G

Gast

Gast
  • #1

Angst vor Bindung und Verantwortung, Flucht vor Erwartungen?

Ich habe den Eindruck, dass es gerade unter den Männern heutzutage immer mehr gibt, die Angst vor eine Bindung haben und die Verantwortung in einer Beziehung scheuen. Nicht wenige flüchten schon, wenn eine Frau ihnen bewusst oder unbewusst signalisiert, dass sie Erwartungen an die neue Beziehung, den Mann stellt. Wage Hoffnungen zu äußern ist oft schon zuviel und sie sind weg. Warum ist das so? Betroffene Männer, versucht bitte mal eine Erklärung. Warum flüchtet ihr oft gerade dann, wenn die Frau eigentlich super zu euch passen könnte? Mich würde auch interessieren ob es auch viele Frauen gibt, die so drauf sind? Frauen, erzählt bitte mal, wie sich das anfühlt.
 
G

Gast

Gast
  • #2
Worauf basiert dein Eindruck?
Erfahrungen hier bei EP?
In Deinem "normalen" Umfeld?

Welche Altersklasse von Männern meinst Du?
 
G

Gast

Gast
  • #3
Keine Ahnung, wo Du das erlebt hast. Ich würde mir nichts mehr wünschen, als das eine Frau mir überhaupt mal signalisiert, dass sie an einer Beziehung interessiert ist.
 
G

Gast

Gast
  • #4
das denken setzt aus und der Fluchtreflex setzt ein - bloß weg, raus, Luft zum atmen wird knapp.

"Warum flüchtet ihr oft gerade dann, wenn die Frau eigentlich super zu euch passen könnte?"

Das denke ich eben nicht, sonst würde ich bleiben.
 
E

excuse-me

Gast
  • #5
Also ich hatte nur 3 Beziehungen mit Männern: jeweils 5, 6 und 22 Jahre lang.
Bis auf den ersten kann ich nur sagen: Halb zog ich ihn, halb sank er hin!

Soviel zu den Männern und ihrem angeblichen "Jagdtrieb" - pfft!
 
G

Gast

Gast
  • #6
zu #4
Was denn nun?
Haben und beweisen die Männer "Jagdtrieb" sind sie Neandertaler.
Lassen sie die Frauen agieren, sind sie "Weicheier".

zu #3
"Warum flüchtet ihr oft gerade dann, wenn die Frau eigentlich super zu euch passen könnte?"
Aus welcher Sicht heraus, stellt sich denn diese Frage.

Vielleicht sind (erfahrene) Männer einfach vorsichtiger geworden und haben keine Lust mehr auf
irgendwelche verdrehten "Hü-und-Hott"-Ansprüche aus der Damenwelt.
Siehe dazu mal hier die ganzen verqueren Ansichten in den anderen aktuellen Threads.
- Tanzen können ist toll, aber nicht mit anderen Partnerinnen.
- Handwerklich begabt, aber lieber nichts machen.
- Beruflich erfolgreich, aber möglichst nicht karrierebewusst sein.
- Freunde haben, aber keine Zeit mit ihnen verbringen.
- usw, usw.
Ich lese nur Widersprüche
m(48)
 
G

Gast

Gast
  • #7
komisch ..., wenn man einen konkreten Beziehungswunsch im Profil äussert, schreibt immer keiner mehr zurück
 
G

Gast

Gast
  • #8
Viele Frauen ( +/- 45) haben Bindungsangst, der ewige Hunger nach Anerkennung, auch weiblicher Narzissmus genannt.
 
G

Gast

Gast
  • #9
Ich (M, 31) habe genau die umgekehrte Erfahrung gemacht. Wenn es zu konkret wurde, war die Frau plötzlich weg. Auch wenn man im Nachhinein verstehen kann, was schief gelaufen ist bzw. was man selbst "falsch" gemacht hat, sind bei mir die Frauen auch Bindungsangst, bzw. Angst, sich voll und ganz einzulassen, weggelaufen. Kann also auch umgekehrt sein.
Liebe Grüße
Monty
 
G

Gast

Gast
  • #10
Als ich (w) jung war, bin ich immer geflüchtet, wenn ein Mann mich in sein Leben 'einbauen' wollte. Ich hatte immer das Gefühl, dass es nicht um mich ging, sondern darum, den Lebensentwurf des Mannes zu verwirklichen. Dann traf ich meinen Traummann: Nichts war festgelegt, alles war möglich. Es dauerte 5 Jahre bis ich merkte, dass er genauso beziehungsunfähig war wie ich. Da keiner von uns 'Beziehungsarbeit' leisten wollte/konnte, ist unsere Beziehung friedlich eingeschlafen und keiner hat es bemerkt.
Jetzt, mit 50, habe ich meine Beziehungsphobie einigermaßen im Griff und stelle fest, dass ich plötzlich auch einen Lebensentwurf habe und einen Mann dafür suche. Wenn jetzt einer flüchtet oder sich tot stellt, kann ich das Verhalten gut verstehen. Aber trotzdem gehen wir verschiedene Wege. Ich betone deshalb von Anfang an, dass ich eine FESTE Beziehung anstrebe und gebe den Herren dadurch die Möglichkeit, zu flüchten, bevor es zu Verletzungen auf seiner oder meiner Seite kommte. Das Buch 'Jein' von Stephanie Stahl ist übrigens das beste Buch, das es z. Z. zum Thema 'Beziehungsflucht' gibt.
 
G

Gast

Gast
  • #11
Liebe Fragestellerin,

und wie sieht es mit dir aus, wenn der Mann Erwartungen an die neue Beziehung, an dich als Frau stellt, die sich nicht mit deinen decken ? Es haben ja beide Seiten dasgleiche Recht ihre Erwartungen erfüllt zu sehen, oder ?

lg F.
 
G

Gast

Gast
  • #12
@Fragenstellerin: woher nimmst du dein Wissen, das du die Männer wirklich & gut kennengelernt hast?

Ich hatte vor kurzem einen extremen Fall und ein Auszug davon war: sie erzählte nur über sich, was ich machte interessierte sie gar nicht, sie wollte mal Nähe und dann wieder nicht (kürzlich getrennt +Vorschaden) und so nebenbei erfuhr man in der Kennenlernphase dann, das sie längere Zeit ins Ausland geht, ihre Weiterbildung hinschmeißt ... und erzählt einem dann was von Schade hätte ja (ihrerseits) gepaßt ... Tja damit kann ich ja nicht gemeint sein ... das ist kurios.

Ich weiß nicht ob deine Frage eine allgemeine Frustbewältigung ist oder ob du einen konkreten Fall hast? Im letzteren wäre eine detailierte Schilderung sinnvoll.
 
  • #13
Ich habe bei EP eher den Eindruck gewonnen, dass viele Männer sich sehnlichst eine Beziehung wünschen und notfalls auch zu eher zu vielen Kompromissen bereit wären. Auch im privaten Umfeld ist die Suche nach einer Partnerin ausgeprägt zu spüren. Angst vor Bindung und Verantwortung habe ich bisher nur in wenigen Fällen wahrgenommen.

Vielleicht äußerst Du zu weitreichende oder zu fordernde Erwartungen? Was genau erwartest Du denn wie früh in einer Beziehung?
 
G

Gast

Gast
  • #14
Auch wenn ich nicht die Fragestellerin bin kann ich das Ganze bestätigen!
Manche Männer haben nur Schiss vor der eigenen Verantwortung oder eben halt Angst vor der eigenen Courage was auch immer wenn dr 6er im Lotto vor ihm steht..dann merken sie es einfach nicht wenn wir eindeutige Signale senden muss immer alles runterdefiniert werden..
ich meine damit 41 jährigen mann mit 8 Jahren Singledasein..
das ist eben extrem SCHADE!

Warum nur ist das so???Trauen muss man sich doch einfach, das kann doch nicht so schwer sein, oder?
MAnnomann, sind wir denn alle geschädigt die hier rumlaufen oder was?
 
G

Gast

Gast
  • #15
Ein Problem aus der psychotherapeutischen Praxis: Menschen leiden zwar unter ihrer Situation, aber wenn sie etwas verändern sollen/wollen, ist die Angst vor dem Unbekannten größer als ihr Leid. Also bleiben sie lieber wie/wo sie sind, denn ihre bisherigen Probleme sind ihnen vertaut, das neue Glück aber unbekannt und sehr zweifelhaft. Lieber gar nicht ernst hoffen und sich einlassen, als wieder enttäuscht werden. Für eine Veränderung müsste der Leidensdruck sehr hoch sein, aber genau der ist bei einem Beziehungsphobiker in der Regel nicht vorhanden.
Kurz: Man kann einen Menschen nicht ändern, wenn er sich nicht ändern will, wenn er keinen Mut hat - auch nicht zu seinem Besten.
 
G

Gast

Gast
  • #16
Also ich mache solche Erfahrungen auch am laufenden Band. Ich glaube, dass der Mann seine Rolle in der heutigen Zeit, in der er als Jäger unter erfolgreichen Frauen nicht mehr der Ernährer ist, nicht recht findet. Wenn man konkret sagt, was man braucht und sich wünscht (auch im Bett), dann kriegen sie Angst und werden ganz still und leise. Finde ich nur die falschen Worte für sowas oder bin ich zu verkorkst?? Am Ende möchte man doch nur, dass beide glücklich sind, aber wie soll man es anstellen, wenn schon die Kommunikation so schwierig ist??
 
G

Gast

Gast
  • #17
Ich bin die Fragestellerin und 51.
Ich bezeichne mich selbst als bindungsfähig und bindungswillig. Aber genau damit laufe ich neuerdings gehen die Wand, man sieht mir scheinbar schon an der Nasenspitze an, dass ich eine Beziehung suche und keine Liebelei oder Affäre. Ich bin aber kein klammernder Typ, der gleich mit der Tür ins Haus fällt, sondern warte ab, wenn ich einen neuen Mann kennen lerne, schmeiße für ihn auch nicht gleich alles hin, sondern lass die Beziehung langsam wachsen. Die Männer geben am Anfang gerne extrem Gas und wenn man dann zeigt, dass man verliebt ist entziehen sie sich früher oder später. So ist es mir jedenfalls jetzt zweimal in Folge ergangen und gerade der letzte Mann und ich, wir haben uns super verstanden. Er hat mir von seiner Exfrau erzählt, was er bei ihr vermisst hat, mit ihr nicht machen konnte. Sie war wohl eher der kühle, unnahbar Typ gwesen, wir beide aber konnten wunderbar zusammen schmusen und wir hatten viele gemeinsame Interessen und Hobbies.
Aber genau das scheint dann plötzlich auch nicht richtig zu sein....

Ich habe diese Fragen hier trotzdem eher allgemein gestellt und beziehe mich auch nicht unbedingt nur auf meine Altersgruppe. Ebenso wenig laufe ich jetzt extrem gefrustet durch die Welt. Ich habe aber solche Erfahrungen hinter mir, kenne andere Geschichten und lese hier im Forum auch ständig von Männern (oder Frauen), die kneifen, wenn's enger wird oder nicht wissen was sie eigentlich wollen u.ä.

Ich frage mich einfach, ob das ein Zeitphänomen ist?

LG A.
 
G

Gast

Gast
  • #18
...ach ja, und übrigens danke an #14, dass ist wirklich gut erklärt und ich habe es auch genau so empfunden.
A.
 
G

Gast

Gast
  • #19
Hallo Fragestellerin,
in#17 fragst Du dich, ob das ein Zeitphänomen ist?
Erinnere Dich mal an deine Eltern, wie die Beziehungen/Kennenlernen erlebt haben und was bei denen gezählt hat.
Ich will auf die Werte hinaus, wie Anstand,Ehrlichkeit,gegenseitiger Respekt und Achtung/Wertschätzung,Treueverhalten...
Diese und viele weitere Werte sind in der heutigen Zeit, so meine Empfindung, ziemlich nach außen gedrängt worden.Viele Menschen verstecken sich davor und verdünnen sich einfach.

Dein Beispiel zeigt den fehlenden Anstand deines "Letzten".
Wenn man sich super verstanden hat, sollte der der sich plötzlich verneint, mindestens den Anstand haben Dir das fair mitzuteilen.
Bei vielen anderen ForenschreiberInnen liest man das auch.

ein weiteres Beispiel; die häufig fehlende Ehrlichkeit--Parallelschiene bei der Kontaktanbahnung, auch etwas unfair,oder?
Denn es gibt ja auch die MonogamistenInnen; trifft nun ein Monogamer auf eine Parallel-Handelnde, dann ist das schmerzliche Ende vorprogrammiert(ich durfte das für mich erleben und habe es in Verarbeitung).Wäre die Parallel-handelnde ehrlich gewesen, hätte Sie Fairness gezeigt durch rechtzeitiges Beenden wäre der Trefferschmerz gering geblieben.Oder verwechsele ich das jetzt mit Egoismus?
(ich will Spass-denke,ohne Rücksicht auf Verluste...)
Vielleicht ist auch Katalogdenken(100%) an solchen Verhaltensweisen schuld?
und dann immer schnell aus dem Staub machen, ohne Antwort,schön unpersönlich;in meiner Empfindung:respektlos,unfair.

Diese Verhaltensmuster sind ein Zeitphänomen und werden immer schlimmer, solange sich keiner bereit erklärt das zu verändern.(Ellbogengesellschaft)
Da sind wir Alle gefragt, z.B. gibt es wieder Ethik-Unterricht an Schulen,ein danke an den Autofahrer/die Autofahrerin, der/die mich in die Lücke lässt...den Vortritt lassen...den fremden Kinderwagen mit in den Bus heben...
+an @alle
LG
mechanicus
 
G

Gast

Gast
  • #20
stress mal nen Mann, einfach um es ihm schwer zu machen, und guck mal wie er rennt;))

lg Ms Stone
 
G

Gast

Gast
  • #21
Gehen wir die Antwort mal ungeschlechtlich an:

Im Falle einer Familiengründung...

... hat Ahörnchen sich den ganzen Tag extern um das Heranschaffen von Geld für die Familie zu kümmern und darf vielleicht noch die Kinder wochentags ins Bett bringen. Ansonsten findet für A Familienleben nur am Wochenende und im Urlaub statt.

Bhörnchen übernimmt vorrangig die Kinderbetreuung, KANN auch Geld verdienen. In der Regel erlebt Bhörnchen einen Mix aus Familienleben (mit oft abwesenden Ahörnchen) UND Beruf in Teilzeit.

Die Familie ist jederzeit - ohne Nennung besonderer Gründe - aufkündbar! Z.B., wenn A- oder Bhörnchen einfällt, fortan mit Chörnchen zusammenleben zu wollen. Da kann der/die Zurückgelassene nichts machen. Passiert übrigens - auch, wenn das bei Vermehrung niemand wahrhaben will - jedem zweiten Hörnchen.

Unabhängig davon, wer die Lebensgemeinschaft aufkündigt, greift folgende Regelung:

Die Kinder kommen - außer, Bhörnchen will das nun ganz und gar nicht.... - eigentlich immer zu Bhörnchen. Bhörnchen wird sich in der Regel rasch mit C-, D- oder XYZhörnchen zusammentun.

Ahörnchen sieht die gemeinsamen Kinder fortan alle 14 Tage nur noch am Wochenende. Jetzt sieht Ahörnchen die gemeinsamen Kinder also noch seltener. Die leben jetzt ja quasi auch in einer "neuen Familie". Ahörnchen darf aber zig Jahre bezahlen. Kann schon sein, dass da für Ahörnchen nicht mehr viel übrig bleibt.

Man kann sich fragen, warum die Rollenverteilung eigentlich (immer noch) so ist? Ist halt so, scheint allen wohl ganz gut zu gefallen, sonst wäre es vermutlich längst geändert worden?

Abschließende Fragen:

Wer möchte die Rolle von Ahörnchen übernehmen?
 
G

Gast

Gast
  • #22
Angeblich soll es bei den Männern so sein: Wenn bei ihnen eine Beziehung schief gelaufen ist, sehen sie es als ein Versagen/Scheitern und sie haben wenig Mut, es noch einmal zu probieren.
Natürlich sollte man sich als Frau immer selber fragen, wie groß ist eigentlich unbewusst meine Angst vor einer Bindung, dass ich immer an Männer gerate, die sich nicht binden wollen?
 
  • #23
@#20

Deine Geschichte ist ja ganz süß, scheint mir aber dann doch aus der Sicht eines Ahörnchens geschrieben wobei Ahörnchen auch ganz einfach als Opfer des Bhörchen, der Gesellschaft und überhaupt der ganzen Welt zu sehen ist. Und egal ob A oder Bhörnchen kann ich es gar nicht leiden wenn sich ein Hörnchen wie ein unmündiger Käfer auf den Rücken legt und seine Unselbstständigkeit demonstriert. Lustigerweise sind wir damit wieder genau beim Thema. Verantwortung. Vor allem und überhaupt Selbstverantwortung.
 
G

Gast

Gast
  • #24
@ 22

Es steht Dir doch frei, Dich für die Übernahme der Rolle A oder B oder auch gar keine zu entscheiden...

Ganz recht: HINTERHER sollte sich niemand beschweren, wenn die Konsequenzen aus der geschulterten Rolle eintreten.

Womit wir bei Eingangsfrage wären...

Insofern: Was zeigt eigentlich mehr Verantwortungsbewusstsein: a) Rollen leichterdings zu übernehmen oder b) genau abzuwägen und evtl. auch "nein" zu sagen?

Anders gefragt: Ist die sinkende Geburtenrate nun ein Ausdruck von Verantwortungslosigkeit oder gerade Verantwortung? (von wem - und wem gegenüber? ;-) )

P.S.: Rollen ließen sich ändern. Ich dachte, der alte Geschlechterkrieg wäre passe?
 
U

Ulrike

Gast
  • #25
@ #20

Nun, man kann den Weitergang der Geschichte von Ahörnchen und Bhörnchen auch anders erzählen:

Unabhängig davon, wer die Lebensgemeinschaft aufkündigt, greift folgende Regelung:

Die Kinder kommen - außer, Bhörnchen will das nun ganz und gar nicht.... - eigentlich immer zu Bhörnchen.

Die Situation von Bhörnchen hat sich, was Haushalt, Garten und Kinderbetreuung anbelangt kaum verändert. Jetzt gilt es zusätzlich noch, arbeiten zu gehen, um den Lebensunterhalt zu sichern. Nebenbei sehnt sich Bhörnchen nach einer neuen Partnerschaft, wann es danach suchen soll, ist schleierhaft. Welches Chörnchen sich auf Bhörnchen mit Anhang einlässt auch.

Währenddessen hat Ahörnchen neben seinem Beruf alle Zeit der Welt sich ein neues Leben einzurichten und ein Dhörnchen zu suchen.

Abschließende Fragen:

Wer möchte die Rolle von Bhörnchen übernehmen? :)
 
G

Gast

Gast
  • #26
Die Geschichte von Hörnchen ist ganz nett und interessant ist auch die Diskussion dazu, doch sie bewegt sich aus meiner Sicht doch etwas von der Frage weg. Ich habe zwar übergreifend gefragt., aber für mich mit 51 trifft es nicht mehr so recht zu, wer nun welche Rolle übernimmt. Die Kinder sind in diesem Alter meist erwachsen (ich habe keine) und beide Partner sorgen für sich selbst, wenn sie neu aufeinander treffen. Die Männer, die mich kennen lernen, müssen sich nicht mehr überlegen, ob sie mal die Rolle des Versorgers übernehmen oder auch nicht.
Aber bei den jüngeren kann das durchaus ein Grund dafür sein wieder zu flüchten, wenn sie erkennen, dass sie in der neuen Beziehung möglicherweise eine A- oder auch B-Hörnchen-Rolle übernehmen sollen, die ihnen so gar nicht behagt. Also die Flucht vor Verantwortung.
Was ist es dann bei den älteren?
 
G

Gast

Gast
  • #27
Meines Erachtens (w 50), kommen Männer in den Fünfzigern nur sehr schwer aus ihrer eingerichteten Bequemlichkeitszone heraus... Sie "wollen" zwar etwas verändern, eine neue Partnerin, aber wenn sie dann da ist, wenn sie etwas "tun" müssten, wollen sie doch lieber alles beim alten lassen. Zuviel Veränderung bringt zuviel Unbequemes....und man(n) hat sich sein Leben eigentlich doch komfortabel eingerichtet... Bei mir ist daran wohl eine potentielle Fernbziehung gescheitert, wohl doch zuviel "Aufwand" für ihn, obwohl er bei mir auch das "gefunden" hat, was er eigentlich wollte... nun denn..
 
G

Gast

Gast
  • #28
Liebe Fragestellerin,
ich habe etwas sehr ähnliches erlebt, bin 30 Jahre alt geworden, also eine andere Generation, deshalb tippe ich auch ein wenig auf den Zeitgeist. Und meine Erfahrung scheint Deiner sehr ähnlich, vor allem in dem Punkt, dass der Mann, den ich kennengelernt hatte, gerade betont hat, wie gut wir zueinander passen würden (Stichwort 6er im Lotto) und er gerade, weil es ihm so wichtig wäre mit mir, er aber für die Verantwortung nicht bereit sei, keine Beziehung haben könne. Dann gab es noch ein hin und her, weil er nicht wirklich konsequent "nein" gesagt hat, ich fühlte mich eine zeitlang abhängig, jetzt besteht erstmal kein Kontakt.
Er beizeichnete sich selber als beziehungsunfähig und beziehungsphobisch. Ich verstehe vieles wirklich nicht, glaube aber dass er es wirklich ernst gemeint und an unsere "Passung" geglaubt hat und dass seine Gefühle so intensiv waren wie er mir sagte (er hat anfangs geflirtet und auch mehrfach Zärtlichkeiten initiiert) und dass er wirkliche Ängste hatte.
Nun zu meinen Erklärungsansätzen: ich sehe das so wie #21: "Angeblich soll es bei den Männern so sein: Wenn bei ihnen eine Beziehung schief gelaufen ist, sehen sie es als ein Versagen/Scheitern und sie haben wenig Mut, es noch einmal zu probieren."
Die verquere Logik ist: "er" (jetzt allgemein gesprochen) war so hilflos, als er eine schmerzvolle Trennung erleben musste, also hat er aus der Ohnmacht heraus geschlussfolgert, dass es nicht zu der Trennung gekommen wäre, hätte er sich nicht so schlimm verhalten. Dann wird gemauert, und gerade wenn es ernst wird und die Gefühle intensiv werden, kommt die Angst hoch. Dann verschanzt er sich gerene dahinter, dass er der böse "Täter" war, der versagt hat, und lässt es in der konsequenz lieber bleiben, damit er nicht wieder diese Versagensgefühle haben muss. Ich glaube, dass Männer viel stärker als Frauen in diesem Stautsdenken verhaftet sind und sich lieber auf nichts einlassen als ein Versager zu sein.
Ich kann mir auch vorstellen, dass es viel mit dem Männlichkeitsbild unserer Gesellschaft zu tun hat: alle wollen gerne Beschützer und Versorger sein,s ollen gleichzeitig aber auch noch "weiche" Eigenschaften haben - das ist sicherlich ein großer Druck. Anderseits lastet auf Frauen ja ein ähnlich großer Druck was ihr Rollenbild in der Gesellschaft anbelangt. Ich glaube mittlerweile, Frauen suchen bei Problemen/Krisen eher Nähe, während Männer eher den "Lonesome Cowboy" spielen müssen und meinen, "ihr" Ding alleine bewältigen zu müssen, worauf Frauen dann mit Unverständnis und evtl. Klammern reagieren, das erzeugt bei den entsprechenden Männer Panik - wenn nicht schon vorher geschehen - und so nimmt das Spiel seinen Lauf.
Liebe Männer, ich würde gerne ein paar Stellungnahmen dazu erfahren, denn ich möchte dieses Phänomen verstehen lernen!
 
G

Gast

Gast
  • #29
Fragestellerin an #27:
Danke, du machst dir wirklich Gedanken - für dein Alter vielleicht zuviel ;-) - und du hast sicher in vielem auch recht.
Wir Frauen neigen ja nun dazu, alles verstehen und analysieren zu wollen. Vielleicht machen wir es uns damit auch oft etwas schwer. Ich hege manchmal sowieso den Verdacht, dass es aus Männersicht alles viel simpler ist und darum geht es mir wie dir, ich würde hier gerne ein paar männliche Stellungnahmen erfahren!!
Doch die entsprechenden Männer scheinen sich an solchen Foren kaum zu beteiligen, eben weil sie sich auch gar nicht so viele Gedanken machen, wie wir es hier gerade wieder tun.
Trotzdem würde ich das alles gerne verstehen. Deine Interpretation ist sicher eine mögliche und gute Erklärung.
 
G

Gast

Gast
  • #30
Besteht immer noch Bedarf an Antworten aus Sicht des Phobikers?
 
Top