• #31
Beziehungen bin ich sehr transparent, sage was ich mache und warum.
Bei der LAT nicht, da war meinerseits viel irrelevantes Geplapper, Unterhaltung halt, nichts Persönliches, nichts Substanzielles.
Aber es hängt doch nicht mit der Wohnform zusammen, ob beziehungsintern nur irrelevantes Geplapper stattfindet oder substanzielle Unterhaltungen geführt werden, ob man persönliches preisgibt und "transparent" ist oder verschlossener und intransparentet.
 
  • #32
Sofern die Erstbeziehung für Beide eindeutig offen ist stehe ich dem neutral ggü. Sofern der Erstbeziehungspartner getäuscht wird gehe ich bezüglich des Affärensuchers von einer aus meiner Sicht toxischen Person aus.

Mit einer von mir als toxisch eingeschätzten Person würde ich keine Anbahnung versuchen. Egal ob es um eine Affäre oder Partnerschaft geht.

Dass du auch noch stolz darauf bist, dass sich deine Affären wider besseren Wissens in dich verlieben und dies genießt, bestätigt mein Bild.
Wäre doch schlimm, wenn ich die Affären nicht genossen hätte, oder? Schau wie sehr du dich gerade wieder irrst😀

Es war absolut klar auf beiden Seiten, nur dass ICH einen Freifahrtschein hatte, da ich mit meinem Mann lange und ausführlich darüber gesprochen und am Anfang dennoch monatelang gezögert hatte, da ich Skrupel hatte, obwohl ich durfte. Es war unsere gemeinsame Entscheidung.

Na dann waren nach deiner Sicht der Dinge alle meine Männer toxisch damals, da sie ihre Frauen betrogen, ich war die einzige ehrliche Person.

Stolz bin ich auf gar nichts. Dankbar zu leben und jeden Tag aufstehen zu dürfen bin ich, aber stolz bin ich auf nichts, Stolz kenne ich eigentlich nicht mehr recht, dafür habe ich zuviel erlebt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #33
Mit dem Erwartungshorizont: ist nichts von Dauer fühle ich mich doch viel weniger verpflichtet in Sachen Korrektness.
KRASS!
Ich will nicht glauben, dass das ernst gemeint ist. "Korrekt" verhältst du dich im Wesentlichen nur denen gegenüber, denen du dauerhaft begegnest (oder wenigstens mehrfach)?!
Die Sache ist übrigens sang- und klanglos auseinander gegangen, emotional wirkungslos, weil es keine Nähe gab und alles oberflächlich blieb.
Na ja, immerhin besser als eine dramatische Trennung.
Ich frage mich eher, warum du diese Beziehung eingegangen bist? Bist du sie trotz anfänglicher Oberflächlichkeit eingegangen? Oder war es am Anfang halt noch gut und intensiv und tief?
 

Laleila

Cilia
  • #34
Interessant - wie muss ich mir das konkret vorstellen? Die Männer wissen nicht, dass sie eine Affäre haben? Wie soll das gehen? Die können ja weder denken, dass sie "nichts" mit dir haben und die werden doch auch nicht alle denken, du bist ihre "offizielle Beziehung"?!
Wie gesagt, alles Vergangenheit, aber tatsächlich gingen sie wohl davon aus, dass ich ihre Beziehung sei.
Ich log sie nicht an. Fragte man mich, antwortete ich ehrlich. War aber durch meine Antwort zu erwarten, dass sich jetzt etwas, in eine, von mir ungewünschte Richtung, änderte, beendete ich die Affäre, die ich für mich auch nie so nannte, sondern Romanze, das traf meine Gefühlswelt besser.
Mir ging es ja nicht vordergründig um Sex, sondern um den romantischen Anteil, daher "Romanze".

die werden doch auch nicht alle denken, du bist ihre "offizielle Beziehung"?!
Alle, ..... das klingt so viel.
Es waren ja nicht dutzende, aber ja, meist wollten sie glauben, ich sei ihre Freundin und trenne mich für sie von meinem Mann.
Oft bestimmt der Wunsch das Erleben.
Und nein, ich forcierte diese Denke nicht. Ich war einfach wie ich eben bin.
Zugewandt, emotional, nähebetont und, der Situation geschuldet, innerhalb der Romanze, unkompliziert.
 
  • #35
Ich war einfach wie ich eben bin.
Zugewandt, emotional, nähebetont und, der Situation geschuldet, innerhalb der Romanze, unkompliziert
Danke!! Genau so etwas meinte ich in meiner Eingangsfrage.
So stelle ich mir eine affäre/romanze nämlich auch vor: man ist, wie man ist. Und wie man auch in einer Beziehung wäre.
für ihn geht nur LAT und so habe ich LAT nach meinen Bedürfnissen ausgestaltet - ihn nicht zu nah ranlassen, wenn auch er mit Vorbehalten agiert.
@Vikky: noch eine Nachfrage: verstehe ich das richtig, du kannst emotional (nicht zeitlich) jemanden näher ran lassen, mit dem du zusammen wohnst, als wenn nicht?
Wieso das denn?
 
  • #36
verhält man sich anders, je nachdem ob man in einer
- Beziehung
- Affäre
- intensiven Kennlernphase (mit intensiv meine ich über mehrere Monate und inklusive Sex)
ist?
Ich verhalte mich da auf jeden Fall anders und habe das auch bei Männern schnell gemerkt, in welche Richtung das bei ihnen geht. Größter Unterschied zwischen Affäre und Beziehung/Kennenlernen ist für mich, dass man für die Zukunft gezielt Pläne macht oder auch allgemein darüber redet, dass man später zusammen ja mal nach XY fliegen kann, ein Haus kaufen, was auch immer. Wird das nicht angesprochen, ist es meist ein Zeichen, dass man sich mit der anderen Person gar keine Zukunft vorstellt. Desweiteren war aber auch die Meldefrequenz in einer Affäre viel geringer, liebevolle Nachrichten gab es nicht so wie wenn man verliebt war (nette schon!), und man wurde eher nicht Freunden und schon gar nicht Familie vorgestellt.
Kennenlernphase und Beziehung - da gibt es für mich keinen Unterschied, da bei mir immer schnell klar war, wir sind zusammen, eigentlich schon nach 3 Dates. Klar lernt man sich ja dann weiter kennen, aber beide waren sehr verliebt, das war offensichtlich, man hat viel Zeit miteinander verbracht, sich Freunde und Familie recht schnell vorgestellt, über Zukunft geredet, sich Geheimnisse erzählt, die nicht jeder weiß usw. Alles Dinge, die ich in einer Affäre nie machen würde.
Ich habe bisher immer gemerkt, ob der andere in mich verliebt war oder eben nicht, und das macht ja im Endeffekt den Unterschied. Schon die Art, wie einen jemand verliebt anschaut, oder eben nur begehrlich, ist da verschieden.
Es gibt aber sicher Leute, bei denen das anders ist, das sind nur meine Erfahrungen.
w, 38
 
  • #37
Kennenlernphase und Beziehung - da gibt es für mich keinen Unterschied, da bei mir immer schnell klar war, wir sind zusammen, eigentlich schon nach 3 Dates
Wow!! Nach 3 Dates verliebt sein kenne ich. Nach drei Dates zusammen finde ich echt abgefahren!
Beziehung/Kennenlernen ist für mich, dass man für die Zukunft gezielt Pläne macht oder auch allgemein darüber redet, dass man später zusammen ja mal nach XY fliegen kann, ein Haus kaufen, was auch immer. Wird das nicht angesprochen, ist es meist ein Zeichen, dass man sich mit der anderen Person gar keine Zukunft vorstellt
Nach 3 Dates wüsste ich nie, ob ich mit jemandem ein Haus kaufen oder ein Urlaub verbringen will. Wird allgemein erwartet, dass man das nach 3 Dates wissen müsste? Falls ja, verstehe ich noch besser, warum ich trotz unzähliger Dates jahrelang Single war.
 

Laleila

Cilia
  • #38
Danke!! Genau so etwas meinte ich in meiner Eingangsfrage.
So stelle ich mir eine affäre/romanze nämlich auch vor: man ist, wie man ist. Und wie man auch in einer Beziehung wäre.
Nein, nicht, wie wenn man in einer Beziehung wäre.
Ich bin wie ich bin, wenn 7ch in einer Romanze bin.
In einer Beziehung bin ich definitiv anders. Da lasse ich mich emotional wirklich vorbehaltlos ein, gebe etwas dazu, interessiere mich für den geliebten Menschen.
In einer Romanze lebe ich nur eine Rolle, welche mir auch entspricht, welche aber keine wirkliche Tiefe zulässt.
Für den anderen ist dies allerdings nicht zu unterscheiden.

@Vikky: noch eine Nachfrage: verstehe ich das richtig, du kannst emotional (nicht zeitlich) jemanden näher ran lassen, mit dem du zusammen wohnst, als wenn nicht?
Wieso das denn?
Ich verstehe das ziemlich gut. Und ich denke, dass hat weniger mit dem Zusammenwohnen zu tun, als mit der Tatsache, dass der andere sich nicht rückhaltlos einlässt.
In dem Fall wollte er nicht zusammen leben.
Ich bin da genauso.
Gibt jemand nicht 100%, agiert nicht voll transparent, lasse ich mich auch nicht ganz auf ihn ein und betrachte die Beziehung als etwas, was den Beziehungscharakter (meiner Vorstellung nach) nicht erfüllt.
 
  • #39
Ich persönlich glaube auch nicht, dass ich mich jemals anders verhalten habe in einer Affäre als in einer exklusiven Beziehung.

Deswegen sind auch Affären für mich Beziehungen und ich handhabte sie ähnlich, ausser dass es eben eine Zweitbeziehung war. Es gab da sonst keinen Unterschied für mich. War einer unnahbar oder distanziert, wurde er klar aussortiert, das wollte ich auch in einer Affäre nicht.
Danke!! Genau so etwas meinte ich in meiner Eingangsfrage.
So stelle ich mir eine affäre/romanze nämlich auch vor: man ist, wie man ist. Und wie man auch in einer Beziehung wäre.
Ich war auch einmal mit einem Singlemann affärenmässig verbandelt, der sich dann ernsthaft verliebte und meinte, in Konkurrenz mit meinem Ehemann treten zu müssen. Ich habe es sehr schnell beendet, da mir klar war, dass er sich jetzt eine Frau für eine exklusive Beziehung suchen muss. Was er auch tat, ca. 1 Jahr später war er dann verheiratet. Ich meine, Zweitbeziehungen nur unter Menschen, die ebenfalls eine Zweitbeziehung suchen. Sonst wirds kompliziert.
 
Zuletzt bearbeitet:

Laleila

Cilia
  • #40
Stimmt.
Wenn es für einen von beiden unklar ist, welche Beziehungsart der andere der Beziehung beimisst, dann liegt diese Unklarheit daran, dass der eine am Verhalten des anderen eben nicht ablesen kann, wie der andere es sieht. Und daraus würde ich ablesen, dass das SIch-Verhalten eben nicht unterschiedlich ist in Beziehung, Affäre oder sonstigem.
Bei mir würden gute Freunde, meine nächsten Angehörigen und andere Menschen, die mich einigermaßen kennen, soforterkennen, ob ich mit jemanden eine Romanze habe oder ob es eine beginnende Beziehung ist.
Weil mein Verhalten dann anders ist.
Der Affäre Mann bemerkt es nicht, weil er mich ja nicht kennt, nicht wissen kann, dass mein Verhalten dann ein anderes wäre.

Von daher:... Doch, mein Verhalten ist definitiv anders aber Nein, der betreffende Mann kann dies nicht erkennen.
 
  • #41
Nach meinen eigenen Erfahrungen:
(1) Affäre: Der Austausch bleibt oberflächlich, weil man nicht ernsthaft an der Person interessiert ist. Probleme werden nicht besprochen, zu persönliche Dinge behält man für sich, wenn einer der beiden nicht gut drauf ist, trifft man sich nicht. Beenden kann man das Ganze unkompliziert.
(2) Intensive Kennenlernphase: Man zeigt sich von seiner besten Seite, gibt dem Gegenüber viel Aufmerksamkeit und zeigt noch nicht alle Facetten der eigenen Persönlichkeit. Zukunftspläne gibt es noch nicht.
(3) Man kennt sich besser, bespricht auch Persönliches und Negatives, zeigt auch die eigenen, negativen Seiten (Eifersucht, Unordentlichkeit, Unaufmerksamkeit, was auch immer). Man bindet sich gegenseitig ins Leben ein und macht Pläne für die Zukunft.
 
  • #42
Da bewundere ich ja fast Menschen, die das so können.
Ich - und vielleicht doch auch viele andere??? - würde mich in so einem Verhältnis extrem komisch fühlen. Alle interessanten, tiefergehenden Themen müsste ich da ja irgendwie „umschiffen“, alle Fragen nach der Zukunft vermeiden, immer einen relativ plötzlichen Abbruch einkalkulieren… fast schon das Gefühl „nichts beim anderen rumliegen lassen“.
Wenn man nicht verliebt ist und Kontakt mit anderen Menschen grundsätzlich als etwas anstrengend empfindet, kann so ein Verhältnis sehr entspannt sein. Probleme bleiben grundsätzlich draussen und wenn es schwierig wird, kann man unkompliziert auf Abstand gehen.
 
  • #43
Ich bin wie ich bin, wenn 7ch in einer Romanze bin.
In einer Beziehung bin ich definitiv anders. Da lasse ich mich emotional wirklich vorbehaltlos ein, gebe etwas dazu, interessiere mich für den geliebten Menschen.
In einer Romanze lebe ich nur eine Rolle, welche mir auch entspricht, welche aber keine wirkliche Tiefe zulässt.
Für den anderen ist dies allerdings nicht zu unterscheiden
Okay, ich glaube wir reden tatsächlich doch vom Gleichen 😊. Wenn ich hier andauernd von "Verhalten" schreibe, dann meine ich das für den anderen äußerlich erkennbare Verhalten (worauf du in deinem letzten Satz im Zitat oben abhebst). Im Gegensatz dazu stehen das innere Erleben, die innere Gefühlswelt, die innere Einstellung etc pp, die anders in Affäre oder "richtiger" Beziehung sein mögen, das finde ich irgendwie sonnenklar. Deswegen hatte ich danach nicht fragen wollen.
Und ich denke, dass hat weniger mit dem Zusammenwohnen zu tun, als mit der Tatsache, dass der andere sich nicht rückhaltlos einlässt
Das ergibt natürlich nur Sinn, wenn man bei LAT ein ein nicht sich rückhaltloses darauf einlassen unterstellt. Ich glaube nach wie vor, dass die Wohnform nichts darüber aussagt, wie tief oder/und vorbehaltlos man sich einlässt.
 
  • #44
Nach 3 Dates wüsste ich nie, ob ich mit jemandem ein Haus kaufen oder ein Urlaub verbringen will. Wird allgemein erwartet, dass man das nach 3 Dates wissen müsste? Falls ja, verstehe ich noch besser, warum ich trotz unzähliger Dates jahrelang Single war.
Eher so, dass man sowas im Überschwang sagt, muss ja nicht eintreten :D Nicht als fester Plan. Also, dass man so verliebt ist, dass man sich sowas vorstellen möchte. Mit einer Affäre macht man das ja nicht. Das mit dem Haus ist jetzt auch etwas übertrieben, aber wenn man sagt, vielleicht könnten wir Silvester ja zusammen nach XY fahren, und man lernt sich im Sommer kennen. Einfach als Gedankenspiel. (Hab aber auch schon gehört, dass Männer das zu einer Affäre sagen, um ihr zu suggerieren, dass es ihnen ernst ist!)
Wow!! Nach 3 Dates verliebt sein kenne ich. Nach drei Dates zusammen finde ich echt abgefahren!
Komischer Weise hatte ich das wirklich dreimal, und jedes Mal war die Beziehung lang, also 5 Jahre, 3 Jahre und mit dem dritten bin ich verheiratet :) Es war einfach so ein Gefühl von "das passt einfach, wir sind ineinander verliebt". Man hat das dann nicht angesprochen "sind wir jetzt zusammen", aber wir haben einfach so miteinander kommuniziert, als ob es eben klar ist, dass wir es sind. Mein Mann hat damals am Telefon nach zwei Wochen oder so zu einem Kumpel gesagt, "ne, ich bin grad bei meiner Freundin". Da habe ich mich sehr gefreut. Nach zwei Monaten haben wir schon für in vier Monaten Silvester geplant und direkt danach einen großen Japan-Urlaub im Herbst des folgenden Jahres; zusammengezogen sind wir ja auch nach weniger als einem Jahr; wir waren beide einfach total sicher, das ist es. Kann ich gar nicht anders beschrieben, ist auch nach sieben Jahren noch so, das Gefühl. Außer bei Beziehung 2, da Fernbeziehung, war es auch immer so, dass die drei Dates recht schnell aufeinander folgten und danach hat man sich alle zwei, drei Tage gesehen.
Zog sich eine Kennenlernphase länger, ist bei mir nie was draus geworden, weil einer von beiden doch kein Interesse hatte, sich nicht sicher war oder so. Ich hab das ja mal beendet, weil ich merkte, ich verliebe mich einfach nicht; und auch einmal, weil ich nach sechs Monaten merkte, der andere steht nicht wirklich dahinter - keine Aussagen zu späterer Planung, sondern Ausweichen, häufiger keine Zeit, meldete sich mal mehr, mal weniger.. Als ich das ansprach, gab er mir auch fast erleichtert recht. Bei meinen Freunde war es meist auch so, dass es bei der richtigen Frau/beim richtigen Mann so schnell ging. Gibt aber auch Ausnahmen und andere hier im Forum sind auch einfach andere Typen.
 
  • #45
Wäre doch schlimm, wenn ich die Affären nicht genossen hätte, oder? Schau wie sehr du dich gerade wieder irrst😀

Es war absolut klar auf beiden Seiten, nur dass ICH einen Freifahrtschein hatte, da ich mit meinem Mann lange und ausführlich darüber gesprochen und am Anfang dennoch monatelang gezögert hatte, da ich Skrupel hatte, obwohl ich durfte. Es war unsere gemeinsame Entscheidung.

Na dann waren nach deiner Sicht der Dinge alle meine Männer toxisch damals, da sie ihre Frauen betrogen, ich war die einzige ehrliche Person.

Stolz bin ich auf gar nichts. Dankbar zu leben und jeden Tag aufstehen zu dürfen bin ich, aber stolz bin ich auf nichts, Stolz kenne ich eigentlich nicht mehr recht, dafür habe ich zuviel erlebt.
Ich denke eher, dass du mich falsch interpretierst als, dass ich mich irre.

Für mich wesentlich für die Entscheidung ob etwas toxisch ist, ist ob mit falschen Erwartungshaltungen gespielt wird und ob jemand in der Illusion gehalten wird, dass seine falschen Erwartungen in Erfüllung gehen könnten.

Wenn alles transparent und klar ist sehe ich nichts toxisches.

Allerdings hatte ich schon einige Male mit Borderlinern und anderen speziellen Persönlichkeiten zu tun. Diese erwähnten häufig, dass sie sich schnell langweilen wenn nicht genug Emotion im Spiel ist.

Wenn ein ähnlicher Satz in einem vergleichbaren Kontext fällt denke ich an diese Personen.
 
  • #46
Wenn alles transparent und klar ist sehe ich nichts toxisches.

Allerdings hatte ich schon einige Male mit Borderlinern und anderen speziellen Persönlichkeiten zu tun. Diese erwähnten häufig, dass sie sich schnell langweilen wenn nicht genug Emotion im Spiel ist.

Wenn ein ähnlicher Satz in einem vergleichbaren Kontext fällt denke ich an diese Personen.
Ja unter Borderlinern kann das üblich sein. Bei mir war es nur eine kurze Phase, das nachholen meiner Jugend vielleicht, welche ich aus verschiedenen Gründen nicht ausleben konnte.

Ich war immer offen und ehrlich, ich denke, meine Ehrlichkeit hat manchen überfordert, da nicht erwartet in solchen Konstellationen.
 
  • #47
Sicher. Mit dem Erwartungshorizont: ist nichts von Dauer fühle ich mich doch viel weniger verpflichtet in Sachen Korrektness.
Ok. Jetzt verstehe ich dich. Du gehst davon aus, dass eine LAT Beziehung aufgrund ihrer schnelleren Auflösbarkeit unsicher ist.

Dagegen stufst du einen gemeinsamen Haushalt als Versicherung gegen ein schnelles Verlassenwerden ein.
Beim LAT-Mann bin ich nicht ans Telefon gegangen, selbst wenn ich zuhause war und Zeitzung gelesen habe - da war die Zeitung situativ wichtiger.
Mit solchen Maßnahmen hälst du dann deinen Distanzlevel so hoch, dass es zu keiner Beziehungsfestigung sondern zu zunehmenden Abstand kommt.

Dein Ziel ist es so deine Verlustängste zu kompensieren bzw. zu vermeiden aber am Ende ist nichts mehr da was verbinden könnte:
Die Sache ist übrigens sang- und klanglos auseinander gegangen, emotional wirkungslos, weil es keine Nähe gab und alles oberflächlich blieb.
Es war mir vollkommen egal als wir uns nicht mehr trafen, weil alles gemeinsam Erlebte unwichtig war, nur situativen Unterhaltungswert hatte.
Ich frage mich nur warum du dich darauf eingelassen hast wenn Affären nicht deine Sache sind?

Wäre es nicht sauberer gewesen ihm sofort zu sagen "Mit meinen Gefühlen ist es mir nicht möglich LAT zu leben."?
 

Laleila

Cilia
  • #48
Wow!! Nach 3 Dates verliebt sein kenne ich. Nach drei Dates zusammen finde ich echt abgefahren!
Mein Mann machte mir beim 4. Date einen Heiratsantrag.
Und beim 2. Date war irgendwie klar, wir sind nun zusammen.

Okay, ich glaube wir reden tatsächlich doch vom Gleichen 😊. Wenn ich hier andauernd von "Verhalten" schreibe, dann meine ich das für den anderen äußerlich erkennbare Verhalten (worauf du in deinem letzten Satz im Zitat oben abhebst).
Wie gesagt, für Menschen, die mich kennen, ist es ein äußerlich erkennbares Verhalten.
Für den Romanze Mann natürlich nicht, wie auch? Er kennt ja mein Verhalten während einer tatsächlichen Beziehungsanbahnung nicht

Das ergibt natürlich nur Sinn, wenn man bei LAT ein ein nicht sich rückhaltloses darauf einlassen unterstellt. Ich glaube nach wie vor, dass die Wohnform nichts darüber aussagt, wie tief oder/und vorbehaltlos man sich einlässt.
Wie es auch kein "typisches" bei jedem Gleiches und so durchschaubar es Verhalten bei Beziehungs- oder Affärenanbahnungen gibt, sind die Kriterien, welche für einen zu den Punkten gehören, die auf ein vollständiges "Einlassen" hinweisen, verschieden.
LAT gehörte für mich dazu.
Passt ansonsten alles andere, ginge ich nach dem Motto "Festhalten (aber nicht binden) und Weitersuchen (aber nicht sagen)"vor.
Denn so wichtig kann ich ihm nicht sein, wenn er mich nicht auch im Alltag um sich haben möchte.
 
  • #49
Aber es hängt doch nicht mit der Wohnform zusammen..... ob man persönliches preisgibt und "transparent" ist...
Das hängt davon ab, wofür Wohnform für Dich steht. Für mich bedeute LAT auf Abstand bleiben zu wollen. Dann lasse ich mich nicht intensiv ein, sondern bleibe auf dem gleichen Abstand, äußerlich (nicht immer verfügbarl) wie auch innerlich (was gebe ich von mir preis).

"Korrekt" verhältst du dich im Wesentlichen nur denen gegenüber, denen du dauerhaft begegnest (oder wenigstens mehrfach)?!
Gegenüber denjenigen, mit denen ich in intensiver Beziehung stehe. Die anderen flüchtigen Beziehungen müssen damit leben, dass ich mal das Telefon nicht abnehme, Verabredungen absage weil Wichtigeres anliegt. Das macht doch jeder so.
Nur weil ich eine Frau bin und der Mann ein Mann ist, macht ihn das nicht automatisch zur Nr. 1 in meinem Leben ud n ich laufe bei ihm"unter ferner liefen...."

Ich frage mich eher, warum du diese Beziehung eingegangen bist? ...
Am Anfang kann nichts gut und intensiv sein, weil man sich nicht kennt. Das kann sich nur entwickeln unter passenden Bedingungen.
Es war halt Kennenlernen. Ich fand ihn interessant. Man schaut hinund ortet aus, ob es zu den eigenen Wünschen passt oder nicht, ob es miteinander passt.
Er machte früh klar: für ihn kommt nur LAT infrage. Das war nicht meine bevorzugte Beziehungsform, aber warum nicht mal was Neues ausprobieren im Leben in einer neuen Lebensphase und gucken ob ich das nicht doch gut finde?

Ich hatte mir Zeitfenster fürs Dating freigehalten und er hatte wenig Zeit. In der Restropektive betrachtet war er da vielleicht manipulativ, um die Bedingungen für die Beziehung zu setzen.

Irgendwann war es umgekehrt und ich war auf Wochen ausgebucht, hatte nie Zeit. Dann wollte er meinen Schlüssel, in meiner Wohnung auf mich warten - aber so geht LAT für mich halt nicht.

verstehe ich das richtig, du kannst emotional (nicht zeitlich) jemanden näher ran lassen, mit dem du zusammen wohnst, als wenn nicht?
Ja, kann ich. Warum soll ich das nicht können?
Ich hatte mit meinem Mann eine Fernbeziehung und wir waren zwischendrin Jahre getrennt, weil ich irgendwann dieses ständige Treffen/Verabschieden/Vermissen nicht mehr konnte. Mein Kommen am Donnerstag oder Freitag war schon immer vom bevorstehenden Abschied getrübt.
Wir kamen nach der Trennung wieder zusammen, als klar war, dass es nur noch für einen definierten Zeitraum eine FB war, weil ich dann in die Beurlaubung gehe.

Ich bin Asperger und kein Menschensammler. Wenn ich mich einlasse, dann richtig und dafür benötige ich ein stabiles Umfeld, kein ewiges hin und her.
 
  • #50
Dagegen stufst du einen gemeinsamen Haushalt als Versicherung gegen ein schnelles Verlassenwerden ein.
Nein, nicht gegen schnelles Verlassen werden und Verlassen können (geht nämlich auch), sondern als Bereitschaft miteinander leben zu wollen ohne Vorbehalte, alle Aspekte des Lebens.

Dein Ziel ist es so deine Verlustängste zu kompensieren bzw. zu vermeiden
Wenn da keine Nähe ist, dann kann es auch keine Verlustangst geben. Er wollte die Perspektive auf Nähe nicht und ich habe geguckt, wie das für mich in dieser Konstellation geht.

Mit solchen Maßnahmen hälst du dann deinen Distanzlevel so hoch, dass es zu keiner Beziehungsfestigung sondern zu zunehmenden Abstand kommt.
So war es, denn mit seinem LAT-Wunsch hat ebenso Distanz geschaffen - 2 Distanzierte kann keine Distanz ergeben.

Ich frage mich nur warum du dich darauf eingelassen hast wenn Affären nicht deine Sache sind?
Es war ja keine Affäre sondern als Kennenlernen zwecks Beziehung gedacht.
In der frühen Kennenlernphase kam er dann mit seinem LAT-Wunsch. Daraus haben sich die Dinge dann so entwickelt.
Hätte er das von vornherein in seinem Profil gesagt, dann hätte ich ihn gleich weggebuzzert.

Wir hatten halt andere Vorstellungen was LAT ist.
Er dachte, das heißt: er kann kommen und gehen wie er will und wischiwaschi mit Sachen bei mir lassen, meinen Schlüssel haben, meinen Kühlschrank leerfuttern, das Bad einschmutzen, es aber nicht putzen etc - exakt alles das, was Frau selten will.

Meine Vorstellungen waren mehr Eindeutigkeit, no Cherrypicking.
Daraus habe ich dann gelernt: Schuster bleib bei Deinen Leisten - LAT ist nicht meins, sondern Ganz oder Garnicht.

dass hat weniger mit dem Zusammenwohnen zu tun, als mit der Tatsache, dass der andere sich nicht rückhaltlos einlässt.
Ganz genau, wenn er nicht, dann ich auch nicht - Gleichheit herstellen.

Ich glaube nach wie vor, dass die Wohnform nichts darüber aussagt, wie tief oder/und vorbehaltlos man sich einlässt.
Dann muss man sich halt jemanden suchen, der das Gleiche Verständnis hat. Ich habe ja nicht nur auf den Begriff LAT geschaut, sondern wie dieser mit Inhalt gefüllt wurde, s.o.

Wenn Mann selber bescheiden und am unattraktiven Arsch der Welt wohnt, dann ist das Risiko gering dass Mann öfter heimgesucht wird, dass einem das Bad und die Küche eingeschmutzt werden und dass Mann das selber putzen kann, während die Frau fröhlich pfeifend von dann zieht.
 
  • #51
Verabredungen absage weil Wichtigeres anliegt.
Das macht doch jeder so.
Nein das macht nicht jeder so. Weil das unzuverlässig ist. Verabredungen halte ich schon deswegen grundsätzlich ein weil ich nicht selbst versetzt werden will. Verabredungen auf die ich keine Lust habe gehe ich erst garnicht ein.

Es gibt selbstverständlich Notfälle. Die haben dann Vorrang. Aber die sind selten.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #52
Ahhh. Das wusste ich bisher nicht. Ich kenne nur mehrere Kinder mit dieser Diagnose. Manche dieser Kinder halte ich für schwerst gestört bei anderen halte ich die Diagnose für falsch; aber das nur am Rande; bin dafür kein Fachmann.
aber warum nicht mal was Neues ausprobieren im Leben
Gute Einstellung. Aber es ist ja eben noch das Ausprobieren. Solange ich ausprobiere, bin ich nicht mit jemandem zusammen. Meine Beziehungen laufen nicht so ab, dass es erst eine Kennenlernphase gibt, in der man nicht zusammen ist, dann eine Probephase, in der man aber schon zusammen ist wie bei einem Arbeitsverhältnis) und dann das Ende der Probephase.
Ich wäre ehrlich gesagt auch ganz schön entsetzt, wenn mir meine Freundin eröffnen würde, dass wir zwar in einer Beziehung sind, aber die Probephase noch läuft.
Das hängt davon ab, wofür Wohnform für Dich steht.
Das finde ich ganz schön "mystisch". Wofür können Wohnformen denn "stehen"?
Wenn mir eine Frau sagt, sie steht voll und ganz hinter unserem Beziehung und liebt mich, will aber LAT leben, dann ist das für mich überhaupt kein Widerspruch. Wenn Sie das so sieht, dann sieht sie das so. Viel wichtiger als ein bestimmtes Wohnmodell ist mir doch, wie sie unsere Beziehung sieht und dazu steht. Dir nicht?
Für mich bedeute LAT auf Abstand bleiben zu wollen.
Aber doch nur räumlich. Nicht emotional. Das sind doch zwei völlig unterschiedliche Arten von Abstand, die gar nicht miteinander vergleichbar sind.
Denn so wichtig kann ich ihm nicht sein, wenn er mich nicht auch im Alltag um sich haben möchte.
Da schließt du von dir auf andere, oder?
Dass man nur Leute in seinem Alltag um sich haben möchte, die einem wichtig sind, ist bei mir auch so.
Aber es ist nicht umgekehrt so, dass ich alle mir wichtigen Leute an meinem Alltag teilhaben lassen muss. Darum ist glaube ich die Schlussfolgerung, "er lässt mich nicht an seinem Alltag teilhaben, ich bin ihm also nicht wichtig" logisch falsch.
Manchmal reicht es, seine eigenen Logik-Fehler zu erkennen. Und schon kann man jemand anderen viel besser verstehen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #53
Wir hatten halt andere Vorstellungen was LAT ist.
Er dachte, das heißt: er kann kommen und gehen wie er will und wischiwaschi mit Sachen bei mir lassen, meinen Schlüssel haben, meinen Kühlschrank leerfuttern, das Bad einschmutzen, es aber nicht putzen etc - exakt alles das, was Frau selten will.
😀 Klar, das würde ich auch nicht wollen! Bei LAT nicht aber beim Zusammenwohnen auch nicht.
Ganz genau, wenn er nicht, dann ich auch nicht - Gleichheit herstellen.
Auch ein interessanter Satz, der mich zum Nachdenken anregt. Augenhöhe herstellen würde mir gefallen, was immer genau Augenhöhe ist. Bei Gleichheit läuft es mir immer eiskalt den Rücken runter, aber das sind wieder ganz andere Themen...
 

Laleila

Cilia
  • #54
Ahhh. Das wusste ich bisher nicht. Ich kenne nur mehrere Kinder mit dieser Diagnose. Manche dieser Kinder halte ich für schwerst gestört bei anderen halte ich die Diagnose für falsch; aber das nur am Rande; bin dafür kein Fachmann.

Gute Einstellung. Aber es ist ja eben noch das Ausprobieren. Solange ich ausprobiere, bin ich nicht mit jemandem zusammen. Meine Beziehungen laufen nicht so ab, dass es erst eine Kennenlernphase gibt, in der man nicht zusammen ist, dann eine Probephase, in der man aber schon zusammen ist wie bei einem Arbeitsverhältnis) und dann das Ende der Probephase.
Ich wäre ehrlich gesagt auch ganz schön entsetzt, wenn mir meine Freundin eröffnen würde, dass wir zwar in einer Beziehung sind, aber die Probephase noch läuft.

Das finde ich ganz schön "mystisch". Wofür können Wohnformen denn "stehen"?
Wenn mir eine Frau sagt, sie steht voll und ganz hinter unserem Beziehung und liebt mich, will aber LAT leben, dann ist das für mich überhaupt kein Widerspruch. Wenn Sie das so sieht, dann sieht sie das so. Viel wichtiger als ein bestimmtes Wohnmodell ist mir doch, wie sie unsere Beziehung sieht und dazu steht. Dir nicht?

Aber doch nur räumlich. Nicht emotional. Das sind doch zwei völlig unterschiedliche Arten von Abstand, die gar nicht miteinander vergleichbar sind.

Da schließt du von dir auf andere, oder?
Dass man nur Leute in seinem Alltag um sich haben möchte, die einem wichtig sind, ist bei mir auch so.
Aber es ist nicht umgekehrt so, dass ich alle mir wichtigen Leute an meinem Alltag teilhaben lassen muss. Darum ist glaube ich die Schlussfolgerung, "er lässt mich nicht an seinem Alltag teilhaben, ich bin ihm also nicht wichtig" logisch falsch.
Manchmal reicht es, seine eigenen Logik-Fehler zu erkennen. Und schon kann man jemand anderen viel besser verstehen
Ja, das schließe ich in dem Fall von mir auf den anderen, weil ich keinen Partner möchte, der in einem mir wichtigen Punkt, so anders tickt als ich.
Ich muss mir doch nichts gutreden, was für mich nicht perfekt ist, wo es vermutlich soooo viele Menschen gibt, die da besser zu mir passen.
Ich wollte nie einen Partner, den ich erst verstehen lernen muss, sondern immer einen, der nach meinem Verständnis tickt.
Warum sich das Leben unsinniger Weise schwerer machen, als es sein muss. 🤷
 
  • #55
Ich wollte nie einen Partner, den ich erst verstehen lernen muss, sondern immer einen, der nach meinem Verständnis tickt.
Warum sich das Leben unsinniger Weise schwerer machen, als es sein muss.
Ich wollte immer eine Partnerin, die mich liebt und die ich liebe 💝.
Wer sitzt schon nach meinem Verständnis? Und nach wessen Verständnis ticke ich schon, außer nach meinem eigenen?
Wenn es schwer ist, dann ist es halt schwer. Nur bösartig oder unfair darf es nicht sein, das wären meine Bedingungen. Aber die sind gar nicht beziehungsspezifisch.
 

Laleila

Cilia
  • #56
Ich wollte immer eine Partnerin, die mich liebt und die ich liebe 💝.
Wer sitzt schon nach meinem Verständnis? Und nach wessen Verständnis ticke ich schon, außer nach meinem eigenen?
Wenn es schwer ist, dann ist es halt schwer.

Nur bösartig oder unfair darf es nicht sein, das wären meine Bedingungen. Aber die sind gar nicht beziehungsspezifisch.
Das wäre mir tatsächlich zu wenig.
Ich wollte immer nur jemanden, mit dem es perfekt passt und der mich über alles liebt, weil ich von mir wusste, solch einen Mann, gäbe es ihn, würde ich auf jeden Fall, lieben können.

War dann auch so. In den Mann vor J. war ich schon fast irrsinnig verliebt und er in mich.
Es war fast so, als würde man, von innen heraus, verglühen, vor Liebe.
Und schon deshalb wusste ich, der wird es nicht sein, denn diese Entscheidung könnte ich nicht mit klarem Kopf treffen.
Bei J. konnte ich das und er war perfekt, ist es noch immer und wird es immer sein.
Also begann ich ihn zu lieben, so loyal und allumfassend, wie ich nie vorher liebte. Und mit dem Gefühl und dem Wissen, er wird mir nie wehtun. Es wird niemals schwer sein ihn zu lieben.
Tja, so kam es und ist es. 😊
 
  • #57
Nein das macht nicht jeder so. Weil das unzuverlässig ist.
Gut, das ist mir egal, wenn es kein so wichtiger Kontakt ist. So unterschiedlich sind Menschen.

Wenn jemand zu sich einlädt (z.B. Gartenpartys konnntest Du vor wenigen Jahren in HH nicht langfristig planen) und das alle Fruende zusammenkommen, ich ihn nicht mitnehmen kann weil mir das nicht richtig erscheint, dann sind mir die Freunde wichtiger als LAT/Affäre.

Ich wäre ehrlich gesagt auch ganz schön entsetzt, wenn mir meine Freundin eröffnen würde, dass wir zwar in einer Beziehung sind, aber die Probephase noch läuft.
Ich habe da ein anderes Verständnis.
Die Kennenlernphase läuft für mich länger ohne dass ich mich in einer Beziehung wähne.
In einer Beziehung bin ich erst, wenn ich sehe, es scheint für beide längerfristg zu funktionieren und beide wollen die Gemeinsamkeit längerfristig.

Viel wichtiger als ein bestimmtes Wohnmodell ist mir doch, wie sie unsere Beziehung sieht und dazu steht. Dir nicht?
Nein, ich sehe da mehr Zusammenhang. Es geht nicht darum wie einer die Beziehung sieht, man braucht da gemeinsames verständis wenn es funktionieren soll.
Wenn ich mit jemandem nicht zusammen leben will, dann sagt das für mich auch was darüber aus, wie ich die Beziehung sehe - ich will Abstand, Rückzugsraum, meine Fluchten ohne Einblick und Einwirkmöglichkeit des anderen, meine Dinge machen wie ich will ohne seine Belange berücksichtigen zu müssen etc.

Für mich heißt LAT: ich kann ihn nicht so gut aushalten, dass alles das in einer gemeinsamen Wohnung geht und ahne, dass wir Alltag nicht können oder wollen.

Aber doch nur räumlich. Nicht emotional. Das sind doch zwei völlig unterschiedliche Arten von Abstand, die gar nicht miteinander vergleichbar sind.
Für mich gibt es einen Zusammenhang. Jemand, dem ich emotional nicht nahe bin mit dem will ich auch nicht zusammenwohnen.

Aber es ist nicht umgekehrt so, dass ich alle mir wichtigen Leute an meinem Alltag teilhaben lassen muss
Die Frage ist, was man unter wichtig versteht.
Mein Mann ist der wichtigste Mensch in meinem Leben - eine ganz andere Beziehung und Nähe als zu allen anderen. Dementsprechend will ich nur mit ihm zusammen leben, nicht mit allen anderen die nachrangig auch von Bedeutung sind.

Wer sitzt schon nach meinem Verständnis? Und nach wessen Verständnis ticke ich schon, außer nach meinem eigenen?
Wenn es schwer ist, dann ist es halt schwer.
Gut ich möchte da mehr Passung.

Auf "schwer" weil es nicht passt habe ich keine Lust, denn das ist ein unnötig beschwerliches Leben.
 
  • #58
Gut, das ist mir egal, wenn es kein so wichtiger Kontakt ist. So unterschiedlich sind Menschen.
Das überrascht mich nicht. Da bist du auch nicht allein.

Für mich sind Verabredungen nichts anderes als mündliche Verträge. Was ich zugesagt habe halte ich ein. Wer mir gegenüber das nicht kann oder will wird von mir darauf angesprochen. Dann klärt sich das.
Wenn jemand zu sich einlädt (z.B. Gartenpartys konnntest Du vor wenigen Jahren in HH nicht langfristig planen) und das alle Fruende zusammenkommen, ich ihn nicht mitnehmen kann weil mir das nicht richtig erscheint, dann sind mir die Freunde wichtiger als LAT/Affäre.
Ich denke dich hat dieses LAT Konstrukt gekränkt, enttäuscht.

Statt das anzusprechen hast du versucht ihn auf diesen Weg zu bestrafen oder vielleicht umzuerziehen.
Ich habe da ein anderes Verständnis.
Die Kennenlernphase läuft für mich länger ohne dass ich mich in einer Beziehung wähne.
In einer Beziehung bin ich erst, wenn ich sehe, es scheint für beide längerfristg zu funktionieren und beide wollen die Gemeinsamkeit längerfristig.
Ich gehe da noch weiter. Wir Menschen lernen unser gegenüber und uns selbst bis zum Lebensende laufend neu kennen.

Was einmal gut ist, ist es vielleicht später nicht mehr.

@Vikky kennt das. Von einem Freund hat sie sich getrennt und ihn später wieder gefunden.

Eine Art längerfristige Beziehungs-Probezeit halte ich allerdings für eine Besonderheit.
Für mich heißt LAT: ich kann ihn nicht so gut aushalten, dass alles das in einer gemeinsamen Wohnung geht und ahne, dass wir Alltag nicht können oder wollen.
Das stimmt. Aber genau für solche Konstrukte gibt es Menschen mit entsprechender Passung.

Ich wollte immer eine Partnerin, die mich liebt und die ich liebe 💝.
Wer sitzt schon nach meinem Verständnis?
Wahre Liebe ist sowieso bedingungslos. Partnerschaft ist das allerdings nicht.

Perfektion in der Beziehung und Liebe wie @Laleila sie beschreibt halte ich für eine Illusion aber schön wenn diese Illusion lange währt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #59
Ich habe da ein anderes Verständnis.
Die Kennenlernphase läuft für mich länger ohne dass ich mich in einer Beziehung wähne.
In einer Beziehung bin ich erst, wenn ich sehe, es scheint für beide längerfristg zu funktionieren und beide wollen die Gemeinsamkeit längerfristig.
Genau. Da sind wir uns doch einig: Die Kennenlernphase ist gerade noch nicht die Beziehung.
Hm, also das für dich LAT nicht in Frage kommt und du in einer Beziehung auf jeden Fall zusammen wohnen möchtest, das finde ich völlig okay. Aber dafür kann es keine objektive Begründung geben, sondern einfach nur deine rein subjektive Wertung.
Einen Zusammenhang zu konstruieren, wo keiner ist, ist miraculöses Denken.
Meine Freundin hat, als wir anfangs darüber sprachen, enormen wird auf ihren Rückzugsraum gelegt. Ich fand das erst extrem befremdlich, wusste allerdings von Anfang an, dass es überhaupt nichts mit mir zu tun hat, sondern ihren Erfahrungen mit ihrem täglich übergriffigen Ex-Freund. Meine Freundin liebt mich immer noch wahnsinnig doll, ich hätte voll daneben gelegen, wenn ich aus ihrem geäußerten Rückzugsbedürfnis gefolgert hätte, ich wäre ihr irgendwie weniger wichtig oder sie hätte Vorbehalte gegen die Beziehung.
Es geht nicht darum wie einer die Beziehung sieht, man braucht da gemeinsames verständis wenn es funktionieren soll
Also mir ist wichtig, wie meine Freundin die Beziehung sieht (und ihr ist wichtig, wie ich es sehe). Ob sie sie als vorbehaltlose Beziehung möchte. Und dann muss man halt gucken, wie man es gemeinsam zum Funktionieren bringt. Wenn ich zu konkrete Vorstellungen davon habe, wie es funktionieren sollte, habe ich mich schon schon von vorne herein selbst beschränkt und kann damit weniger zum Gelingen der Beziehung beitragen. Je weniger ich mich selbst beschränke, desto mehr Freiheit gewinne ich. Und zwar Freiheit FÜR die Beziehung.
 
  • #60
Für mich sind Verabredungen nichts anderes als mündliche Verträge. Was ich zugesagt habe halte ich ein.
Die Frage ist ja wie die Zusage erfolgte. Wenn es für mich ein nachrangiger Kontakt ist, dann bleibe ich eher vage, d.h. betrachte es als einen Vorschlag, den ich im Hinterkopf behalte.
Wenn wir Theaterkarten gekauft oder im Restaurant einen Tisch reserviert hatten war ich natürlich verbindlich, aber bei "ich komme Donnerstag nach der Arbeit vorbei", dann kam vom mir "ich weiß nicht wann ich zuhause bin, lass uns am Do-Nachmittag telefonieren wenn ich das absehen kann".

Ich denke dich hat dieses LAT Konstrukt gekränkt, enttäuscht.
Da denkst Du falsch. Ich habe es mir eher wie ein Sozialexperiment angeguckt und laufen lassen hin zu immer mehr Abstand.
Es war mir schlichtweg zu unwichtig um gekränkt zu sein, weil es zu keinem Zeitpunkt soviel Nähe gab, dass es mir was bedeutet hätte ob es zuende ist oder weitergeht.

Statt das anzusprechen hast du versucht ihn auf diesen Weg zu bestrafen oder vielleicht umzuerziehen.
Nein, ich bin meinen veränderten Bedürfnissen aufgrund seines Verhaltens gefolgt, war höchstens irritiert, warum er anfangs viele Verabredungsversuche von mir abgelehnt hat, als ich wegen Datingphase meinen Kalender weitgehend gesperrt hatte und er es dann ändern wollte, als ich wegen seiner Terminnot wieder in den Singlemodus umgeswitcht habe.

Im Endeffekt passte unser Timing nicht: bei ihm entstand Nähewunsch, als ich bereits auf dem Rückzug war. Wobei ich ja nicht weiß, ob der Abstand anfangs seinerseits Manipulation/Erziehung war und als der die Wirkung sah, wollte er es anders.
Ich habe damals nicht darüber nachgedacht sondern es laufen lassen, war ja Neuland für mich und dann weiß man halt nicht was zu tun ist und macht was sich für einen selber gut anfühlt.

@Vikky kennt das. Von einem Freund hat sie sich getrennt und ihn später wieder gefunden.
Tja, aber da liegt Dein Irrtum: genau da hat sich bis zum heutigen Tage nichts am Miteinander geändert, denn die Trennung erfolgte allein aufgrund belastender äußerer Bedingungen (räumliche Distanz).

Das stimmt. Aber genau für solche Konstrukte gibt es Menschen mit entsprechender Passung.
Und darum habe ich es einmal und nie wieder versucht - passt nicht für mich. Lesson learned.
 
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