Andere Beziehungen in der Kennenlernphase. Eure Meinung dazu?

Liebe Mitforisten,

ich würde gerne folgendes Szenario mit euch diskutieren, da im Freundeskreis erlebt und hierzu doch sehr unterschiedliche Meinungen vorherrschen:

Gebundener Mann lernt Kollegin kennen, sie mögen sich und haben gemeinsame Hobbies und Interessen.
Da der Mann gebunden ist, macht die Frau sich keine Hoffnungen und lernt jemanden kennen, hieraus entsteht eine Beziehung, die allerdings nur zwei Monate anhält.
Auf einer Betriebsfeier kommen die beiden sich näher (nicht körperlich), spüren beide eine starke Anziehung, der Mann signalisiert Interesse und klärt die Frau auf, dass seine Beziehung am Ende ist. Die kommenden zwei Wochen sehen sich die beiden bei der Arbeit nicht, in dieser Zeit lernt die Frau wieder jemanden kennen, diese Beziehung geht wieder etwa zwei Monate.
Danach kommen die beiden zusammen, da der Mann sich aus der alten Beziehung gelöst hat.
Die beiden mögen sich sehr, der Mann hat jedoch ein ungutes Gefühl, dass die Frau in so kurzer Zeit andere für sie passende Männer gefunden hat und nimmt ihr es übel, dass sie mit dem zweiten was angefangen hat, ohne nach dem Näherkommen auf der Betriebsfeier erstmal abzuwarten, ob sich nicht mit ihm was ergibt (oder auch von sich aus aktiv wird).
Das ungute Gefühl beruht hauptsächlich auf der Tatsache, dass die Frau sagt, der Mann sei von der ersten Begegnung an ihre Idealvorstellung von einem Partner gewesen - wie konnte sie dann seit dem Kennenlernen zwei Kurzbeziehungen zu anderen Männern haben?

Wie ist eure Meinung dazu? Welche Beweggründe seht ihr bei der Frau und warum stört es den Mann so sehr, wenn er doch zunächst der noch gebundene war ?
Wie ist allgemein eure Meinung zum Thema Exklusivität in der Kennenlernphase im echten Leben (das Hin- und Herschreiben auf Datingplattformen ist sicherlich ein Spezialfall). ?

P.S.: Gemeint ist NICHT, dass hier für Männer und Frauen andere Bedingungen herrschen, sondern die Geschlechterverteilung ist in diesem konkreten Fall so.
 
Ich muss lachen. Die Frau soll schon vom ersten etwas intensiveren Kontakt so hin und weg von dir sein, dass sie fortan keinen anderen mehr wahr nimmt. Träum weiter.

Kann es sein, dass du an Frauen höhere moralische Ansprüche stellst?
 
Ich würde sagen: hier kennt doch keiner den anderen so richtig. Und auch die „Beziehungen“ der Frau waren mit einer Dauer von zwei Monaten ja gerade mal Anbahnungen. Insofern finde ich das alles nicht wirklich relevant. Wichtig ist doch nur, wie es jetzt zwischen den beiden ist, ob gegenseitiges Interesse besteht und es sich gut entwickelt. Dann ist doch alles prima!
Man kann sich auch Probleme machen, wo gar keine sind.
Oder ist der Mann aus irgendwelchen anderen Gründen unsicher?
w45
 
Da der Mann zum Zeitpunkt des Sich-Näher-Kennenlernens noch in einer Beziehung befand, wollte die Frau eventuell nicht auf ihn warten und sich ewig freihalten für vielleicht Nichts und wieder Nichts. Vielleicht hat sie die Erfahrung gemacht, dass Männer, die ihr erzählen "es läuft schlecht in meiner Beziehung, die Beziehung ist am Ende" es nicht ernst mit ihr meinen, sie nur als die Affärenfrau für Sex haben wollen und sich letztendlich doch nie von ihrer Frau getrennt haben.
 
Vielleicht hat sie die Erfahrung gemacht, dass Männer, die ihr erzählen "es läuft schlecht in meiner Beziehung, die Beziehung ist am Ende" es nicht ernst mit ihr meinen, sie nur als die Affärenfrau für Sex haben wollen und sich letztendlich doch nie von ihrer Frau getrennt haben.
@Sommergold : guter Einwand, das kann natürlich sein

@Trixie75 :
Ich kenne jetzt natürlich nicht die genaue Gefühlslage meines Bekannten, aber es stört ihn wohl wirklich hauptsächlich, dass sie ihn gewissermaßen vor Augen hatte, als sie mit einem anderen schlief und mit diesem Dinge unternommen hatte;die beiden hatten anscheinend einen sehr guten Draht zueinander auf der Feier und es hatte schon fast den Charakter eines Dates.
 
Der Mann erwartet gewissermaßen vor-beziehungsliche Treue von ihr. Da war er mit ihr innerlich bereits verbunden.

Aus ihrer Sicht ist die Ansage, seine Beziehung sei zu Ende, ojektiv nicht mehr als eine neutrale Information. Man glaubt oft, es sei etwas zu Ende; ist es dann aber doch nicht. Von daher ist verständlich, dass sie nicht viel darauf gegeben hat und nochmal etwas anderes eingegangen ist.

Die beiden scheinen mir, was das Beziehungsverhalten anbetrifft deutlich unterschiedlich zu sein. Sie ist eher der explorative Typ, der mal einen Versuch startet, um zu sehen, wie weit es trägt. Für ihn ist alles gleich bedeutungsschwer. Insofern schein mir da eine Unwucht gegen zu sein.

Wenn die beiden zusammen kommen sollten, ist die Frage, ob er sie dauerhaft wird halten können. Aus dem Ausgangsbeitrag geht nicht hervor, aus wessen Perspektive der FS den Fall schildert. Ich vermute, aus der des Mannes.

Ich hatte mal eine Affäre mit einer Eheberaterin. In ihrer Beratungspraxis wollte sie immer, die ratsuchenden Partner sollen den jeweils anderen mit einem Tier assoziieren. Ich würde diese Frau mit einem Tiger imaginieren. Wenn er glaubt, den Tiger reiten zu können, oder sich zutraut mit dem Tiger Tango zu tanzen, dann mal zu ...

Ich rate sehr dazu. Es wird auf jeden Fall eine sehr intensive Erfahrung werden.
 
Wanderwolf, du kennst die Geschichte ja nur aus der Sicht deines Bekannten, für den sich bei dem Gespräch auf der Feier alles perfekt angefühlt hat, wie ein Date, wie eine Fügung. Es kann sein, dass die Frau nicht die gleiche Sicherheit empfunden hat, woher sollen wir das auch wissen? Kann sein dass sie noch unschlüssig war. Ein gutes Gespräch (auch wenn es zumindest aus der Sicht deines Bekannten Date-Charakter hatte) verpflichtet Niemanden zu monogamer Treue und Exklusivität, schon gar nicht wenn Einer ohnehin noch in einer Beziehung ist. Vielleicht fand sie den anderen Mann genauso spannend oder sogar noch interessanter und hat ihn erstmal näher kennengelernt- um nach 2 Monaten, was ich auch noch als Kennenlernen und Anbahnen verbuchen würde, festzustellen, dass es nicht passt.

W36

Ps. Wie funktioniert es hier, dass ich mit @ auf einen Foristen verweise?
 
Die beiden mögen sich sehr, der Mann hat jedoch ein ungutes Gefühl, dass die Frau in so kurzer Zeit andere für sie passende Männer gefunden hat und nimmt ihr es übel, dass sie mit dem zweiten was angefangen hat, ohne nach dem Näherkommen auf der Betriebsfeier erstmal abzuwarten, ob sich nicht mit ihm was ergibt (oder auch von sich aus aktiv wird).
Da sitzt er auf einem ziemlich hohen Ross mit seinen Wünschen. Er ist in einer Beziehung und will, dass eine andere Frau sich bereitstellt, falls er sich dann doch trennt, was er bislang nicht tat, obwohl die Beziehung ja so schlecht ist. Dem Mann sollte bekannt sein, wie wenig glaubwürdig er ist in seiner Position.

Er hat sich also nicht getrennt, als er feststellte, dass seine Beziehung schlecht ist, sondern macht mit ner anderen Frau auf einer Feier rum. Das ist illoyal der Partnerin gegenüber und wirbt damit nicht gerade für ihn.

"Ich trenne mich" ist eine oft gemachte Ansage, um eine andere Person in eine Warteschleife zu bringen, FALLS man sich aus der Beziehung lösen will. Aber dafür gibt es null Garantie. Vielleicht hat sie solche Sprüche schon mal gehört von einem Mann. Daher auch der andere Beziehungsversuch - um sich keine Hoffnungen zu machen, sich abzulenken.

Was heißt "von sich aus aktiv wird"? Erwartet der Mann, dass die Kollegin sich in einen Kampf mit der "unbekannten Konkurrentin" um den Mann begibt, dass sie ihm gefallen will, damit er seine Partnerin verlässt? Ziemlich eitel, oder? Ich meine, ist er verliebt oder nicht in die Kollegin? ER müsste drum kämpfen, dass sie ihm glaubt, denn er bringt das Riesenhandikap mit, dass zwischen beiden keine Beziehung entstehen kann.

Ich finde das nun auch nicht gut von der Frau, wenn sie sich durch den Beziehungsversuch ablenken wollte von ihrem Wunsch, mit dem Kollegen zusammen zu sein, aber dass sie den Kollegen in Ruhe ließ, spricht dafür, dass sie sich nicht in eine Warteschleife packen lässt. Dass sie nicht aktiv wurde, spricht auch für sie, weil es zeigt, dass sie es nicht nötig hat, mit anderen Frauen um deren Männer zu kämpfen.

Sie hat in kurzer Zeit zwei Beziehungsanbahnungen gemacht. Also ich würde das jedenfalls nicht "Beziehungen" nennen. Sie will wohl unbedingt eine Beziehung.
 
wie konnte sie dann seit dem Kennenlernen zwei Kurzbeziehungen zu anderen Männern haben?
Sie hat ihrem Schwarm nicht geglaubt, sie wollte sich ablenken? Sie will unbedingt eine Beziehung und lügt ihn an, also er war gar nicht ihr großer Schwarm, er ist nur gerade greifbar. Er dagegen wollte nur aus seiner Beziehung raus, sie kam ihm gerade recht auf der Feier als Grund, dass er nicht Single sein muss, wenn er sich wirklich trennt, und daher möchte er gern glauben, er sei was Besonderes für sie?
Mehr fällt mir gerade nicht ein.

warum stört es den Mann so sehr, wenn er doch zunächst der noch gebundene war ?
Oft läuft es ja auch so, dass um den Vergebenen gekämpft wird von der Außenperson, weil sie ihn ja für sich gewinnen will.

Der Vergebene denkt außerdem, er sei der tolle Hecht, weil er wählen kann: Das Alte oder das Neue, beide wollen ihn. Bitte beide mal schön anstrengen, um ihn zu überzeugen.
Er hat ja auch "was zu verlieren": seine olle Beziehung, während der Single NUR was gewinnen kann und sich dafür anstrengen sollte - so sieht der Vergebene das.

Der Punkt ist aber, wenn man wirklich verliebt ist, will man solche Wettbewerbe nicht, trennt sich schnell und fair und sollte hoffen, dass die andere Person nicht weg ist, wenn der Trennungsstress noch die neue Beziehung belastet.

Es ist lustig, aber DIE Person, die hier die Probleme mitbringt, wähnt sich oft in der stärkeren Position, und der neue Partner sieht sie auch in der stärkeren Position (hat ja Angst, dass derjenige zur/zum Ex zurückgeht oder vergleicht und er, der neue, nicht mithalten kann).
Aber diese Frau scheint das nicht zu tun, warum auch immer.
 
ER müsste drum kämpfen, dass sie ihm glaubt, denn er bringt das Riesenhandikap mit, dass zwischen beiden keine Beziehung entstehen kann.
Das ist doch kein Riesenhandicap, sondern ein Attraktivitätsmerkmal. Die meisten Frauen finden doch vergebene Männer oft attraktiver als ungebundene. Der Vergebene trägt das Gütesiegel einer anderen Frau. Der Ungebundene hat den Makel, dass ihn offensichtlich keine Frau gewollt hat. An dem muss doch was falsch sein.
Aus meinem extragalaktischen Erfahrungsschatz ...
 
Vielleicht sind beide nicht sonderlich angetan vom initialen Verhalten des Anderen.

Er denkt: "Warum schläft sie mit einem anderen, wo doch schon so offensichtlich das erste zarte Pflänzchen der Liebe zwischen uns keimte!?"

Sie könnte denken: "Wieso verharrt er in einer unglücklichen Beziehung um dann mit einer Anderen fremdzuflirten und einen Warmwechsel vorzubereiten- wird er das mit mir genauso tun?" Oder: "Warum versucht er mich warmzuhalten und erzählt mir in schönen Worten was von wegen seine Freundin verlassen wollen?"

Die Beiden sollten einfach mal offen über ihre Gefühle und Bedenken reden und es dann gut sein lassen. So tragisch erscheint mir das jetzt alles nicht. Wenn sie letztendlich zueinander gefunden haben und nun glücklich sind, ist es doch gut jetzt.
 
Das ungute Gefühl beruht hauptsächlich auf der Tatsache, dass die Frau sagt, der Mann sei von der ersten Begegnung an ihre Idealvorstellung von einem Partner gewesen - wie konnte sie dann seit dem Kennenlernen zwei Kurzbeziehungen zu anderen Männern haben?
Diese Frau hat Auswahl und kommt bei Männern gut an. Sie muss sich nicht mit Liierten abgeben, egal wie Ideal und toll sie sind, denn sie sind nicht Single und damit nicht frei für eine Beziehung. Die Idealvorstellung von Mann gehört zu einer anderen Frau und er ist damit nicht verfügbar. Damit bleibt sie selbst frei in der Entscheidung, sich einen Single-Partner für eine Beziehung zu suchen und auch diese Kennenzulernen.
Hier musste der Mann handeln, sonst wäre die Kollegin irgendwann und dies sicherlich schnell selbst verpartnert und für ihn nicht verfügbar gewesen.
Wenn sie auf ihn gewartet hätte oder sich auf ihn eingelassen hätte, hätte der Mann sich wohl schwer noch aus seiner Beziehung gelöst, weil sie es ihm als Affäre, seine Beziehung erst erträglich gemacht hätte, oder auch wenn sie wartet, das sich bei ihm was tut und deshalb auf andere Bekanntschaften verzichtet, meint er, sich Zeit lassen zu können und selbst herumzuprobieren.
So hat er sich getrennt, in dem Risiko und Hoffnung, dass sie sich falls er es nicht zu spät tut, sie ihn doch erhört und es mit ihnen was werden kann.
Ich denke, der Mann geht, von der falschen Sichtweise und Selbstwahrnehmung aus, dass er sich, für sie sofort und zügig getrennt hätte, und damit hätte sie doch auf ihn warten sollen, doch das dem nicht so ist, zeigt, dass er sich eben nicht schon früher getrennt hat, sondern erst nachdem jemand anderes in Sicht war, der ihm dafür geeignet erschien.
Ihn stört, dass er sich zum schnellen Handeln, nämlich trennen, gezwungen sah, eben weil es eine Hammerfrau ist, die der Männerwelt auffällt und man Beziehung mit ihr anstrebt.
 
Das ungute Gefühl beruht hauptsächlich auf der Tatsache, dass die Frau sagt, der Mann sei von der ersten Begegnung an ihre Idealvorstellung von einem Partner gewesen - wie konnte sie dann seit dem Kennenlernen zwei Kurzbeziehungen zu anderen Männern haben?
Wahrscheinlich bist du der andere Mann, mich würde eine solche Frau, die so schnell wechselt, rein emotional null interessieren, ohne wenn und aber! Punkt.
Wie ist eure Meinung dazu? Welche Beweggründe seht ihr bei der Frau und warum stört es den Mann so sehr, wenn er doch zunächst der noch gebundene war ?
Eine solche Frau (es gibt hier viele davon!) schaut nicht so sehr den Mann als Mensch an, sondern nimmt gerade den, der gerade vor ihr steht!
Wie ist allgemein eure Meinung zum Thema Exklusivität in der Kennenlernphase im echten Leben (das Hin- und Herschreiben auf Datingplattformen ist sicherlich ein Spezialfall). ?
Ich höre allein auf mein Bauchgefühl und mein Bauchgefühl sagt mir, lass die Finger von der Frau, so einfach sehe ich das, für mich! Wie andere das sehen, interessiert mich dabei absolut null!!
P.S.: Gemeint ist NICHT, dass hier für Männer und Frauen andere Bedingungen herrschen, sondern die Geschlechterverteilung ist in diesem konkreten Fall so.
Es geht doch nicht um Geschlechterverteilung, es geht einzig und alleine darum, wie ich für mich das sehe und wie ich für mich letztendlich entscheide? Ich kann nicht anders entscheiden, wie ich hier für mich schreibe, ich würde für mich auch niemals eine Meinung von anderen einholen, ich habe kein Bedürfnis dazu, das ist meine Emotion, mein Bewusstsein!
Ich muss lachen. Die Frau soll schon vom ersten etwas intensiveren Kontakt so hin und weg von dir sein, dass sie fortan keinen anderen mehr wahr nimmt. Träum weiter.
Kann es sein, dass du an Frauen höhere moralische Ansprüche stellst?
Wie gesagt, eine solche Frau käme für mich als Partnerin nicht in Frage, Punkt.
 
Fakt ist: Der Mann war zum Zeitpunkt des Kennenlernens vergeben. Also finde ich es nicht schlimm, wenn die Frau andere Männer gedatet hat. Jede Frau weiß, dass die Hoffnungen bei einem verheirateten/vergebenen Mann gering sind. Daher hat sie andere gedatet. Lg w31
 
Hallo Wanderwolf

Ich finde, Exklusivität beim Kennenlernen ist ein Kriterium von Menschen, die sich mit dem Mittelpunkt der Welt verwechseln.

Der Mann sollte besser lernen, dass die Welt nicht auf ihn wartet. Entweder ist er bereit, auf die Beziehung einzugehen, oder er kann eben selber auf den nächsten Zug warten.

Ferner hat die Frau wohl kaum einen passenden Mann gefunden, sondern die Kurzbeziehung wird wohl das Mittel sein, wie man so etwas herausfindet.

Dieses Mittel würde auch dem Mann offen stehen, aber anstatt es zu versuchen, denkt er nur an das, was er damit verlieren könnte. Das ist aber ein Problem, das er für sich alleine lösen muss.
 
Wie ist allgemein eure Meinung zum Thema Exklusivität in der Kennenlernphase im echten Leben

Allgemein - ich bin in einer Kennenlernphase exklusiv und war da immer im Konsens.

Der geschilderte Fall ist ja keine Kennenlernphase.
Es war eine Affäre - ein Mann gebunden, die Frau zwischendurch anderweitig aktiv partnersuchend, und auch einer Affäre und einem ONs nicht abgeneigt.

Ich würde um den Mann einen Bogen machen, Warmwechseln, Betrug finde ich mega unattraktiv. Oft ist es ein Egoproblem, auch die Eifersucht nachher.
Nun, und bei der Frau evtl. Wahllosigkeit, auf der dringenden Suche nach einem Partner.
Auf jeden Fall ist diese Geschichte ein guter Start einer OnOff Geschichte.

Frag doch direkt? Motive sind individuell...
Oder bist Du es selbst?

Ich finde solche Kuddelmuddelgeschichten nur anstrengend, und halte da Abstand.

Wäre die Frau meine Freundin, würde ich sie vor dem Mann warnen...
Gründe - s. Oben Warmwechseln, Betrug, Doppelmoral und Eifersucht.

Sie war hingegen immer nur mit einem Mann unterwegs, es trug halt nicht. Etwas wahllos, vielleicht naiv, vielleicht verzweifelt. Von verpartnerten Männern sollte Frau weg bleiben.
Vor allem schadet sie sich selbst, der Typ ist kein Traumpartner.

W, 51
 
Meint der Herr ernsthaft, eine Frau mit einem halbwegs intakten Selbstwertgefühl hat es nötig, auf einen gebundenen Mann zu warten? Manchmal muss man sich nur noch wundern.
Allerdings finde ich es natürlich schon bedenklich mit welcher Leichtigkeit die Dame in kürzester Zeit neue Beziehungen anleiert. Das kommt mir ziemlich wahllos vor, aber ist natürlich nur eine Vermutung. So toll kann der gebundene Mann jedenfalls nicht sein, wenn man sich problemlos parallel in zwei weitere Männer verliebt. Dem gebundenen Mann müsste klar sein, dass er vermutlich auch nur eine kurze Episode ist. Für mich wäre sowas ein absolutes nogo.
 
Was ich davon halte:
Gar nichts.
1.
In der Arbeit sollte man sich auf eben diese konzentrieren.
2.
Wer noch gebunden schon den nächsten sucht, ist weder fähig abzuschließen mit der noch laufenden Beziehung, noch fähig sich ehrlich einzulassen.
Und vor allem offenbar nicht fähig allein zu sein.
3.
Wer immer große Worte, großen Taten vorzieht, wird oft enttäuscht werden im Leben.
4.
Die beiden passen hervorragend zusammen.
Für beide ist offenbar ein Partner schnell ersetzbar, Hauptsache nicht allein sein.
5.
Im realen Leben höre ich mir so einen Quark nicht mehr an.
Die zwei werden sich eh wieder trennen, ist meine Vermutung.
 
Ich bin nicht Teil dieser Konstellation.

Off-topic, aber es wurde angesprochen:
Die Feier war in einem Betrieb, bei dem kein Homeoffice möglich ist am Ende eines Arbeitstages in Form eines Umtrunkes mit Snacks. Alles im sicheren Rahmen.

Viele Aspekte wurden angesprochen. Ich kenne nur den Mann besser, ein Teil seines Frustes beruht wohl darauf, dass sie gleich mit ganz großen Emotionen und Worten kam, es fielen Begriffe wie "Traummann", "mit dir ist alles anders", da stellte sich ihm eben die Frage, wie sie da noch zwei andere mitnehmen konnte, oder ob nicht jeder ihrer Verflossenen auch ein "Traummann" war.
Sie ist wohl attraktiv und hat viele Optionen, aber muss man alles mitnehmen ?
Er sieht gut aus und hat ein gutes Umfeld, verdient gut, ist aber eher zurückhaltend und hat nur feste Beziehungen gehabt, nichts nur mal so ausprobiert. Es war ein Warmwechseln in dem Sinne, dass er mit seiner Freundin Schluss gemacht hat und mit ihr zusammenkam, aber nichts paralleles.
Er kann sicher von der Erfahrung lernen und profitieren mit einer "Tigerin" zusammen zu sein, kann ihre Spontanität, ihre Lebensfreude vielleicht ein Stück weit übernehmen.
Sie hat sicher legitim gehandelt, da sie ja nicht wissen konnte, wie ernst es ihm ist und ob es mit ihnen klappt, was mich dennoch bewegt:
Wenn ich eine Frau kennenlerne, die ich gerne als Freundin hätte, dann warte ich ab, wie es sich mit uns entwickelt, da bin ich emotional gebunden. Ich könnte und wollte nicht bis zur sicheren Beziehung mit ihr mich andersweitig umsehen und sogar mit anderen schlafen.
Davon abgesehen trifft man eigentlich doch auch gar nicht so viele Menschen, die für einen für eine Beziehung in Frage kommen - da wären wir wieder beim Thema Beliebigkeit.
Wohlgemerkt, die Frau hatte wohl immer das Ziel einer Beziehung vor Augen, keiner ONS, F+, etc, auch waren alles reale Begegnungen, keine Onlinegeschichten, bei denen es per se zunächst mal unverbindlicher zugeht.
 
Diese Geschichte finde ich tatsächlich auch zum lachen....
Wir wissen auch viel zu wenig darüber. Z.B. wie diese beiden jeweils 2-monatigen "Beziehungen" gelaufen sind? In welchem zeitlichen Abstand sich dieses "Paar" getroffen hat? Hatten sie überhaupt Sex? Wenn ja, wie oft? War der Sex gut oder grauenhaft? Was fand die Frau an den beiden Männern jeweils anziehend? Machte sie sich wirklich ernsthafte Hoffnungen? Tausende von offenen Fragen....Und das andere.....Wie kommt der ursprünlich gebundene Mann überhaupt darauf, wo er doch selbst nicht Single war, dass diese betroffene Frau keinen andern Mann haben darf? Dreiste Einstellung.
Ich würde dieser Frau raten, den ursprünglich gebundenen Kollegen nicht zum "Partner" zu nehmen, bzw. keine feste Beziehung mit ihm anstreben. Sie sollte ihn aus Spaß etwas durchcheken....Sorry, aus meiner Sicht ist dieser Mann wirklich nicht ernst zu nehmen....
 
zusammenkam, aber nichts paralleles.
Er kann sicher von der Erfahrung lernen und profitieren mit einer "Tigerin" zusammen zu sein, kann ihre Spontanität, ihre Lebensfreude vielleicht ein Stück weit übernehmen.
Das ist dein Thema. " Anständige" , sicher gebundene Männer, " die sich zu " wahllosen" Frauen hingezogen fühlen und umgekehrt.
Wie ernst kann denn dein Bekannter das behmen; wenn eine Frau auf einer Firmenfeier was von Traummann redet , ohne das man sich kennt?
Für sein Ego war das vielleicht toll
 
@KathiBerlin4 :
Na ja, das finde ich jetzt etwas lieblos. Ich gehe davon aus, dass beide echtes Interesse aneinander haben.
Durchchecken aus Spaß bzw. taktieren ist wohl nicht angebracht.
Man kann ja unterschiedliche Ansichten zum Thema haben, aber beide sollten immer mit offenen Karten spielen.
 
@Pfauenauge
Da könntest du Recht haben ;)
Ist mein Thema, auch wenn ich nicht eine moralische Wertung im Sinne von "anständig" und "wahllos" vornehmen möchte, sondern eher einen Konflikt zwischen unterschiedlichen emotionalen Empfindlichkeiten sehe.
Auf den richtigen/die richtige warten, es langsam angehen lassen vs.
mitnehmen was geht und gleich all-in gehen und dann schauen was daraus wird.
 
Der Mann stellt sich diese Fragen zu spät. Die Frage hätte er sich zu/vor Beziehungsbeginn stellen sollen, als der Schmetterling gerade in seine Richtung geflogen kam.

Schmetterlinge, die alle drei Wochen auf einer anderen Blume sitzen, sollte man nicht landen lassen.
 
Auf den richtigen/die richtige warten, es langsam angehen lassen vs.
mitnehmen was geht und gleich all-in gehen und dann schauen was daraus wird.
Ähm.Also dein Bekannter hat die Gunst der Stunde auf der Firmenfeier genutzt und abgecheckt was geht.
Wie soll man sich auch langsam kennenlernen, wenn einer gebunden ist?
Am besten, man sucht sich Leute mit ähnlichen Werten. Das kann man feststellen, wenn man wie du langsam drauf ist ohne mit der Dame was anzufangen, ins Bett zu steigen und dann festzustellen- oh, ich bin ja gar nicht der Erste.
 
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