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  • #1

An Frauen und Männer: Wie hoch ist der Unterhalt? Seid ihr zufrieden?

Ich (w 42) lese hier im Forum immer wieder über das Thema: Wer zockt wen ab. Viele Männer fühlen sich als "Portemonnaie" missbraucht, viele Frauen beklagen ihre finanzielle Situation. Der Exmann einer Freundin, der Topmanager ist, zahlt für Frau und 2 Kinder monatlich EUR 1.800 (begrenzt auf 5 Jahre). Eine andere Freundin erhält von ihrem Mann (normaler Angestellter) EUR 400 für zwei Kinder. Ich erhalte für drei Kinder EUR 950. Hausmiete (jedes Kind 1 Zimmer): EUR 1.300 warm. Nahrung, Kleidung, Bücher, Tel. etc. pro Kind und Monat ca. EUR 300. Nachhilfe und Betreuung (Schule bis 14.00 Uhr) pro Monat in Summe ca. EUR 300. Sportvereine ca. EUR 80. Kinder "kosten" also im Monat ca. EUR 1.800. Weil der Kleinste erst 9 ist, arbeite ich 30 Std./Woche; netto: EUR 1.600 (bin Akademikerin). Habe daher Verdienst- und Rentenausfall, der ausschließlich zu meinen Lasten geht. Bin trotzdem zufrieden, weil ich mehr bekomme als viele andere Mütter und Geld nicht alles ist.
 
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  • #2
Nunja, meine Ex-Gattin war 5 Jahre lang mit ihrem Unterhalt sehr zufrieden, ich eher weniger. Zahle momentan für meinen Sohn nach Tabelle fünfhundertundirgendetwas und freiwillig noch 500 dazu. Wieviel ich meiner Ex zahlen musste... darüber schweige ich lieber, aber es war unanständig viel.

Topmanager mit 2 Kinder und 1800 Euro? Da war die Dame aber gnädig. Wenn der Mann mal grob gerechnet 500K/brutto p.a. nach Hause bringt, wäre bei vorhandener Gier und Zerstörungswut noch wesentlich mehr drin gewesen.

So long,
m/42
 
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  • #3
Ich (w 49) denke wie Du, Geld ist nicht alles. Ich bin auch zufrieden. Bei meiner Scheidung ging es mir nicht hauptsächlich um die Höhe des Betrages, sondern um überhaupt zu zahlen, weil er verweigerte das Zahlen. Ich bekomme 327 € für meinen Sohn. Seit Januar 2010 hat mein Sohn Recht auf mehr. Habe aber nicht nach mehr velangt, habe guten Job, bin selbständig und verdiene gut. Ich komme auch ohne diesen Betrag sehr gut zu recht. Er ist verheiratet, hat 2 Kinder. Er braucht Ruhe und ich auch.
 
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  • #4
Ich finde diesen gesamten Grundgedanken hier nicht ok. Eine Ehefrau hat das Recht, sich ad libitum von ihrem Mann zu trennen (was ich auch gar nicht in Frage stellen will). Wie kommt sie aber dann zu dem Anspruch, dass der Mann sie danach noch weiter aushalten soll?

Kein Mann käme auf den Gedanken, die Ex-Frau solle ihm auch nach der Trennung noch weiter den Haushalt führen. Die Damenwelt hat sich nur irgendwie daran gewöhnt, Männer als Geldquellen zu betrachten. So weit geht die Emanzipation nun auch wieder nicht.

Für Deine geschiedene Freundin sind "monatlich EUR 1.800 (begrenzt auf 5 Jahre)" sicherlich ein Abstieg. Schließlich hatte sie es geschafft, sich einen Großverdiener zu angeln. Ich kann Dich aber trösten, bei mir im Betrieb verdienen viele auch nicht mehr. Die müssen aber dafür arbeiten gehen!

m (45)
 
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  • #5
Na, dass du zufrieden ist, ist doch wohl klar. Übrigens, Du hast das Kindergeld vergessen mit anzugeben: daher hast du monatlich zur Verfügung: 950,- + 3 x Kindergeld = rd. 1.500,- EUR !!! nur für die Kinder!! Und du kannst mir nicht erzählen, deine Kinder kosten 1.800,- EUR pro Monat! Verwöhn sie nicht so und erziehe sie normal. Luxusweibchen würde ich sagen.
 
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  • #6
Du solltest differenzieren: Das eine ist der Unterhalt, entweder Ehegattenunterhalt + Kindsunterhalt mtl. oder eben nur Kindsunterhalt. Das andere Abzockkriterium ist der Zugewinnausgleich und der Versorgungsausgleich sowie der Trennungsunterhalt - dies alles zusammen - wird gerne mal von den Damen vergessen "anzugeben", macht durchaus ein nettes Sümmchen aus, damit man ausgesorgt hat. Auch deine o.a. Topmanager-Exehefrau wird eine ETW oder ein Haus und nette Pensionszusagen für später ihr eigen nennen - zusätzlich zum jetzt gezahlten Kindsunterhalt.
Abzocken ist z.B. auch dann, wenn Frau fremd geht, der zukünftige Ex entforgt wird und darüber hinaus auch noch Trennungsunterhalt zahlen muss und sie mit dem Lover sofort zusammen zieht. Ergo: Exmann zahlt der untreuen Ehefrau zusätzlich zum Zugewinn/Versorgungsausgleich auch noch 2-3 Jahre (!) mtl. Schäferstündchen mit neuem Lover.
 
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  • #7
Du gibst für Hausmiete und Deine Kinder pro Monat also 2.580 € aus, Deine Einkünfte aus Kindesunterhalt und Nettoverdienst betragen 2.550 €. Wie kannst Du selbst denn mit 30 € pro Monat überleben??? Oder ist Deine Rechnung vielleicht doch etwas übertrieben?

m,48, Unterhaltszahler
 
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  • #8
Ich (w38) bekomme auch 300 Euro Unterhalt im Monat für meinen Sohn, ich habe den Betrag nicht eingefordert, mein Ex zahlt auf freiwilliger Basis. Da ich sehr gut verdiene bin ich auf die Zahlungen nicht angewiesen und habe für meinen Sohn ein Sparbuch angelegt, das Geld steht ihm nach seinem 18. Geburtstag dann zur Verfügung.
 
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  • #9
Hier #2:

Ich habe auf alles verziechtet, sogar auf das Eigentumshaus, in dem ich viel Geld reingesteckt hatte. Bin aber sehr zufrieden!
 
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  • #10
Hier FS an 6:

Ich erhalte netto EUR 1.600 + Kindergeld EUR 550 + Unterhalt für Kinder EUR 950 = EUR 3.100 netto im Monat.

@4: In den Kinderausgaben ist anteilig Miete und NK bereits enthalten, denn ich allein bräuchte ja kein 5-Zimmer-Haus. Insofern trifft dein "Luxusweibchen" nicht zu. Die Ausgaben für die Kinder betragen:

- anteilige Miete und NK: EUR 600 (wir leben in der Nähe einer Großstadt mit entsprechendem Mietniveau)
- Betreuungskosten (Mittagessen in Schule, 1 Std. Betreuung) und Nachhilfe (3 Std./Woche à 15 EUR, vor Arbeiten öfter/länger): EUR 300
- Kleidung, Nahrung, Geb-Geschenke, Bücher, Schulsachen, Klassenfahrten, etc.: EUR 900
- Vereine: EUR 80
SUMME im Monat: EUR 1.880
Von "Luxusweibchen" kann also keine Rede sein.

@5 "Abzockkriterium" Versorgungsausgleich etc. bei Topmanager-Frau: Als sie heirateten, waren beide Abteilungsleiter. Er wurde ins Ausland versetzt und fragte sie, ob sie mitgehen würde. Sie kündigte Job und wurde dort Mutter. Sie hat diese Entscheidung nicht allein getroffen, sondern mit dem Mann. Im übrigen war sie mal abgesehen von zwei Jahren nach der Geburt des 2. Kindes immer erwerbstätig, bloß eben nicht mehr als Abteilungsleiterin, weil sich diese Tätigkeit nicht mit den Kindern vereinbaren ließ. Oder was würdest du einer Frau raten, die zwei Kinder hat, die 6 und 8 Jahre alt sind? Ganztags arbeiten, damit der Vater sich den Betreuungsunterhalt spart?

@6 Für mich bleiben nach meiner o.a. Rechnung noch EUR 600 für Auto, Kleidung, Nahrung. Weil das nicht funktioniert, bemühe ich mein Sparbuch. Darauf ist Geld aus einer Erbschaft. Versorgungsausgleich gab es bei meiner Scheidung nämlich nicht.
 
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  • #11
zu#3

Wieso hält eine Ehemann seine Frau nach der Trennung WEITER aus?

Das heißt ja, dass er seine Ehefrau in der Ehe auch schon ausgehalten hat. Das stimmt m.E. aber nicht, weil sicherlich beide sich abgesprochen haben, dass er die Kohle reinbringt und sie dafür ihren Anteil erbringt, in dem sie ihm den Rücken frei hält, den Haushalt und die Kindererziehung alleine übernimmt. Von daher ist das doch ausgeglichen!

Hat die böse Ex etwa den Mann früher gezwungen, ganz allein das Familieneinkommen zu erarbeiten? Ich denke nein, es ist doch meistens so, dass die Männer möchten, dass Frau nach der Geburt des 1. Kindes nicht mehr ins Berufsleben zurückkehrt, oder?

Mir scheint eher, dass hier das gekränkte Ego schreibt, gerade noch, wenn Frau sich einen jüngeren Lover gesucht hat und der, das finde ich als Frau auch dumm, dann sofort in das Haus der dann EX-Frau eingezogen ist.

Aber es dich keiner gezwungen, diese Frau zu heiraten, weil.... solche charakterlichen Eigenschaft, wie deine Ex mit ihrem Verhalten gezeigt hat, sind schon viel früher dagewesen. Vielleicht hast du sie übersehen? Vielleicht hast du auf ein ausgewogenes Verhältnis in der Ehe nicht geachtet, die auch bedeutet, dass beide Eheleute berufstätig sind, trotz Kinder. Das geht nicht immer, aber meistens doch.

w 47, die nur! bescheidenen Kindesunterhalt bekommt
 
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  • #12
hier nochmals FS - an @3 sowie an alle anderen Männer, die die beschriebenen Unterhaltsregelungen als ungerecht empfinden:

Dann mach doch bitte mal einen konkreten Vorschlag, wie der finanzielle Ausgleich nach einer Trennung erfolgen sollte. Fiktive Ausgangssituation: Sie, studiert, guter Job mit EUR 3.000 netto im Monat, er, studiert, guter Job mit EUR 3.500 netto im Monat. Beide 30, sie wollen Kinder.

- wer bleibt zu Hause? Wie lange?
- Heirat ja oder nein?
- Betreuung: Wie sollen Kinder in welchem Alter betreut werden?
- Wie sieht ggfs. der finanzielle Ausgleich für den betreuuenden Elternteil aus?
- Wie sieht der finanzielle Ausgleich nach der Trennung aus - hierbei bitte auch ggfs. Rente und Verdienstausfall berücksichtigen.
- Wenn ein Elternteil für eine gewisse Zeit zu Hause geblieben ist und nichts verdient hat in dieser Zeit oder nur Teilzeit gearbeitet hat: Was passiert nach der Trennung mit den Wirtschaftsgütern?

Dies alles will bedacht sein, wenn man über eine faire Regelung nachdenkt.

Ich persönlich meine, dass beide Elternteile hälftig an allem zu beteiligen sind: Alle Kosten für die Kinder halbieren, und jeder übernimmt die hälftige Betreuung. Kann oder will einer nicht betreuen, muss er hierfür einen Ausgleich zahlen, denn beide Elternteile haben gleich viel Verantwortung für ihre gemeinsamen Kinder.
 
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  • #13
Hallo FS,
dass es bei deiner Scheidung keinen Versorungsausgleich gab könnte daran liegen, dass beide Ehegatten während der Ehe etwa gleich hohe Rentenanwartschaften erworben haben. Dies wird ein Richter prüfen und wenn dem so ist, könnte dieser den Versorgungsausgleich ausschliessen.
Wenn einer der Partner sehr hohe, der andere dagegen wenig bis gar keine Rentenansprüche während der Ehezeit erworben hat, wird ein Richter dem gewünschten Ausschluss des Versorungsausgleichs kaum zustimmen; denn sonst würde der Partner mit wenig Rentenansprüchen im Alter letztendlich der Sozialhilfe und damit dem Steuerzahler anheim fallen!
Ich gehe davon aus, dass du während der Ehe stets berufstätig warst und die Einkommensunterschiede zwischen deinem Mann und dir nicht beträchtlich waren. Andernfalls müsstest du zumindest einen Aufstockungsunterhalt erhalten, zuminestens solange, bis du wieder vollerwerbstätig sein könntest.
Meine Situation ist anders. Ich war 20 Jahre Nur-Hausfrau und habe zwei Kinder erzogen und mich um ein grosses Haus mit Garten gekümmert. Dies führte dazu, dass ich heute 2000,- Unterhalt erhalte, für mich allein. Ich stehe wenige Jahre vor der Rente und bin noch unterschichtig berufstätig - trotz Weiterbildung und Wiedereingliederungsmassnahmen in den Beruf. Hinter diesen Fakten steht ein EX mit fünfstelligem Monatseinkommen, der es sich trotz Unterhaltsverpflichtung erlauben konnte eine zweite Ehefrau (weitestgehend) zu unterhalten.
Ich bin zufrieden, andererseits muss ich mir bei Rentenbeginn durchaus Sorgen machen, denn trotz Versorungsausgleich werden meine Rentenansprüche wesentlich geringer sein als seine. Zwanzig Jahre Berufsunterbrechung lassen sich gerade im fortgeschrittenen Lebensalter einfach nicht mehr aufholen.
Nebenbei bemerkt, Unterhalt für die Kinder gabs keinen, weil sie bereits ausser Haus, bzw. im Studium waren und ich somit für beide Kinder anteiligen Unterhalt bezahlte.
 
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  • #14
Also ich zahle 559,- € für 2 Kinder bei 1500,- € Nettolohn. Meine Ex verdient ~3500,- Netto, das Einkommen des Trennungsgrundes lasse ich jetzt mal außen vor.

Nein ich bin ultimativ NICHT zufrieden.

(m/44)
 
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  • #15
Habe mir gerade 160,00 € Getrenntlebensunterhalt "erkämpft" - Kein nachehelichen Unterhalt. Für manche sind das Peanuts, für, die ich das unmittelbar nach der Trennung, und sogar ca. 100 € mehr gewünscht hatte, bin ich damit, nun ja, zufrieden.
Zugewinnausgleich ist ebenso ganz gut, abgesehen, davon was nun an Gericht und Anwälte geht. Aber ich habe als Akademikerin jahrelang sehr viel weniger verdient bzw. war zwischendurch auch arbeitslos
Ich denke, manche Forderungen von Ex-Partnern sind unverschämt hoch.
 
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  • #16
zu#13

Naja, du zahlst doch nur den Kindesunterhalt. Das musst du doch so oder so, egal wieviel deine Ex verdient. Der Kindesunterhalt wird nicht weniger, nur weil deine Ex mehr verdient.

Und der neue Mann deiner Ex kann mit seinem Einkommen nicht zur Unterhaltszahlung heran gezogen werden. Würdest du eine neue Frau finden, die mehr als du verdient, würde ja deren Einkommen auch nicht dazu gerechnet werden, dass du dann plötzlich mehr Unterhalt zahlen müsstest.

Würdest du dich besser fühlen, wenn deine Ex genauso viel verdienen würde wie du und du dann trotzdem noch den gleichen Kindesunterhalt zahlen müsstest?


w 47
 
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  • #17
@15 von #13

Ja, ich würde mich besser fühlen (glaube ich), da ich so wenigstens die NOTWENDIGKEIT einsehen würde.
Und abgesehen davon, "nur den Kindesunterhalt" zahle ich, weil bei mir ja eh nicht mehr zu holen ist. Wäre dem nicht so, so würde meine Ex schon noch Forderungen stellen selbst wenn sie das 100fache hätte. "Es steht ihr ja zu".

(m/44)
 
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  • #18
@15: witzigerweise habe ich von Urteilen gelesen, dass Männer, deren neue Lebensgefährtinnen /Ehefrauen viel mehr verdienen dann zu anderen Zahlungen verdonnert werden. Komisch, dass es in dieser Richtung funktioniert, in der anderen jedoch nicht?!?
 
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  • #19
@ 16
Du hast ein Kind und es ist dir nicht mal 600.- wert ?
Meine Güte, kein Wunder sind Scheidungskinder oft gestört, dass ist ja wohl das letzte.
Wenn Ihr zusammenwärt müsstest du auch soviel rechnen, nur wäre dann deine Ex wahrscheinlich Hausfrau und dann müsstest du mit deinem Minigehalt 3 Leute durchfüttern...
Oh Gott, echt. Immer der Neid auf den Expartner (egal ob w oder m)
und dann komme so treads warum Unterhaltszahlende ein No-Go sind - denn jeden Monat wird einem das Leben vorgerechnet
w, 39
 
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  • #20
@18: Kein Ehemann würde für seine Kinder (+ gleich hoher Anteil von Ehefrau!!!) monatlich ausgeben, wie die Unterhaltszahlungen (außer im ganz unteren Bereich vielleicht) gesetzl. festgelegt sind. Wer gibt, wenn er drei Kinder hat, schon 1.500,- Euro Unterhalt + Kindergeld mtl. aus? Außer der o.a. FS keine normale Familie!
 
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  • #21
@15, @13 Es isst nicht egal wieviel die Ex unterhaltsanrechenbares Netto hat, denn der Unterhalt berechnet sich nach dem Gesamt-Netto-Einkommen nach Abzug aller weiteren Ausgaben wie Tilgung/Zins für Haus, Versicherungen etc. und wird dann ins Verhältnis gesetzt, so dass im Endeffekt der Anteil an Kindesunterhalt, egal ob iin Bar oder Leistung höher ist. Schaut mal in Unterhaltstabellen.
Dir bleibt nun tatsächlich nicht mehr als der Selbstbehalt. Und ehrlich @13, wenn Du Dir nicht zu stolz bist, prüfe ob Deine Ex dann nicht sogar an Dich Unterhalt zahlen müsste. Das Einkommen des Trennungsgrundes spielt (leider oder zum Glück, je nachdem wieviel er verdient) keine Rolle.
 
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  • #22
Ich erhalte keinen Unterhalt, habe auch keinen Trennungsunterhalt erhalten. Habe trotz Kind von meinem Geld Unternehmen aufgebaut und mit um das Kind bekümmert. Für den Versorungsausgleich eine geringe, 6stellige Summe - vor dem Richter musste ich noch argumentieren, warum so wenig. Zugewinnausgleich habe ich abgelehnt. Im Nachhinein kann man mich als bescheuert und dumm bezeichnen, ich wollte Fairness und ihn weiterhin leben lassen. Wenn ich mittlerweile nun mitgekomme, was andere Frauen so alles absahnen, muss ich mir sagen, toll, ich kann zwar noch den Spiegel schauen, aber mein Konto zeigt Ebbe - schön blöd gewesen - aus Sicht der Abzockerladies, die sich faul die Hände reiben!
 
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  • #23
zu#16

Ob ihr dann Unterhalt durch dich zustehen würde, wäre durch ein Gericht zu prüfen, weil ja ihr eignes Einkommen für eine Frau sehr hoch ist. Forderungen zu stellen ist leicht, aber die dann auch erfüllt zu bekommen ist ein andere Thema.

Kann es sein, dass du neidisch auf die Ex und ihren neuen Freund bist und dich als Versager empfindest?

Also wenn ich lese, dass du dann wenigstens die Notwendigkeit des Kindesunterhaltes einsehen würdest...., das gibt mir sehr zu denken, wie du deine Vaterrolle siehst und das du anscheinend wenig differenzieren kannst.

w 47, mit einem Kindesvater, der das zum Glück nicht so sieht
 
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  • #24
@18, lies bitte richtig,
es sind zwei Kinder, und es geht eben um seine Leistungsfähigkeit, im Vergleich zu der Ex. Insofern ist seine Unzufriedenheit schon zu verstehen.
Und @15 "Es steht ihr ja zu". Nein, es steht ihr nicht zu, wenn sie schon immer mehr verdient hat als Du. Bitte beachtet die Gesetze, sie sind nicht nur für die Ex-Frauen gemacht. Nur MANN muss sich auch trauen, seine Ansprüche geltend zu machen und nicht nur jammern.
Also Männer, Ihr müsst dazu nicht zu stolz sein, wenn Ihr viel weniger als Eure Ex-Partnerinnen verdient. w, 52, die um bescheiden Getrenntlebensunterhalt gerungen hat.
 
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  • #25
@18: wenn du jeden Monat 40 % !! - die nächsten 20 Jahre !! deines Nettoeinkommens für ein Kind aufbringen müsstest, dass du weder sehen, noch sprechen, noch aufwachsen siehst, du hast keinerlei Freuden und Spaß mit dem Kind und sollst dich dann aber einschränken und am Existenzminimum leben - wie sieht da DEINE Wertschätzung aus? w/42
 
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  • #26
@18 von #16

Vlt. etwas weniger Impulsivität wenn Du die Hintergründe nicht kennst....

Selbstverständlich sind mir meine Kinder 600,- € wert aber wenn ich nach der Zahlung derselben auf H4 Niveau dahinvegetiere und andererseits sehen muss, dass meine Zahlung nicht für Grundbedürfnisse der Kinder sondern für den Drittwagen und die vierte Fernreise im Jahr benötigt werden, dann kommt mir schon ein wenig die Galle hoch.

Im Übrigen war ich (wegen meinem Minigehalt) Hausmann und meine Ex hat mit ihrem deutlich besserem Gehalt 4 Leute *durchgefüttert*.
Dass ihr trotzdem die Kinder zugesprochen wurden liegt in den Unergründbarkeiten der deutschen Unrechtsprechung.

Ich denke Unterhaltszahlende sind vor Allem desshalb ein NoGo, weil frau ihnen nichts mehr abknöpfen kann wenn es zur Trennung kommt.

(m/44)
 
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  • #27
Auf Trennungsunterhalt und nacheheligen Unterhalt haben wir gegenseitig verzichtet, da wir annähernd gleich verdienten. Aber ich bin nicht zu Frieden, bzw. zur Zeit noch, aber in Kürze nicht mehr.
Ich bekomme Unterhaltsvorschuss für die Kinder (für 2 - 360,00 € zusammen). Das sind schon 180,00 € weniger als der Mindestunterhalt lt. Düsseldorfer Tabelle - da beim Unterhaltsvorschuss das komplette, anstelle das hälftige Kindergeld abgezogen wird). Gut, damit habe ich mich zu Frieden gegeben. Aber nun wird meine Tochter 12 und schon gibt es keinen Unterhaltsvorschuss mehr und somit bekomme ich nochmal 180,00 € weniger, also nur noch 180,00 € Euro für zwei Kinder. Und diese 180,00 € bekomme ich in einem Jahr auch nicht mehr, da dann 6 Jahre Unterhaltsvorschuss vorbei sind und kurze Zeit Später auch mein Sohn 12 wird.
Ich verdiene in einer 30-Stunden-Woche etwas über 1650,00 Euro netto (allerdings als Nicht-Akademikerin - liebe Fragestellerin, Du hast was falsch gemscht, da lohnt sich das Studieren ja gar nicht). Mit dem verdientem Geld, Kindergeld und dem Unterhaltsvorschuss von 360,00 Euro sind wir gerade so hin gekommen. Dann habe ich mir noch einen Job auf 400,00 Euro-Basis gesucht, damit wir uns auch mal einen Urlaub leisten, oder uns mal etwas anderes schönes gönnen können, ich quasi nicht jeden Cent 5 mal umdrehen brauche. Bzw. damit ich auch mal was zurücklegen kann, falls irgendwas kaputt geht und Reparaturkosten oder Neuanschaffungen fällig werden.
Mein Ex-Mann ist zum wiederholten Male arbeitslos bzw. zur Zeit sogar wieder in HarzIV. Er muss eigentlich beim Jugendamt seine Bemühungen eine neue Stelle zu finden, nachweisen. Der Intervall ist alle 3 Monate. Aber er tut es nicht, selbst nach schriftlicher Aufforderung hat er sich dort nicht gemeldet.
Ich weiß zwar, dass ich den Mindestunterhalt für die Kinder nie von ihm bekommen werde, ist auch ok. Aber dass er auf dem faulen Hintern sitzt und nichts tut, ist für mich nicht zu akzeptieren. Selbst wenn er vielleicht nur 250 Euro Unterhalt für beide Kinder zahlen kann, weil man hier als Bauzeichner nicht sooo Unmengen verdient, wäre ich ja schon zu Frieden. Ich würde sehen, er tut was und versucht seinen Beitrag zu leisten. Und vor allem würden auch die Kinder bei ihm sehen, dass man arbeiten muss, um zu überleben. Nicht, dass mein Sohn jetzt noch öfter den Wunsch hegt, mit Papa zu tauschen. Papa soll in die Schule gehen und er wäre dann ja arbeitslos und bräuchte ja nichts zu tun. Nun ja, Fakt ist, ich könnte uns zur Not auch ohne Unterhalt über Wasser halten. Aber wenn ich schon den Spagat zwischen zwei Jobs, Kindern und Haushalt mache, möchte ich auch irgendwie mal ein paar Tage raus hier.
 
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  • #28
@24 Wenn du dich ausserstande fühlst zwei Kinder zu ernähren, während deine Ex-Frau Naturalienunterhalt leistet - indem sie die Kinder betreut und erzieht - dann hättest du besser nicht so viele, nämlich zwei, Kinder in die Welt setzen sollen!

Jede intakte Familie gibt monatlich einen erheblichen Teil ihres Familienbuget für ihre Sprösslinge aus und dies jahrzehntelang. Wenn du dein Kind nicht sehen darfst, möglicherweise durch Gerichtsbeschluss, dann liegen da stets trifftige Gründe dafür vor!
 
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  • #29
Ich erhalte nach 27 Jahren Ehe gar keinen Unterhalt von meinem EX.
Ich lebe in Hessen, da gibt es die Sättigungsgrenze. Liegt bei 2200 Euro im Monat. Da ich etwa in dieser Höhe selbst in meinem Ganztagsjob verdiene, ist es ganz gleich, dass mein Ex etwa 4x soviel verdient wie ich. Mehr steht mir nicht zu.

Für die Kinder zahlt mein Ex nur das, was ihnen zum Scheidungstermin vor drei Jahren zustand. Da die Kinder volljährig sind, müssten sie ihren Vater auffordern, seine Gehaltsabrechnung voerzulegen, um den Unterhalt auszurechnen. Das tun sie nicht, da sie kaum Kontakt zum Vater haben. Trotzdem komme ich mit Kindesunterhalt (2 studieren auswärts, 1 Kind noch in der Schule) und Kindergeld ganz gut über die Runden.

Es gibt Dinge, die lassen sich mit Geld nicht bezahlen. Eine gut funktionierende Alleinerziehenden-Familie gehört ganz klar dazu.

w,51
 
  • #30
...ich glaube, wir sind etwas von der Frage abgekommen (und bei den üblichen Themen gelandet).

Also, ich bin mit meinem Unterhalt zufrieden, die Höhe geht niemanden etwas an - aber es reicht für eine Platin-Card.
Mein Glück: wir hatten einen wasserdichten Ehevertrag, mein früherer Mann muß sich wegen meines Unterhalts nicht einschränken - und, er jammert nicht!
 
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