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  • #1

An Beziehungen arbeiten oder eine suchen wo alles passt?

Ich (w 40) glaube ich bin in meiner Beziehung in einer Art Teufelskreis gefangen. Die Kommunikationsexperten im Forum kennen vielleicht den Ausdruck der "Interpunktion", also wenn einer etwas tun und der andere sich daraufhin zurückieht, wobei der eine nur deshalb dies tut WEIL der andere sich eben zurückzieht usw. - es ist eine Spirale, die es zu unterbrechen gilt.
In dieser sehr mühsamen Situation weiß ich mir momentan keinen Rat. Natürlich wird man in langjährigen Beziehungen versuchen das zu lösen, es steht zuviel auf dem Spiel.

Ich frage mich jedoch auch, ob man generell versuchen soll schon solche in der Anfangsphase auftauchende Probleme zu bearbeiten und sich "zusammenzuraufen" oder ob es eher Sinn macht so eine Beziehung zu lassen und eine zu suchen wo es einfach von vornherein rundum passt. Manchmal fällt die Liebe leider hin, wo Reibereien vorhersehbar sind.
Ich habe gelesen, dass wir am Partner lernen. Da wäre zuviel Harmonie doch zu einfach? Mir persönlich wäre mehr Harmonie derzeit viel lieber.

Wie ist das bei euch gewesen und wie sehr ihr das?
 
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  • #2
Es wird NIE ALLES rundum passen.
Die Basis muss passen und DAS ist schon schwierig genug...
 
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  • #3
Deine E-Mail ist ziemlich vage, weswegen es schwierig ist eine Einschätzung zu treffen.

Ich denke ein gutes Gefühl für den neuen Partner ist sehr wichtig, außerdem muss es möglich sein über unterschiedliche Ansichten reden zu können und im besten Fall Kompromisse zu finden.
Wenn es von Anfang an regelmäßig Stress gibt und Kommunikation nicht drin ist, halte ich es für besser das Ganze rechtzeitig abzubrechen und nach einem Menschen zu suchen, der kompatibler ist.
Gelegentliche Streitigkeiten sind am Anfang wohl normal, man muss sich ja erst mal kennen lernen, Grenzen des anderen abchecken etc. Spätestens nach einem halben Jahr sollte sich die Beziehung auf jeden Fall größtenteils auf einem harmonischen Level bewegen.
 
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  • #4
Also bei mir war es so, dass ich vor guten vier Jahren eine Beziehung anfing, die auch schon ziemlich früh ins Stolpern kam. Das wurde mit der Zeit "schlimmer", da man sich immer besser kennenlernte. Wir haben beschlossen zu arbeiten und haben dementsprechend einen arbeitsintensiven Weg zurück gelegt. Dennoch sind wird nun an dem Punkt angekommen, an dem die Trennung wohl leider bevorsteht, da es einfach nicht passt. Ich denke, es schwierig, dass pauschal von vorneherein zu sagen. Nur weiss ich heute, dass ich NIE wieder eine Beziehung fortführen werde, bei der es einfach grds. Schon nicht stimmt. Ich denke, dass wird auch über die Zeit nicht besser und dann ist es besser, eine Beziehung zu "suche" bei der diese grds. Probleme nicht bestehen. Sind es jedoch "Kleinigkeiten", dann würde ich immer wieder ich reiben und wachsen wollen.
 
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  • #5
Ich (m, 41) kenne das und habe viel zu lange versucht, an der Beziehung zu arbeiten. Aus heutiger Sicht würde ich zum einen klar sagen, was ich nicht so gut finde und zum anderen mir ein Zeitlimit setzen.

In der Kindererziehung setzt man ja auf positive Verstärkung, also lobt was gut gemacht wurde. Ein Erwachsener Mensch ist aber nunmal kein Kind mehr. Ferner legen Kommunikationsexperten einem ja nahe (vor allem in Therapien) mit "Ich-Botschaften" zu arbeiten, also nicht sagen "du bist so doof, weil du nicht auf mich eingehst" sondern "Du, wenn du dich so und so verhältst, fühle ich mich nicht gut dabei" (überspitzt ausgedrückt).

Ich bin aber auch dagegen, sich selbst zu zensieren. Habe mich auch mal kurz mit der Freud´schen Psychoanalyse befasst, also speziell diesem "Es", "Ich" und "Über-ich".

Fazit für mich: Klare Ansagen machen, natürlich nett, vielleicht auch leicht scherzhaft, aber wenn man dauerhaft unglücklich ist, dann es lieber beenden. Das Leben ist zu kostbar für so ein "herumgehampele".
 
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  • #6
Eine Beziehung suchen, in der VIELES passt und an der arbeiten.
Beziehung, in der alles von vorne rein mit allem Drum und Dran passt, wird es wohl kaum geben bei den unterschiedlichen Lebensläufen und Individualitäten. Und wenns die gäbe, wären die Kandidaten wohl sehr rar gesät.
Beziehung in der zu wenig passt, wäre wohl eher Selbstaufopferung und "vor die Hunde gehen".
 
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  • #7
Hallo,

erst einmal:Ich bin seit einigen Jahren der Meinung, dass es keinen perfekten Partner gibt,
dieses romantische Denken habe ich mir nach einigen Partnerschaften und zwei Ehen abgewöhnt.
Ich habe vor ein paar Jahren damit begonnen, mich mit Psychologie zu beschäftigen,
mir sind nun die Zusammenhänge und Zusammenspiele in Beziehungen viel bewusster.
Ich habe vor zwei Jahren mit meinem Partner unter schwierigen Umständen begonnen,
aber durch mein Wissen um mich selbst und ihn, habe ich so manche Hürde nehmen können.
Ich liebe ihn bin zufrieden mit dem, was wir erreicht haben.
Es kommt natürlich sehr auf die Leidensfähigkeit der Beiden an,
und das Wissen darum, dass ich mit dem nächsten Mann, so wie auch in den vorigen Beziehungen,
immer wieder bestimmte Muster durchgehen würde.
Egal wie der Andere ist, es kommt auf das EIGENE Muster an, welches man meistens von Kimdheit an inne hat.
Einige meiner Partner waren sich ähnlich, andere wiederum gar nicht, aber die Probleme die aufkamen, haben immer wieder "gepasst".
Vielleicht ist es hilfreich, wenn Sie über vergangene Beziehungen nachdenken,
was die Probleme in diesen waren,wie sie gelöst wurden und auch, wie die Beziehungen letztendlich geendet haben.

Alles Gute,
falls es mit dieser Beziehung nicht klappt,
dann für die Zukunft !

<mod.>
 
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  • #8
Ich habe schon einige Beziehungen erfahren und weiß deshalb für mich, dass alle Beziehungsprobleme als Ursache schon gleich zu Beginn vorhanden sind, ohne dies jedoch wahr haben zu wollen, bzw. es zu merken, man glaubt oder man interpretiert aus vielen Gründen, dass man ja verliebt sei und dass deshalb alles anders wird, also besser. Pech gehabt, falls man nach bestimmter Zeit merkt, dass es so nicht mehr weiter gehen kann und dass die sog. Beziehungsarbeit mehr oder weniger gesellschaftlich gekünstelt oder schleichend antrainiert ist, nicht mehr und nicht weniger. Ich glaube früher Beziehungsarbeit geleistet zu haben, was es mir später dann doch nicht mehr wert war, da ich gefühlt habe, es ist nichts echtes. Seit 4 Jahren lebe ich in einer wunderbaren Beziehung, alles passt und gerade deshalb braucht es kein bisschen Beziehungsarbeit, die ich aus heutiger Sicht auch nicht mehr machen möchte, nach dem Motto: entweder es passt oder aber es passt halt nicht und wenn es nicht passt, so würde ich keine Beziehung mehr aufrecht halten wollen, es ist der größte Selbstbetrug, den man für sich selbst machen kann! Ich halte deshalb auch nichts von Beziehungstherapien etc., das braucht es nicht, wenn es nicht passt, dann brauch ich keine andere Person, als nur mich selbst. Die allermeisten Probleme, die ich hier lesen kann und die auch kompatibel für mein Umfeld sind, sind schon ganz zu Beginn als Ursache vorhanden und für mich zu erkennen. Die meisten Betroffenen nehmen aber darauf keine Rücksicht. Ich erkenne schon im Profil - ich über mich - wie derjenige tickt und inwieweit er seelisch und geistig zu mir passen könnte, bei späteren Mailkommunikationen und bei Telefonaten bekomme ich die Bestätigung und/oder weitere Impulse und Signale. Ich bin nicht für ein schnelles Treffen (1. Date) und lass mich nicht ausschließlich und primär nach dem Äußeren entscheiden. Erst kommt bei mir "innen" dann "außen", nicht umgekehrt. Natürlich falls mir ein Mensch von innen sympathisch ist, jedoch von der Optik nicht, wird es zu keinem Treffen kommen, dennoch gehe ich ganz bewusst und empfehle diesen Weg. Genauso bin ich meinem Glück begegnet! m/45
 
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  • #9
Fragesteller, es gibt Theorien der Kommunikation und Statistiken wann eine Partnerschaft passt und wann nicht. Mit Deiner Frage eröffnest Du eine Kommunikation in dieser Richtung. Aber dann schreibst Du, dass Du etwas wissen willst nämlich: soll ich meine derzeitige in der Entstehung begriffene Partnerschaft weiterführen. Es gibt nämich folgende Punkte die mich irritieren.
ABER - Du erwähnst keinen dieser Punkte. Damit kann das Forum nichts zur Lösung Deiner Frage beitragen.
 
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  • #10
Wenn eine Beziehung schon zu Anfang so holperig startet, dann würde ich sagen, lasse es bleiben.
Denn Kompromisse schließen und sich zusammenraufen muss man noch früh genug. Erst einmal sollten die Schmetterlinge flattern und Harmonie vorherrschen.
 
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  • #11
ob man generell versuchen soll schon solche in der Anfangsphase auftauchende Probleme zu bearbeiten und sich "zusammenzuraufen" oder ob es eher Sinn macht so eine Beziehung zu lassen und eine zu suchen wo es einfach von vornherein rundum passt.

Wie wäre es, wenn man zuallererst einmal versucht, miteinander zu reden?

Diese sich selbst verstärkenden Rückzüge kenne ich auch: ich merke, daß sie irgendein Problem mit mir hat, und schalte einen Gang herunter. Tatsächlich hat sie aber ein Problem mit eben diesem Herunterschalten, weil sie ja nicht weiß, daß es eine Reaktion auf ihr eigenes Verhalten ist.

Man sollte, statt sein Verhalten anzupassen, also lieber Fragen stellen.
 
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  • #12
Wenn schon am Anfang Probleme auftauchen ist der Wurm drin. Würde ich sofort beenden.
 
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  • #13
" Da wo alles passt " zu erwarten heisst doch : nicht an einer Beziehung arbeiten zu wollen sondern alles auf dem Silbertablett serviert zu bekommen. Wer seine Partnerin, seinen Partner liebt lässt nichts schleifen oder überlässt es dem Zufall. So etwas kennzeichnet die Mentalität eines labilen Schnorrers.
 
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  • #14
Liebe(r) FS


solange gute Vibrationen vom anderen kommen und du sie auch erwiderst solltet ihr euch zusammenraufen, ja.

Wenn allerdings einer immer Gründe findet warum es jetzt wieder nicht so recht passt hast du bald Klarheit dass einer der beiden gar nicht so richtig will.

Da du niemanden zwingen willst mit dir die Zeit zu verbringen würde ich dann, nach ein grundsätzliche Klärungen, den Rückzug antreten.
 
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  • #15
Liebe FS

Wenn sich voneinander entfernen kann, kann man auch wieder aufeinander zugehen..

Es gibt keine Beziehungen zwischen Mann und Frau wo alles am Anfang passt..

Nicht mit aller verliebheit und hormonausstössen die es gibt.. Es gibt nur Menschen die können das wunderbar nach aussen hin so tun als ob.

"AUCH ANDERE HABEN PROBLEME"

Wer uns solche Thesen hier immer wieder in Frage stellt sind die Schöngeister die dann ´kommen uns sagen "ja, aber ich kenne ein Paar da hat alles von vornherein gepasst..oder ich hab meine Traumfrau gefunden....etc...

Das ist ungefähr so als würde man sagen: Ich kenne einen der ist von einer 10 Meter Brücke gesprungen und hat es überlebt..Die anderen 1000 jedoch ....

Diese "Idealvorstellungen" sidn kein Maßstab.

m
 
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  • #16
Liebe FS

ich suche nicht Mr. Perfect. Wir können auch einen Pas de Deux hinlegen und ich überlasse ihm auch mal die Führung sofern er begründen kann was er mit uns vor hat.

Ich hatte einen Bewerber, der such im Ernst die Frau die sich perfekt in seine Infrastruktur und seinen getimten Alltag einfügt.

Ungefähr 1 Paar von 10,000 ist so richtig happy miteinander. Es sind die Paare die sich gegenseitig nicht aufgegeben haben wenn es mal schwierig wurde.

Wenn jemand alles easy haben will dann hat er offenbar nicht viel Stärke in sich.
 
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