• #31
Ist es wirklich so, dass JEDER Mann andere Frauen sexuell attraktiv findet, auch wenn er seine Frau über alles liebt?
Willst du mit einem Toten zusammen leben?
Ein (heterosexueller) Mann, der keine (anderen) Frauen mehr als attraktiv wahrnimmt, ist das nämlich: tot.

Die interessante Frage für dich lautet meiner Meinung nach eher: Weshalb ist das für dich eine Bedrohung?

Wenn dich ein Mann liebt, liebt er dich.
Das ist viel mehr als nur "sexuell attraktiv finden".
 
  • #32
Wie alt ich bin? Alt genug, um zu wissen, dass ich so eine Frage nur im Internet stellen kann, weil ich weiss, dass mich viele für naiv verhalten
Ich habe deshalb nach Deinem Alter gefragt, weil ich z.B. von mir selbst kenne, dass man sich in "jungen" Jahren Gedanken um Dinge macht, die einem mit etwas mehr an Lebenserfahrung banal vorkommen.
Und ich wollte einfach nur wissen, ob es bei Dir eben auch der Mangel an Lebenserfahrung ist, der Dich so denken lässt oder andere Gründe hat.

Und bitte fühl' Dich dadurch nicht angegriffen - Lebensunerfahrenheit ist kein Makel, sondern einfach eine logische Tatsache, wenn man noch nicht viel erlebt hat. So ging es jedem mal.
Dann lernt man, vielleicht auch von anderen mit mehr Erfahrung.
Genau mit dieser Intention hast Du doch hier gefragt, oder?
 
  • #33
Ich habe hier im Forum immer wieder gelesen, Männer würden Sex und Liebe trennen können. Nun, man könnte dieselbe Aussage auch etwas umformulieren: Frauen verwechseln Sex mit Liebe. Beides ist inhaltlich mehr oder weniger das gleiche und beides sind natürlich üble Klischeebilder, die, wenn überhaupt, bestenfalls ansatzweise zutreffen.
Was ich damit eigentlich zeigen will ist, dass sich Männer und Frauen in puncto Liebe und Sexualität eigentlich gar nicht so sehr voneinander unterscheiden. Sie sind lediglich unterschiedlich sozialisiert und bedienen sich unterschiedlicher Ausdrucksweisen und Bedeutungsmuster. Unsere Gesellschaft hat ein Bild von Männern (mal positiv, meist eher negativ besetzt), das eng mit Sexualität verwoben ist, und ein Bild von Frauen, das eher von einem zurückhaltenden Umgang mit Sexualität und einer starken Betonung der emotionalen Komponente geprägt ist (Die Frau, das empathische Wesen).

Deshalb kommt es wohl auch zu so vielen Missverständnissen zwischen den Geschlechtern, auch in deinem Fall, wie mir scheint.

Deine Freunde waren Dir gegenüber offen und ehrlich. Meine Einschätzung ist aber, dass du den eigentlichen Kern ihrer Aussage nicht verstanden hast. Der lautet nämlich folgendermaßen:

Die Aussage deiner Freunde ...

Zwei Freunde von mir haben mir gestern erklärt, wie Männer so ticken[...]:
Ist es wirklich so, dass JEDER Mann andere Frauen sexuell attraktiv findet, auch wenn er seine Frau über alles liebt?

... und diese Aussage hier ..

Ich finde durchaus andere Männer attraktiv, aber niemanden sexuell anziehend ausser meinen Partner.

sind quasi identisch.
 
  • #34
Ja, ich schaue sehr gerne schöne Frauen und ja, ich liebe meine Partnerin sehr. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie ebenso gerne schöne Männer schaut und mich sehr liebt. Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?

Ich schaue übrigens auch gerne schöne Männer und umgekehrt sie, schöne Frauen. Wer sieht sie nicht gerne, die schönen Menschen? Die sind doch etwas Besonderes

Ich ersetze jetzt mal schön durch attraktiv, und dann mag ich es für mich unterschreiben.
Das ist doch auch kein Männer / Frauen Thema - höchstens durch Erziehung und Moralvorstellung dazu geworden.

Ich finde immer wieder Menschen attraktiv, und nachdem hetero orientiert, kann da durchaus eine sexuelle Komponente bei einem Mann dabei sein. Auch wenn ich einen Partner habe.

Das ist dann ein kurzes Wow, ein inneres Lächeln und nie mehr, etwas flüchtiges, jenseits von detaillierten Phantasien oder gar dem Gedanken, zu handeln.

Ich lebe, das gehört für mich dazu. Und ich gehe bei einem Partner davon aus, dass auch er lebt, Augen und Gefühle hast.

Ansonsten gibt es in meiner Heimat den Spruch - Appetit holen darf man sich außerhalb, gegessen wird daheim.;-)
 
  • #35
Liebe FS,
der Unterschied zwischen Begehren und Liebe ist doch ganz einfach und achte einfach auf Deine Gefühle, dann merkst Du das auch bei Dir selbst als Frau.

Kennst Du den alten Coca Cola Werbespot mit dem Fensterputzer mit dem kleinen Kätzchen in der Short und den Frauen im Friseursalon? Das ist sexuelles Begehren.

Kennst Du das Gefühl , wenn Du als 17-jährige mit Deinem großen Schwarm Händchen haltend spazieren gegangen bist? Das ist Liebe.

Hättest Du Deinen großen Schwarm stehen lassen, damit Du mit dem Fensterputzer in der Ecke knutschen kannst? Wahrscheinlich nicht. Das ist der Unterschied.
 
  • #36
und womöglich gar nichts anfangen kann mit der Vorstellung, dass Sex nicht nur körperlich, sondern auch seelisch Verschmelzung bedeutet.
Ach, das stimmt doch auch nicht.
Auch der Mann merkt sehr wohl den Unterschied, ob er sich sich der Frau ganz hingeben kann, weil man sich ganz verrtraut ist (und das ist auch eben auch der Moment wo ich nicht über Kondome, Verhütung oder Geschlechtskrankheiten nachdenken will) , oder ob ich diejenige gerade ein paar Wochen, Tage oder auch auch nur Stunden kenne und sie mir nicht vertraut ist und ich mich (votr was auch immer) schützen muss.

Das macht beim Sex schon einen gewaltigen Unterschied.
Auch für Männer.
Trotzdem brauchen wir Männer regelmäßig Sex; es kann ja auch nicht immer der ultimative Sex sein.
 
  • #37
Aber woran es auch immer liegt - ich bin mit der Vorstellung aufgewachsen, dass Sex aus Liebe stattfindet und mit gefühlsmäßiger Verschmelzung einhergeht.

Rein biologisch ist Fortpflanzung mit gewissem Lustempfinden verbunden, damit sie funktioniert. Die romantische Sichtweise hängen Menschen als denkende Wesen daran.

Es gibt genügend Frauen und Männer, die Sex eben nicht ausschließlich als "gefühlsmäßige Verschmelzung" sehen. Wie bei vielen anderen Sichtweisen auch: Sex zur reinen Befriedigung ist nicht falscher oder richtiger als der "mit Gefühl". Er ist einfach anders. Und das sollten auch diejenigen, die für Sex "Liebe" brauchen, einfach mal als Tatsache akzeptieren. Umgekehrt wird ja auch Toleranz erwartet.

Und es sind eben nicht nur Männer, die das so sehen. Gefühlsgesteuerte Frauen unterliegen schlicht dem Irrtum, dass alle Frauen so ticken wie sie und sie bekommen natürlich Frauen als Sexualpartner wenig mit. Aus männlicher Erfahrung: es gibt genügend Frauen, die Sex einfach aus Spaß haben.
 
  • #38
Ja der Gedanke dass mein Freund andere Frauen geil findet, macht mich traurig. Punkt. Ich bin deswegen noch lang nicht dämlich oder unerfahren. Jeder Mensch hat so seine Themen und ich versuche dieses Gefühl mit dem logischen Verstand aufzulösen und daher brauche ich Inputs von aussen.

Achso, o.k. Dann sage ich dir wie es bei mir ist: Ich kann nicht umhin, äußere Weiblichkeit (Figur, Gesicht, Strahlen etc.) als sexy zu empfinden. Das gehört einfach dazu. Sonst kämen wir Männer und Frauen ja auch nicht zusammen. Ich schaue Frauen in die Augen, auch wenn sie ihr Dekoltee zeigen und ich schaue manchen Frauen auf den Hintern, nachdem sie vorbeigegangen sind. Wenn ich mich länger mit einer gut aussehenden Freundin unterhalte, geht mein Blick über ihren Körper. Ich bin allerdings Single.

Meine Kolleginnen finden es ganz amüsant und plaudern darüber, wenn Kollege X gesagt hat, er fände den Hintern von Kollegin Y sexy. Beide vergeben natürlich, aber die finden das einfach lustig. Oder andere Kollegin meinte zu mir, der Kollege würde ihr immer auf die Titten starren. Fand die nicht schlimm, ist einfach so. Ist einfach die Frage, wie man mit der Sache umgeht.

Wenn es so ist, dass dein Freund anderen Frauen hinterherschaut und dich das nervt, dann sag es halt klar. Wenn man zusammen etwas unternimmt ist es respektlos, wenn der andere anderen hinterherglotzt. Das gleiche mit den Pornos: Wenn es dich nervt, dann das so sagen. Selbstbewusst auftreten ist sexy. Die anderen Frauen sind keine wirkliche Konkurrenz.
Also einerseits das ganze locker sehen und andererseits klare Ansagen machen.
 
  • #39
Es gibt genügend Frauen und Männer, die Sex eben nicht ausschließlich als "gefühlsmäßige Verschmelzung" sehen. Wie bei vielen anderen Sichtweisen auch: Sex zur reinen Befriedigung ist nicht falscher oder richtiger als der "mit Gefühl". Er ist einfach anders. Und das sollten auch diejenigen, die für Sex "Liebe" brauchen, einfach mal als Tatsache akzeptieren. Umgekehrt wird ja auch Toleranz erwartet.
Das kann ich mir schwer vorstellen auch bei Männern ausser sie gehen zu einer Prostituierten - da gibt es garantiert keine Gefühle. Damit meine ich nicht bei jeder sexuellen Begegnung gibt es Verliebtheit, sondern eine sehr starke Sympathie und Zuneigung, dann auch Zärtlichkeit, Kuscheln, Streicheln muss jedenfalls beidseitig vorhanden sein!

Das ist doch auch der Grund, weshalb viele Männer sich eine sexuelle Affäre mit einer ungebundenen Singlefrau wünschen und nicht mit einer Prostituierten. Sogar die verheirateten Männer suchen sich meistens eine Singlefrau und seltener eine verheiratete. Sie könnten doch genauso gut zu einer Prostituierten gehen und deren Trieb befriedigen.

Beim Sex geht es äusserst selten nur um Sex und jeder der behauptet er wird dabei emotional gar nicht berührt, der lügt sich selbst in die Tasche.

Denn Sex nur als reine Triebbefriedigung gibt es nur mit einer Prostituierten! Sogar aus einem "gefühllosem" ONS entstehen Beziehungen. Von wegen es gibt Sex bei Männern (und Frauen) ohne Gefühle. Selbst Männer, die zu Prostituierten gehen suchen sich für eine längere sexuelle Affäre eine ungebundene Frau!

Manche Männer verlieben sich auch in Prostituierten und (wollen sie) heiraten!
 
  • #40
Sogar die verheirateten Männer suchen sich meistens eine Singlefrau und seltener eine verheiratete.
Das muss doch aber keine emotionalen Gründe haben. Ich bin zwar weiblich , aber auch ich bevorzuge Singemänner bei meinen "außerhäusigen Kontakten". Das ist einfach viel praktischer: ein Single ist besuchbar und oft auch zeitlich weniger eingeschränkt, als wenn er zusätzlich auch noch eine Frau und/oder Kinder hätte.
Könnte mir vorstellen, dass es in erster Linie das ist, was auch für Männer an Singlefrauen reizvoll ist.


Und natürlich gibt es Sex ohne Gefühle.
Naja, kann sein, dass Deine Vorstellungskraft da eingeschränkt ist. Aber ich sage Dir aus Erfahrung, dass es sowas gibt - hab ich schon selbst erlebt.
 
  • #41
Ich erkenne gar keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen, ausser im Umgang damit.
Viele Frauen schämen sich selbst, wenn sie sich, bei einem Blick auf einen knackigen Po erwischen. Es wird gehofft, dass das bloß niemand mitbekommen hat.
Und ein Frau, die damit unbefangen umgeht, steckt schneller in einer sehr ungemütlichen Schublade, als ihr lieb ist.

Die Wahrnehmung jemanden sexuell attraktiv zu finden, ist doch oft auch sekündlich vorbei und vergessen.
Ich erlebe nur Männer viel offener mit diesem Moment.
Man bemerkt eben ob er guckt und scanned. Teilweise rutscht ihm in dem Moment eine Bemerkung raus oder seine Partnerin macht den Fehler zu fragen: Gefällt sie Dir?
Wieso oft werden Fragen gestellt, deren Antwort wir gar nicht hören wollen.

Ich bin froh zwei Freundinnen zu haben, mit denen man über jede Mördergrube sprechen kann.
Ob verheiratet oder nicht, wir sind ja nicht verstorben. Und wenn ein Mann anziehende körperliche Merkmale aufweist, werden diese bemerkt. Es macht sogar Spaß, der Freundin dieses mitzuteilen und dann....Ist der Herr schon aus den Augen und aus dem Sinn.
Es wird kein Gedanke mehr daran verschwendet, geschweige denn beim Sex mit dem Partner ein Vergleich gezogen.
Es ist doch gut, sich an etwas Schönem zu erfreuen....ob bei Menschen, Autos oder der Natur . Meist ist es doch nur ein flüchtiger Moment .
 
  • #42
dass es für viele Männer einfach ein Bedürfnis ist wie Essen/Trinken - versetzt auch mir gelegentlich einen Stich.
Naja, die sagen durchaus, dass es schon was anderes ist mit einer Partnerin, die sie lieben. Aber möglicherweise gibt es Männer, die sowas auch nicht empfinden. Ich denke, man erkennt die an ihrer Haltung zu Frauen und ihrem Frauenbild. Eine Frau ist für die nur Objekt oder Funktion.

kann man es auch als beruhigend empfinden, dass viele Männer Sexualität einfach nur als Trieb betrachten
Ich denke, das könnten Frauen auch so sehen. Vielleicht nicht alle, wie auch alle Männer das vielleicht nicht so sehen, aber doch Männer und Frauen gleichermaßen. Ich denke, bei Frauen kommt das eher später, wenn sie eine sexuell unerfüllte Partnerschaft hatten und so langsam aufwachen, oder weil sie mal einem Mann begegnet sind, der diese Begierden in ihnen ausgelöst hat.
Nur weil man es trennen kann, verliert man nicht den Wunsch nach dieser emotionalen Nähe dabei, wenn man ihn schonmal hatte.

Ich muss nicht wissen, welche Frauen mein Partner attraktiv findet. Sexy finde ich schon bedenklicher, weil das schon nach viel mehr als nur attraktiv klingt, da geht es ja schon los mit Vorstellungen von gemeinsamem Sex.
Ansonsten seh ich das wie Du, der Mann sollte mich insgesamt als einzigartig und unschlagbar finden. So wie ich ihn auch.

Wobei das "Ja" zum Partner ab einem bestimmten Punkt wohl nicht mehr an klar benennbaren Eigenschaften hängt.
Gestern kam eine Sendung zum Thema, wie sich das sexuelle Bedürfnis mit dem Alter ändert. Es haben sich auch Paare dazu geäußert, was sie am anderen anziehend finden. Da kamen schon konkrete Dinge, Äußerlichkeiten, aber auch Eigenschaften.
Interessant fand ich, dass die älteren Leute, die sich also nicht wegen Familiengründung usw. zusammengefunden hatten, alle sagten, dass sie beide schnell wussten, der oder die ist es für sie.

Ich denke auch, dass eine gewachsene erfüllende Partnerschaft nicht durch einen passenden Eigenschaftsmix zu schlagen ist. Aber ich glaube, dass in manchen langjährigen Partnerschaften die Partner nicht mehr so aus innigem Gefühl raus klar sagen könnten, was sie am anderen lieben und begehren. Da kommen dann Sachen wie "tut dies und das" oder "sind ein gutes Team".
 
  • #43
Das ist einfach viel praktischer: ein Single ist besuchbar und oft auch zeitlich weniger eingeschränkt, als wenn er zusätzlich auch noch eine Frau und/oder Kinder hätte.
Könnte mir vorstellen, dass es in erster Linie das ist, was auch für Männer an Singlefrauen reizvoll ist.


Und natürlich gibt es Sex ohne Gefühle.

Naja, kann sein, dass Deine Vorstellungskraft da eingeschränkt ist. Aber ich sage Dir aus Erfahrung, dass es sowas gibt - hab ich schon selbst erlebt.
Auf online Profilen hatte ich bereits Texte von verheirateten Männern gelesen, die sehr gerne eine verheiratete/gebundene Frau wollen, welche ihre Familie nicht verlassen will, damit es keine Komplikationen gibt. O-Ton: "welche das bestehende nicht gefährden will". Ich weiss von einem verheirateten Mann, der eine verheiratete Liebhaberin hatte und sie hatten sich bei ihr zu Hause getroffen als ihre Kinder in der Schule waren und der Mann bei der Arbeit. Wenn ein Mann auf gar keinen Fall seine Familie verlassen möchte, so riskiert er, dass eine Singlefrau sich in ihn verliebt und seiner Ehefrau alles erzählt und ihm damit alles zerstört. Das wollen manche Männer um jeden Preis vermeiden!

Das alles ist machbar und auch stundenweise ein Hotelzimmer zu mieten. Sie wollen nicht aus praktischen Gründen eine Singlefrau, sondern sie wollen eine Frau, die sich in sie verliebt und sie anhimmelt, denn ansonsten könnten sie 2x monatlich genauso gut zu einer Prostituierten gehen. Dort gibt es garantiert keine Gefühle nur Heuchelei! Denn sie können auch eine Singlefrau bestimmt nicht jede Woche treffen, dann kommt es aufs gleiche!

Bei einer Prostituierten bekommen sie garantiert keine Gefühle und das hat mir ein Mann auch selbst erzählt!

Was ist das wenn ein Mann sich sogar in eine Prostituirte verliebt, die er eigentlich, wie die meisten Männer, verachten müsste? Zu sagen es gibt Sex ohne Gefühle ist nichts anderes als: "ich verdränge meine Gefühle und will sie nicht wahrnehmen".

Dann sind diese Menschen, die Sex ohne Gefühle haben können abgestumpft und emotional tot! Das ist kein Mehrwert, Sex gefühllos, wie ein Tier zu praktizieren. Wenn schon dann aber richtig mit allem drum und dran. Wer das nicht kann ist meiner Meinung nach irgendwie psychisch krank!
 
  • #44
Dann sind diese Menschen, die Sex ohne Gefühle haben können abgestumpft und emotional tot!
Also ich bin emotional sehr lebendig und kann Sex dennoch ohne Gefühle für den Sexualpartner haben. Das ist ein bisschen wie assistierte Selbstbefriedigung. Sehr schön.


Sex wie ein Tier... hmmm... wir sind doch letztlich auch nur Säugetiere und nennen uns Mensch. Sexualität ist nunmal ein Trieb und ganz ehrlich... wenn ich Romantik will dann habe ich diese auch ganz ohne Sex.
Sex ist etwas animalisches und ich werde wohl nie verstehen wie man dies romantisieren kann.

Was ist der Unterschied zwischen Liebe und sexueller Begierde?
Liebe geht auch ohne sexuelle Begierde.
Sexuelle Begierde geht auch ohne Liebe.

Muss ich mich also damit abfinden, dass ich einem Mann nie reichen werde? Muss ich damit leben, dass jede attraktive Frau da draussen eine Bedrohung für mich sein könnte? Dass (m)ein Mann immer andere Frauen seäxuell anziehender findet als mich?

Nein liebe Xenia, nicht JEDER, aber Viele.
Das heisst, Du musst Dich damit nicht abfinden.
Sortiere solche Männer einfach im Vorfeld aus. Ab ins Kröpfchen damit, es gibt auch Gute. Auch bei Ihnen werden, beim Sex mit Dir, nicht immer die großen Liebesgefühle im Vordergrund stehen, aber solange sich ihr sexuelles Interesse nur auf Dich fokussiert, sollte das doch in Ordnung gehen. ;-)
 
  • #45
Zu sagen es gibt Sex ohne Gefühle ist nichts anderes als: "ich verdränge meine Gefühle und will sie nicht wahrnehmen".
Das stimmt nicht. Ich habe es nicht praktiziert, aber es gab eine Zeit, in der ich nicht mal den Namen des Mannes hätte wissen wollen. Ich fand einfach seinen Körper anziehend und hatte Lust auf Sex. Ans Verlieben dachte ich dabei nicht.
NACH dieser Phase, als ich auch ein anderes Körpergefühl hatte, sinnlicher und erotischer, habe ich mich wieder verliebt, als wär ich 17, und diesmal war es für mich so, dass ich auch gleich merkte, dass ich den Mann sexuell total anziehend fand. Da stimmte vieles, außer, dass er verheiratet war und ich ihm deswegen aus dem Weg gehen musste, also nicht rausfinden konnte, ob wir auch so zusammenpassen. Es war ein anderes Verlieben als davor.
Dann sind diese Menschen, die Sex ohne Gefühle haben können abgestumpft und emotional tot!
Das stimmt nicht. Es geht einfach nur um das Körpergefühl, es ist wie hier jemand mal schrieb, eine Art Masturbation mit Hilfe eines anderen, der auch seinen Spaß hat.
Liebe geht auch ohne sexuelle Begierde.
Sexuelle Begierde geht auch ohne Liebe.
Seh ich genauso. Beides in einem ist das Beste, was es gibt.
 
  • #46
Was ist der Unterschied zwischen Liebe und sexueller Begierde?
Liebe geht auch ohne sexuelle Begierde.
Sexuelle Begierde geht auch ohne Liebe.
Bei mir beginnt jede Liebesbeziehung mit der sexuellen Anziehungskraft. Wenn ich den Mann nicht erotisch anziehend finde und begehre kann ich mich gar nicht in ihn verlieben. Und aus der Verliebtheit kann meinerseits auch keine Liebe für ihn entstehen. Falls überhaupt dann nur freundschaftlich-platonisches "gern haben" ohne sexuelle Komponente bzw. ohne sexuelles Begehren und Lust nach dem Mann.

Eine Liebesbeziehung ohne sexuelles Begehren ist für mich keine! Das ist doch die Würze der Beziehung und sie hält das Liebespaar glücklicher, zufriedener und länger zusammen.

Liebe ohne sexuelle Begierde ist die Liebe zu Kindern, Eltern, Geschwistern. Aber keine zw. einem Mann und einer Frau - nicht für mich.

Sexuelles Begehren und Verliebtheit sind für mich wie Ying und Yang eng und unzertrennlich miteinander verwoben, woraus für mich später tiefe Liebe entsteht.

Dass verheiratete Männer die eine Liebhaberin haben und an sie denken bzw. geistig abwesend sind, fällt ihren Ehefrauen meistens auf, weil sie sich in ihrem Verhalten völlig verändern. Sie haben sich in Wirklichkeit verliebt aber aus Angst vor grossen wirtschaftlichen Verlusten und der jahrelangen monatlichen Unterhaltszahlungen für die Kinder trennen sie sich nicht.

Wenn die Männer diese wirtschaftlichen Konsequenzen nicht hätten, würden sie sich vielleicht doch häufiger brennen für ihre Geliebte.

Deshalb hat auch @Xenia11 Angst, dass ein potentieller Partner beginnt einmal, eine andere Frau sexuell zu begehren und sich vielleicht nach ihr zu verzehren - insofern kann ich ihre Ängste verstehen. Passieren kann das nur, wenn er in seiner Beziehung unglücklich ist, die Liebe und damit auch das Begehren langsam verschwindet. Aber solange beide sich lieben und begehren sehe ich keine Gefahr - ausser der Mann ist narzisstisch veranlagt und braucht Bestätigung von anderen Frauen.
 
  • #47
Eine Liebesbeziehung ohne sexuelles Begehren ist für mich keine!
Für mich auch nicht. Aber es zeigt sich ja, dass durchaus viele Paare zusammenbleiben, obwohl sie sich gar nicht mehr begehren.

Ich denke, was Xenia umtreibt, ist das Gefühl von Frauen, wenn sie selber noch nicht entdeckt haben, dass auch sie nach anderen Männern gucken: Sexuelle Erregung und erotisch finden sollte durch die Partnerin hervorgerufen sein.

Unterm Strich sieht das für mich so aus, als wäre es ein Kontrollwunsch und vielleicht auch Besitzenwollen der Erregung des Mannes in einem narzisstischen Sinne. So in Richtung "keine Götter neben mir".
Wenn man Sexuelle Begierde und Liebe nicht trennen kann, weil man das nicht kennt, erscheint jede andere Sache oder Person, die den Partner anmacht, als Bedrohung. Und ja, es geht ja auch um Treue, aber ich seh das entkoppelt von der Erregung durch andere Menschen. Denn um treu zu sein, muss man meiner Ansicht nach nicht so drauf sein, dass man nur den Partner attraktiv findet, sondern es ist eine Frage, ob man triebgesteuert durch die Welt rennt und jeder "Anregung" nachgeht und ob man Menschen nur als Objekt sieht. Soll heißen, wenn ich einen Mann mit schönen Beinen und attraktiv geformten Hintern sehe (Objekt), heißt das noch lange nicht, dass ich mit ihm Kontakt haben will, um auszutesten, ob was laufen könnte, weil ich jedes Objekt besitzen muss. Und das liegt nicht daran, dass er vielleicht kein für mich schönes Gesicht hat, sondern es ist für mich eine ganz andere Schublade als die, in der Versuchungen liegen würden, und die leer ist, wenn ich einen Partner habe, mit dem ich ein erfülltes Sexleben habe. Dann fällt mir der Mann mit dem schönen Körper auch auf, aber die Sexualität ist gekoppelt an das Erleben mit dem Partner. Ich denke, das wird von manchen umschrieben mit "gegessen wird zu Hause". (Vielleicht bedeutet der Satz aber auch "ich würde ja gern, aber darf nicht", keine Ahnung.)

Also ich denke, wenn der Mann die Partnerin nicht nur als Objekt sieht, das beliebige Eigenschaften haben könnte, Hauptsache, es erregt ihn, dann ist er auch treu in sexueller Hinsicht. Das wäre für mich auch Liebesfähigkeit.
Was Verlieben angeht, also echte Liebesaffären, so spielt da viel mehr rein als Sex, dh. in der Beziehung wird eine Menge mehr fehlen, die Affäre aber wird meist nur als sexueller Betrug gesehen.
 
  • #48
Moin,

der Mensch wurde als "seriell monogam" beschrieben... ich denke, das trifft es zumindest für viele, auch für mich, sehr gut. Lieben kann ich eigentlich immer nur eine Frau --- und zumindest bei mir heißt das dann auch, dass ich einfach keinen Sex mit einer anderen will. Die Frage, ob ich andere Frauen attraktiv oder sexy finde, ist dann extrem hypothetisch, im Sinne von "ja, wenn ich nicht verliebt wäre, könnte ich mir vorstellen, mit XXX Sex zu haben".

Etwas ganz anderes ist es, wenn ich nicht in einer Liebesbeziehung stehe, dann gibt's eben keine Monogamie. Letztlich heißt das auch, dass ich nur dann einen Seitensprung ins Auge fassen würde, wenn ich der Beziehung selbst keine Zukunft mehr gebe.

manchmal
 
  • #49
Die Frage, ob ich andere Frauen attraktiv oder sexy finde, ist dann extrem hypothetisch, im Sinne von "ja, wenn ich nicht verliebt wäre, könnte ich mir vorstellen, mit XXX Sex zu haben".

Etwas ganz anderes ist es, wenn ich nicht in einer Liebesbeziehung stehe, dann gibt's eben keine Monogamie. Letztlich heißt das auch, dass ich nur dann einen Seitensprung ins Auge fassen würde, wenn ich der Beziehung selbst keine Zukunft mehr gebe.

manchmal
Das sind natürlich oft flüchtige Begegnungen und man registriert jemanden als sehr attraktiv - auch Frauen selbst, wenn sie in Beziehungen leben sehen andere attraktive Männer an und umgekehrt auch - aber wenn man in den eigenen Partner verliebt ist so begehrt man ihn auch sexuell.

Erst wenn es in der eigenen Beziehung kriselt und Probleme gibt und man sich nicht mehr gegenseitig unterstützt und versteht, so beginnen die Menschen Ausschau nach jemand anderem attraktiven zu halten vielleicht nicht nur um fremd zu gehen, sondern tatsächlich einen Ersatz zu finden.

Das ist es was die FS vermutlich stark befürchtet, dass ein zukünftiger Partner mit den Blicken länger an einer attraktiven Frau hängenbleibt als erlaubt. Von ihr zu fantasieren und sie zu begehren beginnt ;-)
 
  • #50
Ich kann die These für mich nicht bestätigen. Ich hatte bisher 2 langjährige Partnerschaften (Ehen, 10 und 18 Jahre). In diesen hatte ich nie großes Interesse an anderen Frau und schon gar nicht war ich untreu, auch wenn mir der Sex zeitweise sehr gefehlt hatte. Außerhalb einer festen Beziehung ist das natürlich ein Bisschen anders. Da hätte ich auch ohne feste Bindung kein Problem mit einer Frau unverbindlichen Sex einzugehen. Ich würde ihr aber nichts vormachen, weil ich sie nicht verletzen möchte.
 
  • #51
Ich kenne einige Männer, die gar kein Problem damit haben, neben ihrer (Liebes-)Hauptbeziehung 1-3 rein sexuelle Nebenbeziehungen zu führen (oder zu Prostituiuierten zu gehen). GAR KEINS.
Und diese Männer lieben ihre "Hauptfrau" wirklich.

Da sie wissen, dass jene aber Probleme mit ihren Eskapaden hätte, machen sie es heimlich. Dazu stehe ich ambivalent. Aber nun egal, ob man das für falsch oder richtig hält: Es steht ganz außer Frage, dass sie die Frau mit der sie leben und manche auch Familie haben, lieben. Und die anderen Frauen nicht. Und ich weiß das, weil drei dieser 'Exemplare' zu meinen besten Freunden gehören.

Übrigens geht es dabei oft darum, die Partnerin nicht verlassen zu müssen, nur weil der Sex nicht stimmt. Denn der Grund für die Nebenbeziehung ist oft, dass es mit der Partnerin keinen oder zu wenig Sex gibt oder wichtige sexuelle Bedürfnisse nicht mit ihr befriedigt werden können. Dieser Teil wird dann sozusagen 'ausgesourct' - und alles ist paletti.

m
 
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  • #52
Und diese Männer lieben ihre "Hauptfrau" wirklich.
Woran sieht man das? Das werden sie vielleicht sagen, weil sie ihr Leben nicht NUR wegen gutem Sex ändern wollen (wenn es unwichtig ist, kann man es auch lassen, zumal es ja doch ein großes Risiko bedeutet). Das Einzige, was wirklich ein Fakt ist, ist, dass sie die "Hauptfrau" anlügen.
Wenn man seinen Partner anlügt, ist in der Beziehung ein emotionale.

Wie würde sich ein Mann fühlen, wenn er erfahren würde, dass seine Frau den Sex ausgelagert hat, weil es nicht reichte und nicht so gut war wie mit anderen, und sie deswegen die ganze Zeit gelogen hat? Geliebt?
Wenn hier jetzt die Antwort lauten würde, bei Frauen sei das was anderes aufgrund des Geschlechtes, denn Männer können Sex und Liebe besser trennen als viele Frauen (aber eben nicht alle, denn seine kann das auch, wie er gerade sieht), dürfte der Mann sich natürlich trotzdem geliebt fühlen, auch wenn er sexuell nicht ausreichend ist, denn er müsste die Frau ja verstehen mit ihrer Sex-Auslagerei.

Aber wie ist es mit dem Lügen? Würde sich ein Mann, der ewig angelogen und für dumm verkauft wurde in einer wichtigen Sache geliebt fühlen?
 
  • #53
Woran sieht man das? Das werden sie vielleicht sagen, weil sie ihr Leben nicht NUR wegen gutem Sex ändern wollen (wenn es unwichtig ist, kann man es auch lassen, zumal es ja doch ein großes Risiko bedeutet).
Das erzählen sie mir, ihrem besten Kumpel; warum sollten sie mich belügen? Nene, das ist schon so, das merkt man auch.

Das Einzige, was wirklich ein Fakt ist, ist, dass sie die "Hauptfrau" anlügen.
Nein, das ist 1 Fakt, nicht der einzige.
Und einer, der auch mir nicht behagt.
Andererseits sind dermaßen viele Menschen viel zu unreif, um mit so was umgehen zu können (und mit den meisten Wahrheiten); denn wahr ist zum Beispiel auch, dass man mehr als einen Menschen lieben kann.
Weil es aber nicht sein soll, soll es auch nicht sein können, so die Meinung der Mehrheit.

Wie würde sich ein Mann fühlen, wenn er erfahren würde, dass seine Frau den Sex ausgelagert hat, weil es nicht reichte und nicht so gut war wie mit anderen, und sie deswegen die ganze Zeit gelogen hat? Geliebt?
Das müsste nicht sein, wenn er es nicht (zufällig?) erfahren müsste, sondern von ihr mitgeteilt bekommen würde, dass es ansteht.
Und dann sind wir wieder beim Thema Reife.
Wie gesagt, eine ehrliche Beziehungswelt wäre auch mir lieber, nur tatsächlich vertragen die die wenigsten.



Wenn hier jetzt die Antwort lauten würde, bei Frauen sei das was anderes aufgrund des Geschlechtes, denn Männer können Sex und Liebe besser trennen als viele Frauen (aber eben nicht alle, denn seine kann das auch, wie er gerade sieht), dürfte der Mann sich natürlich trotzdem geliebt fühlen, auch wenn er sexuell nicht ausreichend ist, denn er müsste die Frau ja verstehen mit ihrer Sex-Auslagerei.
Natürlich, gleiches Recht für alle.
 
  • #54
Wie gesagt, eine ehrliche Beziehungswelt wäre auch mir lieber, nur tatsächlich vertragen die die wenigsten.
Das klingt so, als würden die Frauen das nicht einsehen können, weil sie an die große Liebe mit dem Mann, der sie heimlich betrügt, glauben. Und ja, ich denke auch, sie hätten große Probleme damit.
Aber das eigentliche Ding hier ist doch, dass die Männer das für ihre Frauen entscheiden, weil sie der Entscheidung der Frau, die Ehe zu trennen, einen Riegel vorschieben wollen. Es geht nicht um Liebe, es geht um Egoismus, der keine Folgen haben darf.
Sie gehen automatisch davon aus, dass die Frauen es nicht begreifen würden. Also halten sie ihre Frauen für naive Mäuschen, die sexuell nunmal nicht der Bringer sind. Und wenn man jemanden betrügen kann, sinkt dann nicht automatisch auch das Ansehen dieses Betrogenen in den Augen des Betrügers?

Das heißt auch, sie gehen davon aus, dass das langweilige Sexleben, dass sie empfinden mit ihrer Frau für diese aber völlig ausreichend ist. Es sollte dann ihre eigene Entscheidung sein, den Mann auch heimlich zu betrügen, um auf die eigenen Kosten zu kommen, Hauptsache keiner erfährt was.

Mich würde interessieren, was für Affären das sind, also ob mit ebenfalls gebundenen Frauen oder ob mit verliebten Frauen, die darauf hoffen, die Männer würden sich trennen. Falls es keinen Unterschied macht für diese Männer, weil die Triebkraft ihrer Handlungen ausschließlich Egoismus ist, komme ich zu der Frage, ob so ein Mensch lieben kann. Sobald ein Mensch einen anderen bzgl. Gefühlen bewusst ausnutzen kann, kaufe ich ihm nicht mehr ab, dass er lieben kann.

Das hier
Wenn man seinen Partner anlügt, ist in der Beziehung ein emotionale.
sollte heißen:
Wenn man seinen Partner anlügt, ist in der Beziehung ein emotionaler Graben, über den keiner rüber kann und darf.
 
  • #55
Sobald ein Mensch einen anderen bzgl. Gefühlen bewusst ausnutzen kann, kaufe ich ihm nicht mehr ab, dass er lieben kann.
Eigentlich stimme ich Deinem Beitrag fast vollumfänglich zu. Aber oben zitiertes stimmt so einfach nicht.
Dass man den Menschen ganz offensichtlich nicht liebt, dessen Gefühle man, ohne sein Wissen, für das eigene Vergnügen nutzt, mag ja vielleicht noch bei den meisten stimmen.
Aber, dass solch ein Mensch gar nicht lieben kann ist schlicht nicht wahr.

Für mich kommen nur Singles als potentielle Affärenpartner in Frage.
1. Will ich keine anderen Frauen leiden lassen.
2. Sind sie zeitlich flexibler und unkomplizierter
3. Ist es einfach auch schön, wenn sie sich ein bissel verlieben und mich nicht nur als menschliches Sextoy betrachten.

Beim 3. Punkt ist für mich nur wichtig, dass sie von Anfang an ganz klar wissen, es wird mit mir keine Zukunft geben und ich werde mich niemals von meinem Mann trennen. Der Rest ist die freie Entscheidung eines erwachsenen Mannes.

Bin ich deshalb nicht fähig zu lieben?
Doch, bin ich. Nämlich meinen Mann. Meine Freunde, meine Familie...

Den Standpunkt von @tabbi nebst Freunden finde ich allerdings mehr als bedenklich.
Hier werden die Ehefrauen entmündigt. Das ist herabsetzend und absolut intolerabel.

Sie mögen ihre Frauen lieben, irgendwie von oben herab, aber sie respektieren sie nicht.
 
  • #56
Das finde ich wieder einmal einen hervorragenden Beitrag von @void. Ich habe es mit meinem Lebenspartner so gemacht: Nach längerer Zeit in der ich keine Lust mehr hatte und dies auch so blieb, mit ihm offen gesprochen, mehrfach. Gemeinsam mit ihm überlegt was man tun kann. Gemeinsam mit ihm beschlossen, dass wir einander jeweils 1 Zweitbeziehung erlauben, falls wir jemandem begegnen, der es wert ist. Also offen und ehrlich über die Gestaltung der Beziehung und der potenziellen Zweitbeziehung gesprochen. Über das Thema Polyamorie informiert. So. Wir sind bis jetzt trotzdem nicht wunschlos glücklich geworden, aber das Wichtigste für mich: Wir haben das gemeinsam beschlossen und wir haben einander nicht angelogen. Was ich wirklich nicht verstehe: Warum haben so viele Leute/ Männer nicht den A**** in der Hose, es genauso zu machen? Das ist schließlich der wichtigste Mensch in deren Leben! Und sie finden es einfacher, diesen Menschen fortgesetzt anzulügen, statt 1 Mal mutig zu sein und das heiße Eisen anzufassen! Sorry, ich verstehe es nicht. Haben diese Leute so wenig Vertrauen zu ihren Partnern/innen? Haben sie Angst vor ihnen? Sind die alle mit "Drachen" zusammen, mit denen man nicht offen und vertrauensvoll reden kann? Für mein Empfinden schließt echte Liebe (diese behinhaltet Empathie und ein gewisses Maß an Selbstlosigkeit!) es kategorisch aus, die Partnerin anzulügen (noch dazu mehrfach, über längere Zeiträume). Diese Leute belügen sich selbst doch auch. -- Und natürlich ist es so, dass man mehrere Menschen lieben und/ oder begehren kann. Wer das abstreitet nach dem Motto "es kann nicht sein, was nicht sein darf", der befördert damit noch diese ganze Lügerei. Man muss der Realität ins Gesicht sehen.
 
  • #57
Ich kenne einige Männer, die gar kein Problem damit haben, neben ihrer (Liebes-)Hauptbeziehung 1-3 rein sexuelle Nebenbeziehungen zu führen (oder zu Prostituiuierten zu gehen). GAR KEINS.
Und diese Männer lieben ihre "Hauptfrau" wirklich.

Da sie wissen, dass jene aber Probleme mit ihren Eskapaden hätte, machen sie es heimlich. Dazu stehe ich ambivalent. Aber nun egal, ob man das für falsch oder richtig hält: Es steht ganz außer Frage, dass sie die Frau mit der sie leben und manche auch Familie haben, lieben. Und die anderen Frauen nicht. Und ich weiß das, weil drei dieser 'Exemplare' zu meinen besten Freunden gehören.
Genau das glaube ich nicht, dass diese Männer ihre Hauptfrau lieben oder gar respektieren.

Liebe ist nur ein Wort und jeder definiert es anders. Eine Frau lieben bedeutet für mich, dass der Mann sie ernst nimmt, respektiert und ihre Gefühle nicht verletzen will. Sie zu lieben bedeutet für mich gleichzeitig, sich auch sexuell nur nach ihr zu verzehren bzw. nur die geliebte Frau auch sexuell zu begehren.

Vielleicht wäre es wahrhaftiger und korrekter zu sagen, sie lieben ihr bequemes und gemütliches Leben und die angenehme Atmosphäre, welche ihnen die Frauen zu Hause bieten. Aber ihre Ehefrau als Mensch lieben sie nicht, denn ansonsten hätten sie nicht mal das Bedürfnis mit anderen Frauen zu schlafen. Meldet sich das Bedürfnis nach anderen Frauen, so stimmt etwas grundsätzliches in ihrer Beziehung nicht und den Männern mangelt es an etwas essenziellem.

Solch ein treuer Mann war mein Vater und alle meine Cousins und ich kenne etliche Männer, die aus Liebe und Respekt nicht mal im Traum ihre Frauen betrügen würden. Oder soll man daraus den umgekehrten Schluss ziehen, dass diese Männer treudoof sind und nicht wirklich lieben, nur weil sie nicht andere Frauen im Bett wollen?
 
  • #58
Aber ihre Ehefrau als Mensch lieben sie nicht, denn ansonsten hätten sie nicht mal das Bedürfnis mit anderen Frauen zu schlafen. Meldet sich das Bedürfnis nach anderen Frauen, so stimmt etwas grundsätzliches in ihrer Beziehung nicht und den Männern mangelt es an etwas essenziellem.
Und eben das stimmt nicht. Das gehört in die Denk-Kategorie: Es darf nicht sein, was nicht sein soll.
Nicht nur, dass man mehr als einen Menschen lieben kann, man kann durchaus auch einen Menschen lieben und einen anderen sexuell begehren.
Du gehst von dir aus, und nachdem du das getan hast, sprichst du denen, die anders sind, ab, dass sie "wirklich" lieben.

Einer dieser 'bösen, liebesunfähigen' Männer ist mein Schwager, er ist seit 20 Jahren mit meiner Schwester verheiratet, sie haben zwei Kinder. Er liebt sie, ist ein super Familienvater, würde alles für diese Familie tun und hatte doch (heimlich) eine monatelange sexuelle Außenaffäre (eben weil da im Bett was "drin war", was meine Schwester nicht mochte).

Als es dann rauskam, half ich ihm und meiner Schwester mit vielen Gesprächen, die Ehe zu retten; das hätte ich nicht getan, wenn ich der Meinung gewesen wäre, dass er sie nicht liebt, denn meine Schwester und ihr Glück sind mir näher als das seine. Und ich hätte ihr geraten, ihn in den Wind zu schießen.
 
  • #59
Moin,
das hätte ich nicht getan, wenn ich der Meinung gewesen wäre, dass er sie nicht liebt, denn meine Schwester und ihr Glück sind mir näher als das seine.
Das wird aber wohl nicht abgegangen sein, ohne dass dein Schwager ihr vesprechen musste, künftig einigermaßen monogam zu leben...? Oder hat deine Schwester etwa "eingesehen", dass sie diese Trennung Liebe/Sexualität akzeptieren muss?
Will sagen: die Liebesfähigkeit des Schwagers bzw. die "Qualität" der Liebe wurde wahrscheinlich auch in diesem Fall an einem Konsens festgemacht, dass sexuelles Begehren und Liebe im wünschenswerten Fall nicht getrennt sind. Und dass das Verhalten des Schwagers nicht "wünschenswert" oder konsensfähig war, sieht man ja daran, dass die Ehe fast zerbrochen wäre.

Und natürlich wird auch in dieser Frage irgendeine Form der "Norm" bzw. der Regel (mit ihren Ausnahmen) gebraucht: Du würdest ja z.B. auch keinen ausgeprägten Narzissmus, Gewalttätigkeiten etc. akzeptieren, nur weil er vorkommt...? Nach dem Motto "Ich schlage meine Frau, aber ich liebe sie natürlich trotzdem..." ? Wenn die Mehrheit der Frauen unter "Polyamorie" leidet, sollte das zumindest in die Norm einfließen.

manchmal
 
  • #60
Als es dann rauskam, half ich ihm und meiner Schwester mit vielen Gesprächen, die Ehe zu retten; das hätte ich nicht getan, wenn ich der Meinung gewesen wäre, dass er sie nicht liebt, denn meine Schwester und ihr Glück sind mir näher als das seine. Und ich hätte ihr geraten, ihn in den Wind zu schießen.

Tja, und wäre es nicht besser gewesen, VOR den tollen Erlebnissen mit der anderen Frau diese Gespräche mit einer Ehefrau zu führen?!! - Siehe mein Beitrag oben! Aber dazu gehört eben Mut. Vielleicht wäre sie sogar einverstanden gewesen. Alles besser, als angelogen = verar***t zu werden. Ich würde sowas niemals verzeihen. Entweder man verzichtet, oder man redet drüber und findet ne Lösung, oder man trennt sich! Lügen ist SO unfair.
 
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