Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  • #1

Angst vor Ablehnung wegen Beziehungsstatus "geschieden"?

Manchmal/oft (ich weiss es nicht) werden Frauen und Männer, welche eine Scheidung hinter sich haben, nicht als Partner gewählt. Sie werden geradezu stigmatisiert. Eure Scheidung ist formal-juristisch vollzogen, ihr habt die Ehe emotional verarbeitet und abgeschlossen und lebt alleine. Ihr habt Kinder oder nicht, aber ein genug grosses Einkommen.

Nun eure Sehnsucht nach einer Partnerschaft erwacht wieder und ihr seid bereit für einen Neubeginn und begebt euch auf die Suche nach einem neuen Partner - im realen Leben oder auf Online-Partnerbörsen. Doch ihr wisst, dass an euch ein gewisser "Makel" kleben bleibt. Was auch immer ihr tut, scheint es falsch zu sein: gebt ihr die Scheidung bekannt, riskiert ihr von einigen/vielen(?) Kandidaten sofort abgelehnt zu werden; lügt ihr, dann habt ihr zwar eine Chance auf näheres Kennenlernen aber bei Bekanntwerden eurer Scheidung, - was früher oder später sowieso geschieht - riskiert ihr den Kontaktabbruch.
Welche Erfahrungen macht ihr/habt ihr als Geschiedene bei der Partnersuche gemacht? Wurdet ihr trotz der Ehrlichkeit abgelehnt und mit welchen Begründungen?

Vielen Dank für eure Antworten!
 
G

Gast

Gast
  • #2
Hallo

Also ich bin auch geschieden, seit einem Jahr zum zweiten Mal verheiratet und kann dies nicht bestätigen. Ich hatte keinerlei Probleme, Männer kennen zu lernen.

(Einzig meine Schwiegermutter hat damit ein grösseres Problem, aber das ist ein anderes Thema.)

Allerdings kann ich mir vorstellen, dass es schwieriger wäre, wenn ich Kinder hätte, die dann wiederum einen Vater hätten, der dann halt immer präsent wäre in einer neuen Beziehung.

Gruss

C.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Eine Beziehung sollte man nicht mit einer Lüge beginnen!

Stigmatisierung und Beziehungsstatus:
- ist jemand unverheiratet geblieben, wird ab einem bestimmten Alter geargwöhnt er/sie wäre nicht beziehungsfähig bzw. nicht in der Lage, eine verbindliche Beziehung einzugehen;
- ist jemand verwitwet, wird meistens unterstellt, die Beziehung zum verstorbenen Partner nicht abgeschlossen zu haben und jeden neuen potentiellen Partner ausschließlich am verstorbenen Partner zu messen;
- und wenn jemand geschieden ist, stellt sich die Frage, inwieweit man wieder in der Lage/Willens ist, eine mehr als unverbindliche Beziehung einzugehen, ob er sie/durch Scheidung übermässig finanziell belastet ist ...etc.
Wenn in den genannten Fällen Kinder dazu kommen, gibt es noch einmal mehr Vorbehalte/Fragen.

Du siehst also, Fragestellerin, jeder Mensch hat ein Vorleben - in Sachen Beziehung. Wenn sich also jemand am aktuellen Beziehungsstatus stört und eine Partnerschaft deshalb für ihn nicht in Frage kommt, macht das nicht so wahnsinnig viel. Dann konzentriert man sich auf Menschen, die sich daran nicht stören.

Es wurde hier vor ein paar Tagen darüber diskutiert, inwieweit eine Falschangabe zum Thema 'geschieden' als Lüge zu sehen ist.
Es gibt Zeitgenossen, die Lügen dieser Art tolerieren (man fragt sich dann, wo Lügen bei diesen Menschen anfängt). Wo fängt Lüge bei Dir an, Fragestellerin? Angenommen ein Mann ist verwitwet und gibt das nicht an - wie fühlt sich das für Dich an? Könntest Du das akzeptieren - oder setzt Du dann ganz andere Maßstäbe an??

Soweit die wahrheitsgemäße Angabe des Beziehungsstatus im Profil möglich ist, sollte er auch angegeben werden.

Ich persönlich möchte nicht angelogen werden und lege Wert darauf, einen Menschen wirklich kennenzulernen. 'Altlasten' können alle Menschen haben, unabhängig von ihrem Beziehungsstatus - daher schaue ich mir den Menschen selbst an und fälle keine Entscheidung nur anhand des Beziehungsstatus.
(Einzige Ausnahme für mich: jemand ist getrennt lebend - und damit noch verheiratet)
 
G

Gast

Gast
  • #4
Ich bin auch geschieden und mir sind eigentlich geschiedene Männer am liebsten.

Die Zeit, in denen (zumindest im tiefsten Bayern) eine Geschiedene als Frau fast so schlimm war wie eine Evangelische, sind zum Glück vorbei.

Nach meiner Erfahrung wurde ich noch nicht abgelehnt, weil ich geschieden bin. Aber vielleicht bin ich mit Mitte 50 auch in einem Alter, in dem es einfach so gut wie keine Ledigen mehr gibt und wenn, haben die eher den Ruf von "alte Jungfer".

Ich finde dieses ganze Familienstandsgetue völlig überzogen. Es sagt nicht, aber auch überhaupt nichts aus. Ich weiß, jetzt kommen gleich wieder Schreiber, die erklären, dass ein Geschiedener überhaupt nicht in Frage kommt, aber sollen sie nur....

Ich habe schon Männer kennengelernt, die haben angegeben "geschieden". Auf die Nachfrage kam dann heraus, dass sie schon seit 20 Jahren geschieden sind. Wo ist da der Unterschied zu Ledigen? Oder ich habe Männer kennengelernt, die waren lange geschieden, lebten aber inzwischen mit einer Frau zusammen. Wo ist da der Unterschied zu einem Verheirateten? Oder Männer, die lange geschieden waren, danach mit einer Frau 10 Jahre zusammengelebt haben und diese ist dann vor 1 Jahr verstorben. Wo ist da der Unterschied zu einem Witwer?
Papier ist geduldig, egal, was ein Mann schreibt, man muss sowieso genau nachfragen.
Also würde ich auch nie einen Mann wegen irgendeinem Familienstand ablehnen - außer "verheiratet", das ist eindeutig.
 
G

Gast

Gast
  • #5
Mein ( w 50) Geschiedensein hat bis heutigen Tag weder bei EP (als ich noch angemeldet war) noch RL eine Rolle gespielt. Ich meine, dass der Familienstand ehrlich angegeben werden musst.

Für mich persönlich ist "geschieden" lieber, weil einerseits eine gewisse Klarheit vorhanden ist (mindestens juristisch, was sehr wichtig ist), andererseits das "Erleben der Ehe und des Scheidungsprozesses" zu unseren Gemeinsamkeiten gehören wird. Wir wissen dann wie die Ehe und ihr Scheitern "schmeckt".

Mandoline, warum meinst Du, dass Status "geschieden" soooo negativ ist bei Partnersuche. Welche Familienstand ist Deiner Meinung nach kein "Makel"? Ledig: Beziehungsunfähig, Verwitwe; den Tod nicht verarbeitet, getrennt lebend: Affäre/ Sexsuchend.

Na, sag mal, so müssten wir ja nur sterben, oder?
 
G

Gast

Gast
  • #6
Ich bin geschieden, hatte keine Lust, groß um meinen Status herumzureden und habe ihn wahrheitsgemäß angegeben. Stigma? Nein. Natürlich bekomme ich lange nicht so viele Zuschriften wie eine 25-Jährige, aber ich kann mich nicht beklagen. Vielmehr glaube ich, dass es eher merkwürdig aussehen würde, wenn bei mir in meinem "hohen" Alter der Status "ledig" stünde.
 
G

Gast

Gast
  • #7
Eine Beziehung sollte man nicht mit einer Lüge beginnen!

Wo fängt Lüge bei Dir an, Fragestellerin? Angenommen ein Mann ist verwitwet und gibt das nicht an - wie fühlt sich das für Dich an? Könntest Du das akzeptieren - oder setzt Du dann ganz andere Maßstäbe an??

Soweit die wahrheitsgemäße Angabe des Beziehungsstatus im Profil möglich ist, sollte er auch angegeben werden.

Ich persönlich möchte nicht angelogen werden und lege Wert darauf, einen Menschen wirklich kennenzulernen. 'Altlasten' können alle Menschen haben, unabhängig von ihrem Beziehungsstatus - daher schaue ich mir den Menschen selbst an und fälle keine Entscheidung nur anhand des Beziehungsstatus.
(Einzige Ausnahme für mich: jemand ist getrennt lebend - und damit noch verheiratet)

Das sehe ich ebenso. Der Beziehungsstatus ist mir eigentlich egal, aber ich möchte ihn trotzdem wissen. Ich stigmatisiere deswegen niemanden, aber kann in etwa besser einschätzen, woher vielleicht welche bestimmten Verhaltensweisen kommen.

Bsp. Jemand war verheiratet, wurde geschieden und ist vielleicht auch noch verwitwet - dann möchte ich das schon wissen. Ob er es im Profil schreibt, ist eher nebensächlich, aber beim persönlichen Kennenlernen möchte ich das so schnell wie möglich wissen. Ich schätze, jemand der das alles mitgemacht hat, ist ganz anders zu "behandeln", als jemand, der "nur" geschieden ist.

Ganz unmöglich finde ich es, "geschieden" anzugeben, aber erst "getrennt lebend" zu sein. Obwohl ich verstehe, dass derjenige damit signalisieren möchte, dass die Scheidung nur noch ein Formalakt ist und er bereits mit der vorigen Frau abgeschlossen hat.
 
  • #8
Ich sehe da auch keinen Nachteil, so lange die Wahrheit gesagt wird.

Es kann aber im Einzelfall schon mal stutzig machen, wenn die Parteien z. B. noch sehr jung sind. Ich habe mich vor einiger Zeit auch mal in verschiedenen Altersgruppen der Männer (nur da komme ich hin) umgeschaut, weil ich wissen wollte, ob die schluderige Ausfüllung der Profile Programm ist, oder auch in den verschiedenen Lebensphasen verschieden (sie sind es übrigens nicht...die Mehrheit macht sich keine Arbeit damit...). Dabei bin ich auch auf dem Profil eines jungen Mannes gelandet, der noch keine 30 ist, 4 Kinder hat und (lt. Angaben) geschieden ist und sucht jetzt eine Frau bis max. 25 J mit Kinderwunsch.

Das sind dann Fälle, wo ich mich als Frau (sofern im Alter passend) schon fragen würde, was da alles schief gelaufen ist? Wieviel Zeit und Arbeit hat dieses Paar in die Ehe investiert und wie soll deren Lebenslauf weiter gehen?

Bei einem Mann von 50-60+ (meine Zielgruppe) sieht das dann schon anders aus. Die Kinder wahrscheinlich dann schon älter und alles andere (sollte) auch geklärt (sein).

Wie meistens, ist doch auch hier die Frage nicht pauschal zu beantworten, liebe Mandoline. Man muss den Menschen kennen lernen und sich ein persönliches Urteil bilden. Anders geht es nun einmal nicht und Garantien gibt es eh niemals. - Das ist das Leben!
 
  • #9
Es wurde hier vor ein paar Tagen darüber diskutiert, inwieweit eine Falschangabe zum Thema 'geschieden' als Lüge zu sehen ist
Das war auch der Grund, warum ich diese Frage hier gestellt habe. Dem Geschiedenen wurde unterstellt er würde sich Vorteile verschaffen wollen, indem er sagt, er wäre Single statt geschieden. Im Einzelfall mag das sein, doch ich frage mich trotzdem welche Vorteile hätte so ein Mensch. Gar keine, denn die Tatsachen kommt früher oder später ans Licht.
Nun wenn z.Bsp. ein geschiedener Mann 5 x bei der Angabe des Beziehungsstatus geschieden abgelehnt wurde, dann hat er Angst, wenn er die Wahrheit sagt wieder abgelehnt zu werden. Wer kann es ihm dann verübeln, dass er schummelt - zumindest zu Beginn?

Ich würde keinen Menschen sofort abschiessen, wenn er gelogen hat. Sobald ich erfahre, oder sobald er mir selber erzählt, dass er geschieden war, würde ich ihn fragen, warum er nicht von Anfang an mit der Wahrheit rausgerückt ist. Und wenn er sagt: "Bis jetzt war ich immer ehrlich und keine Frau wollte mich näher kennenlernen und mir eine Chance und ich hatte Angst, es würde lange so gehen. Alle sehen ihn mir den Versager. Aus Angst keine würde mich kennenlernen wollen, war ich nicht sofort ehrlich." Das würde ich sogar verstehen.
Mandoline, warum meinst Du, dass Status "geschieden" soooo negativ ist bei Partnersuche. Welche Familienstand ist Deiner Meinung nach kein "Makel"? Ledig: Beziehungsunfähig, Verwitwe; den Tod nicht verarbeitet, getrennt lebend: Affäre/ Sexsuchend.
Ich bin überhaupt nicht der Meinung geschiedene Männer und Frauen hätten einen "Makel". Im Gegenteil. Wenn ein "Makel" dann haben wir alle einen. Aber andere Menschen betrachten die Geschiedenen als Versager, unfähig die Ehe bis zum Tod weiterzuführen. Es wird nie nach den Gründen der Scheidung gefragt, sondern ziemlich schnell abgelehnt. Es wird erwartet, dass die Eheleute keine Fehler machen und wenn sie sich einmal zur Ehe entschlossen haben, dann sollten bitte schön bis zum Ende ihrer Tage darin ausharren.

Es wird überhaupt nicht berücksichtigt, dass Menschen, die sich innig liebten und beschlossen hatten in die Ehe einzugehen, sich weiterentwickeln und dabei manchmal in entgegengesetzte Richtungen. Aber Menschen sind keine tote Materie und sind nicht statisch.
 
  • #10
Wie meistens, ist doch auch hier die Frage nicht pauschal zu beantworten, liebe Mandoline. Man muss den Menschen kennen lernen und sich ein persönliches Urteil bilden. Anders geht es nun einmal nicht und Garantien gibt es eh niemals. - Das ist das Leben!
Bin völlig einverstanden mit Dir! Wenn z.Bsp. ein Mann in seinem Profil "geschieden" angibt, dann könnte eine Frau denken: "Hmm, was stimmt nicht mit ihm, dass er gescheitert ist, die Ehe nicht "retten" konnte?" So wird ihm implizit eine Unfähigkeit, Unversöhnlichkeit, mangelnde Kompromissbereitschaft usw. unterstellt. Und die Frau klickt ihn weg, und erfährt nie, dass er sich scheiden liess, weil z.Bsp. seine Frau Alkoholprobleme oder ihn mit einem anderen Mann betrogen hatte oder nie auf seine Bedürfnisse Rücksicht genommen hat usw.usf.
"In jedem Urteil drückt der naiv urteilende Mensch sich selbst aus."
 
  • #11
Ich persönlich schließe geschiedene Männer als potentielle Partner aus, weil ich auf keinen Fall die Zweitfrau sein möchte und die allermeisten Männer eben auch Unterhaltspflichten haben.

Mir ist der Gedanke zuwider, dass er sich schon einmal bei einer anderen Frau ganz sicher war, die große Liebe schon mit einer anderen hatte.
 
G

Gast

Gast
  • #13
#4 @ Mandoline:

Danke für Deine Rückmeldung. Weißt Du, so was lese ich nur im Forum. Ich spüre im RL nicht von Dir erwähnte gesellschaftliche Erwartung (Scheidung aufgrund der fehlende Kompromiss-bereitschaft...). Im Gegenteil höre ich oft den Satz "Es gibt keine Garantie für die Beziehungen". Die Gesellschaft ist in dieser Hinsicht schon aufgeklärt.

@ Frederika.

Du wirst nicht die Zweitfrau eines Mannes sein/werden, sondern die Wievieltfrau. Heutzutage haben Männer (auch manche/viele Frauen) viele Beziehungserfahrungen, teilweise mit freundschaftlichen Beziehungen im Anschluß.

apropo große Liebe und Heiraten: Mittlerweile weiß die Gesellschaft, dass die Liebe nicht unbedingt und nur der einzige Grund für das Heiraten ist, nicht wahr?
 
  • #14
Also mal ehrlich, kommt auf das Alter an, jeder hat doch ein Leben hinter sich. Wie kann man jetzt noch geschiedene ausschließen, getrennt lebende, verwitwete, also manchmal denke ich ich bin hier im falschen Film. Ab 40 hat doch jeder schon irgendwelche Altlasten, warum wird hier immer augeschlossen und abgeraten. Hey thats realy Live!!!!
 
G

Gast

Gast
  • #15
Hallo Mandolie, ich bin geschieden. Ich kann nicht abschließend einschätzen, ob das für manche Männer letztendlich ein Hinderungsgrund ist/war mich kennenzulernen zu wollen, aber meiner Einschätzung/Erfahrung nach spielt es keine Rolle, außer vielleicht bei sehr religiösen Menschen. U.a. liegt es vermutlich auch an meinem Alter, in dem viele auf dem Partnermarkt verfügbaren Männer geschieden sind.
Wäre ich jünger und wollte noch eine Familie gründen, wäre ein Kandidat der bereits geschieden ist sicherlich weniger attraktiv für mich als ein Mann, der noch nie verheiratet war. Ich würde dann einen ledigen Mann bzw. eine ledige Frau vorziehen. Man will dann schließlich zu zweit etwas "Einzigartiges/Besonderes" beginnen und nicht der zweite, dritte, Versuch sein.

w/49 (geschieden)
 
G

Gast

Gast
  • #16
Ich bin geschieden, habe Kinder. Einschränkungen aufgrunddessen habe ich bisher nicht wahrgenommen.
Weißt du, Frederika, wenn du auf einen Mann triffst, der in seinem Leben noch nicht verheiratet war, keine Kinder hat, kannst du trotzdem die zweite Wahl sein, weil er sich schon einmal - im Herzen - fest und ausschließlich für eine Frau entschieden hatte. Mann muss und wird - dir - vielleicht nicht alles erzählen.
Ein wenig geht deine Denke an der Realität vorbei. Aber, wenn es für dich passt und du schon bei dem Mann, der keine - wirkliche - Vergangenheit hat und bei dem du die Nr. 1 für immer und ewig bist angekommen bist, freut mich das für dich und wünsche dir, dass es ewig so bleibt.
 
G

Gast

Gast
  • #17
Ich bin überhaupt nicht der Meinung geschiedene Männer und Frauen hätten einen "Makel". Im Gegenteil. Wenn ein "Makel" dann haben wir alle einen. Aber andere Menschen betrachten die Geschiedenen als Versager, unfähig die Ehe bis zum Tod weiterzuführen. Es wird nie nach den Gründen der Scheidung gefragt, sondern ziemlich schnell abgelehnt. Es wird erwartet, dass die Eheleute keine Fehler machen und wenn sie sich einmal zur Ehe entschlossen haben, dann sollten bitte schön bis zum Ende ihrer Tage darin ausharren.
.

Hallo

Es kommt nun natürlich noch sehr darauf an, ob jemand z.B. Kinder hat und in welchem Alter diese sind und wie alt er ist.

Ich habe vor etlichen Jahren einen Mann kennen gelernt, der war wie ich jung geschieden (mein Ex-Mann und ich haben uns mit 30 scheiden lassen), hatte aber eine kleine Tochter von etwa drei Jahren. Er hat dann gesagt, dass er kurz nach der Geburt seiner Tochter seine "grosse Liebe" kennen gelernt hätte, diese grosse Liebe ihm aber bei der ersten gemeinsamen Reise gesagt habe, dass er nun doch nicht ihre grose Liebe sei. Seine "grosse Liebe" war dann nicht mehr und die verlassene Ehefrau wollte ihn auch nicht mehr zurück. Irgendwie konnte ich mit diesem Mann nicht mehr, weil ich es komisch fand, dass jemand eine Frau mit so einem kleinen Kind wegen einer anderen hat sitzen lassen. Mit einem anderen Geschiedenen konnte ich nicht, weil er nur gejammert hat über die Frauen und insbesondere über seine Ex, die ihn gemein verlassen hatte.

Wieder ein anderer hatte seine Ehe völlig verdaut, alles war geklärt. Wieso soll man da keine Beziehung ins Auge fassen, wenn der Rest stimmt?

In meinem Alter, zwischen 40 und 50 finde ich es komischer, wenn ein Mann noch nie verheratet war. Aber auch hier gibt es wunderbare "Exemplare", die einfach Pech hatten.
 
G

Gast

Gast
  • #18
Die beste Prognose für das zukünftige Verhalten eines Menschen ist sein bisheriges Verhalten. Wenn jemand schon mal eine Ehe in den Sand gesetzt hat, ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass er es nochmal tut. Von daher: Finger weg von Geschiedenen!
 
V

Vicky

Gast
  • #19
@ Frederika

Nun, Du wärest seine zweite Frau, das bedeutet aber doch nicht unbedingt, dass Du die "Zweitfrau", also die 2. Wahl wärest. Als er mit seiner Ex-Frau zusammen war, kannte er Dich ja noch nicht. Du und die erste Frau habt ja nicht gleichzeitig zur Wahl gestanden.

Was ich allerdings verstehen kann, ist, dass man so wichtige Dinge wie Heiraten und / oder Kinder bekommen, lieber mit jemandem teilt, der all dies auch zum ersten Mal erlebt. Ich hätte die Vorstellung zB ganz schlimm gefunden, schwanger zu sein und immer zu hören "Also meine Ex hat sich in den ersten 3 Monaten jeden Morgen 3 Mal übergeben." oder "Also meine Ex hat bei der Geburt geschrien wie am Spieß." oder "Meine Ex hat auch während ihrer Schwangerschaft noch alles machen können." o.ä. Und selbst wenn der Mann sensibel genug wäre, so etwas nicht zu sagen, so wüßte man doch, dass er all dies mit mir eben nicht zum ersten Mal erlebt, was ich einfach schade fände.

[Mod.= Zu persönliche Bemerkungen gelöscht. Bitte keine Chat-Monologe.]
 
  • #20
Meiner Meinung nach ist jeder, der andere aufgrund solcher Umstände nicht einmal kennenlernen möchte, nicht wirklich auf der Suche nach einem Partner. Partnersuche, erst recht online, funktioniert nur, wenn man versucht, Gelegenheiten zu schaffen. Aber mit jedem weiteren Ausschlussgrund fügt man nur ein weiteres Kriterium hinzu, das dazu da ist, Gelegenheiten zu verhindern.
 
G

Gast

Gast
  • #21
Ich finde dass es realistisch ist, dass jemand ab einem gewissen Alter bereits verheiratet war. Und nach der Trennung/ Scheidung wieder einen Lebenspartner finden möchte. VIel merkwürdiger finde ich die ewigen Singles, wenn jemand nie geheiratet hat , keine Kinder hat und angeblich mit Ü50 noch sucht. Wonach ? Da habe ich schon eher den Verdacht, dass der/die beziegungsgestört ist.
 
G

Gast

Gast
  • #22
Ich finde dass es realistisch ist, dass jemand ab einem gewissen Alter bereits verheiratet war. Und nach der Trennung/ Scheidung wieder einen Lebenspartner finden möchte.

Spricht nichts dagegen.

VIel merkwürdiger finde ich die ewigen Singles, wenn jemand nie geheiratet hat , keine Kinder hat und angeblich mit Ü50 noch sucht. Wonach ? Da habe ich schon eher den Verdacht, dass der/die beziegungsgestört ist.

Falsch: Erst Beruf, dann ein paar Mal den Falschen und schon ist das Familienplanungsalter vorbei. Schon ist man Ü50 und findet nur noch Mehrfachgeschiedene. Bei diesen Mehrfachgeschiedenen frage ich mich, wie sie es schaffen konnten, innerhalb von ca. 30 Jahren 3 Ehen scheitern zu lassen.
 
  • #23
Meiner Meinung nach ist jeder, der andere aufgrund solcher Umstände nicht einmal kennenlernen möchte, nicht wirklich auf der Suche nach einem Partner. Partnersuche, erst recht online, funktioniert nur, wenn man versucht, Gelegenheiten zu schaffen. Aber mit jedem weiteren Ausschlussgrund fügt man nur ein weiteres Kriterium hinzu, das dazu da ist, Gelegenheiten zu verhindern.
Ich denke genauso wie Du! Sind nicht gerade die unzähligen No-Go`s ein Zeichen, dass man in Wirklichkeit Angst hat vor neuen Verletzungen und Enttäuschungen, weil man schon so einige im Leben erleben musste, verlassen wurde oder selber verlassen hat? Plötzlich will man auch keine verwitwete Menschen, weil sie angeblich noch an den verstorbenen Partner hängen und nicht für eine neue Partnerschaft frei sind. Gerade bei verwitweten ist es eine Selbstverständlichkeit, nach dem Tod des Partner, sich nach der Trauerphase, wieder dem Leben zu öffnen. Mit dem Tod des Partners endet nicht automatisch das eigene Leben.
Besonders für Männer und Frauen, die junger sind erst recht nicht. Vielleicht ältere Menschen über 75 suchen meistens keinen Partner mehr.
Das gleiche gilt auch für die Geschiedenen. Je früher sie heirateten desto höher ist die statistische Wahrscheinlichkeit sich scheiden zu lassen. Deshalb kommt es häufiger zu einer Zweit- oder Drittehe. Je älter man heiratet, desto stabiler und dauerhafter ist die Ehe.

Im übrigen: all die No-Go`s (abgesehen von wirklich gut Berechtigten), sind nur vorgeschobener Grund, sich aus Angst vor Enttäuschungen nicht binden zu wollen. Ein Schutzschild für die Seele.

Ich handle nach dem Grundsatz: "Lerne, dann urteile".
 
  • #24
Ob du geschieden bist, ist mir zunächst egal.
Ausnahmen: noch nicht verarbeitet ( kann auch ohne vergangenen Trauschein ein Problem sein )
und Unterhaltszahlungen, was aber eher ein Probelm ist, wenn Kinder da sind.

Überhaupt wäre eher das für mich ein Problem, weil ich nicht dauernd die zweite Geige sein will.

Da spielt es natürlich eine Rolle, wie alt die Kinder sind.
Wenn im Profil steht: Kinder, zeitweise im Haus, heißt das, die kommen jedes zweite WE.
Diese Männer kommen für mich nur in Betracht, wenn alles andere echt top ist.
Ganz schlimm finde ich, wenn da nochwas mega-Vaterliebe-Mäßiges steht, daß seine Kinder ihm das Allerwichtigste sind oder so. Klar sind die das, aber wenn er das so explizit reinschreibt, ist das ja 'ne deutliche Ansage, ne ?

Ich habe heute in meinem Profil was geändert: von 1 Kind 'im Haus' in 'außer Haus'. Ist nicht wirklich gelogen, denn sie ist ja echt fast nie da, mehr so Hotel Mama halt. Nächstes Jahr nach dem Abi geht sie für ein Jahr nach NY, dann ist sie ja eh weg.
Blöd, daß man hier das Alter nicht angeben kann, die Männer, die mein Profil ansehen, turnt das Kind vielleicht ab, weil sie denken, es ist ein kleines, das man immer mitnehmen muß.
 
  • #25
Ich kann zumindest in meinem Alter und nach EINER Scheidung daran nichts stigmatisierendes erkennen. Sicher hatte ich Absagen wegen meises Statusses als geschiedender, sich er haben mich einige deshalb nicht angeschrieben- na und? Was will ich denn mit jemanden der, aus welchem Grund auch immer mich so wie ich nunmal bin nicht haben will?

Ich kanns verstehen wenn jemand mehrfach geschieden ist- dann kann man schonmal Zweifel an der Lernfähigkeit haben. Mir selbst war der formale Status reichlich egal. Und ich konnte auch keinen Unterschied in der resonanz feststellen als ich seinerzeit den Status von "getrennt" in "geschieden" ändern konnte.

Aus der Meinung einiger weniger (die mit den Ellenlangen NoGo listen und daher ewig suchende) darfs Du liebe FS nicht auf alle schliessen. Spätestens ab 40 ist für die meisten eher der MAkel noch keine längerwährende Beziehung gehabt zu haben. Ob mit oder ohne Schein.
 
  • #26
Ich finde allerdings auch, dass es etwas beruhigendes hat, wenn manche Menschen geschiedene kategorisch ausschließen. Das ist ein eindeutiger Vorteil des Online-Datings. Im RL könnte es durchaus sein, dass man mit jemandem in Kontakt kommt, der so denkt wie Frederika, und man es zu spät bemerkt. Beim Online-Dating kommt ein solcher Kontakt gar nicht erst zustande, vorausgesetzt man beantwortet die Frage nach dem Familienstand ehrlich (wofür dies hier gleichzeitig ein Plädoyer sein soll).
 
G

Gast

Gast
  • #27
Naja, wer geschieden ist, hat es auf jeden Fall schon einmal "verbockt". Meistens hat er wohl geheiratet, ohne wirklich genau darüber nachzudenken, was er da tut. Ohne sich über den Partner wirklich im Klaren zu sein.

Eine Ehe ist per Definition auf Dauer angelegt, nämlich eigentlich für das ganze Leben. Genauso sehe ich das übrigens. Deshalb muss man sich natürlich im Vorfeld einer Ehe sehr genau Klarheit darüber verschaffen, was man selbst will, was der Partner will, welchen Charakter man selbst, welchen der Partner hat. Man muss sich vorher überlegen, welche Schwierigkeiten es noch geben könnte.

Man muss(!) sich vorher darüber im klaren sein, dass man kein Zurück will, selbst wenn eine ganze Menge völlig anders kommen sollte als geünscht.

Kommt es dann trotzdem zu einer Scheidung, so hat man eindeutig versagt.

Ob dieses Versagen nun darin bestand, den Partner falsch einzuschätzen oder die eigene Flexibilität, die eigene Kompromißbereitschaft oder die des Partners spielt keine Rolle.

Tatsache ist: Wer geschieden werden musste(!), darauf läuft es nämlich hinaus, hat vorher mindestens einen gigantischen Fehler gemacht. Vor der Ehe(meistens), oder in der Ehe.

DAS ist es, was man bei einem Geschiedenen auf jeden Fall bedenken sollte.
 
G

Gast

Gast
  • #28
Aus der Meinung einiger weniger (die mit den Ellenlangen NoGo listen und daher ewig suchende) darfs Du liebe FS nicht auf alle schliessen. Spätestens ab 40 ist für die meisten eher der MAkel noch keine längerwährende Beziehung gehabt zu haben. Ob mit oder ohne Schein.

In diesem Alter noch keine längerfristige Beziehung gehabt zu haben, kann völlig unterschiediche Hintergründe haben. Gerade du solltest doch hinterfragen könnenn...?

Ich akzeptiere Geschiedene, wenigstens die 1mal-Geschiedenen, das kann in diesem Alter ja passiert sein. Wichtig ist mir dabei aber, dass er mit der Exfrau "klare Fronten" hat und ich nicht mehr in deren Hickhack hineinkomme.

Die in diesem Alter mehrfach Geschiedenen sind mir ein Greuel nach eigener Erfahrung. Daher bin ich derzeit auch nicht suchend. Alles wird verdeckt, nichts wird offenbart, ein komplett neuer Lebensweg "erfunden" - warum eigentlich? Und auf was bitte sehr soll man sich dann einstellen können?
Und - wie mir neulich jemand sagte: "Du hast nichts falsch gemacht". (Einer geschieden, eine reicht gerade die Scheidung ein und eine wurde gerade geschieden und der Ärger nimmt kein Ende.)

Wenn ich mir ansehe, wieviele Ehen bereits geschieden wurden, denke ich das selbst auch: "Ich habe bisher nichts falsch gemacht".
 
  • #29
@27
ich hab ja hinterfragt, wie gesagt ist mir der Status völlig egal gewesen. Ich war ja sogar so blöde es nicht als Lüge anzusehen dass meine verwittwete PArtnerin Ledig angegeben hatte statt verwittwet...Also dürfte ich gar nicht mit Ihr zusammen sein.
Übrigens lgt sie auch sonst nicht ;-)
 
  • #30
In diesem Alter noch keine längerfristige Beziehung gehabt zu haben, kann völlig unterschiediche Hintergründe haben. Gerade du solltest doch hinterfragen könnenn...?
Keine Sorge :). Ich bin ganz gelassen und locker, fast allen Menschen gegenüber, und habe keine Vorurteile gegenüber geschiedenen Menschen.
Die Frage stellte ich, weil ich schon sehr oft hier im Forum gelesen habe, dass einige Menschen die Geschiedenen auf ihre No-Go Liste gesetzt haben. Das kann und konnte ich nicht verstehen.
Na ja, wenn jemand schon 3 Mal verheiratet war, dann werde ich auch hellhörig, aber sonst würde ich den Mann zuerst kennenlernen. Dadurch verliere ich ja nichts. Bestenfalls hatte ich ein schönes Date - und das war`s.

Selber war ich nie verheiratet.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Top