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  • #1

An die Männerwelt: Wieso klappt das bei euch so gut?

Ich frage mich bereits seit längerem, warum es Männer fast immer schaffen so entspannt zu sein. Kritik kommt meines Erachtens fast immer nur von Frauen und stört euch einmal etwas, seht ihr es doch gelassen. Manchmal bin ich auf meinen Freund ein wenig neidisch, da er auf natürliche Art und Weise egoistisch ist, auf sich achtet und in fast allen Lebenslagen sehr entspannt ist. Komme ich einmal zu spät, spricht er das Thema nicht einmal an und freut sich, dass ich da bin. Kommt er zu spät zur Verabredung (es waren noch zwei Bekannte dabei), maule ich im Nachhinein rum, weshalb er nicht auf die Uhr gesehen hat, da mir das gemeinsame Treffen wichtig war. Ich empfinde manches als respektlos dem Partner gegenüber, er meinte ich soll nicht alles immer so streng sehen und der Seele mehr Raum geben. Grundsätzlich finde ich schon, dass wir gut zusammen passen und meine Gedanken zeigen mir, dass ich gerne öfter so wäre wie er, da ich es schön finde, dem anderen mehr Raum zu geben und nicht alles auf die Goldwaage zu legen. Wären da nicht immer mein Anstand, mein Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein! Ich habe das Gefühl, ich stehe mir oftmals selbst im Weg. Liegt es daran, dass ich vielleicht zu prinzipientreu bin? Im Grunde sind es eigentlich nur Kleinigkeiten, aber Kleinvieh macht eben auch Mist und mittlerweile möchte ich an dieser Situation unbedingt etwas ändern. Nur wie?
 
  • #2
Männer "müssen" es so entspannt behandeln, um Stress zu vermeiden.
Worüber sich die Frau aufregt, spart der Mann Nerven und Energie für Wichtigeres.

Mein letzte Partnerin regte es auch auf, aber inzwischen weiss sie das Entspannende zu schätzen, und reagiert nun ähnlich.
Ihr jetziger Partner regt sich wegen Allem und Jedem auf. Und steigert sich auch noch hinein.
= der hats noch nicht gelernt. Und nervt sie damit enorm.
 
  • #3
Na dann sei doch einfach nicht so wie du bist? es ist wesentlich angenehmer mit jemande zusammenzuleben der nicht alles auf die Goldwaage legt und eine hohe Toleranz bei gewissen Dingen an den Tag legt.. Wenn man sich vieles zu sehr zu Herzen nimmt, dann stresst man sich am Ende nur selbst... grade solche "weichen/formlosen" Punkte wie "Respektlosigkeit" sind unendlich dehnbar und man sollte tunlichst vermeiden seine eigenen Masstæbe an den Anderen zu legen.. Wenn ich einer Frau nicht unaufgefordert beim Kistenschleppen helfe dann ist das fuer MICH ein Zeichen meines Respekts ihr gegenüber , ich halte sie fuer fæhig, intelligent und stark genug.. andere wuerden das als evtl. respektlos bezeichnen..etc..

Prinzipiell, wenn etwas zeitlich vorbei ist sollte man sich nur in ganz wenigen Ausnahmefællen darueber nochmal aussprechen oder aufregen.. es gibt wirklich im leben nur ganz wenige Ausnahme in denen Aufregung nøtig ist, das ist: unmittelbare Gefahr fuer Leib und Leben. Abwendbare, unmittelbare Gefahr fuer materielle Gueter.. alles andere kann man, muss man aber nicht.. =)
 
  • #4
Es ist ein Lernprozess. Meine Gefühle sind chemische Prozesse in meinem Körper und nur ich habe Einfluss darauf. Ich kann mich über eine gegebene Situation aufregen, ärgern, freuen, oder sie mir egal sein lassen, es liegt an mir und meiner Entscheidung, wie ich mit den Umständen umgehe. Entspannt sein ist also Übungssache, womit ich nicht meine, dass es sofort klappt und einfach ist. Aber mach dir bewußt, dass Du es in der Hand hast, wie du auf die Umstände reagierst. Dann wirst du mit der Zeit weniger Ärger haben.

Dazu kommt, dass du nur die Zukunft ändern kannst, nicht die Vergangenheit. Wenn dein Freund zu spät kommt, dann liegen die Gründe in der Vergangenheit (Ubahn hatte Verspätung, Oma hat angerufen, gerade als er losgehen wollte etcpp, alles vorbei und nicht mehr zu ändern). Was willst Du also Energie verschwenden, um im Nachhinein zu bewirken, dass der pünktlich gekommen wäre? Sprich mit ihm, dass du es gern sehen würdest, wenn er in Zukunft mehr auf Pünktlichkeit achten würde, wenn dir das wichtig ist. Das ist konstruktiv. Meckern ist es nicht.
 
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  • #5
Ich (w) habe die Erfahrung gemacht, dass ich mehr herumnöle, wenn ich mit mir selbst nicht zufrieden bin.
Komm mit Dir ins reine, dann kannst Du es auch mit anderen tun.
Wie heisst es so schön:
Du kannst Dich den ganzen Tag darüber aufregen, Du bist aber nicht dazu verpflichtet.

Mit dem ALter kommt eine gewisse Gelassenheit, besinne Dich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben, dann ist eine 10-minütige Verspätung auf einmal genau das, was es ist:
Total egal.
 
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  • #6
Es liegt viel an deiner Kindheit/Jugend und damit an deiner Erziehung. Du bist gewohnt und auch so gedrillt: pünktlich zu sein, respektvoll zu agieren, dich selbst zurück zu nehmen und immer zu funktionieren. Das erwartest du auch von anderen, die deine Erziehung jedoch nicht genossen haben und Respekt (leider) anders definieren.

1. du kannst dich selbst analysieren, aufschreiben, wann du immer ausflippst und an dir arbeiten.
2. du solltest aber mit deinem Freund auch offen darüber reden, damit er weiß, es ist nicht persönlich gemeint - jeden falls nicht vordergründig - sondern es passiert aus deiner "Programmierung" heraus.

Viel Glück und Erfolg - aber gib dir Zeit, die brauchst du! - Gruß w,42, habe das gleiche Problem...
 
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  • #7
vielleicht kann man als Frau oft manche Kleinigkeiten nicht entspannt sehen, weil man selbst so erzogen wurde, gerade als Mädchen! z.B. regt sich die Mutter meistens viel mehr auf, wenn die Tochter mit dreckigen Schuhen in den frisch geputzten Flur trampelt, als wenn das der Sohn tut. An Mädchen werden doch oft bei eigentlich nicht so wichtigen Kleinigkeiten enorm strenge Maßstäbe angelegt, und deshalb läuft dann später bei der erwachsenen Tochter automatisch dasselbe Programm wieder ab, ob das nun gegenüber dem Partner ist oder gegenüber den eigenen Kindern.

Man kann da nur nach gründlicher Selbstreflexion mit der Ratio dran gehen und sich mit Hilfe der hier schon gegebenen Tipps und Bewusstwerden, Abwägen, anders entscheiden, usw., an sich arbeiten.

Es ist sicher nicht förderlich, wenn man sich ´permanent über Kleinigkeiten wie Dreck auf dem Fußboden oder beispielsweise einen Kratzer im neuen Glastisch aufregt. Weder für die eigene Gesundheit noch für die Partnerschaft.
 
  • #8
Kann sein, dass Du etwas suchst in dem Du besser bist bzw. in dem Du Dich beweisen kannst? Mir hat eine mal gestanden, dass sie nur herumnörgelt, weil sie sich unterlegen fühlt und durch aufzeigen der Fehler anderer, Bestätigung findet.
 
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  • #9
Also bei meinem Exmann war das nur alles ganz "locker", wenn Er zu spät kam, wenn ER etwas vergessen hatte, wenn ER Termine unvorhergesehen hatte, wenn er keine Zeit am WE für mich (und die Kinder) hatte.
Dann musste ich es locker nehmen und war zickig, wenn es nicht so war.
Aber wehe, ich hatte mal einen Termin, keine Zeit, hatte etwas vergessen: Das war eine höchste Anmaßung und darauf wurde den ganzen Tag rumgeritten.
Auch hat er nie etwas aufgeräumt oder geputzt, aber wehe, irgendwo war etwas nicht ganz sauber oder die Wurst im Kühlschrank in keiner Tupperschüssel - da wurde sofort eine Randnotiz gemacht! Total spießig.
Bei dem Mann meiner Freundin ist es übrigens ähnlich.
Kanns nicht besser, aber meckert ständig rum.
Also ich kann nicht bestätigen, dass Männer lockerer sind.
 
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  • #10
Liebe FS, Du sprichst mir aus der Seele! Mir geht es genauso. Ich denke, dass #7 mit seiner Annahme ganz gut liegt. Bei mir ist es auch so, je unzufriedener ich mit mir selbst bin desto mehr muss ich an allem herumnörgeln. Man kann nicht aus seiner Haut und geht anderen damit u.U. fürchterlich auf den Wecker. Habe leider noch kein Patentrezept dagegen entwickelt, arbeite aber daran.

w, 35
 
  • #11
Fast alle Frauen sind pingeliger, wenn es um Dinge geht, welche die innere Harmonie aus dem Gleichgewicht bringen.
Das liegt nicht (nur) an der Erziehung, sondern in uns selbst, in unseren Genen. Bereits kleine Mädchen verhalten sich sozialer beim Spiel, als Jungen und achten darauf, dass alle Beteiligten harmonieren. Als Erwachsene sind sie, auch in einer Partnerschaft, diejenigen, die sich nur in einer entspannten, ausgeglichenen Atmosphäre wohl fühlen und nörgeln, wenn irgend etwas stört.

Da kommen wir Frauen nur wieder heraus, wenn wir mal kopfgesteuert versuchen, störende Ereignisse anders zu verarbeiten, so wie #3 Pe'pe' le Moko es beschreibt.
(Mir gelingt das bis heute nicht)
 
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  • #12
Liebe FS,

da du nach dem maennlichen Standpunkt gefragt hast, moechte ich (m,28) hier dir meine Meinung zu dem Thema geben.

Wie bei einigen meiner Vorredner geht eine entspannte Grundhaltung zu den "Macken" und "Fehlern" anderer einher mit der Konzentration aus Wesentlich. Zudem finde ich, dass, wenn man sich fuer eine Partnerin entscheidet, sich fuer sie als ganze Person entscheidet inklusive eventuellen "Macken". Daher ueberlege ich mir vorher gut, ob es sich zu meckern lohnt.

Bei meiner Ex hatte ich zudem das Gefuehl, dass sie mit sich selbst nicht zufrieden war und diese Unzufriedenheit nach aussen gerichtet hat (in dem Fall dann auf mich), aehnlich wie es bereits geschrieben wurde.

Die Kehrseite der Medaille ist uebrigens, dass wir Maenner oft sehr stur werden, wenn wir das Gefuehl haben, dass man uns "umbiegen" oder umerziehen moechte. In der Beziehung sind dann die Frauen vielleicht lernfaehiger.
 
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  • #13
Angela
das halte ich für schöngefärbte, selektive, feministische wahrnehmung.
genauso gut könnte ich das bild vom intriganten kleinen mädchen malen. Schließlich üben frauen doch eher emotionale gewalt aus, männer körperliche - zumindest wenn man nach der üblichen küchenpsychologie geht.

Bei der genetikargumentation schaltet mein verstand mittlerweile aus selbstschutz in den standby-modus. Ehrlich, genetik hat mittlerweile Esoterik-status. "Ich kann mich nicht ändern, die gene sind's" ;)

FS:
Gefahr erkannt, gefahr gebannt. Versuche, lockerer zu werden und überspring den hokuspokus-teil :)
 
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  • #14
Seit wann sind Männer entspannt? Vielleicht nach aussen hin, aber wenn es wirklich so wäre, dann würden sie Frauen viel respektvoller behandeln, würden nicht so viel saufen, weniger arbeiten, mehr auf ihre Gesundheit achten, sich mehr um Kinder und Familie kümmern und nicht durchdrehen, ihre Frau und die eigenen Kinder umbringen, weil es in der Familie Probleme gibt.

Ich denke, oft ist es nur ein Show, wenn man hinter die Fassade schaut, sehe ich oft Elend und wenig Entspanntheit.

w 48
 
  • #15
Das hat doch absolut nichts mit dem Geschlecht zu tun. Es gibt einfach Menschen, die sind gelassener in Dingen die nicht so wichtig sind und haben entsprechend eine andere priorität. Und vor allem fühlen sich eben nicht alle von Kleinigkeiten gleich persönlich angegriffen oder herabgesetzt. Das gibt es aber unter Männern wie Frauen. Ene Häufung bei den Geschlechtern ist da sicherlich statistisch nicht feststellbar.
 
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  • #16
Hier die FS:

Vielen Dank für eure Antworten. Interessant finde ich, wie unterschiedlich diese Thematik gesehen wird. Mein Freund ist beruflich sehr eingespannt und möchte dann im privaten nicht auch noch Termine und große Verpflichtungen. Daher sieht er im Privaten vieles auch nicht so eng.
Einerseits kann ich diese Einstellung verstehen, andererseits darf meiner Meinung nach das Private darunter nicht leiden. Im Großen und Ganzen täte es mir sicher gut, ähnlich entspannt wie mein Freund zu werden, da ich mir im Nachhinein oft denke, wie doof war ich nur, mich darüber aufzuregen. Daher merke ich auch, dass mich meine Art selbst hin und wieder nervt.
Trotzdem, werde ich den Gedanken nicht los, dass es sich mein Freund irgendwie zu leicht macht. Ich bin beruflich ebenfalls eingespannt, mache 3/4 des Haushaltes und eigentlich ist es doch nicht zu viel verlangt, eine kurze SMS zu erhalten, dass es später wird. Oder dem anderen kurz Bescheid zu geben, dass man noch mal schnell wohin fährt. Er bezeichnet das als zu kontrolliert und möchte sich nicht für alles rechtfertigen müssen, wenn er statt gleich nach Hause noch "schnell" in die Stadt fährt und 30 Minuten später kommt. Ich sitze dann zuhause wie bestellt und nicht abgeholt und warte auf ihn. Seiner Meinung nach müsste ich nicht auf ihn warten, das würde er nicht verlagen. Schließlich kann ich mich auch anderweitig beschäftigen. Wie sieht das die Männerwelt? Bin ich wirklich zu verbissen, zu streng mit mir und anderen, zu unentspannt? Oder liegt die Wahrheit in der Mitte?
 
  • #17
Ich sitze dann zuhause wie bestellt und nicht abgeholt und warte auf ihn. Seiner Meinung nach müsste ich nicht auf ihn warten, das würde er nicht verlagen. Schließlich kann ich mich auch anderweitig beschäftigen. Wie sieht das die Männerwelt? Bin ich wirklich zu verbissen, zu streng mit mir und anderen, zu unentspannt? Oder liegt die Wahrheit in der Mitte?

Weshalb wartest Du? Weil das mühsam gekochte Essen verdirbt oder weil ihr pünktlich ins Theater wollt?

Oder weil Du einfach willst, dass er da ist?

Ich bin eher wie Dein Freund, und den Mann nervt es manchmal. Ich lächele dann und frage ihn, was er so Schlimmes verpasst hat.

Rücksichtnahme und Höflichkeit in Ehren, aber diese zwanghafte Rechenschaftspflicht der Handyzeit nervt einfach nur. Meist läuft doch Nichts weg- also entspann Dich!
 
  • #18
ich denke dei Freund macht alles Richtig.. und: das private "leidet" nicht drunter wenn man das ganze weniger verbissen sieht, sondern es gewinnt ungemein.. Ich kann die Argumentation deines Freundes voll und ganz nachvollziehen und würde es genau so auch erklären.. es ist ein intuitives "MITeinander", nicht gegeneinander und nicht Umeinander.. er erwartet gar nicht das du auf ihn wartest, und ist sicherlich auch nicht schlecht gelaunt wenn du mal ne studne später kommst und noch spontan was anderes machst..

ich kann dir nur nahelegen, wenn du mit deinem Freund alt werden wilst, dann solltest du dir einiges bei ihm abschauen... macht wesentlich zufriedener und ihr findet harmonisch zusammen.. denn er empfindet dieses "über den Dingen stehen" wahrscheinlich als weiteren Schritt in die Richtige Richtung.. und würde sich extrem schwer tun sein Verhalten wieder "zurückzuentwickeln"... Ich empfinde es auf jeden Fall so.. und würde nicht wieder zurückgehen wollen, denn aus der Richtung kam ich auch mal..
 
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  • #19
Pünktlichkeit, Ordentlichkeit, finanzielle Angelegenheiten und tausend weitere menschliche Eigenschaften können bei zwei Menschen niemals allesamt gleich sein. Irgendwo und meistens an vielen Stellen wird es nicht 100% passen. Du kannst einen anderen Partner wählen, aber dann wird es garantiert an anderer Stelle zwicken! Werde selbst gelassener und akzeptiere den anderen so wie er ist! Das ist in der Tat eher männlich und es ist eher weiblich, Erwartungen, Forderungen, Meckereien zu stellen, dass der Mann so werden soll wie die Frau. Aber am Ende kann Mann es Frau eh niemals 100% Recht machen, es wird immer etwas bleiben und sich nur auf etwas Anderes verlagern.
 
  • #20
Hier die FS:... Ich bin beruflich ebenfalls eingespannt, mache 3/4 des Haushaltes und eigentlich ist es doch nicht zu viel verlangt, eine kurze SMS zu erhalten, dass es später wird.
Ich sitze dann zuhause wie bestellt und nicht abgeholt und warte auf ihn. Seiner Meinung nach müsste ich nicht auf ihn warten, das würde er nicht verlagen. Schließlich kann ich mich auch anderweitig beschäftigen.
Dieser Mann ist m.E. sehr selbständig, und kann und macht Vieles alleine. Das Gleiche erwartet er von seinen Mitmenschen.
Nicht auf ihn warten, sondern selber aktiv werden.

Beispiel: Um 12 Uhr gibt es Mittagessen. Also fang um 12 Uhr an zu essen - auch wenn er nicht da ist. Wozu weiter hungern, nur wegen ihm ? Denn er denkt: Wer Hunger hat, und sein Essen vor sich -> der isst.
Für den Einen ist es Unpünktlichkeit - für den Anderen Flexibilität, und nicht-häuslich-"angekettet" zu sein.

Und wenn er erst um 12:30 käme, dann ist sein Essen kalt = selber schuld. Macht ihm nichts aus, wärmt er es halt selber auf.
Er achtet aber m.E. in der Beziehung schon, daß er seine Partnerin nicht zu sehr / nicht noch mehr vernachlässigt.
 
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  • #21
Liebe FS - halte ihm den Spiegel vor und funktioniere ab sofort nicht mehr perfekt. Mach nur noch 1/2 des Haushalts, den Rest soll er, so flexibel er ist, selbst tun. Warte nicht auf ihn oder besser, fahre auch flexibel nach der Arbeit nochmal in die Stadt und verspäte dich. Ruf nicht an, triff dich mit einer Freundin und komme dann gut gelaunt nach Hause. Über kurz oder lang wird er merken - hoppla, da läuft etwas aus dem Ruder - UND es wird ihm, so ihm etwas an eurer Beziehung liegt, nicht gefallen. Denn jetzt nimmst du dir Freiheiten heraus, die sonst nur er sein Eigen nannte. Jetzt sollte ihr darüber reden - ohne Vorwürfe und du ihm klar machen, dass du ihm nur aufzeigst, wie er mir dir umgeht. Wenn du weiterhin auf ihn warten willst, kannst du das tun, solltest dann aber bitte nicht mehr jammern. Beziehung ist geben und nehmen - von beiden Seiten!

Ich mache das gerade - das ging soweit, dass er mir vorhielt, wie ich xyz einfach liegen lassen könne. Ich antwortete ihm - schließlich hätte er es mir ja vorgemacht. Mich hätte es damals gestört, er spielte es herunter. Also könne es für ihn ja nicht so schlimm sein, wenn ich nun das gleiche täte. Dann schlug ich ihm den Kompromiss vor - nämlich das, was ich als normal finde. Und jetzt funktioniert es.
 
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  • #22
Liebe FS, ich denke auch, dass dein Freund alles richtig macht. Ich bin eher so wie er und mein Mann (10 Jahre zusammen) ist eher der ordentlichere, pünktlichere und organisierte Partner von uns. Allerdings stören ihn meine kleinen Fehler nicht so und deswegen sind wir schon lange glücklich. Fast alle meine Freunde sind ein wenig verpeilt und vergessen immer mal was, so bin ich aufgewachsen und so bleibt es. Auch wir haben sehr anspruchvolle Jobs, die unsere gesamte Konzentration kosten, da will ich mich nicht noch im Privaten wegen 10 Min. oder einem Krümelberg unter dem Küchentisch belasten.

Ach ja: auch Sätze wie: "Das hab' ich dir doch schon 3 Mal gesagt und du hast es trotzdem vergessen" ect. kann man oft weglassen. Bei dem ganzen Mist, den wir Frauen (jaja, nich alle - ich weiß!) den ganzen Tag quasseln, kann schon man was untergehen. Ich würde bei mir auch immer mal abschalten ;) . Wenn ich was wirklich wichtiges habe, dann sage ich immer: Mann - das ist jetzt echt wichtig, merk es dir bitte!

w, 30
 
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  • #23
@20 - Ich finde, dass man eh so leben und lieben kann, wie Sie es in einer Denkzettelmanier betreiben und finde den Hintergrund falsch. Wenn ich keinen "laissez-faire"-Partner will, dann suche ich einen anderen und versuche meinen Partner nicht damit zu erziehen.

Man kann nur sich selber ändern und nicht den Partner! Wenn ich ein Mann wäre und würde ständig von meinen Freundinnen (einer nach der anderen) nach 2-5 Jahren Beziehung (und Abflachen der Verliebtheit) in ein manipulatives Umerziehungscamp namens "Unser Zuhause" gesteckt werden, dann wäre ich ganz schnell weg.

- w, 30, #21
 
  • #24
Du bist im Muttimodus. Du sorgst dafür, daß im häuslichen Bereich alles funktioniert - neben dem Job - und erwartest, daß er sich einfügt. Er reagiert wie der kleine Junge früher, kommt irgendwann aus der Schule, feuert den Ranzen in die Ecke und schaltet auf die Ohren auf Durchzug, weil es wieder Ärger gibt, weil das Essen kalt geworden ist. Er hätte wahrscheinlich lieber eine Spielgefährtin.
Komm aus diesen Elternspielen raus, versuche mal deine Konditionierungen auf ihren Sinn zu prüfen und begreife Gelassenheit als Freiheit.
 
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  • #25
Also sind Gefühle nur dann echt, wenn man sie äußert? Wie könnte man sich dann das Aussprechen verkneifen, wenn man weiß, dass die Ansage kontraproduktiv wirkt.
Nämlich Ohren auf Durchzug, abwimmeln, und viel schlimmer: sich daran gewöhnen. Haben einige Vorredner schon bemerkt.
Aber vielleicht ist frau nur dann glücklich, wenn sie sich unbedacht und sofort äußern darf? Weil sonst das Angesammelte "aufbricht mit der Heftigkeit eines verborgenen Wunsches" (L.Kaschnitz, glaube ich).
Meine schlechte Angewohnheit ist es, mit dem Glockenschlag zu Verabredungen einzutreffen, wenn ich allein komme. Das hinderte meine letzte Freundin nicht daran, mir Verspätungen und Unpünktlichkeit vorzuwerfen. Aufrechnen bewirkte wenig, die Aufforderung, eine Verspätung mit Datum zu benennen, verschlimmerte die Vorwurfshaltung nur, und zwar beträchtlich.
Eigentlich war es - so reime ich es mir nachträglich zusammen - nur so, dass ich, wenn auf Ganztages-Touren von unklarer Dauer, nicht zwischendurch mal anrief, oder auf der Heimfahrt schon mal anläutete. Meistens war ich da noch nicht im Heimkehr- und Vorfreude-Modus, sondern erst mal abgearbeitet, oder einfach emotional noch ganz bei mir.
Als ich dann einfach (für mich!) dazu überging, an solchen Tagen eine SMS zu senden, ging's 'ne Weile gut, dann war es: "immer diese SMS".
Sie ärgert sich jetzt (wahrscheinlich) weiter, es sei denn, ihr Neuer hat noch den Anfangsbonus oder ist Mr. Perfect.
Ich komme weiterhin recht pünktlich und warte so ungern, dass ich auch schon mal wieder gehe. Wenn es wichtig ist, dann gibt es auch einen nächsten Termin. Wenn nicht, dann nicht.
m60+
 
  • #26
Ach ja: auch Sätze wie: "Das hab' ich dir doch schon 3 Mal gesagt und du hast es trotzdem vergessen" ect. kann man oft weglassen. Bei dem ganzen Mist, den wir Frauen (jaja, nich alle - ich weiß!) den ganzen Tag quasseln, kann schon man was untergehen. Ich würde bei mir auch immer mal abschalten ;) . Wenn ich was wirklich wichtiges habe, dann sage ich immer: Mann - das ist jetzt echt wichtig, merk es dir bitte!

w, 30

S E H R G U T !!!
diese sätze sollten sich frauen bitte an den kühlschrank kleben!
kann ich nur unterschreiben!

an die fs:
ich kann dich bestens verstehen.die verhaltensweisen deines mannes sind absolut unentspannend.
"beneidenswert", wie entspannt er an eure zeitplanung rangeht...
fragt er sich vielleicht mal, wie sehr dich seine entspanntheit verspannt?

ich würde auch so reagieren, das ich genauso mein ding mach: wenn um 12h mittag abgesagt ist, würde ich essen.
ist er nicht da...sein problem - du bleibst völlig entspannt;-)

ich kann nicht sagen, dass männer enspannter sind als frauen. sie regen sich lediglich über ander sachen auf, als die frauen.
aufreger der frauen, sind den männern mitunter einfach nicht so wichtig...beispiel: eine freundin meldet sich nicht auf eine sms - da können frauen schnell in szenarien schwelgen, auf die muss man(n) erst einmal kommen;-)
 
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