• #61
Nach Aussage meiner Freunde sucht ein Mediziner sich entweder eine ebenbürtige (dh. auch Medizinerin) oder eine jüngere Frau

Haben Deine Freunde die Weisheit mit Löffeln gefressen oder warum ist Dir ihre Meinung soviel wert? Was führst Du für ein Leben, dass Du selber keine Erfahrungen sammelst und nicht eigenständig denken kannst.

Ich bin im Familien- und Freundeskreis von Technikern und Naturwissenschaftern (überwiegend Mediziner) umzingelt. Da kommt keiner auf den Gedanken, dass ein Medizinstudium mehr wert ist als ein Maschinenbau-, Physik-, E-Technik oder Informatikstudium.
Und die Mediziner geben auch zu, dass ihre Promotion ein Witz ist, den sie neben dem Studium abfackeln, was in keiner anderen Fachrichtung geht.

Darüber hinaus: Dein Partner ist viele Jahre aus dem puren Büffeln raus (wesentlicher Teil des Medizinstudiums). Die Frage ist, ob er das noch hinbekommt und mit welchem Aufwand. Ob ihm dann mit fast 40 und im Jobhochstress unter dem Endzwanziger wanken der Sinn nach jungen Frauen steht, wage ich zu bezweifeln.
Das machen sicherlich ein paar Mediziner, auch Krankenhausabenteuer - aber eher die ältere Generation als Deine. Die sind geistig weiter (ausser Du).

Aber im Endeffekt bin ich „nur“ angestellte Ingenieurin. Eine mit sehr gutem Gehalt, eigenem Büro und Dienstwagen. Aber eben keine Ärztin und entsprechend stehe ich gesellschaftlich auf einer niedrigeren Stufe. Und das bereitet mir Sorgen.
Du bist jetzt schon weiter, als er in 6 oder 8 Jahren sein wird und Du wirst wohl nicht stehenbleiben sondern noch weitermarschieren.
Als Medizinstudent und auch als fertiger Arzt steht er jetzt und viele Jahre gesellschaftlich deutlich unter Dir, sofern man in diesen Kategorien denken mag.
Wenn es für ihn gut läuft, hat er Dich mit 45 eingeholt. Wenn es für Dich gut läuft viel später oder nie.

In diesem Forum habe ich zudem gelesen, dass Frauen von gleichaltrigen Ärzten generell keine Antwort bekommen. Und das bestätigt mich in meinen Bedenken.
Hier gibt es auch nur Minisichten aufs Leben. Du hast ihn nicht online kennengelernt. Draussen funktioniert das Leben anders und Du hast Einfluss darauf, wie es läuft.

Ich kann kaum glauben, dass Du mit Deinem Rasterdenken studierte und erfolgreiche Ingenieurin bist. Du liest Dich wie ein Lehrmaedchen mit mittelpraechtigem Realschulabschluss in einem Schlichtberuf, der kein eigenständiges Denken fordert und das verzweifelt grübelt, wie es den Gioldfisch an der Angel behalten kann und bei sich verzweifelt nach etwas Gutem bei sich sucht, was es ihm anbieten kann.
 
  • #62
In gewisser Weise ja, aber wenn man hintergründiger guckt, nicht. Denn am Scheitern einer Beziehung sind ja zwei beteiligt, ganz abgesehen davon, dass er beim Studium nun mit Frauen, die sowohl jünger als er sind als auch Ärztin werden wie er, zusammen kommt.
Deine Zweifel sind keine ungelegten Eier, die sind ja da und die nimmst Du mit in einer Beziehung.

Er stellt sich das Studium auch unkomplizierter vor als es ist, hat da eine etwas unrealistische Sichtweise. Vielleicht zieht er es auch gar nicht durch.
Ich weiß nicht, ob mein Eindruck richtig ist, aber es klingt, als würdest Du Dich damit beruhigen, wenn Du das jetzt in genau den Beitrag schreibst, der von Deiner Hoffnung spricht, dass man doch eine Beziehung eingehen könnte.
Spätestens, wenn Du anfangen würdest, den Mann vom Lernen abzuhalten oder ihm sein eventuelles Auslandssemester ausreden zu wollen, damit er Dir nicht "verloren" geht, wird es problematisch. Will ich Dir nicht unterstellen, aber es ist nicht abwegig, dass der Partner, der sich unsicher fühlt und den anderen mehr an sich binden will, unterschwellig alles sabotieren möchte, was den Partner "weiter weg bringt".

So oder so - es wäre vorschnell, ihm wegen meiner Ängste keine Chance zu geben. Vielleicht entwickelt sich auch alles zum Guten.
Ich würde sagen, dass Du dazu auch an Dir arbeiten müsstest. Du schleppst ne Menge Probleme rum bzgl. Selbstwertgefühl und "Sozialdünkel". Wie gesagt, wenn Du die erste hübsche Kommilitonin von ihm siehst, bricht das, was Du jetzt schon befürchtest, wieder auf, wenn Du nichts an Deiner Einstellung änderst und einfach drauf hoffst, dass es schon gut wird.

Und ich wüsste jetzt nicht, wie Du den Mann Deinen Freunden mit ihren Vorurteilen vorstellen willst. Die denken doch, dass ihr nicht passt und haben keine gute Meinung von Ärzten.
 
  • #63
Kann es sein, dass du selbst mal mit einem Medizinstudium geliebäugelt, aber keinen Studienplatz bekommen oder es dir nicht zugetraut hast?

So war es bei mir, und obwohl ich zufrieden bin mit dem was ich heute tue und nie und nimmer als Ärztin arbeiten könnte, verspüre ich immer noch einen gewissen Neid auf Mediziner. Sogar Krankenschwestern und Arzthelferinnen beneide ich darum, dass sie Spritzen setzen und Blut abnehmen dürfen. Ich weiß nicht warum, aber medizinische Instrumente haben auf mich schon immer eine besondere Faszination ausgeübt. Ich habe mal in einem therapeutischen Beruf in einer Klinik gearbeitet und jeden Tag darunter gelitten, nichts von all dem Hightech-Kram, von dem ich umgeben war, selbst einsetzen zu dürfen.

Inzwischen habe ich mich umorientiert und bin zufrieden, wie gesagt, aber so ganz loslassen wird es mich wohl nie. Insofern kann ich verstehen, wie selbst eine erfolgreiche, exzellent ausgebildete, gutverdienende Frau ein Neid-/Unterlegenheitsgefühl gegenüber Medizinern haben kann.

Aber objektiv betrachtet ist es doch absoluter Blödsinn, dass eine Ingenieurin auf einer "geringeren gesellschaftlichen Stufe steht". Ich will nicht wieder diese alte Diskussion anfangen, wie anspruchsvoll nun das Medizinstudium ist, aber ich denke kaum, dass ein MINT-Studium geringere geistige Anforderungen stellt. Und je nach Einsatzbereich tragen auch Ingenieure Verantwortung für Menschenleben, nur nicht so unmittelbar wie Ärzte (z.B. in der Automobilbranche). Und vor allem sind Ärzte auf die Arbeit von Ingenieuren angewiesen! Die Wunder, die die moderne Medizin zu vollbringen imstande ist, wären doch gar nicht möglich ohne allerlei hochkomplexe Hilfsmittel, die von Leuten wie dir entwickelt wurden und werden.

Und verlassen werden kann man immer. Es kann auch passieren, dass DU ihn in ein paar Jahren satt hast. Er muss dich genauso "halten" wie du ihn. Ich muss aber @void zustimmen - so ausgeprägt, wie deine Selbstzweifel zu sein scheinen, wirst du es kaum schaffen, nicht vor Eifersucht durchzudrehen mit diesem Mann an deiner Seite. Allerdings wird dir das mit jedem Mann so gehen, der dich wirklich umhaut, denn du wirst automatisch davon ausgehen, dass er auch bei Anderen gut ankommt. Scheinbar kannst du Beziehung nur mit Männern, die du in irgendeiner Hinsicht als "unter dir stehend" empfindest bzw. von denen du denkst, dass sie für andere Frauen nicht attraktiv sind. Ganz davon abgesehen, dass das eine etwas herablassende Sichtweise ist, wirst du kaum wirklich glücklich werden, solange du dein Selbstwertproblem nicht angehst.
 
  • #64
Zuckerherz ,

Wenn Du nicht ganz schnell innehälst und Dich selbst reflektiert, dann wirst Du in ein paar Jahren zu den Frauen gehören, die hier die inflationär vorkommende Frage stellen
- Ich bin so super attraktiv, super intelligent, super erfolgreich - warum bin ich Single.

Einen Menschen machen nicht die äußeren Eckdaten aus, sondern seine Persönlichkeit, Charakter, Herz.

Deinen Freund erst auf einen Podest stellen, die ganze Zeit dieses aber zu hinterfragen (indirekt über die "Freunde"), ihn auch charakterlich schlecht zu machen als potentiellen Fremdgeher, und ihn jetzt noch zusätzlich abzuwerten als ziellos, ohne Durchhaltevermögen, zeigt kein Positives Bild von Dir .
Und es klingt unterschwellig danach, dass DU gerne Deinen Beitrag dazu leisten würdest, dass er sein Berufsziel nicht realisiert. Dann bliebe er klein, und Du kannst Dich groß fühlen.

Lass ihn ziehen und nutze die Zeit für Persönlichkeitsentwicklung.

Sorry für die harten Worte, aber vielleicht bringt es Dich zum Nachdenken, nachdem Du immer noch weiter nachlegst.

W,49
 
  • #65
Wer welchen Beruf hat, ist für mich persönlich absolut zweitrangig!
Mir nicht!
Ich achte sehr auf den Charakter eines Menschen.
Der Charakter eines Menschen bestimmt unter anderem auch die ausgesuchte Umgebung für die Tätigkeit und die Tätigkeit mit der Umgebung in der, der Mensch sich den größten Teil des Tages aufhält, zeigt auch seinen Charakter!
Insofern ist mir das nicht zweitrangig und auch nicht egal!
Zeige mir die Menschen mit denen du regelmäßig zusammen kommst und ich sage dir wer du bist!
 
  • #66
Ich beziehe gerade Sozialleistungen und mache meine Ausbildung, aber nicht mal ich sehe mich auf " niedrigen" Sozialstufen. Was ist los mit dir??? Es wird IMMER jemanden geben, der kluger, schöner und reicher ist, als du. Du siehst in deinem Partner einen Konkurrenten und keinesfalls einen liebenden Menschen- DAS könnte dir zum Verhängnis kommen. Ich verstehe jetzt die Aussagen deiner " Freunde"- anscheinend bewegst du dich in den Kreisen, wo Eindruck schinden mehr wert ist, als tatsächliche Substanz dahinter. Vielleicht ist es an der Zeit ,dein Umfeld und deine Einstellung zu überdenken- du bist ERST 28 und hast SCHON dickes Gehalt, Dienstwagen und eigenes Büro. Ich lese aber keine Zeile von Wertschätzung und Dankbarkeit dafür deinerseits. Mit solcher Einstellung wirst du nie zufrieden sein, egal was und wie viel davon du es hast.
Ganz genau! Als Frau es zur Ingenieurin geschafft zu haben ist doch ne krasse Sache! Und er beginnt gerade erst sein Studium, woher willst du wissen, dass er es durchzieht? Gerade Medizin hat ja auch nicht wenige Abbrecher, zumal er nicht direkt vom Abi startete, d.h. das wird noch mal schwieriger für ihn.
Ich wünsche dir, dass du in ihm und anderen den Menschen sehen kannst und nicht irgendwelche Status.
Was meinst du denn, wie viele Frauen sich einen Mann mit höherem Status schnappen? Das ist m.W. immer noch der Großteil der Fälle. Schau mal durch seine Augen, überspitzt formuliert: "wow, als Ingenieurin und ehem. Model hat sie den ganzen Tag gut verdienende Ingenieure um sich. Wie soll ich als Studentenwürstchen da mithalten?" Ehrlich, bei dir müsste doch fast jeder Mann eifersüchtig sein ;)
 
  • #67
Ich kenne 3 junge Ärzte, die alle mit einer gleichaltrigen Frau verheiratet sind und glücklich sind.
Kommt es nicht vielmehr auf den Charakter eines Menschen an als auf seinen Arbeitsplatz?
 
  • #68
Ich möchte mich wirklich gerne auf diesen Mann einlassen ... Auch deshalb, weil er ein wundervoller, großherziger Mensch ist. Aber ich habe Angst, mich in etwas zu verrennen, was von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist?

Warum gibst du soviel auf das, was andere dir von einem Klischee berichten, wenn du ihn persönlich so gut kennst?

Es gibt keine Garantie.
Eine Beziehung oder Ehe kann für immer sein oder nach einigen Jahren zerbrechen. Das hat aber weniger damit zu tun, ob jemand Arzt ist oder nicht. Der Arztberuf hat wohl von allen Berufen die beste Reputation und der Arzt als Mann ist anscheinend sehr begehrt. Zudem hat er vielfältige Möglichkeiten an Frauen aller Arten zu kommen, ganz gleich ob Kolleginnen, Krankenschwestern oder Patientinnen. Ob er diese Möglichkeiten nutzt, liegt daran welcher Typ Mann er ist.

Ein befreundeter Arzt hat z.B. eine geschiedene Frau mit drei Kindern geheiratet, die zudem älter ist als er. Sie hatten sich zufällig in einer Szenekneipe kennengelernt, ohne näher ins Gespräch zu kommen. Gefunkt hatte es, als sie sich wenige Tage später - wieder zufällig - in der Bahn trafen. Während der sechs Stunden Fahrt ergab sich eine intensive Unterhaltung, die für ihn offensichtlich der Anlass war, sich an diesem Wochenende nicht zu verloben. (Deshalb war er unterwegs). Als er seinen Eltern stattdessen erzählte, wen heiraten will, war seine Mutter schlichtweg entsetzt. Inzwischen sieht sie es so, dass diese Frau das Beste ist, was ihm passieren konnte. Nach der Geburt des gemeinsames Kindes hat er nun vier Kinder. Seine Frau ist allerdings keine typische Hausfrau, auch kein Model aber beruflich selbst sehr erfolgreich. Trotzdem nehmen sie sich die Zeit für Zweisamkeiten und sei es nur das gemeinsame Joggen am Abend, bei dem wir uns manchmal sehen.

Ich denke, ein Mann mit so einem anspruchsvollen und zeitraubenden Beruf wird sich eher eine eigenständige Frau mit Selbstbewusstsein suchen, die eigene Entscheidungen trifft und sich nicht in ihrem Vorhaben durch andere verunsichern oder beeinflussen lässt.
 
  • #69
Ich bin selbst Ärztin und werde nie!!! begreifen warum die Leute immer so ne Ehrfurcht und so n merkwürdiges Glitzern in den Augen kriegen wenn der Job erwähnt wird.
Ich finde das zum kotz......
Genau so ist es. Du sagst es Meeretich. Das wir uns richtig verstehen - Arzt ist ein wichtiger Beruf und vorallem was die Forschung anbelangt immens wichtig - aber das jeder der den Weisskittel um hat gleich als Superheld gilt der unantastbar ist, diese Zeiten sind doch eigentlich seit Oma und Opa vorbei.
Auch bei Ärzten gibt es - wie überall Licht und Schatten, auch der Partner meiner Mutter ist Arzt und Psychiater und ist grad kurz vorm Ruhestand. Was der alles aus seinem Alltag berichtet, alle Achtung. Er sagt ganz klar in den Achtzigern als junger Arzt war nicht alles - aber doch vieles - besser wie heute. Also Leute, allen Berufen unvoreingenommen begegnen und anschauen was jeder täglich leisten muss. Dann relativiert sich vieles.

m44
 
  • #70
Freunde haben mir abgeraten und argumentieren, dass er mich als Arzt nach seinem Abschluss aussortieren wird. Es wäre normal, sich dann eine jüngere Partnerin zu suchen, die noch nicht zu alt für Kinder ist.
Mädel, rein statistisch ist die Wahrscheinlichkeit, daß Du ihn verläßt wesentlich größer, als umgekehrt.
Du scheinst also (statistisch gesehen) Angst vor der eigenen Entscheidung in der Zukunft zu haben.

mMensch50 (der die wirtschaftliche Komponente der Frage sehr wohl gesehen hat)
 
  • #71
Ich glaube nicht, dass du dir Gedanken über „ungelegte Eier“ machen musst. Wer weiß, was alles in deiner / eurer Zukunft passiert. Ob er überhaupt mal Arzt praktiziert oder am Ende in die Forschung geht oder vielleicht doch Hausmann.
Ich würde sagen, wage den Schritt IN die Beziehung und genieße eure gemeinsame Zeit- wie lange diese auch immer sein mag. Ich wünsche dir alles gute bei deiner Entscheidung
 
  • #72
Aber eben keine Ärztin und entsprechend stehe ich gesellschaftlich auf einer niedrigeren Stufe. Und das bereitet mir Sorgen.
Findest du deine eigenen Standesdünkel nicht völlig überholt?
Das ist ja schlimmer als unter Bauernadel.
Die bilden sich heute auch noch teilweise ein, sie müssten "ebenbürtig" einheiraten, ganz gemäss der Zuchtbuchordnung.
Eine sehr offensichtliche und merkwürdige Art sich selbst überhöhen zu wollen. Mir wäre ein solcher Partner/Partnerin ein Graus, die es nötig hat, sich ständig so in Szene setzen zu wollen.
Es wirkt tatsächlich komplexbeladen, unsympathisch und wenig intelligent.
Nur weil du gelernt hast, bis drei zu zählen, bist du gesellschaftlich nicht auf einer höheren Stufe anzusehen.
Ich bin auch Ingenieurin. Käme aber nie auf die Idee, mich derart zu überhöhen.
Dein Freund ist ebenfalls nichts Besseres, weil er gerade ein Medizinstudium noch vor sich hat. Erstmal bestehen.
Und danach so intelligent sein, sich nicht zu geben wie Krösus.
Es sind wohl andere Dinge ausschlaggebend für eine erfolgreiche Beziehung.
Seine Beziehung über gesellschaftliche Stufen zu definieren, könnte reines Gift sein, für eine erfolgreiche Partnerschaft.
 
  • #73
Der Charakter eines Menschen bestimmt unter anderem auch die ausgesuchte Umgebung für die Tätigkeit und die Tätigkeit mit der Umgebung in der, der Mensch sich den größten Teil des Tages aufhält, zeigt auch seinen Charakter!

Das ist für mich ein wenig zu pauschal! Ich finde, die Berufswahl hängt letztendlich mit einer Vielzahl von Faktoren zusammen wie zB Talent, finanzielle Möglichkeiten zB bei einem Studium / Gastsemester im Ausland, Förderung durch das soziale Umfeld, Intelligenz und auch ein Stück weit mit Glück und / oder Beziehungen, in der richtigen Firma auch unterzukommen!
Dies allein oder überwiegend als Charakterfrage zu benennen, ist mir zu wenig!


Zeige mir die Menschen mit denen du regelmäßig zusammen kommst und ich sage dir wer du bist!

Hier differenziere ich schon und stimme Dir absolut zu! Allerdings hat dies für mich nicht unbedingt etwas mit den jeweiligen Berufen für mich zu tun!

In meinem Freundeskreis haben wir fast alle Berufsgruppen vertreten! Von einer Stewardess über einen Anwalt über einen Arzt bis hin zum Leiter einer Musikakademie! Was sagen nun die einzelnen Berufe aus? Wenn ich es nur auf die Berufe meiner Freunde reduziere : was sagt es über mich aus?

Da sollte man schon etwas genauer hinsehen: was sind dies für Menschen, oder?
 
  • #74
Aber im Endeffekt bin ich „nur“ angestellte Ingenieurin. Eine mit sehr gutem Gehalt, eigenem Büro und Dienstwagen. Aber eben keine Ärztin und entsprechend stehe ich gesellschaftlich auf einer niedrigeren Stufe. Und das bereitet mir Sorgen.

klingt irgendwie nicht gesund. Wenn du solche Komplexe hast, solltest du mal in dich gehen. Es wäre eine ziemliche Belastung für eure Beziehung, wenn du eifersüchtig zu Hause sitzt, während dein Mann im Krankenhaus doppelten Schichtdienst oder auch mal 24 Stunden Dienste macht. Ich befürchte, du fühlst dich sehr unterlegen und irgendwann wirst du ihn das in Form von verdeckter Aggression spüren lassen.
 
  • #75
Das ist für mich ein wenig zu pauschal! Ich finde, die Berufswahl hängt letztendlich mit einer Vielzahl von Faktoren zusammen wie zB Talent, finanzielle Möglichkeiten zB bei einem Studium / Gastsemester im Ausland, Förderung durch das soziale Umfeld, Intelligenz und auch ein Stück weit mit Glück und / oder Beziehungen, in der richtigen Firma auch unterzukommen!
Dies allein oder überwiegend als Charakterfrage zu benennen, ist mir zu wenig!
Was du hier nennst, kommt alles bewusst aus dem Kopf heraus, wurde alles einmal bewusst gelernt. Das Allermeiste jedoch läuft in der Tat unbewusst ab!
Die Macht des Unbewussten ist gewaltig. Es ist längst bewiesen, dass uns nur ganz wenig dessen, was das Gehirn gerade tut, bewusst wird. Den Rest verarbeitet das Gehirn unbewusst. Wir sind die Letzten, die erfahren, was unser Gehirn vorhat und wie es uns beeinflusst.
Allerdings hat dies für mich nicht unbedingt etwas mit den jeweiligen Berufen für mich zu tun!
Jeder steht vor dem Dilemma, individuell zu sein und trotzdem zu einer sozialen Gruppe zu gehören.
Zum einen möchtest du dich also von anderen unterscheiden und etwas Besonderes sein.
Zum anderen willst du aber auch dazugehören und möchtest, dass andere dich so akzeptieren, wie du bist.
Dieses Phänomen führt dazu, dass sich jede Gesellschaft aus verschiedenen Subkulturen zusammensetzt:
Alleinerziehende,
Eltern,
Menschen, die in einem Start-Up arbeiten,
Studenten,
Veganer,
Marathonläufer,
Künstler,
Selbstständige,
Berufe allgemein,
Otto-Normal-Verbraucher,
Aussteiger,
Raucher.
Das sind natürlich nur einige wenige.
So gut wie jeder von uns ist Teil einer oder mehrerer Subkulturen. Und jede dieser Subkulturen stellt gewisse Erwartungen an ihre Angehörigen.
Das Umfeld das zu dir auch und gerade charakterlich passt, wird sich dann unbewusst von allein ergeben. Der Verstand erklärt das dann als dein Lehrer später, warum das so ist, das jedoch nicht so stimmen muss, aber wir glauben es!
 
  • #76
Subkultur hin oder her. Es gibt nicht DIE Marathonis, nicht DIE Eltern, nicht DIE Ärzte...

Es gibt Marathonläufer, die sich just for fun mit guten Vorsätzen und Hoffnungen für den Lauf angemeldet haben und dann schlecht trainiert mit Übergewicht bei km 30 kaum noch laufen können und welche, die jeden Nährwert tabellarisch erfassen, strenge Trainingspläne einhalten und unter drei Stunden im Ziel sind. Naja und bei DEN Eltern ist die Bandbreite noch größer. Auch in den Berufsgruppen gibt es überall "so ne und solche", gute und schlechte, konservative und alternative, großzügige und berechnende etc.

Daraus Rückschlüsse auf die Sozialkompetenz zu ziehen sehe ich als schlichtes Schubladendenken, mich ärgern solche Plattitüden. Im Fall der FS erscheint mir so ein Denken zudem dünkelhaft beziehungsweise unangemessen ehrfürchtig. All das hat in einer Liebesbeziehung nichts verloren.
 
  • #77
Die armen ,angeblichen jungen Frauen,die auf sowas noch abfahren. Gibts die tatsächlich ?.


Für mich sind Ärzte durchaus sexy. Sie nehmen dich ernst, wenn du Wehwehchen oder echte Probleme hast, witzeln und flirten mit dir. Je länger du mit bestimmten Ärzten zu tun hast, desto mehr festigt sich die Bindung.

Als ich für eine ganze Weile ans Bett gefesselt war, habe ich sehr viele, wahnsinnig sympathische Ärzte und angehende Ärzte kennengelernt. Die Frauen waren eher professionell distanziert. Die gebundenen Männer jedoch haben genauso geflirtet wie die Ungebundenen. Ich gestehe, das hat mir den irren Leidensweg extrem versüßt, und ich habe begriffen, warum viele Frauen so auf Ärzte stehen. Auch mehrere Jahre nach der schweren OP freue ich mich wahnsinnig, bekannte Gesichter zu sehen. Und sie erkennen mich wieder, weil ich als der hübsche Problemfall bekannt wurde, der seinen Humor trotz Rückschläge nicht verloren hatte.

Aber trotz Flirts und verstohlener Blicke blieben sie alle professionell (na ja, mit Fragen über meinen Beziehungsstatus wurde ich von einigen Männern durchaus durchbohrt). Doch niemand nahm je privat Kontakt mit mir auf, und ich auch nicht. Du siehst also, nicht jeder Arzt ist hinter anderen Frauen her. Nicht mal jeder fünfte.

Was mir an deiner Stelle etwas Sorgen bereiten würde, liebe @Zuckerherz, wäre die Tatsache, dass Dein Freund lange Zeit nur wenig Geld zur Verfügung haben wird. Da ist es praktisch, eine attraktive und gut verdienende Freundin zu haben. Außerdem weiß niemand, ob er die Studienzeit übersteht. Eine Freundin von mir büffelte von morgens bis abends und unterrichtete nebenbei andere Studenten. Dagegen war mein Studium die reinste Erholung.

P.S. Die besagte Freundin zieht wahnsinnig über Chirurgen her.

w, 32
 
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