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  • #1

An die Akademiker: Würdet ihr auch mit einem Nicht-Akademiker etwas anfangen?

Ich (w28) habe kürzlich sehr nette Post von einem Mann bekommen. Er hat zwar einen guten Beruf in einer verantwortungsvollen Position, aber gleichwohl nur einen Realschulabschluss. Ich habe studiert und konnte mir eigentlich nicht vorstellen, mit einem nicht-studierten Mann etwas anzufangen, ganz einfach weil mir dieses intellektuelle Ungleichgewicht merkwürdig vorkommt. Ich habe Jura studiert. Als ich ihm das erzählt habe, war er in seiner Antwort darauf richtig ehrfürchtig, was mir eher unangenehm war (so toll ist Jura ja auch nicht...). Trotzdem mag ich ihn eigentlich sehr... Was sagt ihr dazu? Ich habe auch bisher den Eindruck, dass männliche Akademiker mit einem unterschiedlichen Bildungsniveau in der Beziehung eher umgehen können als weibliche. Könnt ihr das bestätigen?
 
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  • #2
Sagen wir es mal so - oder drehen wir die Sache um. Ehrlich, wenn die Frau auf dem Boden geblieben ist und nicht abgehoben ist - jederzeit, ich bin nämlich nicht Akademiker. Abgesehen davon ist eine Art Vorverurteilung an alle Nicht-Akademiker, denn auch solche können ein sehr hohes Bildungsniveau aufweisen.
 
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  • #3
Es kommt ganz darauf an wie Ihr beide mit dieser Sache umgeht! ich kenne eine Ärztin die mit einem Zimmermann seit 15 Jahren glücklich verheiratet ist.
Die Beziehung muss in meinen Augen jedoch auf Augenhöhe geführt werden, d.h. er sollte sich in keiner Form "minderwertig" fühlen, den dies würde sich sehr negativ auswirken.
Ich finde wichtig das jeder Part seine Stärken in einer Beziehung ausleben und zeigen kann! Man sollte sich ergänzen.
Lächel:) ich finde einen Schulabschluss nicht sehr aussagekräftig, ich z.B. habe ein abi mit 1,2 und sehr viele Schwächen!!! was den Umgang mit dem Leben angeht! w29
 
  • #4
Liebe Fragestellerin! Das Phänomen ist weitbekannt und wird als "Pyramidenproblem" bezeichnet. Männer daten vorwiegend horizontal oder abwärts bezüglich Bildungsniveau, Status und Verdienst, während Frauen vorwiegend horizontal oder aufwärts daten. Sowohl das natürliche biologische Empfinden als auch die gesellschaftliche Akzeptanz entspricht dieser Vorgehensweise.

Das allbekannte Beispiel dazu ist "Oberarzt mit Krankenschwester" finden alle OK, wenn sie hübsch, nett und pfiffig ist, aber "Oberärztin mit Pfleger" kann keiner ernst nehmen, bestenfalls ist es eine Affäre ("hat sie einen Stecher"), aber niemals eine dauerhafte Partnerschaft. Was immer man dazu selbst meint, so sind die gesellschaftlichen und biologischen Fakten.

Es ist daher völlig normal und gesund, dass eine Juristin einen Realschulabsolventen eher nicht in betracht zieht. Gewiss gibt es AUSNAHMEN, in denen so ein Kandidat aufgrund widriger Umstände nicht weitergekommen ist, aber eigentlich doch intelligent und gebildet ist, aber die überwältigende Mehrheit von Realschulabsolventen hat einer Akademikerin nicht im Ansatz genug zu bieten, wenn es um Intelligenz, Bildung, Wissen, aber auch Niveau, Status und soziale Akzeptanz zu tun hat.

Ich kenne einige wenige Ausnahmen von Handwerksmeistern, die wirklich intelligente, selbständige Männer sind und mit denen eine Partnerschaft theoretisch in Ordnung wäre. Sie haben aber alle auch Abitur gemacht, leiten eigene Firmen und hätten sicherlich das Potential für ein Studium gehabt, haben aber das selbstständige Handwerk vorgezogen. Ich habe noch keinen Realschulabsolventen kennengelernt, der als Partner für mich in Frage kommen würde. Da ist der Abstand dann doch einfach zu groß.

Umgekehrt scheinen Männer dies in der Tat weniger streng zu sehen, obwohl auch heutzutage dort kaum noch ein Akademiker eine Frau ohne Abitur nimmt. Das Abitur ist ja auch schon inflationär und wer nicht einmal das schafft... ne, also das geht gar nicht heutzutage. Da war es in der Generation unserer Eltern noch anders, weil der Schulabschluss noch viel mehr mit Möglichkeiten und Förderung zu tun hatte als heute. Männer daten abwärts, aber so tief nun auch wieder nicht.

Mein Rat: Mach Dir nichts vor, es wird nicht klappen. Intelligenz, Bildung und Wissen müssen einfach stimmen und wenn er jetzt schon voller Hochachtung von Dir spricht, ist das das völlig falsche Verhältnis in einer Partnerschaft. Viele Frauen reden sich heute ein, besonder politisch-korrekt sein zu müssen und dazu gehört auch, solche regelrechten Niveauschranken tapfer zu ignorieren -- das ist aber in Wahrheit aussichtlos und auch nicht empfehlenswert.
 
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  • #5
Ich finde auch das @1 dies sehr radikal formuliert, es gibt durchaus Menschen, die ohne Studium wesentlich reifer und intelligenter rüberkommen als manche Akademiker. Der Abschluss sagt doch nicht viel über das Niveau, alles andere sind einfach nur Vorurteile.
 
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  • #6
Die FS verbindet Intelligenz mit der Tatsache ob jemand studiert hat oder nicht...
das alleine ist aus meiner Sicht schon ein Fehler!!

Ich kenne einige Leute, die studiert haben und strohdumm sind (Auswendiglernen kann jeder) oder nicht studiert haben und "street-smarts" oder Bauernschläue besitzen...das lässt sich nicht am Studium festmachen...

Natürlich sollte man mit jemand diskutieren können und eine Diskussion sollte aufrecht gehalten werden können; liebe FS es kann aber sein, dass das nicht-studierte genausogut oder noch besser können als Studierte.
 
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  • #7
Die 2 Fragen die sich mir hier stellen sind:

1. geht es um den Menschen und starke Zuneigung mit dem Potential zur Verliebtheit / Liebe?
2. geht es um das, was der Mensch nach außen hin verkörpert um deinen persönlichen Wert in der Außenwelt zu erhöhen (Außenwirkung)?

Antwort:

zu 1.
genieße die gemeinsame Zeit mit ihm und sieh seine Bewunderung als Kompliment denn so ein Studium ist allgemein bekannt nicht leicht. Erkenne seinen Beruf an denn auch er wird nichts geschenkt bekommen haben. Darüber hinaus sagt der Abschluss an sich noch nicht viel über den Menschen aus und Bildung ist nicht gleichzusetzen mit emotionaler Intelligenz. Es ist anzunehmen dass er beides hat. Muss man um das zu beweisen studiert haben?

zu 2.
Er wird deinen Ansprüchen bzgl. Außenwirkung nicht gerecht werden können und mitunter auch nicht wollen. Jeder Mensch möchte auch seines Selbst wegen geliebt werden. Dieses Gefühl kannst du ihm nicht geben wenn sein gesellschaftlicher Status dir nicht genügt und über kurz oder lang wird die Beziehung scheitern.

Im Grunde genommen ist das sogar eine Frage des Selbstwerts. Habe ich genug davon, oder muss mein (zukünftiger) Partner es noch aufpolieren.

w32
 
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  • #8
Versuch macht kluch. Akademiker oder nicht, sagt wenig darüber aus, wie ihr miteinander auskommen könnt. Wenn es dich nicht stört, wäre es einen Versuch wert. Ich seh als Mann, das Problem eher dahingehend, dass er sich dir unterlegen fühlt und dann kann es wirklich eklig werden, insbesondere dann wenn Konflikte auftreten.
 
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  • #9
Ich hatte mal einen Kollegen, von dem die, die ihn nicht näher kannten, meinten, er wäre Dipl. Ing.
Selten habe ich einen Menschen kennengelernt, der so gebildet und belesen war, der nicht nur in seinem Fach supergut Bescheid weiss, sondern eine Allgemeinbildung hat, um die ich, Hochschulabsolventin mit akademischem Titel, ihn beneide.

Er hat Hauptschulabschluss, was alle, die es erfahren, in Erstaunen versetzt. Er hat seine Eltern früh verloren und ist bei den Großeltern aufgewachsen, die schon relativ betagt waren und wollten, dass er die Hauptschule abschließt und anschließend eine Lehre macht, um frühzeitig auf eigenen Beinen zu stehen, da die Großeltern nicht wussten, ob sie noch lange würden für ihn sorgen können.

Er hat dann später autodidaktisch seinen Bildungshorizont ganz erstaunlich erweitert. Sowas bewundere ich sehr! Sein Weg war viel schwerer als meiner, die ich aus einer bildungsbürgerlichen Familie komme und der alle Türen offen standen.

Aber: das ist eine der ganz seltenen Ausnahmen! Ich persönlich könnte mir schwer vorstellen, mit einem Mann eine Partnerschaft einzugehen, der nicht studiert hat - bis auf die wenigen Ausnahmen, die es gibt. Wenn du, liebe FS, schreibst, dass er "ehrfürchtig" reagiert hat, kommen mir die größten Bedenken. Mein damaliger Kollege, von dem ich erzählt habe, hatte jedenfalls keine unangebrachte Ehrfurcht vor Akademikerinnen - er hat es auch überhaupt nicht nötig.

Ich fürchte, mit diesem Mann, so nett er auch sein mag, kannst du keine dauerhafte und glückliche Partnerschaft führen.
 
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  • #10
FS

Suche Dir doch ganz einfach einen Akademiker!

Du magst ihn, obwohl er "nur" einen Realschulabschluss hat, aber in leitender Position ist!

Wie er da wohl hingekommen ist?

Das schreibt eine, die auch nur Realabschluss hat, aber nur mit Akademikern zusammenarbeitet, keinerlei Komplexe hat, wiel IQ und EQ stimmen.

So what?
 
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  • #11
Da wäre ich auch eher skeptisch. Ich hatte lange die Einstellung, dass man einen potentiellen Partner nach dem Charakter und nicht nach dem Schul- bzw. Berufsabschluss beurteilen sollte, habe dann aber selbst die Erfahrung gemacht, dass Partnerschaften mit großem Bildungsunterschied nicht gut gehen.

Ich (weiblich) habe ein Universitäts-Diplom, Männer die "nur" Realschulabschluss haben, müssen nicht weniger intelligent sein als ich, sie sind aber in der Regel weniger gebildet und interessiert, was dann meist in der gemeinsamen Freizeitgestaltung zu Problemen führt. Ein Mann, der sich nur für Fußball, Kino oder Disco interessiert, der noch nie im Museum war, der zu kulturellen Veranstaltungen nicht mitgehen möchte, so dass ich eine Freundin fragen muss, der ist nichts für mich. Meiner Erfahrung nach will so ein Mann den Urlaub in Spanien am Strand verbringen, während ich eine Städtereise mit viel Kultur buchen will. So was geht auf Dauer nicht gut.

Darüber hinaus habe ich erlebt, dass Männer mit niedrigerem Abschluss als ich, mir nach einiger Zeit neidisch waren. Es fängt an, wie du berichtest. Am Anfang gibt es Komplimente, sogar ehrfurchtsvolle Bemerkungen. Irgendwann kriegt der Mann aber einen Komplex, weil er sich neben dir klein fühlt und macht spitze Bemerkungen, wenn du beruflich erfolgreicher bist als er oder im Urlaub besser Englisch sprichst. Bei mir war es so, dass man irgendwann permanent versucht hat, mich "klein" zu halten. Da ich das nicht nötig habe, steht mein Entschluss fest, dass für mich ein Mann mit einem niedrigeren Bildungsabschluss nicht mehr in Frage kommt.
 
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  • #12
FS,
Relativ komisch an der Sache ist, wie du deine Frage formuliert hast.
Er hat "nur" einen Realschulabschluß, ich hingegen habe studiert. Ich glaube kaum, das es die richtige Grundlage für eine gute, dauerhafte Beziehung darstellt, da man sich doch in Augenhöhe begegnen soll.
Ich finde Du solltest Dir auch einen Akademiker suchen, dann würden solcherlei Fragen hier nicht gestellt werden müssen.

Meine Meinung m, 53
 
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  • #13
Hallo,

vielleicht sollte "Frau" aber doch lieber mal darauf achten, in welcher Position der "Realschüler" gelandet ist, oder natürlich auch, welchen Lebensstandard er lebt.

Männer haben meistens eigentlich doch nur ein Problem damit, wenn die Partnerin "mehr" verdient.

Pauschal lässt sich bestimmt nicht sagen, daß ein Gespräch mit studierten Menschen immer besser ist.

Mein Lebensgefährte ist wahrscheinlich so schlau, wie Einstein es mal war. Aber im normalen Leben total verloren. Es fehlt einfach die Sozialkompetenz.

Das ist für mich der wichtigste Aspekt!!!!

By the way: Wie erfolgreich bist Du denn als Anwältin???

Wenn Du Dich mit ihm wohl fühlst, genieße doch einfach die Zeit.
 
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  • #14
Liebe FSin,

30 Jahre habe ich mit einer Frau (HSA - Humboldt-Uni) eine Ehe geführt und dabei selbst nicht studiert. Bei Männern platzt der Knoten manchmal sehr spät und das Leben nimmt seinen Lauf. So war es bei mir auch. Dennoch habe ich seit einigen Jahren eine eigene Firma und bin recht erfolgreich und angesehen damit. Ganz klar, fachlich habe ich ihr (Sonderpädagogin) nie das Wasser reichen können, was Allgemeinbildung, Sozialkompetenz, Sprachen und Fachwissen in meinem Beruf betrifft, kann (konnte) ich das schon.

Die hier häufig vorgetragen und nachgeplapperten felsenfesten Überzeugungen und Standpunkte würde ich für mich nicht als allgemeingültig ansehen. Oft schon habe ich Erfahrungen gemacht, dass so vorgefasste Meinungen auch voll danebenliegen können (eigene selbstkritische Reflektionen auf Eindrücke aus wenigen Augenblicken). Es sind die berühmten Ausnahmen von der Regel, die die Allgemeingültigkeit ins Wanken bringen. So ist das im Leben, eben nicht schwarz-weiß.

Allerdings muss ich einschränkend bemerken, dass ich Akademiker-Kind bin und aus beruflicher Erfordernis ständig mit HSA zusammenarbeite und dabei mit Doktoren und Professoren auf Du und Du bin und wir uns auf fachlicher Ebene und privat austauschen und gegenseitig besuchen.

Die Ehe zerbrach schließlich, weil in einer kritischen Situation ein anderer Mann in ihr Leben trat der ihr Sachen geboten hat, die ich nicht vorweisen konnte. Dieser Mann ist 10 Jahre jünger und auch kein HSA.

Letztlich musst Du entscheiden ob es passt oder nicht. Unternehmt mal was zusammen, seid ein paar Tage zusammen und sieh dann einfach weiter.
Viel Glück
 
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  • #15
Ich denke, du solltest die Finger von ihm lassen. Er kann dir aus deiner Sicht nicht mal das Wasser reichen.
Na ja, vielleicht suchst du wirklich besser einen Akademiker, bei dem du mehr Respekt haben kannst. Er hat nur Reallschule...und wie schon gesagt in Leitender Position? Ist er denn so dumm, dass er es soch so weit geschafft hat? Ich denke, dass sollte dir als Akademiker zeigen, was er drauf hat und dass er etwas aus sich gemacht hat.

Du würdest dich mit ihm schämen, weil sicher auch andere denken, sie hat so hoch studiert und nimmt einen Realschüler...
 
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  • #16
Die Frage ist doch nicht, was er studiert hat, sondern, was er im Kopf hat! Aber darüber sprichst du komischerweise gar nicht, sondern nur über eine rein formales Kriterium wie "studiert"/"nicht studiert". (Das ist übrigens nicht besonders klug.)
Sicherlich findet man überdurchschnittliche Intelligenz bei Studierten häufer, aber doch (zum Glück) nicht ausschließlich.
Also ich wäre sehr erfreut und beeindruckt, wenn ich jemanden kennenlernte, der nicht studiert hat, intellektuell aber trotzdem einiges auf dem Kasten hat.
An deiner Stelle würde ich erst einmal versuchen, den Mann ein wenig besser kennenzulernen, was für dich ja eine angenehme Vorstellung zu sein scheint, und dann weitersehen.
 
  • #17
Laß Dich bitte nicht davon abhalten. Ich (Akademikerin) kenne einige Männer, die entweder kein Abitur haben oder Nichtakademiker sind und trotzdem sehr intelligent sind. Umgekehrt sind mir schon einige Akademiker untergekommen, die wirklich strohdumm waren. Lern ihn kennen, unterhalte Dich mit ihm und entscheide dann.
 
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  • #18
Nein, käme für mich - ebenfalls Juristin, i.Ü. sogar aus einer "Nichtakademiker-Familie" (kenne zwangsläufig also beide "Welten") - nicht in Frage.

Ich brauche einen Mann, der ehrgeizig ist und es beruflich zu etwas gebracht hat; entsprechende Durststrecke inbegriffen. Das trifft auf ehem. Realschüler mit Ausbildungsberufen m.E. nur sehr bedingt zu. Der "Beruf" "leitende Position", o. noch besser "verantwortungsvolle Position" wäre mir auch zu breit gefächert, als dass er den "WOW-Effekt" auslösen könnte...

w29
 
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  • #19
Ich (Akademikerin) habe vor ein paar Wochen eine neue Partnerschaft gefunden. Er hat nicht studiert, ist aber beruflich erfolgreich. Allerdings muss ich sagen, dass er mir intelektuell bei weitem nicht das Wasser reichen kann. Es ist mir nur nicht so wichtig. Ich fühle mich wohl mit ihm, er ist sehr zärtlich und sexuell ist es auch sehr schön. Ob es mich irgendwann heftig stören wird, dass er mir was Allgemeinwissen und Ausdrucksweise betriftt stark unterlegen ist, kann ich jetzt nicht beantworten. Allerdings habe ich so viele gebildete und leider menschliche gesehen lieblose Männer kennengelernt, dass ich es mit diesem Mann auf jeden Fall weiter versuchen werde.
 
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  • #20
zu #17,

Entschuldige mal, wenn ich Deine Meinung dazu sehe bzw. lese, bestärkt es mich in meiner Meinung, weshalb ich von EP seit einiger Zeit weg bin und nur noch im Forum lese, weil ich sowieso eine Partnerin habe. Bin übrigens KEIN Akademiker, aber ein Verkaufsvollprofi m, 53 seit ca. 32 Jahren und unterwegs in 3 europäischen Ländern, dies nur zu Deiner Information.
 
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  • #21
Es gibt da einige bekannte Persönlichkeiten in der CH - ohne Uni-Abschluss. zB. Hr. Ospel ehem. CEO der UBS, Ex-Bundesrat Ogi, etc. Zudem gibt es unzählige sehr erfolgreiche Unternehmer ohne formale akademische Ausbildung. "Akademiker" ist bestimmt nicht das Mass aller Dinge!
 
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  • #22
Dieses Elitedenken ist erschreckend ... "er reicht mir intellektuel nicht das Wasser"
Wie oft sieht man Akademiker die eigentlich nur Fachidioten mit viel Einbildung sind mit einer überhöhten Meinung von sich selbst.

Es kommt drauf an dass man neben seiner Schul-Bildung hinaus auch noch Wissen und Weisheit sammelt. Was nützt ein HSA wenn der Mensch nicht über seinen Tellerrand sieht !
 
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  • #23
Die Problematik an solchen Diskussionen "Akademiker -Nichtakademiker" ist ein mangelndes Verständnis zwischen den beiden Gruppen. Nichtakademiker fühlen sich meist beleidigt, weil ihnen mangelnde Intelligenz und Bildung unterstellt wird. Die Crux ist, dass man sehr schlecht etwas beurteilen kann, was man gar nicht kennt.

Und das ist (ohne dass dies jetzt überheblich gemeint ist!) bei Nichtakademikern der Fall. Sie können mangels eigener Erfahrung nicht beurteilen, dass alleine die 3 Jahre mehr Schulzeit zwischen Realschulabschluss und Abitur einen erheblichen Zugewinn an Allgemein- und Fachwissen bringt, zumal das Gymnasium eine grössere Fächervielfalt bietet.
Auch die Denk- und Arbeitsweisen eines Universitätsstudiums, insbesondere, wenn wissenschaftlich gearbeitet wird (z.B. Promotion), eignen sich Absolventen einer Berufslehre kaum an. Ich denke z.B. an Fähigkeiten wie konkrete Situationen zu abstrahieren, logisch zu argumentieren, globale Zusammenhänge erkennen, mit Thesen arbeiten ect.
Andersherum sind Akademiker auch oft überfordert, wenn es darum geht, ohne grosse Denkumwege praktische Lösungen zu finden oder praktische Erfahrungen anderer zu nutzen. Daraus resultiert dann die Meinung, ein Akademiker könne noch nicht mal einen Nagel in die Wand schlagen.

Es wird in der Frage oben keinen Konsens geben, die FS kann nur ausprobieren, ob es funktioniert. Ich (m, Akademiker) habe mit nichtakademischen Partnerinnen übrigens ähnliche Erfahrungen gemacht, wie #10. Wenn die Phase des Anhimmelns vorbei ist, wird einem von ungebildeten Frauen oft vorgeworfen, man sei arrogant, überheblich oder würde sie als dumm abstempeln -nur weil Mann im Supermarkt binnen einiger Sekunden errechnen kann, dass die Grosspackung teurer ist, als die kleine Packung...
 
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  • #24
Stimme der Erfahrung von 10 zu. Die Entwicklung hat man nicht in der Hand und es verletzt einen sehr, ich habe es auch erlebt und finde es ätzend. Ich weiss, dass Akademiker nicht das Mass aller Dinge sind, aber ich lass mich auch nicht von einem Mann mit Komplex klein machen.
 
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  • #25
Guten Morgen,
als Ärztin schließe ich mich hier ganz eindeutig der Fraktion derer an, die für "Ausprobieren" plädieren.
Ich habe z.B. infolge meiner DDR- Sozialisierung nie die englische Sprache erlernt (hätte ich durchaus gekonnt, hatte aber seinerzeit Französisch gewählt). Da komme ich mir gelegentlich vor, wie geistig behindert und fange nun auf meine "ollen Tage" an, mir wenigstens einige Grundlagen anzueignen.
In dieser Frage hat mir jeder Hauptschüler jedenfalls alles voraus.
Wie hier schon mehrfach betont wurde, hängt Bildung keineswegs zwangsläufig mit einem akademischen Grad zusammen.
Im Übrigen werde ich bei den Profilen (mit Grund) eher skeptisch, wenn eine "Private Akademie" angegeben wird. Diesbezüglich habe ich (natürlich nur Einzelerfahrungen), recht schlichte Männer erleben dürfen.
(w 52)
 
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  • #26
Hallo FS,

ich frage mich - wie andere hier offenbar auch - was der Schulabschluss oder der "Akademikergrad" wohl mit Intelligenz zu tun hat.
Ich hab beides schon erlebt, war in einer Partnerschaft mit jemandem, der einen Hauptschulabschluss hatte, ein derart breit gefächertes Wissen über die Welt hatte dass ich "nur mit den Ohren schlackern" konnte etc.; und auch mit jemandem, der Abitur hatte und studierte.

Auch wenn ich meine Kommilitonen ansehe, muss ich einfach sagen, dass die Schulbildung in SEHR vielen Fällen bedauerlicherweise nichts damit zu tun hat, ob ich mich mit jemandem unterhalten kann - mit besagtem Hauptschulabsolventen kam es zu deutlich mehr "feurigen" Diskussionen über diverse Themen als mit einem Großteil der Studenten, da diese häufig auch so borniert und festgefahren sind und sich selbst für die Krone der Schöpfung halten, dass eine fruchtbare Diskussion oft nicht möglich ist. Zudem ist es anstrengend, mit Leuten zusammen zu sein, die bestimmte Dinge tun (best. Bücher lesen, in die Oper gehen...) nur weil das für sie ein Must-Have ist um ihren Intellektuellenstatus auszudrücken, leider nicht wegen ihres kulturellen Interesses...

Außerdem muss man bedenken, dass Akademiker leider immer noch häufig aus Akademikerfamilien kommen; durch die Studiengebühren und Elite-Universitäten wird sich das leider auch nicht verändern; d.h. ein hochintelligentes Kind aus einer Arbeiterfamilie wird weniger Chancen auf einen Hochschulabschluss haben als ein durchschnittlich intelligentes Kind aus einer Akademikerfamilie.
Das ist außerordentlich schade - was ich sagen will, ist, dass eben "schulische Bildung" NICHT gleichzusetzen ist mit "Allgemeinbildung" oder gar "Intelligenz"!

Aber wenn du gleich von Anfang an seinen Schulabschluss als Manko ansiehst - dann tu ihm das nicht an.
Wenn es für dich aber auch eine Möglichkeit wäre, über deinen Tellerrand hinaus zu blicken und einfach den dämlichen, aber manchmal wahren Satz "Wo die Liebe hinfällt" anzuwenden, dann wünsche ich euch viel Glück.

w25
 
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  • #27
Du bist gerade 28, liebe FS. Das heißt auch, dass du ziemlich frisch Juristin bist. Um dieses Alter ist man heutzutage gerade mal Dipl.-Juristin.

Denke eher, dass du das Problem hast und nicht er. Es ist durchaus ein alter Hut, dass Juristen gerne die Bodenhaftung verlieren! Juristin zu sein und sich von einem Nichtjuristen was sagen lassen zu müssen... Kämest du damit zu recht? Wie war es denn als Jura-Studentin mit Männern oder warst du da hauptsächlich auf dem Campus zugange?

Der nichtuniversitäre Lebensweg sagt nichts über die Intelligenz eines Menschen aus. Dies belegt nur, dass er in jungen Jahren das kompakte fachspezifische Wissen "noch" nicht hat(te). Jedem stehen darüber hinaus heute die Türen offen, einen akad. Abschluss nachzuholen. Im Berufsleben kommt es schlussendlich darauf an, was man daraus bzw. damit macht. D. h. auch, der Mensch steht im Vordergrund.

Du solltest also auf den Menschen Wert legen. Auf sein Geld bist du ja dann nicht angewiesen.

Gruß

(w)
 
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  • #28
Bin "Halbakademiker" (Berufslehre, FH, MBA in UK) und war über ein Jahr liiert mit einer Frau mit Berufslehre. Unsere Kommunikation war jedoch ziemlich langweilig resp. uninteressant; sie hat bedeutende weniger Allgemeinbildung, ist eher an Tagesaktualitäten und öden Fernsehsendungen interessiert, etc. Andererseits ist sie ein sehr liebevoller und feiner Mensch mit praktischen Fähigkeiten und auch eine engagierte, alleinerziehende Mutter. Haben uns vor einigen Wo getrennt - bin noch immer etwas traurig und es gibt Aspekte die ich sehr vermisse...

Fs, es gibt keinen Königsweg. Selber ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Nichtakademiker habe oft andere Stärken zB. bodenständig, praktisch, unkompliziert, etc.

m, 41
 
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  • #29
Wichtig sind zwei Dinge:
1) Wenn ihr Euch jetzt mögt, versucht es.
2) Die Zeit wird zeigen, wer von wem etwas in Eurer Beziehung lernen kann, also ob Ihr Euch gemeinsam weiterentwickelt oder nicht.
 
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  • #30
Unbedingt probieren ! Intelligenz hat oft nichts mit Bildung zu tun. Wenn Du Dich mit ihm wohlfühlst, gute Gespräche hast, Dinge unternehmen kannst, die Euch gefallen, der Sex stimmt, Dich nicht langweilst kannst Du getrost das Kriterium Akademiker oder nicht vergessen.

Ich (w, 44, studiert) lebe seit einem Jahr mit einem Mann zusammen, der einen handwerklichen Beruf ausübt und war noch nie so glücklich in einer Beziehung. Keiner meiner Ex kann ihm das Wasser reichen, obwohl sogar ein Uni-Professor darunter war.
 
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