hilft schon sehr sehr viel.

w
 
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  • #3
Das sind die bekannten Auswüchse des Verhaltens, das viele Mütter (und leider auch einige Väter) zeigen. Sobald ein Kind alt genug ist, den Schulweg und den Weg zu den Hobbies allein zurück zu legen und das ungefährdet tun kann, sollte man die Größe haben und den Service verweigern. Was gerade Mütter als "behüten" bezeichnen und sicher manchmal auch gut meinen - einige wollen nur durch Fahrdienste eigene Arbeitszeit vermeiden - verkorkst ihre Kinder. Sie werden unselbständig und anmaßend. Ich finde, Du solltest Dich einmischen und Deine Lebensgefährtin dem Sohn klare Ansagen machen, an die er sich halten oder gehen kann.
 
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  • #4
Der Junge braucht dringend einen Führerschein und vielleicht können ja alle für ein eigenes Auto zusammenlegen. Deine Freundin sollte ihren Sohn dringend zu mehr Eingenständigkeit ermutigen. Kein junger Mann in dem Alter sollte noch von der Mutter abhängig sein. Waschen und ab und an mitessen lassen ist ja von mir aus noch ok, aber der Rest? Normal erscheint mir das jedenfalls auch nicht. Ein Junge in dem Alter dürfte es eigentlich kaum erwarten können auszuziehen. Wann ist dieser Schritt denn bei ihm geplant?
 
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  • #5
Bleib cool und halt dich weiter raus. Sei ihm gegenüber freundlich-distanziert. Dass du mit seiner Mutter über ihn und sein Verhalten redest, wird der junge Mann sich ja wohl denken können.
Und was soll das für eine"Drohung" sein, mit 18 auszuziehen? Ich denke, ihr solltet das begrüßen! Und wenn es in eine WG ist.
Deine Freundin sollte ihrem Sohn dessen Eigenverantwortung klar machen: Ja, er darf mit 18 ausziehen. Und ja, er darf bestimmen, wen er zum 18. Geburtstag dabei haben will und wen nicht. Das ist SEINE Entscheidung. Der Junge benimmt sich noch ziemlich kindisch, seine Mutter sollte sich nicht auf dieses Niveau herablassen. Gelassenheit ist das Zauberwort.
 
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  • #6
Und was soll das für eine"Drohung" sein, mit 18 auszuziehen? Ich denke, ihr solltet das begrüßen! Und wenn es in eine WG ist.
Deine Freundin sollte ihrem Sohn dessen Eigenverantwortung klar machen: Ja, er darf mit 18 ausziehen. Und ja, er darf bestimmen, wen er zum 18. Geburtstag dabei haben will und wen nicht. Das ist SEINE Entscheidung. Der Junge benimmt sich noch ziemlich kindisch, seine Mutter sollte sich nicht auf dieses Niveau herablassen. Gelassenheit ist das Zauberwort.
Ach, meine Tochter ist gerade 19 geworden und hat mir sogar per Mail ein wohnungsangebot von einem Makler geschickt.

Ich habe ihr geschrieben, wenn sie sich die Warm-Miete anschaut und weiss, wie sie alles finanzieren, besorgen und organsieren kann, dann kann sie gerne ausziehen. Danach war erst mal Ruhe.

Zum Glück hat eine gute Freundin gerade eine Wohnung gefunden und erzählte ihr, wie alles so stressig wäre, dass sie jetzt noch nebenbei arbeiten muss, um neben dem Studium die Wohnung zu finanzieren, weil die Eltern wenig Geld haben und wenn da nicht die Tanten gewesen wären. Sie hat sich das alles nie so anstrengend vorgestellt.

Seitdem meine Tochter das gehört hat, ist sie ganz ruhig und lieb geworden. Später haben wir dann in ruhe über das Thema eigene Wohnung gesprochen, ihr habe ihr gesagt, was geht, was nicht geht und das sie auch wissen muss, dass die alle Planungen, Organisation usw. dann auch selber machen muss. Bürgeramt, Ummeldungen, Haftplflicht, Umzugswagen, warten auf die Lieferung des Kühlschrankes, Möbel usw.

Sie schaute mich dann mit großen Augen an und ich fragte sie, was sie denn denkt, wer ihr das abnimmt. Ich garantiert nicht, da ich voll berufstätig bin.

Natürlich werde ich ihr dann helfen, soweit ich es zeitlich und finanziell schaffe, aber man soll es den Kindern nicht zu leicht machen, sonst werden sie emotional nie erwachsen. Sie müssen lernen, ihre Dinge selber zu machen, zu klären, zu organisieren usw.

Jetzt ist bezüglich eigener Wohnung erstmal Ruhe und Kind geniesst Mamas Wohnung doch irgendwie sehr.

w
 
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  • #7
"...nicht einmischen und werde es auch nicht tun, da ich nicht der Vater bin und auch selbst keine Kinder habe."
Na, da ist man für sich selbst doch fein raus, oder?

Deine aus meiner Sicht recht fadenscheinliche Argumentation kollidiert aus meiner Sicht jedoch damit, dass Du seiner Mutter, Deiner Partnerin aber gute Tipps geben möchtest.

Dann sollten wir zunächst einmal klären, was DU unter "Einmischung" verstehst. - Für mich ist es das nämlich sehr wohl. Es spielt doch keine Rolle, ob das direkt oder indirekt erfolgt. Die indirekte Form halte ich sogar für eine "schäbige" Form. Das hat so etwas von einer Hinterfurzigkeit.

Die Nähe zu einem Menschen zu suchen ist sicherlich erstrebenswerter als diese Art der Distanz. Für mich käme, unabhängig davon, ob der Vater sich kümmert oder nicht, KEINE neue Beziehung infrage, wenn es in der Basis zwischen neuem Partner und Kind(ern) nicht stimmt.
Wie sollte ich mir das vorstellen?

Wenn alle friedlich sind, läuft es gut, wenn Konflikte mal da sind, wie es immer passieren kann, gerade bei Scheidungsehen mit anderen Hintergründen, dann hat Mann mit der Sache nichts mehr zu tun und nimmt die Position ein: Dein Kind - meine Ruhe???

Natürlich möchte ich Dir hiermit keinen Vorwurf machen, schließlich kann das ja von euch beiden von Beginn an so vereinbart sein. - Dann müsstest Du aber auch dort und nicht hier eine Lösung dafür suchen und es ggf. komplett Deiner Partnerin überlassen, ob und wie sie das in den Griff bekommt. Diese "Halbschwanger-Geschichten" führen nämlich immer zu einem faden Beigeschmack.
 
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  • #8
Also meine Kinder haben solche Allüren nicht an den Tag gelegt. Warum? Weil ich Grenzen gesetzt habe. Hier hat Deine Freundin dringenden Nachholebedarf. Mit 18 die Kindererziehung zu beginnen, ist natürlich etwas sehr spät.

Wenn der Sohn jünger wäre, würde ich das Buch "Kinder brauchen Grenzen" empfehlen. Aber wenn man bei einem Erwachsenen noch nicht mal die Grundlagen gelegt hat, ist das natürlich tragisch.

Du selbst kannst da nicht viel machen. Du kannst zeigen, daß Du auf ihrer Seite stehst. Da hätte ich auch keinerlei Hemmungen. Aber handeln - das muß sie selbst. Und eigentlich ist es dafür schon viel zu spät.

M 49
 
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Gast

  • #9
Konflikte und Meinungsverschiedenheiten gibt es immer und überall, aber Respektlosigkeit darf es nicht geben.
Diesen einzufordern ist aber Aufgabe Deiner Freundin. Du kanst ihr nur den Rücken stärken und für sie da sein. Das ist schon viel!
 
  • #10
In den USA lernen die Schüler bereits mit 13 oder 14 Jahren in der Schule, wie schwierig und teuer das Leben "auf eigenen Füßen" sein kann. So richtig als eigenes Schulfach über mehrere Monate lang.

Mit Theorie und simulierter Praxis. Mit einem Haushaltsplan: Soviel Einkommen contra solche Ausgaben und Kosten.

Auf gleiche Weise lernen sie auch, wie es ist, wenn man Familie mit Kinder hat.
Da müssen sogar Jungs als Hausaufgabe nachmittags Kinderwagen schieben (ggf. mit Roboter-Puppe, die schreit und nervt wie ein Baby)
15 % der Schüler geben danach ihren Kinderwunsch auf.

Solchen wichtigen Unterricht vermisse ich an deutschen Schulen.
Und die Schüler/Kinder genießen weiter "Hotel Mama"
...einer Frau (46), die alleinerziehend mit einem fast 18- jährigen Sohn zusammen lebt. Fakt ist, dass sie alles für ihn tut. Wäsche waschen, kochen, zur Arbeit fahren, putzen, einkaufen usw. .
Da ist die Mutter selber schuld daran. Wenn sie das alles für ihn tut, anstatt ihn besser zu erziehen, und in die Hausarbeit einzubinden.

Man kann bereits 12-jährige zur angemessenen Mithilfe im Haushalt einsetzen.
Und von einem 18-j. erwarte ich viel mehr Selbständigkeit. z.B. daß er selbständig (für die Familie) mit hilft beim einkaufen, kochen, Wäsche waschen, staubsaugen, usw.
(Ich (m) hatte bereits mit 15 J. Koch- und Hauswirtschaftsunterricht in der Schule)

Man könnte gemeinsam zum einkaufen fahren, und die Einkaufsliste aufteilen.
Jeder sucht und holt die Waren, auf seinem Zettel. Treffpunkt: Kasse.
Kochen (zumindest am Wochenende) Jeder bekommt seine Aufgaben, als Anteil am kochen.
(z.B. Gemüse zubereiten)
Wäsche waschen: z.B. vorsortieren helfen. Beim Wäsche aufhängen helfen. Die getrocknete Wäsche falten und sortieren.

Denn Kinder und Jugendliche haben dabei auch Erfolgserlebnisse, und erleben Anerkennung und Wertschätzung für ihren Beitrag dabei. Wer als Eltern seinen Kindern dies aber nicht vermittelt,
braucht sich nicht wundern, wenn sie dann kein Interesse dafür haben.

Ich würde diesen 18-j. Jungen an seiner Ehre packen.
Ihm darstellen, wie erbärmlich und peinlich es ist, daß er mit 18 J. immer noch nicht so selbständig ist. Sondern wie ein Kind versorgt werden muß.

Und das er später bei der Partnersuche Abstriche machen muß. Denn welche Frau will so ein unselbständiges "Kind" ?
(Und sei es nur, um psychologisch auf diesen Jungen zu wirken)

(m,53)
 
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  • #11
Hallo FS,

deine Freundin hat sich nicht von ihrem Sohn abgenabelt - was willst DU da machen.

Diese Frau ist erwachsen und sollte ihr eigenes Leben - und dazu solltest du auch gehören - in die Hand genommen haben.

Diese Frauen heulen sich bei ihren Partnern aus, nehmen die Hilfe in Anspruch die gerade praktisch und brauchbar ist und wenn du diesen Ansprüchen nicht mehr gerecht wirst, wird es der nächste sein. Die Armen kleinen Weibchen die beschützt werden müssen.
DU hast dir diese Frau ausgesucht.
DAS ist die Kehrseite - für wahrscheinlich gutes Essen, gebügelte Wäsche und nicht im Haushalt mit anpacken müssen.

Genieß es oder lass es - ABER - sei sehr vorsichtig bei Kinderangelegenheiten.

Suche lieber das Gespräch mit dem Sohn und mache ihm ne eigene Wohnung schmackhaft, dann hast die Frau für dich allein zur Verfügung.

Ich unterstelle: DU lässt dich genauso verwöhnen wie es der Sohn macht - die Kinder gehen nun mal vor! - Und sollte ich hier falsch liegen - Tschuldigung.

w46
 
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  • #12
Wenn der Weg zur eigenen Arbeit auf dem Weg zur Arbeit des Sohnes liegt, so ist das kein Problem, dass man sein Kind mitnimmt. Führerschein, 2. Auto plus Nebenkosten sind sehr teuer - und was man sich als "Freiheit" erkauft, ist in Wahrheit nur eine Abhängigkeit vom Auto - plus regelmäßige Zahlungen an die Werkstatt, wenn man es genau nimmt.

Aber eine Stunde im Auto rumsitzen? Wie wäre es, wenn sich der junge Mann um eine Fahrgemeinschaft bemüht? Oder sich eine Monatskarte kauft? Oder zur Arbeit radelt? Oder einen Mofaführerschein macht (viel billiger) und mit Mofa oder Roller fährt?

Lieber FS, solche Auseinandersetzungen kommen immer mal wieder in allen Familien vor, mach Dir darüber keine Gedanken. Man muss auch nicht immer alles ausdiskutieren, evtl. haben Mutter und Sohn einen unsichtbaren Schlußstrich gezogen und machen im Alltag weiter, während es in Dir noch nachklingt...
 
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  • #13
Ich kann Mütter nicht verstehen, die ihr Frausein und ihre eigenen Bedürfnisse vergessen. Hier ging in der Erziehung einiges schief. Deine Partnerin versucht sich sich mit ihren Aktionen die Zuneigung des Sohnes zu erkaufen. Familiäre Liebe und Wertschätzung sieht für mich anders aus.

Der Sohn drohte ihr mit 18 aus der Wohnung auszuziehen und sie von seiner bevorstehenden Geburtstagsfeier im März nächsten Jahres auszuschließen.
Wunderbar! Etwas Besseres kann ihr gar nicht passieren. Mich würde das nicht schrecken.
Es ist an der Zeit Härte zu zeigen und klare Grenzen zu setzen. Bei einem fast 18-jährigen Mann reichlich spät wie ich finde. Sie muss aktiv werden und sehr konsequent bleiben. Widerstand ist garantiert. Aber nur so gehts.

Du bist nicht der Vater, stimmt. Aber du bist ein Mann und kannst "von Mann zu Mann" deutlich sagen, wie bescheuert du sein Verhalten findest und fragen ob er sich nicht schämt. Dich muss und wird er sowieso nicht lieben, also kannst du dir das leisten.
Frag deine Partnerin auch, wie lange sie vorhat ihren erwachsenen Sohn wie ein Kleinkind zu betüdeln und entscheide dann, was du tust.
 
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  • #14
So verhalten sich doch alle erwachsenen Kinder, die raus möchten! Er ist 18, warum darf er nicht ausziehen? Führerschein machen? Arbeiten gehen? Ich finde, sein Verhalten reflektiert das Verhalten der Mutter. Sie umtätschelt ihn, will ihn aber nicht gehen lassen.
Immer das selbe Spiel mit Muttersöhnchen und Prinzessinnen!

Du solltest mal die Frau antreiben, dass sie sich vom Sohn abnabelt. Der Sohn soll sich für den Führerschein anmelden, sich einen Nebenjob suchen, bewerben, mal Wohnungsanzeigen durchgehen. Er hat das nicht gelernt. Wie auch? Übernimmt die Mutter das für ihn? Wohl kaum!

Dein Sohn wohnt daheim, er hat alles Recht der Welt, anzufragen, ob man ihn abholt oder wo hinbringt. Die meisten Eltern springen da ohne Kompromisse! Will man das nicht, dann schmeißt man sein Kind raus.
Warum redet die Mutter jetzt wochenlang nichts mit dem Sohn? Der Sohn zeigt mit seinem Verhalten, dass er genug hat und raus will. Fertig, basta. Was gibt es da nicht zu verstehen?
Ihr könnt ihn rauskicken und unterstützen. Paar Zeitungen in die Hand drücken für Stellenanzeigen, erste Miete übernehmen, damit er erste Schritte in sein eigenes Leben lernt. Wenn nicht jetzt, dann wird das nie was!
 
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Gast

  • #15
Ja, du sollst ihn mit einem fröhlichen Hallo begrüßen. Wenn du ihm Wertschätzung und Respekt entgegenbringst, hast du gute Chancen, dass er das dir gegenüber auch macht. Rede mit deiner Frau allein mal über eure Beziehung, nicht nur immer meckern über den Heranwachsenden. Frage deine Frau, ob sie dir irgendwie helfen kann, wie du eine gute Beziehung zu ihm aufbaust. Er ist noch in der Spätpubertät und bis ca. 23-24 Jahre in der schwierigsten Phase seines jungen Lebens.
Erwachsensein beginnt nur auf dem Papier mit 18, nicht aber von der Entwicklung her.
 
  • #16
es ist ihr Sohn. Sie muss es später ausbaden, wenn der Sohn kein selbstbestimmtes Leben führen kann. Du ziehst dir da Schuhe an, die nicht für dich gemacht worden sind.

Die Frau ist erwachsen und für ihr Leben verantwortlich. Du brauchst nicht den weissen Ritter
spielen, der sie rettet. Am Ende bist du der Buhmann, weil die Bindung zum Sohnemann dann doch
stärker ist.