• #1

An die Männer: Sucht ihr eine Beziehung und wenn ja, wieso?

Hier im Forum wird in letzter Zeit rege diskutiert, warum sich Männer anscheinend nicht binden wollen und ich würde dem Thema gern genauer nachgehen. Ist das wirklich so?
Liebe Männer: Sucht ihr eine Beziehung und wenn ja, was erhofft ihr euch? Was sind die Vor- und Nachteile von einer Beziehung aus eurer Sicht? Wenn ihr euch nicht binden wollt, was schwebt euch denn als Alternative vor?
Vielen Dank für ehrliche Antworten.
 
G

Ga_ui

  • #2
Das Meiste, was ich in letzter Zeit angetroffen habe, waren diese Typ Männer:

Männer, die sich früh auf ihre berufliche Karriere konzentriert haben und demzufolge auch keine Frau möchten, weil diese sie
a.) von ihren Zielen ablenken würde
b.) sie wissen, dass eine Frau Forderungen stellt, die man nicht erfüllen möchte
c.) eine Beziehung viele Einschränkungen und Zurückschraubungen bedeutet
d.) viele Frauen nervötend sind: jene, die noch zu jung, hippelg, quirlig, geistig nicht reif sind und gleichzeitig viele Forderungen an Nähe stellen, und jene, die schon älter sind und eher strenge Forderungen stellen wie in einer Mutter-Sohn-Beziehung.

Als Ausgleich haben diese Männer dafür viele platonische Bekanntschaften und enge Freunde.
 
  • #3
Wenn mann eine Beziehung sucht mit dem Ziel Ehe und Kinder kann das auch heißen daß sie das gerade nicht will sondern nur Sex.

Aus diesem Umstand lernt mann mit der Zeit bewußt und unbewußt - man begeistert sich nicht mehr und fragt sich "macht die Suche noch Sinn" und hinterfrägt das Beziehungsziel.

Irgendwann schaut man sich einfach nur noch um; wozu die Beziehung, die eh nicht zu finden ist - Schuld dran ist auch die Einstellung mancher Frauen. So verstehe ich die, die sagen "ich suche keine Beziehung mehr - wozu, Kinder will ich eh nicht - und die Suche kostet nur Nerven."

Aber das liegt dann oft nicht am Mann sondern dran daß Frau nur Sex sucht.
 
  • #4
Liebe Männer: Sucht ihr eine Beziehung und wenn ja, was erhofft ihr euch? Was sind die Vor- und Nachteile von einer Beziehung aus eurer Sicht? Wenn ihr euch nicht binden wollt, was schwebt euch denn als Alternative vor?
Bitte nicht „Beziehung” und „Bindung” in einen Topf werfen.

Deine Anfrage zeigt sehr deutlich das Problem: für eine Frau ist ein Mann, der keine „Beziehung” (im Sinne von Zusammenleben) will, jemand, der auch keine Bindung will, der seine Freiheit parallel auch mit anderen Frauen ausleben will. Stimmt aber nicht: ein Mann kann, auch ohne jede Minute seines Lebens an die Frau gefesselt zu verbringen, ein treuer und verläßlicher Partner sein. Genau genommen sogar ein verläßlicherer, weil nicht von wiederkehrenden Fluchtgedanken beseelter.

Eine Frau, die dem Mann zugesteht, sich seine eigenen Ziele zu stecken, an seine eigenen Grenzen zu gehen, statt immer nur dort stehen zu bleiben, wo es für die Frau nicht mehr weiter geht, will aber erst einmal gefunden werden.
 
  • #5
Eindeutig Jein.

Bevor hier das ganze Bashing wieder losgeht, sollst du (FS) mal eine ehrliche Antwort erhalten.

Ich hatte in meinem Leben bisher sechs, langjährige Beziehungen, die unteranderem an meinem Freiheitsdrang gescheitert sind.
Irgendwie dachte ich immer, es würde noch eine Bessere kommen.

Inzwischen bin ich schon solange allein, das ich es mir sehr schwer vorstellen kann,nochmal eine "richtige" Beziehung zu führen.
Es überwiegen einfach die Nachteile.

Jeder Mensch möchte doch in Wahrheit genau das machen, wozu er gerade Lust und Laune hat.
Ohne Einschränkung und Nörgelei.

Und genau das geht nunmal nicht, wenn man in einer Beziehung ist.
Ohne Kompromisse geht hier garnichts.
Das sollte meiner Meinung nach aber auch so sein.

Männer, die wie ich denken, sollten die Finger von Beziehungen lassen.
Sie machen die Frauen und sich selbst damit unglücklich.

Nach dem ganzen negativen Kram will ich dir jetzt sagen, warum ich mit "Jein" geantwortet habe.

Seit fast zehn Jahren bin ich nun schon in die gleiche Frau verliebt.
Leider sinnlos.
Mit ihr würde sich alles gerade Geschriebene in Luft auflösen.
 
R

rosenmann

  • #6
Suchen, also aktiv viel dazu tun, Frauen ansprechen, speziell zu diesem Zweck ausgehen etc. tue ich nicht. Dafür fehlt es an Zeit, Energie und letztendlich Motivation, vielleicht ist der Leidensdruck auch einfach zu niedrig bis nicht vorhanden.

Das liegt auch daran, dass, wenn ich vom Job komme nicht etwa denke, "oh, wie gerne hätte ich jetzt eine Frau", eher wünsche ich mir mehr Zeit, mehr Zeit zum Leben, zum Entspannen, mehr Zeit für mich eben.

Klar, Zweisamkeit ist mit der richtigen Frau ist was verdammt Schönes, Unternehmungen oder ein Abend Zuhause, gerade jetzt, wo die Tage schon wieder deutlich kürzer werden, davon träume ich schon ab und zu.

Der Punkt ist aber, anders als Frauen, die dann meist unter Torschlusspanik leiden und auch irgendwie Minderwertigkeits Komplexe haben weil sie keinen abkriegen, sehe ich das Ganze weitgehend gelassen. Ich weiß, ich werde früher oder später wieder eine magische Begegnung haben, wo es einfach wie von selbst klappt und bis dahin mache ich mir keinen übermässigen Stress, so fühle ich mich einfach besser.

Notnagel Beziehungen gibt es genug, sowas muss ich mir nicht antun. Gegen eine nette Affäre ist aber nichts einzuwenden.
 
  • #7
Liebe FS,
oftmals in diesem Forum stöbernd,möchte ich zu diesem Thema dann doch auch mal meinen Senf dazugeben (obwohl ich kein Mann bin)
Ich glaube,jeder von uns trägt den Wunsch nach tiefer Bindung an Menschen in sich,jedoch lassen diese sich nun mal nicht erzwingen,und schon gar nicht in irgendwelche Formen pressen.
Ich möchte da ein klein wenig auf Apfeldiebs Antwort eingehen.
Wovon hängt den für die meisten Menschen(bes.Frauen) "Bindung" (bescheuertes Wort übrigens in diesem Kontext)?
Ich fühle mich verbunden mit so vielen Menschen,alte und männliche und weibliche Freunde,ein Freund,der auch Geliebter ist ,aber seinerseits auch andere,ihm wichtige "Bindungen"(ich würde viel lieber das Wort Verbindungen verwenden)hat .Ich kann und möchte dabei keine Abstufungen und Wertigkeiten festlegen,sie sind mir alle gleich lieb,da jede Verbindung zu einem anderen Menschen mir einzigartig erscheint.
Vielleicht verfehle ich die Antwort,aber wir sollten m.E.n.unsere Haltungen überdenken.
Liebe kann nur freiwillig kommen und leben,wer mit weniger auskommt,der soll sich bitteschön "binden"
 
  • #8
Jeder Mensch möchte doch in Wahrheit genau das machen, wozu er gerade Lust und Laune hat. Ohne Einschränkung und Nörgelei.
Jein. Sagen wir es so: jeder Mann möchte selbst entscheiden können, was in einer gegebenen Situation angemessen ist. Das fängt beim Regenschirm an („nimm einen Schirm mit!”, schon bevor der Mann nach dem Paraplü hätte greifen können) und geht über das Wanderziel („ich will nicht zum Aussichtspunkt, und ich will auch nicht hier auf dich warten”) bis hin zum Kontakt mit Dritten („könntest du es bitte unterlassen, mit der Kassiererin zu flirten”). Selbstverständlich gehört auch Treue dazu: ein Mann, der der Versuchung von sich aus widerstehen kann, fühlt sich unangemessen gegängelt, wenn die Frau ständig versucht, ihn von „Gelegenheiten” fern zu halten.
 
  • #9
Seit fast zehn Jahren bin ich nun schon in die gleiche Frau verliebt.
Leider sinnlos.
Mit ihr würde sich alles gerade Geschriebene in Luft auflösen.
Das kann ich irgendwie nicht glauben. Ist nicht Dein Problem, ich weiß, und darum geht es mir nicht. Aber dieses Verliebtsein und Nichthabenkönnen ist doch die größte rosa Brille, die es gibt.
Meine Erfahrung ist: Wenn man so einen begehrten Menschen einmal hat und der sich als genauso erweist wie die anderen, die man schon hatte, was Nörgelei usw. angeht, dann wird der doch auch genauso ein Partner/so eine Partnerin. Und sollte die Person selber noch freiheitsliebender sein, wird man selber der Nörgler, der den anderen binden will.

Ich denke, dass es Menschen gibt, die besser passen und welche, die schlechter passen. Ich glaube auch daran, dass man lieben kann und nicht, dass Gewohnheit="Vertrautheit" und Angst vor Veränderung und Einsamkeit "Liebe" bedeuten, aber ich glaube nicht, dass es Partner gibt, bei denen einen auf einmal nicht mehr das stört, was einen bei anderen sehr gestört hat. Sobald der Alltag eingezogen ist und man Supermann/Superfrau endlich als Partner/in hat, fühlt sich was Schlechtes genauso an wie bei anderen Partnern.
 
  • #10
Meine Antworten als Mann: 36, der 2 Kinder hat welche aus einer 10 jährigen Beziehung mit kurzer Ehe stammen, einem späteren Beziehungsversuch und jetzt in einer Beziehung mit getrennten Wohnungen und ganz viel Freiheit ist.

Ich denke, dass ich grundsätzlich eine Beziehung suchen, da ich mich mit jemanden austauschen möchte und auch die körperliche Nähe, Zärtlichkeiten sehr wichtig finde.

Ich freue mich darüber das es jemanden gibt der sich für mein tägliches Leben interessiert und ein paar Hobbys/Interessen mit mir teilt. Gemeinsames kuscheln und Zärtlichkeiten erhoffe ich mir durch eine Beziehung.

Nachteile hatte ich nur dadurch, wenn ich mit Partner zusammen war, deren Ansprüchen ich nicht / nicht mehr entsprochen habe. Zum Beispiel zu wenig im Haushalt geholfen, mich weitergebildet habe und dadurch weniger Zeit für gemeinsame Unternehmungen etc. hatte.

Diesen Druck möchte ich mir nicht mehr antun, denn ich liebe mittlerweile meine Freiheit. Einfach verreisen zu können, wann und wohin ich möchte, ohne alles für den Partner bezahlen zu müssen und dann jede Menge Kompromisse einzugehen. Jetzt verreise ich zu einem großen Teil allein und genieße dies auch. Natürlich plane ich auch einen kleiner Urlaub mit meiner Freundin. Jedoch ohne der Zahlemann zu sein, denn ich möchte keine Frau die mich wegen meines Geldes liebt oder die ich aushalten muss.

Ich möchte momentan nicht mit jemanden zusammenziehen und jeden Tag gemeinsam verbringen. Dann ist man viel zu schnell im Alltag und es ist selbstverständlich das man zusammen ist.

Ich denke wir beide sind sehr zufrieden mit der aktuellen Situation. Wir vermissen uns und genießen die gemeinsame Zeit. Ich kann meinen sportlichen Hobbys nachgehen, wir tauschen Zärtlichkeiten aus und unterstützen uns gegenseitig.

Ich habe gelernt mein Leben allein zu gestalten und das hat mir gut getan. Ich liebe meine Selbstständigkeit und das ich von niemanden abhängig bin.

Wie lange ich die jetzige Situation schätze, kann ich nicht beantworten. Wenn ich eins gelernt habe, dass sich im Leben die Wünsche und Bedürfnisse ändern und dass wenn die eine richtige kommt, man auch entgegen seiner ursprünglichen Vorstellung handelt.

Ich lebe mein Leben jetzt ganz entspannt und nehme es so wie es kommt. Zerbreche mir nicht mehr den Kopf über die Zukunft, verbiege mich nicht mehr und habe deutlich mehr Spaß am Leben. Das kann ich vielleicht auch deshalb haben, da ich nicht mehr das Gefühl habe, irgendwas im Leben zu verpassen.
 
  • #11
Natürlich suche wir Männer auch Beziehungen.
In einer Beziehung fühlt man sich geborgen, hat jemand auf den man sich verlassen kann und dem man vertrauen kann.
Niemand will alleine, zumindest nicht immer.

Gleichzeitig wollen wir Männer aber auch Freiheit und die Möglichkeit unsere eigenen Wünsche durchzusetzen. Ich denke Frauen geht e nicht viel anders, nur ist bei Frauen die Vorstellung einer Beziehung anders als bei Männern.
Bei Männern ist vielleicht die Sorge da, dass die Frau eine Klette ist. Bei Frauen ist die Sorgen größer, alleine zu sein und keinen Partner zu haben.
 
A

ak18

  • #12
Dazu gibt es wohl die unterschiedlichsten Einstellungen und du wirst wahrscheinlich die ganz Palette an Antworten bekommen und anschließend auch nicht schlauer sein!

Ich persönlich würde gern von einer Beziehung (1+1) auch zu einer Bindung ( 2 ) kommen und zwei Mal (16 und 6 Jahre) hatte ich auch dieses Glück. Und auch wenn es zwei sehr schmerzhafte Trennungen gab, ist die wundervolle Zeit, die man miteinander hatte, jeden weiteren Versuch wert.
Selbst wenn man eine Beziehung eingeht, in der es einem besser geht als wenn man allein wäre, hat man schon viel gewonnen. Man vedoppelt die Freude und halbiert das Leid.

Es ist nicht immer sicher, dass aus einer Beziehung eine Bindung erwächst. Manchmal stellt man (vielleicht auch erst nach einem Jahr) fest, dass es das nie wird. Dann hat man sich bewusst getrennt.
Aber wenn man es schafft, dann weiß man dass 2 mehr als 1+1 ist. Und das in allen Bereichen, die man sich nur vorstellen kann.

Allerdings gab es bei mir auch immer Zeiten, in denen ich mir allein genug war. - Ich kann das ganz gut !!
Erstaunlicherweise hat es genau in diesen Phasen, in denen es mir mit mir wunderbar ging, immer eine Frau geschafft, mein Interesse an ihr dann doch zu wecken....

Ich denke ich habe keine Alternative... :) bis zur finalen Bindung.

m, 54
 
  • #13
Ich fühle mich auch angesprochen, bin aber weiblich u. habe das gleiche Thema. Ich bin sehr freiheitsliebend.

Nach 27 Jahren Partnerschaft mit drei Männern (nacheinander :)) bin ich nun ganz bewußt alleine u. genieße das sehr. Endlich niemand mehr, der mein Leben u. meine Wünsche ständig einschränkt. Ich bin nicht mehr bereit mich zu verbiegen u. anzupassen, was ich bisher immer getan habe, mehr als mir guttat.

Dennoch weiss ich, dass es möglich wäre mit einem passenden Mann, der genauso fühlt, eine Partnerschaft zu leben. Aber eben dann ganz anders als es die meisten tun u. wollen.

Ich würde mich schon wieder binden u. finde Treue auch sehr wichtig. Aber eben den anderen frei lassen sein Leben weiterhin zu leben. Wenn man sich findet u. es passt, wird sich vieles von selber ergeben. Und es wird endlich leicht sein. Dann ist es richtig.
 
G

Ga_ui

  • #14
Jeder Mensch möchte doch in Wahrheit genau das machen, wozu er gerade Lust und Laune hat.
Ohne Einschränkung und Nörgelei.

Und genau das geht nunmal nicht, wenn man in einer Beziehung ist.
Ich finde, das stimmt nicht! Mein Partner könnte an meiner Seite alles tun, worauf er Spaß hat, ohne mich fragen zu müssen! Nie käme ich auf die Idee, ihm was zu verbieten oder Forderungen zu stellen, die ihm nicht gefallen. Das liegt einfach daran, weil ich Selbiges zurückerwarte und so alt bin wie mein Partner, also schon eine gewisse geistige Reife und mehr Verständnis mitbringe.

Ich denke, dein Problem ist, dass du dir eine zu junge Freundin suchst (wie die meisten Männern), die einfach noch nicht so weit sind, aber dann jammern.

Komischerweise ziehe ich mit meiner Einstellung auch genau die Männer an, die genauso denken wie ich und mir entsprechenden Freiraum lassen. Mit was anderem würde ich mich gar nicht näher einlassen, nicht mal freundschaftlich. Weil ich finde, es hat was mit Reife zu tun, wenn man den Gegenüber tun und lassen tut, was er möchte. Es ist sein Leben und ich habe da kein Mitspracherecht, ich darf mir nicht mal eine Meinung bilden. Ich halte auch nichts davon, ungefragte "bessere" Ratschläge zu erteilen, wenn sie mein Partner nicht hören will. Und damit fahre ich sehr gut in Beziehungen.
 
  • #15
Im Prinzip ist die Antwort ganz einfach:

Die meisten Männer sind auch weiterhin an festen, treuen, gleichberechtigten und ehrlichen Beziehungen interessiert. Aufgrund der hohen Scheidungsquoten und den unerwünschten Folgen wollen Männer sich nur nicht mehr zu fest binden (= Ehe/Kinder), um im Falle eines nicht unwahrscheinlichen Scheiterns der Beziehung auch ohne schwerwiegende Folgen wieder auseinander gehen zu können.

Die hohen Scheidungsquoten sind - völlig wertfrei betrachtet - die logische Konsequenz der Emanzipation. Denn je weniger man voneinander abhängig ist, desto weniger ist man gezwungen, an etwas dauerhaft festhalten zu müssen. Und so führen hohe Scheidungsquoten halt dazu, dass zu Beginn kein Partner mehr davon ausgehen darf, dass die Ehe schon bis zum Lebensende halten wird. Jeder Partner muss sich daher auch Gedanken darüber machen, ob er mit den Folgen einer möglichen und auch nicht unwahrscheinlichen Scheidung leben könnte. Und, jeder Partner, der mit Zahlungsverpflichtungen rechnen muss, muss sich halt auch die Gedanken darüber machen, ob er auch dann noch zahlen möchte, wenn die Beziehung beendet ist und die Kinder woanders leben. Das Geschlecht, was statistisch eher damit rechnen muss, dass die Kinder beim anderen Partner leben werden, muss sich auch diesbezüglich Gedanken machen, ob er damit leben könnte. Und diejenigen, die das nicht möchten, müssen halt vorher Entscheidungen treffen. Viele Frauen machen das dadurch, dass sie finanzschwache Partner von Anfang an aussortieren, um gar nicht erst in eine Situation zu geraten, in der sie dauerhaft den Partner versorgen müsste. Und Männer machen das zunehmend dadurch, dass sie nicht heiraten und keine Kinder haben möchten.

Im Prinzip wollen Männer und Frauen somit genau das Gleiche. Beide möchten nicht eine Situation geraten, in der man auch dann noch dauerhaft für andere zahlen muss, wenn man es selbst nicht mehr möchte. Viele Frauen wollen das von Anfang nicht und viele Männer erst im Falle einer Trennung nicht mehr. Und so verweigern Frauen halt Beziehungen zu Finanzschwachen und Männer verweigern Heirat bzw. Kinder, um jeweils den von beiden gleichermaßen nicht erwünschten Versorgungspflichten aus dem Weg zu gehen.
 
G

Ga_ui

  • #16
Die hohen Scheidungsquoten sind - völlig wertfrei betrachtet - die logische Konsequenz der Emanzipation. Denn je weniger man voneinander abhängig ist, desto weniger ist man gezwungen, an etwas dauerhaft festhalten zu müssen. halten wird.
Auch das stimmt nicht!
Die meisten Frauen sind und bleiben romantisch veranlagt und wünschen sich eine lebenslange Beziehung, aber schlichtweg nicht mit einem Arsch! Männer kalkulieren eine Beziehung nüchtern, ob genug Vorteile für sie rausspringen, sonst ist eine Beziehung "wertfrei" für sie.
Warum scheitern denn die meisten Beziehungen und Ehen? Es ist zum Großteil deswegen,weil der Mann seine Aufmerksamkeit an der Frau vernachlässigt, gepaart mit Verbal-Aggression, die Frau klein machen und Sondervorstellungen an aufregenden Sex mit verschiedenen Frauen pflegt. Fast ALLE Beziehungen gehen heute deswegen auseinander. Sowas muss man sich als Frau NICHT gefallen lassen!
(Single-)Männer wissen das und wissen dass sie im Grunde Loser sind und deswegen meiden sich Beziehungen wie die Pest.
Das ist selbst der O-Ton vieler meiner Kumpels: im Selbstmitleid ertrinken und sich selber schlecht reden "ich bin ja eh ein Loser und kann einer Frau nichts bieten" und dabei noch sarkastisch lächeln. So kann man auch die Unannehmlichkeiten des Lebens umgehen. Ändere du dich als Mann, dann ändern sich auch Frauen!
 
  • #17
Ich will nicht der "Freizeit-Animator" für gelangweilte Frauen sein.
Oder der Depp, der für all ihre Wünsche zahlen soll.

Denn wahre Liebe gibt es meistens nicht. Da machen sich viele Paare was Falsches vor. Und es war mein größter Irrtum, an die Liebe zu glauben.

Da bin ich selbst als unglücklicher Single noch besser dran.
Die Richtige gibts zwar nicht. Aber dafür hat man nicht die Falsche am Hals.
(m,53)
 
E

EarlyWinter

  • #18
Eine Frau, die dem Mann zugesteht, sich seine eigenen Ziele zu stecken, an seine eigenen Grenzen zu gehen, statt immer nur dort stehen zu bleiben, wo es für die Frau nicht mehr weiter geht, will aber erst einmal gefunden werden.
Genau wie ein Mann, der so eine Frau will. Letztendlich nimmt er dann doch die Dominante, die ihn beherrscht, ihm sagt, wo es langgeht, ihn schlecht behandelt, sich von ihm ein schönes Leben finanzieren lässt usw. Diese Frau will der Mann erobern, ihr beweisen, dass er "gut genug" ist, hechelt ihr hinterher und bewegt Himmel und Erde, damit es ihr gut geht. Ein unmögliches Unterfangen und wohl gerade deshalb spannend oder was weiß ich. Übrigens selbst dann wenn die Frau alles andere ist als eine Schönheit. Ich frage mich schon lange, wo der Mann ist, der nicht nur davon redet, eine Frau, wie du sie oben beschreibst, zu wollen, sondern sie auch tatsächlich will. Aber zu langweilig sowas. Das sind dann die in ihrer Ehe bzw. Beziehung "unglücklichen", die sich dann emotional bei anderen Frauen ihre Streicheleinheiten holen aber dann doch bei ihrem "Besen" bleiben. Oder auch Single Männer, die dann diese Frauen einfach nur umspannend finden. Respekt, Freiräume zugestehen ... Eine offenbar Gähn-Frau für die Männer. Ändert aber nichts an den Tatsachen und muss so akzeptiert werden. Irgendwann erkennt Frau ja, dass Männer das nur so daher sagen, Handeln tun die anders.
 
  • #19
Ich bin ja grundsätzlich ein Anhänger des Glaubens an statistisch unterschiedliches spezifisches Verhalten von Frauen und Männern, wenn man größere Gruppen betrachtet. Also, ich glaube fest an Klischees und ihre Existenzberechtigung.
Aber die Gründe für (oder auch gegen) eine Beziehung/Partnerschaft sind so vielfältig und gestreut, dass dir hier Einzelmeinungen nicht besonders erleuchten werden.

Die Klassiker dafür sind sicher:
- der Glaube, dass das Leben zu zweit schöner sein kann
- nicht alleine sein können
- regelmäßiger Sex
- Kochen, Waschen, Putzen, Einkaufen (übersetzt: Mamaersatz)
- Kostensplitting
- der Wunsch sich zu vermehren

Die Klassiker dagegen:
- mit etwas Mühe bekommt Mann den Sex auch ohne so
- Bindungsängste
- Bindungsunfähigkeit
- man kann alles haben, nur eben nicht in einer Person
- unfreiwillig Spender eines großen Einkommensanteils zu werden (und ich meine damit keine Steuern)
 
  • #20
Ich antworte Dir mal als Mann und für drei Lebensphasen:

1) In der Jugend von 16-25: Zuerst wollte ich eine Beziehung, weil ich Sex, Liebe und Romantik (in dieser Reihenfolge und Priorisierung) wollte und dies in einer Beziehung leichter zu bekommen ist, als ohne. Wäre es anders (z.B. als Popstar) und hätte ich Sex mit den entsprechenden Frauen auch so haben können, hätte ich mich aber eher für abwechslungsreicheren Sex und gegen eine Beziehung entschieden.

2) In der Mitte des Lebens von 25-50: Jetzt ändern sich die Prioritäten, man denkt eher langfristig. Da geht es eher darum, dass sich bestimmte Ziele nur gemeinsam verwirklichen lassen (Kinder, Haus, Familie, etc...), also möchte man eine Beziehung mit einer Frau die zu einem passt.
3) Im Alter: Noch später - wenn ich mal richtig alt bin - möchte ich wahrscheinlich eine Beziehung um nicht alleine zu sein.
 
  • #21
Vielen Dank für eure Denkanstösse.

Das Stichwort "Freiheit" scheint sehr wichtig zu sein. Ich verstehe einerseits, dass es wichtig ist, sein Leben nach dem eigenen Geschmack zu gestalten. Ich möchte auch selber wählen, was ich anziehe, wo ich arbeite etc. Andererseits fällt es mir schwer zu verstehen, warum es für manche so enorm wichtig ist. Vielleicht hat das auch mit meiner Lebensgeschichte zu tun.
Ich bin in einer grossen Familie aufgewachsen und habe bis 30 in WGs oder mit dem Ex gewohnt. Ich habe nie nur machen können, was ich wollte, aber ich hatte immer Freiheiten; Kompromisse zu schliessen, fiel mir meistens leicht. Mein Single Leben habe ich auch für einige Zeit genossen, aber in einer reifen Beziehung, in der man sich Freiräume lässt, wäre ich glücklicher.
Vielleicht haben viele eine andere Geschichte und das gilt es zu berücksichtigen. Sonst werde ich wohl aufgrund meines Gemeinschaftssinns als zu anhänglich wahrgenommen.
 
  • #22
Eine klassische Beziehung, definiert als das Zusammenleben von Mann und Frau, komplettiert durch eigenen Nachwuchs und gegebenenfalls sogar legalisiert durch eine Ehe, habe ich nie wirklich gesucht. Den Grad an Unabhängigkeit, den ich benötige (und hierbei meine ich nicht sexuelle Freiheit) läßt sich in einer klassischen Beziehung nicht realisieren. Zudem betrachten nicht wenige Frauen und Männer meiner Generation eine Beziehung als Konsumprodukt mit begrenztem Haltbarkeitsdatum.
Dementsprechend wohl fühle ich mich als Single, wäre aber auch für alternative Beziehungsformen wie LAT oder Freundschaft plus aufgeschlossen. Sofern Mann und Frau in dieser Hinsicht von Anfang an mit offenen Karten spielen, sind diese Art Beziehungen für beide Seiten ein fairer Deal.
 
A

Ares

  • #23
Ja, grundsätzlich will ich eine Beziehung. Allerdings nur noch eine, die mein Leben bereichert und daher mit einer Frau, die z. B. intellektuell, emotional, finanziell und beruflich einigermaßen" auf Augenhöhe" ist. Und vermutlich eher keine Ehe mehr, sicher keine "Versorgerehe".

Warum?
- gemeinsam das Leben geniessen, vom gemütlichen Kochabend bis zum spannenden Urlaub
- gute Gespräche führen können
- Geborgenheit, Zärtlichkeit, Sex

Für die Wohnungsreinigung habe ich eine Putzfrau, kochen kann ich selbst. Ich brauche keine Zicke mehr, mit der ich Diskussionen führen und mich unsinnig rechtfertigen muss und keine Ersatzmama.

Die Alternative? Eine Affäre mit einer Frau, die ebenfalls Sex möchte, aber keinen passenden Partner hat. Und Freundinnen, mit denen ich mich gut unterhalten kann.
 
  • #24
Also ich kenne diese Männer, welche sich nicht binden wollen überhaupt nicht.

Im Gegenteil, jenseits der 40 wollen die fast festes, sodaß man sie regelrecht vom Hals halten muss.

Mag sein, dass ein paar Jüngelchen so drauf sind unter 30, aber dann sind die froh, wenn sie ein warmes Nest und kuschelige feste Partnerin haben.

Ich kenne nur anbiedernde Männer, die sich zum Affen machen und suche wohl noch die hier beschriebenen wilden Abenteurer, die sich nicht binden wollen bzw. einfangen, der Cowboy der einsam ins Abendrot reitet, weg von den Frauen, hinein in die Unendlichkeit der.......ja was denn??

Blödsinn!
Wenn Frauen hier schreiben, dass sich Männer nicht binden wollen, wollen sich die Männer nur nicht an diese Frauen binden und fertig.
 
G

Ga_ui

  • #25
Andererseits fällt es mir schwer zu verstehen, warum es für manche so enorm wichtig ist.
Es gibt nur zwei Richtungen, in die man Leben kann: Nach dem Geschmack der anderen oder dem Geschmack des Eigenen. Dein eigener Geschmack sorgt für die eigene Zufriedenheit, dein Wohlbefinden und letztendlich bleibt man damit auch ein angenehmerer Mensch.
Kein Tier lässt sich gerne in freier Natur einsperren. Es ist ein natürlicher Instinkt und Überlebenstrieb, sein Leben nach seinem Geschmack zu gestalten.

Fändest du es gut, ein Kopftuch zu tragen, weil dein Partner das so besser findet, egal was du willst? Ich meine, ist ja nur eine Kleinigkeit? Oder das Studieren oder den Beruf erlernen, was deine Eltern wollen? Nur ausgehen, wenn dein Mann das so will? Nur mit dem ins Bett gehen, den deine Freundinnen ok für dich finden? Oder immer nur das Essen, was andere dir an den Tisch stellen.
Das gleicht Unmündigkeit.

Ich glaube, du hast nie wirkliche Einschränkungen erlebt, die in dein echtes Menschenrecht eingreifen!

Du musst eben aufpassen, wenn du bist 30 nur in WGs, bei Eltern und Freunden gewohnt hast, dass du einem Mann genügend Freiraum lässt. Denn dein Partner wird nicht 24 Stunden neben dir sitzen wollen und dir die Hand täscheln. Viele emotionale Nesthäkchen fühlen sich in Beziehungen daher schnell allein gelassen und aufgeschmissen, weil sie nur zu enge Bindungen kennen und nicht damit können, wenn sie mal alleine bleiben müssen.
 
  • #26
Ich glaube, du hast nie wirkliche Einschränkungen erlebt, die in dein echtes Menschenrecht eingreifen!
Nein - und dafür bin ich auch dankbar. Aber ich glaube nicht, dass ich mich deswegen rechtfertigen muss. Andere haben ihre Unterdrückung auch nicht gewählt, sie hatten einfach Pech.
Daher habe ich ja eben überlegt, dass ich das Freiheitsbedürfnis anderer berücksichtigen muss, selbst wenn ich manchmal nicht ganz verstehe, wie gross das Ausmass ist. Weil es vielleicht mit ihrer Geschichte zu tun hat.

Viele emotionale Nesthäkchen fühlen sich in Beziehungen daher schnell allein gelassen und aufgeschmissen, weil sie nur zu enge Bindungen kennen
Wer nicht allein sein KANN, fühlt sich abhängig. Aber auch nicht wirklich glücklich in seinen Beziehungen. Das trifft auf mich nicht zu. Ich kann allein leben, mache ich zur Zeit auch. Ich kann auch Single sein, weil ich alleine klar komme. Aber ich hätte es gern anders.
 
  • #27
Ja ich suche eine ernsthafte, verbindliche Beziehung!
Ich bin fast 50 Jahre jung und sehr attraktiv, stehe mit beiden Beinen fest im Leben.
Habe vor 8 Jahren meine Lebenspartnerin durch einen Unfall verloren, bin durch eine schlimme Zeit gegangen und lebe heute sehr Bewusst. Mir ist klar dass in meinem Leben nichts selbstverständlich ist. Für mich bedeutet eine gute Beziehung / Partnerschaft viel Arbeit an sich selbst. Ich bin der festen Überzeugung, dass man sich erst einmal selber lieben lernen muss, denn nur so können auch andre dich lieben. Wenn ich also eine Partnerin an meiner Seite habe, dann möchte ich in ihrem Leben eine Bereicherung sein und keine Belastung. Auch Sie sollte eine Bereicherung in meinem Leben sein!
Das war jetzt mal kurz meine Einstellung.
 
  • #28
Mit der richtigen Frau will sich jeder Mann binden.
Glaub es. ;)
 
  • #29
Und wie ist die richtige Frau?

Oder ist das auch nur eine Illusion?

Männer sind sind Jäger und Sammler! Und ja, auch heute noch oft vom Unbekannten magisch angezogen und wollen sich alle Optionen offen halten. Grad in den höheren Schichten, wo genau diese Menschen mit den genannten Eigenschaften verstärkt zu finden sind. Egal wie schön, fleißig, sexy, schlau, himorvoll, reich oder erfolgreich eine Frau ist. Ich beobachte, dass der Zusammenhalt eher in niedrigen Schichten funktioniert! Und diese vermehren sich auch viel mehr weiter. Das ist weltweit Fakt!
Während Leute (aber eher Männer) aus höheren Schichten Angst vor Bindung haben, weil sie dann ihre Freiheiten oder Geld verlieren könnten. Sie sind nicht bereit zur Selbstaufgabe für eine Liebe und für Kinder durch Misstrauen, Angst, Egoismus und durch größere Liebe zu materiellen Gütern oder ihren Hobbys. Es gibt tausende von Wohlhabenden Männern, die ihre Autos oder ihre Designersachen mehr lieben als eine Frau. Die Frauen sind für sie eine unterhaltsame Freundin, die am besten auf Augenhöhe ist, attraktiv ist, unabhängig ist und mit der man auch Sex hat und mal zusammen was unternimmt oder zusammen was isst oder einen Film sieht. Aber nee bitte nicht! Es könnte ja eine bessere kommen oder man würde ein Kind mit ihr bekommen!

Oft werden ja auch den gut situierten Männern die Kinder angehängt. Aber diese haben auch selber schuld, wenn sie alles durch Poppen, was attraktiv ist und auf Geld steht. Die Leute können schlecht zwischen Liebe und Nutzgeilheit unterscheiden. Habe solche Männer kennengelernt und meist sind sie lange Single oder auch für immer. Sie wollen nur Sex. Einige haben sich an Frauen gebunden die absolut nicht der oben beschriebenen traumfrau optisch entsprechen. Aber genau diese Frau hält zu Ihnen, egal was der Mann macht und sie gehen Ihr fremd!!!
 
  • #30
Ja ich suche eine ernsthafte, verbindliche Beziehung!
Ich bin fast 50 Jahre jung und sehr attraktiv, stehe mit beiden Beinen fest im Leben.
Habe vor 8 Jahren meine Lebenspartnerin durch einen Unfall verloren, bin durch eine schlimme Zeit gegangen und lebe heute sehr Bewusst. Mir ist klar dass in meinem Leben nichts selbstverständlich ist. Für mich bedeutet eine gute Beziehung / Partnerschaft viel Arbeit an sich selbst. Ich bin der festen Überzeugung, dass man sich erst einmal selber lieben lernen muss, denn nur so können auch andre dich lieben. Wenn ich also eine Partnerin an meiner Seite habe, dann möchte ich in ihrem Leben eine Bereicherung sein und keine Belastung. Auch Sie sollte eine Bereicherung in meinem Leben sein!
Das war jetzt mal kurz meine Einstellung.
Und die finde ich Richtig Klasse. Sehe ich exakt genau so. Es tut mir sehr Leid das du eine solchen Verlust hattest.
m44